3 Wege Boxen

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Lom1lo
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Mrz 2012, 21:07
Hi, mein Kumpel sucht ordentliche 3 Wege Boxen mit 20cm Durchmesser, er hatte zuvor Magnat Racer 320 und die sind total im Arsch. Würde mich sehr über Vorschläge freuen.

Danke
Joschi55
Stammgast
#2 erstellt: 16. Mrz 2012, 18:40
dürfte ungefähr hinkommen:
http://www.neckerman...1_7267,de_DE,pd.html


[Beitrag von Joschi55 am 16. Mrz 2012, 18:40 bearbeitet]
lombardi1
Inventar
#3 erstellt: 18. Mrz 2012, 00:31

Lom1lo schrieb:
mein Kumpel sucht ordentliche 3 Wege Boxen

Lass mich Raten: für die Heckablage ?


mfg Karl

PS: Lenco
3 Wege Aluminium Mini Hifi Lautsprecher

Hihi
Lom1lo
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Mrz 2012, 20:08
Ja genau für die Heckablage
Halten die auch was aus ? Weil die ersten hat er gut verheizt -.- ^^
-MCS-
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 19. Mrz 2012, 20:17
Lautsprecher gehören ordentlich verbaut nach vorne! Das ist vergleichbar mit Home-HiFi.
Da stellst du die Lautsprecher doch auch nicht hinter dich.

Er braucht ein ordentliches Frontsystem. Hier im Forum gibt es genug Beispiele, wie man es richtig
macht. Wenn du mit solchen Sachen wie 3-Wege in der Hutablage kommst, hat das überhaupt nichts
mit HiFi zu tun.

Wenn das so ist und er nichts gescheites selbst bauen will, dann wird dir hier wohl kaum einer zu einem
Hutablagen-Lautsprecher raten.
zuyvox
Inventar
#6 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:33
Was für ein Auto fährt dein Kumpel denn?
In fast jedem Auto gibt es vorn die Möglichkeit Lautsprecher einzusetzen.
Entweder kleine 10cm Coax Lautsprecher für das Armaturenbrett, oder 13 bzw. 16cm Lautsprecher für die Türen.

Wobei man zwischen Coaxial und Combo unterscheidet.

Angenommen, dein Freund hat die Möglichkeit, 16cm Lautsprecher zu verbauen, dann hat er 2 Möglichkeiten:
Alpine Coax Lautsprecher
Hier sind Tieftöner und Hochtöner Kombiniert.
Einige Modelle zum Beispiel Renault verbauen Coaxial Lautsprecher. Oft aber im 13er Format in den Türen.
Vorteil: Einfach einzubauen
Nachteil: Hochton sitzt zu tief unten und klingt daher nicht so gut. Und Bauartbedingt gehen die Coaxe nicht so laut.

Gleiches gilt für die kleinen 10cm Lautsprecher, deie oft in alten Fahrzeugen oder einfach ausgestatteten Wagen verbaut werden.
Ich fuhr mal einen VW Polo 6n, in den nur 10er ins Armaturenbrett passten:
10er Coax

Oder aber, er hat "glück" und kann ein 16er Combo System verbauen. Dies war zum Beispiel bei meinem alten Polo nur in einer besseren Ausstattungslinie der Fall, ist heute aber bei vielen Autoherstellen Standard.
Alpine 16er Combo

Vorteil: Geht lauter, Hochton sitzt meist im oberen Teil der Tür oder in der A-Säule. (dann klingt es besser)
Nachteil: Lautsprecher sind schwerer zu verbauen, oftmals auch etwas teurer.

Hinzu kommt:
Selbst die Türen vorn bestehen oft nur aus Blech und Plastik. Darin kann ein ordentlicher 16er Lautsprecher nicht gut spielen. Das fängt gleich an zu scheppern. So wie bei der Hutablage hinten...

