CD Sammlung digitalisieren - Wie?

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BlackVoodoo
Stammgast
#1 erstellt: 15. Okt 2016, 16:42
Guten Abend,

ich möchte meine komplette CD-Sammlung digitalisieren (am besten verlustfrei) und auf meiner NAS hinterlegen. Ich besitze den Pioneer LX701, welcher u.a. DSD-Files mit bis zu 11,2Mhz/2ch sowie FLAC-Dateien mit 192 kHz/24-bit ausgeben kann.

Kann mir jemand ein gutes Programm empfehlen, mit welchem ich relativ einfach meine Sammlung (sind insgesamt knapp 1500 CD's) umwandeln kann? Empehlt ihr mir die Umwandlung in DSD-Files oder eher in FLAC-Files?

Danke schonmal im voraus.
KarstenL
Inventar
#2 erstellt: 15. Okt 2016, 17:05
Moin!
Windows?
Dann wäre meine Empfehlung EAC und FLAC.
BlackVoodoo
Stammgast
#3 erstellt: 15. Okt 2016, 19:33

KarstenL (Beitrag #2) schrieb:
Moin!
Windows?
Dann wäre meine Empfehlung EAC und FLAC.


Ja, Win10. Danke dir für die Empfehlung. Sonst noch Tipps?
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 15. Okt 2016, 19:55
Hallo!

Zu EAC gibt es eigentlich keine wirkliche Alternative, aber zumindesten einen guten Sound-Editor wie das kostenlose Audacity zur Reparatur kleiner Fehler sollte zusätzlich noch vorhanden sein.

Ach ja, es ist recht nützlich eine penible Ordnung zu halten und einen Verzeichnissbaum mit entsprechend aussagekräftigen Unterordnern anzulegen.

Ob man die Files nun als FLAC oder gleich einfach als Waves ablegt ist zum einen Geschmackssache und zum anderen eine Frage ob man zusätzliche Informationen (Cover, Text) gleich mit ablegen will. Ansonsten ist das bei den heutigen Festplattengrößen ziemlich egal.

MFG Günther
audiophilanthrop
Inventar
#5 erstellt: 16. Okt 2016, 01:43
CDs braucht man nicht digitalisieren, die sind schon digital. Rippen reicht da vollkommen...
(DSD ist auch keine Option, das ist das komische Bitstream-Format von SACD. Auf CDs findet sich schnödes LPCM, 44,1 kHz 16 Bit stereo.)

Ist ein brauchbares Leselaufwerk vorhanden?

EAC hat seine Stärken beim peniblen Auslesen von CDs, Laufwerksoptionen und Multithreaded-Encoding. Die Integration in Onlinedatenbanken ist recht ordentlich (ARv2, wahlweise auch CTDB), CUETools/CUERipper ist hier aber leistungsfähiger. Achtung, das Programm ist nicht wirklich Unicode-fähig, bei Japan-CDs habe ich schon mal erst hinterher richtig getaggt.

CUETools kann man auf jeden Fall da haben, die Möglichkeit zur Reparatur beschädigter Rips auf Basis von CTDB-Daten ist zuweilen Gold wert. (Nur bei nicht in der Datenbank vertretenen Exoten heißt es dann immer noch das bestmögliche Leselaufwerk und den sicheren Modus von EAC zücken.) CUERipper gehört auch zu den wenigen Programmen, die im Cuesheet das Emphasis-Flag richtig setzen. EAC zeigt es zwar an (ganz hinten in der letzten Spalte), so denn das Emphasis-Flag in der TOC gesetzt ist, tut aber nichts groß weiter damit, bzw. sind die Cuesheets von EAC eh notorisch kaputt. Bei CDs aus der Anfangszeit sollte man da aufpassen, bei Japan-Scheiben teils noch bis 1985, v.a. (aber nicht nur) im Klassikbereich.

Für Vielripper ist dBPoweramp interessant. Kostet zwar, aber die Qualität der Metadaten ist besser. Wer da zu Fuß nachbessern muß, ist damit schnell mal länger beschäftigt als das Rippen selbst dauert. (Ganz gemein sind Fipptehler oder ´ statt '.)

