fe103e klingt mittig?!

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venomizer
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 26. Jul 2005, 22:46
hilfe,

meine kleinen böxchen mit fostex fe103e klingen einfach zu mittig, wie lang müssen die denn eingespielt werden? oder bleibt das so? sie laufen jetzt locker schon 150std... ein sperrkreis ist für dieses chassis ja nicht vorgesehen... mit komplexen software-eq einstellungen wirds besser, aber irgendwie sind die mitten trotzdem zu dominierend... ansonsten ist der klang einfach fantastisch...
Christoph_Gebhard
Inventar
#2 erstellt: 26. Jul 2005, 23:26
Hi,

wer sagt, dass er keinen Sperrkreis braucht?
Ich würde vermuten, dass (fast) jeder 10er auf Grund des Baffle-Steps in einer schmalen Schallwand eine Entzerrung benötigt (nur ein Horn könnte dieses ggf. kompensieren).
Wenn ich den Frequenzgang des FE103 richtig in Erinnerung habe, dürfte er keine Ausnahme bilden.
Deine Klangbeschreibung unterstüzt diese These.
Ich welchem Gehäuse sitzt den der Kleine?

Gruß, Christoph
venomizer
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 26. Jul 2005, 23:36
7 liter bassreflex, fast wie das recommended-br-gehäuse,... bin echt schwer am überlegen ob ich nicht das horn bauen soll, wenn sich das problem damit lösen ließe!

ich zitier mich mal kurz selbst
es ist fast das recommended br-enclosure... das volumen ist gleich, (das recommended hat wenn mans durchrechnet ca. 7L, nicht 6...naja egal) die außenmaße sind bei mir bisschen anders, ausserdem hab ich mir das br-rohr gespart und einfach nur n loch ins gehäuse gebohrt (32mm, sind bei 16mm wandstärke dann auch ca. 95hz tuningfrequenz)


also die eckfrequenz des bafflestep liegt bei mir bei berechneten 640hz, eine absenkung ("low-shelf")um ca.5db is schon nich schlecht aber halt noch nich perfekt...

gruß, felix


[Beitrag von venomizer am 26. Jul 2005, 23:44 bearbeitet]
dupree
Stammgast
#4 erstellt: 27. Jul 2005, 07:58
Guckst Du hier http://home.hetnet.nl/~geenius/Solo103.html

Eben jenes Gehäuse habe ich gebaut und auch bei mir klang der Fostex ohne Sperrkreis zu mittenbetont.

Mit Sperrkreis sind die Mitten sehr angenehm. Allerdings muss man sich daran erst gewöhnen. Ich bin mir schlussendlich noch nicht sicher, ob ich ihn jetzt mit oder ohne Sperrkreis weiterverwenden werde, oder evtl. doch noch etwas mit der Bedämpfung experimentieren soll.

Aber probieren kannst Du es ja mal.

Grüße

Thorsten
doctormase
Inventar
#5 erstellt: 27. Jul 2005, 09:04
hallo thorsten!

experimentier doch auch mit dem sperrkreis. wenn du so, wie in der beschreibung bedämpft hast empfiehlt sich schon ein wenig sonofil hinter dem treiber.
ansonsten erst mal einen kleineren widerstand probieren. 10 ohm erscheint mir leicht übertrieben.

beste grüsse!
dr.m
dupree
Stammgast
#6 erstellt: 27. Jul 2005, 09:15
Moin dr.m,

das Sonofil habe ich natürlich eingebracht. Bzgl. des Widerstandes könntest Du natürlich recht haben, denn der Unterschied zwischen ohne und mit Sperrkreis war schon gewaltig.

Ein Glück, dass der Widerstand das mit Abstand günstigste Bauteil ist, da kann man doch nach Lust und Laune tauschen. Obwohl ich eigentlich noch den ein oder anderen rumliegen haben sollte. Nun ja, werde ich am Wochenende mal nachsehen.

