Emi Delta 12LF mangelndes Bassfundament

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Radiologe
Inventar
#1 erstellt: 31. Dez 2005, 01:05
Hallo zusammen!
Dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum,deswegen möchte ich mich erstmal kurz vorstellen.
Heiße Markus,bin 32J jung und arbeite im Ö-Dienst als Veranstaltungstechniker.
Wohne in Nordhessen(nähe Kassel)

Nun kurz zu meinem "Problem".

Habe mir neulich 2Stück Delta 12LF gekauft.Durch einige positive Bewertungen,fiel meine Entscheidung
auf dieses Chassis.

Vorab simuliert mit Winboxsimu passte der Treiber auch prima zu meinem 150L BR-Gehäuse,welches nun auf 40HZ abgestimmt ist.Vorher war in diesem Gehäuse ein Breitbänder(EV-SP12C)mit hoher Güte(0,67) verbaut,der in einem solchen Gehäuse natürlich einen schönen Buckel zwischen 60u.100HZ macht,also sehr Bassstark aber eher wenig Tiefgang.An sich gefiel mir der
fette Bass recht gut,nur bei einigen Musikstücken nervte er doch gewaltig.

Der Delta 12LF hingegen geht zwar tiefer,klingt aber sehr schlank im Bass und nervt mit vorlautem Kick um die 100-140HZ.
Unter 100HZ scheint er dann erstmal stark abzufallen,bei 80HZ ein Peak,und fällt wieder ab.Bei der Tuningfrequenz (40HZ) steigt der Schalldruck dann wieder stark an,also ein sehr welliger F-Gang,den ich beim EV Sp12C nicht feststellen konnte.

Ich bin also sozusagen wieder nur an einen Kompromiss gelangt.
Die Musikstücke,die vorher mit dem EV nicht zu ertragen waren,klingen mit dem Emi schön rund und er schiebt schöne tiefe Bässe in den Raum.

Umgekert klingen die Stücke,die auf dem EV sehr füllig geklungen haben mit dem Emi wie aus einem Küchenradio,es macht quasi nur tock tock tock......


Wäre es vielleicht doch besser einen HiFi Bass mit entsprechend höherem Wirkungsgrad(wegen Röhrenverstärker) einzusetzen,quasi sowas wie die älteren Audax 30er oder Fostex FW305,die ja ebenfalls große Volumen mögen?

Die Kombi im Ganzen siegt so aus:

TT Delta12LF in 150L BR
MT Audax MHD17 HR37RSM in separatem 6L Gehäuse
HT Fostex FT50H

MfG Markus
A._Tetzlaff
Inventar
#2 erstellt: 31. Dez 2005, 01:12
Ich bin zu faul, jetzt die TSP zu suchen, aber ich vermute, dass die Weiche zu der Kombination nicht passt (passiv, oder?)
Deinen Beschreibungen zufolge vermute ich, dass die Abstimmung des Gehäuses nicht geglückt ist - hört sich an, als sei das Gehäuse zu groß.
Radiologe
Inventar
#3 erstellt: 31. Dez 2005, 02:07
Hallo,

ja die Weiche ist passiv.Die Weiche hatte ich geändert(komplett Eigenbau)und vorerst mit Winbox anhand der TSP des Emi simuliert,um erstmal grobe Anhaltspunke für die Bauteile zu bekommen.Die Trennung zu MT liegt bei 700HZ.
Danach mit Messmikro bewaffnet und im Nahfeld(etwa 1m) optimiert.Von 150-17000HZ ist der F-gang nach Optimierung der Weiche fast schon super linear(auf Achse verseht sich).Am Hörplatz fällt der F-Gang zu hohen Frequenzen hin schön sanft ab.Die Weiche scheint also durchus prima gelungen zu sein.Ist zwar ein ganz schönes Bauteilegrab geworden,die Arbeit hat sich aber geloht.Hat auch schließlich ein halbes Jahr gedauert bis ich das so hinbekommen habe.Ist also keine "mal auf die schnelle zusammenhack Weiche"

Zum Gehäuse:
Laut simu ergibt sich bei meinem 150L Gehäuse ein schöner,ab 100HZ leicht abfallender Tiefton bis F-3 40HZ F-6 etwa 33HZ.
Der BR Schacht hat damit eine Fläche von 120m² und eine Länge von 8cm.

