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weit aufgedrehter lautstärker poti = Qualitätsverlust??

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HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 09. Jun 2005, 19:00
Hier mal wieder eine Frage an die technisch versierten menschen dieser welt. und zwar: ich betreibe zwei recht große Fisher Stand LS an einem recht kleinen Grundig Verstärker. Der Effekt : das arme kleine Teil muss ganz schön ackern. der lautstärker poti steht da schon ma fast auf zwölf uhr. muss man irgendwann mit qualitätsverlusten rechnen, oder ist es dem amp "egal" wie weit man aufdreht? oder kann man dem amp sogar schaden zufügen?

über antworten würde ich mich echt freuen

greetz DeamoN
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 09. Jun 2005, 19:52
Der Alp kann Clippen und die Hoch und im Worst Case auch noch die Mitteltöner mitnehmen..... Der Wirkungsgrad der Lautsprecher muss ja unterirdisch sein.... ich ergreife mit meinen 2x85W (Bass) + 4x40W (Mid, High)schon die Flucht weils mir zu Laut wird.... Ich kann mit meiner Aktivanlage den Bass Clippen lassen OHNE dass ich die Hochtöner nur Kitzle tue ich aber nicht weil eh laut genug ist und die Anlage eher auf Klang getrimmt ist. 120db sinds trotzdem...


MfG Christoph
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 09. Jun 2005, 19:56
Hallo!
Schaden kann es dann geben wenn du den Amp mit deutlich mehr als dreivirtel der Gesamtlautstärke über Längere Zeit an Lautsprechern mit geringen Wirkungsgrad betreibst. Wenn der Amp also schleichend überlastet wird kann er dir ein Rechtecksignal an den Ausgang legen, das widerum killt dann deine Hochtöner. Der Verstärker selbst wird unter Umständen ebenfalls beschädigt.
MFG Günther
Caisa
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 09. Jun 2005, 19:56
Hi, bei dem Verstärker kannst du davon ausgehen, dass er bei 12 Uhr schon fast an seiner Grenze spielt! Weiteres Aufdrehen kann deine LS zerstören!!!

Gruß Caisa
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 09. Jun 2005, 19:59
ähm erstma danke für die antwort, aber es wäre echt nett wenn du das noch ma erklärst fü jemanden der nich weiss was clippen heisst

PS so laut is das gar nicht, der verstärker hat anscheinend einfach nicht so viel leistung ( ich weiss leider nichts weiter über das gerät, da lässt sich nichts mehr rausfinden über einen so uralten amp, seine dreissig jahre dürfte der alt sein )
Herbert
Inventar
#6 erstellt: 09. Jun 2005, 20:02
Und selbst wenn der Verstärker noch nicht klippt, so werden dessen Verzerrungen im Bereich der Maximalleistung stark ansteigen.

Gruss
Herbert
HiFi_Addicted
Inventar
#7 erstellt: 09. Jun 2005, 20:03
Ein Transistorverstärker ist eigentlich eine Bremse die vom Eingangssignal geöfnet und geschlossen wird. Wenn das Sigal zu laut eingespeit wird steht er irgendwann mal an. -> Rechteck Signal -> Hochtöner Fertig.

MfG Christoph
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 09. Jun 2005, 20:04
ich dachte immer man kann boxen mit einem kleinen amp gar nicht killen. ich meine die LS halten bis zu 220 watt aus, und der verstäker liefert sicherlich nicht mehr als 30 watt sinusleistung pro kanal.

PS was heisst eigentlich drei viertel der gesamtlautstärke? poti drei viertel aufgedreht? also auf 3 uhr?

weiter als bis 12 uhr gehts nicht, da fliegen selbst mir die ohren weg
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 09. Jun 2005, 20:06
mit anderen worten zu viel power vom endverstärker gibt so nen dicken impuls an die ls das es die hochtöner zerfetzt?

weil die transistor bremse nimmer funzt und aufgeht oder so?
Caisa
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 09. Jun 2005, 20:09
Hi mit einem Verstärker, der mehr Watt liefert als die LS aushalten killst du sie nicht so schnell wie mit einem Verstärker der sehr wenig Leistung hat! Bei sehr hoher Lautstärke ca 2/3 kann der Verstärker kein reines Signal mehr liefern sondern nur noch Rechteckspannung, diese Spannung "grillt" dann deine Hochtöner!

