LBH Turbosound Projekt - Der bessere LBH?

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MF_systeme
Neuling
#1 erstellt: 10. Mai 2021, 23:13
Guten Tag,
kurz zu mir, ich beschäftige mich seit ca 2 jahren mit pa anlagen, nach dem meine erste geschenk bekommen habe, und ich mir anschließend ein KMT system gekauft und restauriert habe, habe ich mir vorgenommen, die nächste Anlage selber zu bauen. Zuerst habe ich an eine W-bin Bertha gedacht, diese war mir aber doch etwas zu groß. Anschließend bin ich auf Turbosound TSW 718 umgestiegen, dafür bekommt man aber nur schwer die passenden lautsprecher (glaube ich) ausserdem würde das ein sehr kostenspieliges projekt werden.

Nun habe ich mich auf ein Turbosound LBH Projekt festgelegt.
Als chassis werde ich natürlich den Tubosound TS-18SW700/8A verwenden, der mir schon seit langem ins Auge gefallen ist. Er ist meiner Meinung nach der Konkurent zum 18-500, welcher vielerseitz erprobt wurde und eigentlich für das LBH enclosure vorgesehen ist.
Allerdings bietet das Turbosound Chassis ein paar Vorteile, welche ich erproben möchte.
Die beiden Chassis sind preislich in der gleichen Kategorie (der 18-500 kostet ~140€, Turbosound ~150, stand 10.05.2021).

https://www.thomann.de/de/turbosound_ts_18sw700_8a.htm
https://www.thomann.de/de/the_box_speaker_185008a.htm

Allerdings spielt das Tubosound Chassis etwas tiefer, die resonance frequency beträgt 35Hz...! vom Turbosound, und 40Hz beim 18-500.
Das Turbosound Chassis drückt erstaunliche 90 dB bei 30Hz!.
Wenn man sich die Frequenzverläufe der beiden chassis anschaut:

https://images.stati...ent/specs/478141.pdf

https://images.stati..._guide_de_online.pdf

ist der 18-500 etwas lauter, er spielt im Diagramm von Thomann bis ca. 105 dB SPL, das Turbosound Chassis spielt "nur" bis ca. max 95db SPL, beide Chassis werden aber mit einer ungefähr gleichen emfindlichkeit angegeben, beim 18-500 sind es 97dB, beim TS sind es 96dB.
Ausserdem kommt das ganze ja in ein Horn enclousure, deshalb mache ich mir da nicht zu grosse Sorgen.
Sonstige unterschiede sind, dass der TS etwas mehr peak leistung hat, nämlich 2800w, und 700w RMS, beim Thomann Chassis sind es 2000w peak und 500w RMS, beide haben eine 4" schwingspule, und beide sind mit 8 Ohm angegeben.
Zum Turbosound Chassis findet man etwas mehr thiele&small parameters als zum 18-500, was es einfacher macht das ganze zu simulieren.
Beide Chassis verhalten sich ungefähr gleich in dem enclosure, laut einer diskussion in diesem Forum, wo es um den gleichen Vergleich ging, allerdings ist leider kein wirkliches Resumee entsanden, da niemand seine Erfahrung mit dem Turbosound Chassis mitgeteilt hat.

Vergleich TS / Thomann
entnommen aus: http://www.hifi-forum.de/viewthread-182-12069.html

generell scheint es wenig Information und Erfahrung zu diesem Chassis zu geben, es gibt nur eine Deutschsprachige Bewertung auf Thomann zur Zeit, welche nicht besonders aussagekräftig ist. Beim 18-500 sieht das natürlich ganz anders aus.
Ob das ganze Projekt so funktionieren wir wie ich mir das vorstelle kann ich natürlich noch nicht sagen, da ich zur zeit erst angefangen habe, den Korpus zu entwickeln, hier ein paar Einblicke:

Foto seitenansicht LBH

Foto hinteransicht LBH

Foto unteransicht LBH

wie ihr sehen könnt, habe ich mich nicht 100%ig an den originalen Plan des Lbhs gehalten ich habe vor, saubere Technische Zeichnungen zu dem LBH zu veröffentlichen.
Bei meinem Plan habe mich für eingelassene Griffe und ein doppeltes "Lautsprecherbrett" entschieden, da ich die nötigen Werkzeuge und Kenntnisse meines erachtens nach besitze.
Das Chassis wird an dem unteren Lautsprecherbrett verschraubt, und dieses wird mit 12 Schrauben und Einschlagmuttern am oberen, fest verbauten Brett verschraubt.
Ausserdem möchte ich Nuten für die "innenwände" in die Seitenteile fräsen um dem ganzen etwas mehr stabilität zu verleihen, wer weiss, vielleicht braucht man ja noch nicht einmal Schrauben, was sehr zu gute kommen würde, da die ganze konstruktion aus MDF entstehen soll, auch ob ich Winkel zur Stabilität einbauen werde bin ich mir noch nicht sicher, das wird dann die Erfahung zeigen, wenn der Lautsprecher wirklichkeit geworden ist.
Mir ist die Audioqualität bei Lautsprechern sehr wichtig, daran werde ich auch festlegen wie "gut" der Lautsprecher ist.
Als letztes hatte ich mir vorgenommen, das ganze an einer Tulun zu betreiben, ganz gemäß dem LBH Trend, allerdings werde ich mir diese ertsmal nicht anschaffen, da ich diese an einem Dreiphasen Aggregat betrieben werden würde. Deshalb sehe ich vor, meine kmt CA 16 übergangsmäßig dafür zu benutzen, die haben leider nicht so viel Leistung wie die Tulun, was sich hoffentlich nicht zu stark auf die Audioqulität auswirken wird.
Mir ist natürlich auch bewusst, dass das ein anderer Lautsprecher ist, welcher nicht explizit für das enclosure vorgesehen ist, das ist das Risiko, welches entscheidet ob das alles ein Erflog wird oder nicht.

Ich freue mich auf Anregungen und Erfahrungen zu diesem projekt, ich habe auch Lust das ganze, besonders den Bau Prozess als Videos zu dokumentieren und zu veröffentlichen, dafür muss ich mir aber noch die richtigen Kenntnisse aneignen.
Ausserdem hoffe ich Messungen zu diesem Projekt veröffentlichen zu können, das ist aber noch Zukunftsmusik. Geplant sind zwei Stück.
P@Freak
Inventar
#2 erstellt: 11. Mai 2021, 14:12
Hallo,

Klick !

deine ganzen Vorgehensweisen sind auch alles andere als Professionell ... 'mal eben' hat noch keiner einen auch mit Hochpegel funktionierenden PA Sub gebaut ... spare dir auch bitte das teure Holz trotz schöner CAD und baue einfachen Proto zum messen und testen ... natürlich müsste die Kiste auch auf den neuen 'T-Böller' angepasst werden. Solch Hybrid möchte auch mit HornResp Simuliert werden da das doch schon gravierend von einer normalen Bassreflex Hornkehleport abweicht ...

P@Freak
MF_systeme
Neuling
#3 erstellt: 11. Mai 2021, 14:44
Freut mich dass du darauf antwortet, danke für den hinweis,
dass der vergleich in einem bassreflexgehäuse simuliert wurde war mir bewusst, wenn man sich die diskussion im forum anschaut wird auch klar, dass sie nicht 100%ig aussagekräftig ist.
Das ganze wird ja quasi ein etwas aufwendigerer prototyp, klar könnte ich das ganze aus z.b. osb machen und zusammenspaxen, aber ich werde auch beim gehäusebau auf fehler treffen, diese kann ich dann im 2ten prototyp beseitigen, so dass ich dann wenn ich glück habe nur zwei prototypen bauen muss, anstatt drei (oder vier)
ausserdem sind die Gehäuse danach ja nicht für den müll, die kann ich ja im schlimmsten fall mit 18-500ern bestücken und die turbosounds kommen dann in den prtottyp zwei
Der grund warum ich die chassis noch nicht simuliert habe ist schlicht, weil ich das ganze noch nicht so richtig verstehe, ich habe schon mal ein bisschen mit AJhorn rumgespielt, allerdings habe ich in der testversion nur eine begreznteauwahl, ich glaube da kann man nur eine hornlänge von 0,5 m simulieren, aber ich werde mir heute mal Hornresp runterladen und mir das ganze mal wenigstens anschauen
P@Freak
Inventar
#4 erstellt: 11. Mai 2021, 16:16
Hallo,

