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CSS FR125 in 13l BR

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Bee
Inventar
#1 erstellt: 07. Jan 2006, 18:04
Hallo Gemeinde,


da mir in den zwei Wochen zwischen Weihnachten und jetzt zeitweise langweilig war habe ich mal wieder ein wenig herumgebastelt.
"Opfer" war der CSS 125 FR von Thorsten. Ich fand ihn interessant weil er aufgrund der gegenüber dem W4-655 deutlich anderen TSP ganz ohne wilde Tricks und Kniffe brauchbaren Bass machen kann.

Es ist ein 13 Liter großes BR-Gehäuse geworden. Die Abstimmung orientiert sich sowohl an den TSP der HH, als auch an einer eigenen Messung. Die reale Abstimmung liegt also in etwa in der Mitte aus beiden Parametersätzen. Die Abstimmfrequenz liegt bei ca. 40Hz, daraus ergibt sich ein -3dB Punkt von ca. 35Hz (simu).
So sieht das Ding aus:




Die Zuschnittmaße sind 150x250mm für Boden und Deckel, 150x400mm für Front und Rückwand, 250x950mm für die Seitenwände und 250x300mm für den Fuss. Alles 15mm Stärke. Die BR-Öffnung liegt auf der Unterseite, nur aus optischen Gründen. Das Rohr ist ein Conrad Standardteil, 45mm Durchmesser, 200mm lang.



Bedämpft ist das Gehäuse mit einer Lage Noppenschaumstoff an den beiden Seitenwänden und der Rückwand. Boden und Deckel sind derzeit noch frei, ob da noch was passiert werden die noch folgenden Hörtests ergeben.
Heute Vormittag waren erstmal Messungen für die erwarteten Sperrkreise angesagt. Da es sich ja um ein dem W4-655 ähnliches Chassis handelt, habe ich mal damit gerechnet, daß auch hier zwei Sperrkreise erforderlich sind.
Die vorläufigen Bauteilwerte sind aber teilweise deutlich abweichend, momentan besteht der untere Sperrkreis aus 0,39mH und 44müF (ja, kein Widerstand!), der obere besteht aus 0,1mH, 4,7müF und 12 Ohm. Das ist aber nur der erste Ansatz, noch nicht nachbauen, o.k.?
Die vorläufigen Messergebnisse sehen immerhin ganz brauchbar aus.
Nächstes Wochenende ist dann eine weitere Messsession und viel Probehören geplant.

@ Berndt,
ich bin schon sehr gespannt wie Dir das Chassis gefällt....
georgy
Inventar
#2 erstellt: 07. Jan 2006, 18:10
Schreib doch mal was über deine ersten Höreindrücke, spielt das Chassis auch lauter noch sauber, wie ist besonders der Hochtonbereich.

Obwohl ich keine OSB Platten mag gefällt mir das bei deinem Gehäuse, wär vielleicht was für nen Onkel von mir.
Büchsenmacher
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 07. Jan 2006, 19:47
nabend,

der CSS soll ja ne Menge xmax haben, ein Höreindruck wär wirklich interessant.
usul
Inventar
#4 erstellt: 07. Jan 2006, 19:53
Was kostet denn dieser Treiber und wo bekommt man den?
Von den Bassfähigkeiten erinnert er mich stark an den JX92S von Jordan, aber eine günstigere Alternative zum Jordan würde mich auch interessieren.
pinkmushroom
Inventar
#5 erstellt: 07. Jan 2006, 19:59
nabend,

sieht doch schick aus, nur das kabel hätte ich wohl nicht durch den br-port gelegt aber naja

chassis kostet 65€ ist erhältlich beim thorsten (validator) also hier :
http://www.boxen-baustelle.de/

bin ja mal gespannt was da noch so alles kommt an sperrkreisänderungen...

gruß stefan
Bee
Inventar
#6 erstellt: 07. Jan 2006, 21:57

pinkmushroom schrieb:

bin ja mal gespannt was da noch so alles kommt an sperrkreisänderungen...





Ich auch....

Deshalb möchte ich auch noch nichts zum Klang sagen.
Es waren eh' wild zusammengestellte Bauteilkombinationen, die so in der Form eigentlich nicht gut zusammenpassen. Deshalb werden erstmal ein Satz vernünftige Bauteile besorgt.
Im Moment laufen sie bei mir erstmal wieder ohne Sperrkreise um sich etwas einzuspielen.

Der Hub den die Dinger können ist wirklich unglaublich, es wird einem Angst und Bange wenn man das sieht.
Da die untere Grenzfrequenz etwa eine Oktave unter der des W4 in einem einfachen BR liegt, geht der zusätzliche Hub aber komplett dafür drauf. Sie spielen also keinen Deut lauter als die W4. Zudem ist der Wirkungsgrad deutlich niedriger. Wer's also lieber etwas übersteuerungsfester mag, sollte vieleicht besser geschlossen mit Hochpass ausprobieren.
Das ist auch das einzige, was ich bereits zum Klang sagen kann: Subwoofer definitiv überflüssig wenn einem der Pegel reicht.

Die Idee mit dem JX92 zu vergleichen ist gut, Thorsten hat ein Paar davon im Laden im "Wall"-Gehäuse. Wenn die finale Abstimmung gefunden ist, werden wir die zwei mal im A-B Vergleich ausprobieren denke ich.

Zu den Messwerten des Chassis: es gibt den bekannten 7kHz Peak auch hier, er ist aber etwa 3dB niedriger als beim W4-655. Laut HH-Messung liegt die obere Grenzfrequenz auf Achse bei 30kHz. Kann ich nicht prüfen, weder Thorstens noch mein Mikro kommen annähernd da hin.

Leider kann ich frühestens nächstes WE mehr sagen.....
psone
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 12. Jan 2006, 15:59
Hallo

habe grade thread gefunden, klasse das da auch jemand mit Messtechnik dran is! Ich hab den FR125S auch grade in 12 L BR testweise laufen.

Nach den Messungen in HH und K+T hatte ich ja gehofft man kommt ohne Sperrkreise zurecht, die bekannte 7kH Spitze schien (und scheint) mir nicht so problematisch da sie "off axis" eh abnimmt, aber die Überhöhung im Mitteltonbereich (bei den HH und K+T Messungen nicht erkennbar) nervt sehr - liegt irgendwo zwischen 800 und 2000 Hz oder?

@ Bee
bin daher sehr gespannt auf deine Ergebnisse in Sachen Sperrkreis "unten", ich habe einen Vorschlag eines amerikanischen Entwicklers, der mir (und auch erfahreneren Leutchen) aber etwas sonderbar erscheint. Ich habe leider keine Freigabe den zu öffentlich zu posten, kann ihn dir jedoch "vetraulich" zumailen - schick bei interesse eine PM.