Wie kommst du auf die Idee, da 20er einzusetzen? So eine Hutablage ist ein Stück Pappe... da kann man nichts einschrauben.
Deine Lautsprecher zu Hause sind doch auch nicht in Pappkartons eingebaut oder? Sondern in Holz.
Und gleiches gilt fürs Auto.
Hier kann man in den vorderen Türen nachhelfen indem man die Türen mit Bitumen Dämmt. Das ist recht teuer und für unerfahrene (wie mich) auch aufwendig.
Aber so, und nur so, bekommt man im Auto guten Klang realisiert.
Lom1lo
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:42
Ne der hat da so ein Holzbrett hinten Es ist ein alter Golf ^^

Danke für die Tipps werde es mal weiterleiten
zuyvox
Inventar
#8 erstellt: 20. Mrz 2012, 11:52
Golg 2 oder Golf 3?
golf-2-17252
golf_3_4

Beim 2er Golf sitzen die Lautsprecher irgendwo im Armaturenbrett und sind dementsprechend klein. Deshalb findet man von den 2ern auch so viele bei denen Lautsprecher in die Hutablage eingeschraubt wurden.
PS: Das sieht nicht nur schlecht aus und klingt miserabel... es ist bei einem Unfall auch sehr gefährlich, wenn sich die Lautsprecher aus der Pappe reißen und nach vorne wandern,

Es gibt fpr den 2er Golf aber auch die Möglichkeit Lautsprecher in den Türen zu verbauen, wenn man vorher ein Paar Doorboards einsetzt. Die gibt es fertig zu kaufen, teils bereits mit echtem MDF Holz, also schon mal besser als Plastik. Die sind aber sehr teuer.

Beim Golf 3. (der ja auch schon als alt bezeichnet werden darf) gibt es die Türlautsprecher im 16cm Format Serienmäßig. Der Hochtöner sitzt im Spiegeldreieck. Sprich: Da kann man ein ordentliches 16er Combo System verbauen. Beste Voraussetzung für guten Klang.


[Beitrag von zuyvox am 20. Mrz 2012, 11:56 bearbeitet]
Nebelhoggel
Inventar
#9 erstellt: 20. Mrz 2012, 12:12
Man kann im Golf 2 auch sehr einfach Doorboards selbst bauen. Gab es mal ne Anleitung für.

Man muss einfach nen 19mm Brett in Form sägen und mit der Türverkleidung verschrauben.
zuckerbaecker
Inventar
#10 erstellt: 20. Mrz 2012, 13:25

Lom1lo schrieb:
Ne der hat da so ein Holzbrett hinten






Carbonat schrieb:
Über den Sinn und Unsinn von Soundboards, Hecksystemen und Frontsystemen


Warum bau ich mir kein Soundboard ein, sonder investiere das Geld lieber in ein gutes Frontsystem ???

Nunja, immerwieder sieht man Leute mit Soundboards im Auto oder auch Leute, die sich diese einbauen wollen oder auch schon haben!
Aber warum ist das nur so?
Das hat auch seinen Grund, den früher hatten Autos nicht so üppig dimensionierte Front-Lautsprecheraufnahmen und Radios waren kaum Leistungsstark. Dazu war die Materialbeschaffenheit der Fahrzeuge alles andere als stabil, um ein Frontsystem vernünftig zu installieren! Folglich wurden stabile Spanplatten mit Lautsprechern bestückt und ordentlich mit Leistung gefüttert. Weil Nachbars Jungs das auch so gemacht haben, hatte bald jeder ein Soundboard in seinem Auto. Damals gab es auch noch kein Internet und das Wissen über Hifi und Klang war noch nicht soweit entwickelt wie heute.

Klanglich gesehen ist so ein Soundboard aber grober Unfug!
Die meisten Soundboards spielen schalltechnisch gesehen senkrecht nach oben. Der Schall reflektiert und interferiert an allen Scheiben und teils auch an Verkleidungen im Auto. Unter interferieren versteht man das überlagern von Schallwellen, es kommt zur Auslöschung oder Verstärkung der Frequenzen, da diese sich immerwieder gegenseitig kreuzen und zusammenlaufen. Schon der vernünftige Menschenverstand sagt uns, dass unregelmäßige Frequenzen ein klangliches Chaos bedeuten!

