Ende der DAB+ Förderung durch Rundfunkbeiträge in Niedersachsen?

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lukas77
Stammgast
#1 erstellt: 14. Jun 2019, 18:24
Im Land Niedersachsen möchte man die Förderung von DAB+ durch den Rundfunkbeitrag stoppen und sich
lieber auf den Ausbau von 5G konzentrieren.


Hier aus der Beschlussempfehlung 18/3957 (vom 12.06.2019) :

Dennoch sind durch das Festhalten an DAB+ alle Hörfunk-Anbieter gezwungen, in eine Technologie zu investieren, die nur für den Übergang dient. Für private Hörfunksender ist die gleichzeitige Ausstrahlung über UKW und DAB+ (sogenanntes Simulcast) kostenintensiv und somit wirtschaftlich nicht vertretbar.

Die Zukunft des Radios ist nicht auf einen Radioübertragungsweg beschränkt. Radio ist technologieneutral zu betrachten und muss dort empfangbar sein, wo die Hörer sind.


Der Landtag bittet daher die Landesregierung,

1. sich konsequent zusammen mit dem Bund, anderen Ländern sowie den privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern für einen marktgerechten Übergang in eine digitale Radiozukunft einzusetzen und ein klares, abgestimmtes Konzept zu erarbeiten,

2. sich gegen ein UKW-Abschaltdatum auszusprechen und

3. sich innerhalb des Systems von Rundfunkauftrag und -finanzierung für eine Beendigung von DAB+ zugunsten des Aufbaus zukunftsoffener Technologien, wie z. B. des 5-G-Standards, einzusetzen.



Der Link dazu :

https://www.nilas.niedersachsen.de/starweb/NILAS/servlet.starweb?path=NILAS/lisshfl.web&id=nilaswebfastlink&format=WEBLANGFL&search=WP=18%20AND%20DART=D%20AND%20DNR=3957


[Beitrag von lukas77 am 14. Jun 2019, 18:33 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#2 erstellt: 15. Jun 2019, 08:30
War nicht vor kurzen erst noch DAB zukunftssicher und musste gefordert werden ?

Jetzt ist es auf einmal 5G. Dessen Frequenz so hochfrequent sein können, dass sie Wände schlecht durchdringen kann und man dass die Senderleistung entsprechend hoch sein muss. Die Heizung kannste in Zukunft runterdrehen.
https://www.youtube.com/watch?v=gQ6h2huUdLA


[Beitrag von Bollze am 15. Jun 2019, 08:36 bearbeitet]
burkm
Inventar
#3 erstellt: 15. Jun 2019, 08:35
Das wird sicherlich so nicht angenommen werden, da Niedersachsen nur einer von vielen relevanten Teilnehmern ist und das gemeinschaftlich beschlossen werden muss.
Die halbherzige Förderung von DAB+ ohne festen analogen Abschalttermin ist da sicherlich auch nicht hilfreich, ansonsten hätte sich da von allen Seiten schon mehr getan.


[Beitrag von burkm am 15. Jun 2019, 09:23 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#4 erstellt: 15. Jun 2019, 08:39
Ich kann auch nicht die Zukunft schauen, aber hinter 5G stehen viel stärkere Interessen, als hinter DAB, die natürlich Geld von Steuerzahler haben wollen.
fotoralf
Inventar
#5 erstellt: 15. Jun 2019, 10:54
Wer im niedersächsischen Landtag steckt denn nun genau hinter dieser "Beschlussempfehlung"? Empfehlen kann man viel, wenn der Tag lang ist.

Ralf


[Beitrag von fotoralf am 15. Jun 2019, 10:55 bearbeitet]
lukas77
Stammgast
#6 erstellt: 15. Jun 2019, 11:40

fotoralf (Beitrag #5) schrieb:
Wer im niedersächsischen Landtag steckt denn nun genau hinter dieser "Beschlussempfehlung"? Empfehlen kann man viel, wenn der Tag lang ist.

Ralf


Hab es doch verlinkt.


Der Ausschuss heißt :

Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen

Mitglieder sind :
Mitglieder

https://www.landtag-niedersachsen.de/alle/,cms_id,341,ausschuss_id,35.html


Ursprünglich ein Antrag der FDP (siehe Drucksache 18/1955 Niedersachen) hat sich u.a. der Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen
mit dem Thema beschäftigt. Dieser Ausschuss ist hat Mitglieder aus allen Frakionen (siehe Screenshot oben).


Der Antrag der FDP (Drs 18/1955) als pdf-Download :
18_1955

Beschlussempfehlung Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen 12.06.2019 als pdf-Download :
18_3957


[Beitrag von lukas77 am 15. Jun 2019, 11:58 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#7 erstellt: 15. Jun 2019, 21:17
Dann warten wir doch mal ab, was der Landtag letztlich beschließt.

Im Grunde ist jede Übertragungstechnik, wenn sie erst einmal alle Instanzen bis zur Einführung durchlaufen hat und Jahre später endlich flächendeckend in Betrieb ist, schon von gestern, weil es längst wieder was Neues gibt. Wenn es danach ginge...

Ralf


[Beitrag von fotoralf am 15. Jun 2019, 21:17 bearbeitet]
lukas77
Stammgast
#8 erstellt: 19. Jun 2019, 23:52
Der niedersächsische Landtag hat einstimmig die Beschlussempfehlung 18/3957 angenommen, siehe Seite 11:

Link Landtag Niedersachsen

Plenar-TV Landtag Niedersachsen


Screenshot:
C50DCA52-970C-4F51-9C32-928404EC8267


[Beitrag von lukas77 am 20. Jun 2019, 00:24 bearbeitet]
burkm
Inventar
#9 erstellt: 20. Jun 2019, 07:37
Da dies lt. Statut durch alle Länder innerhalb der BRD mehrheitlich beschlossen werden muss, hat das bisher nur wenig bzw. keine Konsequenzen
burkm
Inventar
#10 erstellt: 27. Jun 2019, 06:39
Hier noch mehr dazu aus dem Newsletter von Kai Patzke:

>>
DAB+-Aus in Niedersachsen: Entscheidung ohne Wert

Diskussionen um die Zukunft von DAB+
Der niedersächsische Landtag hat sich einstimmig gegen das terrestrische Digitalradio DAB+ ausgesprochen und die Landesregierung aufgefordert, sich für eine Beendigung des Projekts einzusetzen. Die Initiative hatte die niedersächsische FDP ergriffen. In unserer Meldung zur Landtagsentscheidung gegen DAB+ lesen Sie die eigentlichen Hintergründe, die offenbar hinter diesem Schritt stehen.
Unter dem Strich ist die Landtagsentscheidung allerdings wertlos. So haben sich die Ministerpräsidenten aller Bundesländer schon Anfang Juni darauf verständigt, dass der bundesweite DAB+-Multiplex bis 2035 auf Sendung bleiben kann. Das gilt natürlich auch für Niedersachsen.
Der Norddeutsche Rundfunk baut sein Sendernetz nach aktuellem Stand ebenfalls weiter aus - nicht zuletzt, weil er auch zusätzliche Programme über DAB+ anbietet, für deren Verbreitung auf UKW gar keine Kapazitäten mehr zur Verfügung stehen würden. Welche Vorteile Radiohörer auch in Niedersachsen durch das terrestrische Digitalradio haben, lesen Sie in einer weiteren Meldung.
Der Privatradioverband APR hat den Beschluss des niedersächsischen Landtags zur Abschaltung des Digitalradios DAB+ kritisiert. Die Politik dürfe den Sendern nicht Vertriebswege vorschreiben oder diese einfach abschalten. In unserer Meldung zur Stellungnahme des APR erfahren Sie, für welche Regelung sich der Verband ausspricht.
<<

https://www.teltarif...onen/news/77091.html
DB
Inventar
#11 erstellt: 27. Jun 2019, 08:04
Naja. Was der Geschäftsführer des Senders im ersten Abschnitt nicht gerafft hat: die Abschaltung von DAB+ führt nicht ins digitale Abseits. Dort befinden wir uns seit mindestens 20 Jahren, was aber nichts mit diesem komischen DAB und dem selbstverständlich inkompatiblen DAB+ zu tun hat.

Auf einmal regt man sich und befürchtet "Enteignung", weil ein Übertragungsverfahren ohne größere Verbreitung bzw. Mehrwert abgeschaltet werden soll. Was ist mit den Millionen von Geräten, die davon betroffen gewesen wären, als man ein verbindliches UKW-Abschaltdatum festlegen wollte?
Was ist mit den Millionen von Geräten, die betroffen sind, als man sämtliche deutschen Sender auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle abschaltete?
Oh nein, hier geht es nicht primär um die Enteignung von Gerätebesitzern, sondern doch eher um entgangene Gewinne und fehlende Einnahmen nach vorangegangener Investition.

Vielleicht sähe es mit der Verbreitung von DAB+ besser aus, hätte man nicht in der Mehrzahl so derart grausig billige Empfangsgeräte versucht unters Volk zu bringen, Gerätschaften, die man hinsichtlich ihrer Formgestaltung und Anfaßqualitäten nicht einmal in der Nähe einer Hifianlage plazieren möchte.
Man hätte den Leuten nicht einreden sollen, daß man mit einer einfachen Innenantenne störungsfreien Empfang hätte. Vor allem aber hätte man nicht anfangen sollen, Sparbitraten zu fahren und den stinkenden Fisch dadurch aufzuhübschen, daß der Empfänger sich die fehlenden Höhen selbst dazuerfinden soll. Offenbar nahm man sich Großbritannien zum Vorbild, wie man es falsch macht.
DAB muß den Leuten auch nicht erklärt werden. Es würde völlig genügen, handwerklich einwandfrei ein anspruchsvolles Programm in hoher Qualität zu übertragen. Der Wille dazu fehlt offensichtlich, aber der fehlt auch bei den meisten UKW-Stationen.

Die sollen UKW lassen, im öffentlich-schrecklichen Rundfunk eine längst überfällige Flurbereinigung durchführen und DAB+ streichen.


MfG
DB
fotoralf
Inventar
#12 erstellt: 27. Jun 2019, 08:40

DB (Beitrag #11) schrieb:
Die sollen UKW lassen, im öffentlich-schrecklichen Rundfunk eine längst überfällige Flurbereinigung durchführen und DAB+ streichen.


Dann will ich aber sofort die Mittelwelle zurück haben.

Ralf
burkm
Inventar
#13 erstellt: 27. Jun 2019, 08:40
Da unterscheiden wir uns aber in der Zielrichtung.
Ich plädiere für eine schnellstmögliche (und definierte) Abschaltung des analogen (UKW-)Rundfunks, dann würde sich das Engagement der Hersteller bei bei DAB+-Geräten schnell verstärken und es würden dann auch andere Marktsegemente (und Qualitätsniveaus) abgedeckt werden. Die versuchten Tricksereien der Automobilhersteller wie bei der jetzt geforderten zwangsweisen Einführung eine DAB+ Empfängers bei Autoradios wären dann auch schnell passe, was den Neu-Fahrzeugkäufern sicherlich zu gute käme. Das derzeitige mehr als nur "halbherzige" Vorgehen schadet nur der Verbreitung und spielt den Gegnern in die Hände.

Letztendlich könnte es mit DAB+ einen genauso großen Qualitätssprung wie von analogem terrestrischem Fernsehempfang zu DVB-T2 geben, wenn man es nicht so schleifen ließe...
DB
Inventar
#14 erstellt: 27. Jun 2019, 08:57

burkm (Beitrag #13) schrieb:
Da unterscheiden wir uns aber in der Zielrichtung.

Ja, ganz recht.


burkm (Beitrag #13) schrieb:
Ich plädiere für eine schnellstmögliche (und definierte) Abschaltung des analogen (UKW-)Rundfunks, dann würde sich das Engagement der Hersteller bei bei DAB+-Geräten schnell verstärken und es würden dann auch andere Marktsegemente (und Qualitätsniveaus) abgedeckt werden.

