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"Smartie": 2-Wege ML-TQWT mit Serienweiche. UPDATE: kleineres TML-Gehäuse

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Autor
Beitrag
Kwesi
Stammgast
#1 erstellt: 27. Jul 2005, 16:29
Hallo!

Dies ist mein erster Beitrag im Forum. Ich möchte euch gleich meine erste Eigenentwicklung vorstellen: Ein Zweiwegerich, den ich "Smartie" getauft habe. Ich lese hier
schon gut 1 Jahr mit, hab K+T und HH im Abo und den Dickason und D´Appolito gelesen. Jetzt konnte ich mal endlich "produktiv" werden.



Hochtöner: Monacor DT-99 für ~13€ (Messung in K+T 5/03); Sehr gute Messwerte-> kaum Verzerrungen, linearer Frequenzgang - und das zum Schüler&Studententarif!



Tiefmitteltöner: OmnesAudio MW5.01 für 19€ (Messung in HH 3/05); für den Preis das beste, was ich finden konnte, sehr günstig. Einziger Kritikpunkt: leicht verzögertes Ausschwingen um 1 kHz



Um trotz kleinem Treiber mit hohen Qts eine gute Basswiedergabe zu erzielen, habe ich ein TQWT-Gehäuse mit dem Martin-King-Sheet simuliert:



Konstruktionsplan. Das "Gekräusel" soll die Dämmwolle darstellen.



Eine Weiche brauchts natürlich auch: Nach einem Wochenende Simulieren mit LTSpice und zahlreichen Messungen habe ich mich für eine Serienweiche entschieden, und zwar aus folgendem Grund: mit komplett 2 C´s und 2 L´s pro Box lässt sich ein Filter 4.Ordnung für beide Zweige aufbauen, wenn man die Bauteilwerte so geschickt auslegt, dass der HT-Zweig ein Sperrkreis für den TMT-Zweig ergibt und andersherum -> 12dB plus Sperrkreis = ~24dB/Oct. ELEKTRISCH! (sagt jedenfalls LTSpice zu meiner Schaltung - ach jo, LTSpice sagt auch, Gruppenlaufzeit < 0,4ms, d.h. kleiner 2ms -> Filter nicht hörbar!) Weiterhin: Spannungsteiler vor dem HT (linearisiert auch die Reso), Impendanzkorrektur parallel zum TMT. So sieht´s dann aus: (Wer es etwas "spritziger" mag, kann als Serienwiderstand vor dem HT 3.9 statt 4.7 Ohm nehmen). Ach ja, die Trennfrequenz liegt bei etwa 2,5kHz.



Messung mit Hobbybox (unter ~15°, weil sonst Kantenresos, sieht so besser aus, Abstand ~50cm). Messung oberhalb 10kHz irrelevant, da der Mikrofrequenzgang ab dort

abfällt.



Phase (ebenfalls über 10kHz Mikroprobleme)



Wasserfall



Messung der Einzelzweige bei Verwendung einer Serienweiche sind prinzipiell problematisch. Hab mal jeweils TMT und HT mit einem Kissen zugehalten und gemessen um sicherzugehen, dass nicht beide Treiber im Übernahmebereich unter 180° Phasenverschiebung über ein "paar Oktaven" parallel spielen. Dem war eindeutig nicht so (Messung aber ansonsten "Berg- und Talfahrt", deshalb nicht angegeben).

Gesamtkosten für ein komplettes Paar Boxen (incl. allem Zubehör, ohne Oberfächenfinish) <120€ !!!

Versuch einer Klangbeschreibung, natürlich äußerst subjektiv, da ein Neugeborenes für seinen Papa immer das schönste Kind ist:

Direkte Vergleichsreferenz: Canton Karat 930DC (Vorvorvorgänger der Ergo 302DC)
Amp: Rotel RA-935BX MkII
CDP: Alter Sony irgendwas

Das erste, was auffällt: Bass! Nicht übertrieben, aber beeindruckend für das TMT-Treiberchen. Und das auf 28 qm bei 3,5m Deckenhöhe! Dabei sehr präzise, sehr tief. Er "groovt" und treibt die Musik voran, gibt ihr ein solides Fundament. Deutlich tiefer als die Canton, auch deutlich präziser. Wo die Canton nur einen "tiefen Ton" produziert, differenziert "Smartie" auch zwischen den wiedergegebenen Bass-Instrumenten. Bis zu einem recht hohen Pegel bleibt die Wiedergabe sehr klar, der TMT macht beängstigende Auslenkungen. Ab einem gewissen Punkt fängt er dann abrupt an zu "furtzen". Magengrubenerzitternder Kickbass ist natürlich nicht vorhanden, das kann ein PA-12-Zöller deutlich besser (wäre ein Wunder, wenn nicht). TQWTs sind SUPER!!! Hochton: Es gibt nicht viel dazu zu berichten, er löst gut auf, das Klangbild ist nicht "bedeckt", verzischelte S-Laute gibts auch nicht (im Gegensatz zur Canton). Mittelton: Die Canton ist klar im Nachteil, sicherlich auch aufgrund ihres 20er TMTs, der bis 3,5kHz betrieben wird (hohe bewegte Masse, übles Bündelungsmass). Stimmen klingen sehr natürlich, bei Alanis Morisette und Suzanne Vega stellt sich Gänsehautfeeling ein, die Stimme steht klar umrissen zwischen den Boxen und wandert nicht. In Flames und Dream Theater sind auch gut konsumierbar, trotzt komplexer Schlagzeugaction und verzerrten E-Gitarren bleibt das Klangbild recht übersichtlich und verwischt kaum, obwohl ein "Viech" hier sicher unmittelbarer und souveräner spielen wird.


P.S.:Kleiner Tipp zum Thema "billiges Messsystem":

Mikro: Monacor MCE-2000 Kondensatormikrokapsel 4,20€
VV: ELV Mikropre-Bausatz, Best.-Nr. 68-199-86, 4,95€

plus Kunststoff/Aluröhrchen plus Batterie plus Leitung plus Klebeband <20€ Gesamtkosten!