Desweiteren wurden uns Menschen die Ohren biologisch so "angebracht", dass sie nach vorn zeigen und wir folglich auch Töne, die von vorn kommen deutlicher, ortbarer und besser hören. Die Sinneswahrnehmung des Hörens ist bei uns also wie die Augen, Mund, Nase etc. nach vorn hin ausgerichtet!
Jeder weiß,dass die Bühne bei Konzerten (ob Rockkonzerte oder Konzerte in einer Oper/Theater etc.) auch immer VOR den Zuhörern steht. Oder habt ihr schonmal ein Opernhaus mit verkehrterhum eingebauten Sitzen gesehen? Oder stellt ihr euch bei einem guten Rockkonzert eurer Lieblingsband mit dem Rücken zur Bühne? Nein, niemand wird das machen! Was aber einem Soundboard und einem dominanten Klang aus dem Heck zugleichen kommt!!!
Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere auch, warum dann im Kino auch hinten Lautsprecher sind!? Das kommt daher, dass Filmgeräusche und Musik auf der einen Seite 2 unterschiedlichste Arten von Tönen sind, auf der anderen Seite im Kino der Weg zu den Ohren des Zuhörers ungehindert ist und nirgendwo reflektieren kann! Filmgeräusche und Musik kann man also in keinster Weise vergleichen.

Desweiteren kann euch ein Soundboard euer Leben kosten. Klingt lustig, ist es aber NICHT!
Eine durchschnittliche Kollision mit eurem Fahrzeug bei nur 50 km/h bremst euch und euer Fahrzeug so stark ab, dass Kräfte wirken, die das 40-Fache eures eigenen Körpergewichts betragen! Um so schneller ihr seid um so mehr Kräfte wirken bei eurem Unfall. Es werden mühelos Werte von 80G erreicht!
Ein Soundboard mit einem kleinen 12" Subwoofer und 2 9x6" Koaxiallautsprechern wiegt mühelos 25kg. Bei einem Unfall entfalten sich also Kräfte, die 2000kg entsprechen und nach vorn drängen! Meist ist auf dem Weg dahin dann euer Genick dazwischen.
Das sieht dann schnell mal so aus (klick)
So, genug am Soundboard gemeckert


Über das Frontsystem

Also investieren wir lieber in ein üppiges Frontsystem, denn heute verfügen schon viele Fahrzeuge über gute 16,5cm- Tiefmitteltöneraufnahmen! Mithilfe dieses und eines Hochtöners bekommen wir ein großes Frequenzspektrum, was sich wiedergeben lässt. (Tiefere Frequezen können noch durch einen Subwoofer erzgänzt werden.)

Aber welche Frontsysteme gibt es? Bzw. welche sind gut und was kann man damit anfangen?
Generell unterteilt man in 2 und 3 Wege Frontsysteme.
2-Wege Systeme bestehen aus einem Hochtöner (HT) und einem Tiefmitteltöner (TMT).
3-Wege Systeme haben noch einen zusätzlichen Mitteltöner.
Es gibt fertige 3-Wege-Pakete, bei dem die Frequenzweichen schon abgestimmt sind, die aber natürlich dementsprechend preisintensiv sind. Will man sich selbst ein gutes 3-Wege-System bauen, sind die Übergänge der einzelnen Frequenzbereiche der Lautsprecher aber schwieriger zu bewerkstelligen und werden daher nur selten verwendet, da man dazu viel Wissen und Hörvermögen benötigt. Auch die verschiedenen Phasen sind beim 3-Wegesystem schwerer zu korregieren als bei einem 2-Wege System.

Weiterhin werden als Frontsysteme auch Coaxial- oder Triaxiallautsprecher im Handel angeboten. Diese eignen sich aber nicht für ein ausgewogenes Frontsystem! Wenn man diese in die Türaufnahmen einbaut, spielen die Hochtöner eher gegen das Knie anstatt auf das Ohr und man bekommt eine abgestumpfte Bühne im Fußraum. Viele Fahrzeuge wie z.B. Polo 6N oder Ibiza/Cordoba 6K verfügen auch über 10-cm-Aufnahmen im Amaturenbrett. Ein Einbau an dieser Stelle erweist sich als ebensowenig sinnvoll, da die geringe Größe kein gutes Tiefmitteltonfundament zulässt.
Ganz abzusehen von den meist geringen Güten der Lautsprecher, da die integrierten Kondensatoren etc. meist nicht sehr hochwertig sind um vernünftig Frequenzen zu Filtern.