Gruß Caisa
HiFi_Addicted
Inventar
#11 erstellt: 09. Jun 2005, 20:12
Die Bremse kann lässt ganz auf und Jagt Kurzfristig gleichstrom ~ Versorgungsspannung der Endstufen an die Lautsprecher. Der Verstärke weit mehr als die Angebeben leistung liefern. Sinus Crestfaktor -3db und das Rechteck hat -0db also da geht um einiges mehr raus.

MfG Christoph
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 09. Jun 2005, 20:14
Vielen Dank für die Warnungen!!!

ich wusste das vorher gar nicht! hatte immer gedacht bei einem kleinen verstärker kann nix passieren, aber das scheint ja gerade nicht so zu sein.

aber bitte noch mal für einen teschnisch interessierten ; was bedeutet rechteckspannung? das da einfach die ganze zeit ein strom fließt, und nicht nur pulsweise ?

aber wenn man nicht weiter als 12 uhr aufdreht ist man auf der sicheren seite ?

greetz DeamoN
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 09. Jun 2005, 20:16
das heisst der donnert einfach die versorgungsspannung der endstufe an den ls weiter ? is ja heftig!
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Jun 2005, 20:20
mhh noch was: bedeutet grillen dann , das das mit der zeit passiert, oder das es einmal puff macht und die hochtöner sind futsch?
Caisa
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 09. Jun 2005, 20:27
Ne ne, unter umständen geht der sofort hopps! Kann aber auch nur einen "Knacks" wegbekommen je nach dem...
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 09. Jun 2005, 20:32
naja gut denn pass ich auf mit der lautstärke, aber wie gesagt ich hab ihm noch nie mehr abverlangt als er mit halb aufgedrehtem lautstärke poti liefern muss.

gibts eigenltich ne möglichkeit den wirkungsgrad einer box selbst festzustellen?

greetz DeamoN

und nochmal danke für die geduld mit mir
DrNice
Moderator
#17 erstellt: 09. Jun 2005, 21:02
Moin!

Wenn Du die Bezeichnung des Grundigverstärkers nennst, kann man Dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Leistungsdaten nennen.
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 10. Jun 2005, 11:51
mhh genau das is ja das problem. der verstärker ist von der firma MINERVA: einem linzens-hersteler von grundig. ich kenne das grundig äquivalent leider nicht, und auch posts zu dem amp haben mir keine antworten beschert.

aber da die boxen vorher am sony verstäker meines liefen, der 2x 100 watt sinus bringt, würde ich die leistung auf unter 50 watt sinus einschätzen. wie gesagt ca 30 watt sinus. der wirkungsgrad der boxen war am besagten amp meines vaters nämlich durchaus gut. eigenltich nie weiter als 8 uhr aufgedreht, höchstens es sollte richtig laut werden (und das wohnzimmer wo die drin standen ist mit anschließendem esszimmer seine 60 m² groß).
da kanns ja eigentlich nur an der verstärkerleistung liegen.

weiterhin hat der verstärker auch nur eine leistungsaufnahme von 100 und en paar watt, dann kann ja nicht mehr als 50 an die boxen geliefert werden, oder is das ein irrtum?

greetz DeamoN
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 10. Jun 2005, 11:53
PS der verstärker heisst MINERVA HA 200.

das teil ist flach mit silberner metallfront. keine digtial anzeigen oder so ein zeug. nur ein lautstärke poti (ganz rechts)drei kleinen potis in der mitte und dem powerbutton ganz links.

falls das ding jemandem bekannt ist, wärs echt cool, wenn mir da jemand ein paar daten zu mitteilen könnte

greetz DeamoN
DrNice
Moderator
#20 erstellt: 10. Jun 2005, 11:58
Moin!

