DVD Stereo Downmix

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rathi79
Neuling
#1 erstellt: 04. Mai 2009, 10:19
Hallo Zusammen

hätte da mal eine frage ob es einen Hardware Downmixer für DVD-Player gibt. Da mir der Downmix meines Players nicht so toll gefällt.
Mir ist aufgefallen das bei manchen passagen die stimmen leise sind und die effekte übermäßig laut.
oder gibt es noch eine andere lösung.
Als player besitze ich den cambridge dvd89, als verstärker den cambridge azur 740a
ich möchte gern bei stereo bleiben.

Gruß
Rene
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 04. Mai 2009, 10:30
Einen dbx 166XL kannst zb zwischen Player und verstärker einschleifen
Passat
Moderator
#3 erstellt: 04. Mai 2009, 11:11
Daran wird auch ein externes Gerät nichts ändern.
Der Ton ist so auf der DVD drauf und das ist auch richtig so.
Wenn es mal knallt und rummst, muß das Zimmer beben und die Stimmen kaum hörbar sein.

Das ist auch in der Realität so, deshalb ists auch so auf der DVD drauf.

Grüsse
Roman
ton-feile
Inventar
#4 erstellt: 04. Mai 2009, 11:23
Hi,

Es ist so, dass die Anweisungen für den Stereo-Mixdown im Datenstrom enthalten sind. Die Pegelverhältnisse wie zB der Dialog-Level etc. sind in Form von Methadaten gespeichert und lassen sich nicht ändern.
Für Dolby Digital sind auch noch zwei Kompressionsstufen programierbar. Wie das bei DTS ist, weiß ich nicht.

Manchmal gibt es auch noch eine zusätzliche diskrete Stereospur, die dann meist Lt und Rt enthält. Das ist das analoge matrizierte Dolby, wie zB Dolby Surround und Dolby ProLogic.

Gruß
Rainer
Frankman_koeln
Inventar
#5 erstellt: 04. Mai 2009, 11:27
ich denke auch nicht das andere hardware hier hilft.
wie passat schon sagte ist der sound ja auf der dvd, im surround betrieb ist es auch so dass effekte oft übermässig laut sind und stimmen zu leise.

ggf. geht es bei deinem dvd player wenn du night mode oder dynamic range oder wie auch immer das bei deinem gerät heißt so einstellst dass der sound gleichmäßig laut ist.

bei den meisten dvd playern geht das zumindest für den surroiund betrieb, ob das auch bei stereo-ausgabe geht weiß ich nicht.
HiFi_Addicted
Inventar
#6 erstellt: 04. Mai 2009, 17:36

Passat schrieb:
Daran wird auch ein externes Gerät nichts ändern.
Der Ton ist so auf der DVD drauf und das ist auch richtig so.
Wenn es mal knallt und rummst, muß das Zimmer beben und die Stimmen kaum hörbar sein.

Das ist auch in der Realität so, deshalb ists auch so auf der DVD drauf.

Grüsse
Roman


Du weißt aber schon was der dbx 166 XL ist oder? Ein klassischer Dynamikkompressor + Limiter
Passat
Moderator
#7 erstellt: 04. Mai 2009, 21:05
Ja, aber der ändert wenig an den Pegelverhältnissen.
Wenn gleichzeitig Stimmen und laute Effekte kommen, dann kan der auch nur die Gesamtdynamik reduzieren, aber nicht die Stimmen im Verhältnis zu den Effekten lauter machen.
Das könnte er nur, wenn die nicht zeitgleich zu hören sind.

Grüsse
Roman
Senor_Mouse
Stammgast
#8 erstellt: 04. Mai 2009, 21:14
wieso soll es nicht möglich sein?
Der Centerkanal ist doch im im Stereodownmix enthalten.
Vielleicht gibt es Geräte bei denen man den Centerkanal vor dem downmix anheben kann?

