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Analog Musik Hören, wie aufnehmen?+A -A |
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luaamp
Ist häufiger hier |
#1
erstellt: 09. Nov 2025, 14:09
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Hallo Ihr Lieben. Was mir durch den Kopf geht... Ich habe hier von Yello die 40 Years in Hi-Res. Aber ich höre auch gerne Analog. Nun dachte ich mir ich kann vielleicht beides verknüpfen und die Hi-Res irgendwie auf Band aufnehmen. Aber womit? Mit einem Tape Deck? Bandmaschine? Elcaset? Hm... Raus damit aus den Gehirnwindungen oder machbar? Das nächste Problem, Tape Deck müsste schon etwas echt gutes sein. B215 oder ähnliches, Bandmaschine ist zu Groß und als 18er Spuler gefallen mir Pioneer RT 909 oder Akai GX77, beide sollen aber nicht so pralle mit Verarbeitung und Ersatzteilversorgung sein. Und Elcaset gibts nur 40 Jahre alte Bänder. Wenn überhaupt... Also fällt mir nur ein: vom Node Streamer raus, in den C-2101 rein und von da ab damit in die B-2101 und sehen ob ein kleines bisschen analoger Flair dabei ist. Unnützer Gedankengang oder hat jemand eine andere Idee? |
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pogopogo
Gesperrt |
#2
erstellt: 09. Nov 2025, 14:33
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Einen analogen Tape/Tube-Sound kannst du auch generieren, indem du harmonische Verzerrungen hinzufügst: LinkDen Waxwing kann man u.a. über eine Tapeschleife einfügen. [Beitrag von pogopogo am 09. Nov 2025, 14:35 bearbeitet] |
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luaamp
Ist häufiger hier |
#3
erstellt: 09. Nov 2025, 17:57
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Hab mir den Waxwing gleich mal angesehen. So umfangreich brauche ich es gar nicht. Ein DSP der einstellbar Harmonische Verzerrungen hinzufügt um den Sound Röhriger zu generieren reicht mir. völlig. Ich finde aber nur Geräte im Car-Hifi Bereich... |
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sealpin
Inventar |
#4
erstellt: 09. Nov 2025, 18:41
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SPL Vitalizer MK3-T Damit kannst Du den Sound nach Gusto anpassen inkl. Tube Sounding. |
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AusdemOff
Inventar |
#5
erstellt: 09. Nov 2025, 22:49
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Das ist nicht euer Ernst, oder? Im einfachsten Fall reicht doch einfach abwarten. Das Analogfeeling kommt schon mit dem Alter - früh genug. |
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luaamp
Ist häufiger hier |
#6
erstellt: 11. Nov 2025, 13:44
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Uff, sind die Dinger Teuer! Ich bin aus kostengründen den anderen Weg gegangen, ich habe den Vorverstärker c-2101 dazwischen geschaltet. Jetzt passt es! Der Node klang mir doch etwas zu "Digital analytisch". Jetzt hat Frau Kari Bremnes bei Kanskje wieder Ihren schmelz, freu. Und ja, man hört es wirklich, die Frau hat es bestätigt :-) Danke für die Hilfestellung |
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pogopogo
Gesperrt |
#7
erstellt: 11. Nov 2025, 19:32
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dacander100
Stammgast |
#8
erstellt: 12. Nov 2025, 00:57
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Kein unnütziger Gedankengang. Ich mache mir auch oft Gedanken, wann Hifi mehr Freude gemacht hat, früher oder heute? Von digitalen Soundverbiegern die mehr Wärme in den Klang bringen sollen halte ich nicht viel. Das ist nichts anderes als eine digitale Bearbeitung. Warum arbeiten denn auch heute noch professionelle Tonstudios ganz oder teilweise (Hybrid) mit Bandmaschinen? (Von heutigen deutschen Schlagerproduktionen mal abgesehen ).Das beste was wir jemals frei zu hören bekommen haben, war der UKW Rundfunk kurz vor Einführung der Digitaltechnik. Ging, bzw. geht zwar „nur“ bis 15 Khz, was aber völlig ausreichte. Zudem bekamen die Rundfunkanstalten oftmals von der Musikindustrie Kopien von Masterbändern. Abgespielt auf einer 38er Bandmaschine war das allerhöchstes Musikniveau. Wer damals noch das Glück hatte gleich einen Kabelanschluss zu bekommen, der konnte ohne großen Aufwand und ohne aufwendigen UKW-Tuner noch davon profitieren. Es war einmal. |
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Ingor
Inventar |
#9
erstellt: 12. Nov 2025, 15:30
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Ich habe etliche Tonbandgeräte und sonstiges analoges Zeugs. Ein Tonbandgerät bringt keinen Klanggewinn. Im besten Fall klingt das, was rauskommt, genauso, wie das was reingeht. Im schlimmsten Fall hat man Störungen in Form von Verzerrungen, Frequenzgangfehlern oder Gleichlaufschwankungen. Das Bandmaterial ist irre teuer und sperrig. Kassettenrekorder kann man nehmen, sind auch nicht schlechter, als ein typisches Heimtonbandgerät und alles ist viel günstiger. Sieht natürlich nicht so großartig aus, klanglich aber dieselben Einschränkungen und damit gleich viel "analoger". Ich persönlich bin ein absoluter Digital-Fan. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich die analoge Zeit noch in vollen Zügen "genießen" durfte. |