Bee schrieb:
Wer's also lieber etwas übersteuerungsfester mag, sollte vieleicht besser geschlossen mit Hochpass ausprobieren.

1) interessant Hochpass statt BR, wie geht das?
2) hast du auch mal im geschlossenen Gehäuse gemessen, laut Simu mit den HH und K+T TSPs sollte da sanfter Abfall ab ca. 90 Hz mit einem f -3dB von ca. 55 Hz rauskommen - also vieleicht eine Möglichkeit bei wandnaher Aufstellung...

Ich hatte die LS ein paar Tage geschlossen laufen, mag mir aber wg. der Mitteltonspitze und ohne Messtechnik kein Urteil erlauben.

grüsse, matze
validator
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 12. Jan 2006, 16:18
Hallo,

ups: hab den Thread ja jetzt erst endeckt - hatte zu diesem Thema im US Forum meinen Senf abgegeben, da es dort auch Thema war.

@Bernd: bei den Notch-Filtern ist dir, glaube ich, ein Fehler unterlaufen.
Sperrkreis 1 (1500Hz Buckel) war es 0.39mH / 2x 22uF / 12ohm
Sperrkreis 2 (7000Hz Spitze) war es 0.1mH / 4.7uF

Anbei ein Screenshot mit original F-Gang und mit Filter. Gemessen ab 370Hz (unterhalb kommen die Raumreflexionen), MLS Signal, kalibriertes System (CAMS32 & Behringer Mic.).

Gruss
Vali

http://www.homepage-baustelle.de/boxen/fr125s_notch.jpg
Bee
Inventar
#9 erstellt: 12. Jan 2006, 17:34

validator schrieb:

ups: hab den Thread ja jetzt erst endeckt - hatte zu diesem Thema im US Forum meinen Senf abgegeben, da es dort auch Thema war.

http://www.homepage-baustelle.de/boxen/fr125s_notch.jpg




Oh, ich bin entdeckt, nix wie weg....

Hi Thorsten, danke fürs Diagramm, das hilft schon gewaltig, wenn die geneigten Leser hier auch sehen können, was da herauskommt.


Hallo Matze,

klar hab' ich interesse an der Version aus US. Hilft sicherlich zu verstehen was die Jungs so basteln.
Die Auslegung hängt ja direkt mit den Gehäusedimensionen zusammen, in Verbindung mit 'ner Bafflestepsimulation wird bestimmt einiges klar. Ich glaube um sowas müsste ich mich auch mal kümmern. Das Programm dafür hieß "Edge"?

Die Messungen in HH sind ja auf unendlicher Schallwand gemacht (Hallraum), die in der K&T auf IEC Wand (1,35x1,65m). Logisch daß da die Frequenzgänge linearer ausfallen. Bei einer üblichen Box bekommst Du dann unter der Grenzfrequenz des Bafflestep einen Abfall, darüber einen Anstieg durch konstruktive Interferrenz der beiden Beugungen glaub' ich. Der muß halt weg. Auf einer großen Schallwand sieht ja auch der W4 richtig gut aus.

Die Überhöhung liegt tatsächlich zwischen 800 und 2000Hz.
Interessant war, daß unser Sperrkreis deutlich schmalbandiger geworden ist als jene in CT oder Stick. Da war ich verblüfft.
Den für den 7kHz Peak haben wir gleich mit gemacht, weil wir halt gerade dabei waren. Keine Ahnung ob er unbedingt nötig ist. Er hätte eigentlich auch noch schmalbandiger werden können. Da man aber fast nirgends Spulen unter 0,1mH bekommen kann, sind wir bei der Variante von Udo geblieben und haben den nur etwas entschärft mit dem Parallelwiderstand.

Deine geschlossene Variante hört sich doch schonmal ganz gut an. Ansonsten, die Idee mit der Hochpassfilterung hat Timmi ja schon öfter propagiert. Gehäusevolumen auf ~Qt 1,2 auslegen und dann mit einem Serienkondensator den Buckel wieder glatt ziehen. Ich hab's aber noch nicht probiert.

Samstag ist wieder Bastelstunde....
Ich kann's kaum erwarten.
Bee
Inventar
#10 erstellt: 14. Jan 2006, 21:11
Soooo,

ich sag' mal es war ein "ereignisreicher" Tag.
Heute Morgen haben wir erstmal sämtliche Sperrkreise wie ursprünglich ermessen zusammengelötet.
Darauf folgte nochmal ein Messdurchgang, nochmal checken.
Nun ja, der untere Sperrkreis ist vieleicht doch etwas heftig?
Gut, mit 12 Ohm parallel wurde er entschärft, nun sah die Messung noch etwas besser aus.
Dann zusammengebaut und zum Hörtest.
Erster Eindruck: ähhh, na ja, weniger fabelhaft als eher grauenhaft. Oder doch nicht?
Also haben wir die Jordan Wall mit einem einpegelbaren Umschalter dazugeklemmt, sodaß ein direkter Vergleich möglich war.
Ergebnis: ein noch ziemlich topfiger unterer Mittenbereich und auch in den oberen Mitten noch etwas zu laut.
Wir entschlossen uns also, den unteren Sperrkreis breitbandiger zu gestalten.
Aber erstmal einen Kaffee zur Motivation....
Spule auf 0,47 mH vergrößert, Kondensator auf 33müF verkleinert. Die 12 Ohm blieben.
Dann ein erneuter Hörvergleich mit der Wall.

Schon viiiel besser. Die Topfigkeit ist weg, der gesamte Mittenbereich deutlich ausgeglichener, noch etwas lauter als beim JX92 aber trozdem recht ähnlich. Deshalb ein weiterer Versuch mit 22 statt 33 müF, was beide noch etwas ähnlicher machte.
Dann zurück zur Messung, mal schauen was wir da so verbrochen haben...
Die Version 0,47mH / 33müF / 12Ohm sieht auch bei der Messung gut aus. Im gesamten Bereich ordentlich linear.
Die Version mit 22 müF nimmt den Bereich zwischen 1500 und 3000 Hz um ca. 3dB zurück. Misst sich nicht ganz so gut, klingt aber trozdem schön.

Sehr seltsam war der Vergleich der 0,47mH mit der 0,39mH Spule. Statt im unteren Mittenbereich etwas Pegel wegzunehmen, steigt mit der 0,47mH Spule der gesamte Bereich unterhalb 1000Hz um ca. 2dB an.
Kann bitte jemand eine ansatzweise plausible Erklärung dazu liefern? Ich blick's nämlich nicht. Entsteht da mit 0,39 ein Überschwinger??

