Umrüsten auf mm oder preamp

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vanSchnatter
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Nov 2016, 12:09
Hallo Kollegen

Ich suche mir derzeit ein paar Geräte zusammen, aber habe leider noch nicht so ganz den Überblick.

Bisher habe ich folgendes:

Kenwood kd7010 mit yamaha mc 501 oder 505
Kenwood ka 3070 verstärker
(Pilot st303, quadral orkan)


Habe die Sachen teilweise frisch ersteigert oder von bekannten bekommen, und es ist noch nicht alles bei mir - konnte also noch nicht testen.

In der Zwischenzeit versuche ich mich etwas einzulesen aber habe noch nicht ganz verstanden ob ich nun einen preamp brauche oder nicht.

Der kd7010 hat, soviel ich weiß, ein mc System drauf.
Kann ich ohne Vorverstärker den Plattenspieler an den ka3700 anschließen? Ich hab leider keine Info gefunden, ob der verstärker mit mc klar kommt oder nur mit mm.
Falls diese Kombination nicht funktioniert, macht es dann eher Sinn den Plattenspieler auf mm umzurüsten, oder einen preamp zu Kaufen?
Nach preamps habe ich schonmal gegoogelt und bei ebay geguckt, allerdings hab ich hier wieder keine Ahnung was gut ist, und was der unterschied zwischen den für 50 Euro und den für 500 Euro ist, bzw was sinnvoll wäre um eine Platte zu hören.

Ich hoffe ich konnte mein Problem halbwegs verständlich rüberbringen, und sorry falls ich was übersehen habe - android tablet autovervollständigen
Albus
Inventar
#2 erstellt: 21. Nov 2016, 17:03
Tag,

zur Vergewisserung zunächst eine Nachfrage: Ist sicher, dass es sich bei dem Gerät mit der Bezeichnung 'KA-3070' um einen Verstärker (Vollverstärker) handelt? - Im Herstellerarchiv ist kein Verstärker dieser Bezeichnung gelistet, auch nicht in der Datenbank der Hifiengine. Aber, in der Datenbank der Hifiengine gibt es unter den Stereo-Receivern ein Service Manual eines Kenwood KR-A3070, ein Produkt aus dem Jahre 1995, gemäß Datenbank.
Handelt es sich bei deiner Nachfrage tatsächlich um den Stereo-Receiver Kenwood KR-A3070? Wenn ja, dann lauten die Bedingungen für den Phono-MM-Modus wie folgt (Service Manual):
-- Eingangsempfindlichkeit 2,5 mV
-- Eingangswiderstand 50 Kiloohm
-- Eingangskapazität 1000 pF (eintausend Pikofarad, Kondensatoren C103, C104)
-- Verstärkungsfaktor 38 dB (80-fach)
Anmerkung: Die Eingangskapazität macht den Schaltkreis für MM-Tonabnehmer unbrauchbar.

Bringt nun der Plattenspieler Kenwood KD-7010 als Tonabnehmer eines der Yamaha MC-501 oder 505 mit - dann kann man es für den ersten Versuchslauf einmal mit dem 501 über 50 kOhm wagen, es wird etwas hell herauskommen, aber nicht untauglich. Der Volumesteller des KR-A3070 ist dann eben weiter als üblich zu öffnen, bis ca. 12:00 Uhr-Position (Mittenstellung). Zugleich ist das eine Probe auf den Geräuschspannungsabstand des Receivers (Brumm und Rauschen schon hörbar oder noch eben gerade nicht).
Für den Tonarm an der Grenze von mittelschwer zu schwer, hier nominell 18,5 g mit originaler Headshell von 12 g ohne Tonabnehmer, sind die Leichtgewichte MC501/505 von 3,4 g, Bauhöhe 16 mm, kein Hindernis, aber die Nadelnachgiebigkeit ist schon grenzwertig (der gute Dämpfungsfaktor des Nadellagers der MCs 501, 505 macht die Verwendung an dem letztlich relativ zu gewichtigen Arm möglich).

Soweit bis dahin, um welches Gerät es sich denn real handelt...

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 21. Nov 2016, 17:11 bearbeitet]
vanSchnatter
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 21. Nov 2016, 18:02
Danke für deine Mühe, und sorry für den Vertipper.
Es handelt sich um den 3700.
http://www.hifi-lupe.de/kenwood-ka-3700/

Es genau der abgebildete.

