Sat-Fernsehempfang im ganzen Haus über altes Koax-Kabelnetz

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Dehenry
Ist häufiger hier
#1 erstellt: Gestern, 18:18
Hallo,

ich hatte seit langer Zeit Kabelfernsehen und habe mich deshalb nie mit DVB-T oder Satellitenempfang beschäftigt. Jetzt muss ich das, da wir in ein noch zu sanierendes Einfamilienhaus aus Anfang der 80er Jahre umziehen wollen. In der Gegend gibt es kein Kabelfernsehen.

Im Haus gibt es noch aus der Bauzeit mehrere "normale" Antennendosen für TV- und Radioanschluss. Die Kabel laufen im Dachboden zusammen, wo früher eine Antenne auf dem Dach stand. Im Dachboden kommen vier Koax-Kabel an, es gibt aber mehr Antennendosen im Haus. Ich gehe deshalb davon aus, dass manche der Dosen am selben Kabel hängen. Die Antenne wurde irgendwann abmontiert und durch eine Sat-Schüssel ersetzt. Die Fernsehkabel wurden dabei stillgelegt. Das Sat-Signal läuft durch zwei Kabel, die sehr stümperisch vom Dach außen über die Hauswand und dann an (nur) zwei Stellen direkt durch die Wand ins Haus gezogen wurden. Da hängen die bloßen Kabel jetzt einfach aus der Wand raus. Das möchte ich so nicht lassen. Ich würde gerne wenn möglich die vorhandene Antennen-Verkabelung wieder nutzen, damit man wie beim Kabelanschluss unabhängig fernsehen kann.

Der Elektriker hat mir irgendeine sehr kompliziert aussehende und vor allem sehr teure (~7000 EUR netto!) Lösung angeboten. Deshalb versuche ich, mich zu dem Thema selbst etwas schlau zu machen. Nach allem, was ich bis jetzt gelesen habe, ist mein Ziel wohl tatsächlich nicht so einfach umsetzbar. Ich hätte folgende Fragen an die Experten hier:

- Kann ein altes Koax-Kabel grds. für die Übertragung von Satellitenfernsehen genutzt werden? Der Elektriker sagt nein, aber ich habe auch anderes gelesen.
- Gibt es eine Möglichkeit, direkt im Dachboden das Satellitensignal zu empfangen und so aufzubereiten, dass in das Fernsehkabelnetz des Hauses zumindest eine bestimmte Zahl an Programmen so eingespeist wird, wie es beim Kabelfernsehen der Fall ist? Den Fernsehern wird also quasi ein Kabelanschluss vorgegaukelt?
- Ich bin auf den Begriff Unicable gestoßen, der mir in die richtige Richtung zu gehen scheint. Stimmt das?
- Alternativ dachte ich an einen Sat zu IP Konverter, der die Programme dann ins LAN streamt, aber auch das ist laut Elektriker schwierig, weil der Stream nur von bestimmten Fernsehern (wohl Panasonic) empfangen werden kann. Mir fällt es schwer zu glauben, dass sowas im Jahr 2026 so schwierig ist!

Habt Ihr sonst Tipps oder Ideen, in welche Richtung ich denken sollte? Soetwas wie Magenta TV käme wohl noch in Frage, aber ich möchte eigentlich kein solches Abo abschließen. Ich habe mich aber zugegebener Maßen noch nicht vertieft damit beschäftigt.

Vielen Dank!
a33
Stammgast
#2 erstellt: Gestern, 19:18

Dehenry (Beitrag #1) schrieb:
Der Elektriker hat mir irgendeine sehr kompliziert aussehende und vor allem sehr teure (~7000 EUR netto!) Lösung angeboten.


Was hat der denn angeboten als Setup?
Damit wir uns nicht Mühe geben müssen, um eventuell das gleiche zu beschreiben. Dann können wir vielleicht gucken, wie es besser oder einfacher oder billiger kann.

MfG,
A33
pegasusmc
Inventar
#3 erstellt: Gestern, 19:31

Dehenry (Beitrag #1) schrieb:
noch zu sanierendes Einfamilienhaus aus Anfang der 80er Jahre umziehen wollen. I

Dann muss doch eh die ganze Elektrik neu. Dabei die Sat und Netzwerkkabel mitverlegen.
derGraueHase
Stammgast
#4 erstellt: Gestern, 21:45

Dehenry (Beitrag #1) schrieb:
Hallo,

- Kann ein altes Koax-Kabel grds. für die Übertragung von Satellitenfernsehen genutzt werden? Der Elektriker sagt nein, aber ich habe auch anderes gelesen.

- Ich bin auf den Begriff Unicable gestoßen, der mir in die richtige Richtung zu gehen scheint. Stimmt das?


Stimmt beides, vor allem in Kombination miteinander. Nur die Steckdosen müssen ausgetauscht werden. Ich wohne in einem Altbau, und große Teile der Koaxverkabelung stammen aus den 70er - Jahren. Nur wo erforderlich (Einspeisung von unten statt vom Dachboden) wurde neues Kabel gelegt. Es gibt keinerlei Probleme mit dem Uraltkabel.
Dehenry
Ist häufiger hier
#5 erstellt: Gestern, 23:19
Hier das, was der Elektriker vorgesehen hat. Typenbezeichnungen etc. stehen nicht im Angebot:

Satellitenantenne
Satelliten-Multischalter 8-fach
Satelliten-Speisesystem LNB
Stück Satelliten-Sparrenhalter
Kopfstelle kompakt SAT auf IP
Switch 24 Port

Allein die Kopfstelle soll rund 5300 EUR kosten. Wir wollen nicht die komplette Verkabelung neu machen, sondern erst eine Isolationsmessung machen und schauen, was neu gemacht werden muss.

Das wäre schon mal eine Erleichterung, wenn die Koaxkabel weiter verwendet werden können. Ich frage mich nur, warum die Vorbesitzerin dann die neuen Sat-Kabel hat verlegen lassen.


[Beitrag von Dehenry am 29. Jan 2026, 23:20 bearbeitet]
dan_oldb
Inventar
#6 erstellt: Heute, 01:49

Dehenry (Beitrag #1) schrieb:

- Alternativ dachte ich an einen Sat zu IP Konverter, der die Programme dann ins LAN streamt, aber auch das ist laut Elektriker schwierig, weil der Stream nur von bestimmten Fernsehern (wohl Panasonic) empfangen werden kann.


Hm, aber genau das hat er dir doch angeboten, dafür ist die Kopfstelle da um Sat auf IP umzusetzen, um dann von dem 24 Port Netzwerkswitch die IP-Signale per Netzwerkkabel im Haus weiter zu verteilen. Halte ich für irgendwas zwischen seltsam und fragwürdig wenn überall Coax liegt. Erfordert weiterhin das überall Netzwerkkabel gezogen und Dosen gesetzt werden, und die Empfangsgeräte Sat>IP können.

Und weil man manchmal nicht auf einfache Lösungen kommt: Schaut ihr viel lineares Fernsehen, ist euch Sat-Empfang tatsächlich wichtig? Mein bettlägeriger Vater hat den TV 15-20 Stunden am Tag laufen, aber seit er einen Waipu-Stick hat schaut er nur noch darüber, also per Internet. Ich selbst schaue 1-2 Stunden am Tag, aber nur öffentlich-rechtliche, und schaue ebenfalls über die entsprechenden Apps; meinen Kabelanschluss nutze ich seit 10 Jahren nicht mehr.
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