Ein leistungsfähiger Tagger ist anzuraten, z.B. MP3Tag. Damit kann man auch seine Ordnerstruktur verwalten, auch wenn ich dafür eher Foobar2000 vorziehe. Foobar ist auf jeden Fall sehr nützlich - Dateien nach Tags einsortieren ist gar kein Thema, der Converter ist Gold wert, ReplayGain-Scanner ab Werk, es gibt ein Deemphasis-Plugin (auch als DSP zum Einsatz beim Umkonvertieren) und allerlei anderen Klimbim (HDCD- und DSD-Input, UPnP-Browser/Controller/Server...). Nur der integrierte EQ taugt nichts, aber auch da gibt es Ersatz.


[Beitrag von audiophilanthrop am 16. Okt 2016, 01:46 bearbeitet]
KarstenL
Inventar
#6 erstellt: 16. Okt 2016, 06:35
den Tipp von Hörbert, auf die Ordnerstruktur zu achten, finde ich sehr gut.
Früher habe ich alle Künstler in einen Ordner gepackt und da dann die einzelnen Alben.
Mediaplayer, wie Kodi zB, erkennen dann aber in der ersten Ansicht nicht die Cover der Alben.
Also habe ich alle Alben einzeln reingesetzt.
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 16. Okt 2016, 07:03
Hallo!

Ja, spätestens wenn die Zahl der gerippten Tonträger sich mal dem ersten Tausender nährt wird der Vorteil einer penibel aufgebauten Verzeichnißstruktur deutlich, hier liegt dann im Idealfall ein eindeutiger Verzeichnissbaum mit möglich differenzierter Verästelung vor und der Zugriff erfolgt in Sekundenschnelle ohne lange Suchaktion.

Wie man eines solchen "Baum" anlegt und wie man die einzelnen Unterordner benennt ist dabei erstmal zweitrangig, wichtig ist das man sich selbst gut zurechtfindet und das die ganze Sache für einen Sinn ergibt.

Deswegen sollte man sich an vorgegebene Modelle nur soweit halten wie man ihren Sinn auch einsieht.

Aber (fast) alles ist besser als das Chaos das sich ergibt wenn man z.b. alles von einem Interpreten in einen Unterordner packt und der alpabetischen Ordnungsfunktion des OS die Arbeit überläßt.

Oder noch besser alles in einem einzigen Unterordner mit der Bezeichnung Musik aufbewahrt.

(Das habe ich beides schon bei Leuten gesehen die sich dann mit der eigenen Musiksammlung nicht mehr auskannten)

MFG Günther
contadinus
Inventar
#8 erstellt: 18. Okt 2016, 09:39

Hörbert (Beitrag #7) schrieb:

Aber (fast) alles ist besser als das Chaos das sich ergibt wenn man z.b. alles von einem Interpreten in einen Unterordner packt und der alpabetischen Ordnungsfunktion des OS die Arbeit überläßt.

Oder noch besser alles in einem einzigen Unterordner mit der Bezeichnung Musik aufbewahrt.

(Das habe ich beides schon bei Leuten gesehen die sich dann mit der eigenen Musiksammlung nicht mehr auskannten)


Oder Musikdateien von Itunes einlesen lassen und dabei überhaupt keine Ahnung haben wo die Dateien auf der HDD hin verschwinden.
Auch schon gesehen...
shaboo
Stammgast
#9 erstellt: 18. Okt 2016, 23:50
Je aussagekräftiger und je besser gepflegt die Metadaten (Tags) sind, desto weniger spielt die Ordnerstruktur und Benennung der Dateien heutzutage überhaupt noch eine Rolle.

Deswegen sollte man sich vor dem Rippen auch sehr genau überlegen, welche Informationen in welchen Tags in welchem Format abgelegt werden sollen, damit man später beim Playback maximalen Komfort hat. Seine gesamte Sammlung später erneut zu taggen kann ähnlich nervig und zeitaufwendig sein wie den gesamten Kram noch einmal zu rippen.

