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Baubericht - klassische Transmission Line

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Autor
Beitrag
Maliq
Inventar
#1 erstellt: 22. Jan 2007, 17:22
Hallo!


Nach langem Hin und Her ist es endlich soweit!Ich habe mit dem Bau meiner Lautsprecher begonnen.

Da dies mein Erstlingswerk ist, darf auch ein gewisses Maß an "Lehrgeld" nicht fehlen.

Es gab und gibt ne Menge zu lernen.

Bestückung:
Isophon PSL 320/400
Isophon PSM 120
Harwood RT-2 H


1. Akt: Gehäusebau



Zum Bau des Gehäuses gehört natürlich das Material. Ich habe 22mm MDF gewählt.

Allein die Beschaffung gestaltete sich recht schwierig. Ich komme aus Berlin, da gibt es eine

Menge Baumärkte - aber vorrätig sind 8m² 22mm MDF eher selten, wenn es überhaupt im

Sortiment ist.

Hier mal eine kleine Auflistung meiner Odyssee:

Obi - teuer mit ca 18.90 pro qm
Hellweg - nicht im Sortiment
Holz Possling - viel zu teuer mit über 20,- € pro qm im Zuschnitt
Hornbach - 22er nicht im Sortiment
Toom - 14,98 pro qm aber nicht diese Menge
Bahr - nicht im Sortiment
Praktiker - 11,95 super Preis aber nicht vorrätig, also wird bestellt

Nach 3 Wochen trifft die Bestellung endlich ein und kann abgeholt werden.

Nach dem Durchrechnen fiel mir auf, dass ich genau ein Seitenteil zu wenig habe.

Also nochmal schnell zu Toom, ist in der Nähe, und ein weiteres Brett geholt.

Beim Raustragen fiel mir auf, dass es irgendwie schwerer war als die anderen Bretter.

Zuerst schob ich das auf meine erlahmten Muskeln, weil ich schon vorher die ganze Ladung die

Treppe raufgetragen habe.

Später beim Zuschnitt hat sich dann gezeigt:

Das Toom-MDF ist schwerer als das vom Praktiker. 2 Kilo Unterschied bei identisch grossen Platten (35x140) !

Ich dachte das wär genormt?

Also wer Wert auf Gewicht legt, sollte vielleicht lieber nicht zu Praktiker gehen .

Nun ja, der Zuschnitt ist erledigt und die Gehäuse bis auf die Seitenteile zusammen geklebt.

Ich habe Montagekleber verwendet Patex 100kg/m². Das Zeug klebt wie die Hölle, ist aber nicht

ganz so einfach in der Verarbeitung, weil total zäh.

Durch Druck und hin und her bewegen verteilt sich es nicht vollständig auf den Klebeflächen,

also bin vorgegangen wie "Mafoe" hier im Forum und habe es auf den Flächen verspachtelt.

Das funktioniert wunderbar. Wenn man sofort die Zwingen ansetzt ist die Gefahr das etwas verrutscht sehr gross.

Man kann ganz relaxt arbeiten, wenn man den Kleber etwas antrocknen lässt und erst dann "zwingt".

So konnte ich die grossen Platten ganz allein verkleben.

Fotos gibt's morgen.

Das Dämmaterial ist auch nochmal ein Thema für sich:

Die Sonofil-Beutel sind mir zu klein, deswegen hab ich mich nach Alternativen umgesehen.

"not0815" hat mir da einen Hinweis gegeben.

In Berlin gibt es einen Bastelladen, der Polyestervlies als Rollenware führt.

Leider war es bei meinem Besuch nicht vorrätig. Es wurde aber versichert, dass es bestellt wird.

Nach einer Woche meldete ich mich erneut, mit dem Ergebnis, dass noch gar nicht bestellt wurde :|!

So lange wollte ich nicht warten. In einem anderen Bastelladen habe ich mir dann Polyesterwatte

besorgt. Wird normalerweise zum Ausstopfen von Teddybären benutzt.

Ist genau das gleiche, nur dass es nicht in Platten gepresst ist, sondern eher lose verpackt.