Mit der Hobbybox-Demo (20 Starts) kann man bei sparsamen Einsatz schon ein paar Projekte entwickeln, ansonsten gibts für lau noch speakerworkshop (www.audua.com)
Glücklich ist, wer eine Soundkarte mit vernünftigem Line-In hat, bei mir war noch eine Externe fällig (ab ~40€), da mein Notebook-Mikro-In nur Schrott prduziert hat.



Grüsse
Kwesi
pinkmushroom
Inventar
#2 erstellt: 27. Jul 2005, 16:47
uiiii.... gratulation

erster beitrag und eine eigenkonstruktion inlusive der wichtigsten messungen... selten der fall.

bild vom innenaufbau gibts nich? nur so intressehalber

was kann dieses micropre dingen denn? oder ist das ein einfacher mikroverstärker? hätte ich nämlich im mischpult...

wer sich da noch canton kauft ist selbst schuld (hab selbst welche)

gruß stefan
*chris*
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 27. Jul 2005, 16:50
@pinkmushroom

Das ist ein einfacher Mikrofonverstärker

gruss *chris*
Apalone
Inventar
#4 erstellt: 27. Jul 2005, 16:51
Saubere Arbeit! Wenn DAS deine erste Entwicklung ist, wirst du es noch vergleichsweise weit in der Fricklerkarriere bringen.
Als ich mein erstes Projekt plante, gab's noch nicht mal Computer. Das war eine Maloche, Formeln aus dem Klinger mit dem TI-30 nachzurechnen...

Viele Grüße
Marko
UglyUdo
Inventar
#5 erstellt: 27. Jul 2005, 17:15
Hallo Kwesi,
finde es ziehmlich unverschämt, daß Du Dich mit Deinem Erstpost gleich mit einer Entwicklungs-Doku zu Wort meldest, leider auch noch mit einer guten.
Eigentlich ist ja "Nachsicht" mein 2. Vorname, die Verwendung des TQWT - Prinzip nehme ich jedoch persönlich übel, da ich zu diesem Thema leider immer nur mitlesen und nix kluges sagen kann.
Der Gipfel der Unverfrorenheit ist jedoch die Verwendung einer Serienweiche, die sich nach 20 ( ! ) Jahren immer noch meinem Verständnis entzieht. Eigentlich hatte ich gedacht, sie sei eine Erfindung des Bochumer Udos, nur um potenzielle Nachamer seiner Konstruke zu ärgern.

Zu Deinen Gunsten spricht, daß die Bilder klein genug gehalten sind, auch wenn man sie anklickt. Zudem wird dankenswerter Weise ( war keine Absicht, gell? Glück gehabt! ) nicht weiter auf LTSpice eingegangen, ein Programm, welches mir überhaupt nix sagt.

Doch sei gewarnt!
Und solltest vielleicht auf die blödsinnige Idee kommen, mittels Geodreieck und Richtstange als Ablesehife weitere Messungen unter verschiedenen Winkeln zu veröffentlichen, werde ich keine - keine einzige, ich sage es hier vor Zeugen -Sekunde damit zögern Dich der Moduration zu melden!

Ansonsten wäre es furchtbar nett, wenn Du uns wieder allein lassen könntest, wir haben hier Bassreflexrohre in in Hülle + Fülle, Länge + Fläche zu berechnen, das ist nix für Gelegentlich-Vorbei-Schauer, sondern noch echte Männerarbeit.


PS: Ein Jahr nur mitgelesen + nix gesagt? Du bist ein Spanner, pfui!


[Beitrag von UglyUdo am 27. Jul 2005, 17:16 bearbeitet]
Granuba
Inventar
#6 erstellt: 27. Jul 2005, 17:23
Ich bin auch erschrocken! Gut dokumentiert, ominöse Serienweiche, das Trendwort "TQHAUEHA" im Post....
Danke für diesen schönen Beitrag und Glückwunsch zum gelungenen Projekt!

Murray
wastelqastel
Inventar
#7 erstellt: 27. Jul 2005, 17:35

Ab einem gewissen Punkt fängt er dann abrupt an zu "furtzen". Magengrubenerzitternder Kickbass ist natürlich nicht vorhanden

@ ugly udo du magst doch stinker
sspitzen beitrag
bin an deinem messeqipment interresiert fehlt mir leider noch kommplett brauche aber eines zwecks eigenentwicklung
wie genau würdest du es einstufen?
würde es mir "jeder" soundkarte funktionieren?
oder bestimmte (wie du externe)?
dupree
Stammgast
#8 erstellt: 27. Jul 2005, 17:40
Reschpeckt, reschpeckt!

Damit wäre wieder einmal bewiesen, dass Lesen immer noch bildet!

Grüße

Thorsten


P.S.: Ich will das auch können!
DarkestHour
Stammgast
#9 erstellt: 27. Jul 2005, 19:12
Woooow sehr schönes hast du das gemacht.
Du hast 2 Beiträge und nen eigenen Ls entwickelt, ich habe über 200 und gerade mal einen nachgebaut ;).
Und was mich noch mehr freut ist das du In Flames zu deinen test Musikanten hast zählen lassen. Eine gute entscheidung ;).

Wo bekommt man diese serienweiche denn her?
Gib den Ls doch noch ein schönes finish, würde ihnen sicher gut tun. Außerdem haben die es verdient wenn die so klingen wie du beschrieben hast.
sergiusz
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 27. Jul 2005, 19:21
Auch von mir ganz große Gratulation und Hut ab !!!!!!!

Ich finde deine Anmerkung zum DIY-Messmikro prima und wollte es eigentlich in dem TSP-Messthread zu Speaker Workshop auch sagen: Die MCE-2000 in Verbindung mit einem Preamp funktioniert auch bei mir ganz prima.

Hast du die Korrekturwerte aus der K+T (die MCE-2000 hat eine leichte Überhöhung bei ca. 16-20 KHz) einbezogen?