Den Tonabnehmer habe ich mir jetzt nochmal angeguckt.
Laut hifi-wiki müsste es der mc 501 sein.
Albus
Inventar
#4 erstellt: 21. Nov 2016, 20:27
Tag,

gut, dann also der Vollverstärker Kenwood KA-3700 (Library der Hifiengine, Service Manual). - Phono MM mit den gängigen Bedingungen 2,5 mV/50 kOhm, mit Kapazität von (günstig) 100 pF, Verstärkung nur 60-fach, d.i. 35,5 dB.
Im Hinblick auf das MC-501 gilt dann die Ermunterung zum Versuch wie oben schon ausgesagt. Dabei wird sich die weniger-mehr Tauglichkeit des Phono-Schaltkreises zeigen (Brummen/Rauschen?, Impulshärte?).

Zum MC-501 noch: Auflagekraft 1,5 +/-0,3 g, ich empfehle 1,75 g, die Bauhöhe von 16 mm muss per Höhenanpassung richtig eingestellt werden, Nadelschliff eines feinen nackten Diamanten ist 8 x 40 mü, Nadelträger konisch zur Spitze sich verjüngend, effektive Nadelmasse 0,3 mg oder noch darunter (gut). Der Befestigungsabstand (Abstand Schraubenmitte bis Abtaststift unter AK) von 10,0 mm bedeutet, dass der Tonabnehmer ein wenig nach hinten zu schieben ist.

Über Neuerungen kann man nach dem Versuch noch immer nachdenken.

Freundlich
Albus
vanSchnatter
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 21. Nov 2016, 21:41
Danke.

Dann warte ich erstmal einen Versuch ab, bevor ich weitere Sachen kaufe.
vanSchnatter
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Nov 2016, 14:40
Mein Verstärker ist noch nicht eingetroffen.
Ich habe den Tonarm so eingestellt, wie du es empfohlen hast, und habe an einem anderen Verstärker getestet.

Brummen oder Rauschen gab es nicht, und den Klang fand ich allgemein sehr gut aus den Quadral Lautsprechern. Allerdings ist schon viel "knacken und Knistern" zu hören. Ich hatte deswegen den Auflagedruck etwas erhöht, aber viel mehr ist nicht möglich, da der Teil des Tonabnehmers hinter der Nadel dann kurz vor dem Schleifen auf der Platte wäre.
Der Tonabnehmer muss wohl neu. Ist ja auch schon drauf, seit der Plattenspieler damals gekauft wurde. Eventuell dann auch gleich mit anderem Headshell.

Albus
Inventar
#7 erstellt: 25. Nov 2016, 14:52
Tag,

eine Anregung: In einem Fall der Wiederinbetriebnahme ist es immer richtig, einen Abtastdiamanten zunächst gründlich zu säubern, d.i. irgend angebackene Dreckreste zu entfernen. Praktisch: Isopropanol per Pinsel auf den Diamanten auftragen, Sekunden wirken lassen, abbürsten per Pinsel. Bitte, nichts in das Nadellager laufen lassen. Die 1,8 g sollten nicht überschritten werden...

Freundlich
Albus
vanSchnatter
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Nov 2016, 17:23
Der Verstärker ist nun grad angekommen, optisch finde ich ihn schonmal wunderbar.

Die Reinigung mit Isopropanol hat auch eine Verbesserung gebracht.
Die Lautstärke ist eher leise. Ich muss den Verstärker schon ziemlich weit aufdrehen.



3-02519-3


Edit:
Ich war gestern abend nochmal im laden und habe mir einen ortofon 2m blue gekauft. Bin nun ganz zufrieden.


[Beitrag von vanSchnatter am 26. Nov 2016, 15:50 bearbeitet]
Albus
Inventar
#9 erstellt: 27. Nov 2016, 00:01
Guten Abend,
und guten Abend van Schnatter,

weiteren Zuspruch benötigst du nicht, die Sache ist ja gemacht. Das MC-501 hast du noch?

Freundlich
Albus
vanSchnatter
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Nov 2016, 00:04
Guten Abend.

Ja soweit funktioniert alles, danke dir.

Den Yamaha hab ich noch. Ich werde ihn mal in der Schublade liegen lassen.
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