Breitbänder in eigenwilligem Gehäuse möglich?

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tope123
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Jun 2012, 14:26
Hallo,

Ich habe vor einen Lautsprecher nach meinen eigenen Vorstellungen zu bauen.
Etwas Wissen darüber habe ich, aber nicht annähernd genug um selbst zu entwickeln.
Ein Gehäuse für einen Breitbänder zu bauen erscheint mir leichter, da eine aufwändige Weiche schonmal zum Großteil wegfällt.
Das Gehäuse soll so aussehen und der Lautsprecher an die Wand gehängt werden:

http://i46.tinypic.com/2ppy7th.jpg

http://i50.tinypic.com/2qk7x8i.jpg

Bei den Maßen stelle ich mir ca! 25cm x 10cm HxB vor. Das Chassis hat in dem Fall einen Durchmesser von 9 cm.
Jetzt meine Frage: Was passiert bei solch einer schmalen Schallwand und der Rundung?
Kann da überhaupt etwas "gutes" rauskommen?
Freue mich über jegliche Anregungen.

Gruß, tope
eric67er
Stammgast
#2 erstellt: 19. Jun 2012, 16:42
Hm, viel Volumen hast du da nicht....
Es gibt einen Bauvorschlag von Klang und Ton ,da spielt der Frs 8 von Visaton in knapp 2 litern. Das Ding ist klasse, kann aber weder laut noch tief.
Du solltest vlt. noch sagen was du damit hören willst.
Für HiFi / Wohnzimmer tauglich brauchst du m.E. auf jeden Fall einen Subwoofer nebst Aktiv Modul.
Dann kannst du tatsächlich in dein Gehäuse z.B. den kleinen Visaton reinpacken. Bei der schmalen Schallwand brauchts vielleicht noch eine kleine Entzerrung....
Gib mal noch paar Infos....
Giustolisi
Inventar
#3 erstellt: 19. Jun 2012, 17:08
Wie tief soll das Ding denn werden?
Das Gehäuse an die Wand zu hängen ist schon mal keine schlechte Idee, so kann der Sperrkreis wegfallen, wenn der Frequenzgang auf der Normwand stimmt. Du bräuchtest nur ein Chassis das in dem Volumen trotzdem tief genug kommt um einen Subwoofer sinnvoll anzukoppeln. So was findest du wol am ehesten bei den 8cm Breitbändern, Ein geschlossenes Gehäuse mit Hochpasskondensator ist sinnvoll.
tope123
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Jun 2012, 21:12
Schonmal danke für die Antworten!
Ja, viel Volumen ist das nicht. Ich denke ich kann auf maximal 1,5Liter kommen, damit es noch meiner Vorstellung entspricht
Es soll im Grunde einfach nur besser sein, als mein Laptop "Sound", sprich PC Lautsprecher.
Mit 80 Hertz wäre ich richtig glücklich, liegt aber wahrscheinlich im Bereich des Unmachbaren.
Nen kleinen Sub könnte ich mir zur Not vorstellen, wäre aber ohne glücklicher.
Inwiefern müssten die LS entzerrt werden? (kenne mich damit gar nicht aus)
Welche Treiber kämen, abgesehen vom FRS8, noch in Frage? Von TB scheinen auch ein paar die Anforderungen einigermaßen zu erfüllen.
Hoffe die Infos konnten euch helfen.

Gruß, Tope
Giustolisi
Inventar
#5 erstellt: 19. Jun 2012, 23:06
Bevor ich hier weiter mache muss ich wissen wie viel Geld du ausgeben kannst.
tope123
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 19. Jun 2012, 23:53
Hmm, so um die 80€ für beide Chassis. Wenn sich die Investition wirklich lohnt, wäre auch mehr drin.
Dann müssten es aber überzeugende Argumente sein
Giustolisi
Inventar
#7 erstellt: 20. Jun 2012, 08:43
Ein Aktivsub wäre ein überzeugendes Argument, finde ich. Leider kostet alleine das Modul mindestens 80€. Dafür hättest du wirklich ein komplettes System, aus 1,5 Litern wird es schwierig, überhaupt 100Hz raus zu kitzeln.
tope123
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 20. Jun 2012, 10:36
80€ allein für das Aktiv Modul ist mir wirklich zu viel. Sollte im Grunde ein Low Budget Projekt werden, damit ich meinen PC Sound bisschen aufmotze
Also 100Hz wären machbar?! Dann fehlt untenrum zwar etwas, aber ein bisschen Bass würde doch trotzdem rauskommen.