Der einzige Grundig, der Deinen Angaben ungefähr entspreicht ist der SV1000


Sonst fällt mit nichts ein...
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 10. Jun 2005, 12:55
also so unähnlich ist der dem minerva wirklich nicht !!

die balance bass treble potis in der mitte, power und kopfhörer links, und von den maßen ist der denk ich identisch mit dem grundig
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 10. Jun 2005, 13:00
hast du vielleicht ein paar daten zu dem gerät?

wenn auch noch die Leistungsaufnahme identisch ist,wäre es ja gut möglich das die gleiche technik drin steckt.


PS das gerät hat eine leistungsaufnahme von 130 watt und ist für vier ohm boxen ausgelegt ( der hat auch noch die alten din lautsprecheranschlüsse, zwei tape din eingänge, und zwie cinch eingänge für den tuner und phono )

wär echt nett wenn du mir was über die daten des grundig schreiben könntest

greetz und vielen Dank DeamoN
ukw
Inventar
#23 erstellt: 10. Jun 2005, 21:54
Mal ne Frage: Wie steht's mit der Temperatur an dem Verstärker wenn Du Deine Pegelorgien feierst??
cr
Moderator
#24 erstellt: 10. Jun 2005, 22:30
Die Stellung des Lautstärkereglers hängt von der Eingangsempfindlichkeit und der Quellgeräte-Spannung ab.
Ich habe Verstärker, wo der eine in Stellung 10h genau dieselbe Leistung abgibt wie der andere in Stellung 14h.

Insoferne ist das egal, interessant ist nur, welche Spitzenleistung der Verstärker bei deiner Hörlautstärke abgeben muß.

Die Lautsprechergröße sagt auch nichts, bekanntlich haben sogar große LS den besseren Wirkungsgrad.
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 11. Jun 2005, 10:56
Die Temperatur ist eigentlich immer ganz in ordnung, und das teil läuft schon regelmäßig und auch lange.

er ist mir nur einmal überhitzt, als er noch unter dem tuner stand und es draussen 30 grad waren

aber jetzt steht er ganz oben und seit dem gibts auch keine probleme mit der temperatur mehr

die bleibt eigentlich fast gleich, ob der lautstärker poti nun auf neun oder elf uhr steht.

und falls es ihm doch mal zu warm wird, ist ein kleiner 80 mm lüfter installiert der im kühle luft zuschaufelt
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 11. Jun 2005, 10:58
mhh so von eingangsleistung ud so hab ich keinen plan

naja es werden ein alter tuner und ein dvd player am verstärker betrieben, wobei der tuner bei gleicher lautstärker poti stellung "lauter" ist als der dvd player.

greetz DeamoN
ukw
Inventar
#27 erstellt: 12. Jun 2005, 22:07
OK, wenn er keine Probleme mit der Hitze hat, ist das ganze für den Amp unkritisch.
Falls Du Dich verändern möchtest... vielleicht aus klanglichen Gründen - oder der Verstärker schafft nicht den gewünschten Pegel an den Boxen...

Mir scheint aber es passt alles gut zusammen.
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 14. Jun 2005, 13:34
ja es soll demnächst ein besserer, aber auch gebrauchter amp werden. dazu dann auch noch ein reiner cd player, weil der dvd den ich zurezti betreibe den mittleren tonbereich überbetont, und der hochwertige marantz cd player meines vaters, trotz seines alters noch erheblich räumlicher und detaillierter klingt.

ich weiss die sache mit dem cdp is hier so ein streitpunkt, aber von meiner wahrnehmung her kann man zu mindest bei diesen beiden geräten einen klaren klangunterschied ausmachen

so weit so gut, es muss eh erst ma kohle her, bin zur zeit noch armer schüler der für seinen führerschein spart

greetz DeamoN
ukw
Inventar
#29 erstellt: 14. Jun 2005, 14:33
Du machst das schon...
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 17. Jun 2005, 18:15
thx das hoffe ich. ich wollte einfach nur sicherstellen das ich mir meinen geliebten amp nicht zerstöre.
da ich mir wie gesagt im moment leider noch keinen "neuen" leisten kann.
son scheiss führerschein nur für auto kostet seine 1500 euro, da darf ma noch nich ma nen anhänger dranhängen und gar nix, nur auto.
Dipak
Inventar
#31 erstellt: 18. Jun 2005, 08:38
hallo