Ein verlustfreies Format ist wichtig, damit man nur einmal in seinem Leben rippt; von Anfang an eine genaue Vorstellung von den Tags zu haben ist wichtig, damit man in seinem Leben auch nur ein einziges Mal taggt.
*Nightwolf*
Inventar
#10 erstellt: 19. Okt 2016, 06:20
Ich würde erstmal gucken, um wie viele CDs es geht. Bei einer größeren Menge (ich würde so ab 500 sagen) lohnt sich meiner Meinung nach DBPoweramp auf jeden Fall. Es bietet nicht nur die besseren Metadaten, im Vergleich zu EAC im genauen Modus ist es auch schneller, da erst genauer hingesehen wird, wenn der Vergleich mit der Accurate Rip Datenbank negativ ausfällt.
j!more
Inventar
#11 erstellt: 29. Okt 2016, 16:46
Ich würde bei 1500 CDs das Geld für dbpoweramp ausgeben - es ist komfortabel, schnell und kann wirklich alles, was man beim Rippen (und Konvertieren von Formaten) braucht. Als Zielformat zunächst flac, von da aus kann man ja alle anderen Formate generieren. Dazu MP3Tag oder Tag&Rename, für die komfortable Pflege der Tags. Da kann sich auch foobar nützlich machen oder - wenn es Kaufsoftware sein darf, jriver mediacenter. Bei der Größe der Musiksammlung rechnet sich die Ausgabe.
belphegore
Stammgast
#12 erstellt: 30. Okt 2016, 18:06
Ich rate dir auch zu EAC und FLAC und als zusätzlichen Tagger Tag & Rename

Wie es schon jemand anders sagte. Eine eindeutigen Ordnerstruktur, auch wenn getaggt, ist von Vorteil
Siehe auch Beitrag #8, hier:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-258-3105.html
BlackVoodoo
Stammgast
#13 erstellt: 30. Okt 2016, 19:38
Danke für all die hilfreichen Tips!
shaboo
Stammgast
#14 erstellt: 30. Okt 2016, 20:26
Viel wichtiger als alles andere: Backups. Mindestens zwei.
j!more
Inventar
#15 erstellt: 02. Nov 2016, 15:22

shaboo (Beitrag #14) schrieb:
Viel wichtiger als alles andere: Backups. Mindestens zwei.


^3

Mit fast jedem Programm, das Tags pflegen kann, lässt sich eine beliebige Dateistruktur generieren - solange die entsprechenden Tags vorhanden sind. Deshlab würde ich mir wegen der Dateistruktur keinen Kopf machen, das erledigt die Software. Welche Struktur wofür am besten geeignet ist, lässt sich allgemein auch nicht sagen. Im Auto hat man da vielleicht andere Anforderungen als auf dem Smartphone. Wichtig sind in jedem Fall die Tags, aus denen sich alles andere ableiten lässt.
audioinside
Inventar
#16 erstellt: 27. Mrz 2017, 17:02

j!more (Beitrag #11) schrieb:
Ich würde bei 1500 CDs das Geld für dbpoweramp ausgeben - es ist komfortabel, schnell und kann wirklich alles, was man beim Rippen (und Konvertieren von Formaten) braucht. Als Zielformat zunächst flac, von da aus kann man ja alle anderen Formate generieren. Dazu MP3Tag oder Tag&Rename, für die komfortable Pflege der Tags. Da kann sich auch foobar nützlich machen oder - wenn es Kaufsoftware sein darf, jriver mediacenter. Bei der Größe der Musiksammlung rechnet sich die Ausgabe.


Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Verwende dBpoweramp schon seit einiger Zeit. Bequemer und schneller (inkl. Secure Ripping mit Fehlerkorrektur) kann man CDs kaum rippen, taggen und auf den NAS bringen.
stefano31
Stammgast
#17 erstellt: 28. Mrz 2017, 17:09
Ich habe nun auch angefangen, gemasterte CDs auf FLAC zu rippen. Dazu habe ich mir für meinen Mac ein ext. DVD Laufwerk für 18€ bei Amazon gekauft und - nach ein paar Schwierigkeiten - XLD installiert (man muss in den MAC Systemeinstellungen erst den Installationsschutz vor ext. Programmen ausstellen).