bedenke bitte das Bass Hybride "Kling - Klang" b.z.w. Klangverfärbungen machen zum oberen Einsatzbereich / Trennfrequenz ... das ist alles nicht so einfach wie du es dir hier machen möchtest ...

P@Freak
MF_systeme
Neuling
#5 erstellt: 11. Mai 2021, 16:38
kann gut sein, bin schliesslich noch anfänger, habe mir hornresp heruntergeladen, habe aber schwiereigkeiten ein paar werte zuzuorden, gibt es eine kürzel erklärung oder ähnliches?
habe probleme mit vtc, atc, und bei dieser konstroktion, da das chassis keine rear chamber hat einfach 0 eingeben? schaue mir gerade noch ein paar tutorials an, vielleicht werde ich daraus schlauer, Danke!
KeksWW
Stammgast
#6 erstellt: 12. Mai 2021, 09:10
Aus eigener Erfahrung (hatte selbst 4 Stück), kann ich sagen, das der LBH mit dem Thomann schon echt ordentlich geht, sofern er anständig gebaut und gut verstrebt ist. Ein Gehäuse aus OSB oder MDF kannste direkt mal vergessen. Selbst mit 15mm Multiplex schwingt das Gehäuse gerade an den großen Flächen echt übel mit, wenn keine ordentlichen Verstrebungen verbaut sind (und nein, die Verstrebungen sind im Plan NICHT eingezeichnet).
Das Turbosound Chassis kenne ich nicht, sieht mir aber ehrlich gesagt nach nem China B&C 18PS76 Klon aus, die gibt's in ähnlicher Ausführung auch von Master Sound und anderen Importeuren.
Da der LBH allerdings für den 18-500 entwickelt wurde und das Konstrukt mit diesem auch echt gut spielt, warum das Rad neu erfinden?
Du kannst natürlich einfach mal ein anderes Chassis in das Gehäuse schrauben und testen ob das gut spielt, ob du damit Erfolg haben wirst, wage ich zu bezweifeln.
Der 18-500 ist schon ein echt gutes Chassis fürs Geld, mit den normalen Eigenarten die ne Billigpappe eben so mitbringt. Ich kann mir nicht vorstellen, das der Turbosound hier irgendwelche Vorteile bringt.
MF_systeme
Neuling
#7 erstellt: 12. Mai 2021, 12:39
Klar, der 18-500 ist der beste Lautsprecher den man da rein bauen kann, der grund warum ich denke, dass ich auch beim turbosound chassis bleiben werde ist einfach, da ihn schlicht noch niemand erprobt hat.
Und auch bei der holz eintscheidung gebe ich dir natürlich auch recht, multiplex ist hier wahrscheinlich die vernünftige variante, allerdings geht das natürlich auch ordentlich ins geld, ich habe zur zeit komlette material kosten (alles) von ca. 250 euro, davon sind 80 das zugeschnittene holz, bei multiplex zahle ich 70€ nur für den quadrat meter! und das würde den preislichen ramen für so ein experiment sprengen. ich werde denke versuchen das alles gut zu verstreben, habe schoin ein paar ideen, wie ich das anstellen kann.
und zuletzt, was ich mir davon erhoffe, ist 1. erfahrung zu diesem chassis zu sammeln und 2. spielt der turbosound nunmal tiefer als der 18-500, wenn der frequemzverlauf stimmt.
das möchte ich erproben, ob das alles nur show an shine ist, oder ob man wirkllich ein chassis für 150€ kriegt, das 90dB bei 30 Hz spielt.
danke für dein beitrag!
KeksWW
Stammgast
#8 erstellt: 12. Mai 2021, 13:25
Also, mal grundsätzlich, wenn du dir sowas baust, wird's sicher nicht bei einem bleiben (einer allein macht keinen Sinn, da Hörner gern im Rudel auftauchen) da sich der Tiefgang und Pegel erst bei Hornstacks aufbaut. Also, wirst du eh noch weitere von den Kisten bauen müssen. Bevor du jetzt nen "proto" baust, der danach eh in die tonne wandert, bau direkt mit anständigem Holz und gib ein bisschen mehr Kohle aus. PA ist nun mal kein billiges Hobby und wer billig kauft (und baut), kauft (und baut) zweimal.

