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Wie sinvoll ist ein Vorverstärker?

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dukenuke
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 02. Dez 2013, 11:36
Hallo liebes Forum.

Ich will mich gerade an einem DIY Verstärker versuchen.
Dazu wollte ich mir zuerst einen Röhrenpreamp aufbauen, nicht wegen dem Voodoo, sondern weil ich finde, das Röhren cool aussehen
Nur bin ich mir gerade nicht ganz sicher, wie sinnvoll so eine Vorstufe heutzutage noch ist.
Ich höre nämlich gar keine Platten, und kriege von meinen Quellen ( mp3 Player, Computer ) sowieso schon Signale auf line-level. Ist das nicht der gleiche Pegel, den ich benötige, um eine Endstufe zu treiben?

Ist eine Vorstufe als Buffer trotzdem sinnvoll, wenn man eine Klangregelung einbauen will?

Und welcher Pegel kommt eigentlich bei CD spielern und DACs direkt "vom Chip" ? Ist das schon line Level, oder haben die jeweils noch einen Preamp integriert?

Falls das so ist, macht es sinn, diesen Preamp zu umgehen, um das Signal nicht zwei mal durch einen Amp zu schicken, oder leidet die Qualität dann eher darunter, dass man zu schwache Signale durch's Kabel in ein anderes Gerät schickt?
( Braucht man in diesem Fall vielleicht doch die schweineteueren Voodoo Kabel? )

Eine Alternative währe anstatt eines Preamps glecih einen DIY DAC zu bauen, allerdings bin ich da ein bisschen zögerlich, weil ich mich eigentlich eher mit Analogtechnik beschäftigen wollte. Außerdem kann man einen hochwertigen Analogamp noch in 20 Jahren gebrauchen, bei einem Hochwertigen DAC, z.B. von WLAN auf Analog bin ich mir da nicht so sicher. Ich meine, wird mien Computer in 20 Jahren auch noch mit diesem DAC kommunizeren können?

Schreibt mal eure Überlegungen zu dem Thema.


PS: Vielleicht hat ja schon mal jemand einen "passiven Vorverstärker" ( reine Quellenwahl ) mit zuschaltbarem Buffer für schwachbrüstige Quellen gebaut und kann mal was dazu sagen. ( Etwa: merkt man bei starken Quellen einen Unterschied, wenn man den Buffer zuschaltet? und welcher Buffer wurde verwendet? ).


mfg

Duke


[Beitrag von dukenuke am 02. Dez 2013, 11:53 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 02. Dez 2013, 12:14
Hallo,

im Grunde braucht man wenn man nur eine Quelle am Endverstärker hat keinen Vorverstärker. Jedoch sollte man doch irgendwie bei mehreren Quellen auswählen können - von gewollten Klangveränderungen brauchen wir nicht reden, dazu wären dann ja noch Loudness/Klang/Balance-Regler nötig, möchte man ein "laufendes Programm" aufzeichnen wäre ein REC-Out auch nicht zu verachten...

Also ein Vorverstärker als solches hat schon seine Vorteile....

Und Voodoo-Kabel kannst Dir sparen.... bringt nur dem Pfu.... ähhhh Hersteller was - nämlich Kohle.

Peter
Amperlite
Inventar
#3 erstellt: 03. Dez 2013, 15:32

Ich höre nämlich gar keine Platten, und kriege von meinen Quellen ( mp3 Player, Computer ) sowieso schon Signale auf line-level. Ist das nicht der gleiche Pegel, den ich benötige, um eine Endstufe zu treiben?

Da kann man nur mit einem "kommt drauf an" anworten.
Bei der Mehrheit der Endstufen kommst du wohl mit einem unverstärkten Line-Pegel bis zu "mietshausfeindlichen" Lautstärken. Garantiert ist das aber nicht und hängt vom konkreten Modell ab.


oder leidet die Qualität dann eher darunter, dass man zu schwache Signale durch's Kabel in ein anderes Gerät schickt?

Passive Abschwächer bestehen nur aus einem zusätzlichen ohmschen Widerstand in der Leitung. Dieser bildet mit der Eingangsimpedanz des nachfolgenden Gerätes einen Tiefpass. Wenn zusätzlich noch lange Kabel ins Spiel kommen, können sich die Kapazitäten soweit aufaddieren, dass die Grenzfrequenz dieses Tiefpasses in den hörbaren Bereich rutscht. Bei kurzen Kabeln und üblichen, modernen Hochpegelgeräten hat man da aber eher weniger mit echten Problemen zu rechnen.

