Kombination aus Diffusor und Lochabsorber + Berechnung Lochplatten?

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Poison_Nuke
Inventar
#1 erstellt: 21. Aug 2005, 07:32
Hio,

ich bin ja schon seit einiger Zeit am Planen für mein "Ultra"-DBA (sag ich einfach mal so, weil es kompromisslos das Beste werden soll, was technisch möglich ist).


Die Wände des DBA würde ich gerne zwischen den WandSubwoofern mit Absorbern ausrüsten, wobei ich da höchstwahrscheinlich Lochplattenabsorber bauen werden, für eine Breitbanddämpfung.


Nun meine Frage:
kann man die Oberfläche eines Lochplattenabsorbers so gestalten, das sie gleichzeitig als eindimensionaler Diffusor arbeitet und somit gleich zwei Funktionen erfüllt, oder würde der Absorber nicht mehr so effizient sein, als wenn er plan wäre?

Und die andere Frage:
Wie berechnet man die benötigte Lochanzahl und -größe bei einem Lochplattenabsorber?

Vielen Dank schonmal für die Antworten


[Beitrag von Poison_Nuke am 21. Aug 2005, 07:33 bearbeitet]
mikahanau
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 21. Aug 2005, 11:54
also ich würde dir für die seitenwände etwas in dieserRichtung empfehlen:

der vorteil ist, dass dieser Slat-Helmholzabsorber eine sehr breitbandige angelegenheit darstellt, die leicht zu berechnen ist. Durch die schräge form wird der schall diffus an der oberfläche reflektiert, und in den Luftschlitzen wird absorbiert. Mit diesem Absorber erhällst du ein lebendiges klangbild ohne die höhen automatisch zu überdämfen.
die lösung mit den lochplatte ist eher eine geschichte die ich an der decke verwenden,und auch nicht berechnen würde, da durch bevorzugte streulocheung eine berechnung fast unmöglich ist.
hier habe ich nochmal einen onlinerechner für den oben abgebildeten slatabsorber:

http://www.johnlsayers.com/phpBB2/download.php?id=1881
wichtig bei diesem absorber ist dass er nach hinten hin luftdicht sein muss. Das bedeutet dass die luft nur durch die schlitze rein und raus kann.
abgesehen von der wirkweise dieses absorbers sieht er noch prima aus und beeinträchtigt dass wohngefühl positiv
peace
mika


[Beitrag von mikahanau am 21. Aug 2005, 12:12 bearbeitet]
Poison_Nuke
Inventar
#3 erstellt: 21. Aug 2005, 12:14
Danke für die Antwort

Also Decke soll so aussehen:



Wollte aber doch eigentlich ganz gerne berechenen, welche Lochgrößen und Verteilung wie ungefährt bedämpft.


Auf dem Bild sieht man aber auch das hintere Array, und zwischen diese Wandsubwoofer sollen Absorber dazwischen. Was würdest du denn dazwischen machen?


Die Idee mit den Slat-Helmholztresos finde ich mehr als genial. GENAU sowas wollte ich sowieso an die Seitenwände bauen, wusste nur noch nicht, was es da gibt.



Aber ich habe mir eh gerade fü über 200€ bei Amazon 2 Bücher über die Raumakustik und Schallbedämmung gekauft.

Die werde ich mir dann die nächsten Wochen/Monaten durchlesen und hoffentlich komplett verstehen. Dann habe ich vielleicht noch eine bessere Sichtweise.

Aber schonmal vielen Dank bisher.
Vielleicht hat noch jmd eine Idee, wie man denn den Zwischenraum zwischen den Subwoofern am besten gestalten könnte. Weil Absorber und Diffusoren sind hier gleichermaßen gut angebracht.
mikahanau
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Aug 2005, 12:29
dass ganze konzept sieht doch sehr vielversprechend aus.
Du solltest nur darauf achten, dass der rahmen hinter den gelochten platten luftdicht ist.
Wenn du unbedingt löcher willst, dann versuchs mal mit diesem Onlinerechner:
http://www.mhsoft.nl/Helmholtzabsorber.asp#HelmholtzPanelAbsorber
aber vorsicht!!! Die formel für den Slatabsorber ist hier wie fast überall fehlerhaft. benutze für den Slatabsorber die formel aus dem Link oben.
Hinten zwischen den subs würde ich ganz einfach Mineralwolle anbringen die bis zum vorderen Rand der subs reicht. Dise kann man dann wünderbar mit stoff in einer schönen Farbe gestallten. Somit schafft man fast eine tote wand hinter der Hörposition, und die Fläche sieht gleichmäßig aus.
Der Raum schein mir im allgemeinen ein wenig zu klein um den diffudionseffekt außreichen nutzen zu können, dashalb würde ich es bei der decke wie in deienm bild belassen und die Rückwand einfach tot gestallten.
peace
mika
Poison_Nuke
Inventar
#5 erstellt: 21. Aug 2005, 13:24
ok, danke für die Tipps.