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sealpin
Inventar |
#10
erstellt: 12. Nov 2025, 16:13
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Das von mir genannte SPL Gerät macht auf analoger Ebene was mit dem Sound, was ich ohne viel größeren Aufwand digital nicht so leicht hinbekomme. Daher kann man das machen, wenn es Spass macht. Ist halt wie Ketchup auf Steak - kann man machen, muss man nicht. „Originaler“ wird der Klang nicht. Ich halte nichts von den Beschreibungen, dass digital pauschal „steril“ oder „analytisch“ klingt. Das ist m.M.n. Bullshit. Der Toning ist für den Sound zuständig. Wenn der was verbastelt, war‘s das - egal wie die Musik zum Konsumenten kommt. Wenn natürlich dann noch Streaminganbieter oder Radiostationen meinen, die Musik zusätzlich „zu pimpen“, dann hast Du eh verloren. |
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shabbel
Inventar |
#11
erstellt: 13. Nov 2025, 06:47
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Ich glaube, dass das bei dem Yello Album eine reine Abmischungsfrage ist. Wie sind die einzelnen Instrumente ausgesteuert und welche Effekte werden eingesetzt. |
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enterprise11
Stammgast |
#12
erstellt: 13. Nov 2025, 11:50
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Ich bin da ganz bei Ingor. Habe ebenfalls teure Analoggeräte (Revox B77, Revox PR99, Top Zustand, eingemessen etc.). Das einzige, was daran schöner als an den Digitalrecordern ist, sind Haptik und Optik. Im direkten Aufnahmevergleich klingt die PR99 fast genau so, wie mein Digitalrecorder, versehen mit einem ganz leichten Bandrauschen. Eine gute Digitalaufnahme klingt im besten Fall genau so, wie die Künstler und Tonmeister es haben wollten. Am schlimmsten sind Vinyl und Cassette... Wer auf künstlich kastrierte Frequenzgänge steht, hat jede Menge Möglichkeiten, diese zu generieren, mein Fall ist es nicht. |
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Christian_Mueller
Stammgast |
#13
erstellt: 13. Nov 2025, 14:05
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Die Frage ist immer auf welchem Medium welches Master veröffentlicht wird. Es gibt aufwändige Remastering-Projekte, wie "The Original Source" der Deutschen Grammophon, welche nur auf LP released werden. Vom angesprochenen Yello Tonband (Original Master Tape Copy) hört man nur von klanglicher Überlegenheit gegenüber bisheriger Versionen. Etliche Studiomaster-Aufnahmen bekommt man nur auf LP und/oder Tonband, digital jedoch nicht. Eingefleischte Analogfans finden das gut und richtig, hier kann man aber auch ganz anderer Meinung sein. Warum den Bearbeitern bei Interviews Niemand die Frage nach einer digitalen Veröffentlichung dieser Werke (auf z.B. SACD/DSD256, PCM 24bit/192kHz) stellt, wäre sehr interessant, da eine vom Master direkt erstellte SACD klanglich als sicher noch besser eingestuft werden würde... |
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ardina
Inventar |
#14
erstellt: 13. Nov 2025, 14:24
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Ich finde das Ansinnen recht befremdlich, ja an der Grenze der Lächerlichkeit. Wer gerne „Analog“ hören möchte soll sich doch einfach einen Plattenspieler und ein paar Platten kaufen. Macht durchaus Spaß und mache ich auch. Jetzt bin ich zufälligerweise großer Yello Fan und habe fast alles sowohl auf Vinyl und auch CD. Die Yello Vinyl Platten sind fast referenzfähig und man kann hören wie gut Schallplatten klingen können. Die CDs sind einfach besser! Transparenz, Basskontrolle legen einfach nochmal zu, so wie technisch zu erwarten. Original Master Tape Copy ist doch was für leicht verblödete Spinner. Boris Blank wird größtenteils digital produzieren, sonst wären viele Inhalte der Musik nicht möglich. Boris steht auf digital, aber goutiert durchaus Vinly als entspannendes Medium, mehr nicht. Übrigens, die Vinyls von Yello hören sich nicht analoger an als die CDs, zeigen im Vergleich nur leichte Schwächen, systembedingt. |
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BjoernMZ
Inventar |
#15
erstellt: 13. Nov 2025, 14:34
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Ich kann mir vorstellen das es für dem Foobar2000 Player auch dafür ein Plugin hat....da gibt es ja einige...oder evtl gibt es auch ein free VST Plugin, welches ja auch viele Player nutzen können... |
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dan_oldb
Inventar |
#16