ja, das mit dem kleinen amp der die boxen nicht zerstören kann ist ein sehr stark verbreiteter irrtum. sicher kann man mit dem grossen amp die boxen auch zerstören, da muss man sich aber saublöd anstellen. eine leichte übersteuerung der boxen (mit "normalem") hört man und beschädigt den lautsprecher nicht sofort, wer da noch weiterdreht ist wirklich selber schuld...
das andere extrem etwas bildlicher ausgedrückt: eine sinus-welle (als schönes beispiel) verläuft kontinuierlich, wenn du die welle um 90 grad drehst kannst du dir den weg der membran direkt vorstellen. nun mach das mal mit nem rechtecksignal..

[OT] dann ist der drecksbrief bei euch ja sogar fast noch teurer als bei uns! wie viele fahrstunden à welchem tarif sind da mit eingefasst? [/OT]

gruss viktor

ps. ich bin von nem sony dvd auf nen doppelt so teuren cdp von jungson umgestiegen; klingen tut es mindestens dreimal so gut
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 18. Jun 2005, 18:06
danke für die erklärung mit der sinuskurve, das bedeutet also das die membran bei sinusspannung nicht mehr schwingt sondern einfach die ganze zeit rausgepresst wird. das hat dann wohl den effekt das die membranen da drunter leiden.

greetz DeamoN
HiFi_Addicted
Inventar
#33 erstellt: 18. Jun 2005, 18:17
Falsch verstanden

Die Membrane fährt rein und wieder raus mit der Frequenz des Rechtecks. Das Basschassis fährt eigentlich ziemlich Normal hinundher nur die "Kanten" die das Rechteck auf einmal hat werden halt von der Frequenzweiche auf die Hochtöner geschickt. -> Überlastung, Rauch. Für den Tieftöner schauts nicht viel anders als ein Sinus aus. Tests mit Rechteck Signal PC + Aktivweiche führen zu diesem Ergebnis.

Breitbänder haltens aus wenn man einen Miniaturverstärker klippen lässt und Aktivsystem kann man einfach durch eine Grosszügige Dimensionierung der Mittel und Hochton Endstufen schützen. Ich glaub bei mir schauts mit 100W (Bass) 40W (Mid) 40W (High) gar nicht so schlecht aus.... wobei mich kleine Röhren für Mid und High reizen würden.

MfG Christoph


[Beitrag von HiFi_Addicted am 18. Jun 2005, 18:20 bearbeitet]
Dipak
Inventar
#34 erstellt: 18. Jun 2005, 18:45
jup, sie wird recht rabiat von einer maximalauslenkung in die andere gejagt, um am dortigen ende brutal gestoppt und dann zurückgehämmert zu werden. das kann ja nicht gutgehen...

für mich ist das thema dank nun 2x80 watt in class a wohl für einige zeit abgehakt.

gruss viktor
cr
Moderator
#35 erstellt: 19. Jun 2005, 00:04
Ein Rechtecksignal besteht aus dem ursprünglichen Sinus plus Oberwellen (bei zB 100 Hz kommen 200,300,400,.... Hz dazu).

Die Oberwellen gehen in den Hochtöner und dieser kann dadurch überlastet und zerstört werden.

Nur noch mal kurz zusammengefaßt.
hifiaktiv
Inventar
#36 erstellt: 19. Jun 2005, 05:32
Die Stellung des Lautstärkereglers sagt gar nichts aus. Damit wird nur das Verhältnis zwischen Ein- und Ausgangsspannung eingestellt. Bei hoher Eingangsspannung kann der Verstärker schon in der 10h Stellung an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit sein und bei kleiner Eingangsspannung noch nicht einmal, wenn er voll aufgedreht ist.