Grüße

Thorsten
Christoph_Gebhard
Inventar
#7 erstellt: 27. Jul 2005, 10:13
Hallo,

wieso jetzt direkt ein Horn bauen? Damit handelt man sich auch wieder andere Probleme ein...
Versuch doch mal den Sperrkreis aus der angegebenen Internetseite!
Einwämde gegen evtl vorhandene klangschädigende Bauteile im Signalweg halte ich für unbegründet.
@Thorsten: Wenn der Sperrkreis wirklich zu krass wirkt, würde ich evtl auch mal eine schmaleren Bandbreite bei gleicher Mittenfrequenz probieren.
Eine Widerstandsanpassung funktioniert breitbandig nur bei kleinen Werteänderungen.
Wenn man grobe tonale Differenzen ausgleichen möchte, erreicht man über den Widerstand eine zu punktuelle Beeinflussung.
Davon ab: ich finde 10 Ohm nicht unbedingt sonderlich krass. Die Weiche erscheint sehr schlüssig.

Gruß, Christoph
dupree
Stammgast
#8 erstellt: 27. Jul 2005, 10:30

Thanner schrieb:
@Thorsten: Wenn der Sperrkreis wirklich zu krass wirkt, würde ich evtl auch mal eine schmaleren Bandbreite bei gleicher Mittenfrequenz probieren.


Zu meiner großen Schande muss ich gestehen, dass ich überhaupt nicht verstehe, was Du damit meinst.
Aber ich würde es gerne verstehen.

Grüße

Thorsten
Christoph_Gebhard
Inventar
#9 erstellt: 27. Jul 2005, 11:44
Hi Thorsten,

Mmmmhh, wie fange ich an?
Ein Sperrkreis hat die Aufgabe einen bestimmten Bereich mitten im Übertragungsbereich um eine Mittenfrequenz herum zu sperren bzw. abzusenken.
Bei der Mittenfrequenz ist der induktive und der kapazitive Widerstand gleich groß, die Sperrwirkung am größten. Oberhalb dieser Frequenz wird der induktive Widerstand noch größer, der kapazitive Widerstand dagegen kleiner. Da die beiden Bauteile parallel geschaltet sind, dominiert jetzt der kapazitive Widerstand (also der Wert des Kondensators), da der induktive überbrückt wird.
Unterhalb dieser Frequenz verhält es sich genau umgekehrt, der induktive Widerstand dominiert.
Die Mittenfrequenz kann man ererechnen, indem man die Induktivität mit der Kapazität multipliziert, daraus die Wurzel zieht, das ganze mit 2Pi mal nimmt und aus dem Ergebnis den Kehrwert bildet.
Für unseren konkreten Fall bedeutet das: 2564 Hz.
Bei dieser Frequenz entsteht die größte Sperrwirkung, die durch den parallelen Widerstand abgeschwächt wird. Der absolute Pegel bei der Mittenfreguenz wird also größtenteils durch R bestimmt.
Die Wirkung der kapazitiven und induktiven Anteile ist aber auch ober- und unterhalb der Mittenfrequenz vorhanden.
Hierbei gilt, je größer L, desto tiefer sein Einfluß, je kleiner C, desto höher dessen Einfluß.
Da man die Mittenfrequenz durch die Multiplikation dieser beiden Werte erreicht, kann man durch beliebig viel andere Kombinationen auf die gleich Mittenfrequenz kommen.
Wenn man L beispielsweise um zwei Normwerte vergößert, muss man C um zwei Normwerte verkleinern (für den konkreten also 1,2mH und 3,3µF).
Folge: die Mittenfreguenz bleibt (annähernd) gleich, aber die Wirkung der Bauteile wird breitbandiger bzw. bei umgekehrter Vorgehensweise schmalbandiger.
Als Fazit kann man sagen, dass R rund um die Mittenfrequenz den Pegel bestimmt und die jeweiligen kapazitiven und induktiven Werte (bei gleichbleibendem Verhältnis) die Bandbreite der Sperrwirkung.

