Aufsteckadapter für FM/DAB+ Empfang

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onki
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Aug 2017, 13:54
Hallo,

ich stehe vor einem Problem mit meinem Yamaha DAB+ /FM Receiver und meiner Antennendose.
Der DAB-Empfangsbereich liegt ja bekanntlich im ehemeligen Fernsehbereich, UKW aber im Radiobereich.
Entsprechend geben die beiden Ausgänge an der Antennedose diese Bereioche auch heraus.
Mein Receiver hat aber nur einen Anteneneingang für beide Tuner.

Gibt es einen Aufsteckadapter, der beide Bereiche wieder mischt und an einem Stecker bereitstellt?
Ich möchte ungern eine neue Antenendose einbauen, weil meine Konfiguration etwas abenteuerlich ist (ehemaliges Einkabelsystem aus dem via Einschleuseweiche der terr. Bereich eingeschleust wird auf ein Signal einer externen Schüssel).

Wie löst ihr die Problematik der Potentialunterschiede zwischen Schutzleiter und Antennenabschirmung wegen Erdung auf Unterverteilungsebene (in der UV sind Null und PE zusammengelegt - war leider bis in die 90er so gelöst)?

Gruß
Onki


[Beitrag von onki am 21. Aug 2017, 14:36 bearbeitet]
Bollze
Inventar
#2 erstellt: 22. Aug 2017, 18:14
Irgendwie pennt hier die Zubehörindustrie, es gibt kaum eine einfache und optimale Lösungen... z.B. eine Antennendose mit einen UKW/DAB Anschluss und einen Ausgang für TV eventuell noch einen Anschluss für SAT. Falls hier jemand ein Dose dafür kennt, dann bitte mal melden.
Die Dose zu tauschen ist mit die einfachste Lösung... es gibt da eine Dose die mitspielt, zwar nicht perfekt, aber immerhin..
Es ist die Dose Kathrein ESD84. Sie praktisch nur ein Zweifachverteiler und ist sattauglich mit DC- Durchgang. Es entsteht eine typische Dämpfung von 4 dB. Problematisch könnte sein , dass der DAB/UKW Tuner nun das komplette Frequenzspektrum abbekommt. Ein solider Tuner sollte sich davon nicht beeindrucken lassen. Nächstes Problem ist der IEC- Anschlüsse für den Satempfang, hier können mit der Alterung Kontaktprobleme auftreten. Also immer ein Kontaktreiniger, wie z.B. WD 40 rumstehen haben, so in der Zukunft Will man auch DVB-T empfangen, so muss eine Sateinschleusweiche rückwärts eingesetzt werden.

Variante 2, mit der bestehenden Dose : Man splittet das Fernsehsignal und fügt UKW und DAB ( also ein Ausgang vom Splitter) mit dieser Weiche zusammen und ab zum Radio.
Anstatt des Splitters kann man auch eine weitere Weiche diese Typs verwenden und sie entsprechend andersrum laufen lassen. Vorteil : geringere Dämpfung und noch bessere Selektion von DAB. Das mehr an Selektion ist aber kaum noch von Bedeutung, erst recht nicht bei einen guten DAB/UKW-Tuner.

Edit : wird kann kein DVB-T gebraucht, kann man sich auf das Aufsplitten des TV- Signals bei Variante 2 sparen.

Bollze


[Beitrag von Bollze am 23. Aug 2017, 07:08 bearbeitet]
KuNiRider
Inventar
#3 erstellt: 14. Nov 2017, 00:17
Ohne DVB-T kann man auch eine 3-Loch-Twindose wie die von Televes nehmen. Der eine F-Anschluss ist dann zwar tod aber der Andere funktioniert und alle terrestrischen Signale sind auf einer Radiobuchse.
onki
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 14. Nov 2017, 11:02
Hallo,

Danke für den Tip. Leider gibt es solche Teile nur als Stichleitungsdose.
Ich benötige wegen der Gegebenheiten bei uns in der Wohnung allerdings eine Durchgangsdose.
Bei uns (WEG) wurde früher ein Analog-Einkabelsystem verwendet. Um nicht alle Kabel neu zu ziehen wurde es auf ein klassisches Digital-Sat-System umgebaut (DC-Durchlassdosen eingebaut) mit der Beschränkung, dass nur ein Sat-Receiver pro Stichleitung verwendet werden kann.