Die Leistungsfähigkeit eines Verstärkers wird vor allem durch seine Betriebsspannung begrenzt. Ab einem bestimmten Punkt der Aussteuerung wird bei nicht ausreichender Betriebsspannung das Audiosignal begrenzt und flach abgekappt. Das ergibt hohe Verzerrungen, die mehr oder weniger ungehindert zum Hochtonlautsprecher durchdringen. Der Hochtonlautsprecher einer Box ist wesentlich weniger hoch belastbar als deren Tieftonlautsprecher. Bei einer Box mit einer angegebenen Musikbelastbarkeit von beispielsweise 200W ist der Hochtonlautsprecher tatsächlich mit etwa einem Zehntel dieser Leistung belastbar. Selbst ein recht kleiner Verstärker reicht dann schon aus, um ihn mit hochverzerrtem Musiksignal zu zerstören.

Der umgekehrte Fall - ein sehr leistungsfähiger Verstärker an einer eher weniger leistungsfähigen Box - ist in dieser Hinsicht die bessere Lösung, gefährdet dann aber wieder den eingebauten Tieftonlautsprecher.

Beide nicht idealen Kombinationen sind möglich, solange mit etwas Feingefühl vorgegangen wird. Und im Falle eines relativ leistungsschwachen Verstärkers sollte auch ab und zu mal geprüft werden, wie heiss er wird.

Gruß
David


[Beitrag von hifiaktiv am 19. Jun 2005, 05:37 bearbeitet]
Dipak
Inventar
#37 erstellt: 19. Jun 2005, 13:42
hallo


Der umgekehrte Fall - ein sehr leistungsfähiger Verstärker an einer eher weniger leistungsfähigen Box - ist in dieser Hinsicht die bessere Lösung, gefährdet dann aber wieder den eingebauten Tieftonlautsprecher.


sicher die bessere (sicherere lösung), va da immer das eine oder das andere der fall sein wird. allerdings mit einem gewaltigen vorteil:
wenn man hört dass der tieftöner etwas "überschlagt", ist dieser noch ganz und kann man problemslos zurückdrehen. wenn man hingegen das clippen des kleinen erst mal hört ist einem der HT schon lange um die ohren geflogen...
natürlich ist es mit nem grossen möglich die bassmembran "fliegen zu lassen", aber man muss sich schon saublöd anstellen...

gruss viktor
Django8
Inventar
#38 erstellt: 20. Jun 2005, 11:44

Die Stellung des Lautstärkereglers sagt gar nichts aus. Damit wird nur das Verhältnis zwischen Ein- und Ausgangsspannung eingestellt.

Richtig. Es gilt zudem zu berücksichtigen, dass Lautstärke Potis oft nicht linear sind, was ich an folgendem, paradox erscheinenden Phänomen selbst erkennen konnte: Mein Pioneer SX-424 Receiver ist auf "9 Uhr" (Was – bei CD's schon sehr sehr laut ist) erkennbar lauter als der grössere und beinahe zweieinhalbmal stärkere SX-626 auf ebenfalls "9 Uhr". Dies liegt daran, dass der Poti des SX-424 so ausgelegt ist (vermutlich um den Verstärker subjektiv "stärker" erscheinen zu lassen), dass er sein Maximum (im Vgl. zum SX-626) schon relativ früh (ich schätze mal so um "12 Uhr" – hab's allerdings nie ausprobiert, da die Lautstärke ab "9 Uhr" bereits gigantisch ist) erreicht.
Ich würde mir allerdings generell keine Sorgen machen, solange
- Der Verstärker nicht übermässig heiss wird und
- der Klang bei der maximal eingestellten (d.h. "erträglichen") Lautstärke noch "gut" (d.h. nicht verzerrt etc.) ist.
Es ist nämlich so, dass auch ein kleiner Verstärker i.d.R. ohne zu Clippen eine Lautstärke bringt, die (in einem "normalen Raum") weit mehr als ausreichend ist. Bevor Du unter solchen Umständen einen Hochtöner "grillst", wärst Du somit vermutlich schon lange taub.
hifiaktiv
Inventar
#39 erstellt: 20. Jun 2005, 18:35
Ich halte absolut nichts von Lautstärkereglern, die so ausgelegt sind, dass der Verstärker in der 9 oder 10h Stellung des Drehknopfes schon recht laut spielt. Der zur Verfügung stehende Regelbereich ist dann sehr klein und die meisten Potentiometer sind im unteren Bereich ungenau.

