21:9 - ohne Probleme möglich?

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nickkang
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 14. Nov 2007, 20:14
Es tut mir fast schon Leid, immer so viele Fragen zu stellen, aber es gibt einfach so viele Dinge, von denen ich keine Ahnung habe.

Nachdem ich mir heute den Epson TW 700 angeschaut habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass es auch dieser wird. Das Bild hat mir im Vergleich zu anderen Beamer der Preisklasse deutlich besser gefallen. Das Ruckeln bei HDTV ist mir, bis auf bei Planet Earth, nirgends störend aufgefallen.

Jetzt will ich mir eine Leinwand selber bauen. Am liebsten wäre mir hier das 21:9-Format. Würde die Leindwand so bauen, dass ich Sie ins 16:9-Format maskieren kann.

Meine Frage ist aber, ob der Epson überhaupt das 21:9-Format ohne Zusatzkosten darstellen kann? Hab jetzt nämlich auf mehreren Seiten was von Zusatzmotiven- oder Linsen gehört, die dann gleich so viel wie der Beamer selbst kosten.
Auch habe ich gelesen, dass das in die Breite ziehen und dann wieder entzerren, der DVD-Player übernehmen kann bzw. übernimmt? Tja, ich hab keine Ahnung, deswegen frage ich hier.

DVDs schaue ich im Moment über die Xbox 360, HD-DVDs über das dazugehörige Laufwerk. Als Receiver dient der Onkyo 505. Nur falls das irgendwie relevant wäre.

In einem Monat wird dann wahrscheinlich der Toshiba HD EP 30 E KTE HD-DVD-Player dazugekauft, der dann natürlich auch als DVD-Player fungieren wird.


Danke schon mal für Antworten.


[Beitrag von nickkang am 14. Nov 2007, 20:15 bearbeitet]
funnystuff
Inventar
#2 erstellt: 14. Nov 2007, 21:04
Was du ansprichst ist die ultimative und auch extrem aufwendige Darstellung von ECHTEM Cinemascope über DVD/Beamer

Otto-Normalverbraucher begnügt sich mit der Darstellung von 21:9-Material über 16:9 Geräte, dann eben mit Balken. Für Nachhilfe in den Formaten und Standards lies dich mal im Forum oder bei Wikipedia ein, ich sage dir nur folgendes:

Ein 16:9-Beamer stellt Cinemascope mit Balken dar, dafür braucht man bei einer 16:9 Leinwand eine Horizontale Maskierung, aber auch nur wenn man die Balken unbedingt abdecken will!
Ansonsten projeziert der Beamer dann eben "schwarz", je nach Qualität ist das mehr oder weniger dunkel. Ich empfinde es bei mir als zu hell und maskiere daher, das bringt subjektiv einen enormen Kontrastgewinn!

Im Umkehrschluss brauchst du bei einer 21:9 Leinwand eine vertikale Maskierung für 16:9 Inhalte UND du müsstest das Bild jedes mal per Zoom anpassen. Negativ daran: Eine echt riesige Leinwand (=schwer selbst eine perfekt ausgerichtete zu bauen, neu zu kaufen sehr teuer), ständiges hin-und herzoomen = Vergrößerung der der Fliegengitterstruktur bei LCD bei 21:9.

Ich habe mich für ersteres entschieden, da fast 50% meiner Filme in 16:9 sind und es ohnehin der HD-Standart ist. Für Cinemascope wird dann oben und unten maskiert und gut ist
nickkang
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 14. Nov 2007, 21:17
Alles klar, das hat mich überzeugt.

Auf ständiges justieren und zoomen habe ich keine Lust. Mir ging es eben um dieses "reine" 21:9, das ja anscheinend deutlich teuer ist. Werde dann aber in jedem Fall horizontal maskieren, da das den Seheindruck doch deutlich verbessert.

Also, danke.
Signature
Inventar
#4 erstellt: 15. Nov 2007, 20:07

nickkang schrieb:
Alles klar, das hat mich überzeugt.

Auf ständiges justieren und zoomen habe ich keine Lust. Mir ging es eben um dieses "reine" 21:9, das ja anscheinend deutlich teuer ist. Werde dann aber in jedem Fall horizontal maskieren, da das den Seheindruck doch deutlich verbessert.

Also, danke. :)

Du könntest einen Anamorphoten verwenden und so ein echtes 21:9-Setup realisieren. Dann muss man nicht zoomen. Ich mache das auch so. Wenn Dir das zu viel Aufwand ist, würde ich mir eine 17:9-Leinwand bauen. 16:9 macht nur dann Sinn, wenn Du ebenfalls viel TV schaust.

@funnystuff

Ich habe mich für ersteres entschieden, da fast 50% meiner Filme in 16:9 sind

Es gibt in 16:9 ausschließlich TV-Produktionen, denn 16:9 ist ein "Fernsehformat". Kino-Filme, die nicht in einem der Scope-Formate produziert wurden haben ein 15:9 oder 17:9-Format. Schau mal auf die DVD-Hüllen - da ist bei Widescreen-Produktionen entweder 1,85:1 (amerikanische WS) oder 1,66:1 (europäische WS) angegeben.

