Koaxial... was ist das? Was bringt das?

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zuyvox
Inventar
#1 erstellt: 22. Mai 2006, 20:51
Hallo!

Also ich habe mir jetzt mal einen Receiver gekauft. Ein Yamaha RX-V 1500. Da sind hinten soooo viele Anschlüsse dran, dass ich da nicht mehr durchsteige. Zwar kann ich alle soweit anschließen (Fernseher, Boxen, CD, DVD, Tape) Aber ich habe gesehen, dass an dem DVD Player und an dem CD Player so Digitale Ausgänge sind, die ke über ein Chinchanschluss mit dem Receiver verbunden werden können.
Genau wie auch alles andere Analoge Zeug.
Und die S-Viedo Anschlüsse verbessern wohl den Klang, habe erstmal alles miteinander verbunden wie´s ging. Aber mit diesem Koaxialanschluss...

Meine Frage ist jetzt:
Was bringt mir der Koaxialanschluss?
Vorallem würde mich das bei dem CD Player (Teac CDP 1160D) interessieren, weil ich ein Musikfreak bin und nicht so auf Heimkino abfahre. (Bei einem 51cm Röhrengerät mit gerade mal einem SCART Anschluss kann man mir das auch nicht übel nehmen.)

Also, was bringt dieser Anschluss?

Freue mich auf hilfreiche Antworten.
lG Zuyvox
bothfelder
Inventar
#2 erstellt: 22. Mai 2006, 21:46
Hi!

Ich schreibe mal in wahloser Reihenfolge was mir so einfällt.

1. S-Video kann nur Bild übertragen.

2. So Du nicht auf Heimkino stehst, warum ist es ein Yammi
1500 geworden? Er ist ein typischer Kino-AVR.

3. Digital angeschlossen (Koaxial o. optisch) werden Spieler an externe Wandler, z.B. eben an einen AVR. Die Klangunterschiede der DVD/CD-Laufwerke fallen somit weit geringer aus, als analog über interne Wandler angeschlossen.
Die Stereo-Leute brauchen ein CD-P mit sehr guten internen Wandler. Die Surrounder können und werden in der Regel den im AVR nutzen.

4. Alle Spieler, sei es DVD-P o. CD-P, haben in der Regel beide Möglichkeiten der Zuspielung (analog/digital).

5. Was genau für ein Anlage betreibst DU denn? Wo ist, soll die Priorität sein...

Andre
zuyvox
Inventar
#3 erstellt: 22. Mai 2006, 22:12
Die Priorität liegt bei der Musik.
Ich wollte aber gleichzeitig auch ein Gerät, an das ich alles anschließen kann, was so in meinem Zimmerchen steht.
Außerdem hat ich an den Verstärkern die ich bis jetzt hatte immer genervt, dass man nur 4 LS anschließen kann. Das waren mir immer 4 zu wenig.
Und wenn ich irgendwann mal das passende Kleingeld habe, werde ich mir wohl auch ein TV zulegen, das einem solchen Geschoss gerecht wird.
Also um´s kurz zu machen: Musik ist wichtiger, aber Kino macht einfach Spaß. Eigentlich ist beides gleich wichtig, nur wird das Kinerlebnis durch den schlechten TV eingeschränkt.

zu deinem 1. Punkt:
Da habe ich mich verschrieben... aber was bringt denn ein Bild im Receiver? Vielleicht, weil man da auch noch extra Monitore anschließen kann? Das ist doch aber sinnlos! Wer braucht das denn?
Schön, ich hab es jetzt, aber auch diese Anschlüsse hätte ich dann auch verzichten können.

Eigentlich übersteigt diese Anlage meine Bedürfnisse, nur weil ich diesen Receiveiver sehr billig bekommen habe dachte ich, nehm ich doch den und nicht einen darunter (ich wollte eigentlich den RX-V 557)
Naja, und jetzt zerrt dieses Ding an meinem Geldbeutel.

