Mehrzimmeranschluss, Fragen zum FAQ zum Kabelempfang

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ilmusy
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 18. Jul 2011, 08:09
Hallo,

ich hätte da Fragen zu der FAQ zum Kabelempfang, vor allem Punkte 6 und 7.

Zunächst bin ich Eigentümer einer Etagenwohnung in einem Mehrgeschosshaus, einige Freiheiten sollte ich also haben um meine bisher einzige Antennendose auf mehrere Räume zu verteilen.

Bei mir kommt der Kabel für TV - Empfang aus dem Treppenhaus in mein Flur rein und wurde bis zu einer Antennendose im Wohnzimmer verlegt. Was genau ist jetzt der Hausübergabepunkt (HÜP)? Die Antennensteckdose oder muss da noch eine Art Schaltzentrale im Keller zb. sein was dem HÜP entspricht?

Kann ich jetzt am Flur schon das Kabel abzwicken und dort entsprechend Punkt 7 der FAQ beginnen Durchgangsdosen für mehrere Zimmer anzubringen?

Was bedeutet dieser Satz: "über ein Gleichspannungstrennglied zum Erdungswinkel (diesen mittel 4mm² an den Potentialausgleich des Hauses)"? Was ist ein Erdungswinkel, einfach ein Winkel das an die Mauer angeschraubt wird? Was ist ein Erdungsblock, der Elektro Sicherungskasten wäre jedenfalls gleich in der Nähe.

Rechnerisch kommt es auf das Gleiche hinaus wenn ich einen 22 db Verstärker mit einer Durchgangsdose mit 20 db Dämpfung oder 32 db Verstärker mit einer Durchgangsdose mit 30 db Dämpfung nehme. Ist es praktisch auch so oder ist die im FAQ empfohlene Konstellation besser?

Zitat: "20m Kabel bis zum Verteiler haben 3 dB", je 10 m sollte ich also immer mit 1,5 db Dämpfung rechnen?

Bei mir geht der Kabel aus der Antennendose in meinen Receiver, von dort in einen zweiten Receiver und von dort in meinen Fernseher. Was wäre eigentlich wenn ich Receiver und Fernseher getrennt versorgen will, also ich eine Durchgangsdose nur wenige Zentimer von der Antennendose entfernt(die Antennendose muss ich natürlich auch zur Durchgangsdose machen) einrichte. Bei nur einem Receiver macht sowas sicher keinen Sinn, aber da ich zb zwei Receiver habe und der eine Receiver während meinem Urlaub etwas aufnehmen soll, während ich den Rest ausschalten will, ist es für mich schon sinnvoll.

Danke,
ilmusy
raceroad
Inventar
#2 erstellt: 18. Jul 2011, 09:45
Der HÜP sitzt noch vor dem Verstärker, den man für die Verteilung des Signals auf die Wohnungen braucht. Mit Potenzialausgleich (Trennglied, Erdungswinkel) hast Du für eine Erweiterung der Zahl der Anschlüsse innerhalb der Wohnung nichts am Hut.

Kann ich jetzt am Flur schon das Kabel abzwicken und dort entsprechend Punkt 7 der FAQ beginnen Durchgangsdosen für mehrere Zimmer anzubringen?

Abzwicken schon mal gar nicht. Und ohne Verstärker in der Wohnung kann man allenfalls um wenige Dosen erweitern. Falls die Wohnung über den Ausgang eines Abzweigers versorgt wird und folglich in der Wohnung eine Stichdose installiert ist, wird ohne Verstärker in der Wohnung kaum was zu machen sein. Also sieh zunächst einmal nach, welche Typbezeichnung auf der vorhandenen Dose steht.

Rechnerisch kommt es auf das Gleiche hinaus wenn ich einen 22 db Verstärker mit einer Durchgangsdose mit 20 db Dämpfung oder 32 db Verstärker mit einer Durchgangsdose mit 30 db Dämpfung nehme. Ist es praktisch auch so oder ist die im FAQ empfohlene Konstellation besser?

Rechnerisch schon. Aber abgesehen davon, dass ich keine 30db-Durchgandsdose kenne, wäre das mehr als unwirtschaftlich. Man stuft die Dose so, dass am Ende eine mit ca. 10 db passt. Je mehr Dosen es insgesamt werden und je größer die Distanzen sind, desto höher muss die Anschlussdämpfung der ersten Dose und die Leistungsfähigkeit des Verstärkers sein.

