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Suche USB-Kopfmikrofon

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HardyG6
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Jul 2015, 19:21
Hab keine perfekt passende Rubrik gefunden, aber ich hab hier einen Account und vielleicht kennen sich ja auch einige im PC-Mikrofonbereich aus.

Mein Problem ist daß mein Computer bzgl. Sound etwas zickig ist. On-Board hat im Mic-Eingang zu viel Rauschen, das Noice-Cancelling vermurkst die Stimme grausam, meine Soundblaster Audigy ist sehr alt und nur halb kompatibel und auch da ist mir das Rauschen noch zu deutlich. Daher hatte ich mir neulich eine kompakte USB-Soundblaster gekauft, aber da gab es seltsame Tonverzerrungen in Spielen, also hab ich die auch wieder zurückgegeben. Diese hatte das geringste Rauschen, allerdings immer noch ein bißchen, was ich bei USB - weit von der PC-Elektronik entfernt - etwas enttäuschend finde.

Was ich suche:
USB-Nackenmikrofon oder Ohrbügel oder ähnliches.
Ein USB-Tischmikro mag einen tollen Klang haben, aber bei den Dingen, zu denen ich Kommentar aufnehmen will, darf kein Tastaturklappern mit aufgenommen werden.
Somit suche ich ein mundnahes Mikrofon mit sehr geringem Rauschen (somit aller Wahrscheinlichkeit nach USB), das die Verwendung von separaten Kopfhörern ermöglicht.
Schade, daß das ModMic nicht USB ist. Ich hab hier eim Zalman-Clipmikro, das als gut gilt, aber das hat mir auch zu viel Rauschen. USB-Clipmikro wäre ein Traum.
Ich trage nicht gerne Vollkopfhörer (nutze Koss-Ohrclipkopfhörer), und ich will nicht so viel Geld für ein komplettes Headset ausgeben, wo viel Geld in the Wiedergabehardware fließt, wenn ich nur ein Mikofon brauche.

Wißt ihr eine Lösung?


[Beitrag von HardyG6 am 23. Jul 2015, 19:31 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#2 erstellt: 23. Jul 2015, 20:12
Mal an einen externen Mikrofonvorverstärker gedacht? BTech BT26 oder so, kein Studiozeug (Consumer- und Studio-Mikrofone sind nämlich elektrisch inkompatibel).

Bei Mikrofonen und Headsets aus gutem Hause sind übrigens sowohl Empfindlichkeit als auch äquivalenter Rauschpegel spezifiziert - oder im Consumer-Bereich doch wenigstens die Empfindlichkeit. Beispiel Beyerdynamic MMX2: 15 mV/Pa, das sind -36..37 dBV/Pa. Ein relativ hoher Wert für ein Elektret, damit werden in der Praxis die Ergebnisse recht rauscharm ausfallen. (Das DT234Pro soll übrigens immer noch das bessere Mic haben, auch wenn man das in den Daten allenfalls bei etwas höheren Grenzschalldruckpegel erahnen kann.)

Was du bräuchtest wäre quasi ein anständiges Headset-Mikrofon, nur ohne Headset. Auf Arbeit verwende ich zum Telefonieren tatsächlich ein einfaches Telefon-Headset (um den Hals) plus Kopfhörer. Ist halt etwas kabelsalatig.

Was die Probleme mit den "seltsamen Tonverzerrungen in Spielen" angeht - du hast da nicht zufällig eine AMD-Kiste? Mit nVidia-Grafik? Laß vielleicht mal den DPC Latency Checker mitlaufen. Vielleicht hast du Glück und ein BIOS-Update hilft.
HardyG6
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Jul 2015, 20:24
Ne, DPC Latency ist OK. Hab ein Intel-nVidia-System. Ich hab schon ein altes BIOS auf meinem Board (Gigabyte), weil neuere das Problem verschlimmern. Ich vermute zu knappe Bustimings kombiniert mit CPU Power Saving, welches ich wirklich nicht ausschalten will, wegen Wärme und somit Lüftergeräuschen. Hatte mal ein USB-Soundgerät von Native Instruments - das hatte gravierende Probleme. Neulich die X-Fi- USB, da war ein Rascheln bei Ton mit sehr geringer Lautstärke zu hören, und kein Fehlerbehebungsversuch half.

Somit möchte ich nicht mehr riskieren, von der momentan installierten Soundhardware abhängig zu sein. Und ein USB-Mikrofon ist ein Gerät mit geringer Komplexität. Da kann weniger schiefgehen.

Wundert mich echt, daß sowas nicht leicht verfügbar ist. Ohne +20 dB Mic-Boost-Einstellung ist PC-Sprache nicht praktikabel, und mit Verstärkung ist das Rauschen zu stark.