@alle: Hier ist auch ein Preamp zum Selberbauen von Eric Wallin http://mysite.verizon.net/tammie_eric/audio/preamp2/preamp2.html. Diesen nutze ich und er funzt ganz prima.
The_Real_Eagle
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Jul 2005, 19:38


Respekt..mein Lieber...Herr Gesangsverein !!

Alle Achtung, ich bin beeindruckt. Klasse Arbeit.



Norbert
sergiusz
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 27. Jul 2005, 19:45
Ach ... und was brennend interessieren würde ist wie du die Simulation der passiven Weiche unter LTSpice gemacht hast. Gibt es eine Möglichkeit die gemessenen Impedanzkurven in LTSpice zu importieren?

Den umgekehrten Weg ... eine aktive Schaltung in LTSpice zu entwerfen und in eine Simulation zu laden habe ich bereits hinter mir und ein entsprechendes Dokument vorbereitet. Hat jemand Interesse daran?
Kwesi
Stammgast
#13 erstellt: 27. Jul 2005, 20:25
Hallo!

Ich freue mich sehr über die positive Resonanz, dankeschön!

Von vorne nach hinten:

Zu LTSpice: Das ist eine Simulationssoftware, die man kostenlos beim Halbleiterhersteller Linear Technology herunterladen kann und eigentlich zur Simulation von IC-Schaltungen dient. Man kann aber einfach nur Spule, Kondis, Widerstände verschalten -> Kleinsignalverhalten -> Bode-Transformation, uns schwupps hat man die elektrische Übertragungsfunktion samt Phase und Gruppenlaufzeit. Ich hab damit aber Konstuktiv nix gemacht, diente nur ein paar mal zur Analyse der Filterfunktion um zu verstehen, was da elektrisch im Filter abgeht.

Zum "Messsystem": Ich hab mich öfters schon gewundert, als rennomierte Experten hier im Forum Anfänger gleich mit Basisinvestitionen im Bereich ab 300.-€ geschockt haben. Falls man einen PC mit Soundkarte - Line-In vorrausgesetzt - hat, ist man fur einen Zwanni schon dabei. Monacor Mikrokapsel, ELV Preamp, etwas Zubehör aus dem Bastelkeller und es funzt. Speakerworkshop kostet nullinger, Mit dem Hobbybox-Demo lassen sich auch ein paar Projekte verwirklichen.
Einschränkungen: MCE-2000 im Verbund mit Standartsoundkarte bietet im Bass- und Superhochtonbereich keine exakten Messergebnisse. Im Bass sind unter normalen Wohnraumbedingungen sowieso keine vernünftige Messergebnisse realisierbar, und einen Hochtöner den ich über 10kHz noch korrigieren muss, ist eh Schrott. Im Bereich typischer Trennfrequenzen sind die Ergebnisse aber recht exakt, sodass ich diese Möglichkeit gerade Anfängern besten Gewissens empfehlen kann.

TQWT: Ich habe KEINE Ahnung was da pneumatisch drin abgeht, aber ich weiss, wo ich die Simu bekomm:
www.quarter-wave.com, von Martin King. Mathcad-Explorer downloaden, ML-TQWT-Sheet laden, TSPs eingeben und lustich mit den Gehäuseparametern herumjonglieren, bis sich in den Simugraphen ein Tieftonverhalten einstellt, welches du für ein Gutes befindest.

Serienweiche: Ist eigentlich nix besonderes, genau wie wohl bei "normalen" Weichen; Bauteilewerte berechnen, feststellen das es so nicht tut und solange anpassen, bis sich die gewünschte Übertragungsfunktion einstellt. Vorsicht: es gibt 2 Lösungen: einmal bilden sich Filterzweige 2. Ordnung, falls man "Lehrbuchwerte" einsetzt (mit verpoltem Hochtöner, Bsp: Tony Gee, http://home.hetnet.nl/~geenius/ -> Serial Crossovers) Macht man die Werte des Hochton-C´s dann DEUTLICH kleiner und verpolt ihn, hat man plötzlich (OK, weitere Fummelei ist schon nötig...) ein Filter 4. Ordnung (HT, TMT gleichgepolt).

Grüsse
Kwesi
eBernd
Stammgast
#14 erstellt: 27. Jul 2005, 21:58
Hallo Kwesi,

auch von mir herzlichen Glückwunsch zu deinem von-0-auf-100-in-1-Post-Projekt.

Mich würde interessieren, wie Du bei der sequ. FW die LS in LTspice modelliert hast: Rein ohmsch mit Nennimpedanz oder doch etwas aufwendiger?

Gruß, Bernd
Christoph_Gebhard
Inventar
#15 erstellt: 28. Jul 2005, 11:15
Hi,

auch Glückwunsch von meiner Seite Es scheint, als ob wir einen kompetenten Neuzugang zu verzeichnen haben. Ich bin gespannt, was uns von deiner Seite noch erwartet...

@hässlicherUdo: Wie kommst du auf so einen Post? Solltest du nicht vielleicht dein Glück im Journalismus suchen und Kolumnen in KT und HH schreiben? So eine Art Kalkofe für die DIY-Szene ...sehr amüsant!!

Gruß, Christoph
Apalone
Inventar
#16 erstellt: 28. Jul 2005, 11:25

Thanner schrieb:
Hi,

auch Glückwunsch von meiner Seite Es scheint, als ob wir einen kompetenten Neuzugang zu verzeichnen haben. Ich bin gespannt, was uns von deiner Seite noch erwartet...

@hässlicherUdo: Wie kommst du auf so einen Post? Solltest du nicht vielleicht dein Glück im Journalismus suchen und Kolumnen in KT und HH schreiben? So eine Art Kalkofe für die DIY-Szene ...sehr amüsant!!

Gruß, Christoph


Ja, der Hinweis auf die Bassreflexrohrberechner war doch Klasse! Man erinnere sich an den Planimetrie-Experten: "also ist das jetzt egal, ob ich ein 8 Zoll oder zwei 4 Zoll BR-Rohre nehme"...

