Soundkarte (Analog, Digital) wat nu?

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MusicFan82
Stammgast
#1 erstellt: 14. Jan 2008, 18:44
Hi , ich bin neu hier und wollte mal wissen ob mir jemand eine Frage beantworten kann?.

Also ich hatte bisher einen Asus Onboard sound per LW an meinen Denon angeschlossen. Hab aber von einigen Hifi-Profis gehört das der Sound per Cinch besser sein soll.
Vorallem besser als Digital mit LW.
Also ich selber bezeichne mich nicht unbedingt mehr als Neuling in sachen Hifi aber sicherlich auch nicht als Profi!

Also hab nun bisher ein Oehlbach optisch daran gehabt, war bisher auch zufrieden. Hatt nur das Problem von Ständigen Knacksern im Sound was auf Dauer sehr nervt!

Nun hab ich eine Soundkarte von M-Audio gekauft mit directem Chinch und Coax Spdf.
Angeschlossen nun aber über Cinch von Sommer Cable.

Naja was soll ich sagen , das ganze hört sich meiner Meinung nach viel freier an. Hab das gefühl das man den Lautsprecher selber weniger hört sondern der Sound mehr im Raum steht. Liegts nun am Cinch , an der Soundkarte oder beidem ?
gr1zzly
Inventar
#2 erstellt: 14. Jan 2008, 20:18

MusicFan82 schrieb:
Liegts nun am Cinch , an der Soundkarte oder beidem ? ;)

Es liegt an deinem Gehirn. Das weiß um die Investition, die du getätigt hast, und suggeriert dir somit, es klänge besser.
Das ganze ist kein Scherz, sondern nennt sich Autosuggestion.

Hintergrund:
Bei digitaler Übertragung werden Einsen und Nullen übertragen. Ob nun in Form von Photonen (Toslink) oder Elektronen (Coaxial) ist egal.
Deswegen gilt auch: Bei jeglich digitaler Verbindung (auch beim Bild: DVI/HDMI) hat man entweder alles oder nichts, bzw. entsprechend Aussetzer im Ton oder Bild bei fehlerhaften Kabeln/Steckern. Auf keinen Fall wird aber der Ton durch ein teureres Digitalkabel luftiger oder das Bild schärfer! Da haben dir deinen Hifi-Profis groben Unfug erzählt

Das einzige, was wirklich einen Einfluss auf den Digitalton haben kann, ist die Soundkarte bzw. deren Treiber.
Wichtig ist nämlich, das das Signal so ausgeben wird, wie es vorliegt (=Bitperfekt) und nicht irgendwie verpfuscht wird.

MusicFan82 schrieb:
Hab das gefühl das man den Lautsprecher selber weniger hört sondern der Sound mehr im Raum steht.

Selbiges hab ich mit meiner alten Audigy über spdif erlebt. Das Signal klang immer irgendwie matschig und klebte an den LS. Dann hab ich mir eine Soundkarte besorgt, die bitperfekt ausgibt (gibts ab 12 EUR, aber deine M-Audio kann das anscheinend auch, wenn auch für wesentlich mehr Geld), und auf einmal klang es viel räumlicher.

Zusammenfassend kann man sagen: Es besteht klanglich keinerlei Unterscheid zwischen einer Koaxialen und einer Toslinkverbindung und ein 1 EUR Digitalkabel klingt genauso gut, wie ein 100 EUR Digitalkabel, vorausgesetzt es ist nicht defekt (dann kann es zu Aussetzern kommen.)

MfG Chris


[Beitrag von gr1zzly am 14. Jan 2008, 20:24 bearbeitet]
MusicFan82
Stammgast
#3 erstellt: 15. Jan 2008, 14:06
Ja ich denk wohl auch das es an der Soundkarte liegt.
Weil das ganze eine Karte ist die zum Studiogebrauch gemacht ist dachte ich , mach ich nix falsch damit!
Steh einfach net so auf "Standart" ist vielleicht auch so eine persönliche Spinnerei!

Das nun eine Digitale übertragung ist weiß ich im allgemeinen sagt man aber das Coax Digital besser sein soll, ich weiß natürlich auch nicht genau wie die Unterscheide beim Abtasten sind. Das optische Kabel keinen Unterschied haben außer das ein besseres vielleicht höhere Strecken überwindet ist mir auch klar.

Anderer seits wird ja das Signal digitalsiert wenn man es per spdf überträgt. Also doch verändert.
Ist es hier nicht so das eine hochwertige Analoge Übertragung per Cinch vielleicht vorteile hat ?

Die Hifi kenner die mir das gesagt hab, sagten übrigens nicht das verschiedene Digitalkabel unterscheide machen sondern das Analog doch besser klingt als Digital.
Vorallem bei Stereo. Frag mich aber nicht, hab nur die Erfahrung das es mit der Soundkarte nun ne Stufe besser klingt und das, dass Sommer Cinch dem nix ab tut.

Mfg
hadez16
Stammgast
#4 erstellt: 15. Jan 2008, 14:24
die klangverbesserung kommt meiner meinung nach definitiv durch den umstieg von onboardsound auf M-Audio Karte

die onboard-chips sind meißt echt grottig
MusicFan82
Stammgast
#5 erstellt: 15. Jan 2008, 14:30
Ja das stimmt wohl! obwohl die Fa. Asus mit dem "guten" Sound auch noch wirbt!
gr1zzly
Inventar
#6 erstellt: 15. Jan 2008, 20:34

hadez16 schrieb:
die klangverbesserung kommt meiner meinung nach definitiv durch den umstieg von onboardsound auf M-Audio Karte

die onboard-chips sind meißt echt grottig

Wobei man bei dieser Aussage differnzieren muss! Und zwar zwischen Analoger und Digitaler Ausgabe.