Vorläufiges Fazit:
unterer Sperrkreis 0,47mH / 12 Ohm / 22-33 müF je nach Geschmack. Wer mag, zusätzlich oberer Sperrkreis 0,1mH / 12 Ohm / 4,7müF.
Im Vergleich zur sperrkreislosen Wall ist der CSS damit im Bassbereich praktisch nicht zu unterscheiden, liefert einen Hauch mehr Mittelton was die Sprachverständlichkeit sogar etwas besser macht ohne gleich ins nervige zu kippen, und einen etwas sanfteren Hochton der sich durch weglassen des oberen Sperrkreis sicherlich forcieren lässt.

Aktuelle Messergebnisse gibt's bestimmt demnächst von Thorsten....

Mal schauen womit wir nächstes Wochenende noch etwas herumspielen.
Mir fällt gerade auf daß sich die Werte langsam an die Udo's CT218 annähern. Vieleicht probieren wir den ja auch noch mal aus. Nur so....
validator
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 15. Jan 2006, 00:41
Ihr Wunsch ist mir Befehl

Hier der Screenshot der Messung. Grüne Linie die bevorzugte mit 22 statt 33uF. Nochwas zum 160Hz Buckel:
zum einen messen wir unter 370Hz viel Raumresos mit und eine Gehäusereso kommt auch dazu, da die Rückwand nicht so ganz bedämpft war / ist.

Gruss
Vali

P.S. Wie schon erwähnt - sieht nicht so toll aus wie die ursprüngliche Notch-Kombi, klingt aber viel besser! Und das Behringer Mic. macht ab 15/18kHz dicht

www.homepage-baustelle.de/boxen/fr125s_140106.jpg


[Beitrag von validator am 15. Jan 2006, 00:44 bearbeitet]
mickyderhund
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 15. Jan 2006, 09:05
hallo bee und validator,

der css sieht interessant aus, könntet ihr vielleicht noch einige klangeindrücke schilder, besonders im vergleich zum fostex 103e? *ungeduldigsei*

im bass ist der css wohl besser, aber welches der beiden chassi hat den besseren mittelton, und welches kann stimmen besser wiedergeben?

leider findet man nicht so viel über den css; der mich übrigens ziemlich an den 11cm bass von exel erinnert, was wahrscheinlich an dem phaseplug liegt. sieht schick aus.

gute n8cht dann
micky
validator
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 15. Jan 2006, 17:47
Hallo Micky,

ein direkter Vergleich ist schwierig. Ich kenne den FE103e zwar aber: das Chassis ist sehr gut im Fullrange Betrieb im "recommended enclosure" Horn oder aber als MHT Treiber in einem FAST System. Als Fullrange ist der FE103e limitiert, wegen des geringen X-max. Im MHT Bereich profitiert er auch von einem Sperrkreis. Der Schalldruck ist definitiv höher.

Der CSS FR125S hat mit 6mm X-max und seinen TSP für Bassreflex andere Qualitäten. Im Bass ist er dem Fostex um Längen voraus, im MHT Bereich ist er dem Fostex leicht unterlegen, da dessen Membrangewicht und Membranfläche geringer ist.

Wenn es um einen "echten" Breitbänder im kompakten Gehäuse geht, würde ich dem CSS den Vorzug geben.

Gruss
Vali
mickyderhund
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 17. Jan 2006, 05:31
hallo validator,

danke für die antwort.

schade, dass der css im mittel- und hochtonbereich schlechter ist als der kleine fostex, da er mir sowohl von der optik wie auch von den möglichen gehäusekonstruktionen sehr gut gefällt.

grüße
micky
Bee
Inventar
#15 erstellt: 17. Jan 2006, 22:12
Hi Micky,


ich kann zum FE103 leider gar nix sagen, hab' ihn nie gehört. Aber es wundert mich immer wieder welcher Hype teilweise um irgendwelche Chassis und deren sagenumwobene Eigenschaften gemacht wird.
Ich bin zugegebenermaßen noch nicht soooo viel rumgekommen in dieser Hinsicht, aber was ich bisher an "Mitteltönern" in den Fingern hatte, war praktisch nicht voneinander zu unterscheiden, wenn erstmal der Frequenzgang vernünftig linearisiert war.
Ich hab' den Eindruck, daß bei real existierenden, ansatzweise brauchbaren Chassis mindestens 85% auf den F-Gang zurückgeführt werden kann, 5% aufs Klirrverhalten, 5% aufs Ausklingspektrum und höchstens die restlichen 5% auf irgendwelche speziellen anderweitigen Chassiseigenschaften.

Wenn Du also ein ganz spezielles Verhalten erzeugen willst, sehe ich zwei weitere Möglichkeiten:
- ein guter Terzbandqualizer, am besten mit integriertem Spektrumanalyzer. Sehr universell.
- ein kleiner Bauteilevorrat an Spulen, Widerständen und Kondensatoren, um das Chassis nach Deinem Geschmack hinzutrimmen.
Meßtechnik wäre natürlich hilfreich, damit Du siehst was Du gerade tust.
validator
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 18. Jan 2006, 13:27
@micky
das beste wäre einfach mal mit deinem Buschhorn vorbeizuschauen und gegen zu hören.....
derzeit ginge das bei Wolfgang Vollstädt (Spectrum Audio) in Bremen oder bei mir im Rhein-Main-Gebiet

In der aktuellen HobbyHifi wurde ja auch der "widerange" Bruder WR125S getestet und der macht im Mitteltonbereich einen lineareren Eindruck laut Timmis Meßschrieb. Dann bräuchtest du aber einen Zusatz-HT ab 7 bzw. 10kHz. Der WR läuft auch ohne Weiche gutmütig aus. Ich habe einen kleinen HT einfach mit 0.68uF dazugeschaltet (verpolt anschliessen!).

Gruss
Vali
donhighend
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 18. Jan 2006, 13:36
Klasse Projekt, schöne Gehäuseumsetzung, wenngleich ich OSB nicht mag. Das erinnert mich immer an den Fussgängerbehelfstunnel in der Baustelle an unserem Bahnhof...

Jedenfalls scheint das ein interessantes Chassis zu sein. Das "Ding" würde ich gern mal hören...



Schöne Grüße
psone
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 19. Jan 2006, 00:07
Bee, obwohl dein Hörbericht anfängt wie ein Ballack Interview wird's dann ja doch noch richtig gut!

Vor allem der Vergleich mit Jordan gefällt mir, ist zufällig einer der wenigen BBs denn ich schonmal ausführlich gehört habe (in BR), war sozusagen der Anlass mich mit dem Thema Breitbänder zu beschäftigen.

