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Urheberrechtsverletzung, ist soetwas nicht krank?

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Autor
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TonyFord
Stammgast
#1 erstellt: 13. Aug 2009, 12:35
http://www.golem.de/0908/68756.html

22500 US$ Strafe pro Song, hat soetwas denn überhaupt noch mit Gerechtigkeit und Verhältnismäßigkeit zu tun?
Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn solche Leute dann Amok laufen.

Auch wenn durch die Verbreitung der Schaden sicherlich nicht zu unterschätzen ist, doch 90% derjenigen die Musik illegal herunterladen würden sich niemals die CD oder den Song kaufen, weil sie einfach nicht bereit sind für Musik viel Geld ausgeben zu wollen bzw. ihnen Musik relativ wenig bedeutet.

Die Plattenindustrie sollte sich meiner Meinung nach mal mit "Weniger" zufrieden geben und vielleicht auch mal neue Musikacts weniger fördern, denn ich finde es gibt heutzutage viel zu viele Interpreten auf dem Markt, die die Welt nicht braucht, weil es davon schon zu viele gibt.
So hätte ich gegen eine gewisse "Konsolidierung" nichts dagegen und dann würde auch das "Überangebot" etwas abnehmen und Plattenindustrie sowie Künstler wieder mehr Geld verdienen können.
hangman
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 13. Aug 2009, 12:46
tony! gibts das? du und ich (weitgehend) einer meinung!?!

allerdings finde ich daß (ein großteil der) künstler und die industrie sowieso (weit) mehr als genug verdienen!


[Beitrag von hangman am 13. Aug 2009, 12:47 bearbeitet]
TonyFord
Stammgast
#3 erstellt: 13. Aug 2009, 13:02
Supi, da freue ich mich, dass wir mal einer Meinung sind
kwerbeat
Stammgast
#4 erstellt: 13. Aug 2009, 17:24

TonyFord schrieb:
http://www.golem.de/0908/68756.html

...Da braucht man sich dann nicht wundern, wenn solche Leute dann Amok laufen...

Auch wenn durch die Verbreitung der Schaden sicherlich nicht zu unterschätzen ist, doch 90% derjenigen die Musik illegal herunterladen würden sich niemals die CD oder den Song kaufen, weil sie einfach nicht bereit sind für Musik viel Geld ausgeben zu wollen bzw. ihnen Musik relativ wenig bedeutet...


Also dein Amok-Argument meinst du nicht Ernst, oder?

Ein Song kostet als Download in den Staaten um die 60 US-Cents (berichtige mich, wenn ich irre). Und wenn das zuviel Geld ist und dieser Klientel Musik relativ wenig bedeutet (nächste Frage: Was ist relativ? 88?), dann sollten sie sich ein anderen Hobby suchen - Amok laufen?

Es gibt nunmal Gesetze, die das Downloaden von Songs aus Tauschbörsen verbieten. Und wenn derjenige es trotzdem tut, weiß er, dass er sich in Gefahr begibt. Dazu altes Sprichwort: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

Zur Strafe: Sicher sind 22000 $ pro Song überzogen, aber der Betreffende hätte wahrscheinlich Probs, die Strafe abzuzahlen, würde der illegale Download (nicht die Weitergabe an Dritte) "nur" mit 1000 $ pro Song geahndet.

Deine Argumentation finde ich ärmlich.

Dass die Musikbranche ihre Zahlen nicht mal offiziell macht, halte ich für fragwürdig.

Auch teile ich die Meinung, dass die Industrie zuviel Shice produziert, ergo zuviel Mittel in überflüssige Musik und deren Marketing investiert. Letztendlich wird diese Shice aber (leider) auch gekauft.


[Beitrag von kwerbeat am 13. Aug 2009, 17:26 bearbeitet]
TonyFord
Stammgast
#5 erstellt: 13. Aug 2009, 18:50
Es geht dabei immer um Verhältnismäßigkeit und da finde ich deine Argumentation kwerbeat etwas ärmlich.