Was hälst du/ihr von dem:

http://lautsprechershop.de/pdf/fountek/fountek_fr89ex.pdf

Gruß
roger-whisky
Stammgast
#9 erstellt: 20. Jun 2012, 11:25
Paff, 40 Euro für EINS von den Fountek Chassis?
Da halte ich persönlich mehr davon: für 80 Euro kriegst Du auch 8 St. Visaton FRS8M, gibt 4 Stück in je einer kleinen Schallzeile pro Sterokanal, da kommt SICHER mehr an akustischem output heraus!
Kriegst aber nicht in Deinem oben dargestellten Gehäuse unter - schade, aber mehr Spass würde es machen...
Später evtl. bei Bedarf einen Woofer dazu, wird toll.

Ganz sicher will ich nicht die Visatöner bewerben, im Gegenteil, ich würde Chassis verwenden die für wenig mehr Geld deutlich mehr an *HiFi-Qualtät* bieten.

Kommt aber auf die Ansprüche an, seit ich mein Notebook mit dem grossen Stereo verstöpselt habe und im Netz befindliche Konzerte z.T. in CD-Spezifikation (auch 2-3 Stunden Dauer) darüber anhöre, bleibt der CD-Spieler häufig ausgeschaltet. Wenn man erstmal auf den Geschmack gekommen ist...

Gruss, ROBERT
Giustolisi
Inventar
#10 erstellt: 20. Jun 2012, 11:49
Mit 100Hz unterer Grenzfrequenz wird ohne Subwoofer auf jeden Fall etwas fehlen. Auch kleine Breitbänder brauchen ein gewisses Volumen um ohne Subwoofer auszukommen. An den Vifantastisch sieht man das gut, die würden auch gut ins Budget passen, lassen sich an die Wand hängen und klingen verdammt gut, auch ohne Subwoofer. Nur sind sie leider viel größer als das was du planst.
Ich muss mich mal umschauen, aber halbwegs wahrnehmbarer Bass wird in dem kleinen Gehäuse nicht möglich sein. 1,5 Liter sind schon knapp für einen Sat.
roger-whisky
Stammgast
#11 erstellt: 20. Jun 2012, 13:35
Also, wenn schon ein eigenwilliges Gehäuse angedacht war, dann darf es stattdessen vielleicht ein eigenwilliges Konzept sein? Oder beides?

Wenn es nur besser sein soll, als was jetzt aus den Notebook Quäkern herauskommt, dann, mal quer- bzw. schräg gedacht, würde es ja auch funktionieren, z.B. die Beyma 8AG/N in einer offenen Schallwand, oder auch quasi offen wie kontrollierte Undichtigkeit, an die Wand zu hängen. Hoher Wirkungsgrad (braucht nur Winzverstärker a la Dayton DTA1), hohe Güte braucht kein Gehäuse/Volumen weil OB, es liesse sich auch das vom TE gedachte Gehäuse einsetzen, nur halt 20cm breit statt 10cm Und direkt mit dem Rücken zur Wand kommt vielleicht soviel an tiefen Tönen raus, dass kein zusätzl. Sub notwendig ist…
Und wenn der Platzbedarf einmal eine andere (geringere) Priorität einnimmt, dann kann man daraus immer noch Viecher basteln, so habe ich längere Zeit dem PC Töne entlockt, macht Spass.
Es gibt natürlich eine Reihe von Alternativen zu dem von mir vorgeschlagenen Chassis, auch kleinere (Größe/Preis) solange hohe Güte im Spiel ist, lässt sich aus der ursprünglichen Gehäuseidee an der Wand sicher was machen. Wenn auch noch hoher Wirkungsgrad da ist, dann reichen wenige Watt für preiswerten Spass, und das dürfte die Grundidee des TE sein, denn nur um die betriebsüblichen Töne eines Notebooks wiederzugeben würden die eingebauten Dinger ja auch reichen.