Und Tischmikrofone haben ja sicher keine so extreme Nierencharakteristik, daß Tastaturklappern ganz wegfällt. Ich will ausschließlich Stimme aufnehmen, somit muß es nah am Mund plaziert sein.

Falls ich nichts anderes finde, müßte ich doch ein vollwertiges mittel- bis hochpreisiges Headset kaufen, aber ohne den Tragkomfort vorher testen zu können ist das nur ein Rezept für die nächste Enttäuschung.

Wenn ich nen externen Mic-Amp kaufe, kommt die Soundkarte dann damit klar? Das Eingangssignal müßte dann ja sehr hoch sein, damit das Rauschen gering ist, und dann deaktiviert ich den +20 dB Boost? Ist das, was externe Amps machen? Und wieviel besser sind diese? Ich meine, die Soundkarte verstärkt und es rauscht. Ein externer Amp verstärkt ebenfalls, also müßte der schon meilenweit besser sein als der Amp in der Soundkarte.

Meine Erfahrungen mit dem USB-Soundgerät haben mir aber gezeigt, daß in analoger Übertragung immer mehr Rauschanfälligkeit besteht. Ich hatte das billige USB-Gerät (SB X-Fi Go Pro) mit +20dB laufen und hatte weniger Rauschen als an der Audigy mit +20dB.

Es passiert mir sehr oft, daß ich Geld ausgeben will, aber sich keine Möglichkeit bieter, aber mit halben Lösungen hab ich eben schlechte Erfahrungen gemacht. Das ModMic ist ein guter Ansatz, aber warum die das nicht als USB-Version anbieten, weiß ich nicht. Das wäre der Hammer. Ich weiß nicht, wie andere Leute mit dem Rauschproblem umgehen.

Zusatzfrage: Haben Kondensatormikrofone einen höheren Signalpegel als dynamische? Soweit ich das bisher verstehe, sind dynamische da begrenzt, weil sie die Schallenergie ausschließlich durch die Luftschwingungen bekommen (=passiv), während Kondensatormikrofone aktiv sind und somit quasi eine Verstärkung fest eingebaut haben.


[Beitrag von HardyG6 am 23. Jul 2015, 20:40 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#4 erstellt: 23. Jul 2015, 23:21
Gerade kam in einem anderen Thread die Asus Xonar DGX zur Sprache - deren Mikrofoneingang sei (im Gegensatz zu einer SB X-Fi Titanium PCIe) "rauschfrei". (Nur ihn erstmal einzuschalten ist wohl u.U. nicht ganz trivial.) Würde ja nicht die Welt kosten, und eine PCI-Variante davon (DG) gäb's auch, und sogar das Frontpanel ließe sich anklemmen, so das was taugt...

Ja, mit externem Mic-Pre brauchst du dann natürlich nur noch 'nen Line-In.

USB ist keinesfalls per se besser / rauschärmer, das ist hier wohl eher Zufall gewesen. Ich habe mal diverse Realtek-Chips untersucht, und der entscheidende Faktor beim Rauschen beim Betrieb mit Elektretmics dürfte die Sauberkeit der Speisespannung sein (ALC269 nicht so doll, ALC898 schon besser), und das trotz einer ziemlich mäßigen Eingangsrauschdichte des eigentlichen Verstärkers.

Wenn sich ein Soundkartenhersteller die Mühe machen würde, eine richtig gesiebte Speisespannung bereitzustellen und einen halbweg rauscharmen Opamp einzusetzen (die es für +/-5 V aufwärts häufig gibt, darunter aber weit seltener, kleines Problem für USB), mit ausreichender aber nicht exzessiver Verstärkung, und es dann auch noch vermiede, irgendwelche Masseschleifen einzubauen, dann wäre der Mic-Eingang schon der Hit. Ist eine Sache des Wollens und der Sorgfalt. Normalerweise ist das Eigenrauschen einer Elektretkapsel erheblich höher als das eines ordentlichen Mic-Pres.


[Beitrag von audiophilanthrop am 23. Jul 2015, 23:22 bearbeitet]
HardyG6
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 24. Jul 2015, 02:56
Wenn ich mir die DGX ansehe, Preis und Features und so, dann kann ich mir eigentlich nur vorstellen, daß Rauschfreiheit eine digitale Nachbearbeitung ist - also eine gewöhnliche Rauschunterdrückung. Und sowas geht immer deutlich auf Kosten der Tonqualität.

Zufall mit USB glaub ich eigentlich nicht. Das USB-Gerät war billig und hatte dennoch even weniger Rauschen als die Audigy, und diese weniger als Realtek, somit kann's nicht einfach die Gerätewertigkeit sein.