Nö. Ich will erst ein Produkt mit einem deutlichen praktischen Mehrwert, nicht eines mit einem Theoretischen, der möglicherweise, eventuell, vielleicht, unter Umständen irgendwann, wenn überhaupt ... eintritt.
Das fängt bei der mechanischen Gerätequalität und deren Formgestaltung an, setzt sich über die inadäquate Batterielaufzeit netzunabhängiger Geräte fort und endet in dem Grauen, das die Sender den Leuten als Datenrate und Tonqualität dem Hörer vorzusetzen die Stirn haben.


burkm (Beitrag #13) schrieb:
Die versuchten Tricksereien der Automobilhersteller wie bei der jetzt geforderten zwangsweisen Einführung eine DAB+ Empfängers bei Autoradios wären dann auch schnell passe, was den Neu-Fahrzeugkäufern sicherlich zu gute käme.

Niemand kauf ein Auto wegen DAB oder nicht. Davon abgesehen, wenn ein Zwang bei der Einführung dabei ist (wieso erinnert mich das so fatal an DDR?), handelt es sich um eine Totgeburt. Dead And Buried.
Das Internet hat sich durchgesetzt. Gab es da pro Haushalt einen Anschlußzwang? Oder setzte sich das Internet aufgrund seiner grandiosen Möglichkeiten durch?


burkm (Beitrag #13) schrieb:
Letztendlich könnte es mit DAB+ einen genauso großen Qualitätssprung wie von analogem terrestrischem Fernsehempfang zu DVB-T2 geben, wenn man es nicht so schleifen ließe...

Die Chance wurde vertan.
burkm
Inventar
#15 erstellt: 27. Jun 2019, 10:08
Da die technischen Möglichkeiten von DAB+ eine deutliche Verbesserung der Übertragungsqualität zulassen, wär noch das "Henne und Ei" Problem zu klären.
Hersteller werden nur dann größere Investitionen vorbereiten/planen, wenn sichergestellt wäre, dass auch ein entsprechender Return mit Gewinn zu erwarten ist (Return on Investment).
Der wäre wiederum nur dann zu erwarten, wenn endlich der Ausstieg aus dem analoge Rundfunk im UKW Bereich definitiv und mit einem nahe liegenden Abschlussdatum beschlossene Sache und damit rechtlich bindend wäre. Vorher würde sicherlich kein Hersteller ein solches Risiko eingehen wollen. Erst dann käme auch eine Entwicklung hochwertigerer Geräte in Betracht mit dem entsprechenden Programmangebot. "Einfach so und im Voraus", wie von Dir erwartet, wird das kein "vernünftiger" Unternehmer auf der Basis von "vielleicht..." leisten wollen.
ChristianKurz
Stammgast
#16 erstellt: 27. Jun 2019, 11:16
Ich finde DAB sehr angehehm, ich mag den rauschfreien Empfang und den in meinen Augen ordendlichen Klang, zumindest bei den ARD-Programmen. Leider fehlen noch die unproblematischen Empfangsmöglichkeiten an jeder erdenklichen Stelle wie sie UKW bietet, was auch die Probleme bei DAB im Auto zeigen. Man muss leider mehr Aufwand zum Empfang treiben. Ich kenne das aber im Auto nur vom Hörensagen, ich habe kein DAB im Auto und höre dort auch fast nur Radio für Nachrichten und Verkehrslage.

Leider gibt es auch das Problem das Radiostationen die an einem Ort aus einem anderen Bundesland per UKW zu empfangen sind über DAB nicht reinkommen. Das Problem hatte ich in Troisdorf (NRW) mit dem SWR.

Diese Probleme könnte man durch mehr Sender umgehen, der Sender-Ausbau war und ist halt zu schleppend. DAB+ sendet ja schon mehrere Jahre und immer noch werden Sender erst jetzt umgerüstet. Wenn man eine Technik einführt muss man halt ziemlich schnell fast alle Bevölkerungsteile in die Nutzungsmöglichkeit bringen, d. h. eventuell vor dem Start schon viele Sender umbauen. Wenn man da dann ewig wartet verlieren die Leute die Lust und den Glauben an die neue Technik. Entweder sagt man komplett ja zur neuen Technik oder Nein und dies sollte auch nicht von den Bundesländern einzeln entschieden werden (die ja leider die Rundfunkhoheit haben), sowas geht nur national oder auch gar kontinental bis global, aber sowas bekommt heute ja keiner mehr gepeilt. Natürlich wäre es auch schön wenn bereits vorhandene Empfangsgeräte eine einfache Upgrade-Möglichkeit für neue Techniken hätten, was auch für andere it-technischen Dinge schön wäre.

Auch muss das Programmangebot verhältnismäßig groß sein um einen weiteren Vorteil der DAB Technik auszuspielen. Warum eigentlich z. B. nicht einen Best-Of-ARD Mux solange jede Sendeanstalt Ihre kompeltt eigenen Programme fährt (was ja vielleicht aus Kostengründen irgendwann mal geändert werden könnte).

Für zu Hause wäre als Ergänzung ein höherwertiger Internet-Stream (größer als mp3 mit 128 kBit/s) sicher wünschenswert um neben DAB einen weiteren digitalen Empfangsweg zu haben.
DB
Inventar
#17 erstellt: 27. Jun 2019, 11:17

burkm (Beitrag #15) schrieb:
Da die technischen Möglichkeiten von DAB+ eine deutliche Verbesserung der Übertragungsqualität zulassen, wär noch das "Henne und Ei" Problem zu klären.

Das ist doch schon geklärt. Die Chance war da, wurde hier wie im UK vertan (dort sendet man tw. nur noch in mono). Das soll dann der Hörer goutieren?


burkm (Beitrag #15) schrieb:

Hersteller werden nur dann größere Investitionen vorbereiten/planen, wenn sichergestellt wäre, dass auch ein entsprechender Return mit Gewinn zu erwarten ist (Return on Investment).

Mag sein. Nur gehört Risiko zum Geschäft.


burkm (Beitrag #15) schrieb:

Der wäre wiederum nur dann zu erwarten, wenn endlich der Ausstieg aus dem analoge Rundfunk im UKW Bereich definitiv und mit einem nahe liegenden Abschlussdatum beschlossene Sache und damit rechtlich bindend wäre.

Das wäre nur notwendig, weil der deutliche Mehrwert für die breiten Massen fehlt.
Ansonsten hätten sich DAB-Radios im gleichen Tempo wie das Internet oder Flachbildfernseher mit Digitaltuner durchgesetzt. Dort ist ein echter Mehrwert vorhanden.


burkm (Beitrag #15) schrieb:
Vorher würde sicherlich kein Hersteller ein solches Risiko eingehen wollen.

