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Frequenzweiche, gute Bauteile, Nutzen ?

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Autor
Beitrag
artQuake
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Nov 2003, 18:09
Als Newbie erstmal ein hallo an alle !
Viele gute Beiträge !

Mit dem Ziel eine qualitativ hochwertige, preiswerte Frequenzweiche zu bauen möchte ich euch folgende Fragen
stellen :

Spulen/Drosseln
Luftspulen, Rollenkernspulen, Pilzkernspulen, Torobar-Spulen, Ferrobarspulen, Glockenkernspulen, Trafokernspulen, Stabkernspulen, Bandspulen und wie sie noch alle so heissen.
So viel mir mal gesagt wurde, zeichnet sich die Qualität der Spule mit einem hohen Q-Faktor aus. Folglich sollte die Spule einen niedrigen Widerstand haben.

Nach welchen Kriterien wählt Ihr die geeignete Spule aus ?

Welche der obigen Spulen würde sich für den Einsatz für
einen LP (Bass 8Ohm, Fostex FW305) 6,8mH sowie einen LP&HP (Mid-Bass 8Ohm Fostex FW180) 6.8 mH, 2,2 mH eignen. ?

Welche Mindestabstände sind auf der Platine zwischen zwei Spulen einzuhalten ?

In wieweit haben Spulen im Abstand einen Einfluss auf Kondensatoren ?

Welche Kriterien gelten eurer Ansicht nach für den Einsatz
von Spulen bei LP & HP bei Mitteltönern (Isodynamische Bändchen) und Hochtönern (Fostex FS7RP)?

Um das Fragengeballere zu begrenzen, stelle ich die Fragen zu den Kondensatoren & Widerständen später.

Ich danke euch schonmal für eure Meinungen

Grüsse
artQuake

PS : Kann man in diesem Forum .pdf-Dateien senden ?
(So könnte ich die Schaltung besser aufzeigen)
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 24. Nov 2003, 13:39
Das mit den Spulen ist so eine Sache. Sie sollten einen möglichst geringen Drahtwiderstand haben. Also dicker, kurzer Draht. Für eine tiefe Trennfrequenz braucht es aber Spulen mit recht grosser Induktivität. Folglich viele Windungen, folglich langer Draht usw. Um den Drahtwiderstand klein zu halten, setzt man irgendwelche ferromagnetischen Dinger ein. Nun haben die aber den Nachteil, dass sie in die magnetische Sättigung getrieben werden können und dementsprechend Verzerrungen produzieren.
Ausserdem kann es (bei E-I oder M-Kernen) zu mechanischen Schwingungen kommen, die im Extremfall hörbar sind und auch Klirr verursachen können.
Generell ist die Luftspule der Ferro-Spule vorzuziehen. Sie hat aber ein weit stärkeres Streufeld und sollte daher nicht zu dicht auf der Printplatte aufgebaut werden. Abstand 1 Spulendurchmesser, 90 Grad gedreht.
Obwohl Du Widerstände und Kondensatoren erst später behandeln willst, schon mal Antworten zu den nicht gestellten Fragen:
Drahtwiderstände entsprechender Leistung, wenn möglich bifilar gewickelt (praktisch keine Induktivität). Sind aber kaum erhältlich.
Grosse Kondensatoren: Elkos, bipolar, glatt mit entsprechender Spannung (40V mindestens)
Kleinere Kondensatoren: meist MP oder Polyesther entsprechender Spannung.
wolfi
Inventar
#3 erstellt: 24. Nov 2003, 15:13
Möchte die differenziernden Erklärungen von Richi ergänzen: Nicht immer ist es sinnvoll und beabsichtigt, einen möglichst geringen Innenwiderstand zu verwirklichen. In vielen Fällen benutzt man einen höheren, um die Dämpfung des Sytems durch Erhöhung von Qt ( über Qe ) zu "verschlechtern", damit der Abfall im Frequenzgang kontrolliert werden kann. Kernspulen kann man durch einen ausreichenden Drahtdurchmesser und Wahl des Kernmaterials so dimensionieren, dass sie im Belastbarkeitsbereich der Lautsprecherchassis nicht störend verzerren. Es kommt für die Wahl der richtigen Spule also immer auch auf den Einsatzbereich an.
Bei den recht hochwertigen Fostex Mittel-/ Hochtönern könnte man es mit Kondensatoren mit Polyesterfolie versuchen, aber es gibt auch immer wieder Entwickler, die bewusst die so oft gescholtenen Elkos im Hochtonbereich einsetzen, um ihre Klangvorstellungen zu verwirklichen ( z.B. wenn sich mit Folienkondensatoren eine gewisse Schärfe einstellt).
artQuake
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 24. Nov 2003, 21:06
Erstmal herzlichen Dank für euere Beiträge und Antworten.