Die Verarbeitung wird sich sicherlich etwas schwieriger gestalten, aber mit etwas Sprühkleber

und nem Tacker geht das schon.

So das war's fürs erste.

Bald geht's weiter.

Gruss, Malik
othu
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 22. Jan 2007, 17:31
Hi, da hast du dir ja als ersten Lautsprecher gleich eine der schwierigstens Gehäusearten ausgesucht.

Schwierig zu dämmen und auch zu bauen.
Den TT an den Anfang der Linie zu setzen, ist wohl bei einer TML nicht so optimal.

Aber dennoch viel Erfolg und Spaß!
Otto
Maliq
Inventar
#3 erstellt: 22. Jan 2007, 17:38
Hallo!


Zum TML-Gehäuse sei angemerkt: M.E. sollte das Basschassis bei Verwendung des PSL320/400 (oder anderer Chassis mit Qt 0,8 und größer) immer an den Anfang der Line gesetzt werden. Die Drittel-Position bringt wohl hauptsächlich bei Chassis mit Qt von 0,5-0,8 einen Vorteil im Oberbass (weniger Welligkeit).


Das sagte mir "not0815", weil ich ihn mit der gleichen Problematik konfrontierte.

Mal schauen, was die Messergebnisse später sagen.

bis bald
--_Noob_;-_)_--
Inventar
#4 erstellt: 22. Jan 2007, 20:48
Juhu, endlich auch mal wieder ein "Bärliner" Bastler...
Maliq
Inventar
#5 erstellt: 24. Jan 2007, 12:04
Hallo!


Wie versprochen hier mal ein paar Fotos vom Gehäusebau:










Die Schallwände sollen nochmal aufgedoppelt werden mit 13er MDF. Dann kommt die Dämmung und

die Innenverkabelung. Ich muss mir noch so ein Senkdings für die Bohrmaschine besorgen,

damit die Löcher auch gerade werden.

Ich hoffe am Wochenende geht's weiter .

Dann gibt's auch wieder scharfe Fotos ;).

Bis bald
ukw
Inventar
#6 erstellt: 24. Jan 2007, 13:42
Schönes Projekt. Was mich wundert - hast Du es allein ausgearbeitet / entwickelt oder ist es im Forum diskutiert worden?

2 Dinge fallen mir auf.

1 - Bei der Faltung der Linie (am Boden / Umlenkung) ist ein sehr großes Volumen. Ich vermute es wird sich fast schon Bass-Reflex mäßig verhalten. Über Lamda 1/4 kannst Du den zukünftigen Dröhnemeier berechnen.

2 - Der Mitteltöner ist für meinen Geschmack zu tief am Gehäuse. Die akustischen Zentren liegen zu weit auseinander.
Der PSM 120 geht erst oberhalb 380 Hz gut. Wie ist die Trennfrequenz des Mitteltöners nach oben und nach unten festgelegt? Passive Frequenzweiche?
Der Harwood ist bei 7-10 kHz um 8 dB lauter
cyr1ll
Stammgast
#7 erstellt: 24. Jan 2007, 13:55
Das Gehäuse dürfte wie in den anderen Threads von Maliq schon besprochen aus dem Lautsprecherhandbuch von Berndt Stark sein - sollte also funktionieren
Maliq
Inventar
#8 erstellt: 24. Jan 2007, 14:54
Tag auch!


ukw schrieb:
Schönes Projekt. Was mich wundert - hast Du es allein ausgearbeitet / entwickelt oder ist es im Forum diskutiert worden?


Danke!


cyr1ll schrieb:
Das Gehäuse dürfte wie in den anderen Threads von Maliq schon besprochen aus dem Lautsprecherhandbuch von Berndt Stark sein - sollte also funktionieren


Genau. Ich habe nur die Proportionen verändert und auf die Resonanzfrequenz vom PSL 320/400 (22 Hz)

abgestimmt, sowie Mund- und Halsfläche verändert.

In der Vorbereitungszeit stand ich in regem e-mail Kontakt mit "not0815".

Der riet mir zu dem Entwurf hier:



Ich war da eigensinnig und wollte meinen Entwurf durchdrücken, aber habe

seine Gehäuseempfehlung für den PSM 120 übernommen.