Marko

Aber die Idee ist doch gut: "Häßlicher Udo" Kolumne in HH...
Kwesi
Stammgast
#17 erstellt: 28. Jul 2005, 12:20
Hallo!

@eBernd: Ich hab die Chassis rein Ohmsch simuliert, natürlich ohne Impendanzkorrektur und Spannungsteiler. Wie gesagt ging es mir nicht darum, die Weichenentwicklung mit LTSpice zu machen, es diente nur zur Kontolle der Filterfunktion.
Mann kann aber auch das Chassis durch sein elektrisches Ersatzschaltbild darstellen; RCL-Parallelschwingkreis mit der Resonanzfrequenz und Güte, die dem Chassis entspricht + dazu ein R (Gleichstromwiderstand) und L (Schwingspuleninduktivität) in Reihe. Die Akustische Übertragungsfunktion wird so natürlich noch nicht berücksichtigt, ebensowenig wie nichtlineare Effekte. Ein besseres Ersatzschaltbild (ohne konkrete Messungen von Frequenzgang, Phase usw. mit einzubeziehen) gibt es aber meines Wissens nicht.

@Thanner: "Erwarten" kannst du von mir in ein paar Wochen bereits mein nächstes Projekt: Die Smarties bekommt meine Mama zum Geburtstag, deshalb brauche ich wieder neue Boxen, die ich noch in diesen Semesterferien fertigstellen will;

Vor kurzem konnte ich bei ebay zu etwa 1/3 des Neupreises ein Pärchen Peerless HDS182PP erstehen. Die Hochtöner - Seas NoFerro800TV - sind auch bereits geordert. Veröpselt werden die beiden wahrscheinlich wieder - aus bereis genannten Vorteilen - per Serienweiche. TQWT ist auch wieder angesagt, da dies meiner Erkenntniss nach die einzige Möglichkeit ist, aus den HDS etwas Tiefbass zu kitzeln (BR -> f3 bei ~60Hz, CB,TML -> zu geringe Güte) und sich das Konzept (für meinen Geschmack zumindest) bei den Smarties bewährt hat. Baubericht folgt in spätestens 2 Monaten.

"Fernziel" in den nächsten 1-2 Jahren (abhängig von meinem Kontostand) ist ein günstiger, aber guter Dreiwegerich (ich hab so Peerless SLS10 in CB oder TML, Monacor MSH116 im Auge. Vorschläge für passenden HT werden gerne entgegengenommen !!!), welcher später noch mit ein paar Chipamps aktiviert werden kann.

Grüsse
Kwesi
UglyUdo
Inventar
#18 erstellt: 28. Jul 2005, 16:49
Ich verspreche, daß ich mich nochmals in die Serienweichen reinknien werde, da ich sie in der Tat nicht verstehe, was mich wirklich wurmt. Hilfreich wären vielleicht ein paar deutschsprachige Links/Hints - ich kann zwar englisch relativ fließend lesen, technisches Englich ist jedoch eine weitere Hürde, die das Verständnis hemmt. Eine Parallelweiche kann ich lesen wie ein Buch ( naja ) eine Serienweiche Besser ist wohl ein neues Thema zu eröffnen, aber so schubst es sich auch elegant.

Schön finde ich, daß ich auch mal gelobt werde, "Kalkhofe" ist richtig Adel. Jedoch bleibe ich wohl besser hier - Launen ausleben ohne Abgabetermin und Ihr kriegt's umsonst.


[Beitrag von UglyUdo am 28. Jul 2005, 16:50 bearbeitet]
Kwesi
Stammgast
#19 erstellt: 29. Jul 2005, 10:43
Lieber hässlicher Udo!

Ich hab die Serienweiche mal jeweils für Hoch- und Tieftonzweig aufgedröselt:


(TT und L2 bzw. HT und C2 hab ich zwecks Anschaulichkeit vertauscht, bei Reihenschaltung egal)

Man erkennt jeweils ein Filter 2. Ordnung mir vorgeschaltetem Sperrkreis. Die 2 "Lösungen" sind offensichtlich: Einmal wirkt, richtig abgestimmt die Kombi C1/(L2||TT) bzw C2/(L1||HT) als echter Sperrkreis (erwünscht, ergibt in Summe Filter 4.Ordnung). "Falsch" abgestimmt liegt die Reso des Sperrkreises ausserhalb des Einsatzbereiches, sodass C1 (HP) bzw. L1 (TP) teilweise "überbrückt" werden (nicht erwünscht, nur Filter 2. Ordnung).

Grüsse
Kwesi
tupaki
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 30. Okt 2005, 19:06
Hallo,
endlich, nach langer Vorlaufzeit habe ich es geschafft, mein erstes Selbstbauprojekt zu verwirklichen (noch ist es nicht ganz fertiggestellt.) Ursprünglich die Impuls 3 vom Udo ins Auge gefasst, habe ich mich dann doch für die "Smarties" entschieden, aus Kostengründen. (Und eins vorweg, ich habe es nicht bereut )
Die Hochtöner - SEAS NoFerro 900 hatte ich noch hier liegen und wollte diese auch verwenden. Kurzerhand habe ich vor einigen Monaten Kontakt mit Kwesi aufgenommen und er war auch so nett, mir die Weiche für die HTs anzupassen. Gemeinsam waren wir auch damals beim Udo- das war vielleicht ein Erlebnis...
Nun gut. Zurück zu den Smarties
Endlich konnte ich heute morgen den Lautsprechern die ersten Töne entlocken. (Nachdem ich die Teil vom Keller in meine Wohnung gewuchtet habe.... - Schätzungsweise 40kG das Stück... )
Der erste Eindruck: WOW! Das hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Die Höreindrücke von Kwesi kann ich absolut bestätigen. Beeindruckend, was da so rauskommt!

Naja, hier erstmal ein Bild:


Und hier mit ein Grund, warum die Teile so schwer sind ;):
http://img267.imageshack.us/img267/9859/10003275bv.jpg
Kein Kommentar über meine Qualitäten als Fliesenleger, bitte

Das "Hochton-Ei" wird nun noch mattschwarz lackiert, der Korpus bekommt den Holzlook "Cayenne":


Gruß,
Holger

PS Danke Peter!!! Tolle Konstruktion!!!

