Eton Pow 160.2 an Eton Pa 1054

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Dimachaerus
Neuling
#1 erstellt: 26. Mai 2016, 16:02
Nabend zusammen,

ich bräuchte mal eine fachmännische Meinung zu meinem Anliegen. Und zwar hatte ich vor etwa 6 Monaten neue Lautsprecher in meinen Passat 3b Limo Verbaut, die Eton Pow 160.2 Compression, da ich vorerst ohne Endstufe leben musste. Türen sind natürlich gedämmt und sie sind mit MPX Ringen befestigt. Der Sound ist schon sehr zufriedenstellend gewesen, allerdings wollte ich schnell mehr. Nun habe ich von einem Bekannten eine gratis Endstufe bekommen (Eton PA 1054), und bräuchte Rat ob ich diese bedenkenlos mit den vorhandenen Lautsprechern befeuern kann. Da die Pow Lautsprecher über 3 Ohm laufen und auch nichtmal annähernd die Leistung vertragen welche die Endstufe liefert möchte ich mir ungerne was zerschiessen.

mfg
Car-Hifi
Inventar
#2 erstellt: 28. Mai 2016, 09:47
Tach auch und herzlich willkommen im Forum,

was glaubst Du, wie oft oder wann der Verstärker seine maximale Leistung erbringt (im Falle der PA 1054 2x120 W an 4 Ω oder 160 W an 3 Ω)? Nur wenn man den maximalen Eingangspegel erreicht. Den erreicht man, wenn der Verstärker richtig auf das Radio eingepegelt ist, nur wenn man die Lautstärke am Radio voll aufdreht. Und dann auch nur an den lautesten Stellen der Musik. Gut, bei mancher Musik wird die maximale Lautstärke dauernd erreicht (Wikipedia: War of Loudness, Blogrebellen: Was versteht man unter Dynamik?), wer aber dynamischere Musik hört, erreicht den maximalen Pegel nur selten.

Hast Du schon mal was von der Impedanzkurve gehört? Eine Impedanzkurve beschreibt die Impedanz eines Lautsprechers oder einer Lautsprechergruppe in Abhängigkeit der Frequenz. (Sengpielaudio: Impedanzkurve). Auf Grund dieser Kurve hat Dein Lautsprechersystem nur bei wenigen Frequenzen 3 Ω Impedanz, ansonsten liegt sie (zum Teil weit) darüber. Das bedeutet aber auch, dass nur bei wenigen Frequenzen die maximale Leistung aus dem Verstärker gezogen werden.

Also: nur selten, nur bei maximaler Lautstärke und nur bei wenigen Frequenzen, werden tatsächlich 160 Watt aus dem Verstärker gezogen und vom Lautsprecher in Schall und Wärme umgesetzt.

Was passiert, wenn die Leistung wirklich zu groß wird? Eigentlich müssten wir davon sprechen, dass der Verstärker eine Spannung abgibt. Diese Spannung führt zur Auslenkung der Lautsprechermembrane. Wenn der Verstärker mehr Spannung abgibt, als der Lautsprecher verträgt, erreicht die Membran die obere und untere maximale Auslenkung. Dieses Störgeräusch ist meist sehr deutlich durch ein "Klappern" wahrzunehmen.

Was will ich mit dem vielen Text sagen? Wenn der Verstärker wirklich zu viel Leistung abgibt, wirst Du das mit hoher Wahrscheinlichkeit hören können.

Was kann man dagegen tun? Man könnte den Lautstärkeregler nicht mehr bis Maximum aufregen. Oder man könnte (technisch nicht ganz korrekt, aber trotzdem eine elegante Lösung) den Gainregler des Verstärker nicht richtig einstellen, sondern ihn ein wenig "zu drehen".

Also: die Gefahren für den Lautsprecher sind eher gering, seine Grenze ist wahrscheinlich deutlich wahrnehmbar und man kann das Problem recht einfach umschiffen.
Dimachaerus
Neuling
#3 erstellt: 28. Mai 2016, 11:51
Okay also brauche ich mir da im Grunde keine Sorgen machen, da man es akustisch sowieso vorher wahrnimmt bevor da irgendwas beschädigt werden kann. Da ich noch ein ziemlicher Laie im Bereich Car-Hifi bzw Hifi generell bin wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen und hier nachfragen.
Vielen Dank also für die hilfreiche Information. Auf voller lautstärke wird wohl eh nicht gehört, dass hab ich nichtmal ohne Endstufe annähernd geschafft. Geht ja grundsätzlich eher um guten Klang, statt nur "beschallt" zu werden das einem die Löffel wegfliegen
Dimachaerus
Neuling
#4 erstellt: 31. Mai 2016, 10:07
Nun hätte ich nur noch eine Frage zur Stromversorgung. Da die Stufe vorerst nur das FS betreibt und in Zukunft evtl noch einen Sub (kommt drauf an was das FS leistet), stellt sich mir die Frage wie gross ich das Stromkabel dimensionieren sollte. Der Strom kommt direkt von der Batterie, sprich etwa 5m Kabellänge. Sollte man direkt 35mm² verlegen oder reicht auch etwas kleineres? Bei 35mm² ist dann wieder das Problem mit dem Anschluss der Stufe, da dort keine 35mm² passen und ich somit verjüngen müsste.

mfg
LexusIS300
Inventar
#5 erstellt: 31. Mai 2016, 10:26
Die 1054 hat eine maximale Stromaufnahme von 105A
Hier würde ein 16mm2 reichen, gehst Du auf "nummer sicher" schadet auch ein 25mm2 nicht.
35mm2 kann man auch verlegen, soll keine weitere Endstufe einziehen ist das aber übertrieben.
Wichtig ist vorne eine maximal 100A (mini)ANL Sicherung, da die PA intern nicht abgesichert ist.

Weiters daran denken das Massekabel im Motorraum von Batterie Minus auf Karosse mit dem selben Querschnitt verstärken wie das Pluskabel.

Ps: Wir reden hier von Reinkupferkabel (OFC), kein CCA Alu irgendwas gemisch.


[Beitrag von LexusIS300 am 31. Mai 2016, 10:29 bearbeitet]
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