Meine Schwester sagte zu mir, ich hätte unüberlegt gehandelt, aber wer weiß schon was in Zukunft noch alles dazukommt.
Also um eines Klarzustellen: Ich habe mich vorher immer nur mit alten Vertärkern beschäftigt. Diese ganzen modernen Möglichkeiten habe ich erst bemerkt, als ich die fette Gebrauchsanweisung aufgeschlagen habe.
Und da steig ich eben hin und wieder nicht durch...
was ist denn ein "Lichtleiterausgang?"

Also, ziemlich viel Neuland für mich, aber immerhin kommen da schon Töne raus, und das nicht zu knapp.

Achja...die Verstärker die in meinem Preisbereich gelegen hätten hatten eine Ausgangsleistubg von 2X80Watt oder 4X60.
Für große LS ist mir das ein bisschen zu wenig. Jetzt sind es 7X130 bzw. 7X170 Watt (keine Ahnung, aber das regeld der Receiver bei bedarf, wenn die LS das brauchen von selbst. (So stehts in der BDANL.)
Also...lG Zuyvox
flyingfuse
Stammgast
#4 erstellt: 22. Mai 2006, 23:25
Hallo!

fangen wir am Besten ganz von vorne an (und zwar bei den Abspielgeräten )

Da ja die Daten auf CD/DVD digital gespeichert werden müssen sie erst einmal ins (hörbare) Analoge umgewandelt werden. Dies macht ein Digital/Analogwander. Dieser steckt in jedem Abspielgerät drin.

Die brauchbaren analogen Signale kommen dann hinten an den L/R-Chinchbuchsen raus.
Manche DVD-Player können zudem auch noch das 5.1-Signal decodieren, das heißt man hat auch noch hinten Anschlüsse für Center (Mitte), hinten links, hinten rechts, Bass, also insgesamt 6 Stück.

Fast alle neueren Geräte besitzen zudem noch einen Digitalausgang, wo das Audiosignal digital rauskommt, also vor der Analogwandlung. Dies braucht dann nur einen Anschluss, weil sich alle Kanäle und Daten in ihm befinden.

Der Digitalanschluss hat große Vorteile:
-verlustfreie Datenübertragung
-nur ein Kabel

Die Digitalschnittstelle gibt es dann halt noch in zwei Ausführungen, einmal elektrisch (koaxial) und einmal optisch (toslink). Für deinen Zweck denke ich reicht es einfach, die Verbindungsmöglichkeit herzunehmen, welche die Geräte auch bieten.

Für Coaxial brauchst du ein ganz normales Chichkabel, für den optischen Anschluss ein Lichtwellenleiterkabel (toslink).

Zu erkennen ist der optische Anschluss an einen schwarzen, viereckigen Staubschutzstöpsel, der abzuziehen ist, oder neuerdings auch eine einfache Klappe. Dahinter befindet sich eintweder eine Leuchtdiode (meist rotes Licht zum Senden), bzw. eine Photodiode (zum Empfang).

Die digitalen Signale müssen dann mit dem D/A-Wandler im Receiver nach analog umgewandelt werden.

In der Regel schließt man den DVD digital am Receiver an.
Beim CD-Player sollte man ausprobieren welcher Wandler (der im Player oder der im Receiver) besser klingt. Wie schon bothfelder sagt, wenn man beide Player am Receiver, sprich Wandler, benutzt gibt es keinen Klangunterschied.


S-Video-Anschlüsse:
Da ich selber keinen solchen Receiver besitze, vermute ich, dass er als zentrale Umschalteinheit für die Audio-und Videosignale dienen sollte.
phasendreher
Neuling
#5 erstellt: 22. Mai 2006, 23:27

zuyvox schrieb:

Achja...die Verstärker die in meinem Preisbereich gelegen hätten hatten eine Ausgangsleistubg von 2X80Watt oder 4X60.
Für große LS ist mir das ein bisschen zu wenig.


warum?
sakly
Inventar
#6 erstellt: 23. Mai 2006, 06:05

phasendreher schrieb:

zuyvox schrieb:

Achja...die Verstärker die in meinem Preisbereich gelegen hätten hatten eine Ausgangsleistubg von 2X80Watt oder 4X60.
Für große LS ist mir das ein bisschen zu wenig.


warum?