Gruß
Boris
ton-feile
Inventar
#9 erstellt: 05. Mai 2009, 07:16
Hi,


Senor_Mouse schrieb:
wieso soll es nicht möglich sein?
Der Centerkanal ist doch im im Stereodownmix enthalten.
Vielleicht gibt es Geräte bei denen man den Centerkanal vor dem downmix anheben kann?


Der Centerkanal ist zwar im Stereo-Downmix enthalten.
Die Pegelverhältnisse sind aber über die Downmix-Koeffizienten voreingestellt und können vom Konsumenten nicht mehr verändert werden.
Das wird alles schon vor der DVD-Produktion gemacht und nur als Information in Form von Methadaten gespeichert, die dann den Decoder im Wiedergabegerät in Echtzeit steuern.

Gruß
Rainer
_axel_
Inventar
#10 erstellt: 05. Mai 2009, 09:25
Ob diese Metadaten (ohne h, übrigens) vom Mixer beachtet werden, ist letztlich vom Mixer (dem Gerät) zu entscheiden sein. Und das auch nur bei Digital-Verbindung. Die 6-8 Kanäle analog abzugreifen und zu verarbeiten, wäre prinzipiell auch denkbar ...

Alles rein theoretische Überlegungen, natürlich. Ob man über so einen Weg dann tatsächlich zu einem besseren Ergebnis kommen würde, sei mal dahin gestellt.

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 05. Mai 2009, 09:26 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#11 erstellt: 05. Mai 2009, 11:14
Hallo Axel,

Klar, ohne (h) ist richtig.

Ob diese Metadaten (ohne h, übrigens) vom Mixer beachtet werden, ist letztlich vom Mixer (dem Gerät) zu entscheiden sein.

Hast Du da ein Beispiel? Meines Wissens hat der Mixer gar keine andere Wahl, als sich an die Vorgaben zu halten, die in den Metadaten enthalten sind.

Allenfalls bei der DRC kann man wählen.

Gruß
Rainer
_axel_
Inventar
#12 erstellt: 05. Mai 2009, 11:27

ton-feile schrieb:
Hast Du da ein Beispiel?

Nein, habe ich nicht.

Aber warum sollte sich ein Algorithmus an die Metadaten halten müssen? Es sind doch beliebig komplexe Module/DSPs vorstellbar, die das Mehrkanalsignal nehmen und beliebig 'verwursten'. Bis hin zu einem eingeschleiften PC mit kompletter Tonstudio-Software.

Wie gesagt: alles rein theoretisch. Und nicht darüber urteilend, inwiefern so ein Ansatz typischerweise ein besseres Ergebnis bringen kann.

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 05. Mai 2009, 11:28 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#13 erstellt: 05. Mai 2009, 11:36
Hallo Axel,


_axel_ schrieb:

Aber warum sollte sich ein Algorithmus an die Metadaten halten müssen? Es sind doch beliebig komplexe Module/DSPs vorstellbar, die das Mehrkanalsignal nehmen und beliebig 'verwursten'.

Da hast Du an und für sich recht. Der Grund liegt in der Dolby-Zertifizierung.

Kann sein, dass es bei DTS anders ist, aber bei Dolby Digital soll das einfach nicht gehen und die matrizierten Dolby-Formate liefern ohnehin nur zwei Spuren.

Gruß
Rainer
_axel_
Inventar
#14 erstellt: 05. Mai 2009, 11:50
Ähm, aber jeder popelige AVR kann doch die Mehrkanal-Signale aus dem Datenstrom separieren.
Wer hindert wen daran, dass ein Gerät die 6-8 Einzelkanal-Infos nimmt und auf 2 Kanäle irgendwie zusammenmischt?
Ein Lizenz-, also Rechteproblem? Man darf es nicht?
ton-feile
Inventar
#15 erstellt: 05. Mai 2009, 13:03
Hi Axel,

wir reden da glaube ich aneinander vorbei.
Klar kann und darf jeder (der kann ) die diskreten 5.1 Spuren extern irgendwie zusammenmischen.