Ca. 2 Liter anstatt der 11-12. Der Rest wird mit Sand gefüllt.

Die Übernahmefrequenzen sollen 300/3000 Hz sein. Über den Einsatzbereich des PSM's gehen

die Meinungen weit auseinander, mal sehen wie's klingt. Die Weiche wird extern untergebracht

zum Rumprobieren usw.

Ich denke nicht, daß der PSM zu tief angebracht ist, der LS hat eine Höhe von 1,40m,

der ist so ziemlich auf Ohrhöhe, hab das vorher mal ausgemessen.

Vielleicht täuschen die Fotos ein bißchen, die sind wirklich größer, als man denkt.

Ich wollte die Weiche ursprünglich in einem Sockel unter dem Gehäuse verbauen,

davon wurde mir abgeraten, weil dann MT und HT viel zu hoch wären.

Die Überhöhung des Harwoods nervt schon, das muss mit einem Sperrkreis glatt gebügelt werden.

Oder man trennt den PSM nach oben hin sehr flach ab.

Mal sehen, was sich realisieren lässt...
Perrier
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 24. Jan 2007, 15:04

Die Überhöhung des Harwoods nervt schon, das muss mit einem Sperrkreis glatt gebügelt werden.


eventuell geht auch ein Saugkreis, das Spart an Bauteilen im Signalweg. Saugkreise müssen daher auch nicht so Hochwertig ausgeführt werden.

mfg
ukw
Inventar
#10 erstellt: 24. Jan 2007, 15:59

Maliq schrieb:

Genau. Ich habe nur die Proportionen verändert und auf die Resonanzfrequenz vom PSL 320/400 (22 Hz)

abgestimmt, sowie Mund- und Halsfläche verändert.

In der Vorbereitungszeit stand ich in regem e-mail Kontakt mit "not0815".

Der riet mir zu dem Entwurf hier:



Ich war da eigensinnig und wollte meinen Entwurf durchdrücken, aber habe seine Gehäuseempfehlung für den PSM 120 übernommen. Ca. 2 Liter anstatt der 11-12. Der Rest wird mit Sand gefüllt.
Die Übernahmefrequenzen sollen 300/3000 Hz sein. Über den Einsatzbereich des PSM's gehen ...


Der verlinkte Plan gefällt mir schon besser.

Hast Du die Reso der PSL 320/400 gemessen?
Isophon gibt 21 Hz für den alten und 18 Hz für den 320/400 Alu von 1984 an.
In dem Gehäuse / eingebauter Zustand wird FS noch deutlich tiefer ausfallen.

Ich habe vor Jahren eine ähnliche Transmissionline gebaut.
Höhe 1,70 Meter
Mittelton (Zentrum) in 155cm Höhe
Hochton (Zentrum) in 143cm Höhe

Maliq
Inventar
#11 erstellt: 24. Jan 2007, 16:09
Hallo!


Also zum Einsatz kommt der Ur-PSL mit der etwas höheren

Resonanzfrequenz. Ich hab da nix gemessen, einfach ins Blaue

hinein konstruiert. Mal sehen, vielleicht passt's.

Wenn nicht...


georgy
Inventar
#12 erstellt: 24. Jan 2007, 16:15
Ob 21 oder 18 Hz spielt keine so grosse Rolle, das Gehäuse ist ja schon fertig und wird mit beiden Tieftönern sehr ähnlich klingen.
Maliq
Inventar
#13 erstellt: 29. Jan 2007, 18:25
Ola, hombres!


Habe am Wochenende mal ein wenig weiter gebastelt.

Hier noch ein paar Bilder:

Erste Versuche mit der Dämmung sahen ganz vielversprechend aus.

Den Sand hab ich auch schon eingefüllt. Das grössere Volumen hat zusätzlich noch nen

Müllsack spendiert bekommen, damit nichts rausrieseln kann.






Die Weiche soll extern untergebracht werden, dazu habe ich die Anschlüsse eingelassen,

weil die Gewinde der Polklemmen nicht lang genug sind.






Ja und dann wurde die Innenverkabelung verlegt.