erstellt: 13. Nov 2025, 15:53
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Für mich bedeutet analog auch in aller Regel schlechter, maximal gleich gut. Digital hat ausser bei Haptik und Optik objektiv immer die Nase vorn. Ich höre auch gerne Platte, aber das liegt tatsächlich an der Haptik, der Art des Hörens, und bei Punk ist schon die Qualität des Ausgangsmaterials Scheisse Aber bewusst ein digitales Medium auf "analogen Klang" (was auch immer das genau heisst) downgraden, auf die Idee käme ich nicht. |
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Christian_Mueller
Stammgast |
#17
erstellt: 13. Nov 2025, 19:07
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Eine Kopie (ich glaube 3. Generation) des Master Tapes von John Coltranes "Blue Train" bekommt man auf zwei Spulen für 950 Euro... John Coltrane Blue Train 950,00 €...die LP jedoch schon für unter 19 Euro. John Coltrane Blue Train 18,99 €Das bedeutet, dass man für den Preis der Bänder die LP 50x kaufen könnte. Eventuell hat der Thread-Ersteller Glück und Yello veröffentlicht das "40 Years" Album nächstes Jahr auf Tonband. Dann müsste er zwar für ne große Bandmaschine Platz machen, wäre für die analoge Ausgabe aber schon mit 490 Euro dabei... |
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Ingor
Inventar |
#18
erstellt: 14. Nov 2025, 08:58
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Man muss ja auch erstmal die Bandmaschine haben, um die Kopie abzuspielen. Aber man muss nur die Kabelseite dieses Anbieters besuchen um zu wissen, um was es geht. Da werden Kabel für 5000 € verkauft und glücklicherweise wird man dort auch gleich richtig beraten und nicht durch falsche Behauptungen der Zweifler in die Irre geführt. |
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sealpin
Inventar |
#19
erstellt: 14. Nov 2025, 09:27
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Kann mir mal jemand erläutern, was GENAU unter „analogem“ Hören zu verstehen ist, also was für „Sounds“ oder „Klangcharakteristika“ darunter zu verstehen ist (echtes Interesse)? Wenn das dann noch mit passenden technischen Begündungen unterlegt werden würde, umso besser. Zur Info: ich komme aus der alten „analogen“ Welt HiFi seit den späten 70er Jahren und sollte es eigentlich wissen, aber mir hat in der Jahrzehnten sich ein „analoger“ Sound nie wirklich erschlossen. Was mir nur aufgefallen ist, „früher“ hat man sich wohl mehr Mühe gegeben, bei der Abmischung der Aufnahmen, auch dadurch begründet, dass man auf die LP nicht alles, was auch damals technisch möglich war, drauf bekommen hat (gilt zumindest für meinen Musikgeschmack…) wohingegen heute durch die technischen Möglichkeiten und besonders die Verbreitungswege und durch die Geräte, mit denen Musik in Masse konsumiert wird, vieles anders abgemischt und ggf. (auch nachträglich) soundtechnisch aufpoliert wird. Also, was genau ist denn nun „analoger“ Sound? |
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ardina
Inventar |
#20
erstellt: 14. Nov 2025, 10:16
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Hast du dir doch schon selber beantwortet, Spinnerei. Genauso wie „analytischer Klang“, also wenn Lautsprecher möglichst transparent, mit wenig Verzerrungen spielen und möglichst linear abgestimmt sind, damit die Signalverarbeitung möglichst nahe am Ursprungssignal bleibt. Da ist dann digitaler Klang zu vermuten, auch wenn es nicht stimmt. Wenn der Sound dann durch einen schönen Röhrenverstärker moduliert wird und auf gesoundete Lautsprecher losgelassen wird, das ist dann analoger Sound. Wer es so mag, bitte. |
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pogopogo
Gesperrt |
#21
erstellt: 14. Nov 2025, 15:20
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Eine Röhre hat eine sehr dominante zweite harmonische Verzerrung. Beispiel: 300B-Trioden-Vakuumröhre mit bis zu 7 % THD bei vollem Signal. Ein Tape hat eine dominante dritte harmonische Verzerrung. Beispiel: Bei klassischen Ampex-Bandmaschinen mit bis zu 3,5 % THD bei vollem Signal. Darstellungen dazu - siehe Beitrag #2. [Beitrag von pogopogo am 14. Nov 2025, 15:23 bearbeitet] |
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Ingor
Inventar |
#22
erstellt: 14. Nov 2025, 15:20
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Analog = alt und gut / Das typische Bild vom seriösen Musikgenießer mit einem Glas Rotwein in einem leicht angedunkelten Raum und einem Plattenspieler) Digital = neu und billig / Das typische Bild ein junger Mensch mit Smartphone Für mich : Analoger Klang- muffiger Klang mit Störungen und hohem Preis. Digitaler Klang- Die Sonne geht auf und es gibt nichts, was den Musikgenuss stört. Vor Begeisterung leider das Glas Rotwein umgeschüttet. |
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ardina
Inventar |
#23