Ein Potentiometer hat ca. 270 Grad Drehwinkel. Wenn ich davon nur 30-40 Grad verwenden kann und der Verstärker bei normal laut aufgenommener CD schon ab der Hälfte zu verzerren beginnt, ist das einfach ein Murks. Bestenfalls ein Laie lässt sich davon beeindrucken.

Gruß
David
cr
Moderator
#40 erstellt: 21. Jun 2005, 07:24
Zumindest früher konnte man den Regelbereich durch einen Attenuator (meist zwischen -10 bis -20 dB, einige Verstärker hatten zwei Einstellungen) erweitern. Dieser Schalter wird je heute meist eingespart.
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 21. Jun 2005, 19:00
naja mit hitze hab ich eigentlich keine probleme. und auch der klang wird nicht verzerrt. das problem ist hier nur, dass die lautsprecher eine gewisse lautstärker brauchen um gut zu klingen, sonst klingt der hochtonbereich "fad" klingt. aber der lautstärke poti wird auch nie über 12 uhr gebracht, da würden mir die ohren abfallen

also beim clipping treten dann wohl sehr hohe G-Kräfte auf, die dann den hochtöner killen, wenn der andauernd von einem extrem ins andere gehämmert wird.

aber wieso werden die boxen dann eigentlich mit 220 watt ( in meinem fall die musikbelastabrkeit, sinus ist 110) angegeben, wenn der hochtöner das gar nicht aushält.
PS ich kann mir auch nich vorstellen das die boxen die volle sinus leistung eines 110 watt verstäkrers aushalten, das wäre ja MONSTER laut. also wie ist das überhaupt zu verstehen, mit diesen angaben?

greetz DeamoN
cr
Moderator
#42 erstellt: 21. Jun 2005, 21:47

aber wieso werden die boxen dann eigentlich mit 220 watt ( in meinem fall die musikbelastabrkeit, sinus ist 110) angegeben, wenn der hochtöner das gar nicht aushält.
PS ich kann mir auch nich vorstellen das die boxen die volle sinus leistung eines 110 watt verstäkrers aushalten, das wäre ja MONSTER laut. also wie ist das überhaupt zu verstehen, mit diesen angaben?


1) Hochtönerleistung: Weil die Leistung eines normalen Musiksignals mit zunehmender Frequenz eben abnimmt. Selbst wenn man mit 100 W in die Box geht, kommen im HT kaum mehr als 5-10 W zum Tragen (ein Zweiweg-HT muß mehr aushalten als ein erst zB ab 6 kHz angekoppelter Dreiweg HT).

2) Zwischen 50 und 100 W nimmt man gerade eine Lautstärkezunahme war, das sind nämlich nur 3dB (genauso zw. 25 und 50 usw).
Das liegt an der Logarithmik des Hörempfindens, doppelte Leistung, geringe Lautstärkezunahme (dasselbe gilt für Helligkeit beim Auge)

Daher sind auch Leistungen von 1-2W durchaus laut, aber 10W oder 20W weit weniger lauter als man wegen der Leistungszunahme meinen möchte
ukw
Inventar
#43 erstellt: 21. Jun 2005, 22:50
Heikles Thema,
es gab mal eine gute Seite bei Wikipedia.
Die hat jetzt so'n Dussel editiert, dem ganz wichtig ist, dass "Magnepan" überall zu lesen ist. Die haben es anscheinend nötig...

Genug geärgert.

Halt nein, der Artikel steht jetzt unter Lautsprecherbox

Also:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lautsprecherbox

Dort sind vage Angaben zur Din Belatbarkeit Sinus / Musik /RMS gemacht.

Der RMS Artikel ist der Beste, er stammt aus meiner Feder...

Merke: Bei allen Belastungsangaben interessiert es überhaupt nicht, ob die Tonqualität noch brauchbar ist.
Es wird lediglich die Zerstörungsgrenze festgelegt.

