Welches Bauteil ist das? Frequenzweiche Revox Atrium B MK2

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frankbird
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 06. Jun 2015, 20:21
Hallo,
zur Zeit bin ich dabei, die kritischen Bauteile meiner ca. 30 Jahre alten Revox Atrium B MK2 Lautsprecherweiche zu erneuern, da fällt mir dieser kleine Kondensator (?) auf, der wohl 0,68uF und 63Volt hat. Liege ich da schon mal richtig?

kleiner Kondensator

Wer kann mir sagen, welcher Art/Material/Sorte dieser Kondensator ist? Es scheint ja kein Elko zu sein.
Falls es überhaupt sinnvoll ist, diesen Speziellen zu tauschen, welches aktuelle Bauteil würdet ihr mir als Ersatz empfehlen?

Für den Austausch der roten bipolaren, Elkos (glatt) gibt es ja außer geeigneter Qualität und richtiger Kapazität/Toleranz nichts zu beachten, oder?

Bitte keine Antworten im Sinne von "ist alles unnötig", "bringt nix" und "kannste dir sparen".
Darauf kann ich gut verzichten

Vielen Dank für brauchbare Antworten,
Frank
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 06. Jun 2015, 22:58
Mit dem weißen Folien-Kondensator liegst du Goldrichtig. In FW verbaut man u.a. MKT/MKP Kondensatoren, worunter auch dieser fällt.
(Und sie gehen so gut wie nie kaputt )

Die Elko´s können schonmal eher kaputt gehen. Sie altern und trocknen aus. Dadurch wird die Kapazität und der ESR verändert.
Aber mal im Ernst: Messungen würden dir sehr wahrscheinlich einiges an Arbeit und Geld sparen...

Hier bekommst du alles:
lautsprechershop.de
frankbird
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 07. Jun 2015, 20:57
Danke für das Feedback.
Nach einigen Recherchen habe ich das Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt. Es ist wohl doch alles andere als sicher, dass eine FW-Restaurierung eine tatsächlich nachweisbare Klangverbesserung mit sich bringt. Und nur wegen dem "besseren Gefühl" möchte ich momentan dann erst mal keine Zeit und Geld investieren. Die Lautsprecher klingen ja nicht schlecht, so wie sie jetzt sind.
Gruß,
Frank
Mwf
Inventar
#4 erstellt: 08. Jun 2015, 00:00
Hi,
frankbird (Beitrag #3) schrieb:
...Es ist wohl doch alles andere als sicher, dass eine FW-Restaurierung eine tatsächlich nachweisbare Klangverbesserung mit sich bringt...

Ich halte auch nichts von blinden Restaurationen,
aber...

der rote Elko 5.1 µF Wego Serie AD-FG (*) aus Mitte der 80er Jahre (**)
ist mir definitiv als nicht Langzeit-stabil bekannt. (***)

Den würde ich blind tauschen, und zwar in einen MKT- oder MKP-Typ mit 100 bzw. 160 V- (oder noch mehr), und zwar (mit Normwerten):
4.7 µF plus 0.47 µF (parallel geschaltet = 5.17 µF) oder 0.33 (= 5.03).

Gruss,
Michael

-------------
(*) : obwohl nominell (Baugröße, 60 VAC = 100 V-, niedrigste Verluste, Preis) qualitativ damals so ziemlich das oberste Ende an Glattfolienelkos ...

(**) : "11 U" = November 1986

(***) : Kapazität driftet nach oben weg (dürfte sich heute mit deutlich >6 µF messen, ähnlich die Verluste (tan d)


[Beitrag von Mwf am 08. Jun 2015, 00:01 bearbeitet]
frankbird
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 08. Jun 2015, 05:59
Hallo Mfw, vielen Dank für deine Einschätzung.
Tja, evtl. werde ich mir dann doch demnächst die FW noch einmal vorknöpfen und die Kosten ausrechnen.
Da sind ja noch einige von den roten Wego-Dosen drauf...
Eigentlich wäre es ja schon ein klarer Erfolg, selbst wenn sie für mich danach nur gefühlt wieder stimmiger klingen
Ciao,
Frank
CHICKENMILK
Inventar
#6 erstellt: 20. Feb 2017, 15:59
Ist zwar schon eine Weile aus, aber ich möchte noch was ergänzen, für die Nachwelt

Genau diese Elkos von Wego waren auch in meinen Heco Precision 400 verbaut.
Nachdem ich das Innenleben mal begutachtet habe, ist mir aufgefallen, dass an den Elkos sich die Kappen links und rechts verflüssigt haben.
War nur noch eine schwarze, klebrige Masse.

Diese Elkos habe ich dann auch durchgemessen.
Die Werte ( µF ) lagen vollkommen daneben. Müsste mal sehen, ob ich noch Fotos von der Messung noch habe.
Auf jeden Fall weit jenseits der Toleranzgrenzen.

Geklungen haben die Hecos zwar nicht schlecht.
Nach dem Elko-Tausch klang trotzdem wieder alles komplett anders und mit Sicherheit wieder so, wie es sein sollte.

LG,
Flo
Mwf
Inventar
#7 erstellt: 20. Feb 2017, 17:27

CHICKENMILK (Beitrag #6) schrieb:
...dass an den Elkos sich die Kappen links und rechts verflüssigt haben.
War nur noch eine schwarze, klebrige Masse. ...

Die Fa. Wego (*) verwendet auch für bi-polare Typen seit Ewigkeiten Becher mit einseitiger Verschlusskappe.
Oder verstehe ich da was falsch ?

-----------------
(*) = nicht nur; auch bei anderen Herstellern spez. aus D
-- Roe(derstein), F&T/Mundorf, früher auch Frako, Westra/Tesla u. a. --
ist das so.
Ein voll-symmetrischer Aufbau ist IMHO ein Zeichen für Audio-Cs aus fernöstlicher Fertigung.


[Beitrag von Mwf am 20. Feb 2017, 23:55 bearbeitet]
frankbird
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 20. Feb 2017, 23:22
Hi,
damals hatte ich dann doch alle diese zweifelhaften alten Kondensatoren getauscht.
Danach war ich wirklich überrascht, wie sich der Klang hörbar positiv verändert hatte.
Ich hatte den Eindruck, das Klangbild war spürbar präziser und druckvoller geworden.
Also, es lohnt sich...auch wenn ein gewisser Anteil der wahrgenommenen Verbesserung
möglicherweise auf's Konto von Subjektivität und psychologischen Effekten geht :-D

Grüße
Frank
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