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Wie alte Plattenspieler-Verstärker-Kombo an USB-Interface/Aktivboxen anschließen?

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[NiK]
Neuling
#1 erstellt: 24. Jan 2015, 17:38
Hallo liebe HiFi-Enthusiasten,

ich habe hier einen alten Plattenspieler inklusive Verstärker, den Grundig Studio1500. Dieser ist über die alten LS-Kabel (mit einem langen flachen und einem kleinen rundlichen Kontakt) an alte passive Boxen angeschlossen. Der Sound ist nicht besonders brillant, etwas dumpf und basslastig. Ich weiß nicht, ob es an dem Grundig oder den Boxen liegt.

Auf jeden Fall würde ich die Anlage nun gerne mal an mein kleines Amateur-Home-Recording-System anschließen, um zu sehen wie der Sound auf anderen Boxen klingt.
Das USB-Interface ist ein M-Audio Fast Track Ultra mit massig unsymmetrischen/symmetrischen Klinken-Ein-/Ausgängen. Daran hängen aktive Boxen (M-Audio BX5D2) mit einem symmetrischen/unsymmetrischen Klinken- und einem symmetrischen XLR-Eingang.
Ich könnte die Grundig-Anlage also direkt an die Boxen oder an das Interface anschließen. Zweiteres wäre mir lieber, da ich meine Platten dann bei Bedarf auch digitalisieren könnte.

Der Grundig hat leider nur die (damals üblichen?!) Ausgänge, mit denen ich mich absolut nicht auskenne. Zuerst dachte ich daran, die LS-Ausgänge zu nutzen, aber die Idee ein verstärktes Signal an mein Interface oder die aktiven Boxen zu leiten kam mir dann nach etwas Lesen und Denken doch relativ fahrlässig vor. Wäre es auch, oder?
Allerdings gibt es auch noch einen fünfpoligen Ausgang (nach DIN denke ich?) der mit TA und TB beschriftet ist. Ist der geeignet, um über Adapter auf Klinke mit meinem Interface verkabelt zu werden? Oder ist das irgendwie noch (RIAA) Verzerrung drauf? Müsste ich da noch was zwischenschalten zwecks Wandlung des Signals?
Ich kenne mich auf dem Gebiet der Signalleitung leider wirklich nicht gut aus und habe noch nie mit diesen alten Steckern und Tonbandanschlüssen gearbeitet, bin über jede Hilfe sehr dankbar!

Grüße und schönes Wochenende,
Niklas
AkaiUher
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 24. Jan 2015, 23:24
Hallo Niklas,

das geht durchaus. Allerdings hat der verbaute Plattenspieler (Dual 1211) einen Piezotonabnehmer. Da benötigt man zwar keinen Vorverstärker/Entzerrer, dafür ist die Wiedergabequalität von solchen Systemen aber nicht besonders. Zum Digitalisieren von Platten würde ich sowas nicht verwenden.

Dein Interface oder Monitor-Boxen kannst Du an der DIN-Buchse anschliessen. Diese ist dazu gedacht ein Tonbandgerät oder ein Kassettendeck an der Anlage anzuschließen, von daher wird hier auch ein Signal ausgegeben. Die Belegung findest du hier:

DIN-Stecker

Es gibt dazu auch fertige Adapter, z.B. den:

DIN - Cinch Adapter

Damit Du dann zu Deinen Interface oder Boxen kommst brauchst Du noch so etwas:

Cinch - 1/4" Klinke

Da die Ausgabe der Anlage selbstverständlich unsymmetrisch ist, solltest Du auch einen dementsprechenden Eingang verwenden.

Die dumpfe Wiedergabe kann an einem defekten oder verschmutzten Tonabnehmer liegen, an verstellter Klangregelung oder auch an den Boxen oder einem generellem Defekt.

Grüße,

Andreas


[Beitrag von AkaiUher am 24. Jan 2015, 23:27 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 24. Jan 2015, 23:55
Nabend, Niklas !

Mit der Grundig-Anlage brauchste erst gar nicht weitermachen, wenn Du Deine Schallplatten schonen und evtl. noch digitalisieren willst. Das Gerät hat nicht viel mit Hifi zutun und ist reif für den Recyclinghof.

MfG,
Erik
detegg
Administrator
#4 erstellt: 25. Jan 2015, 01:20
Hi Erik,

Dein Beitrag ist destruktiv - dem eigentlichen Ansinnen von Niklas entspricht eher der sehr konstruktive Beitrag von Andreas.

Soll Niklas doch seine eigenen Erfahrungen machen ...

Detlef
[NiK]
Neuling
#5 erstellt: 25. Jan 2015, 16:14
Vielen Dank, für die schnellen Antworten, vor allem natürlich an Andreas!

Dann habe ich nun eine genaue Vorstellung, wie ich das Ganze bewerkstelligen kann. Durch meine fehlende Erfahrung mit dem TB-Anschluss war ich unsicher wegen des Signals und den Adapter-Möglichkeiten, aber das hast Du lückenlos aufgeklärt, Andreas

Der Tipp mit dem Piezotonabnehmer ist auch wertvoll, weiß ich schon mal worauf ich achten muss, falls ich mir anderes Equipment besorgen möchte.

Ich hab mir schon gedacht, dass das Gerät nicht viel zum Digitalisieren taugen wird, aber es gibt ja auch noch andere alte Geräte mit TB-Anschlüssen, die ich so einspeisen könnte.
Ist es allgemein so, dass über diese Buchse entzerrte Signale kommen, die ich gefahrlos über Cinch/Klinke abfangen kann oder kommt das auf Abnehmer, Geräteart etc. an?