Besonders übel: Die übliche Praxis ein Tieftonchassis nach DIN zu messen: Das 1 kHz Signal !
Man muß sich die Frage stellen, wer gerne ein 1000 Hz Sinus mit 500 Watt aus einem Lautsprecherchassis hören möchte....

Gerate ich dabei an die mechanische oder an die elektrische Grenze für dieses Chassis?? Diese Frage wird so nicht beantwortet. Das macht gewisserweise auch Sinn, denn ein TT Lautsprecher kann mechanisch schnell an seiner Grenze angekommen sein. Die mechanische Belastzungsgrenze ist stark von der Frequenz und vom Gehäuse abhängig (Luftfeder)

Dann war auch mal eine Tabelle auf dieser Seite, die die Zusammensetzung der Frequenzen zeigte, mit denen ein Lautsprecher bei einem durchschnittlichen Musikstück belastet wird.
palisanderwolf
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 22. Jun 2005, 08:38
Hallo David,
hifiaktiv schrieb:

Ich halte absolut nichts von Lautstärkereglern, die so ausgelegt sind, dass der Verstärker in der 9 oder 10h Stellung des Drehknopfes schon recht laut spielt. Der zur Verfügung stehende Regelbereich ist dann sehr klein und die meisten Potentiometer sind im unteren Bereich ungenau.


ich halte das, so wie es z.B. bei Arcam jetzt gemacht ist, für sehr gut. Da gibt es dann Tonträger, die gehen schon bei –35dB voll ab, andere kann ich ohne Qualitätseinbuße auf bis zu –15dB einstellen. Man sieht dabei sehr schön, wie auch die vom Tonträger abverlangte Leistung variiert. Außerdem hat man IMHO nicht so schnell „übersteuert“.

MfG Bernd
ukw
Inventar
#45 erstellt: 22. Jun 2005, 09:11
Die CD ist der Tonträger mit dem größten Dynamikumfang.
Es gab in der Vergangenheit wenige CD's die diesen Umfang voll ausnutzen. Neuerdings gibt es mehr CD's bei denen 99,9% der möglichen Dynamik genutzt wird.
Diese Pegel sollte ein Verstärker verdauen ohne zu übersteuern.
Es kann durchaus sein, dass ein Phono Signal oder der Tuner Eingang wesentlich leiser ist. Das liegt daran, dass früher diese hohern Pegel gar nicht möglich waren, wegen des weit geringeren Dynamikumfangs der Quellgeräte
hifiaktiv
Inventar
#46 erstellt: 22. Jun 2005, 09:44
@palisanderwolf schrieb:


hifiaktiv schrieb:

Ich halte absolut nichts von Lautstärkereglern, die so ausgelegt sind, dass der Verstärker in der 9 oder 10h Stellung des Drehknopfes schon recht laut spielt. Der zur Verfügung stehende Regelbereich ist dann sehr klein und die meisten Potentiometer sind im unteren Bereich ungenau.



ich halte das, so wie es z.B. bei Arcam jetzt gemacht ist, für sehr gut. Da gibt es dann Tonträger, die gehen schon bei –35dB voll ab, andere kann ich ohne Qualitätseinbuße auf bis zu –15dB einstellen. Man sieht dabei sehr schön, wie auch die vom Tonträger abverlangte Leistung variiert. Außerdem hat man IMHO nicht so schnell „übersteuert“.

Meine Aussage gilt nur für Geräte mit Potentiometer als Lautstärkeregler. Bei Geräten mit elektronischem Geber ist das viel besser gelöst und vor allem auch dann, wenn man für jeden Eingang die Empfindlichkeit einstellen kann.

@ukw
Meine Erfahrung ist, dass wenn bei einer CD die vollen 16bit genutzt werden, sie zwar laut - aber meist auch tonqualitativ schlecht ist. Besonders bei Popmusik, weil gerade hier die Dynamik zusammengestaucht wird bis zum geht nicht mehr. Im Endeffekt ist das ganze dann nur noch ein lauter, undynamischer Klangbrei im oberen Lautstärkebereich.
Die leiser produzierten Aufnahmen sind meist die tonqualitataiv viel besseren. Das müsste so aber nicht sein, die Ausnutzung der vollen 16bit samt großem Dynamikumfang wäre richtig und wünschenswert. An der extremen Dynamikkompression liegt es meiner Meinung nach hauptsächlich, warum es so viele miese CD's gibt.