PPS Vom Selbstbau bin ich nun jedenfalls infiziert. Und vielleicht kann ich irgendwann einmal die Überboxen (für mich) schlechthin bauen. - Die Minuetta
Kwesi
Stammgast
#21 erstellt: 30. Okt 2005, 20:55
Hallo Holger,

glückwunsch zu deinen "smarties", freut mich wenn sie dir gefallen!

Ich werf nochmal die Messungen rein, dazu war ich damals zu faul...

Fgang unter 0,15,30,60 Grad:
[img=http://img354.imageshack.us/img354/3062/fgangwinkel7tv.th.jpg]

Summe HT / TMT 0 Grad:
[img=http://img354.imageshack.us/img354/3/fgangeinzelgesamt0grad0ub.th.jpg]

Summe HT / TMT 30 Grad:
[img=http://img354.imageshack.us/img354/7194/fgangeinzelgesamt30grad8jk.th.jpg]

Ausschwingen:
[img=http://img354.imageshack.us/img354/5717/wasserfall5ke.th.jpg]

Weiche:
[img=http://img354.imageshack.us/img354/9523/weiche0az.th.jpg]

Diesmal keine Serienweiche, die hab ich an den NoFerro nicht vernünftig anpassen können.

Ich würde sie nicht allzuweit in die Ecken schieben, der Bass ist doch recht mächtig...

Ich hab die Box damals mit aufgesetztem HT-Gehäuse abgestimmt, da du es jetzt halb eingelassen hast, können (minimale) Änderungen aufgetreten sein. Ich werde mich mal melden, wenn ich das nächste mal im Ruhrpott bin, dann bring ich mein Mikro und die Bauteilkiste mit und wir können noch optimieren, vieleicht auch ggf. an den Raum (Wandaufstellung -> Optimierung der Baffle-Step-Entzerrung ?) und deine Hörgewohnheiten anpassen - nur ein Angebot!

Viel Spass damit, Holger !

Grüsse
Peter

EDIT: ups, die Werte für die Weiche fehlen:

L1 = 1,2 mH
L2 = 0,39 mH
L3 = 0,22 mH
C1 = 3,9 µF
C2 = 3,3 µF
R1 = 3,3 Ohm
R2 = 4,7 Ohm
R3 = 4,7 Ohm


[Beitrag von Kwesi am 30. Okt 2005, 21:00 bearbeitet]
tupaki
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 30. Okt 2005, 21:04
Ein Angebot, auf das ich gerne zurück komme!
Ich habe die HT-Gehäuse nun doch eingelassen, da sie bei der aufgesetzten Version doch zu weit vom TMT entfernt waren (und es sich auch klanglich bemerkbar machte). So klingt es doch besser (und sieht mMn besser aus ;)) Es währe evtl. noch besser, die HTs ein wenig nach hinten zu versetzen, bei dieser Bauart aber wohl sehr schwierig. Ich werde mal ein wenig experimentieren die Box ein wenig nach hinten zu neigen, um die unterschiedlichen Laufzeiten zu kompensieren.
Aber bislang kann ich sagen; zu dem Preis:
Eine Hammerkonstruktion!!
Kwesi
Stammgast
#23 erstellt: 30. Okt 2005, 21:11
Hallo Holger,

Wenn du den HT weiter zurücksetzt, strahlt er vorne auf die Gehäusekante, da gibt böse Reflexionen! Gemessen und abgestimmt habe ich mit HT bündig zur Gehäusekante...

Wenn du den HT versetzt, änderst du die Phasenlage und die FW-Abstimmung ändert sich...bei dieser Trennfrequenz bei wenigen cm schon gewaltig.

Du hast bei deinem Versuch wahrscheinlich beide Effektie "in Summe" zu hören bekommen, das fällt dann schon auf...

Grüsse
Peter
Kwesi
Stammgast
#24 erstellt: 30. Okt 2005, 21:23
... nochwas zum Schallwandversatz des HTs: Falls du eine verbesserte Impulsantwort des Gesamtsystems anstrebst, dat bringt nix!

Vorteile an einer mechanisch kompensierten Schallentstehungsebene liegen aber durchaus in einer optimierten vertikalen Abstrahlkeule: Bei der üblichen Anordnung HT über TMT strahlt diese ohne Kompensation "nach unten", also auf den Fussboden - meist die nächstgelegene Reflexionsfläche! Kompensiert man die duch Versatz und Filter verursachte Laufzeit, liegt die vertikale Abstrahlkeule wieder senkrecht im Raum, die Kurzzeitreflexionen nehmen ab.

Aus diesem Grund ordne ich den HT lieber unter dem TMT an, die Decke ist meist deutlich weiter entfernt als der Fussboden.

Grüsse
Peter
tupaki
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 30. Okt 2005, 21:29
Hm, mag sein...
unterm Strich bleibt jedenfalls zu sagen, dass sie so oder so gut klingen! ...und meine beiden Katzen sind auch fasziniert davon, vor allem vom Luftzug, der aus dem BR-Rohr auf der Rückseite kommt. Sie liegen schon den ganzen Tag davor und versuchen herauszufinden, was sie so durchföhnt...

Schönen Abend,
Holger

PS Achja, noch zur `Reflxionsfläche`: zu bedenken ist aber auch, dass die Decke meist tapeziert, der Boden oft mit Teppich (?) belegt ist? ein Punkt, der mMn auch eine Rolle spielt...( Denkfehler?)
Thorsten-Fischer
Stammgast
#26 erstellt: 31. Okt 2005, 03:17
Hallo Kwesi,
sehr schöne Dokumentation und bestimm ein netter Lautsprecher.
Hast du die Simulation mit den HH oder Omnes Audio TSP gemacht oder selbst gemessen?
Ich selbst hab den MW5.01 selbst schon liegen und bin zu ähnlichen Prinzipeignung gekommen, TQWT oder TML alternativ Geschlossen. Soll bei mir aber als fast FAST mit W2 von TB laufen.
Mit dem Martin King Sheet läst sich die Abstimmung auch etwas höher Simulieren was dem Mittelton zu gute kommt. Grad bei kleineren TMT in TQWT ist es of von Vorteil nicht möglichst tief abzustimmen sondern lieber etwas höher dafür stabiler mit geringeren Membranauslenkungen. Aber alles ist relativ. Tolles Projekt, Gratulation.