Gruß
- sig -


[Beitrag von Signature am 15. Nov 2007, 20:12 bearbeitet]
funnystuff
Inventar
#5 erstellt: 15. Nov 2007, 20:24
@signature: Habe schon mit dem Argument gerechnet, wollte aber nicht unnötig noch mehr Verwirrung stiften:)

Bei 1,85:1 muss man einfach ein bischen den Overscan aktivieren. Das wird man sowieso bei fast jedem Film neu einstellen müssen damit es WIRKLICH richtig passt.

Abgesehen davon orientiert sich der Player ja an der Setup-Einstellung, die lautet 16:9 und nicht Kino-Breitwand. Ein ständiges Überprojezieren finde ich persönlich störender als den Overscan.


[Beitrag von funnystuff am 15. Nov 2007, 20:32 bearbeitet]
MJX
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 15. Nov 2007, 20:30
Wenn der Beamer einen entsprechenden Overscan hat, dürften die schmalen Balken doch aber weg sein und das 1:1,85 bzw. 1:1,66 Bild im 16:9-Format dargestellt werden. Dann wäre eine 17:9-Leinwand wieder die schlechtere Wahl.
Signature
Inventar
#7 erstellt: 15. Nov 2007, 20:35

Abgesehen davon orientiert sich der Player ja an der Setup-Einstellung, die lautet 16:9 und nicht Kino-Breitwand.

Das ist ein Trugschluß. Im Kino beträgt das Quellformat etwa 12,5:9 und hier haben wir ja auch keine 1,37:1er Leinwand.

Ein Unterschied zwischen 35mm, D-Cinema und Homecinema liegt bei diesem Thema in den unterschiedlichen Faktoren für den Anamorhpten. Beim 35mm-Film beträgt der 2:1, beim D-Cinema 1,26:1 und im Homecinema 1,33:1.

Was verbleibt eigentlich nur die Frage, ob man sein HK mehr in Richtung Kino betreiben möchte. Dies erfordert halt vor einer Projektion etwas mehr Vorbereitung.

Gruß
- sig -
Signature
Inventar
#8 erstellt: 15. Nov 2007, 20:37

MJX schrieb:
Wenn der Beamer einen entsprechenden Overscan hat, dürften die schmalen Balken doch aber weg sein und das 1:1,85 bzw. 1:1,66 Bild im 16:9-Format dargestellt werden. Dann wäre eine 17:9-Leinwand wieder die schlechtere Wahl.

Naja - den Overscan "sollte" man ausschalten können. Ganz "weg" werden die Balken aber selbst mit Overscan nicht sein, den sooo ein großer Overscan wäre übelst.
petertar
Gesperrt
#9 erstellt: 15. Nov 2007, 20:43
Hmm, was ändert das am Film ? Gut bleibt gut..egal welches Format und schlecht bleibt schlecht......ebenso die Bildqualität.

Nein im Ernst, ein solcher anamorphot kostet heiden Geld und kann auch nicht an jedem Beamer eingesetzt werden, oder ?
Signature
Inventar
#10 erstellt: 15. Nov 2007, 20:45

petertar schrieb:
Hmm, was ändert das am Film ? Gut bleibt gut..egal welches Format und schlecht bleibt schlecht......ebenso die Bildqualität.

Nein im Ernst, ein solcher anamorphot kostet heiden Geld und kann auch nicht an jedem Beamer eingesetzt werden, oder ?

Leider kostet der Anamorphot sehr viel Geld aber man kann ihn auch kostengünstig selbst bauen. Ein vernünftiger Anamorphot (egal ob gekauft oder selbstgebaut) passt auf jeden Beamer.
funnystuff
Inventar
#11 erstellt: 15. Nov 2007, 23:49
Mal eine weitere Frage: Was bringt mir der Anamorphot wenn der Player Cinemascope nicht in Vollbild, also volständig verzerrt ausgeben kann?

Selbst im 16:9-Modus bleiben bei gegebener Verzerrung doch noch Balken!? Also hat man immer noch arbeitslose Pixel und das Panel kann nicht voll genutzt werden. Denkfehler meinerseits oder korrekt?
Signature
Inventar
#12 erstellt: 16. Nov 2007, 00:30
Das Bild muss vor der Ausgabe um den Faktor 1,33 skaliert werden. Das macht man im günstigsten Fall über einen geeigneten Player oder Beamer und im ungünstigsten Fall über einen externen Scaler. Die günstigste Methode ist ein geeigneter Player. Neuere Full-HD-Player haben bereits einen 21:9-Skaler-Modus integriert. Ohne geeignete Skalierung geht es leider nicht.

Gruß
- sig -
funnystuff
Inventar
#13 erstellt: 16. Nov 2007, 00:54
Ziemlicher Aufwand, enorme Kosten - ist es das wirklich wert oder doch nur das i-Tüpfelchen für den Perfektionisten?
Signature
Inventar
#14 erstellt: 16. Nov 2007, 11:27
Also der Unterschied schon ist enorm. Alleine deshalb, weil ein Scope-Film breiter und nicht schmaler wird und so "sollte" es auch sein. Dazu kommt noch die gesteigerte Zielauflösung und die sphärische Entzerrung.