erstellt: 14. Nov 2025, 15:55
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Der erste Teil deiner Aussage war pauschal gesehen ok, der zweite Teil ist relativ unsinnig. Auch wenn mit digitaler Technik das absolut bessere Ergebnis erzielt werden kann, so gibt es doch analoge Medien die recht transparent und relativ fehlerfrei aufspielen können. Geht auch ohne Rotwein und eigentlich auch in jedem Alter. Ein wenig mehr Realismus und weniger schwarz/weiß Seherei wäre schön. [Beitrag von ardina am 14. Nov 2025, 15:55 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#24
erstellt: 14. Nov 2025, 21:31
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Das kann man nicht verallgemeinern, es kommt sehr auf die Röhren, ihre Schaltung und auch Anpassung an. |
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rat666
Inventar |
#25
erstellt: 14. Nov 2025, 21:57
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Der analoge Klang ist aus meiner Sicht eher eine romantische Erinnerung aus der Vergangenheit als objektiv erklärbar. Hier stehe einige analoge Quellen rum (Revox PR99, Tascam 122 Mk III und ein paar Pioneer Ct 900S sowie ein Transrotor Z1), vor allem der Plattenspieler und der Revox gehen für analoge Quellen verdammt gut und ich mag die Optik und Haptik von dem analogen Zeug. Aus rein klanglichen Gründen machen die analogen Quaellen aber überhaupt keinen Sinn, sie klingen bestenfalls wie die digitalen mit etwas mehr rauschen. Auch Röhrengeräte erzeugen nicht zwangsläufig harmonische Verzerrungen, wenn sie vernünftig gebaut sind (z.B. Ayon, Audio Research) klingen sie wie Transen. Meist rauschen sie allerdings einen Tacken mehr und die Reaktion auf mechanische Einflüsse bleibt. Auch wenn ich analoge Geräte und Röhren mag (optisch, haptisch, das Ritual mit dem Tonträger), so haben sie aus rein klanglicher Sicht heute keine Daseinsberechtigung mehr. nahezu alle Produktionen der letzten 20 Jahre sind rein digital und werden für Platte und Co. einfach nur gewandelt und aufbereitet. Gerade Yello ist voll digital, da kommt in der Regel nicht mal ein echtes Instrument zum Einsatz (Bis auf die Tracks mit Till Brönner). |
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dacander100
Stammgast |
#26
erstellt: 14. Nov 2025, 23:27
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Das hat mit romantischer Erinnerung nichts zu tun. Das ist Fakt. Die Frage ist nicht was besser ist, analog oder digital? Wer einmal seine alten Vinyl digitalisiert hat, weiß das digital der Klang genauso rüberkommt. Das ist 1:1. Auf der Aufnahmeseite im Tonstudio kann das aber anders aussehen. Die Frage ist eher, wie gut darf es denn heute klingen? Wenn es digital zu gut klingt, bekommen die „Macher“ doch das große Zipperlein. Digital kann ohne Qualitätsverluste abgespielt und unendlich kopiert werden. Jedenfalls meißtens. Darf das sein? Mit digital läßt sich mehr Geld machen wie mit analog. Digital läßt sich bearbeiten, analog kaum. Wer guten Klang hören möchte soll dafür bezahlen. Ob es dann wirklich besser ist? Wenn ich für 20 € eine CD kaufe sollte ich annehmen können das ich guten Klang bekomme. Ist nicht immer der Fall, scheint sich aber in den letzten Jahren etwas gebessert zu haben. Die „Macher“ wissen meißtens selber nicht was sie machen. Digital bietet zu viele Möglichkeiten der Manipulation. War zu analogen Zeiten nicht der Fall. Zu gute analoge Aufnahmen laufen bei den Rundfunkanstalten erst durch einen digitalen Filter, bevor sie als Datensatz zur Verfügung stehen. So gut darf es nicht klingen. Ich kann auch Beispiele liefern, wo in TV-Kultsendungen von den ÖR (ARD/ZDF) der Klang zum schlechteren manipuliert ist. Scheint aber keiner zu merken. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#27
erstellt: 15. Nov 2025, 00:10
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Was´n das für´n "Fakt"!? Selbst angedichtet oder was? Es muss einem doch keine romantische Erinnerung angedichtet werden oder wo findest du hier so eine Äußerung? |
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Ingor
Inventar |
#28
erstellt: 15. Nov 2025, 08:50
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@ Ardina, kannst du das mal ausführen und vorher nochmal den ganzen Beitrag von mir lesen? Vielleicht erkennst du dann Ironie und Selbsverkasperung. [Beitrag von Ingor am 15. Nov 2025, 08:53 bearbeitet] |
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Allante
Stammgast |
#29
erstellt: 15. Nov 2025, 10:02