Gruß
Onki
KuNiRider
Inventar
#5 erstellt: 14. Nov 2017, 11:20
Dann baut es doch nun vernünftig auf Unicable um dann sind pro Strang mit Durchgangsdosen 16 Empfänger möglich

Dann gibt es da noch die Sat+BK-Modemdosen wie die BDM 2410-85 / BDM 2415-85 / BDM 2419-85 die auf TV und Radio jeweils breitbandig sind, dafür aber eine hohe Durchgangsdämpfung haben.

Wenn du deine Anlage richtig beschreiben würdest, könnte man evtl. nopch mehr Lösungen finden
onki
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 14. Nov 2017, 11:33
Hallo,

Meine Wohnung ist Teil eines Hauses mit 6 Eigentumswohnungen. Da kann ich nicht mal eben auf Unicable umbauen. In jede Wohnung geht vom Switch eine Stichleitung die, je nach Wohnung, auf 2 bzw. 3 Sat-Dosen in verschiedenen Zimmern durchgeschleift wird. Im Wohnzimmer nutze ich zusätzlich eine eigene Schüssel mit Twin LNB mit einer separaten Dose für das Fernsehen. DAB+ kommt aber von der Gemeinschaftsanlage mit Sat-Schüssel und Antennen. Die DAB+ Antenne (war früher zum Empfang des dritten Programms vorgesehen) muss zusätzlich noch auf den neuen Sender ausgerichtet werden, weil hier eine Änderung erfolgt ist, das ist aber ein anderes Thema. Momentan empfange ich nur z.B. Absolut Relax weil das mit 10kW (Kanal 5c) ausgestrahlt wird. SWR3 beispielsweise wird mit 5kW abgestrahlt auf anderem Kanal (9D). Den kann ich noch nicht empfangen mittels der Hausanlage, im auto vor dem Haus schon.

Wir haben die bestehende Kabel-Infrastuktur nach der Analog-Umrüctung weiterverwendet und nur die Dosen gewechselt wegen des DC-Durchlass.
Daher wäre aus meiner Sichet aine Aufstecklösung ideal, die Radio und TV wieder mischt. Eine neue Dose wäre meiner Ansicht nach die zweitbeste Lösung.

Gruß
Onki
KuNiRider
Inventar
#7 erstellt: 14. Nov 2017, 12:07
Eine Weiche hatte die ja Bollze schon verlinkt, gibt es auch ANDERS aber teurer. Wenn die Pegel hoch genug sind, dann kannst du es auch mit einem billigem BK-2-Fach-Verteiler machen, in dem du ihn rückwärts benützt. Bei jeder dieser Lösungen brauchst du halt noch 1 Anschlusskabel IEC-Stecker auf F-Stecker und 2x Anschlusskabel IEC-Buchse auf F-Stecker umd die Weichen anzuschließen.

Bei 6 ETW sollten doch mehr Bewohner an einer vernünftigen Sat-Anlage interessiert sein
Wollen z. Bsp. 4 mitmachen und 2 nicht, bleibt der alten Multischalter als Netzteil und für die zwei Gestrigen und davor kommt ein MSU 504-16 K und schon haben 4 We freien Empfang an allen Dosen mit bis zu 16 Empfängern
Es gibt aber auch Lösungen die nur für deine Wohnungen gehen, die die Anderen nicht beeinflussen.
z. Bsp. eine MSU 401-16K vor dem vorhandenen MS mit Sat-Terrestrische Weiche und ein Abzweiger und schon hast nur du freien Empfang


[Beitrag von KuNiRider am 14. Nov 2017, 12:22 bearbeitet]
onki
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Jun 2018, 11:20
Hallo,

Heute war ein Techniker da, weil unsere Schüssel mitsamt LNB erneuert wurde.
Dabei wurde auch die Band3 Antenne richtig ausgerichtet, weil die noch auf den ehemaligen ender für das dritte Fernsehprogramm schaute. Leider hat sich an der Empfangssituation nichts verändert.
Das liegt aber vermutlich an meinen Dosen.
Da ich den SAT-Anschluss der Gemeinschaftsanlage nicht benötige bin ich nun auf der Suche nach einer Durchgangsdose (mit DC-Durchlass im Durchgang weil mein PC mit DVB-S2 Karte liegt dahinter) mit einem geeigneten 5-800MHz Ausgang und geringer Durchgangs- und Auskoppeldämpfung weil es um die Pehgel nicht allzu gut bestellt ist.

