Erfahrungen mit dem Selbstbau von Lautsprechern?

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ulf
Stammgast
#1 erstellt: 30. Jan 2004, 19:10
Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Selbstbau von Lautsprechern gemacht?

Im Jahre 1985 hatte ich beschlossen, mir einen Lautsprecher "für's Leben" zu bauen, wie ich sie mir sonst nur für etwa 5.000,- pro Stück hätte kaufen können. Die Gehäuse habe ich, wie MH beschrieben hat, schreinern lassen. Die Frequenzweiche wurde von einem Tonstudio entwickelt. - Nicht für meine Box, aber für eine Vierwegebox mit gleichen Chassis. Der Bass war damals der Isophon PSL 320/400 ALU aus der Quadral Titan, aber nicht in einer Transmission-line, sondern in einem geschlossenen Gehäuse von "möglichst groß", weil die Daten des Chassis dies ab 100 Lieter offen liessen und je größer, je tiefer spielten. Ich hatte ein Mahagonigehäuse mit 150 Litern und MDF Platten von 3 cm Stärke.

Später spielte mir der Bass aber nicht druckvoll genug, wohl aber sehr tief. Ich kaufte mir neue Basschassis PSL 320/400S für Bassreflexabstimmung. Einmal Isophon, immer Isophon! 10 cm Schwingspulen aus Edelstahl und ein Magnet von fast 25 cm Durchmesser. Dazu, für Bassreflex, mußte ich innerhalb des großen 150 Liter-Gehäuses eine Abtrennung vornehmen, um auf 85 Liter netto zu kommen. Dazu kamen zwei 6.6 cm Bassreflexrohre je Box. Je kürzer die Rohre, desto höher die untere Grenzfrequenz. Je größer das Gehäuse, desto voluminöser und voller der Bass. Der Bass spielte in dieser Form enorm druckvoll und tief.

Später, nach einigen Jahren, passte ich die Frequenzweiche an verschiedene Räume an und wechselte von einem Fostex Magnetostaten zur Titankalotte zurück. Nach 15 Jahren wurden die Basschassis erneuert, weil ich die Schaumstoffsicken, die ich hasste, nicht reconen wollte, aber hätte müssen. Ich kaufte mir in 2002 den Isophon PSL 320/400 GJW in modifizierter Form, mit stärkerem Magnet und verstärkter Membran, sowie von aussen verklebter Gummisicke.

Der geht jetzt mit -3 dB bis 30 Herz gerade herunter. Das innere Gehäuse wurde dazu wieder um 15 Liter vergrößert, die Bassreflexrohre auf volle 22 cm verlängert. - Es ist der beste Bass von Hifilautsprechern, den ich kenne, bei gehörten Lautsprechern bis 30.000 Euro pro Stück. Ich habe aber sicher noch nicht alle gehört.

Fazit: Diese Erfahrungen hätte ich mit Fertiglautsprechern nie gemacht und ich hätte auch nie so genau eine Kombination erhalten, die in allem, Klang, Abstrahlverhalten, Leistungsvermögen und wertiger Anmutung, sowie Flexibilität, meinen Wünschen entspricht.

Vorteil: Erkenntnis, Flexibilität, Wunschform und Chassis. Man ist gewohnt in der oberen Liega zu hören. Mir steht heute noch frei, im Hochton wieder auf Elektrostaten oder Focal zu gehen, oder die Dämmung und den Frequenzbereich zu verändern. - Ich kenne den Lautsprecher fast in- und auswendig!

Nachteile: Viel Zeit, sehr viel Zeit, oft genervte Nachbarn, über die Jahre an Material pro Stück bestimmt 1.800,- bezahlt. Es gab aber Zeiten, da war die räumliche Abbildung mies, die Höhen scharf, die unteren Mitten dröhnig, der Bass kalt...

Ich habe die Quadral Titan gehört, die MB Quart Referenz, die JM-Lab Utopia, große Burmeester... ... und keine hat in mir den Wunsch ausgelöst, meine Eigenen abzulösen. - Ich setzte mich zwar mit deren Konzept und Klang und Abbildung auseinander und es steht mir frei, meine Box in die Richtung zu trimmen.