Ich hab zwar grade wenig Zeit, war aber nicht faul und habe vorm Wochenende euren ersten Sperrkreis mal nachgebaut, mit dem was noch in der Weichen-Recycling-Kiste war, 0,35mH und 50üF. Ergebniss, zunächstmal sehr erfreulich, nach längerem hören die Erkentniss das die obern Mitten noch zu laut sind - aber da seid ihr ja auch schon lange - aber auf jeden Fall kann man erahnen daß das ein richtig guter LS werden kann.

Auch scheint mir sicher daß der obere Sperrkreis rein muß, ohne nerven die Höhen bei luftig abgemischten Stücken manchmal, ausserdem ist da ab und an im Gesang und bei halboffen gespielter Hi-Hat ein störendes zischeln - oder liegt das vieleicht noch höher im Fg - na mal hören wenn der obere Sperrkreis drin und der untere angepasst ist, die fehlenden Teile müssten bis Freitag da sein.

Zum Bass; was da an Tiefgang rauskommt aus dem kleinen DIng ist wahrlich beeindruckend! Ich habe nach wie vor die 40 Hz BR Abstimmung laufen, mit etwas Sonofil im Rohr klingt das schon recht gut. Ganz überzeugt bin ich noch nicht, ich glaube zu hören das der Bass in dieser Abstimmung einen ordentlichen Überschwiger macht - wie seht ihr das???

Wenn die Mitten fertig sind werde ich auf jedenfall auch nochmal ausführlich geschlossen hören, aber ich glaube immer mehr das ich letztendlich auf den Tiefgang nicht verzichten will...

Soweit so für jetzt, wie geasagt Wochenende gehts hoffentlich auch bei mir weiter.

Danke für eure tolle Vorarbeit!!!

matze
Bee
Inventar
#19 erstellt: 19. Jan 2006, 16:06
Hallo Matze,


danke dass Du mitmachst, ist ein gutes Gefühl nicht so "allein" zu sein.
Das Ohr lässt sich ja so leicht drankriegen. Da ist es echt wertvoll, auch von "ausserhalb" ein paar Infos und Meinungen zu erhalten.
Thorsten und ich schauen manchmal ganz schön dumm aus der Wäsche, wenn wir versuchen, das gehörte zu beschreiben.
Ich kann mir garnicht vorstellen, wie sowas im Alleingang zu machen sein soll.

Das mit dem Bass stimmt, der CSS hat ja ein Qt von rund 0,5. Es ergibt sich also eine flache und breitbandige Überhöhung von ca. 3dB. Ich finde das aber nicht schlimm, solange man das Teil nicht in Wandnähe stellt. Staubtrockenen Kickbass bis einem das Essen wieder aus dem Gesicht fällt kann man ja von einem 10er nicht im Ernst erwarten.....

Sach' doch wieder Bescheid, wenn Du was neues hast.


BTW: wer zum Geier ist Ballack???
dD1210
Stammgast
#20 erstellt: 19. Jan 2006, 17:14
Hallo Leute,

ich bin gerade auch auf diesen Thread gestoßen und finde den Breitbänder sehr interessant. Vor allem nach meiner Simualtion:

www.david.de.tc/css125.jpg

Ist das realistisch? Dachte an schmale Standboxen ähnlich der Needle und an einen BR-Port ähnlich dem Stick.

Noch eine Frage: Kann ich den Qts (im Gehäuse) berechnen oder zeigt mir WinISD Pro den irgendwo an bei BR (bei CB ja, bei den anderen Konstruktionen weiß ich es nicht).

Soviel erstmal dazu von mir. Wäre halt ne schöne Box für die Studentenbude oder generell als Gegenpart zu den Viechern.

MfG David
validator
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 19. Jan 2006, 17:24
Hallo David,

ich würde den CSS nicht so tief runterziehen auch wenn es "technisch" machbar wäre. Das Chassis so tief unter seine Resonanzfrequenz abzustimmen führt den kleinen, trotz 6mm X-max, schnell an seine Grenzen. Versuche es mal mit dem oben vorgestellten 13 Liter Gehäuse und den Sperrkreisen.

Gruss
Vali
dD1210
Stammgast
#22 erstellt: 19. Jan 2006, 17:43
Hallo Vali,

ja, schon plausibel. Hab mir auch gedacht, was ein 10cm-Chassis mit Frequenzen von 30Hz anfangen soll, aber schau dir mal die beiden Simus an, dann wirst du mich verstehen:

www.david.de.tc/css125_vergleich_spl.jpg

www.david.de.tc/css125_vergleich_cone.jpg


Man sieht, dass sich die Auslenkung kaum ändert. Komisch, irgendwie, oder? Mag nur den Bassbuckel nicht, vor allem, wenn sie bei mir noch an der Wand stehen würden.

Aber nun zu der Frage mit der Güte im Gehäuse, weiß da jemand was zu? Wäre auch für die Zukunft für mich interessant zu wissen.

MfG David
usul
Inventar
#23 erstellt: 19. Jan 2006, 18:21
Mit welchen TSP sind denn diese Simulationen entstanden? Ich kann mir nicht vorstellen, das die stimmen.
psone
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 19. Jan 2006, 19:23
Tja das treibt den EJ Jordan Leuten natürlich die Tränen in die Augen

Die Simu sieht schon korrekt aus nach den von Hoby Hifi und Klang+Ton gemessenen TSPs - was dann aber noch an Pegel möglich ist weiss ich nicht.

FR125S laut HobbyHiFi 1/2006
Re=7.1 Ohm
Le=0.39mH
Fs=44Hz
Qm=3.6
Qe=0.66
Qt=0.56
Sd=50cm2
Vas=8.7l
Cm=2.4
Mm=5.3g
Rm=0.41
BL=4.0
dD1210
Stammgast
#25 erstellt: 19. Jan 2006, 20:54
Ja, genau die TSP hab ich zum Simulieren benützt. Ich habe sie von der Seite boxen-baustelle.de.

Das mit dem Pegel stimmt auch, laut Simu können sie nämlich nur bis ~1Watt ab, danach wird die maximale Auslenkung überschritten, jedenfalls bei sehr tiefen Tönen < 40Hz.


Und ein weiteres Mal das Thema Güte.
Ich habe mir noch einmal ein paar Gedanken gemacht und zu diesem Schluss bin ich gekommen:

Man sagt ja, dass die Abstimmung auf einen Qts von 0,707 alias Butterworth der optimale Kompromiss aus Pegel (nämlich -3dB) und Impulstreue ist. Eine größere Güte hat einen höheren Pegel zur Folge und eine geringere Impulstreue. Eine geringere Güte einen niedrigeren Pegel und sich verbessernde Impulstreue (soweit alles richtig?).
Da die Güte sinkt, je größer das Gehäuse wird, ist meine Frage nach der Güte also hinfällig, wenn sie bei 13l schon gut ist, oder? Die Impulstreue kann also nicht schlechter werden.