MfG Markus
A._Tetzlaff
Inventar
#4 erstellt: 31. Dez 2005, 02:12
Ja, sach an, wie sieht denn die Weiche für den TT aus?
Übrigens irren sich einige Simulationprogramme bei der Gehäusedimensionierung, weil sie die Spuleninduktivität nicht berücksichtigen.
Cantare
Stammgast
#5 erstellt: 31. Dez 2005, 02:34
Hallo,

ich kenne die Delta 12LF und habe die TS-Parameter selbst eingemessen. Bei deiner Abstimmung hast du laut AJHorn Simulation (welche verblüffend realitätsnah ist) ein 40Hz Peak. Verringere das Volumen mal auf 100liter und verdopple die Kanallänge vom Port! Man kann es leicht ausprobieren wenn man Styropor o. ä. nimmt und damit das Volumen reversibel verringert.

Ein Saugkreis parallel zum Chassis mit 10mH, 560uF und Rges ca. 6 Ohm wird den Buckel im Oberbass mildern.

Grüsse

Andreas


[Beitrag von Cantare am 31. Dez 2005, 02:38 bearbeitet]
Radiologe
Inventar
#6 erstellt: 31. Dez 2005, 02:40
Hi,
klar hatt ich vergessen zu schreiben.

Luftspule 2.2mH 0,5R
Elko 25µF

Impedanz EQ 6R+35µF parallel zum TT

Hatte zeitweise auch schon mal nen Saugkreis,der mir den Buckel den der TT durch die Serienspule macht zu beseitigen.So richtig gefallen konnte ich daran aber auch nicht finden.

MfG Markus
Radiologe
Inventar
#7 erstellt: 31. Dez 2005, 05:06
Hallo auch Andreas,

ich schrieb ja,dass ich das mit dem Saugkreis auch schon mal probiert hatte.Leider ist mir da wohl damals ein Missgeschick passiert.Eine Spule hatte ich damals mit 9mH beschriftet,weil der Aufkleber abhanden gekommen war.Ich musste nun,da ich es noch einmal versuchen wollte feststellen dass es sich nicht um eine 9 sondern um eine 1,5mH Spule gehandelt hat.Das kann natürlich garnicht den gewünschten Effekt bringen.Habe jetzt die 9er (1Ohm) 500µF und 5,1 Ohm in serie direkt an den TT gehangen.
Jetzt klingt das ganze schon wesentlich homogener.Nicht mehr so dieses tock tock und vor allem klingt die Box wesentlich freier und druckvoller.Ich denke ich werde noch etwas lauschen um genaueres sagen zu können.

Auch das Messmikro zeigt eindeutig,dass der Buckel weg ist und der F-Fang nach unten hin nun um einiges glatter geworden ist.Wahrscheinlich auch weil nun die 2. Reso des Chassis im eingebauten Zustand bei 70HZ durch den Saugkreis weggebüglet wurde.

Vielen Dank vorerst an alle!

MfG Markus
Radiologe
Inventar
#8 erstellt: 31. Dez 2005, 18:22
Hallo nochmal zusammen.

Um das Thema abschließen zu können,nochmal ein kurzer Klanglicher Eindruck.

Als klangliche Referenz nehme ich ausser Messmikro immer noch meine Kopfhörer K400 von AKG zur Hife.

Vom subjektiven Eindrück her kommen die LS nun schon sehr nahe an die Qualitäten des Kopfhörers heran.Oben rum passt es fast perfekt.Da der FT50H im oberen bereich,im Gegensatz zum Kopfhörer kaum im F-Gang abfällt klingen die LS oben rum noch etwas frischer.Daran kann man sich gewöhnen.Nur bei miesen MP3
aufnahmen hört man über die LS deutlicher die Kopressionsartefakte heraus.Über KH ist das weniger wahrnembar.Die Mitten und oberen Mitten sind klasse.Der doch schon sehr alte legendäre Audax MT klingt hervorragend.

Im Bass fehlt zwar noch immer was,aber nur im Hörraum selbst.Direkt vor den Boxen ist alles vorhanen.

Danke nochmal für die Unterstützung!

MfG Markus
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