Wenn Du nicht über einen oder mehrere Receiver durchschleifen willst, kannst Du als ersten Schritt dann auch den "Radio"-Anschluss der Antennendose für's Fernsehen verwenden, wenn erstens kein Radio angeschlossen werden soll und sich zweitens die Antennendose dafür eignet. Ansonsten muss man mehrere Dosen installieren.
ilmusy
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 18. Jul 2011, 10:29
Auf der Abdeckplatte steht Kathrein Antenne drauf.

Die Abdeckplatte abgeschraubt steht Astro GUT 821 drauf.

Mit Abzwicken meinte ich das ich an der Stelle in der das Kabel vom Flur kommt das Kabel durchtrennen und einen Verstärker zwischenklemmen will, ähnlich dem Schaltbild in der FAQ. Alles danach sollen dann Durchgangsdosen sein, bis zur Enddose, wo ich ja wieder diesen Astro GUT 821 verwenden würde wenn es passt.

Wäre das technisch erlaubt oder muss ich unbedingt vom Astro GUT 821 aus beginnen?
raceroad
Inventar
#4 erstellt: 18. Jul 2011, 11:12

ilmusy schrieb:
Alles danach sollen dann Durchgangsdosen sein, bis zur Enddose, wo ich ja wieder diesen Astro GUT 821 verwenden würde wenn es passt.

Das nie enden wollende Lied: GUT 821 hat zwar bauseitig wie eine der seltenen echten Enddosen nur einen Anschluss, ist aber eine Stich- und keine Enddose. Sie hat somit am Ende eines Stranges mit mehreren Durchgangsdosen nichts zu suchen. In den Beispielen aus den FAQ ist am Ende doch auch immer eine Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand eingeplant.

Da die GUT 821 außerdem ziemlich sicher selektiv ist, kann sie auch aus diesem Grund weder nach noch vor dem Verstärker sinnvoll eingesetzt werden. Ich würde an das in die Wohnung führende, gekürzte Kabel eine breitbandige Stichdose (Typen siehe FAQ-Kabel-TV) anschließen und von einem der Steckanschlüsse auf den Verstärker gehen.
ilmusy
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 18. Jul 2011, 12:09
Um sicher zu gehen: das gekürzte Kabel könnte man nicht direkt an einen Verstärker klemmen?
raceroad
Inventar
#6 erstellt: 18. Jul 2011, 12:32
Gefiele mir persönlich weniger, ginge aber, da der jetzt verwendeten Dose nach zu urteilen die Wohnung über eine Abzweigausgang versorgt wird.
ilmusy
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 21. Jul 2011, 21:41
Ich häng jetzt nur noch am Thema Erdung. Wie schon gesagt, es ist eine Mehrgeschosswohnung mit 5 Stockwerken und 10 Parteien, ich bin im Erdgeschoss. Wir haben Kabelfernsehen. Passiert ist bis jetzt nichts, bei Gewitter gabs halt Störungen, die aber nach Ende des Gewitter verschwanden, lag also wohl eher an der "Sendestelle" des Kabelanbieters. Ist dann nicht schon ausreichend geschützt das ich den Verstärker noch erden muss? Wenn ich den Verstärker an die Mauer befestigen würde, wäre das nicht auch quasi geerdet?
Gibt es Alternativen zum Heizkörper?
raceroad
Inventar
#8 erstellt: 21. Jul 2011, 23:43
Der Punkt Erdung der FAQ betrifft primär die Installation nach dem HÜP, also außerhalb der Wohnung.

Wenn man von der korrekten Installation der BK-Anlage ausgeht, reicht es zum Schutz vor möglichen Ableitströmen, die Kabelschirme der Antennenkabel, die an Ein- und Ausgang des zusätzlichen Verstärkers in der Wohnung führen, durch das Zwischenschalten eines 2-fach Erdungsblocks



dauerhaft miteinander zu verbinden.

Einen begrenzen Schutz vor Geräteschäden durch Überspannugen böten Kombiadapter wie Dehn DPRO 230 TV.
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