Berichtigt mich bitte.

MfG David
Bee
Inventar
#26 erstellt: 19. Jan 2006, 22:27
Hi David,


um Thorstens Antwort nochmal zu visualisieren, hab' ich WinISD mal kurz die jeweiligen SPLmax der Gehäuse simulieren lassen:



Wie Du siehst zeigt selbst das 13l einen deutlichen Einbruch, der in 26l noch mal schlimmer ausfällt.
Klar hört sich eine untere Grenzfrequenz von 27Hz oder so sehr beeindruckend an, aber erstens braucht man das eigentlich nicht wirklich und zweitens erkauft man sich das mit zu deftigen Dynamikeinbußen.
Also, prügel den armen Kleinen nicht ganz so heftig, o.k.?


dD1210
Stammgast
#27 erstellt: 19. Jan 2006, 22:47
Hallo Bee,
ja, du hast mich überzeugt. Konnte praktisch auch nicht wirklich gehen, dass ein 3"-Chassis einem Subwoofer Konkurrenz macht, auch wenns mal etwas anderes gewesen wäre.

Ich warte nun noch gespannt auf die Weiche und die weitere Entwicklung (ich persönlich tendiere zu einem stinknormalen Kompaktgehäuse) und freue mich schon, wenn ich dann in absehbarer Zukunft diesen Lautsprecher bauen werde. Soetwas habe ich nämlich schon länger gesucht, eine kleine Kompaktbox mit gutem Klang und ordentlich Tiefgang. Nur leider der Pegel wird etwas zu kurz kommen, da der Wirkungsgrad nicht der Beste ist.

Frohes Schaffen noch, Leute, und denkt daran, ihr werdet beobachtet.

MfG David


EDIT: Sorry, ich sehe gerade, dass meine Posts alle sehr ich-bezogen rüberkommen. So ist das aber nicht gemeint.


[Beitrag von dD1210 am 19. Jan 2006, 23:03 bearbeitet]
psone
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 20. Jan 2006, 00:25
David,

mir ist noch was eingefallen für dich. Wenn du baulich was unternehmen willst gegen die Bassüberhöhung kann dir vieleicht der Solo 100 Bauplan von Visaton helfen. Die glätten den Peak, der typisch ist für LS mit hohem QTS im BR, mit einer Doppelkammer BR Konstruktion wobei der innere Kanal bedämpft ist.


Das Volumen ist durch ein Trennbrett in zwei gleiche Teile unterteilt. An der Rückwand wird durch einen senkrechten Tunnel ein Helmholtzresonator gebildet, der genau auf die Frequenz der Überhöhung abgestimmt ist. Dieser Tunnel ist mit einer lockeren Füllung Wolle bedämpft. Ungedämpft "saugt" dieser Resonator genau diese Überhöhung weg und sorgt sogar für eine Senke in diesem Bereich. Mit dem Füllungsgrad der Wolle kann man genau den gewünschten Frequenzgang einstellen. So gelingt es, dass trotz der BR-Abstimmung keine klanglich störende Bassüberhöhung auftritt.

KLingt doch verlockend oder? mehr hier: http://www.visaton.de/deutsch/artikel/art_781_6_89.html

Ich mache das zur Zeit einfach mit Watte im BR Kanal, iss halt weder cool noch lehrbuchmässig...

grüsse, matze


[Beitrag von psone am 20. Jan 2006, 00:27 bearbeitet]
clp99
Stammgast
#29 erstellt: 20. Jan 2006, 02:54
Was schreiben sich hier eigentlich alle für einen Quatsch zusammen bzgl. der Größe des CSS125??

Mal ließt man 3", mal 10er, leute das ist ein 125mm Chassis, wie es der Name sagt, und das ist nach Adam Riese und Eva Zwerg nicht 3 Zoll, und auch nicht 10cm......
pinkmushroom
Inventar
#30 erstellt: 20. Jan 2006, 03:15

clp99 schrieb:
Mal ließt man 3", mal 10er, leute das ist ein 125mm Chassis, wie es der Name sagt, und das ist nach Adam Riese und Eva Zwerg nicht 3 Zoll, und auch nicht 10cm......


nagut, dann ist der tb w4-655sa auch kein 4" chassis mehr
als 3" chassis kam wollte ich aber auch zuerst etwas gegenläufiges schreiben, da es im grundsätzlichen darum nicht geht unterlies ich es jedoch.

wahrlich leise sollte aber dieses 4,5" chassis selbst tief in br abgestimmt nicht unbedingt sein.
für diverse mir bekannte leute ist z.b auch der pegel eines stick bzw der 4,5" chassis in diesem mehr oder minder unglaublich
somit ist man "wirklich fullrange" wohl sehr gut mit diesem chassis beraten, denn musik unter 35hz ist wohl kaum vorhanden, für hk nützt derartige abstimmung eh wenig, und wer wirklich pegel haben will ist mit einem 4,5" bb wohl eh etwas falsch beraten.

qtc bei br oder bp zeigt winisd, auch pro, übrigends nicht an.

gruß
stefan
dD1210
Stammgast
#31 erstellt: 20. Jan 2006, 08:53
(sqrt(Sd / Pi) )*2 = d

Bei diesem Chassis ist Sd = 50cm², also ist der Durchmesser d = 8cm = 3".
Granuba
Inventar
#32 erstellt: 20. Jan 2006, 14:09

dD1210 schrieb:
(sqrt(Sd / Pi) )*2 = d

Bei diesem Chassis ist Sd = 50cm², also ist der Durchmesser d = 8cm = 3". :.


50cm² ist aber standardmaß für einen 4 Zöller, die Membranfläche berechnet sich etwas anders, man zählt u.a. nicht die gesamte sicke. Allerdings würde mich das auch mal interessieren, wie mans genau berechnet, für TSP-Messungen sicherlich mehr als nur hilfreich...

Harry
psone
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 20. Jan 2006, 15:44

Murray schrieb:
Allerdings würde mich das auch mal interessieren, wie mans genau berechnet, für TSP-Messungen sicherlich mehr als nur hilfreich...


Harry, mit dem rechnen haben andere auch ihre Schwierigkeiten,

HH: Sd=50cm2
K+T: Sd=53cm2
CSS: Sd=57cm2

Der Hersteller bezeichnet in seinem datasheet den FR125S übrigens als 4.5 Zöller, der name FullRange125Sheelded suggeriert wiederum einen 5 Zöller, 125mm = 5".
http://www.madaboutsound.com/downloads/CSS-FR-WR125-datasheet.pdf


...wäre wohl was für die EU-Normenkomission...

matze
Bee
Inventar
#34 erstellt: 20. Jan 2006, 16:18

psone schrieb:


...wäre wohl was für die EU-Normenkomission...