Vermutlich, weil große Lautsprecher weitaus mehr als diese Leistung verarbeiten können und das Mehr an Leistung bei Dynamikspitzen auch mal gebraucht werden könnte. Klar kann man mit 60 Watt je Kanal ohne Probleme auch recht laut hören, aber ich hätte auch Bedenken, wenn der Verstärkerteil bei lauter Musik immer halb am Anschlag läuft. Viele Geräte klingen dabei sehr angestrengt.

@zuyvox:
Da es sich hier um einen AVR handelt, kann man natürlich auch die Videosignale verwalten. Dabei kann man dann alle Videoquellen gleichzeitig mit der Tonquelle umschalten und auf einem zentralen Videoausgabegerät ausgeben. Das ist für dich sicherlich eher uninteressant, wenn du nicht viele Videoasugabegeräte besitzt. Für einen einzelnen DVD-Player macht die direkte Verbindung in der Regel auch mehr Sinn. Es gibt aber Leute, die einen Beamer haben und den AVR dann auch eine Wandlung des Bildsignals beispielsweise auf YUV durchführen lassen.
Bei der Frage digitale/analoge Verbindung wurde ja ausreichend geschrieben. Mein Favorit für die digitale VErbindung bleibt dabei aber die Toslink-Verbindung, also der Lichtleiter, denn dabei entstehen keine Brummschleifen, die man bei einigen Geräten durch die Koaxialverbindung erhalten kann. Qualitativ sind die Verbindungen IMHO beide gleich, auch wenn man oft was anderes liest. Hört man dort Unterschiede, dann macht ein Gerät seine Arbeit nicht richtig.
(EDIT)PS: Danke für deinen Eintrag


[Beitrag von sakly am 23. Mai 2006, 06:06 bearbeitet]
Shadow-HH
Stammgast
#7 erstellt: 23. Mai 2006, 21:23

zuyvox schrieb:
Die Priorität liegt bei der Musik.

Für große LS ist mir das ein bisschen zu wenig. Jetzt sind es 7X130 bzw. 7X170 Watt (keine Ahnung, aber das regeld der Receiver bei bedarf, wenn die LS das brauchen von selbst. (So stehts in der BDANL.)
Also...lG Zuyvox


Wie kommst du darauf, daß diese Kiste 7 x 130 Watt geschweige denn 7 x 170 Watt raustun kann ? Das ist bei dem verbauten Transformator gar nicht möglich . . . jedenfalls nicht alle Kanäle [/b]gleichzeitig[b] betrieben. Außerdem genügen für normale Zimmerlautstärke 2 x 50 Milliwatt (=0,05 Watt).
Hier mal ein kleines Bildbeispiel, was für eine Stromversorgung für "nur" 2 x 210W/4Ohm nötig sind - die ganze Endstufe wiegt fast 20kg:

Bei Priorität auf Musik reichen eh 2 Kanäle, alles andere wäre eine Verfälschung

Im übrigen macht es nicht viel Sinn, die Bildsignale eines DVD-Players oder Videorekorders über die FBAS-Buchse (gelbe Cinch) des Receivers zu führen. Besser per Scart-Kabel direkt zum Fernseher gehen - die liefert nämlich mit Abstand die beste Qualität. FBAS (auch Composite genannt) dagegen die schlechteste. Ist Scart aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, lieber die S-VHS benutzen.

Gruß Olaf


[Beitrag von Shadow-HH am 23. Mai 2006, 21:31 bearbeitet]
flyingfuse
Stammgast
#8 erstellt: 23. Mai 2006, 21:30
Das sind halt noch echte 400 Watt ;-)

...oder baut man in den Surround-Receivern Schaltnetzteile ein?
Shadow-HH
Stammgast
#9 erstellt: 23. Mai 2006, 21:41

flyingfuse schrieb:
Das sind halt noch echte 400 Watt ;-)

...oder baut man in den Surround-Receivern Schaltnetzteile ein?


