Reparatur defekter Lautsprecher

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Expressless
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Sep 2009, 14:12
Ich habe einen defekten Lautsprecher, welcher nach Überlastung (ich denke, dies war der mögliche Grund) im wahrsten Sinne des Wortes abgeraucht ist. Es handelt sich um einen NS G-30 von Yamaha.
Nachdem ich das Rückchassis aufgeschraubt habe, sehe ich auf der darin befindlichen Lochplatine zwei verschmorte Spulen (ich kenne mich mit den genauen Bezeichnungen nicht so aus), die die Quelle des Defektes sein sollten.
Meine Frage lautet nun, ob es möglich sei, die LS durch die Reparatur dieser Lochplatine wieder zum Laufen zu bringen? Ich stellte es mir so vor, dass ich die 4 Widerstände und zwei Magnetspulen nachkaufe und auf einer neuen Platine "nachbaue". Die Verbindungen scheinen mir recht simpel und die Bezeichnungen der Bauteile sind gut sichtbar auf selbigen aufgedruckt, sodass ein Nachkauf kein Problem darstellen würde.
Ist es Eurer Meinung nach sinnvoll, soetwas zu tun oder verschlechtert sich die LS Quali so dermaßen, wenn man das Yamaha (Komponenten)Original kopiert (oder es zumindest versucht)?
Danke für Feedback!!
Mwf
Inventar
#2 erstellt: 01. Sep 2009, 23:30
Hi,

Expressless schrieb:
...Meine Frage lautet nun, ob es möglich sei, die LS durch die Reparatur dieser Lochplatine wieder zum Laufen zu bringen?...

Nachdem Du den eigentlichen Schaden nicht hinreichend geschildert hast , außer:

Ich habe einen defekten Lautsprecher, welcher nach Überlastung (ich denke, dies war der mögliche Grund) im wahrsten Sinne des Wortes abgeraucht ist.

kann ich nur Allgemeines sagen:
Frequenzweichen gehen zu 90% als Folge einer Chassis-Überlastung defekt,
also zuerst z.B. Hochtöner überlastet, Fehler nicht bemerkt (Party ),
weiter gespielt, eventuell noch weiter aufgedreht, Frequenzweiche ist nicht mehr richtig belastet, dadurch Folgeschaden hier.

Die Weiche zu reparieren sollte möglich sein, wenn Du die zweite (intakte) genau untersuchst, bzw. scharfes Bild hier reinstellst.
Die Beschaffung geeigneter Teile ist prinzipiell kein Problem.

Aber:
Defekte Hoch- oder Tieftöner zu ersetzen dürfte bei einem fast 20 Jahre alten Produkt die wesentlich größere Aufgabe sein.
Am besten Du schaust dich schon mal auf dem Gebrauchtmarkt nach einer gleichen Box zum Ausschlachten bzw. als Ersatz um.


mfG,
Michael
Expressless
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Sep 2009, 11:14

Mwf schrieb:

Frequenzweichen gehen zu 90% als Folge einer Chassis-Überlastung defekt,
also zuerst z.B. Hochtöner überlastet, Fehler nicht bemerkt (Party ),
weiter gespielt, eventuell noch weiter aufgedreht, Frequenzweiche ist nicht mehr richtig belastet, dadurch Folgeschaden hier.


Du hast mich wohl ertappt. Der LS ging tatsächlich auf einer Party kaputt. Du meinst, dass zu der Weiche ebenso die bspw. Hochtöner einen Defekt haben könnten? Ich dachte, das Ganze betrifft lediglich den sichtbaren Schaden (Weiche)! Nächste doofe Frage: Wie krieg ich das raus ohne gängige Weiche?


Mwf schrieb:

Die Weiche zu reparieren sollte möglich sein, wenn Du die zweite (intakte) genau untersuchst, bzw. scharfes Bild hier reinstellst.


Das werde ich demnächst tun!! Danke
Mwf
Inventar
#4 erstellt: 03. Sep 2009, 00:58
Hi Expressless,

Du hast immer noch nicht geschildert wie es denn zuletzt tönte bevor/während was "abrauchte" und warum nur 1 Box betroffen sein soll


Expressless schrieb:
...Wie krieg ich das raus ohne gängige Weiche?...