Ohhh, nein, bitte bitte nicht......


Jungs, wir müssen eindeutig mehr
Bee
Inventar
#35 erstellt: 21. Jan 2006, 18:19
Hallo,

so, hier ist sie jetzt, die erstmal "endgültige" Sperrkreisdimensionierung.

Wie man ja in der letzten Messung sehen konnte, hatten wir einen sehr linearen und ganz ganz leicht ansteigenden F-Gang bis 1kHz, an den sich dann eine kleine Senke anschloss, die dann bei rund 3kHz zu Ende war.
Wir haben dann doch noch mal versucht, das ganze breitbandiger zu ziehen um diese Stufe bei 1kHz weg zu bekommen. Also Spule vergrößert. Den dann messtechnich guten, aber gehörmäßig zu leisen Mittenbereich haben wir durch einen kleineren Widerstand wieder aufgefüllt.
Im Endeffekt waren wir dann beide mit folgenden Werten am glücklichsten:
0,82 mH / 8,2 Ohm / 22 müF
der obere Sperrkreis blieb mit
0,1 mH / 12 Ohm / 4,7 müF
unverändert.

Im Vergleich zum JX92 ergibt sich jetzt etwa folgendes Bild:
Der CSS ist im gesamten Mittenbereich einen Tick lauter als der JX. Das kann bei sehr präsent aufgenommenen Stimmen etwas nervender sein, liefert aber eher etwas mehr Details und bessere Sprachverständlichkeit und Präzision. Ich würde vermuten, daß der CSS so der etwas ehrlichere ist, während der JX etwas verzeihender gegenüber der Aufnahme ist.
Im Hochton sind die Unterschiede deutlich größer. Der Anstieg des JX zu hohen Frequenzen hin vermittelt den Eindruck unglaublicher Auflösung. Das ist aber ein wenig geschwindelt.
Mit oberem Sperrkreis klingt der CSS im direkten Vergleich eher "matt", obwohl nicht wirklich was fehlt. Wir haben dann den oberen Sperrkreis überbrückt und beide Chassis werden sich dann im Hochton deutlich ähnlicher, leider ist der Peak des CSS zu schmalbandig, um ihn einfach durchgehen zu lassen. Es stellt sich dann also die von Matze schon attestierte Nervigkeit ein.

Meßergebnisse gibts wie immer in den nächsten Tagen von Thorsten.

Matze, könntest Du mal probieren ob Dir das so auch gefällt?
validator
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 23. Jan 2006, 13:50
So hier ist das Diagramm zu Bernd's Posting - wurde ja bereits alles dazu erklärt..... Die F-Gang Kurve mit dem "Dip" ist das Filter ohne den Widerstand.

Gruss
Vali

www.boxen-baustelle.de/fr125s_final.jpg


[Beitrag von validator am 23. Jan 2006, 13:51 bearbeitet]
Proletheus
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 23. Jan 2006, 21:35
Hallo,

ich interessiere mich auch sehr dafür, ein Paar Schreibtischlautsprecher mit dem FR 125 zu bauen. In der HH wird als geschlossene Hochpass-Variante 6 Liter und 470µF vorgeschlagen, was angeblich zu einer f3 von 45Hz führt.

Für mein Platzangebot perfekt, zumal die LS in Wandnähe stehen werden und ich mir einen präziseren Bass davon verspreche.

Zwei Fragen:

1. Kann ich, wenn ich die Schallwandbreite von Bees Vorschlag übernehme, auch die Sperrkreise übernehmen, ohne etwas anpassen zu müssen? Was müsste ich beachten, wenn ich die Schallwand nur 150mm breit gestalten wollte?

2. Wohin setze ich den 470µF-Kondensator? Wäre jemand so nett, mir ein Schaltbild davon zu erstellen?


[Beitrag von Proletheus am 23. Jan 2006, 21:41 bearbeitet]
validator
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 23. Jan 2006, 22:33
Hallo,

die zwei Sperrkreise kümmern sich um Ausreiser, die weitgehend Chassisabhängig sind - du kannst sie also so übernehmen. Durch die Änderung der Schallwandbreite, verschiebst du die Bafflestep-Frequenz etwas. Der Hockpass-Kondi sollte am Anfang stehen, nach der Polklemme. Dann kommen die beiden Filter.

Gruss
Vali
pinkmushroom
Inventar
#39 erstellt: 23. Jan 2006, 22:35
abend,

zu 1) die sperrkreise solltest du übernehmen können, bei schmalerer schallwand änderst du den bafflestep nur etwas.

zu2) der kondensator käme einfach in die pluszuleitung vor die sperrkreise.

gruß stefan

edit: da war wer schneller


[Beitrag von pinkmushroom am 23. Jan 2006, 22:36 bearbeitet]
dD1210
Stammgast
#40 erstellt: 23. Jan 2006, 22:56
Hallo Proletheus,

bei 6 Liter eine f3 von 45Hz? Hm, ich habe bei meiner Simulation bei 6 Liter eine f3 von 62Hz und eine f8 von 45Hz. Könnte das nicht eher sein? Sonst würde ich mir die Böxchen bei dieser Größe auch sofort bauen.

13 Liter ist irgendwie keine richtige Kompaktbox mehr, aber auch zu wenig für eine Standbox.

MfG David
Proletheus
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 23. Jan 2006, 23:38
Hallo,

ich habe leider nicht die Möglichkeit, mit den in der HH angegebenen Werten die GHP-Variante zu simulieren, aber dort steht tatsächlich 45Hz f3, was man auch am Simulationsdiagramm sehr gut nachvollziehen kann.

Bei der Capella Compact, ebenfalls in HH 01/06, deckt sich die Simulation jedenfalls recht gut mit der Messung.

Der Hochpasskondensator scheint länger für einen linearen Frequenzgang zu sorgen, bevor dieser dann steiler als bei einer "normalen" geschlossenen Konstruktion abfällt (18dB/oct statt 12dB).

Edit:

Toll, nach der Timmermann'schen Formel komme ich auf eine f3 von 55Hz:

f3= (0,7*fs)/Qts = (0,7*44)/0,56 = rund 55 Hz.

Sollte das stimmen, könnte ich damit auch leben.

Kann mir jemand noch erklären, wie ich den bei 150mm Breite anderen Bafflestep kompensieren muss?

Danke schonmal.


[Beitrag von Proletheus am 23. Jan 2006, 23:58 bearbeitet]
Bee
Inventar
#42 erstellt: 24. Jan 2006, 10:23
Hi,


klar kannst Du die Sperrkreise so übernehmen. Zwar ändert sich der Bafflestep minimal, aber man sollte nun nicht päpstlicher sein als der Papst. Das geht schon.