Gruss, ROBERT
tope123
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 20. Jun 2012, 15:16
Also, über eine Schallzeile habe ich auch schon nachgedacht. Kann man einfach so ohne weiteres mehrere Breitbänder übereinander stapeln, sodass sie sich nicht in die Quere kommen?
Meine Priorität ist nämlich wirklich die "Schlankheit" der LS. Möchte keine Würfel auf meinem Schreibtisch stehen haben. Die Vifantastisch von dir hab ich mir auch schon angeguckt, kommen nur leider wegen der Größe nicht in Frage.
Wegen der Schallzeile, würde mir dann sowas vorstellen, mit Treibern unter 3". Dann kommt aber wahrscheinlich gar kein Bass mehr, oder addiert sich die Membranfläche?

http://www.amazon.de...system/dp/B003ZXDOMA

Natürlich aus Holz und schöneres Design

Das Konzept kann natürlich auch etwas aussergewöhnliches sein, solange es sich an meine Vorstellungen hinsichtlich Optik hält.
Falls das alles jetzt zu utopisch wird, lege ich mich darauf fest, mein Design zu verwenden und entsprechend vorerst auf viel bzw. fast gänzlich Bass zu verzichten, bevor das alles im Chaos versinkt und am Ende nichts dabei rauskommt Wenn mir nach dem Probehören, der Bass sehr fehlt, dann steht die Möglichkeit mit Sub immernoch.
Würde mich freuen, wenn ihr trotzdem nochmal auf die Schallzeile eingeht.
Und nochwas: Ich werde die Breitbänder dann nicht direkt auf mich ausrichten können. Ist das bei BB nicht kritisch wegen der Bündelung?
Mein Ziel ist es, das Maximale aus so einem kleinen Gehäuse rauszuholen.
Laut sollte es schon einigermaßen gehen und der Klang sollte klar und fein sein, was auch immer das für denjenigen bedeutet

Gruß

P.S.: Ich hoffe nicht, dass die Diskussion aus mangelndem Interesse oder Demotivation abgebrochen wird


[Beitrag von tope123 am 20. Jun 2012, 15:39 bearbeitet]
roger-whisky
Stammgast
#13 erstellt: 20. Jun 2012, 16:39
Schallzeile ist gut, und schlank natürlich.
Mehrere Breitbänder kann man bedenkenlos übereinander stapeln, je mehr desto besser (vom Boden zur Decke), irgendwann braucht man dann aber zusätzliche Hochtöner.
Ein einzelnes Chassis strahlt punktförmig ab, mehrere übereinander erzeugen eine sog. zylindrische Wellenfront, einher gehen damit ein paar physikalische Vorteile, diese muss man aber genau beleuchten und abwägen, mal eben so hinschmeissen is nicht, das wird eher ein Fachartikel (siehe TwentyFive aus der Klang&Ton). Die Membranflächen addieren sich, die untere Grenzfrequenz wird aber dadurch nur unwesentlich tiefer. Sprich, mehr Bass ist kaum, hängt aber von der Anzahl der verwendeten BB ab.

Die Amazon Teilchen sind ja wirklich witzig…
im Chaos versinkt das nicht und herauskommen wird sicher auch etwas, ich empfehle aber vor Festlegung auf bestimmte Chassis und Konzept etwas Lektüre um Fehlkauf zu vermeiden. Der o.g. Artikel ist sehr empfehlenswert, wenn auch manche Dinge eher zwischen den Zeilen stehen, bzw. aus den Diagrammen herausgelesen werden müssen.

Ausrichtung auf den Hörer (bei 3-4 Zöllern):

BB-Chassis ohne Hochton Anstieg sollten wohl auf den Hörer ausgerichtet sein, das kann man konstruktiv auch lösen. Diese Chassis, zumeist für Einzel- oder dÁppolito Anordnung gedachten Teile sind meist nicht billig, mit laut ist nicht.

BB-Chassis mit Hochton Anstieg sind meist auf Schallzeilen-Anordnung gezüchtet, wenn diese dann in einer Anzahl von „nur“ 4 pro Stereoseite verbaut werden, ist meist eine Ausrichtung auf den Hörer nicht notwendig (weil da immer noch Hochtonanstieg). Diese Chassis sind häufig für den halben Preis – oder weniger - von den sog. HiFi-Breitbändern zu haben, stehen diesen aber in Verarbeitung, Belastbarkeit und Klang selten nach, weisen zudem oft einen höheren Wirkungsgrad auf. OK, ich hab mir auch schon aus USA BB für 2USD das Stück geholt, klar, den Preis hört man, aber gerade für den Preis immer noch supertop (8 Stück pro Seite).

