Arcus TS45 Wackelkontakt Bass

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Hifi74
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Mai 2014, 12:49
Hallo,

bin neu hier im Forum und hab mal ne Frage zu meinen Lautsprechern.

Ich habe ein Paar top erhaltene Arcus TS 45 Drei-Wege-Lautsprecher (Baujahr 1986 ), und sie machen mir immer noch viel Freude weil sie immer noch klasse klingen.

Leider hat der eine Lautsprecher seit einiger Zeit ein paar "Mucken"... der Bass fällt immer unvermittelt aus. Wenn ich dann mit der flachen Hand auf das Lautsprechergehäuse haue, dann kommt der Bass meistens wieder, aber ne halbe Stunde später oder so wieder das gleiche Problem.

Der Mitteltöner ist bei der Box ganz tot, egal wie ich da drauf klopfe. Nur der Hochtöner geht einwandfrei.

Worauf deutet das am ehesten hin? Frequenzweiche? Es scheint ja bei eBay zur Not für sowas Ersatz-Frequenzweichen zu geben.

Ich hab den Lautsprecher neulich schon mal auseinandergebaut, konnte aber innen drin jetzt keine offensichtlichen Beschädigungen sehen, weder am Mitteltöner noch am Bass, und auch nicht auf der Frequenzweiche.

Aufgrund des Top-Zustands (insbesondere auch der Gummi-Sicken, die fast wie neu aussehen) sind die Lautsprecher definitiv erhaltenswert, außerdem sind sie buchstäblich ein Familien-Erbstück und allein daher schon haben sie einen ideellen Wert.


Für Tipps wäre ich sehr dankbar.


Viele Grüße,

Hifi74.


[Beitrag von Hifi74 am 10. Mai 2014, 13:04 bearbeitet]
Detsi_Bell
Stammgast
#2 erstellt: 10. Mai 2014, 18:55
Hallo!

In so einem Fall gibt es sicher viele Möglichkeiten, wie man die Sache durchführen könnte. Der Brute-Force-Messangriff mit dem Durchgangspieper z.B., bis der Wackler gefunden ist, oder aber die relaxte Methode.

Die könnte z.B. so aussehen: Jedes Chassis für sich direkt an den Verstärkerausgang hängen und mal eine Weile dudeln lassen. Beim Bass kann man da ruhig so weit aufdrehen, daß die Membran sichtbar hüpfen muß. Bei Mittel- und Hochtöner entsprechend vorsichtiger, wobei der HT ja wohl noch geht. Wenn dabei nichts rauskommt, liegts wohl eher an der Innenverkabelung, respektive der Weiche.

Wenn eins der Chassis eine Unterbrechung hat, sollte sich die irgendwann bemerkbar machen.

Best: Detsi
Hifi74
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Mai 2014, 10:53
Hallo nochmal,

also ich hab dann gestern tatsächlich mal die einzelnen Chassis direkt an die Anlage angeschlossen, und sowohl Mitteltöner als auch Bass haben jeweils ne halbe Stunde völlig ohne Aussetzer gedudelt. Hab dann beim Einbau nochmal den Mitteltöner direkt an mein Ohr gehalten, und er war in der Tat tot als er über die Frequenzweiche gespeist wurde.

Dann habe ich ein bisschen auf der Platine der Frequenzweiche rumgemessen, eigentlich haben alle Einzelteile Durchgang.

Als ich dann aber ein bisschen an der großen Spule geruckelt hab, gingen auf einmal Tief- und Mitteltöner immer an und aus, also war das "des Rätsels Lösung".

Der Kabelbinder mit dem die Spule auf der Platine befestigt ist war ein bisschen lose, also hab ich einen neuen reingemacht und hab gleichzeitig die Spule mit etwas Heißkleber fixiert, da ich dort jetzt keine offensichtlichen Punkte gesehen hab wo man was hätte nachlöten können... und seitdem funzt es erstmal wieder ohne Probleme.


EDIT: Bin grad nachhause gekommen, und die Box hatte wieder Wackelkontakt...

Hab also nochmal genauer reingeguckt, und offenbar ist der Spulenkern gebrochen. Also nix mit Heisskleber und so... das hatte ich gestern nicht gleicht gesehen, da die Spule dort wo sie gebrochen ist in schwarzes Plastik eingeschweißt war.

Werd dann mal bei eBay ne neue Frequenzweiche besorgen... scheint dort tatsächlich welche für meine Box zu geben.

Hifi74


[Beitrag von Hifi74 am 13. Mai 2014, 11:41 bearbeitet]
qawa
Stammgast
#4 erstellt: 14. Mai 2014, 06:22
Hallo,
der Spulenkern wird jetzt keinen Wackelkontakt erzeugen.
Eine Spule erhält ihre Induktivität durch die Anzahl der Wicklungen ( so ungefär, gewisse Leute würden mich für diese Ausdrucksweise lynchen). Ein magnetisch leitender Spulenkern verstärkt dies.
Ein wackelkontakt kommt vielleicht von einem Kabelbruch in der Spule oder, was wahrscheinlicher ist, von einer Kaltlötstelle.
Ist das Lot nicht richtig geflossen - zu wenig Hitze - klebt es nur mehr oder weniger gut an den Bauteilen und irgendwann ist die Verbindung unterbrochen.
Auch wenn nix zu sehen ist, wäre nachlöten an dieser Stelle einen Versuch wert.
Gruß, Norbert.
Hifi74
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 14. Mai 2014, 09:37
verstehe... naja dann werd ich mir die Spule vielleicht nochmal etwas genauer ansehen.

Hab inzwischen gesehen dass man ja natürlich auch ne neue Spule kaufen könnte, was noch billiger käme als ne gebrauchte Frequenzweiche aus ner geschlachteten TS 45 bei eBay zu kaufen.

Nur leider sind auf der Spule in meiner Box keine Spezifikationen zu sehen... oder sie sind auf der Seite die auf die Platine draufgelötet ist.
Detsi_Bell
Stammgast
#6 erstellt: 14. Mai 2014, 10:30
Die Spule ist bestimmt nicht kaputt, nur irgendwo nicht richtig angeschlossen. Oder die Platine hat einen Riss.

Hifi74 (Beitrag #3) schrieb:
.... da ich dort jetzt keine offensichtlichen Punkte gesehen hab wo man was hätte nachlöten können....

Wenn die Unterbrechung nicht offensichtlich ist, dann würde es helfen, einfach alle Anschlüße nachzulöten. So viele sind das bei einer Weiche ja nicht. Einen Lötkolben mit ordentlich Leistung und einer breiten Spitze nehmen, die dicken Kupferdrähte von Spulen brauchen das.

Best: Detsi
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