Das mit den geschlossenen Gehäusen hab' ich mir dieser Tage auch mal angeschaut. Ohne Hochpass ergeben sich bei Qt 1,0 6 Liter, bei Qt 0,9 8 Liter und bei Qt 0,7 14 Liter.
Da Du die Gehäuse ja auf dem Tisch und deshalb vermutlich auch in Wandnähe stehen hast, wird der Tieftonbereich sowieso angehoben. Ich würde sicherheitshalber ausser dem 470mü vieleicht noch 330 bereit halten, damit Du im Notfall noch etwas weiter absenken kannst.

Passt schon.....
liliput
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 25. Jan 2006, 23:01
Ich muß mal den Fred überfallen und off topic gehen

sorry

@validator

Hallo,

du verkaufst doch in deinem Shop den 108EZ von Fostex. In der letzten K&T hat der ziemlich eins auf Dach bekommen und er wurde als absolut untauglich Befunden, weil er einen Einbruch von 10db hat bei 700 bis 1500, wenn ich mich nicht irre.

Sag mal, ist der wirklich so scheiße? Hast du vielleicht eigene Messungen von dem vom Frequenzgang? Die Messungen von dem Spiralhornguru Cornu.de sahen doch immer ganz gut aus und er wurde überall doch auch gelobt? Hat K&T vielleicht Mist gemessen, wäre nicht der erste Fehler. Oder auch möglich, daß sie ein kaputten Lautsprecher hatten, den sie durchgemistet haben?

Wie klingt denn der kleine 108EZ?

Vielleicht kannst du auf meinen Fred antworten? Weiß leider aber so nicht, ob ich den Link zu meinem Fred aus dem Browserfenster hier so reinstellen kann, oder ob da nicht mein Passwort oder so vielleicht plötzlich zu sehen ist. Der Titel heißt: Fostex FE 108EZ

mfg
Liliput
validator
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 26. Jan 2006, 00:03
Hallo,

also im Einsatz & gemessen habe ich den FE108e Sigma noch nie (nur verkauft) aber ich habe auch noch NIE ein negatives Kundenfeedback gehabt.
Was ich weiss ist, das der Vertrieb umgehend nach dem Artikel Kontakt mit Fostex aufgenommen hat, um das zu überprüfen. Mega Audio sollte also da Bescheid wissen.
Fakt ist auch, das so ein gewissenhafter Entwickler wie Cornu kein Chassis einsetzen würde, das so schlecht wäre!

Gruss
Vali
psone
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 02. Feb 2006, 17:33
Jetzt melde ich mich auch mal wieder.

Um die lange Geschichte kurz zu machen, nach vielem hin- und herlöten bin ich zum Schluss dann doch bei den Sperrkreisen von Bernd und Vali gelandet.

Der untere sieht wg. meiner breiteren Schallwand (24,5 statt 18 cm) ein wenig anders aus, es gibt eine 1,2 mH Spule statt der 0,8mH, dann klappts auch mit dem Bafflestep, ansonsten wie gehabt, 8,2 Ohm und 22üF.

Die alternativ Abstimung, die ich probiert habe war 1,2 mH, 6Ohm und 9,9üF. Das hat mir zunächst besser gefallen, die Mitten werden etwas lauter und luftiger, mit dem kleineren Kondensator beruhig sich das Klangbild in den oberen Mitten dann wieder - evtl. glätten dass den Buckel bei 4kHz, ist aber ein bisserl Spekulation da ich keine Messgeräte habe.

Nach längerem probehören hab ich mich jetzt für die 8Ohm 22üF entschieden weil ich sie, na wie soll ich's sagen, gutmütiger find. Grade bei Gitarren-Rock und Punk verzeiht diese die oft (sau)mässige abmischten Aufnahmen eher als die andere. Für kleine Besetzungen, ob Jazz, Country oder Klassik und auch differenziert abgemischte Rockalben fand ich jedoch die 6Ohm 9,9üF Variante schöner - vieleicht probiere ich die Variante nochmal und spiele ein wenig mit der Bedämpfung... Wäre halt gut wenn man da zu Vergleich auch mal den Frequenzgang sehen könnte!

Den BR Kanal habe ich leicht bedämpft, mit einen 5 cm breiten Streifen Sonofil, so gerollt dass das Zeug etwas verdichtet wird. Bei mir hat's ohne gewummert bzw. war der Bass zu vorlaut - ausserdem kann man so auch näher an die Wand.

Die Höhen könnten für meinen Geschmack etwas mehr "brillianz" haben, das habe ich aber ehrlich gesagt erwartet, ist eben ein Breitbänder. Man kann natürlich mit den Werten im oberen Sperrkreiss noch spielen, doch ich glaube es fehlt eher oberhalb der 8kHz.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, aktuelle vergleiche zu anderen breitbändern kann ich leider nicht ziehen, aber für eine 12 Liter Regalbox für weit unter 100 Euro pro Stück und OHNE Sub, ist das Ergebniss sehr überzeugend.

Und es war für mich sehr erhellend mit den Möglichkeiten verschiedener Abstimmungen zu experimentieren, natürlich macht das nur Spass auf einer sauber eingemessenen Grundlage - nochmals danke an Bernd und Vali

Interessant wäre mal noch Valis Vorschlag mit dem WR plus einem "Super"Hochtöner im Vergleich, wurde der mal im direkten Vergleich gehört und gemessen?

grüsse, matze
validator
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 03. Feb 2006, 12:44
Moin,

im 1:1 Vergleich hatten wir den WR und FR (noch) nicht. Gemessen hatte ich ihn schon mal. Mit einem 0.68uF Kondi vor dem HT (verpolt angeschlossen), den WR ohne alles, in ca. 10L Reflex. Der F-Gang sieht generell im MT Bereich gutmütiger aus. Der Peak bei 1500kHz ist weniger ausgeprägt. Mal sehen, ob ich den Screenshot noch irgendwo finde.

Gruss
Vali
Bee
Inventar
#47 erstellt: 04. Feb 2006, 19:20
Hallo Matze,

danke für Deine Experimentierfreude. Ich kann jetzt gerade nachvollziehen, was Du mit beruhigten oberen Mitten meinst.
Vieleicht liegt der beste Kompromiss bei etwa 15müF? Wenn Du sowas zur Hand hast, probier mal.

