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Genereller Sound Software-Mediaplayer

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der_skeptiker
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 26. Sep 2011, 08:20
Hallo,
ich bin dabei, für ein Onlinemagazin Informationen zum Thema Klang von Softwaremediaplayern einzuholen.
Vielfach wird ja behauptet, verschiedene Softwares klängen bei gleichem Ausgangsmaterial unterschiedlich. Meine persönlichen Erfahrungen zeigen z. B., dass unter MacOS die Player Cog und Rekordbox zugunsten von Rekordbox bei MP3 doch deutlich unterschiedlich klingen (gehört mit Studiotechnik). Aber warum?
Soweit ich weiß, ist bei verlustbehafteten Audioformaten wie MP3 die Kodierung der klangentscheidende Vorgang. Je nach psychoakustischem Modell wird die Datei aus dem Ausgangsmaterial erstellt. Beim Abspielen können ja theoretisch keine Informationen sinnvoll "dazu" kommen und weglassen wir kein Dekodierer irgendwas. Also müssten alle Player bei identischem Audiomaterial gleich klingen. Für JRiver aber z. B. wird behauptet, er klänge wegen seines internen 64-Processings besonders gut. Was aber wird denn da prozessiert? Die Dekodierung, ok, aber das Ausgangsmaterial liegt z. B. in Form von MP3s in 16Bit vor. Selbst wenn das Ganze auf 64 hochgerechnet wird, woher sollen die "Informationen" für die "neuen 48 Bit" kommen?
Ich finde das verwirrend und aufklärungswürdig. Kennt sich da jemand aus, der evtl. sogar an der Programmierung von Codexen oder Playern mitarbeitet?

Ich arbeitet selbst (zufrieden) seit Jahren mit Foobar und hatte bisher im Vergleich zur CD bei gleichem Ausgangsmaterial die subtilen Klangunterschiede auf die verwendeten Kabel an den Geräten zurückgeführt. Aber sind Klangunterschiede von Softwareplayern möglich?
*Nightwolf*
Inventar
#2 erstellt: 26. Sep 2011, 23:12
Es gibt durchaus Klangunterschiede. Diese kommen teilweise durch (zumindest nennen die Hersteller es so) diverse "Klangverbesserungsroutinen". Manche Player mischen direkt den Superbass mit rein oder versuchen beim Abspielen Störungen wie Rauschen zu entfernen. Dabei wird am Ton rumgerechnet. Dann gibt es die ganzen Kompatibilitätseinstellungen. Winamp z.B. spielt soweit ich weiß mit den Standardeinstellungen kein 24 Bit-Material ab sondern rechnet es erstmal auf 16 Bit runter (kann man abstellen). Außerdem wird der Ton meines Wissens nach nur 1:1 wiedergegeben, wenn der Lautstärkenregler auf 100 % steht. Wenn der Programmierer jetzt keine Lautstärkenregler programmieren kann, gibt's das nächste Problem.

"Dekodierung Ok" passt auch nicht so ganz. Eine MP3-Datei hat maximal 320 kBit/s. Mit einem so zusammengequetschten Datenstrom kann man nicht viel anfangen. Das ganze muss erstmal dekodiert werden um auf einen linearen Datenstrom mit knapp 1,4 MBit/s (44,1 kHz bei 16 Bit) zu kommen. Da werden dann natürlich noch irgendwoher Daten "gezaubert". Es sollte also auch noch vom verwendeten Decoder abhängen.

Generell klingen aber alle Player gleich, die es schaffen, das Ausgangsmaterial unverändert zur Soundkarte zu bringen.


[Beitrag von *Nightwolf* am 26. Sep 2011, 23:20 bearbeitet]
j!more
Inventar
#3 erstellt: 28. Sep 2011, 05:50
Der 64-Bit-Datenpfad ist wichtig, wenn Du auf das Signal noch Effekte anwendest. Durch die 64 Bit bleibt dann in allen denkbaren Fällen genug Luft, ein ordentliches 16 bis 24-Bit-Signal auszugeben.

Im Übrigen hilft nur Ausprobieren. Ich nutze jriver seit Jahren, weil der Player einen enormen Funktionsumfang mit sehr guter Bedienbarkeit und maximaler Flexibilität bei den Ausgabeformaten (ASIO, WASAPI, KS etc.) bietet. Dazu kommt, dass über DSP-Studio Plugins in allen gängigen Formaten eingebunden werden können. Und am Klang gibt es nix zu meckern.
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