Ich bin damit heute, nach 19 Jahren, sehr zufrieden! - Aber es war ein langer weg und wenn ich jetzt vor kurzem eine MB Quart Referenz von ehemals 16.000 Euro zu 3.500 ersteigern kann, ist das sicher noch beeindruckender, mit 40er Bass. - Aber ich bin mit meiner zufriedener!

Etwas ganz anderes sind jedoch aktive Lautsprecher, vor allem, wenn sie digital sind. - Ich bin wie gesagt jedoch zufrieden. Ein Freund, der auch Hifibegeistert ist, meinte zu meinen Lautsprechern, damit hört man wie mit einer Lupe!

Es geht Klassik, Druck und Lautstärke wie im Livekonzert. Vor allem aber, wenn mich etwas stört, ändere ich es. - Die Qualität ist enorm hochwertig.

Hast Duch auch Erfahrungen mit Selbstbau gemacht? - Welche?


[Beitrag von ulf am 30. Jan 2004, 19:33 bearbeitet]
milchschnittae
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 30. Jan 2004, 19:21
hab mir vor kurzem nen Sub zusammengebastelt... Gehäuse hatte ich, weiß gar nicht wieviele Liter... aber schätze mal so 50... und drei Chassis hatte ich auch... Na ja, dann habe ich zwei alte billig-Boxen auseinander genommen und zu einem Sub zusammengebaut... Weiche hab ich mir bei E-Bay geholt (natürlich neu) und die war auch recht günstig... Alles irgendwie zusammengekleistert, einfach auf gut Glück, nix mit berechnen oder so und siehe da, es hat funktioniert...

kann man nu net vergleichen mit irgendwelchen selbstgebauten 1800Euro-Boxen, aber na ja, ich bin trotzdem einigermaßen zufrieden...

Mein Dad hat sich welche selber gebaut... die sind echt spitze... Vor allem im Höhen-Bereich... hab noch keine einzige Box gehört, die den Sound so weit oben, so klar wieder gibt... Bass lässt noch ein bissel zu wünschen über, aber is eigentlich auch schon ganz in Ordnung... Also dagegen kann man auch nix sagen!
MBU
Inventar
#3 erstellt: 31. Jan 2004, 14:56
Hallo Ulf,

einen Teil meiner Erfahrungen mit dem LS-Selbstbau findest Du unter:

http://www.uibel.net
http://www.audiocad.de
ulf
Stammgast
#4 erstellt: 02. Feb 2004, 13:00
@ Uibel,

guter Link. Mir macht es immer Spaß, soetwas nachzulesen!

Hast Du dem im Nachhinein noch etwas hinzuzufügen?

Würdest Du heute etwas anders machen?

Haben noch andere Erfahrungen mit dem Selbstbau von Lautsprechern?
Geronimo
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 03. Feb 2004, 00:15
Bei mir hat es auch mit Isophon Lautsprechern angefangen.
Ich habe in den 90ern eine 3Weg Box mit PSL265, PSM120 Alu, und Skk10 gebaut.
Diese Box steht nach wie vor bei mir und wird häufig gespielt.
Im laufe der Zeit habe ich eigentlich nur ein paar Experimente mit Hochtönern vorgenommen, allerdings muss ich sagen dass es wohl eher Experimentierfreude war, die mich da angetrieben hat und keinesfalls Unzufriedenheit.
Während ich das hier schreibe höre ich übrigens gerade mit meinen Seas MS3 monitor. Eine wirklich tolle kleine Box
Mein nächstes Projekt werden im Sommer ein Paar nicht zu große Standlautsprecher für meine Freundin; da bin ich allerdings
noch unschlüssig was ich bauen soll. Bisher schien mir die Sidewinder aus der aktuellen Hobby hifi geeignet (schön zierlich, tiefe Grenzfrequenz, anscheinend echt preiswert).
Fertiglautsprecher kommen für mich jedenfalls nicht in Frage - dazu macht der Selbstbau und das Experimentieren viel zu viel Spaß.

