Receiver mit 60 Ohm Antennenanschluß

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egonblase
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Nov 2004, 15:39
Hab einen alten Receiver mit 60 Ohm Antennenanschluß, kann das Empfangsprobleme am Kabel geben? Singnalanzeige ist max bei 50%. So weit ich mich erinnern kann, gab es früher mal einen Adapter für 300 Ohm Antennen. Oder ist das Tunerteil nur ziemlich unempfindlich?

Gruß egon
Albus
Inventar
#2 erstellt: 02. Nov 2004, 16:17
Tag,

der Unterschied, 60 Ohm statt 75 Ohm, macht so gut wie nichts aus. Wenn die Signalstärkeanzeige noch korrekt justiert sein sollte - dies vorausgesetzt -, dann machte ich die Gegenprobe mit einem 300 Ohm Hilfsdipol (T-förmiger Zweidrahtdipol, Preis ca. 4 Euro). Die mit dem Hilfsdipol an 300 Ohm erreichte Signalstärke eines Ortssenders sollte per Breibandkabel etwa erreicht werden. Aus einer BK-Anlage sollten mindestens 60 dBf (275 µV) kommen, besser 65 oder 70 dBf (ca. 500 µV bzw. ca. 1 mV). Alte Geräte waren nicht besonders übersteuerungsfest, der Vollausschlag der Feldstärkeanzeige lag häufig bei (mittleren) 275 µV. Wie auch - über die Mittenposition einer älteren (Geräte-)Skala sollte eine gegebene Antennenspannung, sowohl für Ortssender per Hilfsdipol wie für BK, eine Signalstärkeanzeige schon bringen. Wenn nicht, dann ist eher die Anzeige dejustiert oder das Tunerteil. Lohnend uU auch die Vergewisserung, dass die Antennenbuchse im Gerät nicht etwa korrodiert ist.

Einen passenden Adapter, 75 auf 300 Ohm, verschafft ein guter Rundfunk- und Fernsehhändler noch heute. Vorrätig hat's fast keiner mehr.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 02. Nov 2004, 16:27 bearbeitet]
dernikolaus
Inventar
#3 erstellt: 02. Nov 2004, 16:27
Mein Receiver hat auch nur einen 75-Ohm-Antennenanschluss.
Ist mit 300 Ohm ein besserer Empfang möglich bzw. wie kann ich diesen überhaupt verbessern? Momentan verwende ich ein einfaches Kabel als Antenne, welches ich mit hilfe von abgeschirmtem "Tv-Kabel" bis zum Fenster gelegt habe. Leider kenne ich mich in diesem Bereich überhaupt nicht aus. Bitte um Hilfe... Thx schon im Voraus
Albus
Inventar
#4 erstellt: 02. Nov 2004, 16:43
Tag,

die simpelste Möglichkeit ist einfach ein Stück Koaxkabel, also ein gewöhnliches Antennenkabel, dessen Ende man etwas öffnet, der Draht schaut heraus, das Geflecht wird als Kragen umgelegt - die so präparierte Hilfsantenne steckt man per üblichem Koax-Stecker für Antennenanschlüsse am Gerät ein. Nächste Möglichkeit, man kauft sich einen fertigen Hilfsdipol, gibt es auch mit 5 m Zuleitung, typisch 3 m (ein T-förmiger Zweidrahtdipol) mit einem Koax-Stecker für 75 Ohm-Anschlüsse, gibt's von Visonik, Hama, Freitag im üblichen Handel. Geradezu elegant ist die von B&O als Zubehör zu erwerbende Teleskop-Antenne, Artikel Nr.: 8902010, die unmittelbar am Gerät angebracht werden kann, ausgerichtet werden kann, kostet so um 20 Euro. Es gibt auch Zimmerantennen für Rundfunk, die auf einem Fuß einen Stabdipol halten, versehen mit passendem 75-Ohm-Stecker, Preis so um die 30-40 Euro. Von Zimmerantennen mit eingebautem Antennenverstärker rate ich ab (die Dinger rauschen stark).

Ein einfacher T-Hilfsdipol kann bis zu 80 dBf (2,75 mV) Antennenspannung für starke Ortssender generieren - ein sehr starkes Signal, für viele Empfänger zu stark. Fernempfang ist mit einem Hilfsdipol in günstiger, d.h. leicht erhöhter Lage, auch gut möglich. Man legt einen derartigen Dipol vorteilhaft auf einen Schrank oder ein Regal, optimale Höhe 1,90 m (vom Fußboden entfernt).

Mein Rat: Man nehme zunächst einen dieser Hilfsdipole in T-Form (aus dem örtlichen Handel für die wenigen Euro), man ignoriere die Differenz 75 zu 300 Ohm und prüfe die damit erreichbare Empfangsleistung am Ort seiner Wohnung.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 02. Nov 2004, 16:47 bearbeitet]
dernikolaus
Inventar
#5 erstellt: 02. Nov 2004, 17:10
Danke für die Tips. Ich hab noch so einen T-Dipol hier rumliegen. Allerdings ohne Antennenanschluss. Da muss ich mir wohl noch was basteln.
egonblase
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 03. Nov 2004, 08:41
Danke für die schnelle Antwort.

Hab mal mit einen Dipol überprüft, und dabei ist die Anzeige max. 40 % somit ist das Tunerteil wohl doch noch in Ordnung.
Zum justieren der Anzeige habe ich nichts gefunden.

Gruß egon
Albus
Inventar
#7 erstellt: 03. Nov 2004, 08:54
Morgen,

zum Justieren der Signalstärkeanzeige sowie der Einstellungen am Drehkondensator (unterstelle ich für einen alten Receiver) benötigte man ein Service Manual zum Gerät (wenn gewollt: www.schaltungsdienst.de ). Beides hab' ich an einem Yamaha CR 400 gerade getan, dazu den Ruhestrom neu justiert - es hat sich gelohnt. Der CR 400 hatte vor der Justage des Drehkos lediglich die Positionen 40-50 max. angezeigt, ebenso um die Mitte herum, nachher waren es 60-70 (Skala reicht bis 100, in Anlehnung an die reale Antennenspannung in dBf) - es sind mit einem Zweidrahtdipol (300 Ohm) 80 dBf im Zimmer erreichbar.

Die Einstellungen am Drehkondensator bestimmen, was überhaupt noch bis zum dahinter liegenden Feldstärkeinstrument durchkommt. Achtung: die für FM bzw. AM bestimmtem Einstellschrauben nicht 'mal so' verstellen, die Schrauben sind lose in Position (TCA, TCO).

Bei einem Revox B 261 ist die Mittenposition der Signalstärkeanzeige ca. 55 dBf, 60 dBf ist geringfügig über die Mittenmarke hinweg (die Skala reicht bis 110 dBf).

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 03. Nov 2004, 10:57 bearbeitet]
egonblase
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 04. Nov 2004, 13:13
Also ich denke da ich den Receiver am Kabel habe und keine Rotorantenne, brauche ich die Signalstärkeanzeige nicht abzugleichen.
Ich hatte nur bedenken, dass der Empfang durch die 60 Ohm Buchse verschlechtert wird. Aber der Empfang ist auch mit einem 1,0 m Drahtstück sehr gut.
Hatte mal einen Hitachi FT 5500 MK 2, den konnte man auch auf dB-Anzeige umschalten. Ich glaube der zeigte bei 2 Sendern max 82 db und sonst ca. 65 db an.

Gruß egon
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