PS: die Vordere Wand soll identisch werden wie die hintere, da DBA. Die Idee mit dem Stoff ist aber auch gut. Lässt sich zwischen den "Kästen" ja auch gut spannen.

Müsste nur noch rausfinden, wie ich die Deckenplatten in der Form Luftdicht hinbekomme. Das schräge anbauen geht ja nur, nur das abdichten wird ne lustige Arbeit.

Obwohl das Bohren der Löcher wohl die nervigste Arbeit sein wird


Danke aber für den Link, da stehen schon einige nützliche Infos drin ,welche ich mir bis zum erscheinen der Bücher schonmal durchlesen kann

Habe ja heute wieder 5h zeit im Zug zum lesen
ozonHans
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 21. Aug 2005, 21:47
Nabend,
ich wollte schon ein eigenes Thema erstellen, aber da Ihr euch aktuell damit befasst, stell ich einfach mal hier meine Frage:

Ich sitze in meinem 15 qm Raum 80cm von der Rückwand entfehrnt. Die Rückwand ist absolut kahl. Ich frage mich nun, ob bei diesem Wandabstand ein Diffusor Sinn macht. Ich hatte nämlich die Idee, mein bestehendes Ikea-DVD-Regal um weitere zwei Regale zu erweitern, dann wäre die Regalwand 2,40 meter breit und 2 meter hoch. Ich könnte nun nach mathematisch korrekter Formel mit 600 Leerhüllen (bei Ebay für 60 EURO) ein "Relief" schaffen, dass max. 30cm tiefenunterschied hat.
Die Leerhüllen würde den Hochtonbereich nicht abgreifen.

Ich frage mich nur, ob das Material nicht auch entscheident ist und nicht nur das Relief. Gehen die Schallwellen nicht evt. durch die Hüllen durch?

gruss
ozon
Poison_Nuke
Inventar
#7 erstellt: 25. Aug 2005, 16:24
Mein Schallabsorber - Buch kommt erst nächste Woche mit der Post, aber ich werde mal vorweg eine Vermutung aufstellen:

Die Hüllen werden die für Diffusion wichtigen Frequenzen über 5000Hz wohl reflektieren, so wie gewollt, darunter wird der Schall dann durch seine enormen Abmessungen entweder plan an den CD Hüllen reflektiert, oder er geht durch.

Aber bei deinem kurzen Wandabstand würde ich persönlich eine starke Dämmung mit teilweise Diffusoreinlagen bevorzugen:
Also 2m² Dämmmmatte, dann ein Diffusorstreifen, eine 2m² Matte in der Mitte, und dann nochmal Spiegelbildlich auf der anderen Seite.



Ich werde mir aber in den nächsten Wochen ein paar dicke (und schweineteure) Wälzer über Akustik und Schallabsorber durchlesen, damit wenigstens einer hier mal mit richtig fundiertem Fachwissen zum Thema antworten kann =)

Wenn du also noch ein paar Wochen abwarten kannst, dann kann ich dir eine richtige Antwort zu deiner Frage geben
mikahanau
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Aug 2005, 19:59

Ich werde mir aber in den nächsten Wochen ein paar dicke (und schweineteure) Wälzer über Akustik und Schallabsorber durchlesen, damit wenigstens einer hier mal mit richtig fundiertem Fachwissen zum Thema antworten kann =)

na was soll den dass jetzt heißen?
Poison Nuke hat schon gut geraten.
Jedoch würde ich in deinem Fall nur absorbieren und die diffusion vernachlässigen.
Wenn du auf die wand 30 cm mineralwolle hinter eine stoffbespannung packst, dann hast du einen Absorber der wirklich alles dämft. Reflektionen krigst du von deinen seitenwänden schon genug um keinen toten raum zu haben, keine sorge. Diffusion in diesen maßstäben keinen sinn,da der schall ja auch seinen platz braucht um durch die luftbremsung an ernergie zu verlieren. Lieber eine tote Reatwall realisieren, und gegebenenfalls ein paar paralelle wände an der seite aufbrechen, um stehende wellen weitestgehend zu vermeiden.
Wenn du die hohen frequenzen umbedingt klingen lassen möchtest , dann pack eine 0,003mm dicke plastikfolie vor 30cm mineralwolle auf der Rückwand, und du wirst es nicht fassen können wie genial es klingt.
über die folie einen schönen stoff spannen und dass ganze ist auch noch gemütlich.
ich hoffe ich konnte helfen
peace
mika
Poison_Nuke
Inventar
#9 erstellt: 25. Aug 2005, 20:24

mikahanau schrieb:
na was soll den dass jetzt heißen


Ganz einfach, bisher habe ich noch nie zum Thema Akustik eine richtig fundierte Antwort oder so bekommen. Alle wissen es scheinbar nur so vom Hören/Sagen. Daher will ich mir mal eine theoretische Grundlage schaffen, um hier nicht mehr grobe Vermutungen zu schreiben