Gruß
Geronimo
Epsilon
Inventar
#6 erstellt: 03. Feb 2004, 23:16
Ich habe vor etwa einem Jahr mal den Versuch gemacht und mir bei ebay günstig ein paar Chassis ersteigert. Ich hatte aus noch alten Quadral-Boxen noch Frequenzweichen und baute mir aus MDF ein paar 22-Liter Gehäuse. Es waren 3 Wege, wobei ich zwei kleine 16cm-Bässe parallel anschloss. Leider hatte ich von den meisten Chassis gar keine Daten (die Experten schlagen die Hände überm Kopf zusammen). Erstaunlich war, dass sich der Mittel- und Hochtonbereich gar nicht so schlecht anhören, man hätte das fast so lassen können, aber der Bass kam wirklich überhaupt nicht. Ich hatte auf gut Glück ein Reflexrohr eingebaut, aber es funktionierte einfach nicht. Ich machte dann noch verschiedene Versuche mit einer anderen Weiche und nur einem Bass, aber es half nichts. Ich hab die Bässe dann wieder verkauft und den Rest im Auto verwendet. Jetzt stehen bei mir 2 schöne LS-Gehäuse, aber ich werde ganz sicher noch mal den Versuch mit anderen Bass-Chassis machen (und evtl. anderer Weiche).
Kennt jemand 14-17cm Bass-Chassis, die sich für 22-Liter Gehäuse eignen?

Mir war nach diesem Test klar, dass vor allem die Bass-Abstimmung doch nicht so einfach ist. Es war eben ein Experiment. Trotzdem war das Ergebnis gar nicht sooo schlecht.
Grüsse, Karsten
MBU
Inventar
#7 erstellt: 03. Feb 2004, 23:46
Hallo Ulf,

selbstverständlich sind nicht alle meine Erfahrungen auf meiner Website dokumentiert, denn Erfahrung ist die Summe aller selbst gemachten Fehler und wir würden unsere Fehler ja zugegeben, wenn wir welche hätten.

Was würde ich heute bzw. mache ich heute anders als früher?

- Ich gebe kein Geld mehr für Billigchassis aus, denn das zu erwartende Ergebnis reicht mir nicht mehr, da meine Messlatte heutzutage höher hängt.

- Für das "Billigchassisergebnis" ist mir die zum Bauen notwendige Zeit zu schade.

- Ich baue auch keine "Billigboxen" mehr für Freunde und Bekannte, nur damit diese Schmarotzer (sorry - ist meistens leider so) auf Kosten meiner knappen Freizeit ihr Geld sparen. Wenn mich eine Chassiskombination selbst interessiert ist das etwas anderes. Der Bekannte muß dann aber nehmen, was mir gefällt. Der Nachbau einer x-beliebigen MIVOC/MONACOR-XYZ-Konstruktion interessiert mich dagegen eher weniger, denn dafür gibt es Schreiner, die jedem Interessenten für entsprechendes Salär ein schönes Gehäuse bauen.

- Selbstbau ist nur dann ein Mittel um Geld zu sparen, wenn man sich das Objekt der Begierde vorher anhören kann und genau einen Satz Boxen baut, nämlich den, den man auch benötigt und mit dem man lange Zeit zufrieden ist. Ansonsten ist der Selbstbau ein sehr schönes Hobby, das, wie fast jedes andere Hobby auch, in aller Regel ins Geld geht. Ich möchte dieses Hobby aber trotzdem nicht missen, auch wenn ich davon absehe, daß AudioCad einiges zu meinem "Wohlstand" beigetragen hat. Als Hobby hat es begonnen, ist dann jahrelang durch den Verkauf meiner Software ein gutes Geschäft gewesen und wird jetzt als Hobby weitergeführt. "Back to the roots" sozusagen.