@ tupaki, hübsch.
Messungen solltest du noch machen damit dein Höreindruck auch Bestätigung erfährt und die angepasste Weiche auch optimiert wird. Bei der Verringerung der Chassisabstände kann eine menge passieren.

Eure beiden Klangbeschreibungen grade im BASS, sind hauptsächlich wohl euren Räumen anzulasten. Das ihr beide aber zufrieden seid ist doch schon ein tolles Ergebnis und sollte zu weiteren Projekten verleiten.
Auf das Peerless Projekt TQWT bin ich schon gespannt. Ein Passender Hochtöner ist die WA10.

Gruß
capacitor
tupaki
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 31. Okt 2005, 13:22

capacitor schrieb:
Soll bei mir aber als fast FAST mit W2 von TB laufen.


Hallo capacitor,
da bitte ich dann aber um Bericht und Co. Der Selbstbauvirus hat mich nun infiziert und ich brauche auch noch etwas für mein Arbeitszimmer. Ein F.A.S.T. würde mich auf jedenfall auch reizen, wohl aber mit dem OMNES BB 3.01, da ich den ausgesprochen gut finde...

Peter hat ja angeboten bei Gelegenheit zu messen, werde ich auf jedenfall annehmen... (und mir auch mal sein Messequipment nachbauen...irgendwann ;))


Gruß,
Holger
tupaki
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 31. Okt 2005, 21:57
Fertig.







Gruß,
Holger


[Beitrag von tupaki am 31. Okt 2005, 21:59 bearbeitet]
B_P_A
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 31. Okt 2005, 22:08
Hallo tupaki,
ist das Holz oder Folie?
Wie ist denn das Ei hinter dem HT entstanden?
Gruß
C
pinkmushroom
Inventar
#30 erstellt: 31. Okt 2005, 22:13
achja, moin nachbar (endlich fertig umgezogen?)

zwar nicht meine lautsprecher jedoch sicherlich sehr schick

ist cayenne furnier... steht etwas weiter oben irgendwo
das ei gibts ja bei so manchem ht mit... ansonsten gibts da sicher diverse möglichkeiten mit der ein oder andren mitteltonkammer ausm car-hifi bereich etc.

mfg stefan
B_P_A
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 31. Okt 2005, 22:41
Hi PM
ich glaub fertig is man nie mit umziehen...

Das Holz sieht aber ein bißchen nach Folie aus. Deshalb meine Frage.

Gruß
C
pinkmushroom
Inventar
#32 erstellt: 31. Okt 2005, 22:46
oh.. auch grad nochmal gelesen da steht ja oben auch "holzlook", könntest also recht haben mit der folie..
naja mal auf den erbauer warten

mfg pinkus
Thorsten-Fischer
Stammgast
#33 erstellt: 01. Nov 2005, 01:20
Hi tupaki und Hallo Chris (weil du auch grad da bist).
Uii, die ist aber ganz schön Holzig.
Bericht gibt es Klar, je nachdem wie die Arbeit mir zeit läst dann vom MW5.01 mit W2-800 TML. Sollte weil auch schon berechnet TQWT werden aber da ist mir ja jemand zuvor gekommen (Kwesi). Vielleicht bau ich auch noch mal Geschlossen was kleines mit gleicher Bestückung so fürn Schreibtisch.
Gruß
capacitor
Kwesi
Stammgast
#34 erstellt: 01. Nov 2005, 02:05
Hallo tupaki,

sehr schönes Gehäusefinish!
Meine sind immer noch Span roh (schäm... )

Zur Abstrahlkeule: Im Prinzip hast du recht, aber bei mir liegt Laminat und die Decke ist sehr hoch...

Hallo Capacitor,

in einem kleinen geschlossenen Gehäuse wird der Omnes fullrange nicht gut funktionieren, bei einer Einbaugüte von 0,7 kommst du immer noch auf recht große Volumina bei CB. Ich denke das "kleinste" in dem der Omnes gut läuft ist eine TL.

Ein Kumpel hat sich aber die "smarties" als Rearspeaker nachgebaut, in 12l mit Hochpasskondensator vor der Weiche. Bass kommt da nicht raus, war aber auch nicht das Ziel da sie eh nur im "small" Modus laufen sollten.

Zur Beschreibung der Basswidergabe: Mein Wohnzimmer ist ca. 5x7m bei 3,5m Deckenhöhe, halboffen zum recht grossen Flur, die Boxen stehen frei im Raum....

Grüsse
Peter
Cyburgs
Stammgast
#35 erstellt: 01. Nov 2005, 04:21
@Kwesi:
Zu diesem Projekt fehlen mir die Worte, bis auf eines:

RESPEKT!

@Tupaki: Die Boxen sind wunderschön geworden. Das mit dem Hochtonei interessiert mich auch. Was hast Du da verwendet?

Schöne Grüße, Berndt
tupaki
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 01. Nov 2005, 09:59
Hallo und einen schönen guten Morgen

Bei dem Finish handelt es sich um D-C-Fix-Folie im schon erwähnten "Cayenne"-Style. Ich habe kein Furnier genommen, da ich bei meinem ersten Projekt die Schmerzgrenze bei < 150,- für das Paar gesetzt hatte (HTs hatte ich noch hier liegen) Unterm Strich bin ich jetzt bei 125,- Euro gelandet.(plus die Hochtöner, die ich damals für 40,- bei ebay ersteigert habe)
Beim nächsten Projekt werde ich aber sicher Furnier verwenden. Die Folie sieht zwar recht gut aus, aber die Anfassqualität... Ebenso passen Spanplatte und Klebefolie nicht wirklich gut zusammen. Sollte jemand auf die Idee kommen auch Spanplatte mit Folie zu bekleben, auf jedenfall penibelstSchleifen und säubern und möglichst mit Einlassgrund behandeln. Und Kanten brechen funktioniert auch nicht so toll (bei mir ;)) Naja, aus Fehlern lernt man

Das Hochtonei wurd aus Buchenholz gedreht. Vorlage war ein Deko-objekt aus Glas:

http://img461.imageshack.us/img461/4692/htvorlage23zw.jpg

Habe so ein Teil aber auch schon einmal in der Dekoabteilung aus Kunststoff gesehen.