Ich finde keinesfalls für illegale Downloads bzw. Weitergabe richtig und so halte ich eine Bestrafung durchaus gerechtfertigt.

Doch wenn Bestrafung in drakonischem Wahnsinn müdet kann ich soetwas nicht gutheißen.

In Deutschland gab es auch schon Fälle, bei dem das Urheberrecht verletzt wurde. Hätte man in diesem Fall pr Song ebenfalls 22500 US$ Strafe verhängt, wäre man vermutlich irgendwo jenseits der Milliardengrenze gelandet.

Ich denke dass die Plattenindustrie damit ein Zeichen setzen und Macht demonstrieren möchte.

Wie ich schon geschrieben habe, das Interesse an Musik ist bei einem großteil der Bevölkerung äußerst gering. Ich kenne viele Leute, welche sich vielleicht 2 oder max. 3 CDs pro Jahr kaufen und überwiegend Radio hören.

Ich finde das einzig richtige Mittel gegen diesen Trend können bzw. müssen niedrigere CD-Preise sein, denn wenn eine CD Beispielsweise nur noch 5€ kosten würde, würden die Leute deutlich mehr CDs kaufen.
U.a. kaufe ich fast ausschließlich CDs für weniger als 10€, weil ich der Meinung bin dass mehr als 10€ für eine einzige CD mit am Ende gerademal 48min. Inhalt nicht gerechtfertigt sind.

Des Weiteren könnte man ja CD-Käufern kleine Rabatte auf Konzertpreise geben oder andere Vergünstigungen Anreize schaffen um die Kunden zum Kauf zu locken.
kwerbeat
Stammgast
#6 erstellt: 13. Aug 2009, 19:42
???? Du findest meine Argumentation ärmlich ????? Kann ich dir nicht helfen, aber dein Thread liest sich halt so, als würdest du es gut heißen. Und wenn ich dann den Link anklicke und darin sich Argumente befinden a lá "Und bei Rot über die Ampel gehen, wird mit lebenslanger Haftstrafe geahndet" in Richtung eines Posters, der sich auf die Seite des Gesetzes stellt, fass ich mir nur an den Kopf.

Und ärmlich ist wohl falsch umschrieben, eher spärlich dein Post. Das Strafmaß raushauen, dazu nen Link setzen - ein bißchen mehr "Fleisch" (Argumente) hätten deinem ET gut getan. Aber sei es drum. Du hat dein Recht und ich meine Ruhe.


[Beitrag von kwerbeat am 13. Aug 2009, 19:43 bearbeitet]
chris222
Inventar
#7 erstellt: 13. Aug 2009, 21:03
675.000 $ Schadensersatz

Einen jungen Menschen, der einen Fehler begangen hat, mit einer Geldstrafe zu belegen, von der er sich bis an sein Lebensende nicht mehr erholen wird, entzieht sich meinem Verständnis von Verhältnismäßigkeit!
TonyFord
Stammgast
#8 erstellt: 14. Aug 2009, 14:38
kwerbeat dazu braucht man nicht viel schreiben, denn allein der Link hätte eigentlich schon genügt um diese Farce zu zeigen.


675.000 $ Schadensersatz

Einen jungen Menschen, der einen Fehler begangen hat, mit einer Geldstrafe zu belegen, von der er sich bis an sein Lebensende nicht mehr erholen wird, entzieht sich meinem Verständnis von Verhältnismäßigkeit!

Genau so sehe ich es nämlich auch. Hier will die Musikindustrie bewusst Menschen in den Ruin treiben um Denkmäler zu setzen, so nach dem Motto "Leute schaut her, wer sich Musik illegal besorgt bzw. weitergibt, dessen Leben werden wir zerstören!"

Aber die USA ist ja berüchtigt für solch willkürliche Gerichtsurteile, bei dem keine Verhältnismäßigkeiten mehr gewahrt werden.
Times
Stammgast
#9 erstellt: 14. Aug 2009, 15:28
Wie schon von Tony, Chris2222 und Co. bemerkt, halte auch ich das Strafmaß in
diesem Fall nicht nur für überzogen, sondern absolut weltfremd. Sollte er die knapp
675.000 USD tatsächlich bezahlen müssen, wird er sich davon höchstwahrscheinlich
nie wieder erholen.