Aber es gibt keine Möglichkeit, in die Einstellung der Downmix-Koeffizienten einzugreifen und zB den Center im Stereo-Downmix lauter zu machen. Der wird ohne externe Eingriffsmöglichkeit nur von den im Dolby Digital Stream enthaltenen Metadaten gesteuert.

Gruß
Rainer
_axel_
Inventar
#16 erstellt: 05. Mai 2009, 16:21

ton-feile schrieb:
Aber es gibt keine Möglichkeit, in die Einstellung der Downmix-Koeffizienten einzugreifen

Daran, die Koeffizienten-Daten zu extrahieren und nachzubearbeiten ('tweak'), hatte ich nicht gedacht.
Mein Ansatz war wesentlich einfacher: die Koeffizienten-Daten komplett zu ignorieren und komplett neu nach Wunsch zu mischen.
So kann man den Pegel des Centers 'nach Gehör' dem Rest anpassen, wie man es schön findet.

Ich selbst habe keine AVR, vermute aber, dass man das im Prinzip bei Mehrkanalwiedergabe so macht: Ist einem persönlich z.B. der Rear zu laut, regelt man ihn am AVR runter. Und den Sub-Pegel vermutlich rauf
Nur: Statt das Ergebnis auf die Endstufen und LS zu geben, werden die nach Geschmack gepegelten Kanäle nun auf 2.0 gemischt. Rear+Front pro Seite zusammenpacken plus 50:50 Aufteilung von Center und Sub auf L+R. Fertig.

Gruß


[Beitrag von _axel_ am 05. Mai 2009, 16:22 bearbeitet]
ton-feile
Inventar
#17 erstellt: 05. Mai 2009, 16:53
Hi Axel,

Habe ich mir doch gedacht, dass wir aneinander vorbei geredet haben.

So wie Du es beschrieben hast, sollte es funktionieren, wenn ein kleines Mischpult zum Summieren und panoramisieren zur Verfügung steht.
Ich glaube nicht, dass die AVRs das können, weiß das aber nicht sicher, weil ich keinen habe.

Gruß
Rainer
_axel_
Inventar
#18 erstellt: 05. Mai 2009, 17:15

ton-feile schrieb:
Ich glaube nicht, dass die AVRs das können

Ja, das Summieren wäre ja auch das kleine Extra, dass es noch bräuchte, um den TE zufrieden zu stellen. Es könnte m.E. auch nach fixen Regeln (wie beschrieben) erfolgen, also ohne weitere Einstellmöglichkeiten des Benutzers. Das Einpegeln je Kanal ist ja schon da.

Das ganze 'gepegele' wäre freilich eine recht statische Sache. So wie ein Balance-Steller. Beim Downmix im Studio kann u.U. deutlich mehr gemacht werden, z.B. die Koeffizienten über den Zeitverlauf verändern?

ton-feile
Inventar
#19 erstellt: 05. Mai 2009, 20:51
Hallo Axel,


_axel_ schrieb:

Das ganze 'gepegele' wäre freilich eine recht statische Sache. So wie ein Balance-Steller. Beim Downmix im Studio kann u.U. deutlich mehr gemacht werden, z.B. die Koeffizienten über den Zeitverlauf verändern?

Na ja, das ist eher unüblich, denke ich.
Gängige Praxis ist es, die Downmix-Koeffizienten einmal einzustellen und dann die Chose laufen zu lassen.
Eine praktisch bedienbare Automation für den Stereo-Downmix gibt es nicht.
Das ist eben auch immer eine Kostenfrage, obwohl sich meines Wissens die Einstellungen der Metadaten alle 5msek ändern könnten.
Aber wer will das schon per Hand machen.

Wenn es vom Budget her möglich ist, wird idR noch ein extra Stereo-Mix bzw ProLogicII Mix gemacht (der ja dann stereokompatibel ist).

Gruß
Rainer
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