Um das anschaulich zu verstehen, was ich meine, könntest du dir gratis Boxsim von UweG aus dem Visaton-Forum herunterladen ( http://boxsim.de/download/Boxsim095.zip ), dir einen beliebigen Visaton-Treiber (z.B. den FRS8 ) hereinladen und etwas rumexperimentiern.

Gruß, Christoph
dupree
Stammgast
#10 erstellt: 27. Jul 2005, 13:11
Das war doch mal eine ausführliche Antwort.

Und auch verständlich.

Habe mir jetzt erst mal ein Grundlagenbuch bestellt. Denn so kann das ja nicht weitergehen

Grüße

Thorsten
CASA
Stammgast
#11 erstellt: 27. Jul 2005, 14:14
Hallo.

Ich würde einfach das Horn bauen wenn du keine Aufstellungsprobleme hast.Meiner Meinung nach sind die Mitten zwar immernoch betont aber auf angenehme Weise.

Gruss CASA
LiK-Reloaded
Inventar
#12 erstellt: 28. Jul 2005, 16:18
Hallo,
kleine Anmerkung von mir: Der 103E im Horn (Rec) ist auch nicht wirklich unproblematisch. Da ich keinen Verstärker mit Klangreglern habe, kam ich bisher leider auch zu keinem wirklich befriedigendem Ergebnis. Ich habe aber neugierigerweise mal den "Sperrkreis" von Bob Brines FT´s ausprobiert. Nur 1,5mH + 6R, kein Kondensator! Geht absolut in die richtige Richtung, verstärkt irgendwie die Dynamik, nimmt Näseln und Schärfe im Mittenbereich. Macht den LS insgesamt leiser, und beim "Nachregeln" kommt dann mehr Grundton und Schwung. Das ist (lt. Murray), zwar eher ein Korrekturglied um einen Bafflestep zu korrigieren - d.h. einen Höhenanstieg wegen einer zu schmalen Schallwand. Beim 103E müsste der dann ab 500Hz aufwärts wirken, d.h. der Bass und Grundton wird relativ gesehen lauter, da alles über 500Hz leiser gemacht wird.... !

Das war jetzt weitestgehend O-Ton Murray. Ich habe da, ehrlich gesagt wenig Ahnung, kann ich das aber hörtechnisch bestätigen. Vielleicht auch mal probieren...
venomizer
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 29. Jul 2005, 16:05
vielen dank für die vielen antworten!

ich werde langfristig wohl eine feste bafflestep korrektur einbauen... allerdings ist mir aufgefallen, dass ich im nahfeld (mit eq) keine probleme habe, die raumakustik scheint also auch ihren teil beizutragen, obwohl das zimmer nicht gerade leer ist naja...
venomizer
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 14. Okt 2005, 11:32
nach langer zeit hab ich mir mal ein paar spulen und widerstände besorgt und bisher finde ich persönlich (kleine br-box, nicht das horn) 1,5 mH ; 10 Ohm ganz gut (und imho nicht übertrieben)

das kann man für die kleine box mal als anhaltspunkt benutzen und gekostet hats pro box 3,50€
(luftspule 1,5mH 0,85mm Draht, 5W-Drahtwiderstand)

eventuell müsste die spule vielleicht sogar etwas "größer" sein, denn eine gewisse "mittenbetonung" ist immernoch auszumachen, ich empfinde sie allerdings inzwischen nicht mehr als störend, sondern irgendwie als, wie soll man sagen, wertungsfrei: eigenart des fe103e

irgendwie hatte ich bedenken, dass der hochton durch den widerstand leidet und ein software-eq besser geignet wäre, aber erstaunlicherweise ist das hier nicht so deshalb hat mir die passive korrektur richtig spass gemacht

grüße, ven
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