Die ersten 15 CDs sind gerippt, funktioniert hervorragend und Klang ist ebenfalls auf der HiFi Anlage top.

Noch eine Frage in die Community hier: Welche Ripp-Einstellungen für FLAC benutzt ihr, um die besten Ergebnisse zu erzielen?
shaboo
Stammgast
#18 erstellt: 28. Mrz 2017, 17:31

stefano31 (Beitrag #17) schrieb:

Noch eine Frage in die Community hier: Welche Ripp-Einstellungen für FLAC benutzt ihr, um die besten Ergebnisse zu erzielen?

Die Einstellungen für FLAC sind ziemlich egal. Lossless ist nun mal lossless. Im Wesentlichen geht's da um den Kompressionslevel. Default-Einstellung ist 5. Soll die Komprimierung schneller gehen, nimmst Du einen niedrigeren Wert; soll eine stärkere Komprimierung erreicht werden, nimmst Du einen höheren Wert. Im Zweifel einfach so lassen; mit der Qualität hat das, wie gesagt, nichts zu tun.

Es soll tatsächlich auch irgendwelche exotische Hardware geben, die nur mit dem Standard-Kompressionslevel von 5 zurecht kommt, und mit keinem anderen, aber darauf würde ich keine gesteigerte Rücksicht nehmen.

Viel Spaß und Erfolg beim weiteren Rippen!
stefano31
Stammgast
#19 erstellt: 28. Mrz 2017, 18:20
Und was ist mit der kHz Einstellung? 192 oder weniger? Ist das auch egal?
shaboo
Stammgast
#20 erstellt: 28. Mrz 2017, 18:35

stefano31 (Beitrag #19) schrieb:
Und was ist mit der kHz Einstellung? 192 oder weniger? Ist das auch egal?

Normale Audio-CDs haben 16bit/44.1kHz und mit genau diesen Einstellungen solltest Du sie auch rippen.
stefano31
Stammgast
#21 erstellt: 29. Mrz 2017, 08:12
Kann man das eigentlich rausbekommen, ob man Audio CDs vor sich hat, die mit noch höherer Qualität daherkommen (> 44.1) ? Steht das im Normalfall auf dem Backcover oder übers Internet?

Gibt es bez. Sample Rate einen Unterschied zwischen den "herkömmlichen" Audio CDs und den "remastered" Versionen?
Slatibartfass
Inventar
#22 erstellt: 29. Mrz 2017, 08:33
Das Format einer Audio-CD ist im sogenannten Red Book spezifiziert. Es wurde nur eine Abtastrate von 44,1 kHz bei 16-Bit-Werten mit zwei Kanälen (erst links, dann rechts) definiert. Hieran müssen sich auch die Hersteller von CD-Player halten.
Daher dürften die meisten CD-Player im Audio-CD-Format kein anderes Format abspielen. Audiofiles auf Daten-CDs können für aktuelle CD-Player je nach Model auch in anderen Formaten wiedergegeben werden.

Eine Audio-CD mit einer anderen Samplerate als 44.1kHz und 16Bit wirst Du nicht finden. Es besteht keine Abspielgarantie.
Für höher aufgelöste Formate gibt es SACD, DVD-Audio oder BD-Audio.

Slati
cr
Moderator
#23 erstellt: 29. Mrz 2017, 13:03
Allenfalls sind noch die HDCDs zu erwähnen, aber auch die haben nur 44.1/16. Wenn sie bitgenau gerippt werden, bleibt die Datei HDCD und kann mit Softwareplayern, die das können, auch so abgespielt werden.
Bringen tut HDCD sowieso in Wahrheit nichts, man könnte froh sein, wenn wenigstens die Standard-CD halbweg ausgereizt würde. Doch davon ist man außer bei einigen Klassik-Labels soweit weg, dass 12 Bit genügen würden, ohne dass man was merkt


Daher dürften die meisten CD-Player im Audio-CD-Format kein anderes Format abspielen.