Dann halt nicht. Es hat schon seine Gründe, weshalb es kein deutsches Amazon, Facebook oder ebay gibt.
burkm
Inventar
#18 erstellt: 27. Jun 2019, 12:21
Nur abschätzbare Risiken mit einer relativ gesicherten Aussicht auf einen möglichen Gewinn können einen Unternehmer normalerweise dazu bewegen, hier zu investieren. Wenn er Deinen Kommentar liest, vermutlich sowie so nicht
Chancen sind nur dann vertan, wenn das alles freiwillig bleibt, weil die Unbeweglichkeit des "Normal-Menschen" eigentlich eher sprichwörtlich sein dürfte:
Am Liebsten behält man immer das, was man kennt und schon hat... egal ob die Zukunft vielleicht "besser" sein könnte.

Ich zumindest würde mir das schon lange wünschen, aber ob die Masse der Anderen das auch so sieht (s.o.), wenn nicht unbedingt erforderlich, sei dahin gestellt.

Von den besseren DAB+ Geräten bleibt ja derzeit (fast ?) nur der Hama DIT2100MSB als Möglichkeit, der ja sehr gute Kritiken bekommen hatte...
Passat
Moderator
#19 erstellt: 27. Jun 2019, 13:43

burkm (Beitrag #10) schrieb:
Der Privatradioverband APR hat den Beschluss des niedersächsischen Landtags zur Abschaltung des Digitalradios DAB+ kritisiert.


Wie blöd muß man sein, um den Beschluß des Landtags zu verstehen?
Der Landtag hat keineswegs die Abschaltung von DAB+ beschlossen, sondern nur das Ende der Förderung des DAB+ Ausbaus.
D.H., die Sender bekommn kein Geld mehr aus dem GEZ-Topf für den DAB+ Ausbau.
D.H., die müssen in Niedersachsen 100% der Kosten für den DAB+ Ausbau selbst tragen.
Es wird den Sendern auch keineswegs irgendein Sendeweg vorgeschrieben.

Grüße
Roman
burkm
Inventar
#20 erstellt: 27. Jun 2019, 13:56
Hast Du wahrscheinlich nicht genau genug gelesen da ich den News-Artikel von Teltarif.de auszugsweise zitiert habe (Link darunter)...
fotoralf
Inventar
#21 erstellt: 27. Jun 2019, 23:54

DB (Beitrag #14) schrieb:
Niemand kauf ein Auto wegen DAB oder nicht.


Doch, ich.

Seither kann ich nämlich auf meiner Stammstrecke ohne Unterbrechungen DLF hören.

Zu Hause würde ich es wohlgemerkt nicht haben wollen. Da wäre mir die Qualität zu schlecht. Im Auto stört mich das nicht.

Ralf
net-explorer
Stammgast
#22 erstellt: 28. Jun 2019, 05:12
Entscheidend finde ich das ewige „hätte“, man hat aber zu spät, zu inkonsequent, zu wenig getan. Auf der Basis kann nichts werden, wie man sieht. Die Qualität ist auch ein Problem, obwohl sie eigentlich gar keine sein müsste.
Alles in allem eben Mist, und warum soll ich als (noch) frei selbst entscheidender Bürger sowas akzeptieren, neben den anderen erfolgreich staatlich geschaffenen Katastrophen?
Eigentlich erfreulich, wenn wenigstens hier mit dem Steuergeldverbrennen mal aufgehört wird.
O.K., es wird an einem anderen Ende sicher fortgeführt, weil mans nicht besser kann!
Bollze
Inventar
#23 erstellt: 28. Jun 2019, 08:47
Zitat von Teletarif, Quelle
https://www.teltarif...onen/news/77091.html

"TechniSat-Gründer und Chef Peter Lepper hat mit einem Offenen Brief auf den nieder­säch­sischen Beschluss reagiert. Unter dem Betreff "FDP jetzt auch Enteig­nungs­partei?" schreibt der Gründer und Chef des Herstel­lers Tech­nisat an den Initiator Stefan Birkner (FDP). "Sie verun­sichern den freien Markt mit ihren Beschlüssen, sind auf einem Enteig­nungs­wege und stützen - zumin­dest in Nieder­sachsen - private Radio­mono­polisten", so Lepper. "
Zitat Ende.
Anders gesagt :
Geld vom Staat oder GEZ das toll, ist es weg, dann wird der freie Markt behindert.
Wenn also kein Geld mehr aus Steuern oder GEZ fliesst dann ist das eine Enteignung;



Monopolisten, das ist ein grundsätzliches Problem, es wird nicht durch DAB verschwinden. Internet bietet hier mehr Vielfalt. Äh G5 ?
Man versprach uns mit der Einführung von digitalen Fernsehen (DVB) auch mehr Vielfalt, mehr kleinere Anbieter. Spartenprogramme Heute ? Pro7/SAT 1 Gruppe und RTL-Gruppe, Shoppingkanäle und Öffis noch ein bisschen irgendwas. Jedenfalls bei den linearen Medien.
Probleme mit ein UKW-Zwangsabschaltung würde besonders klein lokale Radio haben, die heute nur über ein Funzel senden.

Misswirtschaft gab es bereits bei UKW. Da die Mediabroadcast, früher ein Teil die deutsche Bundespost, und ein Monopol bei UKW-Sender, es hat der Staat eingegriffen um die Preise zu regulieren, was dabei rausgekommen ist : https://www.youtube.com/watch?v=fCnchsqoLvw

Und wo bildet sich ein neues Monopol ? Wer betreibt die Sendeanlagen von DAB ? Genau die Mediabroadcast, ein paar die ARD, Oder gibt es da eine Anbietervielfalt ?


[Beitrag von Bollze am 28. Jun 2019, 08:58 bearbeitet]
currock
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 20. Aug 2019, 09:54
DAB+ ist nun mal der nächste Schritt, alles ander führt in die Vergangenheit.

Wobei vielen etwas mit der Zielrichtung und dem Einsatz der verschiedenen Übertragungswege durcheinander gerät:

1. UKW: ist veraltet, kann man großflächig abschalten, außer für Gebiete, in denen noch keine DAB+ Versorgung installiert ist.