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@ luaamp Mit dem Plattenspieler Project Debut Carbon RecordMaster HiRes kann man Schallplatten in Hi-Res-Qualität digitalisieren. Entspricht das Deinem Anliegen? Es gibt sicher auch noch andere technische Lösungen in dieser Richtung.Mit besagtem Gerät habe ich schon diverse Platten in CD-Qualität als WAV- oder Flag-Datei aufgenommen und war jedes Mal überrascht, wie gut das im Vergleich zu gerippten oder gestreamten Versionen klingt. HiRes nutze ich nicht, weil meine Sonos-Geräte das nicht abspielen können. Daher kann ich hierzu qualitativ nichts sagen. [Beitrag von Allante am 15. Nov 2025, 10:11 bearbeitet] |
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ardina
Inventar |
#30
erstellt: 15. Nov 2025, 11:17
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Ok, vielleicht war ich zu engstirnig, alles gut. |
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Ingor
Inventar |
#31
erstellt: 15. Nov 2025, 17:42
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B-Bear
Stammgast |
#32
erstellt: 15. Nov 2025, 18:59
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Im welchen Bereich sind denn diese Verzerrungen? |
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pogopogo
Gesperrt |
#33
erstellt: 15. Nov 2025, 20:00
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Folge einfach dem Link in Beitrag #2. Dort sind die Bereiche meiner Beispiele dargestellt. |
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B-Bear
Stammgast |
#34
erstellt: 15. Nov 2025, 20:26
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Aber warum hat ein Tape harmonische Verzerrung? |
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pogopogo
Gesperrt |
#35
erstellt: 15. Nov 2025, 20:47
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Harmonische Verzerrungen entstehen, weil ein Magnetband kein linearer Speicher ist. Die Magnetisierungskennlinie ist gekrümmt, besitzt Hysterese und geht bei hohen Pegeln in die Sättigung, sprich das führt zwangsläufig zu Oberwellen. |
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B-Bear
Stammgast |
#36
erstellt: 15. Nov 2025, 21:33
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Und wenn die Sättigung nicht ausgereizt wird? Also kann das nur passieren wenn ein Troll übersteuert, oder? |
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sealpin
Inventar |
#37
erstellt: 16. Nov 2025, 10:38
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Also ist „anlaoger“ Klang nichts anderes als Fehler in der Aufnahme, die zu den damaligen Zeiten systembedingt waren? Nicht jeder konnte sich ein Bandgerät mit 38cm/s und die passenden Masterbänder leisten. Und mir ist klar, dass harmonische Verzerrungen gerader Zahl (2., 4., 6. und 8. etc) sich für Menschen angenehm anhören. Gibt unterschiedliche Theorien dazu (Aufteilung der Cochlea in kritische Bänder. Diese physikalische Struktur der Basilarmembran führt dazu, dass Frequenzen, die weniger als eine kritische Bandbreite auseinander liegen, als rau empfunden werden.- klugschicemode=off). Und auch darauf wurde schon in den 70er Jahren mit dem Aphex Aural Exciter solche Verzerrungen erzeugt, damit der Sound dem Menschen angenehmer vorkommt. Und falls Röhrenamps solche geradzahligen harmonischen Verzerrungen prinzipbedingt erzeugen, dann mag das ja angenehm klingen - aber: Das ist halt nicht die Realität und sind dann alles Effektgeräte! Ziel von HiFi sollte doch sein, ein (akustisches) Gerät so aufzuzeichnen, wie es in Natura spielt. Und klar, der Künstler und der Toning bauen dann daraus der Zielsound (verkürzt und idealisiert dargestellt…) und packen den auf eine passende Konserve - damals analoge Tapes und von dort auf LPs übertragen mit den systembedingten Verlusten. Heute wird möglichst frühzeitig der Sound in die digitale Domäne überführt, u.A. da man damit verlustfrei weiter verfahren kann. Und ja, auch dort werden Maßnahmen angewandt, um den Sound zu pimpen (und nicht zu wenige :)), aber am Ende kommt das auf den „Tonträger“, was der Toning will. Und jetzt kommen die ganz schlauen und lassen dieses Ergbenis durch Geräte mit eingebautem Fehlverhalten (Röhrenmps etc.) laufen. Damit es „natürlicher“ klingt? Finde den Fehler… Und dann hat man mit solch einer Effektbüchse auch noch ein statisches Verhalten. Das empfinde ich genauso bescheuert, wie die Kollegen, die bei jedem Essen immer Salz auf das Essen packen, ohne es überhaupt mal probiert zu haben oder die auf alles Ketchup oder Mayo packen… Was wohl der Koch dazu sagen würde, der sich Mühe gegeben hat das Gericht genau so zu kreieren, wie er es ausliefert…finde ich respektlos - just my 2 cents. Also wenn man sich nachträglich den Sound „veredeln“ will, dann doch bitte abschaltbar mit nachgeschalteten Effektgeräten. Die kann man an- und abschlaten und auch noch in der Wirkungsweise anpassen. Hat dann mit HiFi nix mehr zu tun, aber hey, wir leben in einer freien Welt. Nur bitte, postuliert doch nicht solche Effektgeräte, zu denen ich auch Röhrengeräte, die bewusst auf Sounding setzen, als die tatsächliche Wahrheit. |