Gruß und einen schönen Tag,
Holger
Daniel_Onestone
Stammgast
#37 erstellt: 01. Nov 2005, 22:38
Frage an Kwesi:
gibt es Erfahrungen zur Weichenmodifikation bei der Version mit NoFerro900 unter TMT angeornet??? Oder können die angegebenen Werte verwendet werden??? DAnke für eine Info! Gruß, DAniel
Kwesi
Stammgast
#38 erstellt: 01. Nov 2005, 23:18
Hallo Daniel,

die NoFerros habe ich leider nur mit dem aufgesetzen HT-Gehäuse Gemessen. Die Weiche würde ich folglich nicht verwenden, da die Schallwanddimensionen des aufgesetzten Gehäuses im Bereich der vom HT abgestrahlten Wellenlängen liegen.

Angebot: schick mir deine HTs, ich schraub sie rein und stimm das System nochmal ab.

Grüsse
Peter
Spatz
Inventar
#39 erstellt: 02. Nov 2005, 03:42
[OT]
Kwesi, grandios, wie du dich um die Leute kümmerst!
[/OT]

Wie arbeitet sich das Martin-King-Sheet? Sind die Simus realistisch? Mit welchen Progs kann man die Sheets öffnen?

n8,

Spatz


[Beitrag von Spatz am 02. Nov 2005, 03:52 bearbeitet]
Daniel_Onestone
Stammgast
#40 erstellt: 02. Nov 2005, 08:05
Guten Morgen Kwesi! Ist ja kaum anzunehmen so ein Aufwand!? Werd mal neue HT bestellen und mich dann bei dir melden. Hatte die Noferros mal in einer Excel Ex4He die ich aber verkauft habe. Trotzdem, der darin verbaute SEAS-HT hat mir extrem gut gefallen!!! Oder macht es Sinn, auf dein nächstes Projekt mit dem grösseren TT zu warten??? fideler Gruß und danke für so viel Einsatzbereitschaft... DAniel
Kwesi
Stammgast
#41 erstellt: 02. Nov 2005, 21:01
Hallo Daniel,

ich hab gedacht du hättest die HTs noch zu hause rumliegen, so wie tupaki...

mmh, ich weiß nicht ob die NoFerro nicht qualitativ überdimensioniert sind.... harmonieren tuts sicherlich, aber die HTs können wahrscheinlich mehr als der Omnes.

Wenn du dir die NoFerros aber noch anschaffen willst: ich hab hier noch ein Paar NoFerro 800TV rumliegen, günstiger als die 900er (ab 35 €, z.B bei klingtgut-lsv) und wahrscheinlich etwas besser, da Weiterentwicklung mit verbessertem Membranmaterial.

Wenn du die 800TVer nehmen willst (was meine Empfehlung wäre), sag bescheid und ich mess die Weiche mit diesen nochmal ein und mail dir Schaltplan und Messungen...dann müssen wir auch nix hin und her schicken....

Grüsse
Peter

EDIT:
grösserer TT ?!?!?


[Beitrag von Kwesi am 02. Nov 2005, 21:02 bearbeitet]
Fuxster
Inventar
#42 erstellt: 03. Nov 2005, 23:38
Hallo!

Also erstmal muss ich sagen, dass es ein interessanter Lautsprecher ist und ich ihn jetzt erst entdeckt habe.


... und günstig ist er ja auch noch.

Eine Variante mit dem Seas-Hochtöner wäre allerdings trotzdem noch sehr interessant.
Hast Du den denn schonmal im Vergleich zum Monacor gehört? Das würde mich interessieren.

Und irgendwas bedrückt mich noch:

Du schreibst ja selber, dass der Omnes sehr viel Hub macht. Da die Abstimmung ja wirklich sehr tief ist für so einen Lautsprecher habe ich Bedenken bei der Pegelfestigkeit. Klar ist es kein PA-Lautsprecher... aber reicht es für "laut"? (klar, Definitionssache... aber so im Vergleich zu den Cantons zB).

Danke für Antworten!
Daniel_Onestone
Stammgast
#43 erstellt: 03. Nov 2005, 23:49
Hallo Kwesi!
ganz herzlichen Dank für deine Einsatzbereitschaft, so Hilfe zu bekommen freut einen schon!!!
Bei der Betrachtung des ganzen habe ich aber wie der Vorbeitrag die Bedenken, dass der kleine Omnes der Konstruktion nicht gerecht wird...sicher taugt das Teil in dem Gehäuse ungemein, aber wenn man den Bauaufwand des ganzen betrachtet möchte ich an dem TT ungern sparen und hinterher sagen: "Mensch, hät#st mal etwas mehr und grösser investiert" sondern mich auf etwas grösseres konzentrieren. Ob das dann mit so einer Konstruktion noch funktioniert??? Werde weiter darüber grübeln...
tupaki
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 05. Nov 2005, 21:23
Hallo

@Fuxster & Daniel _Onestone:

Ich habe heute mal ein wenig ausgiebiger gelauscht, mal ein wenig mit der Aufstellung probiert, verschiedenste Musikstile ausprobiert.

