Auto "von Hand" einmessen

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Der_Papst
Stammgast
#1 erstellt: 13. Feb 2013, 18:10
Ich hätte ein paar Fragen zum richtigen einmessen und auch zur Ausrüstung

1.) Messmikrofon: Es wird sehr oft das Kirchner empfohlen, andererseits habe ich hier gelesen dass das nur so gut funktioniert weil das Programm von denen den Frequenzgang des Mikrofons kennt.
Auf dem Mikrofon selbst wird aber ein völlig linearer Frequenzgang angegeben (von 20Hz bis 20KHz).
Was stimmt nun?

2.) Kann man davon ausgehen dass die Mikrofoneingänge aktueller Hardware ausreichend linear sind?
Ich würde gerne mit dem Handy messen und kann mir nicht vorstellen dass dessen Mikrofon-Eingang schlechter ist als der einer Onboard-Soundkarte im Durchschnitts-laptop (die ja viele zum messen benutzen).

3.) Wenn ich ein rosa Rauschen im Spectrum Analyzer betrachte (mit log. Frequenzachse), dann müsste ich eine leicht absinkende gerade sehen, während ein weißes Rauschen eine horizontale Linie wäre - richtig?
DJ991
Inventar
#2 erstellt: 13. Feb 2013, 19:23
1) Ich behaupte mal, dass eine Mikrofonkapsel in der Preisklasse nicht 100 % linear sein kann, das Kirchner Mikro ist aber in Verbindung mit der Software echt gut.

2) Wie kriegst du die Messoftware auf dein Handy? Also die meisten Onboard Soundkarten würd ich nicht zum Messen verwenden. Eine günstige USB Soundkarte wie die Terratec Aureon Dual ist eher zu empfehlen. Das ist aber eher meine Meinung dazu

3) Das rosa Rauschen entspricht einer Kurve, die mit der Frequenz abnimmt (-3db pro Oktave)
http://de.wikipedia.org/wiki/1/f-Rauschen

mfg DJ


[Beitrag von DJ991 am 13. Feb 2013, 19:24 bearbeitet]
Der_Papst
Stammgast
#3 erstellt: 13. Feb 2013, 21:55

DJ991 (Beitrag #2) schrieb:

2) Wie kriegst du die Messoftware auf dein Handy? Also die meisten Onboard Soundkarten würd ich nicht zum Messen verwenden. Eine günstige USB Soundkarte wie die Terratec Aureon Dual ist eher zu empfehlen. Das ist aber eher meine Meinung dazu

Ich will einen Spectrum Analyzer für Android benutzen -> Speedy Spectrum Analyzer


[Beitrag von Der_Papst am 13. Feb 2013, 22:28 bearbeitet]
DJ991
Inventar
#4 erstellt: 13. Feb 2013, 22:56
Das Programm hört sich interessant an, ich denke jedoch, dass ab einem gewissen Frequenzbereich nach unten keine sinnvolle Aufnahme des Mikros mehr möglich ist.

Kannst es natürlich gerne testen, mit dem eingebauten Mikro wirds aber nicht sonderlich gut funktionieren.

mfg DJ
Der_Papst
Stammgast
#5 erstellt: 13. Feb 2013, 23:50

DJ991 (Beitrag #4) schrieb:
Das Programm hört sich interessant an, ich denke jedoch, dass ab einem gewissen Frequenzbereich nach unten keine sinnvolle Aufnahme des Mikros mehr möglich ist.

Kannst es natürlich gerne testen, mit dem eingebauten Mikro wirds aber nicht sonderlich gut funktionieren.

Das ist mir schon klar, darum denke ich ja über ein Messmikro nach -> Zum ans Handy anschließen
Und das Kirchner hat nunmal einen guten Ruf und ist recht günstig...

Aber wenn das gar nicht so linear ist wie vom Hersteller angegeben, dann bringt mir das auch nichts.


[Beitrag von Der_Papst am 13. Feb 2013, 23:50 bearbeitet]
DJ991
Inventar
#6 erstellt: 14. Feb 2013, 11:42
Glaub mir, um einfach mal "von Hand" drauf loszumessen reicht es ;-)

mfg DJ
Chabouk
Stammgast
#7 erstellt: 14. Feb 2013, 16:12
Hmm... Kurze Anmerkung:;
Auch wenn es ums "einfach drauf losmessen" geht..
Ich vermute, das die Audioverarbeitung der Handys, gerade was die Mikro Empfindlichkeit und Linearität angeht, wesentlich größere ungenauigkeiten aufweist, wie ein einfaches Popel Mikro. Auch wenn das Kirchner Mikro sehr linear ist, kann keiner sagen, ob und wie die Linear die Signalaufbereitung im Gerät selbst ist, und auch wie gute die App dann diese Signale dann auswerten kann.

