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Autor
Beitrag
el`Ol
Inventar


   erstellt: 17. Okt 2008, 20:07
Hallo!

Ich baue mir Lautsprecher mit integrierten Absorbern (außen) und verwende für die Prototypen 5mm Polyesterfilz. Geht ganz gut, aber der Gold-Standard für solche Anwendungen scheint Basotect zu sein. Ist allerdings durch seine Dicke etwas ungünstig. 2cm sollten wohl nötig sein, um über 200Hz die Reflexionen weitgehend totzukriegen, oder? Weiß jemand, wie sich Wollfilz zu Basotect verhält? Sollte der Unterschied nicht soo groß sein, wäre die Entscheidung klar.



Oliver


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GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
Jogi42
Inventar
   erstellt: 17. Okt 2008, 23:41
Meinst du die Aussenwand deines LS. Eine Frequenz von 200 Hz hat eine Wellenlänge von 1,7m!
Bei 2 cm Material, wenn es porös ist vielleicht eine Absorbtionsstrecke von 20cm macht eine Frequenz von ca. 1,7 KHz aus.

________
Gruß Jörg

Hifi Selbstbau-Gruppe Rems-Murr Stuttgart
el`Ol
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 09:14
Update:
Von der Größe der Absorber her ergibt sich schon eine Grenzfrequenz von ca. 800Hz, laut Basotect-Datenblatt benötigt man 6cm, um in der Transmission etwas auszurichten:
http://www.plasticsp.../basotect_properties
Kann ich das für die Reflexion halbieren (doppelte Laufstrecke)?

________
GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
Jogi42
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 09:44
Noch mal, wenn ich es richtig verstehe, willst du deine Box aussen mit dem Material beziehen. Welchen Effekt versprichst du dir davon? Könnte evtl. auch negativen Einfluss haben. Das aber nur Vermutung und nicht belegt.
Deine Frage von gerade eben verstehe ich nicht ganz.

________
Gruß Jörg

Hifi Selbstbau-Gruppe Rems-Murr Stuttgart
el`Ol
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 10:07
Soll sowas werden:
http://www.carlssonplanet.com/oa52_2.php

________
GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
moby_dick
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 10:18
Verdichtete Steinwolleplatten wirken am besten. Stoff darüberspannen. Heralan TP im Baustoffhandel.
el`Ol
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 10:22

moby_dick schrieb:
Verdichtete Steinwolleplatten wirken am besten. Stoff darüberspannen. Heralan TP im Baustoffhandel.

Wie soll schweres verdichtetes Zeug Reflexionen in den Höhen vermindern?

________
GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
moby_dick
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 11:10
Schau dir die Datenblätter an, dann weißt du es!
moby_dick
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 11:18
Ähnliches Produkt:

http://www.rockfon.d...B_Industriebatts.pdf

Bei 25 mm Dicke Absorption von 48-99% (125-4000 Hz)

[Beitrag von moby_dick am 18. Okt 2008, 11:21 bearbeitet]
kceenav
Stammgast
   erstellt: 18. Okt 2008, 12:22
Hallo --
el`Ol schrieb:
Soll sowas werden:
http://www.carlssonplanet.com/oa52_2.php

Gehe ich recht in der Annahme, dass diese Konstruktion dafür ausgelegt ist, in einer Raumecke aufgestellt zu werden?

Als Absorptionsmaterial scheint mir jedenfalls auch Basotect grundsätzlich geeignet; und es dürfte von seiner Oberflächenbeschaffenheit her noch "am besten" aussehen ...
Ich würde auf jeden Fall mindestens 5cm dicke Auflagen vorsehen -- oder warum nicht gleich 10cm? (Kleiner Baso-"Waveguide" um den Hochtöner ...)

Für Filz gilt sicher Ähnliches. Irgendwer hat aber neulich behauptet, Wollfilz "reflektiere" im Hochtonbereich. Kommt mir stark übertrieben vor, aber wer weiß ...

________
Grüße

Bernd
moby_dick
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 12:33
Reflektiert wird immer der nicht absorbierte Anteil.

Aber irgendwie sind diese Behauptungen Mode geworden in letzter Zeit.
el`Ol
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 13:51

moby_dick schrieb:
Reflektiert wird immer der nicht absorbierte Anteil.