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Beaufighter
Inventar |
#38
erstellt: 16. Nov 2025, 11:20
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Was ist denn so schlecht an der HiRes Aufnahme? Ich kapiere den tieferen Hintersinn der ganzen Sache nicht. Das alles sind Attribute einer Vermarktungskette von Highend Verkäufern. Wärme: Weiche Höhen: Organischer Fluss: Tiefe Räumlichkeit: Feine harmonische Obertöne: Sanfte Dynamikverdichtung: Abwesenheit digitaler Härte: [Beitrag von Beaufighter am 16. Nov 2025, 11:21 bearbeitet] |
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hifi_raptor
Inventar |
#39
erstellt: 16. Nov 2025, 12:08
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Morgen Es geht halt nicht mehr um höchste Wiedergabetreue. Selbst bei der langersehnten Möglichkeit der Raumanpassung ohne Akustiker. Und eben auch bei der Raumanpassung gibt es verschiedenste Zielkurven. Habe mein Lebtag noch nie Bass- / Mitten- / Höhenregler gebraucht. Ich höre immer wie es der Tonträger hergibt. Jetzt setze ich DIRAC ein, und gut ist es. Schlechte Aufnahmen bleiben schlechte Aufnahmen. Aber wenn mir die Musik gefällt kann ich damit leben. Muss mir den Tonträger ggf. ja nicht kaufen. Aber bestimmt kaufe ich mir keine Geräte die dann das musikalische Erlebnis verbiegen. Bei Konzerten Live kann ich dem Menschen hinter dem Mischpult auch nicht sagen: "Dreh mal die Mitten hoch". Da wird um das letzte Quäntchen Wiedergabequalität bei Geräten gerungen, aber dann der Klang ordentlich verbogen. Aber - vollkommen korrekt - jeder wie er mag. Bei Studioaufnahmen würde mich eher interessieren wie es für mich dort geklungen hätte, und wie es im Vergleich bei mir zu Hause rüber kommt. Schönen Sonntag Vergessen: Ist schon lustig, ganze Generationen Rockgitarristen suchen / fanden ihren unverwechselbaren Gitarrensound eben auch über ihre Fender / Marshall Röhrenamps. Und daheim kommen bei der Wiedergabe noch mal Verzerrungen hinzu. [Beitrag von hifi_raptor am 16. Nov 2025, 12:23 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#40
erstellt: 16. Nov 2025, 16:54
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https://www.el-gor.a...GET&Jahrgang=1&id=85Dann werden die kubischen Verzerrungen und auch der Geräuschspannungsabstand geringer. Und nein, Röhrenverstärker mit über 4% Klirr, wie im Beitrag #2 insinuiert, waren nicht das Maß der Dinge in der Röhrenära. Wer auch immer das aufgebracht hat, es ist Bockmist. https://www.hifi-arc...IC%20Programm/05.jpg https://www.radfordr...ies-3-Leaflet-P4.jpg https://www.mcintosh...93-bf0f-c49ef4ca0a60 https://www.hifi-archiv.info/Jahrbuch/I/Verstaerker/Quad%20II.jpg https://www.hifi-archiv.info/Jahrbuch/II/Verstaerker/PIC-35.jpg [Beitrag von DB am 16. Nov 2025, 16:57 bearbeitet] |
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luaamp
Ist häufiger hier |
#41
erstellt: 16. Nov 2025, 18:30
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Ich habe hier vieles gehört, es regt mich zum Nachdenken an. Sehr schön! Auch versuche ich das subjektive Empfinden zu entdecken und zu verstehen. Vielleicht ist auch romantisches Gefühl mit dabei und das mischt sich mit dem tatsächlichen Hören. Wer weiß... Man kann nicht immer messtechnische Daten als Maßstab nehmen, mein damaliger Röhrenverstärker hatte auch grobe Verzerrungen, aber ich hatte beim Musikhören oft genug ein Grinsen im Gesicht und die Füße wippten mit der Musik mit. Aber eine Tonbandmaschine hat einfach nur Flair und es macht Spaß sowas in einer guten Kette zu hören. Vielleicht war es das was ich ursprünglich mit Digital-Analog Mix meinte... |
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Beaufighter
Inventar |
#42
erstellt: 16. Nov 2025, 18:37
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Moin, Ja das Auge hört mit, so wird auch ein Schuh draus. Allein den Maschinisten vorher zu spielen und dann das ganze anzugucken kann einen schon entzücken. |
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Skaladesign
Inventar |
#43
erstellt: 16. Nov 2025, 18:40
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Ja es hat was, wenn sich die Reel`s drehen. |
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hifi_raptor
Inventar |
#44
erstellt: 17. Nov 2025, 13:31
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Hört ihr schon Musik, oder schaut ihr noch beim drehen zu? [Beitrag von hifi_raptor am 17. Nov 2025, 13:32 bearbeitet] |
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Skaladesign
Inventar |
#45
erstellt: 17. Nov 2025, 14:05
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Ich schaue nur noch mit Mutetaste. |
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DOSORDIE
Inventar |
#46
erstellt: 24. Nov 2025, 21:52