So das wars erstmal morgen geht's weiter...

bis denn dann




Maliq
Inventar
#14 erstellt: 01. Feb 2007, 16:52


Zwischenbilanz:

Gestern habe ich zum ersten Mal mit der Oberfräse gearbeitet.

Mit meinem selbsgebauten Fräszirkel war das kein Problem.





Leider kann ich den Ausschnitt für den PSM 120 nicht mit dem Zirkel fräsen,

weil der Radius zu klein ist. Die Gewindestange müsste durch das Gehäuse

der Fräse gehen.

Also habe ich grob mit der Stichsäge ausgesägt und dann mit der Fräse

freihand den gewünschten Durchmesser erreicht. Ging eigentlich ganz gut.

Zum Schluss habe ich den rechteckigen Ausschnitt für den Hochtöner angefertigt.

Das war ziemlich stümperhaft. Wie bekommt eigentlicht schöne rechteckige Ausschnitte hin?

Jedenfalls hab ich mich damit abgefunden und dann eine Passprobe durchgeführt.

Was soll ich sagen: Mist gebaut!!!

Mein Plan war es die Schallwand aufzudoppeln, nur dass ich

nicht berücksichtigt habe, dass die neue Schallwand die Seitenteile mit einfasst.

Somit ändern sich die Abstände der Chassis zum Rand hin. Also sind die Löcher

jetzt "leicht" versetzt.

Wieder mal zwei Bretter für den Sperrmüll! ARRRGH!

Das wirft mich mindestens zwei Tage zurück !


Hier nochmal eine Auflistung meiner bisherigen Patzer:

1. Schon im Baumarkt gings los: Damit die ganze Fuhre Holz ins Auto passt, musste ich

sie schon in handliche Stücken teilen lassen.

Ich wollte sie aber möglichst groß lassen, weil ich den Zuschnitt selbst machen wollte.

Die Plattengrösse ist ja 262 x 103 cm. Ich hatte 8 m² bestellt, es wurden also 3 Platten geliefert.

Um die Maximalgrösse des Autos auszunutzen habe ich 60x160 cm grosse Stücken schneiden lassen

und den Rest so mitgenommen. Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass dann 2 Teile fehlen.

2 Boxen haben insgesamt 8 Seiten, durch meinen Zuschnitt hatte ich aber nur 6. Grmpf.

2. Dann habe ich den Zuschnitt mit einem Nachbarn angefertigt. Leider haben wir

in einem Schwung nicht alles geschafft. Als ich nochmal nachgemessen habe, ist

mir aufgefallen, dass wir die Deckel falsch zugeschnitten haben. Eigentlich kein Problem,

es mussten nur ein paar cm runter. Am nächsten Tag schnappte ich mir die Teile

und bediente selbst die Kreissäge. Was ich nicht wusste ist, dass mein Nachbar anscheinend

ohne mein Wissen selbst korrigiert hat. Also passten die Teile jetzt zwar in der Tiefe aber nicht

mehr in der Breite. Vorher wars andersrum. Grmpf!

3. Die schon oben erwähnte Aktion mit der aufgedoppelten Schallwand. Grmpf!

Jaja, lacht nur!!!

Jetzt muss ich wieder warten, bis irgendjemand Zeit hat, mit mir in den Baumarkt zu fahren.

Hab ja noch keinen Führerschein.



Anscheinend gehöre ich eher zu den Menschen, die erst handeln dann denken und

sich dann noch das Recht herausnehmen, sich maßlos über sich selbst zu ärgern :|.

bis bald

Gruss

Malik


[Beitrag von Maliq am 01. Feb 2007, 17:00 bearbeitet]
othu
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 01. Feb 2007, 17:01

Maliq schrieb:


[...]

Leider kann ich den Ausschnitt für den PSM 120 nicht mit dem Zirkel fräsen,

[...]


der psm120 ist aber nicht rund...
für eckige formen musst du dir eine schablone bauen und entweder mit kopierhülsen oder mit anlauffräsern arbeiten.
schau mal hier:
http://www.acoustic-design-magazin.de/html/ausgabe_1_mai06.html

die artikel "Frässchablone" und "Der Aufbau der Duetta".

grüße
otto


[Beitrag von othu am 01. Feb 2007, 17:02 bearbeitet]
Toni100000
Stammgast
#16 erstellt: 01. Feb 2007, 17:08
Super. Jetzt kommt ein Ur-Titan ähnliches Konzept wieder zu Ehren.