Und was ist mit der Transmission?

________
GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
el`Ol
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 13:59

kceenav schrieb:
Hallo --
el`Ol schrieb:
Soll sowas werden:
http://www.carlssonplanet.com/oa52_2.php

Gehe ich recht in der Annahme, dass diese Konstruktion dafür ausgelegt ist, in einer Raumecke aufgestellt zu werden?

Als Absorptionsmaterial scheint mir jedenfalls auch Basotect grundsätzlich geeignet; und es dürfte von seiner Oberflächenbeschaffenheit her noch "am besten" aussehen ...
Ich würde auf jeden Fall mindestens 5cm dicke Auflagen vorsehen -- oder warum nicht gleich 10cm? (Kleiner Baso-"Waveguide" um den Hochtöner ...)



Das ganze ist für die Aufstellung an einer langen Wand gedacht, mit deutlichem Abstand zu den seitlichen (kürzeren) Wänden. Ich will die Konstruktion einfach halten, am besten mit zwei rechteckigen und zwei dreieckignen Platten, ohne Rahmen und mit aufgeklebtem Absorptionsmaterial. Bei dickem Schaumstoff wird es schwierig, es am Berührpunkt anständig aussehen zu lassen.

________
GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
moby_dick
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 14:01
Transmission gibt es nur temporär, wenn der Absorber aufliegt. Was eindringt, wird am Untergrund reflektiert, dann wieder teilweise absorbiert. Der nichtabsorbierte Anteil = Reflektion.

[Beitrag von moby_dick am 18. Okt 2008, 14:03 bearbeitet]
kceenav
Stammgast
   erstellt: 18. Okt 2008, 14:48

el`Ol schrieb:
Das ganze ist für die Aufstellung an einer langen Wand gedacht, mit deutlichem Abstand zu den seitlichen (kürzeren) Wänden.

Aha.

Dieses Konzept finde ich wiederum merkwürdig. Wozu dient der (in den Raum ragende) "Reflektor" -- der zudem mit Absorptionsvermögen ausgestattet wird, damit er NICHT (alles) reflektiert?

Irgendwie erscheint mir für ein solches Konstrukt die Aufstellung in einer Raumecke sehr viel sinniger. Hätte man doch so den "perfekten" "Viertelraum-Strahler". Vorausgesetzt, die Begrenzungsflächen absorbieren tatsächlich alle Schallanteile mit "zu kurzer" Wellenlänge, was in der Praxis sicher nur näherungsweise hinzubekommen ist.

Aber was rede ich -- wenn doch auch der Klang DIESES Konzepts "jemandem" bzw. sogar vielen Hörern richtig gut gefällt -- so wie ja im Grunde der Klang eines JEDEN "Konzepts".. --, ist ja alles in bester Ordnung.

________
Grüße

Bernd
el`Ol
Inventar
   erstellt: 18. Okt 2008, 15:42
Stig Carlsson ist der mit den Sonab-Lautsprechern und sicher der, der sich am eingehendsten mit Raum-Lautsprecher-Interaktion beschäftigt hat. Wenn bei der Entstehung dieses Konzepts Empirie mit im Spiel war, soll mir das auch recht sein. Das Resultat bei Klassikaufnahmen ohne Synthetikhall ist jedenfalls bemerkenswert.
Ein wenig liebäugle ich derzeit mit 3mm-Filz-beklebten Steinwollplatten. Basotect hatte ich noch nicht in der Hand. Kann mir jemand was über die Bearbeitbarkeit sagen? Ich könnte mir auch einfach eine Platte kaufen, für innen brauche ich eh etwas und soo teuer ist das Zeug auch nicht.

________
GEFÄHRLICHER TEILNEHMER
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hifi-alex
Stammgast
   erstellt: 18. Okt 2008, 18:09

el`Ol schrieb:
... Basotect hatte ich noch nicht in der Hand. Kann mir jemand was über die Bearbeitbarkeit sagen? Ich könnte mir auch einfach eine Platte kaufen, für innen brauche ich eh etwas und soo teuer ist das Zeug auch nicht.

Es ist mit einem scharfen Messer wunderbar zu schneiden.
Man kann es auch mit einer Raspel bearbeiten um z.B. Rundungen anzubringen.

________
Grüße
Alex

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