Fragen bezüglich des Konvertierens von CDs usw.

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Graimand
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Sep 2008, 02:05
Hallo!


Ich bin gerade dabei mich von der Idee zu trennen, meine Musik als MP3 auf dem Rechner liegen zu haben. Wer viel Speicherplatz, ein gutes Soundsystem und einen MD-Player hat, der kann ja auch andere Formate nutzen, die mehr hergeben.

Nach ein wenig Belesen stellen sich mir noch immer einige Fragen:

- FLAC scheint ein gutes Format zu sein, um CDs zu rippen. Zuerst per CDex (oder besser EAC's?) die WAVs rippen, dann mit FLAC in .flac-files konvertieren. Die Dateien sind fett, aber ok. Oder gibt es hier eine geeignetere Methode?
- Red Books sind ja mit 44.1 Khz gesampelt. Nun frage ich mich, ob man sie auch so rippen soll, oder aber mit 48 Khz. Ist es nicht eigentlich wurscht, da die originale Abtastrate sowieso die Qualität vorgibt? Ist es also nicht eigentlich so, als würde man eine 192 Kbps MP3 auf 320 Kbps konvertieren, was ja keinen Sinn ergibt?
- Es gibt die Abtastrate und die bit-Rate. Die bits geben ja eigentlich die Auflösung vor, aber die Abtastrate spielt hier auch mit. Ich habe mir das ganze nun zig mal durchgelesen und verstehe den Zusammenhang noch immer nicht. Kann mir das jemand mit einfachen Worten erklären?


Cheers!


[Beitrag von Graimand am 25. Sep 2008, 02:16 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 25. Sep 2008, 03:45
Punkt 1: Gleich vom Ripper aus in FLAC konvertieren lassen --> Tagging! (Einrichtung EAC + FLAC)

Punkt 2: Sampleratenwandlung on the fly beim Abspielen ist praktischer... stell dir vor, du hast irgendwann mal 'ne Karte, die kein Resampling nötig hat, dann muß nicht alles neu gerippt werden.

Punkt 3: Die Samplerate limitiert die maximal darstellbare Frequenz, die Samplegröße den Rauschabstand. CDs liegen bekanntlich in 44,1 kHz und 16 Bit vor, bei jeglicher Modifikation der Audiodaten (und wenn's 'ne digitale Lautstärkeregelung ist, wie sie Foobar2000 hat) vermeidet eine höhere Samplegröße Verzerrungen durch (sich ggf. in mehrere Schritten aufsummierende) Rundungsfehler. Sehr praktisch auch beim Aufnehmen.
Graimand
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Sep 2008, 09:08
Super, das hilft mir enorm weiter. Danke!
cr
Moderator
#4 erstellt: 25. Sep 2008, 12:53
Ich würde nie und niemmer zum Archivieren die Samplerate konvertieren, Archivieren soll man in bestmöglicher Qualität, also bitidentisch. Eine Soundkarte, die keine Direktausgabe von 44 und 48 kHz beherrscht, ist sowieso nur ein minderwertiger Kram. Darüber braucht man nicht mal diskutieren.
Graimand
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 25. Sep 2008, 14:10
So dachte ich mir das eigentlich auch. Ich schiebe sowieso alles über optisches Kabel an einen Receiver weiter (später, noch läuft das alles im Laptop, da ist es sogar fast wurscht ob 320 MP3 oder 840er FLAC - fast). Der kann ohnehin alles was ich möchte.

Wie sieht das eigentlich aus mit dem FLAC-Format, ich habe hier keinen Einfluss auf die Kbps. Je nach CD variieren diese. Ist das normal?
cr
Moderator
#6 erstellt: 25. Sep 2008, 14:27
Je nach Art des Musikmaterials ist der verlustlose Kompressionsfaktor etwas größer oder kleiner (je weniger sich das Signal ändert, desto weniger Daten braucht man, da vereinfacht gesagt, nur die Veränderungen gespeichert werden).
Dh. man hat nicht alle 1/44.100 Sekunden ein 16 Bit-Wort je Kanal, sondern immer nur, was sich im Vergleich zum letzten absoluten Wert ändert.
audiophilanthrop
Inventar
#7 erstellt: 25. Sep 2008, 23:45

Graimand schrieb:
So dachte ich mir das eigentlich auch. Ich schiebe sowieso alles über optisches Kabel an einen Receiver weiter (später, noch läuft das alles im Laptop, da ist es sogar fast wurscht ob 320 MP3 oder 840er FLAC - fast). Der kann ohnehin alles was ich möchte.

Es kann bei der digitalen Ausgabe genauso passieren, daß das Soundinterface bzw. dessen Treiber auf 48 kHz resampelt. Da muß man aufpassen. Etwas streßfreier wird das ganze mit Streaming-Client.

Wie sieht das eigentlich aus mit dem FLAC-Format, ich habe hier keinen Einfluss auf die Kbps. Je nach CD variieren diese. Ist das normal?

Ja. Ist bei ZIP und Co. ja auch nicht anders, da kann man nur einstellen, wieviel Mühe er sich beim Finden der Redundanz geben soll, ohne wirklich gravierenden Effekt auf die Endgröße (aber mit deutlichem Effekt auf die benötigte Zeit fürs Encoding).
audiophilanthrop
Inventar
#8 erstellt: 25. Sep 2008, 23:49

cr schrieb:
Eine Soundkarte, die keine Direktausgabe von 44 und 48 kHz beherrscht, ist sowieso nur ein minderwertiger Kram. Darüber braucht man nicht mal diskutieren.