Bei digitaler Ausgabe klingt ein billig Mainboard-Chip (unter der Vorraussetzung, er gibt bitperfekt aus) genauso gut, wie eine 200 EUR Profikarte.

Bei Analoger Ausgabe sieht es nunmal anders aus, da dort die Qualität der Analogsektion, sprich D/A-Wandler, Kondensatoren, Oamps etc. entscheidend ist. Und da gilt nunmal: Qualität kostet.

MusicFan82 schrieb:
im allgemeinen sagt man aber das Coax Digital besser sein soll, ich weiß natürlich auch nicht genau wie die Unterscheide beim Abtasten sind. Das optische Kabel keinen Unterschied haben außer das ein besseres vielleicht höhere Strecken überwindet ist mir auch klar.

Koax Digital (=Cinch=elektrisch) und LWL digital (=toslink=optisch) sind völlig gleichwertig, was den Klang betrifft.
Es gibt nur einen IEC Consumer-Standard zur Digitalen Audiodatenübertragung (von HDMI mal abgesehen), und der nennt sich s/pdif (Sony-Philips Digital Interface). Koax und Toslink sind nur die möglichen Übertragungswege!


MusicFan82 schrieb:
Anderer seits wird ja das Signal digitalsiert wenn man es per spdf überträgt. Also doch verändert.
Ist es hier nicht so das eine hochwertige Analoge Übertragung per Cinch vielleicht vorteile hat ?

Nein, eben nicht. Das Signal liegt am PC schon längst digitalisiert vor! Auch auf einer AudioCD sind nur jede Menge Einsen und Nullen gespeichert.
Wenn man dieses Signal nun über spdif übertragt, wird es einfach nur völlig unverändert (im Falle von bitperfekter Ausgabe) an das nächste Gerät weitergeleitet.

Nun gibt es heute aber kaum noch wirkliche analoge Tonträger (Kasseten oder Schallplatten wären Beispiele dafür), sondern ein großteil der Musik erreicht uns auf digitalem Wege.
Dummerweise kann der Mensch aber nicht digital hören, sondern nur Analog. An irgendeiner Stelle muss also jetzt die Wandlung von Digital auf Analog erfolgen.

Da die meisten Einsteiger AVRs schon recht brauchbare D/A-Wandler haben, wird hier im PC&hifi-Forum meist empfohlen, die sowieso schon integrierte Onboardsoundkarte zu benutzen, um die Daten einfach an den AVR weiterzuleiten und ihm die Wandlung zu überlassen, da die Wandlersektion der Onboardkarte oft grausig ist.

Allerdings wird diese Aussage dann oft, frei nach Tocotronic , in "Digital ist besser" umgemüntzt.
Das stimmt aber so nicht. Es kann auch durchaus sein, das eine Soundkarte die bessere Wandlersektion besitzt. Dann überlässt man die D/A-Wandlung also der Soundkarte und geht analog zum Verstärker/AVR.

Man kann also nicht einfach sagen, "analog klingt besser als digital", oder umgekehrt.

Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit in die Verwirrung bringen.

MfG Chris
hadez16
Stammgast
#7 erstellt: 15. Jan 2008, 23:47


Wobei man bei dieser Aussage differnzieren muss! Und zwar zwischen Analoger und Digitaler Ausgabe.

Bei digitaler Ausgabe klingt ein billig Mainboard-Chip (unter der Vorraussetzung, er gibt bitperfekt aus) genauso gut, wie eine 200 EUR Profikarte.

Bei Analoger Ausgabe sieht es nunmal anders aus, da dort die Qualität der Analogsektion, sprich D/A-Wandler, Kondensatoren, Oamps etc. entscheidend ist. Und da gilt nunmal: Qualität kostet.


der Fokus meines Kommentars lag natürlich insgeheim auf den AD/DA-Wandlern der Soundkarten. Digitale Ausgabe habe ich verdrängt.

Was aus eigener Erfahrung ebenfalls ausschlaggebend ist, ist der Treiber der Soundkarte.
Ich kenne alte Creative Karten bei denen der originale Creative-Treiber schon einen Badewannenfrequenzgang ausspuckte um wohl kleine Brüllwürfel besser klingen zu lassen. Die Installation des kX-Treiberpakets öffnete mir die Augen was ein Treiber alles am Klang herumpfuschen kann


[Beitrag von hadez16 am 15. Jan 2008, 23:49 bearbeitet]
MusicFan82
Stammgast
#8 erstellt: 16. Jan 2008, 13:22
Jou hört sich nun alles recht logisch an !
Ist halt wohl doch nicht alles was Glänzt, Gold

Bei mir ist das Ergebnis halt recht krass weils mit Analoger Anbindung zum Receiver deutlich besser klingt wie vorher mit dem onBoard Chip per Lichtwelle.
Ich werd vielleicht mal ausprobieren wie sich der Sound über Spdf per Coax klingt da ja dann die Soundkarte und Digitale Anbindung theoretisch auch sehr gut tun sollte.

Mal schauen , mach ich mal wenns mir langweilig ist

Am Ende ist das "Analoge" Vorgehen eben auch Vorbereitung auf Eine Music Hall Endstufe die nur Analoge Einghänge hat.
Somit ist die Investition in eine Gutes Cinchkabel sicher nicht falsch gewesen.

Mfg


[Beitrag von MusicFan82 am 16. Jan 2008, 13:24 bearbeitet]
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