So viel teurer muss das nicht unbedingt sein. Bei mir waren es vielleicht 300 Euro, da ich vieles selbstgemacht habe. Einen zusätzlichen, externen Skaler benötige ich glücklicherweise nicht. IMO lohnt sich die Sache aber nur bei größeren Bildwänden ab ca. 3m Breite.

Es kommt aber auch darauf an, was man möchte. Da ich fast ausschließlich DVDs über den Beamer schaue, lohnt sich für mich eine LW in einem der Kinoformate. Für den, der ebenfalls viel TV schaut bzw. zockt kann eine konventionelle 16:9-LW durchaus interessanter sein.

Gruß
- sig -
petertar
Gesperrt
#15 erstellt: 16. Nov 2007, 11:35
@signature :

Wo kriegt man günstige Anomorphoten und eine 21:9 Leinwand(Rollo) ???

NACHTRAG :

Welcher wäre für meinen HS 60 geeignet ? Anamorphot natürlich.


[Beitrag von petertar am 16. Nov 2007, 11:38 bearbeitet]
Signature
Inventar
#16 erstellt: 16. Nov 2007, 11:50

petertar schrieb:
@signature :

Wo kriegt man günstige Anomorphoten und eine 21:9 Leinwand(Rollo) ???

Wirklich günstige Anamorphoten gibt es AFAIK nur im Selbstbau.

Preiswerte Rollo-Leinwände im 21:9-Format habe ich leider auch noch nicht gesehen. Du könntest aber eine größere 16:9-LW nehmen und beim Aufziehen der LW den unteren Teil in eine Maskierung laufen lassen. Bevor ich mich für eine Rahmenleinwand entschieden habe, habe ich selbst über diese Möglichkeit nachgedacht. Sie ist günstig und relativ einfach zu realisieren. Dabei ist aber wichtig, dass die gewählte LW genügend Vorlauf hat.

Eine andere Möglichkeit wäre den Vorlauf der LW entsprechend zu erweitern. Dies ist sicherlich möglich aber ich habe keine Erfahrung damit.

Gruß
- sig -
petertar
Gesperrt
#17 erstellt: 16. Nov 2007, 12:04
Wenn man jetzt noch eine Bauanleitung für einen Anamorphoten hätte.

Ja ich hatte überlegt og ich nicht die Leinwand bzw. den Vorlauf maskiere, allerdings weis ich nicht wie ich das mache,damit es keine Probleme beim einrollen gibt. Das beste wäre wohl schwarz anmalen. Einen 50cm schwarzen Nachlauf hat sie ja.
Signature
Inventar
#18 erstellt: 16. Nov 2007, 12:07

NACHTRAG :

Welcher wäre für meinen HS 60 geeignet ? Anamorphot natürlich.

Du benötigst eine anamorphote Vorsatzlinse oder ein Prisma mit einem Entzerrungsfaktor von 1,33. Der Anamorphot sollte nicht zu klein sein, damit das Bild über den kompletten Zoom-Bereich des Projektors an den Ecken scharf bleibt. Ferner sollte der Anamorphot das Bild expandieren und nicht Stauchen. Beim stauchen verbessert sich zwar auch die Bildqualität, aber das Bild wird wieder schmaler anstatt breiter und das ist ja nicht Sinn der Sache.

Die günstigsten mir bekannten Anamorphoten kosten so um die $900,-. Aus China soll es eine Linse inkl. Halterung (ISCO-Nachbau) geben, die um die $300,- kostet (irgendwo hier im Forum gibt es dazu einen Thread). Ein Eigenbau kostet weit unter 100,- EUR aber erfordert ein wenig Geschick und Enthusiasmus.

Gruß
- sig -
petertar
Gesperrt
#19 erstellt: 16. Nov 2007, 12:18
Danke Signature !
Also ich werde Heute mal bei Zeiss anrufen und fragen ob die sowas da haben. Eine "Fassung" müßte ich dann wohl selber bauen. Wie verhält es sich bei Filmen die auf Scope auf der DVD vorliegen, da brauche ich doch keinen ano. oder ?
Und hat es Auswirkungen auf die Farben ?

Kann ich den ana. dann einfach immer vor dem Beamer lassen, egal welcher Bildinhalt ?
Signature
Inventar
#20 erstellt: 16. Nov 2007, 12:23
Nicht bei Zeiss.

Schau mal hier:

http://www.panamorph.com

oder hier...

http://www.prismasonic.com/english/index.shtml

Die günstigsten kosten umgerechnet ca. 700,- EUR.


Wenn man jetzt noch eine Bauanleitung für einen Anamorphoten hätte.


Hier ist eine:

http://www.jochenbe.de

Gruß
- sig -


[Beitrag von Signature am 16. Nov 2007, 12:32 bearbeitet]
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