Ich würde vorsichtig nen Mic-Pre in Erwägung ziehen, aber da müßte ich schon wissen, wieviel besser die Rauschen bei Verstärkung vermeiden können als PC-Soundgeräte.

Ist frustrierend. Ich müßte übermäßig Geld investieren, nur um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, daß was vernünftiges bei rauskommt. Und wenn ich sowas mache, dann lohnt sich die Investition nachher aus verschiedenen Gründen nicht. Daher bin ich mit großen Sprüngen vorsichtig geworden.
audiophilanthrop
Inventar
#6 erstellt: 24. Jul 2015, 14:18

HardyG6 (Beitrag #5) schrieb:
Wenn ich mir die DGX ansehe, Preis und Features und so, dann kann ich mir eigentlich nur vorstellen, daß Rauschfreiheit eine digitale Nachbearbeitung ist - also eine gewöhnliche Rauschunterdrückung. Und sowas geht immer deutlich auf Kosten der Tonqualität.

Er meinte eigentlich, daß er alles abgeschaltet hätte, inkl. Mic-Boost (der ist offenbar zu viel des Guten). Und nachdem die Karte mit Fokus auf Gamer konzipiert war, hat man bei Kopfhörer und Mic wohl etwas mehr auf anständige Performance geachtet. (Bei D1/DX und DS(X) findet man ja einige Berichte über Störgeräusche auf dem Mic.) Sie hat halt nur 5.1-Output, 08/15-Wandler, keine gesockelten oder besonders hochwertigen Opamps und schlichte Chinaböller-Elkos, wie bei Brot-und-Butter-Karten üblich. Man muß halt sehen, daß die Standards bei den Xonar-Karten ziemlich hoch liegen, schon eine D1/DX (die auch nur das Doppelte kostet) ist im Hochpegelbetrieb meßtechnisch ein ziemlicher Knaller.

Weder BT26 (inkl. Klinkenadapter groß auf klein) noch DG(X) kosten jetzt so wirklich die Welt. Überleg's dir halt.
HardyG6
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Jul 2015, 00:49
Die Soundkarte klingt mir nach wieder zu viel Problempotential. Ich tendiere zum Vorverstärker, aber ich lese, daß der BT26 keine Erdung hat und in Rezensionen, daß man da ggf. sogar bei Mikrofonnutzung statt Phono eine Erdungsverbindung improvisieren muß. Bin also auch bei dem Gerät etwas skeptisch, wobei es durchaus scheint, daß mit nem Vorverstärker Probleme mit Rauschen durch Verstärkung gelöst werden.
Leider finde ich nicht mal Angaben dazu, wie sehr das Gerät verstärkt. Wo gibt's denn sowas? (UPDATE: Hab's jetzt gefunden - 50 dB.)
Angabe auch SnR >48 dB. Klingt wenig, aber ich kenne mich da nicht so aus. Das ist für Mikrofon gut?

Hab ihn mir jetzt mal bei Amazon bestellt, ist aber momentan nicht lieferbar. Typisch für meine Erfahrungen. :-/ (Von anderen Anbietern im Marketplace würde ich bei solchen Trial&Error-Aktionen nie kaufen. Ich habe in den letzten Jahren fast alle meine Audiohardware wieder zurückgeben müssen.)

Wird jedenfalls wieder ein Stück mehr Kabelwust. Noch ein Netzteil, noch mehr Adaptierungen etc.. Aber zumindest bin ich damit flexibler als mit einer PCIe-Soundkarte. (Die beiden großen Marken Creative und ASUS enttäuschen mich ehrlich gesagt beide.)


[Beitrag von HardyG6 am 25. Jul 2015, 17:39 bearbeitet]
HardyG6
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Jul 2015, 17:37
Wieviel verstärken eigentlich Soundkarten den Mikrofoneingang? Ich weiß jetzt, daß besagter Pre-Amp +50 dB macht, und wenn ich bei meiner Soundkarte eine nützliche Lautstärke für mein Clipmikro haben will, muß ich +20 dB Boost aktivieren. Aber wie vergleicht man das mit dem externen Pre-Amp verbunden mit Line In?

Hier sind übrigens stille Testaufnahmen, um einen Eindruck davon zu geben, was für ein starkes Rauschproblem ich habe:

Audigy mic
Audigy mic +20dB
Realtek mic
Realtek mic +20 dB

Verständlich, daß Realtek eine Rauschunterdrückung anbietet, aber bei so starkem Rauschen klingt das Ergebnis dann auch grauenvoll.
HardyG6
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 12. Aug 2015, 19:13
Neuer Thread mit den Resultaten: http://www.hifi-foru...ead=18520&postID=1#1
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