Und da das Thema Akustik sehr sehr sehr sehr umfangreich ist, und auch woanderst helfen kann, ist das Wissen nur von Vorteil, auch wenn mein Konto diese Bücher wohl nicht so schön findet...weil bei bis zu 180€ pro Buch, die ich gekauft habe, das ist schon hart


[Beitrag von Poison_Nuke am 25. Aug 2005, 20:25 bearbeitet]
ozonHans
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Aug 2005, 20:50

mikahanau schrieb:

Wenn du die hohen frequenzen umbedingt klingen lassen möchtest , dann pack eine 0,003mm dicke plastikfolie vor 30cm mineralwolle auf der Rückwand, und du wirst es nicht fassen können wie genial es klingt.
über die folie einen schönen stoff spannen und dass ganze ist auch noch gemütlich.
ich hoffe ich konnte helfen
peace
mika


Gilt das nur für den Bereich direkt hinter dem Hörplatz, oder muss ich die Ganze Rückwand mit 30cm Mineralwolle zukleistern? Wo bekommt man denn 0,003mm dicke Plastikfolie her? Ein Blatt Papier hat 0,1mm (30-fach). Ab welcher Frequenz
würde denn dann nichts mehr absorbiert? Ausserdem würde
evt. Stoff ja auch wieder die Höhen dämpfen.

gruss
ozon
Poison_Nuke
Inventar
#11 erstellt: 25. Aug 2005, 23:05

ozonHans schrieb:
Wo bekommt man denn 0,003mm dicke Plastikfolie her? Ein Blatt Papier hat 0,1mm (30-fach)


Frischhaltefolie z.B., die ist ein klein wenig dünner, als Papier

Kann nur schlecht sagen, ab welcher Frequenz die mitschwingen würde. Dürften aber schon so 10.000Hz oder mehr sein, die dann wieder durchgehen.
mikahanau
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 26. Aug 2005, 13:22
Also 0,003mm dicke Abdeckfolie kriegt man im Baumarkt. 20 qm kosten ca 2 euro. Mit dieser folie solltest du einfach die mineralwolleplatten einpacken, und schon wird ab ca 8000hz reflektiert und darunter bedämft.
klingt ein wenig offener wenn man folie verwendet, was für einen normalen Hörraum ja gewünscht ist.
peace
mika
ozonHans
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 26. Aug 2005, 13:33

mikahanau schrieb:
Also 0,003mm dicke Abdeckfolie kriegt man im Baumarkt. 20 qm kosten ca 2 euro. Mit dieser folie solltest du einfach die mineralwolleplatten einpacken, und schon wird ab ca 8000hz reflektiert und darunter bedämft.
klingt ein wenig offener wenn man folie verwendet, was für einen normalen Hörraum ja gewünscht ist.
peace
mika


Ist ja klasse, hier wird einem super geholfen, vielen Dank!
Ich war soeben im Baumarkt, um zu erfahren, dass man keine Steinwolle da hat, nur Glaswolle!

Reicht das denn, die Glaswolle mit 0,003mm dicker Folie einzupacken, was ist mit den Dämpfen und der Gesundheit?
Gehen die Dämpfe nicht durch die "Ritzen" durch? Ausserdem weiss ich nicht, ob ich die Glaswolle in eine Schicht Folie "einpacken" soll, oder vieleicht besser in mehrere Lagen Folie .
Im Baumarkt gibt es Rollen-Glaswolle (sehr locker) und Platten, die rel. fest und dicht sind (und teurer), welche sind denn besser geeignet?

nice Weekend
ozon


[Beitrag von ozonHans am 26. Aug 2005, 13:34 bearbeitet]
Poison_Nuke
Inventar
#14 erstellt: 26. Aug 2005, 20:40
je lockerer, desto besser. Und von Glaswolle gehen meines Wissens keine gefährlichen Dämpfe usw aus, ansonsten wären wir hier ja schon alle krank, da die Dämmung des Dachbodens aus offen verlegter Glaswolle besteht.
RobF
Neuling
#15 erstellt: 02. Jul 2008, 18:03
Mit der Glaswolle solltest du nur nicht zuviel beim verarbeiten rumstauben. Das Zeug ist als Staub nicht so gesund. Das sind mikroskopisch kleine Glassplitter!!
Wenn du das Ganze aber nachher verpackt hast kann dir nix mehr passieren

Noch eine Sache. Wenn du das Ding an eine Wand hängst beachte bitte, besonders bei Außenwänden, dass du den Taupunkt in die Wohnung holst. Das kann zu Schimmelbildung führen. Am besten mit Korkplättchen (zum Beispiel von ner Weinbuddel) ein paar Abstandshalter anbauen. So ist alles etwas hinterlüftet.

Viele Grüße
Robert
CarHifi-Freak
Stammgast
#16 erstellt: 03. Jul 2008, 14:08
hehe guck dir mal an, von wann das thema ist

2005, sein raum is mitlerweile fix und fertig, und auf der HP sogar der komplette umbau bebildert
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