Und das die Musikindustrie mit ihrem Handeln in den vergangenen Jahren (DRM,
überteuerte Preise, Loudness War, etc…) nicht wirklich Kundenorientiert gehandelt
hat und für einen Großteil ihrer Misere (?) selbst verantwortlich ist, steht meines
Erachtens nach auch außer Frage.

Aber… viele der Filesharing-Nutzer tragen mit Ihrer Einstellung zum “Eigentum“
Anderer eine gewisse Mitschuld am rigorosen Vorgehen der MI: Ich weiß nicht wie
oft ich in letzter Zeit schief angeschaut wurde, wenn ich in meinem Freundes- und
Bekanntenkreis erzählt habe, dass ich mir diese oder jene CD gekauft habe. Häufig
begleitet von Kommentaren wie „Was, du kaufst noch CDs?!“ oder „Häh? Das gibt’s
doch Alles im Internet 4 free…?!“

Einige haben sich sogar seit dem ersten Erscheinen von Napster nie wieder eine CD
gekauft.

Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich noch nie Irgendetwas runtergeladen
hätte. Auch sehe ich es nicht ein für ein neues Album mit 12, 13 oder 14 Titeln einen
Betrag von 18€ zu bezahlen, von dem wahrscheinlich nicht mal 1/5 beim Künstler
ankommen. Aber mittlerweile gibt es ja ausreichend faire Download-Angebote im Netz,
dazu noch DRM frei. Begünstigt durch die aktuellen Dollar- und Pfundkurse und der
etwas anderen Preispolitik in anderen Ländern, lassen sich auch CDs (teilweise auch
Neue) zu einem günstigeren Preis erwerben.

…just my 2 cents.

Gruß,
Times
TonyFord
Stammgast
#10 erstellt: 16. Aug 2009, 11:44
Times, da hast du meine Gedanken genau getroffen.

Auch ich kenne es, wie "gewissenlos" mittlerweile andere Leute Musik herunterladen.
Doch die Musikindustrie hat mit ihrem Verhalten in der Vergangenheit letztendlich dafür gesorgt, dass es nun so viele "Schwarzdownloader" gibt.

Mit Napster fing die ganze Geschichte an, denn mit Napster ist wie aus dem Nichts ein Interesse entstanden, sich Musik bequem zu "downloaden" und eben nicht den Weg ins klassische CD/LP-Geschäft zu suchen.

Was hat dann die Musikindustrie gemacht? Sie hat aufgekauft und geschlossen, die Belange der Kunden jedoch nicht erkannt bzw. erkennen wollen.
Stattdessen hat erst einige Zeit später Apple mit iTunes entstehen müssen, um Musik via Internet endlich Marktreif zu machen. Die Musikindustrie hat da ganz schön blöde aus der Wäsche geguckt, als da Apple plötzlich etwas geschafft hat, wozu die Musikindustrie nicht in der Lage war bzw. sein wollte.

Hätte man Napster genutzt um "bezahlbare" Musikdownloads anzubieten, so hätte sich die ganze Schwarzdownloaderei sicherlich nicht ganz so sehr verbreitet.
Bezahlbar finde ich jedoch nicht, dass ein Online-Album genausoviel kostet wir eine orig. CD oder teilweise sogar teurer ist.
Preise von mehr als 50eurocent halte ich für zu teuer (mit Ausnahme von neuen MaxiHits) und der heutigen Zeit unangemessen. Vielmehr sollte es die Masse machen und wenn z.B. ein Titel nur 10 oder 20cent kosten würde, so würde sich illegales Herunterladen von Musik kaum noch lohnen.

Oder man findet einen zusätzlichen Anreiz, um Käufer zum legalen Kauf zu locken.

Interessant finde ich durchaus auch eine Musikflatrate, wo man paar EURO im Monat bezahlt und sich dann die Titel herunterladen kann.
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