2. DAB+: Grundversorgung für die Bevölkerung mit Informationen und Unterhaltung unterwegs und Zuhause. Wer HiFi und "Anfassbarkeit" der Geräte bemängelt, ist hier falsch.

3. Internet: Zugang zu Informationen und Streaming in hoher Qualität, für Enhusiasten. Hauptsächlich stationärer Empfang, mobil weniger geeignet.

4. DVB-S, DVB-C: Stationärer Empfang allgemein.

5. DVB-T: Mobil- und Stationärer Empfang allgemein.

So, was gibts noch?

Von daher kann ich die Vertreter des UKW-Rundfunks in keinster weise verstehen, es macht einfach keinen Sinn.
fotoralf
Inventar
#25 erstellt: 20. Aug 2019, 10:02

currock (Beitrag #24) schrieb:
DAB+ ist nun mal der nächste Schritt, alles ander führt in die Vergangenheit.


Aha? Wessen PR-Abteilung hat Dich denn in Marsch gesetzt?

Ralf
currock
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 20. Aug 2019, 10:05

fotoralf (Beitrag #25) schrieb:

currock (Beitrag #24) schrieb:
DAB+ ist nun mal der nächste Schritt, alles ander führt in die Vergangenheit.


Aha? Wessen PR-Abteilung hat Dich denn in Marsch gesetzt?

Ralf


Meine PR-Abteilung besteht aus den Geräten, die ich nutze. Und da ist UKW schon mehrere Jahre nicht mehr aktiv, weil untauglich.

Aktuelle Entwicklungen kann halt nicht jeder verarbeiten.
fotoralf
Inventar
#27 erstellt: 20. Aug 2019, 10:12

currock (Beitrag #26) schrieb:
Meine PR-Abteilung besteht aus den Geräten, die ich nutze. Und da ist UKW schon mehrere Jahre nicht mehr aktiv, weil untauglich.


Das ist Dir ja auch unbenommen. Aber wo steht geschrieben, dass das ab sofort für alle Leute zu gelten hat?


Aktuelle Entwicklungen kann halt nicht jeder verarbeiten.


Was, außer ein wenig Häme, willst Du uns hier vermitteln?

Wenn aktuelle Entwicklungen zu einer Verschlechterung der Qualität führen, dann sind sie kein Fortschritt. Nur weil etwas digital ist, wird es nicht notwendig besser. Und wann wer was abschaltet, entscheidest gottlob nicht Du.

Ralf
currock
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 20. Aug 2019, 12:11

fotoralf (Beitrag #27) schrieb:


Aktuelle Entwicklungen kann halt nicht jeder verarbeiten.

Was, außer ein wenig Häme, willst Du uns hier vermitteln?

Das war die Retourkutsche für den Spruch mit der PR-Abteilung. Cool bleiben.


Wenn aktuelle Entwicklungen zu einer Verschlechterung der Qualität führen, dann sind sie kein Fortschritt. Nur weil etwas digital ist, wird es nicht notwendig besser. Und wann wer was abschaltet, entscheidest gottlob nicht Du.


Ich entscheide das genau so wenig wie Du. Gottlob. Aber ich sage meine Meinung dazu. Und in Punkt Störungsfreiheit ist DAB+ eben eine Verbesserung, ob digital oder nicht spielt keine Rolle. Wenn man von DAB+ natürlich High-End-Qualität erwartet ist das so, als würde man mit einer Ente Baumstämme transportieren wollen. Falscher Einsatzzweck.
Passat
Moderator
#29 erstellt: 20. Aug 2019, 13:37
Beim Umstieg wird aber die Nachhaltigkeit sehr vergessen.
Es existieren nun einmal geschätzt über 200 Mio. UKW-Geräte alleine in Deutschland.
Die kann man nicht so schnell ersetzen.
Und selbst wenn: Da würde extrem viel Elektroschrott produziert.
Schon jetzt bekommen wir unseren Elektroschrott nicht vernünftig recycled und exportieren den in Entwicklungsländer, wo er einfach auf Müllhalden abgekippt wird.

Zudem: UKW-Geräte haben einen deutlich niedrigeren Energiebedarf als DAB+ Geräte.
Das ist insbesondere bei mobilen Geräten mit Akku/Batterie wichtig.

DAB+ ist zwar störfreier, wenn es noch empfangen werden kann, aber bei sehr schlechter Empfangslage bricht die Wiedergabe komplett ab.
Bei UKW wird die Wiedergabe nur qualitativ schlecht. Für Nachrichten o.Ä. ist es egal, ob man da Rauschen, Knacken etc. etc. hört. Die Sprache kann man immer noch verstehen.
Und nur darauf kommt es z.B. bei Nachrichten an.

Grüße
Roman
Bollze
Inventar
#30 erstellt: 20. Aug 2019, 13:46
Butter ist veraltet, nun esst alle Margarine, Butter wird verboten, irgendwie keine wirkliche Verbesserung, Die Transfette das Margarine sollen sogar krank machen
UKW ist veraltet, aber bei DABplus, den neuen Standard, darf man nicht HIGH End erwarten ?
Das digitale Fernsehen ist besser als die DVD geworden und das reale DAB-Radio kommt nicht mal erkennbar nahe an den CD-Standard ran. Auch das Marketing und der Handel von DAB, verkneift sich den Vergleich mit der CD.
High End erwarte ich auch nicht, eine Qualität, wie es von der MP3-Sammlung kennt, sollte man schon erwarten dürfen. Mit paar Ausnahmen( z.B. der HR, paar Kulturwellen) wird auch diese Qualität nicht erreicht bei den realen DAB in Deutschland, da mit HE-AAC Codec gesendet wird.
Die Schweizer haben fertig, landesweites HE-AAC Elend. Naja ,soundmässig haben die schweizer öffentlichen Radios ehern steril und tot geklungen über UKW. Merkt(e) das dort drüben keiner ? Da war man froh, wenn den SWR wieder empfangen konnte, wenn es in Richtung Deutschland ging.
Bei der Schweiz hatte UKW oft den Nachteil, durch Reflektionen an den Bergen oft zu verzerren. In diesen Sinne eine Verbesserung.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 20. Aug 2019, 13:51 bearbeitet]
currock
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 20. Aug 2019, 14:36
UKW hat ja auch kein High-End geboten, warum sollte DAB+ das tun. Das ist nicht der Einsatzzweck.
Und der Empfang, kannst Du den wirklich vergleichen? Was käme bei der gleichen Feldstärke, bei der DAB+ abbricht noch für UKW an, und könnte man da noch etwas erkennen?
Und die Qualität von mp3? Welche? An die mp3, die ich selbst codiert habe, kommt auch keine Funkübertragung heran (VBR 192-320). Die Vergleiche sollten schon halbwegs fair sein.
Abgesehen davon, daß hier per UKW viele Sender zu empfangen sind, diese aber in meinen Ohren ausschließlich Schrottsender und Dudelfunk sind, die von uralten Konserven leben. Dagegen ist die Auswahl auf DAB+ Gold wert, und wenn es nur der DLF wäre. Und zum Glück habe ich mir schon 2011 so einen China-Kracher für 50€ bestellt, der UKW...., DAB+, mp3 kann und zudem noch auf eine SD-Karte aufnehmen kann. Ich frage mich nur, warum seit Jahren hierzulande DAB+ Radios, die weniger können das dreifache kosten, größer sind und bis vor kurzen auch noch kaum zu haben waren. Inzwischen hat man ja wenigstens eine Auswahl und kann sogar Geräte unter 30€ kaufen.
Bollze
Inventar
#32 erstellt: 20. Aug 2019, 17:54
Von Radio noch was aufnehmen ? Wozu ?