Wie gesagt stehe ich vor einem kleinen Rätsel hinsichtlich der Empfangssituation. In meinem ehemaligen Passat mit DAB+ (hat der aktuelle leider nicht) hatte ich vor dem Haus (und z.T. noch in der Tiefgarage unter dem Haus) einwandfreien SWR3 DAB+ Empfang. Gleiches gilt für das Nachrüstradio im Audi meiner Frau.
Wenn ich im Haus aber den DAB+/FM Receiver an die TV-Buchse einstöpsele bekomme ich nur Absolut Relax und sonstige, die über 10kW ausgestrahlt werden auf Kanal 5C (178MHz). Wechsele ich auf SWR3 auf Kanal9D (208MHz) bekomme ich "Off Line" im Display was auf kein Signal hinweist.
In dem Fall wird ein Mischer wie dieser hier
https://www.ebay.de/i/322075754423?chn=ps
wohl auch nichts bringen.
Ich benötige halt eine Durchgangsdose mit DC Durchlass damit meine DVB-S2 Karte im PC, die hinter diese Dose geschleift ist (ehemaliges, analoges Einkabelsystem) noch funktioniert.
Könnte jemand auch ggf. eine vernünftige Zimmerantenne für DAB+ empfehlen?
Ich will jetzt endlich SWR3 auf DAB+ hören.

Gruß
Onki
KuNiRider
Inventar
#9 erstellt: 19. Jun 2018, 22:42
Es gibt keine Dosen die DAB sperren!
DAB liegt voll im Band 3 und ist auch mit uralten Antennen und Verstärkern und Dosen empfangbar.

Für eine Dosenempfehlung müsste man deine Anlage kennen, aus deiner Beschreibung werde ich leider nicht schlau.
Bollze
Inventar
#10 erstellt: 20. Jun 2018, 05:03
Das der SWR trotz Dachantenne nicht reinkommt, ist nicht normal.
Was ist zwischen VHF-Antenne und DAB-Tuner alles in der Antennenleitung ?
So weit ich rausfinden konnte wird vertikal gesendet bei den SWR.
Ist die Antenne auch vertikal installiert worden ? Läuft dabei der Mast durch die Antenne oder ist sie vor dem Mast installiert ? Oder auf einen seitlichen Ausleger ?
Falls möglich, bitte mal ein Bild reinstellen von der Antenne.
Wie alt ist die Antenne etwa ? Ist sie stark korrodiert, weil sie eben alt ist bzw. neben einen Schornstein installiert ist ?
Nebenbei : eigentlich lief historisch bedingt, meist die ARD im Band 3.. die dritten Programme meist auf UHF, (DVB-T Bereich), kann mich auch irren.
Dose...
Eine Stichdose die Sat 1:1 durchlässt und nur das terrestrische Signal ausgibt und das möglichst ohne zusätzliche Dämpfung wird es kaum geben.
Man kann aber an dieser Stelle eine Sateinschleusweiche für terrestrische Signale installieren. Verkehrt herum funktionieren die Teile auch ( als " Ausschleusweiche"), das SAT-Signal und das terrestrische Signal wird dabei nicht mehr als technisch nötig gedämpft. Der DC zwischen Sat und PC-Karte geht auch durch. Nur optisch sieht diese Lösung nicht aus, wie eine Dose.

Bollze

Empfehlung Zimmerantenne ? Probiere es mal mit einen Stück Draht, am besten ein nackter Kupferdraht ca. 30..40 cm lang senkrecht gestellt, direkt an der Buchse des Radios, an dem Innenleiter angeschlossen, mehr Antenne haben heute die Autosradios auch nicht zur Verfügung.


[Beitrag von Bollze am 20. Jun 2018, 05:39 bearbeitet]
onki
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 21. Jun 2018, 07:47
Hallo,

so eine Ein-Ausschleusweiche hab ich mir erst kürzlich zugelegt. Das probiere ich dann mal aus.
PlanB wäre dann die Wurfantenne, die beim Yamaha mit dabei war, dann aber senkrecht gestellt.

Die Dose scheint sowieso nicht mehr ganz OK zu sein, da zwischen der Dose im Wohnzimmer und der im Büro ein Unterschied von 10dB ist. Das geht weit über durchgangsdämpfung und Kabeldämpfung hinaus.

Liegt aber wohl auch am DC Anteil auf unserer Antennenanlage weil die Antenne nicht geerdet ist und wir ein TN-C System bis zur Unterverteilung haben (PEN Leiter).

Gruß
Onki
Bollze
Inventar
#12 erstellt: 21. Jun 2018, 15:03
Auf den Empfang von UKW/DAB/DVB-T/ SAT u.a. hat eine nicht vorhandene Erdung einer Antennenanlage keinen Einfluss. Auch der DC, z.B. für die Versorgung eines LNBs, hat keinen Einfluss auf den Empfang von DAB/UKW/DVB-T.

Bollze
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