Hilfe bei Accuphase P-300

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Hifi_Vintage
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Dez 2025, 21:10
Guten Abend,

Ich arbeite gerade an einem Accuphase P-300 und verzweifle etwas beim Erneuern der Lötstellen. Das Problem ist, wenn ich das alte Zinn entferne und neues draufmachen möchte, dieses garnicht haften will und sich zu einer Kugel formt. Zusätzlich blubbert das Zinn und platzt beim abkühlen auf was zu einer unschönen Lötstelle führt. Irgendwie passiert das nur bei den alten Elna Platinen, sonst ist mir das noch nie passiert. Ich hatte das nämlich schon mal bei einem alten Kenwood, da war es genauso wie jetzt. Kennt Ihr da eine Lösung denn so langsam an komme ich nicht weiter, egal was ich versuche.

Mit freundlichen Grüßen,

Hifi_Vintage
DB
Inventar
#2 erstellt: 13. Dez 2025, 21:44
Hallo,

mit was für Lötzinn arbeitest Du denn und nimmst du extra Flußmittel oder nur das im Zinn?

MfG
DB
Hifi_Vintage
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Dez 2025, 21:48
Hallo DB,

Ich benutze momentan Zinn von Felder Typ Iso-Core Ultraclear SN96, 5Ag3,0 Cu0,5 mit 2,2% Flux.

Mit freundlichen Grüßen,

Hifi_Vintage
DB
Inventar
#4 erstellt: 13. Dez 2025, 22:56
Warum nimmst Du denn nicht ganz einfaches LSn60Pb? Damit wird auch das Gerät gelötet worden sein. Lote mischen ist keine gute Idee, erzeugt im einfachsten Falle unansehnliche Lötstellen, wenn es schlecht läuft kalte Lötstellen oder Whisker.
Flußmittel kann man ruhig reichlich nehmen, entweder festes oder in Spiritus gelöstes Kolophonium.


[Beitrag von DB am 13. Dez 2025, 22:57 bearbeitet]
Hifi_Vintage
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Dez 2025, 23:08
Das ist doch Zinn mit Bleianteil. Das bekomme ich doch so leicht nicht mehr weil fast alle erhältlichen Zinne bleifrei sind. Ich entferne ja auch das alte Zinn so gut wie es geht, da sollte sich normalerweise nichts mischen. Ich könnte mir mal das Zinn mit Blei besorgen aber es muss doch auch mit einem bleifreien Zinn funktionieren oder nicht?

Mit freundlichen Grüßen,

Hifi_Vintage
DB
Inventar
#6 erstellt: 14. Dez 2025, 08:34
Also ich weiß nicht, wo Du Zinn kaufst, aber die Suche nach "Lötzinn verbleit" ist durchaus ergiebig. Es gibt keinen Grund, was anderes zu verwenden, auch nicht aus Umweltschutzgründen (s. das von mir verlinkte pdf in der Lötrauchdiskussion).
Daß bleifrei die thermische Belastung von Lötstellen und Bauelemente größer ist, hast Du ja schon festgestellt. Ehrlich, würde ich nicht machen. Nachher zieht es noch die Lötaugen von der Platine.


[Beitrag von DB am 14. Dez 2025, 08:43 bearbeitet]
Hifi_Vintage
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 14. Dez 2025, 11:58
Guten Tag,

Ich bestelle mein Zinn immer bei Reichelt, da habe ich beim letzten Mal auch kein verbleites mehr gefunden. Ich habe jetzt eine Rolle Bleilot gekauft und werde es erneut versuchen. Falls es damit ebenfalls nicht klappt dann melde ich mich nochmal.

Vielen Dank

Hifi_Vintage
EMT948
Stammgast
#8 erstellt: 17. Dez 2025, 12:54
Hifi_Vintage
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 30. Dez 2025, 10:59
Guten Tag,

Mit dem verbleiten Lot scheint es besser zu gehen. Man muss aber penibelst auf die richtige Temperatur achten. Ich habe es zuerst mit 320°C versucht und da kam das gleiche Phänomen wie bei dem bleifreien Lot. Das Problem scheint wohl eher an der zu hohen Temperatur liegen weil irgendwie scheint die Platine zu schwitzen und auf nassen Lötstellen lässt sich kaum löten. Bei 300°C geht es aber einigermaßen und das meiste ist auch mittlerweile nachgelötet worden. Dennoch finde ich es komisch dass das nur bei den alten Elna Platinen passiert und sonst bei allen anderen alles okay zu sein scheint, auch mit bleifreiem Lot.

Vielen Dank für die Tipps

Hifi_Vintage
DB
Inventar
#10 erstellt: 30. Dez 2025, 12:19
Seltsam.
Hartnäckige Stellen mach ich vorher sauber, mit Feile, Messer oder Glasfaserradierer. Damit habe ich immer guten Grund für ordentliche Lötstellen hinbekommen.
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