Es gibt mW gar keinen Hifi-CDP, der ein anderes CD-Audioformat als 44.1/16 abspielen kann. Daher gibt es auch keine anderen AudioCDs zu kaufen als 44.1/16. Ich rede nicht von Datenformaten wie WAV als CDROM oder FLAC oder MP3 (das sind alles keine AudioCDs, sondern DATEN-CDs!)


[Beitrag von cr am 29. Mrz 2017, 13:07 bearbeitet]
stefano31
Stammgast
#24 erstellt: 29. Mrz 2017, 15:06
Gibt es denn Daten CDs mit einem höherwertigeren Sample (also > 44.1/16) zu kaufen? Oder zu streamen?

Gibt es Klassik Inhalte, die so bereitgestellt werden? Oder die neue Depeche Mode CD? Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

In welcher Auflösung streamen Qobuz und Tidal ?
Slatibartfass
Inventar
#25 erstellt: 29. Mrz 2017, 15:55
Da würde ich mal nach HiRes Download oder sowas googeln. Streamingangeboete für HiRes sind mir nicht bekannt. Da kann man ja schon froh sein wenn man verlustfrei komprimierte CD-Qualität bekommt.

Ich gehe mal davon aus, dass Du über entsprechende Player verfügst, die die höheren Samplerate und Bittiefen verarbeiten können, und über eine Anlage, die die feinen Unterschiede zur CD herausarbeiten kann.

Slati
stefano31
Stammgast
#26 erstellt: 29. Mrz 2017, 16:07
Beides ja.
flyingscot
Inventar
#27 erstellt: 29. Mrz 2017, 16:39
Naja, im Prinzip kann man DVD-Audio Discs oder Bluray-Audio Discs als "Daten CD" bezeichnen und die haben dann Auflösungen bis zu 192kHz/24Bit.

Allerdings sind die i.A. kopiergeschützt, d.h. lassen sich legal nicht so ohne weiteres rippen.

Ähnlich sieht es auch bei der SACD aus, die im Prinzip eine spezielle DVD mit DSD (2.8Mhz/1Bit) darstellt. Bei der ist sogar technisch unmöglich mit üblichen PC-Laufwerken zu rippen (einzigen Lösung über die alte PS3...).


[Beitrag von flyingscot am 29. Mrz 2017, 16:40 bearbeitet]
cr
Moderator
#28 erstellt: 29. Mrz 2017, 19:06
Wenn man sich die Festplatte unbedingt zumüllen will, kann man ruhig hochaufgelöstes Material nehmen, das vielfach in Wahrheit nicht mal hochaufgelöst ist, weil es gerade bei älterem Pop/Rock/Klasssik gar keine derartigen Masterbänder gibt. Aber jeder wie er meint.....
dacander100
Stammgast
#29 erstellt: 29. Mrz 2017, 22:16
Und wenn es sogar hochaufelöst nach heutigem Muster ist, würde ich das nicht unterschreiben, das es unbedingt besser klingt als Rock/Pop/Klassik bei älteren Aufnahmen.
Big_Jeff
Stammgast
#30 erstellt: 04. Mai 2017, 14:14

Hörbert (Beitrag #4) schrieb:
Hallo!

Zu EAC gibt es eigentlich keine wirkliche Alternative,

MFG Günther


Ich werfe noch Cue Ripper in die Runde. Habe jahrelang mit EAC gearbeitet. Cue Ripper ist einfacher.
Funzt bei mir sehr gut.



[Beitrag von Big_Jeff am 04. Mai 2017, 14:15 bearbeitet]
Paesc
Moderator
#31 erstellt: 06. Mai 2017, 19:45

Hörbert (Beitrag #4) schrieb:
Zu EAC gibt es eigentlich keine wirkliche Alternative, aber zumindesten einen guten Sound-Editor wie das kostenlose Audacity zur Reparatur kleiner Fehler sollte zusätzlich noch vorhanden sein.