Die war bestückt mit einem 32-er von Isophon, 12 cm Mitteltöner und dem 800 Technics Bändchen.

Damals waren alle erpicht darauf, diesen Lautsprecher zu hören. Die HiFi-Läden konnten sich vor Hörwilligen fast nicht mehr retten. Eine Revolution, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Gekauft wurde die Titan damals in relativ grossen Stückzahlen, trotz des hohen Preises. Das alles war 1982, wenn ich mich nicht irre.

Ich bin wegen dieser Titan von Salzburg nach Frankfurt am Main, hin und retour 1000 km gefahren, kurz angehört, jahrelang von ihr geträumt und dann die Vulkan gekauft. Allerdings erst die Mk II Version, weil für die Mk I das Geld noch nicht beisammen war.

Viel Glück mit deiner wunderbaren TL.


[Beitrag von Toni100000 am 01. Feb 2007, 17:09 bearbeitet]
Maliq
Inventar
#17 erstellt: 01. Feb 2007, 17:09

othu schrieb:

der psm120 ist aber nicht rund...


Errm, stimmt! Hatte vergessen zu erklären, dass ich ihn nicht einlassen will.

Nur der HT wird eingelassen, aber auch mehr fakemässig mit der Moosgummimethode, die hat

auch der Udo mal gezeigt.

greetings
Maliq
Inventar
#18 erstellt: 01. Feb 2007, 17:16

Toni100000 schrieb:
Super. Jetzt kommt ein Ur-Titan ähnliches Konzept wieder zu Ehren...

...Viel Glück mit deiner wunderbaren TL. :prost


Danke, Danke ! Das baut mich nach den paar Rückschlägen wieder etwas auf.

Ja, der TML-Virus hat mich befallen seitdem ich bei meinem Opa mal die T+A Criterion gehört habe.

Dann hat sich ein Freund die Teufel LT-77 zugelegt und da war's um mich geschehen.

Sowas wollte ich auch unbedingt haben...


greetz
ukw
Inventar
#19 erstellt: 01. Feb 2007, 20:42

Toni100000 schrieb:
Super. Jetzt kommt ein Ur-Titan ähnliches Konzept wieder zu Ehren.

Die war bestückt mit einem 32-er von Isophon, 12 cm Mitteltöner und dem 800 Technics Bändchen.

Damals waren alle erpicht darauf, diesen Lautsprecher zu hören. Die HiFi-Läden konnten sich vor Hörwilligen fast nicht mehr retten. Eine Revolution, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Gekauft wurde die Titan damals in relativ grossen Stückzahlen, trotz des hohen Preises. Das alles war 1982, wenn ich mich nicht irre.

Ich bin wegen dieser Titan von Salzburg nach Frankfurt am Main, hin und retour 1000 km gefahren, kurz angehört, jahrelang von ihr geträumt und dann die Vulkan gekauft. Allerdings erst die Mk II Version, weil für die Mk I das Geld noch nicht beisammen war.

Viel Glück mit deiner wunderbaren TL. :prost


Siehst Du, mir ging es ähnlich. Nur habe ich mir keine gekauft, sondern die Titanen nachgebaut.
Folgende Änderungen: Der PSL 320/400 Alu Treiber sitzt nicht mehr am Anfang der TL. Die TL ist etwas länger.
Den Quadral Mitteltöner habe ich nach einigen Vergleichen durch einen anderen Konus ersetzt. Die Trennung erfolgt nun tiefer.
Ur Titan 300-5500 Hz
Meine Titanen 160-2400 Hz (Alternativ 450-3500 Hz mit Magnetostaten - hört sich unten nicht gut an)
Alternativ mit KEF B110 und Dynaudio AF21)
Scan Speak D2008 und Magnat High Velocity (4" Konus) ist die schönste Kombi.