Falls das so ist, macht es sinn, diesen Preamp zu umgehen, um das Signal nicht zwei mal durch einen Amp zu schicken,

Nein, das macht keinen Sinn. Ein Pre-Amp erzeugt zusätzliche Betriebssicherheit, weil er den oben genannten Einfluss eliminiert. Und heutige Verstärker sind selbst so gut, dass ihr eigener Einfluss nicht hörbar ist.


Braucht man in diesem Fall vielleicht doch die schweineteueren Voodoo Kabel?

Im Gegenteil! Viele dieser Abzocker-Produkte sind sogar üble Fehlkonstruktionen, die die Situation gegenüber dem Standard-Kabel nennenswert verschlechtern können.
cr
Moderator
#4 erstellt: 06. Dez 2013, 19:34
Wenn er den Verstärker selber baut, braucht er das Poti ja nur in den Verstärker einzubauen, dann gibts gar keinen Höhenverlust. Es kommt NUR auf die Kabellänge nach dem Poti an und da man im Verstärker drinnen normalerweise nicht schirmen muss, ist auch die Kabellänge egal.
Recording-Ausgang ist überflüssig. Da nur digitale Quellen angeschlossen sind, sollte man von diesen via SPDIF direkt aufnehmen, ohne dass der Verstärker überhaupt was damit zu tun hat.
Und zum Quellen-Umschalten braucht man auch keinen Vorverstärker, sondern nur einen Mehrfach-Umschalter.

Fazit: Wenn keine Klangregelung geplant, völlig unnötig.


[Beitrag von cr am 06. Dez 2013, 19:36 bearbeitet]
dukenuke
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 06. Dez 2013, 20:58
Also nachdem ich nochmal darüber nachgedacht habe, werde ich auf jeden Fall eine zuschaltbare Bufferstufe einbauen, die sich über Relais wieder aus dem Signalweg nehmen lässt.
Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, welcher Pegel am Ausgang eines Preamps maximal anliegen soll.
Ist das so Standardisiert, dass jede Endstufe bei 0dB ( 0.775 V oder so ) am Eingang voll Aussteuert?
Also dass man in dem Fall zumindest den linearen Bereich voll ausnutzt?
Oder kocht da jeder Hersteller sein eigenes Süppchen?
Was ja doof währe, ich will ja mit möglichst allen Endstufen Kompatibel sein, und sie nicht in die Sättigung fahren.

Ich meine klar, realistisch gesehen höre ich die Verzerrungen, bevor mir was kaputt geht ( hoffentlich ), aber wenn mal bei einer Party jemand unvorsichtig am Lautstärkeregler dreht, sollte da auch nichts passieren können.
cr
Moderator
#6 erstellt: 06. Dez 2013, 21:28
Da ist gar nichts standardisiert. Ein Vorverstärker sollte bis zu 5V liefern können (das war schon in den 70er Jahren üblich), und eine Endstufe sollte mit 1-2V voll ausgesteuert werden können.


Ich meine klar, realistisch gesehen höre ich die Verzerrungen, bevor mir was kaputt geht ( hoffentlich ), aber wenn mal bei einer Party jemand unvorsichtig am Lautstärkeregler dreht, sollte da auch nichts passieren können.


Reines Wunschdenken


[Beitrag von cr am 06. Dez 2013, 21:31 bearbeitet]
wohlenberg_
Neuling
#7 erstellt: 06. Dez 2013, 21:55
Ein Vorverstärker als solches ist auch bei einem DIY-Röhrenverstärker und CD bzw. mp3-Zuspielung per line-level (nicht kH-Ausgang) überflüssig.
Bei unterschiedlichen Quellen solltest Du aber eien Quellenumschalter in den Röhrenverstärker einbauen.
Habe selbst eine DIY-Röhrenverstärker SE-Triode mit 6L6-G im Einsatz
Gruß Bernd
Highente
Inventar
#8 erstellt: 07. Dez 2013, 14:40
Ich glaube dir ist noch nicht so hanz klat wozu ein Vorverstärker dient. Er dient nicht dazu Signale Vorzuverstärken.

Du sagst du hörst keine Platten und fragst ob du einen Virverstärker brauchst. Es gibt ja Phonovorverstärker. Diese sind tatsächlich nur für den Betrien eines Plattenspeilers gedacht. Sie entzerren das Musicsihnal der Schalplatte das ja nach der RIAA kennlinie geschnitten ist. verstärken es auf eine normale Line Signalstärke.