3 Möglichkeiten, in jedem Fall müssen Hochtöner und Tieftöner (mindestens 1-polig) von der Weiche getrennt werden:

1. Batterie/Akku (3 od. 4.5 Volt) an die Anschlüsse klemmen,
Hochtöner muß knacken, Tieftöner ploppen mit größerem Ausschlag

2. Widerstandsmessung mit Simpel-Multimeter (Ohm-Bereich), an die Anschlüsse legen,
es muß ein Wert im Bereich 3 - 8 Ohm abzulesen sein (beste Methode)

3. Musik an die Anschlüsse (ohne Weiche) legen, bei Hochtöner recht leise (Überlastungsgefahr),
Musik muss spielen, zwar verfärbt (Tieftöner v.a. Mitten, wenig Bass wenn Box offen), bzw. Höhen-betont (Hochtöner)

Im Zweifelsfall gleiche Tests an intakter Box durchziehen.


mfG,
Michael
dixone
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 17. Jan 2019, 17:28
Ich hole mal diesen alten Thread hoch wenn das OK ist.

Ich habe hier einen JBL Hochtöner, der macht keinen Mucks mehr, optisch Tip Top, war bei einem Gebrauchtkauf, habe es erst spät gemerkt das er nicht geht, oder er ist einfach kaputt gegangen.

Ich habe an der Weiche den HT von der anderen Box getestet welcher funktioniert, gemessen an den Anschlüssen habe ich auch, Messgerät zeigt 0.0 an.

Kann ich als Laie so ein Gerät reparieren? Der Lautsprecherreparierer in meiner Ecke veranschlagt ca 100-200 für die Reparatur
CarlM.
Inventar
#6 erstellt: 17. Jan 2019, 18:20
Welcher ist es denn ...
https://www.ltt-vers...cEAQYCiABEgI0X_D_BwE
oder vielleicht ...
https://www.thomann....cEAQYAyABEgK8RPD_BwE

Im Ernst: Ein wenig mehr und präzisere Informationen musst Du schon geben.
Und: Zeigt das Messgerät beim defekten Hochtöner wirklich 0 Ohm (also Kurzschluss) an oder O.L was einem quasi unendlichen Widerstand (= durchgebrannte Spule) anzeigen würde?
dixone
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 28. Jan 2019, 14:21

CarlM. (Beitrag #6) schrieb:
Welcher ist es denn ...

Im Ernst: Ein wenig mehr und präzisere Informationen musst Du schon geben.
Und: Zeigt das Messgerät beim defekten Hochtöner wirklich 0 Ohm (also Kurzschluss) an oder O.L was einem quasi unendlichen Widerstand (= durchgebrannte Spule) anzeigen würde?


Sorry, sehe jetzt erst das hier jemand geantwortet hat, bekomme scheinbar keine email wenn jemand postet... Also es handelt sich um einen JBL 035TI Hochtöner, habe den anderen der noch geht gegengemessen, der zeigt ca 4,5 Ohm an. Ja er zeigt 0 Ohm an, egal wie man misst. Kann auch eines der Anschlusskabel an der Membrane abgegangen sein? Habe mich noch nicht getraut den HT aufzuschrauben. Spule durch wär ja doof, gibt es die als Ersatz?
Mwf
Inventar
#8 erstellt: 28. Jan 2019, 14:32
Hi,

https://www.ebay.de/...e:g:ScAAAOSw0~pcSfu1
(das sind wahrscheinlich gleich 2 Stück)
dixone
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 28. Jan 2019, 14:36
Die letzten sind für 190 weg, habe jetzt auch einen Ersatz gefunden, würde den aber Interessehalber trotzdem gerne reparieren, so lange ich das selber kann.
dixone
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 29. Jan 2019, 04:50
Ich muss hier nochmal meine Unwissenheit kundtun, ich habe zwar ein Multimeter, hab aber kaum Ahnung von dem Ding, beziehungsweise von Elektronik in der Theorie. Ich habe wohl nicht 0 Ohm gemessen, sondern 0/O.L (offene Leitung). Habe gerade in einem anderen Forum dazu einen Thread gesehen. Könnte also sein das nur der Draht ab ist. Ich hab n bissel Schiss den HT aufzuschrauben und was kaputt zu machen. Was sagen die Experten? Zwei linke Hände hab ich nicht unbedingt. Werkzeug ist einiges da
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