DABplus kann durchaus mit MP3 mithalten, und zwar so wie es der Hessische Rundfunk tut mit LC-AAC und entsprechend hoher Bitrate. Das ist aber eine Ausnahme.

Ich kann hier den MDR-MUX hören und den DR/Bundesmux, alles nur HE-AAC Fake Höhensch**ss,deutlich unter mp3. Da sind 128 Kbit/s mp3 das geringere Übel.

Sollte sich der G 5 Standard durchsetzen und wir sind dann alle verstrahlt, dann brauchen wir so oder so kein DAB-Radio mehr, bis dahin macht es z.B. mein UKW-Radio ein GX500 von Panasonic, was immerhin einen bessern Klang hat, als die billigen DAB-Schachteln. Auch der Sound die billigen Kisten von Technisat zumindestens die Gurke (Digitalradio 210) die ich mal da hatte, dessen Innenleben, der Firma Technisat unwürdig, auf ein Fernostprodukt hindeutet.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 20. Aug 2019, 17:57 bearbeitet]
fotoralf
Inventar
#33 erstellt: 20. Aug 2019, 19:40
Bei den Bitraten und Codierungen, die im real existierenden DAB+ eingesetzt werden, ist es herzlich egal, womit das empfangen wird.

Ralf
currock
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 21. Aug 2019, 09:27

Bollze (Beitrag #32) schrieb:
Von Radio noch was aufnehmen ? Wozu ?

Manche Sendungen sind nachträglich nicht in der Mediathek oder anders wo abrufbar, und da ist der Aufnahmeknopf die einfachste Möglichkeit.

Ein Panasonic GX500 nützt mir auch nichts, wenn nur Schrottsender und Dudelfunk zu empfangen ist. Und wenn ich mein Roberts SolarDAB2 dagegen setze, hat es einfach verloren, sowohl vom Kang wie auch von der Senderanzahl.

Nur mit dem G5 als (nicht-) Alternative gebe ich Dir Recht. Da brauchts dann noch mehr Sender, höhere Sendeleistung, neue Geräte und dann hat man immer noch alle paar Meter Aussetzer und Funklöcher.


[Beitrag von currock am 21. Aug 2019, 09:36 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#35 erstellt: 21. Aug 2019, 22:28
Senderanzahl ist relativ, nützt mir auch nichts, wenn ein gewünschte Sender nicht zu empfangen ist.
Ich hab hier nur die zwei üblichen Muxe, den ARD-MUX da ist halt nur der MDR Zeugs drauf und noch ein Privater.
Dann DR/Bundesmux, auch nichts Besonders dabei.

Roberts SolarDAB2 ? Ich kenne das Gerät nicht, es sieht aus wie ein typischen Chinateil. Kling vielleicht nach Vorurteil, die Aufmachung der Gurke lässt klanglich nichts besonders gutes erwarten. Das mit den Solar ist, wohl sicher mehr Show, als gut ausgereift, ist vielleicht was für den Wüste, reicht dann um einmal am Tag die Nachrichten zu hören.
Und wenn ich mir die Bewertungen bei Amazon so durchlese, dann behalte ich doch lieber mein altes Radio.
Angedickter Sound der über einen minderwertigen Digitalverstärker läuft.
Und mit den HE-AAC Codec wird es für mich keinen guten Klang geben.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 21. Aug 2019, 22:37 bearbeitet]
currock
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 22. Aug 2019, 07:40

Bollze (Beitrag #35) schrieb:
Roberts SolarDAB2 ? Ich kenne das Gerät nicht, es sieht aus wie ein typischen Chinateil. Kling vielleicht nach Vorurteil, die Aufmachung der Gurke lässt klanglich nichts besonders gutes erwarten.


So kann man sich täuschen. Es ist weder China-Teil (Entwickelt und made in UK), noch hat es so einen Pieps-Quietsch-Ton wie die üblichen Radios. Der DAB Empfang ist sehr gut, die Solar-Funktion ist nicht nur Optik sondern funktioniert tatsächlich. Da würde ich mal eher nachsehen, wo her Deine Panasonic Quäke kommt.... als wenn das wichtig wäre.
Wenn man das Roberts in die Hand nimmt, merkt man gleich, daß es keine hingerotzte Entwicklung ist, wie die meisten anderen. Einzig die mitgelieferten Akkus sind für die Tonne, sollte man ersetzen. Und die 3 Leute, die negativ bewertet haben, sollten sich angewöhnen, Bedienungsanleitungen zu lesen, und nicht glauben, daß sie sowieso alles besser wissen.
Daran hapert es sowieso in Deutschland: Alles, was neu ist, wird bemeckert, weil man es nicht kennt. Von wegen High-Tech-Land.... das ist lange vorbei.