Zum Glück habe ich nicht schon immer nach dieser Devise gehandelt, ansonsten hätte ich nicht so viel Erfahrung.
ulf
Stammgast
#8 erstellt: 04. Feb 2004, 11:59
@ Uibel,

welche sind denn, Deiner Meinung nach, die besten Chassis, überhaupt, wenn Geld keine Rolle spielt? In High-Endkreisen, wo die Lautsprecher als Dreiwege schon mal 9000,- Euro pro Stück kosten und als Vierwege eher um 15.000, wird ja viel die Focal Kalotte eingesetzt. Andere Schwören auf Eton TL4, Zieharmonika. Ich selbst habe Gewebekalotten höchster Qualität mit der original MB Quart Titankalotte verglichen, die immer sauberer und klarer, auch transparenter zeichnete, selbst gegenüber 6x so teuren Gewebekalotten. Ich favorisiere ebenfalls die Focal 120 oder die große audiom, finde die aber so häßlich, das ich mir jetzt noch einmal einen Fostex-Magnetostaten, den ich ende der 80er schon einmal hatte, einbauen werde. Meine Frequenzweiche war ursprünglich auch dafür ausgelegt. Die Lautstärke passe ich mit Hilfe von Keramikwiderständen erster Güte an.

@ Epsilon,

Du gehst bei Deinem Lautsprecherbau falsch vor. Du hast ein gegebenes Gehäuse und mußt ein passendes Chassis finden. Da brauchst Du, zu erst die Info, ob es sich um ein geschlossenes Gehäuse handelt, oder Bassreflex. Dann mußt Du, am besten mit einer Excel-Tabelle, die Werte verschiedener Chassis eingeben, Qts, Vas, bis Du bei 11 Liter Volumen eine Gesamtgüte Qtc von etwa 7,7 erhältst. Das bestimmt, ob der Lautsprecher im Bass gute Allroundqualitäten hat. Bei vielen Chassis wird das ideale Gehäuse im Beipackzettel auch beschrieben. Du kannst ScanSpeak, Eton oder Seas nehmen, die teuren Excel wären etwas für Fortgeschrittene. Es muß nicht ein teures Chassis sein, sondern nur sehr gut, aber vor allem genau für Dein Gehäuse passend. - Um da von anbeginn die Wahl zu haben, kauft man normalerweise vorher das Chassis und baut dann massgeschneiderte Gehäuse. Aber nicht nur die Bassabstimmung ist schwierig. Die Phasenrichtigkeit des Lautsprechers ist im Hochtonbereich dann ein großes Thema, wie auch Frequenzgangglättungen... Am besten, Du triffst Dich mit einem erfahreneren Boxenbauer, in Deiner Nähe. - Dann machst Du größere Schritte nach vorn.


[Beitrag von ulf am 04. Feb 2004, 13:05 bearbeitet]
wolfi
Inventar
#9 erstellt: 04. Feb 2004, 13:09
Hallo Epsilon,
als preiswertes Versuchschassis könnte man es mit einem preiswerten Gradient TPC 182 aus dem Intertechnikprogramm in Deiner 22 Liter- (Reflex-) Box probieren.
ulf
Stammgast
#10 erstellt: 04. Feb 2004, 14:04
@ Epsilon,

wenn ich richtig gelesen und verstanden habe, haben Deine Quadralgehäuse jeweils zwei Öffnungen für 16er Chassis und insgesamt 22 Liter Volumen? Dann benötigts Du 17er die extrem kleine Gehäuse benötigen. Ich würde da dann Seas nehmen. Du kommst da auf einen guten Lautsprecher, wenn Du im Hochton einen Focal TC 90 oder TC 120 nimmst. - Beinahe high-End.

in der Folgenden Seite kannst Du Dir, nach unten in der Qualität ansteigen, ein Chassis aussuchen. Es gibt wenige, die nur 10 Liter Bassreflex benötigen.

http://www.boxy-lautsprecher.de/de/dept_280.html

@ Wolfi,

war ein guter Tip von Dir, gleich einen Vorschlag zu machen. Bei zwei Chassis würde das jedoch zu trocken klingen, im oberen Bass zu mager. - Wenn er zwei Bässe pro Box verwendet.
Jetzt hat er die Qual der Wahl!