Den Tiefgang vom Chassis beeinflusst maßgeblich auch das Gehäuse. Wenn das Tuning vom Gehäuse bei 45hz liegt (und ich glaube irgendwo so darum liegt der lbh), wird alles was darunter kommt eh bedämpft. Wenn du also den Tiefgang vom TS Chassis wirklich ausnutzen willst, braucht es ein neues Gehäuse mit passendem Tuning.

Als Tipp also, bau ein anständiges Gehäuse, teste von mir aus beide Chassis darin und das Chassis was dir gefällt behältst du und das andere schickste zurück oder vertickst es in der Bucht.
stoneeh
Inventar
#9 erstellt: 12. Mai 2021, 13:46
Schön gesenktes Niveau hier grad. Erinnert stark an #lautsprecherstammtisch #alternative-pa-fakten


KeksWW (Beitrag #6) schrieb:
Da der LBH allerdings für den 18-500 entwickelt wurde


Eine simple Hornresp-Frequenzgangsimu = Entwicklungsarbeit? Cool. Dann kann ja ab jetzt jeder professioneller Lautsprecherkonstrukteur werden


KeksWW (Beitrag #6) schrieb:
das Konstrukt mit diesem auch echt gut spielt,


Sagt wer? Den einzigen halbwegs seriös wirkenden Praxisvergleich, den ich je zum LBH gefunden habe, kommt von ceny - und der hat nicht viel positives über den Sub zu berichten: Vergleich zwischen Achat 118, LBH 118 und MBH118

Von Messungen gar nicht erst zu sprechen - was seinerseits entlarvend ist, angesichts der schieren Anzahl der Dinger, die im Umlauf sind.


KeksWW (Beitrag #8) schrieb:
wer billig kauft (und baut), kauft (und baut) zweimal.


Nein, nicht unbedingt - es gibt auch im ULB-Bereich nachweislich solides Material, das man guten Gewissens anschaffen und lange nutzen kann. Wer sich jedoch die entsprechende Recherche spart, und stattdessen einfach blind der Herde nachbaut, der wird in der Tat ziemlich sicher früher oder später ein zweites mal bauen.
MF_systeme
Neuling
#10 erstellt: 12. Mai 2021, 13:46
Fair, ich hätte auch zwei gebaut, aber wenn ich mir lautsprecher aus multiplex baue werden das keine lbhs mit fremden treibern sein, dann würde ich anständig simulierte und durchdachte lautsprecher bauen, das projekt dient nur dazu, möglichst viel Erfahrung zu sammeln, wenn ich die lautsprecher baue, habe ich danach nämlich ein Eindruck von mehreren dingen:
1. einfluss von fremden lautsprechern in gehäusen
2. einfluss vom holz auf den klang
3. gefühl für verstrebungen, wie viel kann man verbauen/ausbessern dadurch?
es geht in prinzip darum, möglichst viele fehler zu machen um diese beim nächsten projekt auszubessern.
man lernt schlisslich nur aus fehlern, würde ich jetzt alles richtig machen, hätte ich zwar tolle lautsprecher, und ein bisschen geld gespart, wäre aber immernoch genauso unerfahren wie davor.
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