Keineswegs. Auf der Freeware-Seite würde ich jederzeit wieder Foobar2000 vorziehen. Es ist eine sehr hochwertige eierlegende Wollmilchsau: Rip-Programm, Player, Format-Konvertierer, Test-Programm usw. An sich genügt bereits die gut verständliche, deutsche Installationsanleitung zum CD-Rippen und Konvertieren mit Foobar: hier.


Ansonsten kann man sich die Codecs auch separat herunterladen (muss man für EAC auch tun):

- FLAC-Codec: entweder via Foobar Free Encoder Pack (mehrere Codecs) oder FLAC einzeln von Rarewares (direkter Download neueste Version)
- MP3-Codec: Aktuellste Version von LAME 3.99.5 (direkter Download neueste Version). LAME ist der hochwertigste MP3-Codec, aus lizenzrechtlichen Gründen muss er separat heruntergeladen werden. Viele MP3-Codecs, die bereits in CD-Rip-Programme installiert sind, sind von schlechter Qualität.
(ausser dem Encoder Pack funktionieren übrigens alle obigen Codecs auch mit EAC)

Warum Foobar als EAC-Alternative nehmen? Siehe hier.

Als Alternative gäbe es auch noch das kostenpflichtige dBpoweramp.


[Beitrag von Paesc am 06. Mai 2017, 19:52 bearbeitet]
cr
Moderator
#32 erstellt: 06. Mai 2017, 19:50
Mit foobar kann man über die Hälfte der CDs nicht verifizieren (mein Erfahrungswert auf Basis von ca 2000 CDs)(selbst Blockbuster finden sich oft nicht wegen mehrfacher Pressversionen, die sich nur minimal in den Pausenlängen/Offsets unterschieden).
zum Verifizieren kommt man um CueTools nicht herum, die Foobar Anbindung an Accurate Rip ist unvollständig (nur ACR1-Datenbank statt auch ACR2) und die Cuetools-Datenbank, die weit umfassender ist, fehlt sowieso......


[Beitrag von cr am 06. Mai 2017, 19:51 bearbeitet]
Paesc
Moderator
#33 erstellt: 06. Mai 2017, 20:03
Bezüglich der Verifizierung mit AccurateRip gebe ich dir Recht; wenn man seine Rips mit AccurateRip abgleichen will, kommt man um CUETools nicht herum.

Allerdings greift CUETools zusätzlich auf eine eigene, interne Datenbank zu, um mehr Treffer zu erreichen: CTDB (auch AccurateRip beinhaltet längst nicht alle CDs, die je erschienen sind; geschweige denn selber gebrannte Zusammenstellungen).

Jedoch habe ich bereits meine ganze CD-Sammlung (über 1000 CDs) mit Foobar gerippt, und solange Foobar kein Problem gemeldet hat, hat auch CUETools immer, ohne Ausnahme, grünes Licht gegeben; gilt übrigens auch für in der AccurateRip-Datenbank nicht vorhandene CDs, die vom Secure Mode von Foobar als fehlerlos verifiziert wurden. Deswegen ist der Secure Mode so wertvoll, insbesondere für seltene und selber gebrannte CDs.


[Beitrag von Paesc am 06. Mai 2017, 20:06 bearbeitet]
cr
Moderator
#34 erstellt: 06. Mai 2017, 20:06

Daher ist der Secure Mode so wertvoll, insbesondere für seltene und selber gebrannte CDs.


Das erreicht man mit 2x Rippen und Dateivergleich mit Foobar genauso und schneller
(außer man hat ein Laufwerk, das dauernd Fehler macht, dann wird man natürlich mit dieser Methode nie fertig)
Paesc
Moderator
#35 erstellt: 06. Mai 2017, 20:10
Das entspicht ja genau dem Secure Mode: er liest im Standard-Modus 2x aus (kommt aufs Gleiche raus wie 2x rippen). Der Paranoid-Modus mit 3x auslesen ist ohnehin sinnlos: wenn die CD kaputt ist, hilft auch der nichts mehr.