Gruß
David


Gruß
David
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 22. Jun 2005, 17:08
also die rms leistung die die box aushält bezieht sich auf den bereich von 1000hz. nunja dann weiss ich ja nicht wirklich wie sinnvoll das ist, da die tieftöner, die hier ja wohl schaden nehmen würde, ja schon frequenzen von 25 watt wiedergeben können müssen.

greetz Deamon

Ps wie kann man denn eigenltich herausbekommen wann der verstärker zu clippen beginnt ohne dabi seine boxen zu killen ?
ukw
Inventar
#48 erstellt: 22. Jun 2005, 23:16

also die rms leistung die die box aushält bezieht sich auf den bereich von 1000hz

Nein, das ist DIN Sinus

RMS wird mit dem pink noise Bereich, der für das Chassis konstruktiv vorgesehen ist, gemessen...
weil dabei nämlich der Kühlungseffekt
durch die ev. vorhandene Polkernbohrung ect. pp. mit einbezogen wird.
Dann wird der Wert auf den equivalenten Gleichstromwert zurückgerechnet.

Beim Verstärker wird RMS mit Gleichstrom oder einer beliebigen Frequenz gemessen,
die dann aber auf den Gleichstromwert zurückgeführt wird. (teilen durch Wurzel 2)

RMS Watt sind "thermische" Watt.
Mann kann die entsprechende Wärmemenge damit erzeugen.
HiFi-DeamoN
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 25. Jun 2005, 12:59
gut ich meinte sinus, ich dachte bis jetzt aber das RMS und DIN sinus das gleiche sind. danke für die erklärung.

greetz DeamoN
cr
Moderator
#50 erstellt: 27. Jun 2005, 17:27
Bist du sicher, dass Din sich bei LS auf einen 1000 Hz Sinus bezieht und nicht tiefer? 1000 Hz gehen nämlich bei den meisten 3-Wege-LS voll in den Mittentöner, und dass ein solcher zB 100 W aushielte (einen Teil nimmt zwar die Frequenzweiche vom MT weg), würde mich wundern.
Ein 25mm Kalottenmitteltöner hält etwa 25W aus!!


[Beitrag von cr am 27. Jun 2005, 17:28 bearbeitet]
ukw
Inventar
#51 erstellt: 27. Jun 2005, 19:18

cr schrieb:
Bist du sicher, dass Din sich bei LS auf einen 1000 Hz Sinus bezieht und nicht tiefer?


"DIN Sinus mit 1000 Hz" bezieht sich auf Bass Chassis
Das habe ich vo einer Internetseite, einer Facharbeit über die DIN 45500...

ganz sicher bin ich mir auch nicht.

Lautsprecher Boxen werden jedenfalls mit Pink Noise vermessen.
Auch der RMS Wert wird mit Pink Nouse vermessen, und zwar nur dem Frequenzbereich, der für das Chassis angegeben ist (Nennwert)
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blinki-bill am 07.12.2003  –  Letzte Antwort am 10.12.2003  –  3 Beiträge
Poti defekt ?!
searchman am 24.02.2004  –  Letzte Antwort am 25.02.2004  –  3 Beiträge
Poti auswechseln
piratammast am 05.03.2004  –  Letzte Antwort am 05.03.2004  –  2 Beiträge
Gleichlaufproblem - Poti?
Schulmeister_O am 05.05.2004  –  Letzte Antwort am 06.05.2004  –  11 Beiträge
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daywalkerdha am 02.12.2004  –  Letzte Antwort am 03.12.2004  –  3 Beiträge
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michi1987 am 01.01.2004  –  Letzte Antwort am 06.02.2004  –  6 Beiträge
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grester am 06.12.2010  –  Letzte Antwort am 10.12.2010  –  5 Beiträge
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