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Selbstbau: PWM-Netzteil, wer hilft mir?

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Autor
Beitrag
ChrisCross
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Sep 2003, 14:40
Hallo,

ich hatte vor mir eine volldigitale Endstufe zu basteln.
Ein Klasse D-Verstärker kann ja nicht so schwierig sein...
Den Amp möchte ich für einen späteren Sub nutzen.

Der Leistungsverstärker ist eigentlich nicht das Problem, aber das Netzteil!
(Im Leistungsverstärker kommt später ein TDA8929T zum Einsatz der mir einige IRFP250 (200V, 33A) Mosfets ansteuert...)

Zum Netzteil:
Es sollte nicht wenig Leistung haben (hatte an etwa 1,5kW out gedacht).
Also etwa 15-20A bei 100V.
Das Netzteil muss nicht netzgetrennt sein..., wäre aber schön.

Nach welchem Prinzip sollte man das Netzteil aufbauen?
Step-Down?
Oder ein richtiges Wandlernetzteil? (natürlich wäre es dann auch netzgetrennt)
Kann ich evtl. Eisenpulverkerne von alten Zeilentrafos für mein Netzteil verwenden?

Wer hat Erfahrungen mit PWM-Netzteilen?

Vielen Dank schon einmal im voraus.

MfG
Chris
steve65
Stammgast
#2 erstellt: 13. Sep 2003, 18:09
Hi

anhand Deiner Fragestellung gehe ich mal davon aus, das Du noch nicht soviel Erfahrung mit Leistungselektronik gesammelt hast. Ich empfehle Dir daher, mache deine Versuche doch erstmal mit einem etwas kleineren Projekt. So 100 - 200 W vielleicht. Die mit Sicherheit auftreten Probleme sind zum einen leichter beherrschbar und zum anderen evtl. Misserfolge auch etwas billiger. Dies gilt übrigens auch für die Digtalendstufe. Die MosFets sind wenns drauf an kommt manchmal ziemlich bösartig. Für auftretende Spikes empfehle ich Dir für den Anfang einen guten C Snubber (ein Kondensator möglichst dicht über der Leistungshalbbrücke, sonst ist die gleich kaputt).

Das Netzteil, bei 1,5 kW out, muß also mindestens 1,8 - 2 kW haben. Wie Du schon bemerkt hast, ist das schwieriger. Ein Sperrwandler scheidet aufgrund der Leistung aus. Ein Tiefsetzsteller macht keine galvanische Trennung. Die ist aber unbedingt notwendig, da Du sonst ein hohes Groundpotital gegenüber Erde hast und Du keine Quelle ohne galvanische Trennung anschliessen kannst. Als Grundschaltung würde ich vielleicht eine Vollbrücke in Betracht ziehen. Das muß man aber erstmal rechnen.
Für den Übertrager kannst Du nur einen Ferritkern verwenden, dessen Parameter Du auch kennst. Sonst kannst Du den nicht berechnen.


Gruß
Steve
TBuktu
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Sep 2003, 21:38
1. Lohnen tut sich das nicht
2. Wenn, dann Vollbrücke

Zum Basteln würde ich mit einem 3525 anfangen.
IR2110 ist als Brückentreiber interessant, wenn die Spannungen höher werden.

3. 4. 5. Es lohnt die Arbeit nicht





Gruss
Tim
ChrisCross
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 14. Sep 2003, 10:49
Hallo,

danke erst mal für die Antworten.

1,5kW scheint etwas übertrieben, ich weiss...
Ich hatte vor, mir einen RE-15-XXX mit einer Auslenkung von 32mm pro Seite anzuschaffen, der allerdings nur 89dB /1W/1m macht. Der braucht nun mal seine 1500W RMS (kaum zu glauben), sonst bekommt man den nicht weit genug ausgelenkt in einem 150l BR-Gehäuse (habe ich simuliert).
Der Treiber kann sogar 2,5kW Musikleistung... man muss ja nicht übertreiben...

Ein Tiefsetzsteller wäre aber völlig ausreichend, denn eine Netztrennung muß nicht zwingend vorhanden sein.
Evtl. kann ich dann das Signal über einen Optokoppler einspeisen oder einen Eingangsübertrager verwenden.
Die Endstufe sollte seinen Platz eh im Subwoofer finden, wo niemand seine Finger reinstecken sollte ;-)

Die Spikes werde ich versuchen mit Dioden(sehr schnelle ;-)) in Sperrrichtung über jeden Transistor zu eliminieren.
Ein Kondensator ist wahrscheinlich auch notwendig.
Eine Taktrate von 50Khz in der Endstufe wären auch völlig ausreichend,da der NF-Bereich ab 90Hz mit 24dB/Oktave gtrennt wird (Allerdings wird dann das Filter im Ausgang etwas größer werden...)

Nur wollte ich mich halt zunächst mit dem Netzteil beschäftigen. Mit der Endstufe kann ich erst anfangen , wenn das Netzteil fertig ist.

Werde mich mal an der Vollbrücke heran wagen, mal sehen was es wird.
Also zunächst: Sparen. Dann einen großen Ferritring besorgen ...,...,...


Vielen dank nochmal für die Antworten.

MfG
Chris


[Beitrag von ChrisCross am 14. Sep 2003, 10:53 bearbeitet]
TBuktu
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 14. Sep 2003, 14:48
Das mit den Dioden sieh´ Dir nochmal an. Jeder Transistor braucht 2 davon.
Eine Supressor Diode zwischen Gate und Source ist auch anzuraten...etc...etc...

Lohnt echt nicht den Aufwand...


Tim
Stefan
Gesperrt
#6 erstellt: 14. Sep 2003, 15:01
Der Übertrager samt Wicklungszahl etc. muss in dieser Leistungsklasse sehr gut berechnet sein.
Supressor Dioden und Mosfets harmonisieren nicht immer so, wie es Datenblätter hergeben.
Viel Spass beim Basteln. Könnte teuer werden.

MfG Stefan
ChrisCross
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 14. Sep 2003, 15:52
Hallo,

@TBuktu:
Sehr gute Idee mit dem IR2110 bzw. IR2113.
Habe mir gerade mal die Specs angesehen. Perfekt für meine Endstufe!
Hatte mir auch schon Sorgen gemacht, wie ich nur mit N-Fets meine Endstufe realisieren soll (schaltungstechnisch).
Das sitzt alles schon in dem Ding drin.
2 Stück von den Teilen und verdreht ansteuern, fertig.

@all:

Mir ist gerade etwas anderes in den Kopf gekommen...
Wie gesagt ist es nicht weiter tragisch, wenn ich keine Netztrennung habe.
Wie sieht es denn aus, wenn man mit Phasenschnittsteuerung arbeitet?
Erst ein Brückengleichrichter, und dann irgendeine schöne Regelung basteln, die vom Nulldurchgang bis max. 10ms Durchgang hat (abhängig von der Ausgangsspannung) ?!
Ab in 'nem Elko damit und Elkospannung zur Regelung zurückführen...
(Vielleicht noch 'ne kleine Drossel zwischen Elko und Thyristor/Transistor)

Dürfte doch klappen , oder irre ich mich?

Wahrscheinlich muss der Schalter(Transistor/Thyristor)einen großen Strom haben können. Der Gleichrichter darf auch nicht zu schlapp sein...)


MfG
Chris
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