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Das mit dem Röhrensound ist ja auch immer nur halbwahr. Ein Röhrenverstärker klingt innerhalb seiner Spezifikationen nicht anders, als ein Transistor. Die Verzerrungen sind auf die gemessenen Leistungswerte bezogen, wie bei Transistoren auch. Eine Kompaktanlage oder ein Ghettoblaster werden gern mal mit 10% THD gemessen. Dann hat man halt 2x60 Watt RMS bei 10% Klirr bei der aiwa NSX so und so, aber das heißt ja nicht, dass der Klirr unterhalb der Leistung so hoch bleibt. Man könnte ja auch bei 2x40 oder 30 Watt messen und hätte dann wahrscheinlich weit unter einem Prozent, das macht dann also im Vergleich zu einem hochwertigen HiFi Verstärker im Heimbetrieb erst mal gar keinen Unterschied, weil man den Bereich wo die 10% erreicht würden eh nie anstößt. Für gehobene Zimmerlautstärke braucht man an durchschnittlichen Boxen meist weniger als 1 Watt, ausser man dreht die Bässe ins Unermessliche auf. So ist es bei Röhren eben auch. Hast du einen Röhrenverstärker mit 2x10 oder 2x15 Watt RMS mit 7 oder 10 oder wie viel Prozent Klirr auch immer ist das eigentlich kackegal, solang man diesen maximalen Wert nicht ankratzt. Röhren verzerren anders als Transistoren, weshalb sie z.B.auch gern für Gitarrenamps verwendet werden, denn der Klirr ähnelt eher einem Kompressor oder dem Bandsättigungseffekt. Im HiFi Bereich ist das aber völlig irrelevant, weil in einem Vorverstärker keine Leistung benötigt wird, die Röhren also ganz einfach innerhalb ihres Arbeitsbereichs betrieben werden und in der Endstufe dann eben nur mit deutlich mehr Aufwand und Aufnahmeleistung eine Transistor artige Leistung erzeugt werden kann. Um das zu kompensieren werden für Röhrenverstärker gern Breitbänder mit hohem Wirkungsgrad empfohlen, die aber eigentlich nicht mehr zeitgemäss sind, denn Breitbänder spielen nie linear und eine Korrektur durch Frequenzweichen kostet Wirkungsgrad. Dementsprechend "warm" klingen die Breitbänder, denn ein oberer Hochtonbereich ist dort Oberhalb 12 kHz meist nicht vorhanden, richtiger Tiefbass auch nicht, die Höhen klingen dann etwas unpräzise, teils auch etwas angezerrt, aber man erreicht mit wenig Leistung viel höhere Lautstärken. Lgoischerweise hat man dann einen mittenlastigen Klang der "verspielt" klingt. Wenn man dann noch irgendwelche 60er Jazz Platten damit anhört wird der Effekt zusätzlich verstärkt. Etwas unsinnig finde ich ja, für ein Medium, das sowieso schon Probleme mit den Höhen hat auf diese Weise noch mehr zu unterschlagen und den muffeligen Klang noch mehr "anzumuffeln". Ein Bisschen kommt dieses Röhrenmärchen aber auch von den Röhrenradios. Da ist das nämlich genau so. Die EL84, die meistens in so deutschen Radios verbaut ist, leistet idR so 6 Watt oder etwas mehr. Die großen Papptröten machen aber damit einen wahnsinnigen Krach, auch weil das Gehäuse nach hinten offen ist, die Schallwand sehr weich, das ganze Gehäuse nicht besonders steif und Alles mit schwingt. Dazu kommt dann eine brachiale Loudness, die eher auf AM und Schellack ausgelegt ist, was Viele als "vollen" Klang bezeichnen. In Wirklichkeit ist das aber ein total nerviger brummiger, basslastiger Matschesound, der moderner Musik nicht gewachsen ist. Ich hab ein restauriertes SABA Freiburg 3DS, da sind 2 riesige Breitbänder und 2 Hochtöner an der Front, zusätzlich gehen 2 Hochtöner noch zu den Seiten raus. Es gelingt mir nie das so einzustellen, dass es dauerhaft angenehm klingt. Man muss natürlich auch sagen, dass Musik 1955 ganz anders aufgenommen wurde. Da gab es noch Produktionen mit einem Mikrofon wo die Instrumente und Sänger je nach Lautstärke unterschiedlich weit weg standen, die Aufnahmen klingen erstaunlich gut, aber im Vergleich zu heutigen Produktionen doch sehr dünn. Diese alten Radios sind so gesoundet, dass so alte Schlager, Swing und Jazz Aufnahmen aus dieser Zeit richtig voll klingen, aber da ist eben auch kein Tiefbass, keine fette Bassdrum oder ein E-Bass drin. Wenn du mit so einem Gerät dann mal moderne Aufnahmen hörst musst du den Bass extrem zurück drehen, wenn du nicht willst, dass der Lautsprecher kotzt und es sind meistens mehrere Abgriffe am Lautstärke Poti um die Loudness stückweise abzusenken. Man kann also eigentlich keinen festen Klang einstellen, da er sich lautstärkeabhängig verändert. Es gibt Leute die meinen, dass es so gut klingende Geräte ja gar nicht mehr gäbe. Und klar, analoge Medien sind immer mit Artefakten behaftet nur treten sie (bis auf Bandrauschen, Noise Floor, Knacken, usw.) normalerweise erst auf, wenn man sie ausserhalb ihrer Spezifikationen betreibt. Eine Schallplatte ist extrem limitiert, wenn man als Mischer aber Ahnung hat, wie man sie mastert, klingt sie nicht hörbar schlechter, als das Master plus Knacken und Rauschen. Bei Tonband und Cassette hat man schon deutlich weniger Limitierungen aber es gibt immer wieder Aufnahmen, die