Der Hochtöner darf schon bei etwa 2240 Hz einsteigen.

Das größte Problem der Quadral Titan ist die zu hoch spielende Transmissionline und das Technics Bändchen, das erst bei 6 kHz zu gebrauchen ist.


Maliq schrieb:

Ja, der TML-Virus hat mich befallen seitdem ich bei meinem Opa mal die T+A Criterion gehört habe.

Dann hat sich ein Freund die Teufel LT-77 zugelegt und da war's um mich geschehen.

Sowas wollte ich auch unbedingt haben...


greetz


Das ist die beste kommerzielle Version einer Transmissionline mit Isophon TT und dem Mitteltöner.

Aber Achtung!
Die Teufel LT-7 ist eine 4 Wege Box.
Tennungen:
bis 80 Hz Isophon PSL 320/400 Alu auf Transmissionline. (Monstergroße und teure Basspulen in der passiven Weiche)
80-350 Hz Isophon "PSL 155"
350-3800 Hz Isophon "PSM 120"
3800-40.000 Hz Foster "E 120 T 06" (Magnetostat)

Hier ein Bild von einer Weiche der Teufel LT 7 und einem Isophon PSL 320/400 ALU - in der Schwingspule steht eine Schachtel Prince ...



[Beitrag von ukw am 02. Feb 2007, 17:37 bearbeitet]
saugschlauch
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 01. Feb 2007, 23:57
Hallo Malig,
erstmal RESPECT !!! Als Erstes Projekt gleich ne TML - Hut ab !!
Musste richtig ein bissel schmunzeln, da ich auch gerade an meinem ersten Projekt bastele und in etwa die gleichen Anlaufschwierigkeiten hatte wie du.
Zum 22er MDF kann ich nur sagen.. geh zum Tischler um die Ecke. Da hat mich der Qm keine 9 Euro gekostet (incl. Zuschnitt) Die Baumärkte sind einfach zu teuer.
Zum Kleben habe ich den Konstruktionskleber von KIMTEC genommen (gibts für 5 Euro pro Kartusche bei Raiffeisen)
Das Problem mit dem Verrutschen hab ich ganz einfach gelöst.
Einfach in die Klebekante ein paar kleine Nägel gepinnt und den Kopf abgekniffen. Beim Pressen kann dann nix mehr verrutschen.
Versuchs mal beim nächsten Projekt.

Link zu meiner Baubeschreibung
http://www.hifi-foru...m_id=104&thread=9318


[Beitrag von saugschlauch am 01. Feb 2007, 23:58 bearbeitet]
Toni100000
Stammgast
#21 erstellt: 02. Feb 2007, 00:18
Die Trennungen der Ur-Titan lagen noch extremer. Der 32-er Isophon musste bis 400 Hz schuften und beim Technic 800 Bändchen ging es bereits ab 4000 Hz los.

Eigentlich hätte zu Bauzeiten der Ur-Titan, die Box als Vier-Wege Konstruktion konzipiert werden müssen. Den 32-er bis 150 Hz, dann einen 20-er bis ca. 800-1000 Hz, anschliessend eine der damals berühmten 5,2 cm Kalotten -von Dynaudio oder ähnliches-und erst ab 6000 Hz das Technics Bändchen.

Viele wollten und hofften auf dieses Konzept in der Mk II Version der Titan, die allerdings wieder wie gehabt gebaut wurde. Nur war der bei der Mk II Version der Mitteltöner bei ca. 300 Hz angekoppelt, weil offensichtlich das hohen Hinauflaufen der TL nicht richtig in den Griff zu kriegen war. Der extrem niedrige Übergang zum Hochtöner blieb gleich.

Das eigentliche Problem konnte natürlich so nicht gelöst werden. Heute mit den modernen Lautsprecherchassis ginge das alles um vieles leichter.

Totz allen ihren Fehlern war die Ur-Titan eine Revolution im HiFi-Lautsprecherbau und verschaffte Helmut Schaper und seinen Mannen weltweite Anerkennung. Der legendäre Ruf dieser Box hält bis heute unvermindert an, obwohl viele Kenner sagen, dass eigentlich die kleinere Schwester, die Vulkan, besser ging, als die Titan. Sie klang ausgewogener, im Bass durch den kleineren 26-er nicht so übermächtig.