Zuerst mal zum Bass : Die Trennfrequenz liegt bei
rund 200 Hz / 12 dB. Das Chassis Fostex FW305 hat die niedrigste Impedanz zwischen 100 und 200 Hz.
Gehe ich richtig in der Annahme (sofern ich eure Aussagen
richtig begriffen habe) das zur besseren Kontrolle des Basses durch den Amp ein möglichst niedriger Widerstand
sinnvoll ist ?
Ich schwanke derzeit zwischen :
1. Torobar Spule (Ringkern-Spule) 6,8 mH, 1.37mm², 0.28 Ohm Isät=8 (20 Euronen/Stk.)
2. Tritec Spule (Luftspule) 6,8 mH, 1.37mm², 1.01 Ohm.
Da ja die Spule Parallel zum Treiber (LowPass 2-Ordnung)
geschaltet ist ergibt sich doch bei einer niederohmigen Spule eine niedrigere Impedanz als bei einer mit höherem
Widerstand. (Bitte nicht hauen Fehlüberlegung ?)
Abgesehen davon dass ein aktiver Betrieb womöglich besser
ist, suche ich nach der bestmöglichen Passiv-Lösung.

Da sind wir dann schon bei den Kondensatoren :
Welche Kondensatoren eignen sich diesbezüglich am besten?.
Wohlgemerkt es geht hier immernoch um den Bassbereich bis
200 Hz.

Nun gehts höher (0.8 - 5 kHz, Imp. nahezu konstant 8 Ohm)
Ich habe bezüglich den Isodyn.-Bändchen (Mid)Ölpapier-Kond.
gesehen Audyn FFT). Ist da ein hörbarer Unterschied zu
den Folienkondensatoren von Audyn Plus (Polypropylenfolie)?

Bevor ich mich mit weiteren Fragereien an euch in etwas hinein steigere wovon ich im Grunde genommen keine (marginal) Ahnung habe eine womöglich wesentliche und ev. einfache Frage die Ihr als wissende mit eurer Wahrnehmung ev. assoziieren und beatworten könnt.

Wo lohnt sich bei der Frequenzweiche der Einsatz hochwertiger Bauteile ? In diversen Artikeln habe ich bereits über Sinn und Unsinn von teuren Audiokabeln gelesen, und bin zum Schluss gekommen dass in der Frequenzweiche wesentlich mehr wirkungsgradsteigerndes Potential liegt, als bei armdicken Kabeln.

Greez
artQuake


[Beitrag von artQuake am 24. Nov 2003, 21:09 bearbeitet]
wolfi
Inventar
#5 erstellt: 25. Nov 2003, 11:06
Aus Deinen Angaben kann man schließen, dass es sich um die Bestückung einer ACR Isostatic RP 300 handelt.Deine Überlegung, dass man bei parallel geschalteten Spulen keinen zu großen Drahtdurchmesser nehmen sollte, um keine Impedanzprobleme zu bekommen ist richtig, deshalb setzte ACR im Hochtonbereich auch eine 0,7er, im Mittenbereich eine 1er Drahtspule ein. Andererseits habe ich schon Fälle erlebt, wo durch Extrembelastung selbst derartige Spulen in einer ACR -Box mit Magnetostaten verbrannt sind. Wie Du hier sehen kannst, gibt es keine allgemein gültige, perfekte Lösung sondern nur den jeweils besten Kompromiss im Einzelfall.
Der Weichenplan der ACR zeigt übrigens zwei 6,8 mH -Spulen, eine Ferritkernspule parallel zum Mitteltieftöner und eine 1,2 er Luftspule in Reihe vor dem TT. Man kann jedenfalls erkennen, dass ACR ganz bewusst nicht auf minimalen Innenwiderstand gesetzt hat, eine mögliche Begründung ( passende Dämpfung) hatte ich oben bereits gegeben. Allerdings hat eine derartige Luftspule einen Widerstand von rund 1 Ohm, was mir zu hoch erscheint. Ich würde es eher mit einem Widerstand von rund O,6-0,8 versuchen. Zu denken wäre an dieser Stelle an eine Corobar -, Corotherm oder eine 2er Luftspule. Als Parallelkondensator reicht ein spannungsfester Elko. Für den sehr großen Kondensator in Reihe vor dem Tiefmitteltöner kann man sich einen Folienkondensator gönnen - teuer! Was die Unterschiede zwischen den Hochtonkondensatoren angeht, sind die wieder in Mode gekommenen Ölpapierkondensatoren datenmäßig eher schlecher. Leute mit goldenen Ohren finden aber aber, dass Ölpapier seidiger und weniger aggressiv klinge als MKPs, dennoch aber durchsichtig. Hier kann ich guten Gewissens keine Vorentscheidung treffen.
Auf Deine generelle Frage kann man ebenso generell antworten, dass Teile ,die direkt im Signalweg liegen, bedeutsamer sind als parallel liegende.
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