Alle anderen Quellen besitzen bereits diese Line Lautstärke. Hier dient ein Line Vorverstärker als Quellenwahlschlter und Lautstärkesteller.

In einem Vollverstärker ist ein Vorverstärker und Endverstärker in einem Gerät verbaut.

Was für einen Verstärker willst du dir bauen?
cr
Moderator
#9 erstellt: 07. Dez 2013, 16:14
Vorverstärker befinden sich heute fast nur im Bereich der Abschwächung, können aber ggf. schon x 5 bis 10 verstärken (oder zumindest 10dB) und zB ein Signal von 0,5V auf 5V bringen.
Gebraucht wird eine Verstärkung aber ggf. nur
a) bei sehr unempfindlicher Endstufe (2V)
b) alten Quellgeräten (Cassettenrekorder, Tuner)
c) mobilen Quellgeräten (liefern manchmal nur 0,5V)
d) leisen Phono-Preamps/leisen Soundkarten (habe zB eine mit 0,4V (!))
e) schwach ausgesteuertem Musikmaterial (alte CDs, pianissimo-Sätze bei Klassik)

und wenn man zugleich sehr laut hören will


[Beitrag von cr am 07. Dez 2013, 16:15 bearbeitet]
dukenuke
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 08. Dez 2013, 13:25

cr (Beitrag #9) schrieb:
Vorverstärker befinden sich heute fast nur im Bereich der Abschwächung, können aber ggf. schon x 5 bis 10 verstärken (oder zumindest 10dB) und zB ein Signal von 0,5V auf 5V bringen.
Gebraucht wird eine Verstärkung aber ggf. nur
a) bei sehr unempfindlicher Endstufe (2V)
b) alten Quellgeräten (Cassettenrekorder, Tuner)
c) mobilen Quellgeräten (liefern manchmal nur 0,5V)
d) leisen Phono-Preamps/leisen Soundkarten (habe zB eine mit 0,4V (!))
e) schwach ausgesteuertem Musikmaterial (alte CDs, pianissimo-Sätze bei Klassik)

und wenn man zugleich sehr laut hören will


Das ist mal ne gute Antwort, sowas habe ich gesucht. Ich denke, ich werde den Preamp auf 10 bis 15 dB auslegen.
Ich eigentlich soll ja nur line-Level rein kommen, aber wer weiß, ich will vielleicht doch mal ein anderes Gerät anschließen, da kommt ein bisschen Gain schon ganz gut glaube ich.

@ Highente:
Eigentlich will ich mir ne komplette Anlage selbst bauen, langfristig.
Aber weil ich so etwas noch nie gemacht habe, wollte ich zuerst mit was leichterem anfangen.
Ich denke, bei einem Preamp mit Röhren-Buffer gibt es genug für mich zu lernen, zum beispiel wie man ein geeignetes Netzteil aufbaut, wie man Übersprechen verhindert, oder dass Taktreste meiner Digitalschaltung in den Analogteil kommen, Filterschaltungen ( für Klangregelung )usw. auch ohne, dass ich mir um komplizierte Endstufenschaltungen Gedanken machen muss.
Ganz ohne Verstärkerschaltung währe mir das Ganze dann aber doch wieder ein bisschen zu primitiv.
Dann bräuchte ich ja nur ein 5 V Netzteil , ein paar Relais und einen Microcontroller zusammen zu löten, das kann ich schon, dabei würde ich nichts lernen. ( Abgesehen von der Klangregelung, die dann aber wohl auch nicht nötig währe ).
blademage
Stammgast
#11 erstellt: 22. Dez 2013, 15:50
Ich würde den "altmodischen" Weg gehen und den Endverstärker so simpel wie möglich stricken.

Im Vorverstärker würde ich Eingangswahl, Lautstärkeregelung und ggf. Klangregelung unterbringen.

Mein erster (und bisher einziger) Versuch war seinerzeit eine potente Endstufe ebenfalls ohne "Vorstufe", nur mit Eingangswahl und Pegeldämpfung. Die Eingangswahl hat immer geknackt und die Pegeldämpfung war recht unbefriedigend (links rechts getrennt war sehr mühsam). Ich hab mich danach aber wieder viel mehr an meinen alten Kaufgeräten erfreut^^.
germi1982
Moderator
#12 erstellt: 23. Dez 2013, 14:30
Bei elektronischer Eingangswahl hat man einen DC-Ballast eingebaut um Spannungsstöße beim Umschalten zu verhindern, die dann eben Störgeräusche verursachen.



[Beitrag von germi1982 am 23. Dez 2013, 14:33 bearbeitet]
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