Zur Lautstärke:
Klar, ist Definitionssache, aber für mich geht es laut Ich bin wirklich überrascht.
Das Zimmer in dem sie stehen ist ca. 35m² groß,Teppichboden.
Ich denke, wenn ich sie permanent in der Lautstärke betreiben würde, bis sie anfangen zu "furzen" (Copyright by Kwesi ;)), dann könnten meine Nachbarn eine Standleitung zur Polizei einrichten

Zum Tiefgang:
Der überwältigt mich immer wieder. Ich habe eben ein Stück mit japanischen Trommlern eingelegt, da hat´s mich fast hintenüber vom Stuhl gehauen

Das ist bislang auch der einzige "Knackpunkt": der Bass ist teilweise etwas überdominant und für meinen Geschmack etwas zu rund, ich bin ein Freund des Knackigen und Trockenen. Ich habe als erstes ein wenig Dämmwolle entfernt und es ist schon besser geworden. Ich denke, die angeschlossene Hardware spielt auch noch eine Rolle, die wird in naher Zukunft ausgetauscht. Mal sehen, wie es dann wird.

Alles in Allem ist für mich aber immer noch das Resumee: Ein absoluter Preisleistungsknaller.

Gruß,
Holger

PS Soviel Bauaufwand ist es nicht.

PPS Kleine Anekdote am Rande: In der vergangenen Woche hatte ich Besuch eine "hifi-unbedarften" Freundes. Er hat die Smarties natürlich sofort bemerkt und gefragt, ob solch große Kisten denn für so kleine Lautsprecher sein müßten . (Sprach von "auf dicke Hose machen" ;))
Nachdem ich sie ihm vorgeführtt hatte (gegen 23 Uhr :angel) meinte er nur, "wir müssen uns mal unterhalten" ...
Fuxster
Inventar
#45 erstellt: 06. Nov 2005, 23:36
hmmm ich bin wirklich derbe am Überlegen. Meine Ergo 91 die ich hier stehen habe taugen nicht wirklich was (zumindest nicht in diesem Raum, sind einfach zu groß).

Und Spaß hätte ich auch mal wieder dran... *grübel*

Kann mich nicht entscheiden!
Gore_83
Stammgast
#46 erstellt: 26. Jan 2006, 15:18
muss/will den Thread mal wieder rausholen!
Ich such im mom noch ein paar LSP um ein mir ein kleines Heimkino aufzubauen!
Im Mom habe ich ein Needles Heimkino, will aber was neues!!

Würden sich denn die LSP auch für ein Heimkino eignen? Wäre der Pegel dazu genug?
Und kann man sich dazu auch irgendwie einen Center zusammebasteln?

Fragen über Fragen .....

Mfg Daniel
scarecrow_man
Stammgast
#47 erstellt: 26. Jan 2006, 16:14
Hi, bin gerade auf diesen alten Threat gestoßen, den Gore wieder ausgegraben hat, mich interessiert das Messsystem sehr und welche soundkarte du dazu benutzt da der preis voll ok ist und ich eh eine neue soundkarte brauche würde ich die direkt dazu kaufen, könntest du dieses Messsystem nochmal genauer erläutern? Würde damit alte Chassis ausmessen und versuchen noch was damit zu machen.
Ferde
Neuling
#48 erstellt: 23. Feb 2006, 19:53
Hallo bin neu hier im Forum und hab mir überlegt die Smarties nachzubauen - "Schüler und Studententarif" *g* - allerdings hab ich da nochmal ne Frage zu der Serienweiche bzw den Bauteilen: Müssen zwingend alle C's MKT/MKPs sein oder wo in der Schaltung tut es auch ein glatter Elko oder sollte man lieber doch ganz auf Elkos verzichten ?
2. Frage: Zu den Spulen - Welchen Durchmesser/Ohmscher Widerstand sollten die höchstens haben - auch hier wieder - würde es bei dem Hochtonzweig auch niedrigere Durchmesser wie beim Bass tun oder kann man das garnicht so Pauschalisieren wg Serienweiche usw.. Wieviel Watt sollten die Widerstände haben, sicherlich kann man da auch zu Drahtwiderständen greifen ?
Ich studier zwar im dritten Semester E-Technik aber irgendwie sind Frequenzweichen doch ein rotes Tuch für mich (vorallem die hier..)

vielen Dank im Vorraus

mfg Manuel
Kwesi
Stammgast
#49 erstellt: 04. Dez 2006, 13:41
Hallo,

vor einiger Zeit habe ich für die Smarties ein neues, deutlich kleineres TML-Gehäuse simuliert, konstruiert und gebaut. Der Bass geht nicht mehr ganz so tief runter (mir fehlt nix, fu-3dB laut Martin-King-Sheets knapp unter 50 Hz mit 18dB/Oct Rolloff...) und klingt etwas "knackiger". Die ursprüngliche Serienweiche kann beibehalten werden, bei der Kontrollmessung habe ich keine Abweichung feststellen können.

Dämpfung etwa 1 Päckchen Sonofil pro Box, locker über die gesamte Line verteilt:



Fotos folgen demnächst.

Grüsse
Peter
Mattai
Stammgast
#50 erstellt: 04. Dez 2006, 14:12
@ KWESI:
mal die blöde Frage ob bei der kleineren Variante die LS undabdingbar unsymmetrisch stehen müssen? (wie nannte man das doch gleich...grrr...ich werd alt). Denn die kleinere Version spricht mich doch auch mehr an als die große...und wenn du sagst die klingen auch ncith arg viel schlechter wäre das ja doch eine ernstzunehmende alternative für meine Überlegungen!!

gruß,
Mattai
hifi-alex
Stammgast
#51 erstellt: 04. Dez 2006, 14:46

Mattai schrieb:
mal die blöde Frage ob bei der kleineren Variante die LS undabdingbar unsymmetrisch stehen müssen?

Die nicht mittige Anordnung des Hochtöners macht sich nur auf Achse bemerkbar mit einem kleinen
Einbruch im Frequenzgang, der durch Kantenreflexionen hervorgerufen wird...
Abhilfe schafft entweder die außermittige Anordnung oder eine großzügige Fase/Rundung.

Hörbar ist es jedenfalls eigentlich nicht, solange man nicht direkt auf Achse hört.
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