Ein einzelner BB wird nie laut spielen können (von Ausnahmen abgesehen, die sind aber grösser im Durchmesser, daneben mag es spezielle Exoten geben), 4 Stück 3-4 Zöller werden langsam interessant. In der Anzahl halten die dann schon mal 50-100 Watt aus, selbst bei geringem Wirkungsgrad erzielt man damit ordentliche Lautstärken, brauchst dann aber eine entsprechende Endstufe.
Ich betreibe derzeit 12 Stück 3,5Zöller pro Seite, damit vermisse ich mein Fostex Mitteltonhorn nicht.

Wo wohnst du denn? Solltest Du im Raum Südbayern sein, dann kannst Du Dir bei mir gerne mal verschiedene Sachen anhören…

Gruss, ROBERT

P.S.: die Diskussion bricht nicht mangels Motivation zusammen, Du musst aber damit rechnen, dass Du Dich mit der Sache noch intensiver auseinandersetzen musst, wenn Du für Dein Geld das Max. herausholen willst.
P.P.S.: ich baue selbst gerade wieder für eine Freundin eine Schallzeile mit 9 Stück 3,5 Zöllern pro Seite (ganz neue Chassis gerade im Test, sehr vielversprechend). Allerdings kommt da ein Basshorn drunter
bizarre
Stammgast
#14 erstellt: 20. Jun 2012, 16:48
Hmm,

Mutmaßungen helfen keinem... Ich hab den FR89EX mal in 1,5l BR simuliert : 80Hz/-3dB...

In 2l : 70Hz/-3dB.. 2,5l : 65Hz/-3dB . Dazu 5mm !!! Linearem Hub.

Ich selber hab die FR88EX, die strahlen ganz schön breit ab ( brauchen aber fast 50% mehr Volumen...).

Joe
roger-whisky
Stammgast
#15 erstellt: 20. Jun 2012, 17:23
Chassis mit Metallmembranen sollte man sich vor dem Kauf anhören, sind nicht jedermanns Geschmackssache.

Womit wird simuliert? Mit den Herstellerangaben? die sind in mind. ¾ aller von mir geprüften Fälle nicht plausibel, Simu damit noch brauchbar?
Googeln nach TSP-Check und damit nachprüfen/-rechnen der TSP bringt neue Ergebnisse in der Simu, andere vor allem.

Lassen sich die +/- 5mm Auslenkung nachprüfen? Ich finde auf die Schnelle keine Angabe über die Höhe der Polplatte. Oh doch: magnetic gap height 14mm, die Auslenkung stimmt somit rein rechnerisch.

Gerade gefunden: In 1.5 liters vented (91.5 cubic inches), with 1" diameter vent by 4" long, your F3 is 87Hz.

Eine Abstimmung hinunter bis 65Hz wird keinesfalls linear sein (muss u.U. auch nicht) und wird ein BR-Rohr welcher Länge brauchen?

Bitte meine Hinweise nur als SOLCHE zu verstehen!

Gruss, ROBERT
bizarre
Stammgast
#16 erstellt: 20. Jun 2012, 17:38
OK,

also 1.5l BR geht damit ( 2l wär optimal), Klanglich wohl sehr ähnlich zu den FR88EX. Da klingt nichts "blechern",sondern absolut "langzeittauglich" wie meine ViFantas, aber deutlich besser in den Höhen...
Giustolisi
Inventar
#17 erstellt: 20. Jun 2012, 17:49

Mehrere Breitbänder kann man bedenkenlos übereinander stapeln

Nein, kann man nicht.

so eine Anordnung arbeitet in einem gewissen Bereich als Line Array. die untere Grenzfrequenz wird durch die Länge der Anordnung bestimmt, darunter handelt es sich um einen normalen Kugelstrahler. Die obere Grenzfrequenz wird vom Abstand der Schallquellen bestimmt, darüber bekommt man Interferenzen.
Der Bereich in dem die Anordnung als Array arbeitet wird lauter, der Frequenzgang wird verbogen.
Ich rate grundsätzlich davon ab wenn man die Lautsprecher nicht mittels Messtechnik optimieren kann.
bizarre
Stammgast
#18 erstellt: 20. Jun 2012, 19:30
Sorry,
war wohl zu optimistisch ( wie immer ).

1,5 l netto lassen sich in den 25x10cm Gehäusen aus Post 1 nie und nimmer realisieren. Sollten ja in der Mitte gerade so ausreichend Tiefe für den LS haben.....