[Beitrag von currock am 22. Aug 2019, 07:40 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#37 erstellt: 22. Aug 2019, 14:15
Selbst mit hochwertigen Gerät mit DAB-Empfangsteil , das Problem bleibt für das Gleiche. Ich kann fast nur Programme mit HE-AAC Codec und niedrige Bitraten hören. Um so besser Verstärker und die Lautsprecher, um so mehr werden diese Fakehöhen zum Problem.
DB
Inventar
#38 erstellt: 22. Aug 2019, 15:27

currock (Beitrag #36) schrieb:

noch hat es so einen Pieps-Quietsch-Ton wie die üblichen Radios.

Da haben wir doch schon das Problem: Du hast noch nie ein ordentliches Kofferradio gehört.


currock (Beitrag #36) schrieb:
Daran hapert es sowieso in Deutschland: Alles, was neu ist, wird bemeckert, weil man es nicht kennt. Von wegen High-Tech-Land.... das ist lange vorbei.

Du scheinst aber mächtig Wut zu haben, daß die Leute nicht "Hurra DAB" rufen, sondern kritisch sind und zunächst schauen, ob sich für sie ein Mehrwert ergibt.
Und was heißt
weil man es nicht kennt
Das kannst Du doch gar nicht wissen. Ich hatte hier zwei Geräte mit DAB+ ausprobiert und dahingehend für untauglich befunden. Der Radiowecker hat glücklicherweise einen guten UKW-Teil, damit man früh nicht mit dem Digitalgebröckel geweckt werden muß.

Mit DAB+ ist es wie mit dem Strom aus Windmühlen: wäre es wirklich gut, würde es sich von ganz allein, ohne jegliche Förderung durchsetzen.


MfG
DB
currock
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 23. Aug 2019, 13:38

DB (Beitrag #38) schrieb:
Da haben wir doch schon das Problem: Du hast noch nie ein ordentliches Kofferradio gehört.

Woher willst Du denn das wissen? Ich orientiere mich an der Größe des Panasonic, und so was hatte ich auch schon. Gehört habe ich auch in den 80ern bei Bekannten solche Radios, ich hoffe, Du weißt noch, was Grundig damals bedeutet hat.

currock (Beitrag #36) schrieb:
Du scheinst aber mächtig Wut zu haben, daß die Leute nicht "Hurra DAB" rufen, sondern kritisch sind und zunächst schauen, ob sich für sie ein Mehrwert ergibt.

Nein, es nervt, daß Leute grundlos meckern, ohne sich weiter damit beschäftigt zu haben. UKW kenne ich seit den 1970er Jahren, es gab immer die Probleme mit dem Empfang, bei jedem Gerät.


Und was heißt
weil man es nicht kennt
Das kannst Du doch gar nicht wissen.

Klar doch. Bolize bezeichnete das Roberts als China-Gerät, obwohl Er es noch nicht selbst gehört oder in der Hand gehabt hat.

Ich hatte hier zwei Geräte mit DAB+ ausprobiert und dahingehend für untauglich befunden. Der Radiowecker hat glücklicherweise einen guten UKW-Teil, damit man früh nicht mit dem Digitalgebröckel geweckt werden muß.

2 Geräte ausprobiert? Ich besitze alleine 5 DAB+ Geräte, und ausprobiert habe ich noch mehr. Von denen, die ich hier habe, hat eines fast keinen Empfang, ist aber auch hauptsächlich ein mp3-Gerät mit Radioteil, eines hat über den eingebauten Lautsprecher Pieps-Sound, dafür nur etwas größer als eine Zigarettenschachtel. Dann noch das Roberts, ein NOXON an einem Verstärker und einen DUAL-Radiowecker. Da wiederum bin ich froh, daß der DAB+ hat, das UKW-Gerausche Morgens würde mir jede Laune verderben.

Mit DAB+ ist es wie mit dem Strom aus Windmühlen: wäre es wirklich gut, würde es sich von ganz allein, ohne jegliche Förderung durchsetzen.

Dann muss aber auch über die Förderung von Atomstrom und den anderen Energieformen nachgedacht werden.

[Klugscheißermodus]Außerdem gibt es keine WindMÜHLEN, die Strom erzeugen.[/Klugscheißermodus]
DB
Inventar
#40 erstellt: 23. Aug 2019, 14:30
Ich weiß ja nicht, was Du mit Deinen UKW-Radios veranstaltest, aber ich hatte damit höchstens im Keller Empfangsprobleme.
Gut, ich will nicht ungerecht sein, ich hatte nie den Hang zu irgendwelchen Plastedosen mit Zweichip-Empfangsteil (wobei auch sowas ausgesprochen gut funktionieren kann, s. Philips 22AH694), sondern immer eher größere Empfänger verwendet:
Heli Sonor
Rossini 6010
Lafayette 226C
Aiwa AT-9700
Revox A76
...

Trotz daß gerade mit den alten Röhrenkisten schon genügend Sender mit dem Innendipol ordentlich zu empfangen waren, hatte ich mir zwei Außenantennen gebaut: eine Zweielement-Dipolantenne für UKW und eine 15m-Drahtantenne für LMK. Das gehört einfach dazu.

MfG
DB
currock
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 23. Aug 2019, 19:00
Vielleicht hatte ich ja auch immer das Pech, in Gebieten zu wohnen, in denen die Emfpangslage einfach schlecht war/ist. Dazu kommt, daß hier im grenznahen Gebiet die Franzosen reinhauen.
Und der Aufwand mit der UKW-Antenne war mir erstens zu viel, in den Mietwohnungen später ging es nicht und jetzt brauch ich keine mehr, da DAB und Internet alles bieten, was ich brauche.
Wieso Plastedosen? Zumindest das NOXON, das ich hier habe, hat ein Holzgehäuse, auch wenn es nicht direkt auffällt. Ist mir nur aufgefallen, da ich seit meiner Jugend fast alle Geräte von innen sehen will.


[Beitrag von currock am 23. Aug 2019, 19:02 bearbeitet]
DB
Inventar
#42 erstellt: 23. Aug 2019, 19:14

currock (Beitrag #41) schrieb:
Vielleicht hatte ich ja auch immer das Pech, in Gebieten zu wohnen, in denen die Emfpangslage einfach schlecht war/ist.