[Beitrag von ulf am 04. Feb 2004, 14:05 bearbeitet]
wolfi
Inventar
#11 erstellt: 04. Feb 2004, 17:26
Hallo,
in der Tat hat Seas einige 17er- Chassis im Programm, die sich für 10 Liter- Gehäuse eignen. Leider sind die nicht ganz billig und wenn ich an Deine ( Epsilons ) " Drohung " - ist nicht böse gemeint - erinnert werde, Du wolltest es vielleicht mal mit einer anderen Frequenzweiche versuchen, hätte ich große Bedenken, allzuviel Geld zu investieren. Wenn tatsächlich ein zweites 14 cm- Loch vorhanden ist, wird es bestimmt billiger, sich eine neue Frontplatte aufzuleimen.
Der Vorteil von Seas und Gradient ( hier Peerless )ist es, dass man sie auf den Seiten des gleichen Anbieters ( Intertechnik ) findet, der Vergleich somit besonders einfach ist.
ulf
Stammgast
#12 erstellt: 04. Feb 2004, 18:03
@ Wolfi,

sind Deine Boxen nicht auch Selbstbau? Was für Erfahrungen hast Du gemacht?
MBU
Inventar
#13 erstellt: 05. Feb 2004, 00:31
Hallo Ulf,

was sind meiner Meinung nach die besten Lautsprecher? Das kann und will ich so nicht beantworten, gerade auch weil ich nicht die 100-%-Lösung favorisiere,

1. weil es diese sowieso nie geben wird und
2. weil ich nicht bereit dazu bin für zusätzliche 5 % gegenüber einer 95%-Lösung das 10-fache Geld auszugeben!

Ich baue gerne mit ETON-, MOREL und SEAS-Chassis.

ETONs haben einen sehr guten Baß, machen aber obenrum wegen der harten Membrane prinzipbedingt einige Probleme.

MORELs, speziell der MW144 klingen im Mitteltonbereich wirklich "göttlich", bringen aber keinen Baß.

Die SEAS NoFerro klingen einfach "natürlich".

Alle diese Chassis sind zwar nicht billig, aber bezahlbar!

Den "Kosakenzipfel" (VIFA XT 300) habe ich auch schon ausprobiert. Meiner Meinung nach wird um den Treiber ein viel zu großer Hype veranstaltet. Er ist zwar nicht schlecht und der Preis ist angemessen, aber ein NoFerro trifft meinen Musikgeschmack eher.

Langer Rede kurzer Sinn, mein nächstes Projekt wird eine Kombination aus SEAS NoFerro 650 und ETON 7/373-32Hex in geschlossener Ausführung. Ein ähnlicher ETON 17-er hat mich bereits in meiner Box "Re" begeistert und den SEAS habe ich als 900-er in meinen HATHOR verbaut. So etwas ähnliches hat K&T vor einiger Zeit als "DUO" vorgestellt. Ich baue aber geschlossen, da die LS auf meinen Schreibtisch sollen, dort nur begrenzter Platz ist und ich einen Sub einsetzen will. Für den Sub ist eine höhere Trennfrequenz (so ca. 80 - 100 Hz) anzustreben, als es mit der BR-Duo angeraten wäre. Auch deshalb baue ich geschlosssen.

... und ansonsten - MOX-Widerstände tun es allemal, normalerweise auch "profane" Zementwiderstände. Schau doch mal in manchen "Testsieger" rein. So teuere FW-Bauelememte wie wir Selbstwastler verwendet kein Hai-Ent-Boxenhersteller.


[Beitrag von MBU am 05. Feb 2004, 00:37 bearbeitet]
ulf
Stammgast
#14 erstellt: 05. Feb 2004, 12:30
Hallo Michael,

das war interessant. Ich habe mir gestern den "Kosakenzipfel" angeschaut, aber noch nicht gehört. Ich verspreche mir von solch einer Konstruktion nichts überraschendes. Ein interessantes neues Konszept ist die Eton "Zieharmonika" oder eben der Ionenhochtöner. Von all diesen Konzepten empfand ich Magnetostaten aber noch immer am erstaunlichsten, rein vom Klang. Hast Du den Eton ER4 schon gehört. - Ich zwei mal, würde rein klanglich jedoch schon meinen Lautsprecher Zuhause als besser einstufen und dann über 500 Euro pro Stück!