Im Secure Mode hat bei mir eine CD von 80 Minuten länge zumeist 4 bis 5 Minuten zum rippen. Im Burst-Modus mit AccurateRip-Abgleich kann man die Zeit auf 2 bis 3 Minuten runterbringen (wenn eine CD nicht in der AccurateRip-Datenbank ist, meldet dies Foobar vor dem Rippen).
cr
Moderator
#36 erstellt: 06. Mai 2017, 20:15
Wenn die CD nur geringfügig beschädigt ist, möchte ich noch auf den Reparaturmodus von Cuetools hinweisen. Von meinen wenigen fehlerhaften CDs konnte ich über die Hälfte damit komplett reparieren (hören konnte man das aber nicht, meist verdeckt es die Interpolation ausreichend, falls das PC-Laufwerk interpolieren kann, können viele nicht, dann ist der Reparaturmodus mglw. wirklich wichtig)
Paesc
Moderator
#37 erstellt: 06. Mai 2017, 20:54
Was vielleicht bezüglich CD-Rippen noch anzumerken ist: im Foobar Encoder Pack ist auch Apples FLAC-Pendant ALAC (Apple Lossless) enthalten. Somit kommen auch Apple-Jünger auf ihre Kosten.

Auch der Lossy-Codec AAC ist dabei; aus Kompatibilitätsgründen würde ich allerdings MP3 vorziehen (die Klangqualität ist bei höheren Auflösungen ohnehin dieselbe).
audioinside
Inventar
#38 erstellt: 10. Mai 2017, 20:07

cr (Beitrag #32) schrieb:
Mit foobar kann man über die Hälfte der CDs nicht verifizieren (mein Erfahrungswert auf Basis von ca 2000 CDs)(selbst Blockbuster finden sich oft nicht wegen mehrfacher Pressversionen, die sich nur minimal in den Pausenlängen/Offsets unterschieden).
zum Verifizieren kommt man um CueTools nicht herum, die Foobar Anbindung an Accurate Rip ist unvollständig (nur ACR1-Datenbank statt auch ACR2) und die Cuetools-Datenbank, die weit umfassender ist, fehlt sowieso......

Mit dbPoweramp verifizierte ich bisher gefühlt über 95 % aller CDs mit der Accurate Rip Datenbank. Wenn die CD nicht in der Datenbank ist zeigt dbPoweramp für jeden Song an ob es eine fehlerfreier Rip war, oder ob Fehler aufgetreten sind und diese korrigiert werden konnten oder nicht.


[Beitrag von audioinside am 10. Mai 2017, 20:08 bearbeitet]
cr
Moderator
#39 erstellt: 10. Mai 2017, 20:54
Vielleicht bezieht sie die CT-Datenbank mit ein?
Mit ACR1 + ACR2 würde ich mir den Erfolg auf ca 75% schätzen
Mit ACR1 (Foobar) auf 50%
Mit ACR1+ACR2+CT 95%

Ich habe halt viele eher ausgefallene Sachen


[Beitrag von cr am 10. Mai 2017, 20:57 bearbeitet]
Paesc
Moderator
#40 erstellt: 10. Mai 2017, 21:44
Bei mir ist die Erfolgsquote von AccurateRip mit Foobar gefühlt auch bei ca. 95%: habe hauptsächlich Rock, Pop und elektronische Musik. Ein paar Spezialfälle habe ich auch, die nicht vorhanden sind: betrifft hauptsächlich elektronische Musik, Klassik und entspannende Naturgeräusche.
cr
Moderator
#41 erstellt: 10. Mai 2017, 23:26
Ich konnte fast keine Karajan- oder Solti-CD mit Foobar verifizieren, und das sind Blockbuster mit 10.000en Auflage.
Warum? Weil es soviele unterschiedliche Pressungen gibt, die sich nur um paar Millisekunden bei den Pausen unterscheiden....
Bei ACR2 gabs es dann gelegentlich paar Treffer, und bei CT gab es Dutzende bis 100e Treffer....
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