Widerstand Frequenzweiche

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sven29ks
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 07. Mrz 2026, 01:08
Hallo,

ich möchte in meiner Frequenzweiche etwas bessere Widerstände verbauen. Hierzu habe ich folgende ausgesucht: JANTZEN AUDIO
SUP05-010R - SUPERES Widerstand 10R 5W 1% 6,5 x 19mm L<1uH

Diese gibt es nur mit 5Watt (bei dem Verkäufer wo ich auch noch andere Bauteile kaufen will).
Ich möchte gerne mind. 20Watt-Widerstände einsetzen.

Nun habe ich mir folgende Schaltung gemacht:

https://www.directupload.eu/file/d/9215/ykdxd9eb_png.htm

Der Widerstand den ich einsetzten will soll z.B. 4Ohm haben.

Ich nehme 4 Widerstände mit jeweils 4Ohm. Der Gesamtwiderstand aus der Schaltung ist somit auch 4Ohm.
Nun habe ich den passenden Widerstand den ich benötige, mit einer Gesamtbelastbarkeit von 25Watt.

Kann ich das so einfach machen, oder funktioniert das so nicht in Frequenzweichen?

Gruß
Sven
wurzeli
Stammgast
#2 erstellt: 07. Mrz 2026, 09:00
Hi

Parallelschaltung bei Widerständen ist sinnvoller das reduziert Unzulänglichkeiten
du nimmst 4x 16Ω oder 3x 12Ω dann kommst du auch auf 4Ω gesamt

im Netz gibts Widerstandsrechner

Gruß
sven29ks
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 07. Mrz 2026, 10:16
du meinst reihenschaltung vermeiden? ich müßte dann 10x39 nehmen, da ich 3,9 benötige. hab die 4 nur genommen wegen einfacherem rechnen.
stoske
Inventar
#4 erstellt: 07. Mrz 2026, 10:50

sven29ks (Beitrag #1) schrieb:
ich möchte in meiner Frequenzweiche etwas bessere Widerstände verbauen.


Weil?

Über Kondensatoren kann man nachdenken, wenn sie so alt sind, dass die Werte nicht mehr stimmen. Aber Spulen und Widerstände altern nicht. Und bei gleichen Werten ist auch klanglich nichts zu erwarten.

Es gibt keine (klanglich) besseren oder schlechteren Widerstände.
wurzeli
Stammgast
#5 erstellt: 07. Mrz 2026, 11:15

ich müßte dann 10x39 nehmen


das ist dann doch leicht überkandidelt
durch parallelschaltung eines weiteren hohen Wertes lässt sich der Gesamtwiederstand beliebig verringern
etwas herumrechnen hilft da, benutz einen Rechner

nebenbei: zwischen 4 und 3,9Ω besteht kein relevanter Unterschied
die Fertigungstoleranz der Widerstände ist bestimmt höher

Gruß
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 07. Mrz 2026, 12:25
Man kann sich das Leben auch unsinnig schwer machen ....

25W / 4 Ohm
sven29ks
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 08. Mrz 2026, 00:43
3,9 ; 4 Ohm: Ich dachte bei Frequenzweichen müßte alles sehr genau sein.

In der alten Frequenzweiche sind folgende Komponenten drin:

-Spulen von Jantzen
-Kondensatoren: Mundorf,Jantzen,welche ohne Bezeichnung (Toleranz 5%, einige bis 400V,einige bis 100V belastbar.
-Widerstände: Keramik,Toleranz 5%, 20W/25W

nachdem ich mich jetzt näher damit beschäftigt habe, will ich alle Kondensatoren und Widerstände austauschen. Die meißten Kondensatoren hat es sowieso zerrissen.

so weit bin ich:
Kondensatoren: bis 400V; 5% Toleranz; MKP (keine Elektrolyt mehr)
Widerstände: hier bin ich mir nicht sicher. 25W oder höher? Folienwiderstände? MOX? Nicht-induktive Drahtwiderstände? Toleranz 1%?


was ich zum thema gelesen habe:

Widerstand:

1. Die besten Typen für Frequenzweichen

Metalloxid-Widerstände (MOX): Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sind induktionsarm, rauscharm und bieten eine saubere Wiedergabe, besonders im Hochtonbereich.
Nicht-induktive Drahtwiderstände (z.B. Mills, Mundorf): Diese gelten als audiophile Wahl. Sie sind sehr präzise, temperaturstabil und durch ihre spezielle Wickeltechnik (bifilar) nahezu induktionsfrei.
Folienwiderstände (Path Audio): Die absolute Spitzenklasse. Sie bieten eine extrem niedrige Induktivität und Induktion, sind aber teuer.