Ein lineares Mikro ist sicherlich toll, aber bei dieser Messung oder diesem "Messverfahren" nicht wirklich hilfreich.

Ich will dir dein Vorhaben nicht schlecht reden, aber du wirst so, IMHO, nicht weit kommen. dann kannstes auch mit nem sweep versuchen rauszuhören.
Ich habe mir das ATB (pro) gegönnt, damit kann ich alles messen, und es liegt auch nicht nach einmal messen nutzlos rum, man ändert und schraubt ja doch immer an seinem Hobby
DJ991
Inventar
#8 erstellt: 14. Feb 2013, 16:14
Genau & das ATB hat den Vorteil, dass man die Ungenauigkeit der eingesetzten Soundkarte korrigieren kann.

mfg DJ
Der_Papst
Stammgast
#9 erstellt: 14. Feb 2013, 17:06

Chabouk (Beitrag #7) schrieb:
Hmm... Kurze Anmerkung:;
Auch wenn es ums "einfach drauf losmessen" geht..
Ich vermute, das die Audioverarbeitung der Handys, gerade was die Mikro Empfindlichkeit und Linearität angeht, wesentlich größere ungenauigkeiten aufweist, wie ein einfaches Popel Mikro.

Das wäre sehr komisch, denn integrierte ADCs für diesen Frequenzbereich sind sehr genau (wir reden hier von 20KHz, das ist für einen Nachrichtentechniker Gleichspannung) und die Audio-Hardware eines guten Handies ist vermutlich um einiges besser als die Standard-Soundkarte eines billig-Laptops, für die der Mainboardhersteller am liebsten gar nichts bezahlen würde.
Und ja, ich habe schon viele Leute gesehen die ihr Messmikro genau dort anschließen.

Die "Linearität" von "Popel-Mikrofonen" für 3€ aus China ist vermutlich eher nicht vorhanden.
Aber ich denke nicht dass du da das Kirchner dazuzählst, oder?

Die Kalibrierungsfunktionen die das Kirchner ATB Pro hat, haben die Android-Apps auch.

Chabouk (Beitrag #7) schrieb:

Auch wenn das Kirchner Mikro sehr linear ist, kann keiner sagen, ob und wie die Linear die Signalaufbereitung im Gerät selbst ist, und auch wie gute die App dann diese Signale dann auswerten kann.
Auch das geht bei der Kalibrierung mit.


[Beitrag von Der_Papst am 14. Feb 2013, 18:09 bearbeitet]
Car-Hifi
Inventar
#10 erstellt: 14. Feb 2013, 20:25
Als Messmikrofone werden meist handelsübliche Kontensatormikrofone verwendet. Diese sind hinreichend linear und empfindlich. Auf die Ungenauigkeiten der Soundkarten misst sich die erwähnte ATB-Software ein. Hightech-Mikrofone mit Hightech-Meßsystemen, die aufeinander optimiert und geeicht sind, sind beim Einstellen eines Lautsprechersystems in einem Fahrzeug wie die Kanone gegen Spatzen. Ich kenne einige Car-HiFi-Lautsprecher und -Verstärker-Hersteller, die zum Prüfen und Einstellen eine preiswerte Kombination aus Laptop und ATB verwenden. Das hochwertige Zeug steht im Labor/ im schalltoten Raum und da kann man es auch sinnvoll einsetzen.

Das Einstellen mit einer Smartphone-Software kann auch zu guten Ergebnissen führen, auf jeden Fall besser, als bei den meisten Menschen nach Gehör. Allerdings sollte der Hersteller der Software das Mobiltelefon durchgemessen haben und die Auswertung an die Hardware angepasst haben. Ich selbst nutze ein solches Programm, wenn ich "auf freiem Feld" mal was teste.

Allerdings bringt eine PC-Software einige Vorteile: Abspeichern von Kurven, Vergleich von zwei Einstellungen/ Kurven, größeres Display, Trennung von Display und Mikrofon.
Der_Papst
Stammgast
#11 erstellt: 17. Mrz 2013, 14:08
Ich besitze seit gestern ein Behringer EMC8000 und dazu ein USB-Audiointerface mit 48V Phantomspeisung (Focusrite Scarlett 2i2 das ich eigentlich aus ganz anderen Gründen gekauft habe).

Gibt es irgendwelche gute Freeware-Messsoftware?
Oder sollte ich mir lieber ATB besorgen?


[Beitrag von Der_Papst am 17. Mrz 2013, 21:27 bearbeitet]
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