Sämtliche Oxygen-HD-Karten (also inkl. Asus) können ganz offenbar 44,1 kHz nicht in Hardware - und das ist sonst ganz sicher kein minderwertiger Kram. Was sich CMedia dabei gedacht hat, bei einem "Envy24HT-Killer" weder eine PLL-Schaltung noch einen (optionalen) zweiten Quarz vorzusehen, ist mir ein Rätsel.
cr
Moderator
#9 erstellt: 25. Sep 2008, 23:59

Sämtliche Oxygen-HD-Karten (also inkl. Asus) können ganz offenbar 44,1 kHz nicht in Hardware - und das ist sonst ganz sicher kein minderwertiger Kram. Was sich CMedia dabei gedacht hat, bei einem "Envy24HT-Killer" weder eine PLL-Schaltung noch einen (optionalen) zweiten Quarz vorzusehen, ist mir ein Rätsel


Praxisuntauglich (immerhin ist 44.1 weit verbreiteter als 48 kHz). Wenn sie noch dazu teuer sind, umso tragischer. Eine abtastratengewandelte Ausgabe wird immer qualitativ der originalen unterlegen sein.
Wer das Pech hat, in seinem Notebook so was zu haben, wird halt, wenn er wirklich kompromisslose Qualität will, ein USB-AudioInterface verwenden müssen.

Ist ja nicht das erste Mal, daß die Computerindustrie HiFi-untaugliches Equipment produziert. DeEmphasis hat man ja auch (softwareseitig) übersehen.
schorthi
Stammgast
#10 erstellt: 26. Sep 2008, 00:09
Hallo zusammen,
habe mal ne Frage von einem Laien bei diesem Thema.
Wenn ich Musik in WAV Dateien(in gleicher Größe) auf meinem PC einlese und mir dann ne CD brenne, habe ich das Gefühl das es sich trotzdem ein bißchen schlechter anhört als die Orginal CD. Ist das Einbildung??????
Wie sieht es bei 320Mbits aus wie ist da der Qualitätsverlust habe ich noch nicht ausprobiert.
MfG

schorthi
cr
Moderator
#11 erstellt: 26. Sep 2008, 00:16
Hängt davon ab, ob du fehlerfrei rippst, entweder mit entsprechendem Laufwerk oder richtig konfiguriertem EAC. Sowie allenfalls ausgeschalteter Normalisierung (ändert die Aussteuerung der Tracks)
schorthi
Stammgast
#12 erstellt: 26. Sep 2008, 00:36
Danke für die Antwort. Muss mich glaubich mal näher mit dem Thema beschäftigen.
Weist du vielleicht auch ne Lösung für dieses Problem.
Mein windows Media Player erkennt meinen Brenner nicht wenn ich Titel in die brennliste ziehen will. Ich nehme an das Nero den beansprucht und der WMP dann keinen zugriff mehr drauf hat. Kann man das irgentwie ändern ohne Nero zu entfernen.

MfG

schorthi
cr
Moderator
#13 erstellt: 26. Sep 2008, 01:43
Ob der Media-Player eine geeignete Ripping- und Brennsoftware ist, wage ich mal zu bezweifeln. Wenn beim Rippen Fehler passieren, wird er es nicht melden. Mglw. ist er die Quelle für die Klangunterschiede (Normalisierung??).
Graimand
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Sep 2008, 05:59

audiophilanthrop schrieb:
Ja. Ist bei ZIP und Co. ja auch nicht anders, da kann man nur einstellen, wieviel Mühe er sich beim Finden der Redundanz geben soll, ohne wirklich gravierenden Effekt auf die Endgröße (aber mit deutlichem Effekt auf die benötigte Zeit fürs Encoding).


Ich dachte immer, dass die kbps eine Angabe für die Qualität sind!? Ist das bei FLAC nun anders zu bewerten als bei MP3?
Accuphase_Lover
Inventar
#15 erstellt: 26. Sep 2008, 11:27

Graimand schrieb:

Ich dachte immer, dass die kbps eine Angabe für die Qualität sind!? Ist das bei FLAC nun anders zu bewerten als bei MP3?


Ja, ist es !
MP3 und Co. sind verlustbehaftete Kompressionsmethoden bei denen psychoakustische Modelle zum Einsatz kommen. Man macht sich hier "Schwächen" des menschlichen Gehörs zu Nutze. Auch die höchste Bitrate von 320 kbit ist immer noch verlustreich im Vergleich zu 1,346 Mbit bei unkomprimiertem CD-Audio.
Je höher die Bitrate bei "lossy coding", desto höher kann die Qualität sein. Es wird aber immer (!) etwas (hoffentlich) Unhörbares "weggerechnet", um die Dateigröße zu reduzieren !

Anders bei FLAC und Co. Hier wird wie bei ZIP oder RAR, verlustfrei komprimiert, d.h. das Originalsignal wird bitidentisch wiederhergestellt. Die Dateiengröße macht bei FLAC keine Aussage über die Qualität, da der Kompressionsalgorithmus so viele Daten erzeugt, wie zur Wiederherstellung von Bitidentität und damit der ursprünglichen Klangqualität, notwendig sind.



Grüße
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