2. Technische Hauptkriterien

Induktionsarmut (Non-Inductive): Drahtwiderstände können wie eine kleine Spule wirken (Induktivität). Ein guter Widerstand ist nicht-induktiv gewickelt, damit er den Frequenzgang nicht unkontrolliert beeinflusst.
Belastbarkeit (Watt): Für Hochtöner reichen meist 5–10 Watt, für Mittel- und Tieftöner sollten es 10–20 Watt oder mehr sein, um thermische Kompression (Klangänderung bei Erwärmung) zu vermeiden.
Toleranz: Eine niedrige Toleranz (z.B. 1% oder 2%) ist wichtig, um die berechneten Trennfrequenzen exakt einzuhalten.

3. Wo welche Widerstände verwenden?

Hochtonzweig (Hochpass): Hier ist die Klangqualität am wichtigsten. Verwenden Sie hochwertige MOX- oder nicht-induktive Drahtwiderstände.
Mittel-/Tieftonzweig: Hier sind hohe Belastbarkeiten wichtig. Gute Drahtwiderstände sind hier meist die beste Wahl.
Vermeiden: Einfache, billige Zement-Sandstein-Widerstände (oft weiß/grau/eckig) sollten vermieden werden, da sie oft zu einer "körnigen" Klangtextur führen.

Zusammenfassung
Ein Qualitäts-Widerstand für Frequenzweichen sollte 10W MOX (günstig) oder 12W+ nicht-induktiver Draht (hochwertig) sein, um ein rauscharmes, sauberes Klangbild zu gewährleisten.

Kondensator:

Ein Qualitäts-Kondensator für Frequenzweichen in Lautsprechern sollte in erster Linie
verlustarm, stabil und langlebig sein, um das Musiksignal unverfälscht wiederzugeben. Die erste Wahl für hochwertige Audioanwendungen sind Folienkondensatoren, insbesondere Polypropylen-Folienkondensatoren (MKP).
Hier sind die entscheidenden Eigenschaften im Detail:

Material: Polypropylen (PP) ist das bevorzugte Dielektrikum, da es sich durch sehr geringe Verluste (ESR) und hohe Stabilität bei Temperaturänderungen auszeichnet.
Bauart: MKP-Kondensatoren (Metallisierte Polypropylen-Folienkondensatoren) bieten das beste Verhältnis von Klangqualität, Langlebigkeit und Baugröße. Für höchste Ansprüche werden Folienkondensatoren (z.B. Z-Caps) verwendet, die keine internen Lufteinschlüsse haben.
Verlustfaktor (ESR): Ein hochwertiger Kondensator hat einen extrem niedrigen Äquivalenten Serienwiderstand (ESR). Dies ermöglicht eine präzise Wiedergabe, insbesondere im Hochtonbereich, ohne Phasenverschiebung.
Spannungsfestigkeit: Die Spannungsfestigkeit (VDC) sollte ausreichend hoch gewählt werden, oft werden 250V bis 600V oder mehr empfohlen, da höhere Spannungen oft mit einer besseren Fertigungsqualität und geringeren Verlusten einhergehen.
Langlebigkeit: Folienkondensatoren altern im Gegensatz zu Elektrolytkondensatoren (Elkos) kaum, trocknen nicht aus und behalten ihre Kapazität über Jahre bei.

Anwendungsbezogene Empfehlungen:

Hochtöner/Mitteltöner: Hier sind MKP-Kondensatoren Pflicht, um Klangverfärbungen und Verzerrungen zu vermeiden.
Tieftöner: In Reihe zum Tieftöner können auch hochwertige, bipolare Elektrolytkondensatoren (Elkos glatt) verwendet werden, da dort die klanglichen Auswirkungen geringer sind, während sie Platz und Kosten sparen.

Zusammenfassend: Ein Qualitäts-Kondensator für Frequenzweichen ist ein MKP-Folienkondensator mit enger Toleranz (z.B. $\pm$3% oder besser) und geringem ESR, der für eine saubere und detaillierte Klangwiedergabe sorgt.
trilos
Inventar
#8 erstellt: 08. Mrz 2026, 01:29
5W Widerstände nutze ich nie, egal welche Bauart.

Zumeist reichen 10W MOX völlig aus.

Wenn es eine höhere Belastbarkeit sein soll, nutze ich den 20W M-Resist von Mundorf.

Im Mittel-Hochtonbereich nutze ich MKPs.

Schönes Wochenende,
Alexander
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 08. Mrz 2026, 14:39

Ich dachte bei Frequenzweichen müßte alles sehr genau sein.


Und die Treiber selbst?!
Verwendest du dazu auch gematchte Treiber oder ....
Die Toleranzen sind an ihnen oftmals unterschiedlicher als man denkt.

Und bei Kondensatoren kann (nicht muss) es sehr oft auch genau andersherum besser klingen, indem man z.B. Elkos anstelle von Folien verwendet. Dies muss aber nicht bei allen Treibern so sein, sondern es kann auch ein Mischbetrieb aus verschiedenen C-Arten besser klingen.
Zudem gibt es auch noch Ölpapier-Cs usw. Alle können dabei auch anders (= besser / schlechter) klingen.
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