Bisher soweit ich weiß nicht. Der 1500er Yamaha hat jedenfalls ein "normales" Netzteil mit konventionellem Trafo. Nach dessen Dimension würde ich ihn mal so auf etwa 400-500 VA maximal einschätzen. Das sollte für eine Leistung von etwa 50 Watt pro kanal reichen, wenn alle Kanäle gleichzeitig in Betrieb sind. Leider ist es bei den Multikanal-AVR heute üblich, die Kanäle einzeln oder bestenfalls paarweise zu messen und diese Leistung in den Prospekt zu schreiben.
Für ein normales Wohnzimmer sollte die reelle Leistung aber trotzdem völlig ausreichen. Wenn ich meine Endstufe etwa 30 Watt pro Kanal (auf den VU-Metern abgelesen) liefern lasse, ist schon ganz schön Dampf in der Bude und die Nachbarn fangen an zu mosern

BTW: Grade größere Lautsprecher haben meistens einen besseren Wirkungsgrad als kleine Kompakt-Boxen. Darum kann man hier auch schon mit kleineren Verstärkerleistungen sehr ordentliche Pegel erreichen. Die Leistungsangaben aus LS bezeichnen lediglich die maximale Belastbarkeit und nicht, daß man diese Leistung da auch reinschieben muß.

Gruß Olaf


[Beitrag von Shadow-HH am 23. Mai 2006, 22:00 bearbeitet]
zuyvox
Inventar
#10 erstellt: 24. Mai 2006, 01:06
Also erstmal ein danke für eure Antworten!!!

@ flyingfuse: Diese toslink Anschlüsse sind am AVR, aber nicht am DVD/CD. So ein Pech, aber macht ja nichts.

@ sakly


Vermutlich, weil große Lautsprecher weitaus mehr als diese Leistung verarbeiten können und das Mehr an Leistung bei Dynamikspitzen auch mal gebraucht werden könnte. Klar kann man mit 60 Watt je Kanal ohne Probleme auch recht laut hören, aber ich hätte auch Bedenken, wenn der Verstärkerteil bei lauter Musik immer halb am Anschlag läuft. Viele Geräte klingen dabei sehr angestrengt.

Zustimmung.

Aber ich versthe dann nicht, warum immer mit so hohen Wattzahlen gepralt wird, wenn diese nicht so vorhanden sind.
In meiner BDANL steht klar:
Minimale Ausgangsleistung für Front, Center, Sourround und hinteren Sourround: 120 Watt.


Ausgangsleistung nach DIN 1kHz, 0,7 Klirr, 4 Ohm: 170W
Nach IEC 1kHz, 0,04% Klirr, 8Ohm: 125 Watt.

Ich meine, irgendwo auch was mit 130 watt gelesen zu haben, ist aber egal. Liegt wohl daran, dass die BDANL auch fpr Modelle aus anderen Regionen gilt.
Ich weiß auch, dass nicht immer die Volle Leistung zur Verfügung steht, vorallem dann nicht, wenn man mit Zimmerlautstärke hört. Mir ist es auch egal, wie viel Watt diese verwirrende Kiste jetzt hat oder nicht: Ich will nur sicher sein, dass es nicht beschissen klingt, wenn man da 2x 50Kg LS anschließt. (nur ein Bsp), oder wenn ich für lS 1000€ hinblätter, dann will ich davon auch was haben und es soll nicht am AVR scheitern.

Aber warum jetzt diese Angebereien mit den Wattzahlen? Klartext wäre doch vertändlicher!
sakly
Inventar
#11 erstellt: 24. Mai 2006, 08:26

zuyvox schrieb:
Aber warum jetzt diese Angebereien mit den Wattzahlen? Klartext wäre doch vertändlicher!


Weil der Markt das so will. Die Deutschen (und nicht nur die) sind dumm. Die wollen verarscht werden. Schau dir die ganzen PMPO-Dinger an, dann weißt du bescheid.
Die Werte bei den AVRs stimmen wenigstens noch, wenn jeder Kanal einzeln gemessen wird. Die Endstufen können die Leistung bringen, aber nur wenn sie allein arbeiten und das Netzteil alleine für eine Endstufe da ist. Aber wann ist das so?
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