Da müßte schon fast so was wie DIN A4 ran. Also ca. 30x20cm... Design muß sich halt den techn. Vorgaben unterordnen, sonst wirds nix optimales....
tope123
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 20. Jun 2012, 19:42
Ich wohne in Südhessen, ist also leider etwas zu weit nach Südbayern
Danke fürs Simulieren bizarre!
So wie sich das anhört, eignet sich der FR89EX ganz gut für mein Vorhaben.
Die Lautstärke müsste auch akzeptabel sein, da es zB auch den Bausatz der CT227 gibt:

http://boxen-selbstb...au.de/hifi/ct227.htm

der gerade mal einen Wirkungsgrad von 78dB hat, aber trotzdem sehr beliebt ist.
Was genau müsste ich noch bei meiner Gehäuseform beachten? Brauche nur Hinweise, bin gewillt alles selbst zu errechnen!

Dann noch mal zur Schallzeile.
War von der Idee auf einmal so begeistert, dass ich mal ne Zeichnung gemacht habe, wie ich es mir vorstelle:

Projekt kleine LS

Projekt kleine LS




Am liebsten mit 2"-2,5" BB. Zu 3" könnte ich mich im Ausnahmefall noch hinreissen.
Ist das ein Vorhaben der Unmöglichkeit ohne Messequipment?
Ich möchte nur LS kreieren, die hörbar "besser" sind als Logitech und Konsorten 2.0 Systeme.
Das würde mir schon reichen! Bauvorschläge in diesen Dimensionen gibt es bisher so weit ich weiß keine.
Was müsste ich hier beachten? Wäre dankbar über Literatur speziell zu diesem Thema, die ich im Netz nachschlagen kann.
Oder noch besser: Ihr nennt mir die zu beachtenden Punkte.

Ich habe zwar ein Lautsprecher Selbstbau Buch, doch danach weiss ich nicht mehr wo vorne und hinten ist
Ich denke Learning by Doing mit etwas Hilfe eurerseits ist wesentlich effektiver.

Gruß


[Beitrag von tope123 am 20. Jun 2012, 19:45 bearbeitet]
roger-whisky
Stammgast
#20 erstellt: 20. Jun 2012, 21:23
@giustolisi

Mehrere Breitbänder kann man bedenkenlos übereinander stapeln

Nein, kann man nicht.


Darauf antworte ich in gleicher Manier: doch, kann man schon.
1. Es gibt kein Gesetz, welches dieses Vorhaben verbietet.
2. Meine Formulierung „mehrere Breitbänder“ beantwortet Beitrag #12 und enthält keine Zahlenangabe, es können also auch schon 2 Stück sein. Oder auch 4, wie ich es vorgeschlagen habe. Dass der TE nicht plant, Zeilen in Höhe von 2m oder höher zu bauen, ist klar aus seinem Erstbeitrag abzuleiten.
Messtechnik ist im LS-Bau grundsätzlich nützlich, was kann aber bei einer Zeilenanordnung optimiert werden? Es kann mit der Schallwandkrümmung gearbeitet werden, mit spezieller Chassisanordnung, mit Waveguides, oder mit der aktiven und selektiven Ansteuerung von Teilbereichen der Zeilenanordnung. All dies trifft für diesen Thread meiner Erwartung nach nicht zu, es sei denn der TE weitet seine Pläne aus.
Wenn mein Beitrag (#13) sauber gelesen wird, dann ist auch zu erkennen, dass ich dem TE Sachverhalte andeutete, aber in der Erkenntnis der Grössenordnung seines Vorhabens keinen Grundlagenartikel in der vollen Tiefe darlegte. In so einem Fall kann man immer einzelne Sätze herausnehmen und sagen, das geht so nicht. Nur, was nützt es dem TE bei seinem Vorhaben?

Interferenzen kann, und wird es vermutlich auch, bei allen Mehrwegkonzepten geben, auch denen ist demzufolge ohne Messtechnik nicht beizukommen. Damit wäre der LS-Selbstbau ohne Messtechnik grundsätzlich in Frage gestellt.

Bei, in diesem Fall in Frage kommender Anzahl, von 4-6 Stück Chassis pro Stereoseite hat ein fachkundiger Mensch die Möglichkeit ein geeignetes zu finden, eben eins welches für Zeileneinsatz gemacht wurde.