Ich werde nun mit dem Fostex PR3 einen neuen Versuch starten. Bekomme den in den nächsten Tagen. Ich habe leider das Technics Bändchen aus der Titan niemals gehört. Ich denke das muß sehr fein gewesen sein, aber auch sehr gerichtet. - Da halte ich den Fostex für besser. Generell klingt der Übergang bei Mehrwegelautsprechern, vom Hochmitteltöner zum Hochtöner bei Kalotten am natürlichsten, aber das letze Quentchen Leichtigkeit fehlt. Das liefern eben nur die anderen Systeme. Hast Du Dir mal anderes angehört? Was wäre in einer Vierwegebox Dein Favorit als 17cm Tiefmitteltöner? Ich habe den Seas WT 171, war WT richtig? Jedenfalls könnte ich mir noch hochwertigeres vorstellen. Hast Du einen Tip? - Kann gern auch etwas schicker sein!

Mit den, selbst gegenüber High-End-Lautsprechern, überlegenen Frequenzweichen hast Du recht. Es wird hier so viel über die Nubert 125 geschwärmt, dabei sind das mittelmässige Komponenten, mit vielen Alternativschaltungen. Das heißt, man hat 2x 4mm Lautsprecherkabel und dann zwei Schiebeschalter dazwischen! - hurra!


[Beitrag von ulf am 05. Feb 2004, 13:34 bearbeitet]
wolfi
Inventar
#15 erstellt: 05. Feb 2004, 13:09
Hallo ulf,
von neuen Konzepten kann leider nicht die Rede sein. Den Ionenhochtöner gibt es im Prinzip seit 1898, also Jahrzehnte länger als den üblichen dynamischen LS, der erst in den 20ern des vorigen Jahrhunderts patentiert wurde. Auch der Eton ER 4 ist " nur " ein remake des AirMotionTransformers von Oskar Heil, der auch schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat ( der HT, nicht Oskar Heil- der ist schon vor geraumer Zeit verstorben ).
ulf
Stammgast
#16 erstellt: 05. Feb 2004, 13:42
Hallo Wolfi,

immer wenn man an nichts böses denkt...

Neu bezog sich nicht auf die Erfindung des Prinzips, sondern auf das Erscheinen in einem zeitgemäßen neuen Produkt. So ist auch der Wankelmotor ein altes Produkt, aber bei Mazda jetzt ein ganz neues Konzept, was man zu fahren erlebt haben muß, wie man eben auch Hochtöner dieser neuen, alten Konzepte gehört haben muß. - Würden deren Erfinder die aktuelle, perfektionierte Umsetzung ihrer Idee erleben, wären sie sicher stolz. Leider gibt es ganz wenige, die dazu etwas sagen können, zu deren Klang!

Wolfi, Du könntest noch immer mal etwas zu Deiner Lautsprechererlebnisgeschichte schreiben! - Traust Du Dich nicht?

Zum Airmotion-Prinzip: Ich habe mir den angehört und finde die Höhen als leicht und schnell, aber nicht überzeugend in der Stimmabbildung. Die S-Laute wirken überzogen, die Wärme fehlt. Das ist mir auch bei Elac aufgefallen. - Allerdings kann es auch sein, das ich mich an den Klang gewöhnen, sprich einhören, müsste. Beim Vergleich, mit der akustischen Realität, fällt mir immer wieder auf, das die Höhen viel dezenter sind, als die meisten Lautsprecher dies nachbilden. - Dezent und doch präsent, genauso wie der reale Bass dezent und doch präsent ist, die Mitten klar, frei und doch warm...


[Beitrag von ulf am 05. Feb 2004, 13:53 bearbeitet]
ulf
Stammgast
#17 erstellt: 02. Mrz 2004, 15:17
Nachdem ich nun den Magnetostaten im Hochtonbereich integriert habe, glingt der ganze Lautsprecher angenehmer, im Sinne von weniger aufdringlich, realistischer in der Widergabe von Streichern, angeschlagenen Kontrabasssaiten und bei Klavier. Die S-Laut bei Stimmen sind klarer modeliert, eher lauter und dennoch weniger scharf. Fazit: Ein Magnetostat bringt die Luft mit weniger Unsauberkeit und Störungen im Signal zum Schwingen! - Andere Erfahrungen?
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