das Medium (zumindest in Geschwindigkeiten, die man im Heimbereich benutzt) an seine Grenzen bringt. Obwohl die Sättigung meist erst dann erreicht ist, wenn die Pegelanzeige im roten Bereich ist, gibt es Aufnahmen, die man selbst bei starken reduzieren des Pegels nicht ohne hörbare Verzerrungen aufs Band kriegt. Je mehr Dynamikkompression und Tiefbass da im Spiel ist umso kritischer wird das Meistens. Es mag Leute geben, die das subjektiv schön finden, das dürfen sie auch, aber wenn dann aus dem Gefühl ein "besserer Klang" gesponnen wird, "natürlich und puristisch" usw. ist das halt Quatsch. Der HiFi Gedanke ist ja eigentlich, dass man Musik möglichst so wiedergibt, wie der Producer sie im Studio abgemischt hat. Im High End Bereich geht es dann aber plötzlich doch wieder um Geschmack, speziell auch bei Röhren oder Tonabnehmersystemen, die natürlich nie 100% linear sind (auch in Abhängigkeit mit dem Phono Pre usw.). Man widerspricht sich dann schnell, denn ein "analytisches Klangbild" kann eigentlich nicht warm sein, es sei denn die Aufnahme wurde halt warm abgemischt. Also wenn ich mir ne HiFi Zeitung kaufe und da beschreibt einer 5 Seiten den Klang eines Plattenspielers (mit dem weiter oben schon genannten typisch dunklem Raum mit Weinglas und blah) aber Alles was dort beschrieben wird ist rein emotional, vielleicht auch, weil man schon ein Bisschen angesoffen ist und dann auch das Zischeln in der Innenrille irgendwie angenehm findet aber am Ende sind nicht mal die Technischen Daten des Gerätes und des Tonabnehmers aufgeführt, weil Daten ja Nichts aussagen kann ich mir nur an den Kopf packen. 5 Plattenspieler mit dem selben Tonabnehmer klingen auch identisch, wenn sie korrekt justiert sind, das Gerät keine Resonanzen und Eigengeräusche aufweist oder sonstige Mindestanforderungen nicht erfüllen kann. Was man hören kann, kann man auch immer messen und belegen warum Gerät A anders klingt als Gerät B. Der Rest ist dann oft Einbildung. Digital ist technisch eigentlich optimal, aber analog ist für Vieles schon gut genug, trotzdem nie so gut wie digital. Dennoch ist es so: Wenn eine analoge Aufnahme gut gemacht ist, höre ich beim Hören über die Stereoanlage nicht, dass es analog ist, weil der Noise Floor meist von den Umgebungsgeräuschen und der Musik verdeckt wird. Über Kopfhörer hingegen höre ich das deutlich. Analog ist also fürs Meiste schon gut genug, aber ein gutes Cassettendeck oder Tonbandgerät Leiert nicht hörbar, rauscht nur leise und reproduziert das was man rein gibt bei korrekter Einmessung schon ziemlich linear. Die meisten Schallplatten werden zur Innenrille hin zwar etwas dumpfer, zischeln und zerren aber nicht, wenn man eine Feinschliffnadel benutzt. Da ich häufig Musik auf Platten kaufe, die es digital nicht gibt oder wenn dann nur sehr teuer, ist es für mich wichtig die bestmögliche Qualität aus der Platte heraus zu holen. Heute geht das mit Tonabnehmern für 150 Euro. Allerdings merke ich im direkten Vergleich zu digitalen Aufnahmen immer, so erstaunlich gut die Platte auch klingen mag, die Basisbreite ist meist deutlich geringer und gerade in der Räumlichkeit fehlt speziell bei so 80er Produktionen, wo viel mit Stereo Phaseneffekten, Hall, Echos und so Kram gespielt wird, was für Platten einfach Gift ist, doch eine ganze Menge. Das kann tatsächlich auch Soundästhetiken ruinieren. Man kennt das vielleicht, wenn man Auto fährt, UKW hört und der Sender wird schlechter, das Radio schaltet dann stückweise oder auch ganz hart auf Mono um. Irgendwie fehlen dann plötzlich sämtliche Geschmacksverstärker. Also ja, analoge Medien machen Spass und es ist immer eine Herausforderung, das Beste raus zu holen, aber es kostet auch Aufwand, Geld und man muss sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen, was in der heutigen Zeit nur als Liebhaber Sinn macht. Ansonsten würde ich Jedem empfehlen digital zu hören und sein Setup darauf auszurichten… Also am Besten gute Aktivboxen mit WLAN, Bluetooth, Digital und Analogeingängen kaufen. Das spart jede Menge Geld für sinnlose teure Quellgeräte und man hat ein Maximum an Sound, auch über Streaming. Und wenn man eh keinen Krach machen darf vielleicht mal 200 bis 400 Euro und gute Kopfhörer investieren. Die Codecs sind heute Alle gut genug. Ich hör zwischen ner guten mp3 und HiRes keinen Unterschied und ob BT oder Kabel hör ich schon seit 10 Jahren nicht mehr. Der Flaschenhals und Verlust bei analog ist IMMER größer, es sei denn wir sprechen hier von digitalen Anrufbeantwortern aus den 90ern, schlechten DAB+ Sendern usw. Aber im Idealfall hört man es eben einfach nicht. LG Tobi |
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Aber bewusst ein digitales Medium auf "analogen Klang" (was auch immer das genau heisst) downgraden, auf die Idee käme ich nicht.