Das ist möglich. Bei mir ist es umgekehrt: ich kann hier bei mir im Haus DAB+ knicken. Wird nichts. Dafür müßte ich eine Außenantenne setzen. Nur kommt dort nichts Interessantes, was ich nicht über UKW auch geliefert bekomme. Daher hält sich mein Elan diesbezüglich in starken Grenzen.


currock (Beitrag #41) schrieb:
Und der Aufwand mit der UKW-Antenne war mir erstens zu viel, in den Mietwohnungen später ging es nicht

Na, eine adäquate Antenne braucht man schon. Wie gesagt, die alten Röhrengeräte machten selbst mit dem im Gehäuse angebrachten Dipol eine gute Figur.
In Mietwohnungen sollte aber zumindest ein Kabelanschluß oder ein Anschluß an eine hauseigene Antennenanlage vorhanden sein.


MfG
DB
currock
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 23. Aug 2019, 19:26
Ja, die alten Röhrengeräte...
Damals hatten wir noch so einen Grundig-TV-Radio-Plattenspieler-Schrank mit magischem Auge, Seitenlautsprechern und eine Dachantenne. Obwohl ich damals im nördlichen Saarland gewohnt habe, war ich dabei, als SWF3 auf Sendung ging. Es lief ein paar Tage vorher auf der Frequenz eine Dauerschleife in der angekündigt wurde, wan es los geht. Das ist dann auch Jahrelang mein Sender geblieben. Nur hatte ich damals noch nichts zum aufnehmen... leider.
Bollze
Inventar
#44 erstellt: 24. Aug 2019, 08:41
Zitat Currock "Klar doch. Bolize bezeichnete das Roberts als China-Gerät, obwohl Er es noch nicht selbst gehört oder in der Hand gehabt hat. "Zitat"

Stimmt, alles andere wäre schon ungewöhnlich.
Ich habe das Gerät von Roberts mal gegoogelt, mir die zahlreichen Bilder angeschaut, nirgends den Aufdruck "Made in UK" gefunden.
"Robert" ist ein englische Firma oder Firmename, das Grundig ist auch nur noch, die TVs kommen z.B. von Beko Türkei.
Mein Technisat DAB-Radio, "DigitalRadio210" war sicher auch nicht von Technisat gebaut wurden, obwohl man es könnte, es ist nach meiner Einschätzung eine Fernost-Entwicklung, die nach den Wünschen von Technisat hergestellt wird. Von den Abmessung her genauso, wie mein altes Küchen-Radio, ein Ersatz dafür sollte es werden. DAB hat mich damals auch mal interessiert. Und das alte Panasonic wird auch in Billiglohnländern ,u.a. auch in China, gefertig, aber nicht im Fremdauftrag sondern von Niederlassungen der japanischen Firma, man sieht es schon an der Verarbeitung und schraubt man das Ding auf, so sieht man die typische Qualität von Panasonic. (Matsushita)
Das Panasonic tut heute noch dienst, 20 Jahre, wurde mal überholt. Das Technisat DAB klang irgendwie rauh und spröde, auch über FM. Damals als ich das Ding genutzt habe wusste ich noch nix von Fake-Höhen.
Und da sind wir wieder bei den eigentlich Problem, ein gut klingen DAB-Radio wird es für mich nicht geben, so lange ich nur Sender mit HE-AAC Codec empfangen kann. Es gibt nur ein Sender der LC-AAC sendet, der interessiert mich nicht. Je besser die Klangwiedergabe, um so mehr nerven die Fakehöhen.
Hier bei uns wird bei DVB-T2 bei den ARD-Sender auch HE-AAC bei den Ton eingesetzt. Ich habe mir mal eine Talkshow mit HE-AAC über einen TV mit guten Lautsprecher angeschaut, der Ton war nervig.
Das FM-Verfahren wurde früher in der Tonspeichtechnik genutzt im Videobereich. Damit konnte man eine Qualität nahe der CD erreichen. Das ist jetzt direkt mit UKW nicht vergleichbar aber annähernd.
Und das Soundprozessing, wird auch über DAB abgestrahlt. Übertragen mit HE-AAC wird kaum mehr als 10kHz, darüber wird empfängerseitig hinzugerechnet. 10kHz, das ungefähr eine Frequenz, die einfache Kassettenrecorder auf Normalband erreicht haben.

Bollze

PS. ;
Wer empfangstarke Radios sucht, der wird heute bei den Autoradio fündig. Bestens geschirmt und hochwempfindlich. Die letzten originalen Blaupunkts oder Panasonics z.B.
Bei UKW-DXer ein beliebtes "Spielzeug"
https://www.youtube.com/watch?v=HqYneq5zhUE


[Beitrag von Bollze am 24. Aug 2019, 09:01 bearbeitet]
Passat
Moderator
#45 erstellt: 24. Aug 2019, 12:04

Bollze (Beitrag #44) schrieb:
Das FM-Verfahren wurde früher in der Tonspeichtechnik genutzt im Videobereich. Damit konnte man eine Qualität nahe der CD erreichen. Das ist jetzt direkt mit UKW nicht vergleichbar aber annähernd.


UKW kann, wenn der Sender mitspielt und der Empfänger gut ist, auch annähernd CD-Qualität erreichen.
Einzig der Frequenzgang bis 15 KHz (in der Praxis völlig ausreichend!) und der Rauschabstand von 70 dB (wobei absolute Spitzengeräte da annähernd an 80 dB rankommen) sind schlechter.
Früher haben die HiFi-Zeitschriften die Klangqualität von Tunern mit einem Profi-Meßsender beurteilt:
Die Musik wurde von einem CD-Player direkt in den Meßsender eingespielt und dann der Klang direkt zwischen CD und Tuner verglichen.
Sehr gute Tuner waren klanglich nicht merklich schlechter als direkt von CD.

Das Problem beim Radio ist, das hier in Deutschland durch staatliche Regulierungen bzgl. Pegel etc. und besonders durch massives Senderprozessing bei sehr vielen Sendern die Klangqualität deutlich schlechter ist als möglich ist.
Wer im Grenzgebiet wohnt, kann ja mal ausländische Sender anhören. Die klingen i.d.R. deutlich besser als deutsche Sender, weil die deutlich weniger Prozessing betreiben und es auch keine so strengen staatlichen Regulierungen bzgl. Pegel etc. gibt.

Grüße
Roman
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