Mit 3 verschiedenen Chassistypen habe ich Zeilen von 25cm bis 250cm Bauhöhe gemacht, ohne Messtechnik, fullrange sowie gefiltert, mit für mich zufriedenstellenden Ergebnissen und ich mache mir das Leben hierbei nicht leicht, logischerweise wird es mit zunehmender Bauhöhe anspruchsvoller.

Weil aber der TE Chassis mit 2“ – 3,5“ Durchmesser einsetzen möchte, seiner Zeichnung zufolge 4 Stück in einer Zeile, ist dieses Vorhaben nicht mit der von Dir beschriebenen Komplexität behaftet, und deswegen wiederhole ich: doch, das geht schon.

Zum Thema Bassausbeute: ich rechne mit Deiner Zustimmung, dass mit 4 Treiberle in einer Zeile nicht weniger davon zu erwarten ist als von einem einzelnen. Die Entscheidung über die Notwendigkeit eines optionalen Sub´s wird also, so oder so, erst nach Hörerfahrung der fertigen Böxlein zu treffen sein.

Gruss, ROBERT
Giustolisi
Inventar
#21 erstellt: 20. Jun 2012, 23:03
Was du da gezeichnet hast hat zu wenig Volumen. es geht nicht darum dass das Chassis mit Müh und Not rein passt, etwas Volumen muss schon sein. Die Schallzeile ist keine so gute Idee, bei so vielen Chassis hättest du fast das Geld für einen amtlichen Subwoofer.

Darauf antworte ich in gleicher Manier: doch, kann man schon.
1. Es gibt kein Gesetz, welches dieses Vorhaben verbietet.
2. Meine Formulierung „mehrere Breitbänder“ beantwortet Beitrag #12 und enthält keine Zahlenangabe, es können also auch schon 2 Stück sein. Oder auch 4, wie ich es vorgeschlagen habe.

Natürlich kann man Breitbänder stapeln, aber eben nicht einfach so ohne Auswirkungen.
Wenn es nur 2 Stück sind bleibt obenrum der Interferenzbrei, 4 Stück machen gar keinen Sinn, da der nutzbare Frequenzbereich zu klein wäre, oder man korrigierend eingreifen müsste. Ein Line Array funktioniert umso besser je größer es ist und je dichter möglichst kleine Chassis aneinander sitzen. Mit 8cm Breitbändern funktioniert sowas bis c.a 5kHz.
Mehrfachanordnungen bleiben einfach nicht ohne Folgen.

Messtechnik ist im LS-Bau grundsätzlich nützlich, was kann aber bei einer Zeilenanordnung optimiert werden?

Wie bereits beschrieben deformiert eine Zeilenanordnung den Frequenzgang. Der bereich in dem die Anordnung als Array arbeitet wird wegen der Bündelung überbetont. Man braucht einen Sperrkreis, um dieses Problem zu entschärfen.

Bei, in diesem Fall in Frage kommender Anzahl, von 4-6 Stück Chassis pro Stereoseite hat ein fachkundiger Mensch die Möglichkeit ein geeignetes zu finden, eben eins welches für Zeileneinsatz gemacht wurde.
ein fachkundiger mensch weis dass das nicht so einfach ist.

Weil aber der TE Chassis mit 2“ – 3,5“ Durchmesser einsetzen möchte, seiner Zeichnung zufolge 4 Stück in einer Zeile, ist dieses Vorhaben nicht mit der von Dir beschriebenen Komplexität behaftet, und deswegen wiederhole ich: doch, das geht schon.

Wie kommst du zu dieser Aussage? bei 4 Stück direkt aneinander montiert wird der Frequenzgang über c.a. 2 Oktaven angehoben

Zum Thema Bassausbeute: ich rechne mit Deiner Zustimmung, dass mit 4 Treiberle in einer Zeile nicht weniger davon zu erwarten ist als von einem einzelnen. Die Entscheidung über die Notwendigkeit eines optionalen Sub´s wird also, so oder so, erst nach Hörerfahrung der fertigen Böxlein zu treffen sein.

Um Aussagen zur Bassausbeute zu treffen muss man die Kisten nicht bauen. Eine Simulation reicht. In dem kleinen Volumen wird es auf jeden Fall nicht reichen um ohne Sub auszukommen. Dazu müsste man schon deutlich unter 100Hz kommen.
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