Das 2-Wege Frontsystem und der Klang

Hier wollen wir uns dem 2-Wege System näher widmen, denn die meisten Fahrzeuge haben dafür schon Aufnahmen ab Werk zur Verfügung!
Wichtig ist es die TMTs stabil zu verbauen. dazu verwenden Profis Holz (MDF) oder auch Stahleinbauringe. Man kann aber auch die Standardaufnahmen nutzen und sie mit GFK oder aushärtenden Montagepasten von hinten stabilisieren. Wichtig ist es auch das Türblech mit Bitumenmatten zu dämmen um den Lautsprecher ein stabiles (und geschlossenes) Volumen in dem er spielt zu bieten! Weiterhin beseitigt man damit auch nervende Vibrationen des Türblechs. Ähnlich geht es bei den Türpappen. Meist werden diese auch gedämmt um Vibrationen vorzubeugen. Denn wir wollen ja, dass sich nur die Membran des Lautsprechers bewegt und nicht die ganze Tür Fensterabdichtband aus dem Baumarkt hilft auch um ein geschlossenes Volumen zu erzeugen und Vibrationen auszumerzen.
Der Hochtöner kann mit Ausrichtung auf den Zuhörer (sehr wichtig) in den Standartaufnahmen verbaut werden, wird aber meist von Profis in den A-Säulen oder im Spiegeldreieck untergebracht. Sollte aber auch stabil verbaut werden!

Ziel ist es eine Bühne wie auf einem Konzert vor einem im Auto zu erzeugen. Mit dem Einbauplatzes des Hochtöners sollte man experimentieren, denn dieser beeinflusst die Bühnenbildung. Man sollte aber vorsichtig sein, denn werden Hochtöner und Tiefmitteltöner zu weit auseinander eingebaut, bewirkt dies ein Teilen der Bühne! Wir bekommen dann unerwünscht eine Bühne über dem Amaturenbrett und eine im Fußraum. Man sollte also selbst etwas probieren und hören, wie es am besten klingt.
Ein ansprechender Klang wird dabei durch eine perfekte Abstimmung der einzelnen Komponenten erreicht. Hat man dann noch den optimalen Einbauort erzeugt, bekommen wir als Ergebnis unsere gewünschte akustische Bühne.
"""Wir empfinden einen Klang als ansprechend, wenner tonal ausgewogen und dynamisch wirkt und wenn Räumlichkeit und Ortbarkeit des Musikgeschehens gegebensind.
Von Räumlichkeit sprechen wir, wenn sich das Klanggeschehen über eine breite Bühne erstreckt und sich in die Tiefe staffelt - ein dreidimensionaler Eindruck entsteht.
Auch die Ortbarkeit ist ein faszinierender Effekt, bei dem Sänger und Instrumente klar umrissen genau und unverrückbar an dem Ort erscheinen, an dem sie der Toningenieur beim Abmischen haben wollte bzw. dort, wo die Akteure bei der Liveaufnahme standen.""" (Autohifi 4/2006)

2-Wege Frontsysteme werden von Einsteigern gewöhnlich an einer kleineren Endstufe betrieben. Dabei können schon echte 60Watt Wunder bewirken! Sie können aber auch am Radio laufen, dann sollte man aber mit der Lautstärke vorsichtig sein (Clipping) und nicht zuviel erwarten, denn ein Radio liefert in der Regel um die 4x 10W RMS. Mehr Power für euer Frontsystem geht natürlich immer, man ist ja immer bestrebt den Lautsprechern gute Leistung zu bieten;) Man sollte aber genau auf die Wattangaben schauen und sich nicht von Billigherstellern verarschen lassen. Verlässliche Angaben sind RMS und Sinusleistung. Maximalangaben werden sehr oft als Lockmittel genutzt, sagen aber meist nichts aus. In der Regel sagt man, dass der Verstärker immer ca. 20% mehr Leistung erzeugen sollte, als die Lautsprecher vertragen. Generell kann die Endstufe auch viel mehr Leistung haben, dann sollte man aber mit dem Volume-Regler vorsichtig umgehen, denn dauerhafte Überlastung lässt Lautsprecher sterben. Vielmehr sterben Lautsprecher aber an zu wenig als an zuviel Leistung!!! Das heißt, die Endstufe erzeugt weniger Leistung, als die Lautsprecher umwandeln können. Öfters wird auch da zu laut aufgedreht und die Endstufe wird überlastet. Dieses Überlasten zieht sogenanntes Clipping nach sich. Das heißt, der Verstärker kommt nicht mit der Produktion des Signals hinterher und fängt dabei an das Signal zu verfälschen. Ein solches verzerrtes Signal ist für Lautsprecher zutiefst schädlich, wird aber auch von unserem Ohr gehört: Dann heißt es "leiser drehen" !!!


(Copyright by Carbonat)

Auf Wunsch von Carbonat bearbeitet
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