Grüße, Niklas
AkaiUher
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Jan 2015, 16:56
Hallo Niklas,

nicht generell. Bei so einer Komplettanlage wie Deiner Grundig kannst Du davon ausgehen, dass ein Vorverstärker/Entzerrer integriert ist, da das ja als komplette, funktionstüchtige Einheit verkauft wurde. Im Fall Deiner Anlage ist es aber doch nicht so, denn ein Piezotonabnehmer benötigt dies nicht. Zum Schluss kommt es aber auf's gleiche hinaus.

Bei einem einzelnen Plattenspieler ist i.d.R. kein Phonovorverstärker dabei. Bei MM- oder MC-Systemen (siehe Tonabnehmer) ist immer ein Vorverstärker notwendig. Früher war sowas fast in jedem HiFi-Verstärker enthalten. Es gibt zwar auch Plattenspieler mit integriertem VV, das ist aber eher selten. Bei solchen modernen "USB-Plattenspielern" ist er aber immer integriert.

Wenn Du Deine Platten digitalisieren willst, empfehle ich Dir, einen Plattenspieler aus der Hochzeit der Schallplatte (Ende 70er, Anfang 80er Jahre) zu kaufen. Da bekommt man für kleines Geld ein brauchbares Gerät. Nutze mal die Suchfunktion, dazu steht schon einiges im Forum.

Grüße,

Andreas
silberfux
Inventar
#7 erstellt: 25. Jan 2015, 18:36
Hallo Detlef,
so ganz unrecht hat der Erik ja nicht. Ich finde es im Grundsatz richtig, dass dem TE die wenn auch bittere Wahrheit nicht vorenthalten wird. Ok, die Wortwahl war vielleicht etwas drastisch
BG Konrad
Wuhduh
Inventar
#8 erstellt: 26. Jan 2015, 01:09

detegg (Beitrag #4) schrieb:
Hi Erik,

Dein Beitrag ist destruktiv - dem eigentlichen Ansinnen von Niklas entspricht eher der sehr konstruktive Beitrag von Andreas.

Soll Niklas doch seine eigenen Erfahrungen machen ...

Detlef


Moin !

Bis dato ist nicht bekannt, ob ein Laufwerk von Dual ( schlimm ) oder ein Philips ( noch schlimmer ) in der Anlage eingebaut ist. Es gibt wohl 2 Variationen.

" The truth is out there ! " ( Zitat: Fox Mulder )

Oder eingedoitscht: Selbstverständlich kann die Wahrheit ausgesprochen ernüchternd sein und sogar einen destruktiven Beigeschmack beinhalten.

Meinen Erfahrungen zufolge ist ein Weitermachen mit dem - äh - Ding-Dong ( O-Ton: Samu Haber ) reine Zeit- und Energieverschwendung, die Niklas zweifelsfrei betreiben kann und darf. Ich habe hier keinen Bock auf Ding-Dong-Coaching.

Wenn mein Posting Dich so sehr stört, dann leihe Dir doch bitte einfach von einem anderem Halbgott einen virtuellen Radiergummi aus und lösche mein Posting. Egal.

Abschließend möchte ich Dich daran erinnern, daß Du ja auch keine Hilfe bisher abgegeben und stattdessen Deine Meinung - siehe Zitat - für mich eindeutig dargelegt hast. So ein Formulierung ist m. E. für einen Administrator / Moderator ein ausgesprochen bemerkenswerter und bedenklicher Ausrutscher. U understand what I mean ?

@ Konrad:

Du mit Deinem Walnussöl zum Wogenglätten ! Wäschesteife ist zuweilen angebrachter !

MfG,
Erik


[Beitrag von Wuhduh am 26. Jan 2015, 01:10 bearbeitet]
[NiK]
Neuling
#9 erstellt: 26. Jan 2015, 14:12
Hallo Andreas,

noch einmal vielen Dank, habe die Grundlagen und worauf ich achten sollte nun verstanden! Sobald etwas Geld übrig ist werde ich mich wohl mal nach Alternativen umschauen und mir überlegen, ob es lohnenswert ist. Bis dahin kann ich (wahrscheinlich ernüchternde) Versuche mit dem Grundig-Spieler machen.

Grüße,
Niklas
silberfux
Inventar
#10 erstellt: 28. Jan 2015, 16:46
Hallo Erik,

Quod scripsi, scripsi

BG Konrad
Joe_M.
Stammgast
#11 erstellt: 28. Jan 2015, 16:48

silberfux (Beitrag #10) schrieb:

Quod scripsi, scripsi


Nö, dafür hat man doch extra den Bearbeiten-Button...
silberfux
Inventar
#12 erstellt: 29. Jan 2015, 22:19
Hallo Joe,

Du darfst das so verstehen, dass ich in diesem Fall keinen Gebrauch von jenem Button (der übrigens auch nur ein paar Stunden nach dem Beitrag funktioniert) machen möchte. Auch insoweit sehe ich keine Differenz zum überlieferten Verfasser des zitierten wirklich eindrucksvollen Spruchs, zu dessen Zeit ein solcher Button ohnehin noch nicht gebräuchlich gewesen sein dürfte. Er hätte den Spruch schon ändern lassen können, wenn er nur gewollt hätte. Aber er wollte eben nicht. Darum ging es ihm ja gerade. Und darum geht es hier auch mir

BG Konrad
Joe_M.
Stammgast
#13 erstellt: 29. Jan 2015, 22:30
Alles gut, Konrad, hatte ich schon so verstanden. Aber ich konnte mir den Hinweis nicht verkneifen, wie einfach eine solche Änderung in der digitalen Zeit ist.
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