Eigentlich hatten wir für heute nur noch fertig zusammenbauen vorgesehen. Also Therminals montiert, vernünftige Innenverkabelung gebaut, noch etwas Baumwollvlies als zusätzliche Bedämpfung und fertig. Dachten wir.
Diesmal liefen zum Hörtest auch ein paar Livekonzert DVDs, Cat Stevens, Madonna, Fanta 4. In vielen Fällen war der Präsenzbereich nervend. So hatten wir das nicht in Erinnerung. Also die CD von letztem Wochenende in den DVD und los. Gleiches Phänomen. Daraufhin haben wir wieder den CD Spieler benutzt und siehe da, alles wieder gut.
Also haben wir das meiste Baumwollvlies wieder entfernt und das ganze noch mal probiert. Nicht mehr ganz so krass, aber immer noch nicht gut.
So geht das natürlich nicht, das Ding muß doch an jeder Elektronik laufen, nicht nur an Musical Fidelity. Im Moment spielt sie bei mir, an meiner Teac Kombi wars aber ähnlich. Seit ein paar Minuten habe ich den 22müF durch 15müF ersetzt, das ist deutlich besser aber ich glaube jetzt fehlt die Dämpfung wieder.
Ohhh.....
psone
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 04. Feb 2006, 21:38
Na wenn da mal nicht der Mensch aus dem amerikanischen diyaudio Forum rechts hat. Da hat jemand behauptet, der die Chassis seit einigen Monaten in einer kompakte BR laufen hat, das der Mittel- und Hochtonbereich ca. 200 (in Worten ZWEIHUNDERT) Stunden braucht bis er sich nichtmehr verändert. Dann solls mit ner einfachen Bafflestep Korrektur gut sein, die Mitten werden sauber und der Hochton über 8kHz steigt an sodass da auch kein Filter nötig ist. Eine Messung hat er nicht gepostet, soll aber noch kommen.

Klingt doch vielversprechend - falls die Yanks diesmal recht haben - und die ganze arbeit wäre umsonst

Ich habe mir auch nochmal ein paar Gedanken gemacht und die Messungen angeschaut. Dabei ist mir klar geworden, dass wirs ja eigentlich nicht mit einem Buckel um die 1,5 kHz zu tun haben, der Anstieg unter 1 kHz ist ja normal wg. des Bafflestep (bei dir ca. bei 640Hz beginnend), sondern mit einer Senke im Mittelton, oberhalb von ca. 2,5 -3 kHz bis ca. 6kHz, die Welligkeit unterhalb 3 kHz könnte von Bafflestep und Kantenbrechungen kommen - wenn ich das recht in Erinnerung hab. Die These ändert natürlich nix am Klang...

grüsse, matze
validator
Hat sich gelöscht
#49 erstellt: 06. Feb 2006, 11:11
So, jetzt geb ich auch noch mal meinen Senf dazu

Mit den Einspielzeiten tue ich mich immer ein wenig schwer. 200 Stunden sind schon ein dickes Brett. Das sich über die Zeit was ändert ist ja fast klar, pure Mechanik eben.

Als Beispiel dafür und weil "psone" danach gefragt hat, hier ein Screenshot des "Giftzwergs": WR125S in 10L BR mit simpler Dayton 20mm Einpresskalotte. Der WR läuft ohne alles und der HT ist mit 1uF angekoppelt (verpolt, wichtig). Die Box läuft nun seit ca. 10 Monaten, hat aber bestimmt noch keine 200 Std. auf der Schwingspule.

http://www.boxen-baustelle.de/wr125s.jpg

Der 1500Hz Buckel ist nur zu erahnen und der 7000Hz Peak ist deutlich zu sehen. Der HT wird derzeit mit 0.68uF angekoppelt, dann ist er nicht zu vorlaut.

Gruss
Vali

P.S. Mir gefällt das Filter mit 22uF besser - klar, höre ja auch mit der Musical Fidelity Kombi.....
psone
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 06. Feb 2006, 20:57

validator schrieb:
So, jetzt geb ich auch noch mal meinen Senf dazu

Mit den Einspielzeiten tue ich mich immer ein wenig schwer. 200 Stunden sind schon ein dickes Brett. Das sich über die Zeit was ändert ist ja fast klar, pure Mechanik eben.


Wenn man böse wäre koönnte man auch sagen, bei täglicher Beschallung über mehere Monate gewöhnt sich das Ohr an soo einiges. Sage ich aber nicht. Wir werden das ja erleben, allerdings bis 200 Stunden ist's bei mir noch weit.


validator schrieb:
Als Beispiel dafür und weil "psone" danach gefragt hat, hier ein Screenshot des "Giftzwergs": WR125S in 10L BR mit simpler Dayton 20mm Einpresskalotte. Der WR läuft ohne alles und der HT ist mit 1uF angekoppelt (verpolt, wichtig). Die Box läuft nun seit ca. 10 Monaten, hat aber bestimmt noch keine 200 Std. auf der Schwingspule.


http://www.boxen-baustelle.de/wr125s.jpg

Der 1500Hz Buckel ist nur zu erahnen und der 7000Hz Peak ist deutlich zu sehen. Der HT wird derzeit mit 0.68uF angekoppelt, dann ist er nicht zu vorlaut.


Man dankt!


validator schrieb:

P.S. Mir gefällt das Filter mit 22uF besser - klar, höre ja auch mit der Musical Fidelity Kombi.....


Ich gebe noch kein endgültiges Statement ab, habe z.Zt. auch diese Variante am spielen, aber wer weiss was das Morgen bringt...

grüsse, matze
Bee
Inventar
#51 erstellt: 07. Feb 2006, 14:50
Hi,


ich bin jetzt ein Stückchen weiter.....
Es könnte sein, daß die Bedämpfung mit Noppenschaumstoff suboptimal ist.
Ich hatte ja erstmal 15mü reingesetzt, was den Präsenzbereich erwartungsgemäß etwas zahmer machte. Dann zusätzlichen Noppenschaum als Bedämpfung eingebracht, was ebenfalls vorteilhaft war. Gestern dann habe ich den zusätzlichen Noppenschaum durch 4mm Filz ersetzt. Damit ist der gesamte Mittelton inzwischen so weit abgesunken, daß entweder der 22mü oder ein kleinerer Widerstand im Sperrkreis angesagt zu sein scheint. Vieleicht schaffe ich heute abend eine Messung des Abklingspektrums, das war zuvor nicht soooo dolle.
Insgesamt könnte es sein, daß die Membran sehr schalldurchlässig ist und eine Menge Mitteltonreflexionen aus dem Gehäuse durch die Membran hindurch abgestrahlt werden. Das Problem kenn' ich von der alten K&T Esprit mit HM170Z0.

Jedenfalls geb' ich noch nicht auf. Immerhin kostet der FR rund 130.- in richtigem Geld ,D-Mark.
Das verträgt keine Schlamperei. Da muß doch noch was gehen.

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