Geschmackssache. Ich habe meine Vulkan Mk II in sehr guter Erinnerung. Sie wurde bei mir durch die Hans Deutsch Del Arte 220 abgelöst, die wiederum durch einen Titan-Nachbau, der allerdings als Vier-Wegerich, mit 32-er Isophon, 20-er Audax, 5,2-er Dynaudio und dem Technics 800 Bändchen bestückt wurde. Ich kam damals mit der Abstimmung nicht klar-Messsysteme gab es für den Amateur noch nicht-und so war diesem Nachbau nur ein kurzes Leben beschieden. Die Chassis wurden billig verkauft, die 100 kg Holz pro Box wanderten in den Ofen im Heizungskeller. Heute wären zwei orginale 32-er Isophon-Bässe ein kleines Vermögen wert, ebenso die Technics 800 Bändchen.
ukw
Inventar
#22 erstellt: 02. Feb 2007, 01:10

Toni100000 schrieb:
Die Trennungen der Ur-Titan lagen noch extremer. Der 32-er Isophon musste bis 400 Hz schuften und beim Technic 800 Bändchen ging es bereits ab 4000 Hz los.


das geht gar nicht. Die Transmissionline ist ein 1/4 Wellenresonator (unten abgestimmt auf 16 Hz = 3 Meter T-Linie) . Also wird es über 80 Hz (passiv getrennt) ungemütlich. Mit einer Aktivweiche kann man zwischen 110 und 400 Hz etwas bügeln aber es bleibt schlichtweg Murks (auch wenn ich früher etwas anderes behauptet habe ).

Das Technicsbändchen kann gar nicht so tief. unter 5500 Hz deutlich zu leise während der PSM 120 "beamt" wie die Sau !
Toni100000
Stammgast
#23 erstellt: 02. Feb 2007, 12:01
So waren zumindestens die Trennfrequenzen im Quadral Prospekt und auch im Test von Stereoplay angegeben.

Nachgemessen habe ich sie nicht.

Aber ist jetzt egal, weil ein Neubau ansteht, bei dem diese fehler nicht mehr gemacht werden.


[Beitrag von Toni100000 am 02. Feb 2007, 12:02 bearbeitet]
Maliq
Inventar
#24 erstellt: 02. Feb 2007, 16:51

saugschlauch schrieb:
Zum 22er MDF kann ich nur sagen.. geh zum Tischler um die Ecke. Da hat mich der Qm keine 9 Euro gekostet (incl. Zuschnitt) Die Baumärkte sind einfach zu teuer.



Das hat mir ein Feund auch erzählt. Ich wollt's nicht so recht glauben. Jedenfalls war ich

beim Tischler, leider in der Vorweihnachtszeit. Die hatten so viel zu tun,

der sagte: "keine Zeit." Hmpf. Naja, beim nächsten Projekt dann.



ukw schrieb:
.


Maliq schrieb:

Ja, der TML-Virus hat mich befallen seitdem ich bei meinem Opa mal die T+A Criterion gehört habe.

Dann hat sich ein Freund die Teufel LT-77 zugelegt und da war's um mich geschehen.

Sowas wollte ich auch unbedingt haben...


greetz


Das ist die beste kommerzielle Version einer Transmissionline mit Isophon TT und dem Mitteltöner.



Ich glaub, da gab's auch eine Vorgängerversion. LT-7 oder so?

Die hat er auch noch rumstehen. Eine Dreiwegversion ohne PSL-155.

Der Unterschied ist unglaublich, wenn man mal direkt vergleicht.

greetings
ukw
Inventar
#25 erstellt: 02. Feb 2007, 17:17
Hier zu finden Teufel Museum
Maliq
Inventar
#26 erstellt: 02. Feb 2007, 17:24

ukw schrieb:
Hier zu finden Teufel Museum



Strange, da isses genau andersrum. Die LT-7 als 4-Wegekonzept aber mit der TML-Kanal hinten

und die LT-77 als Dreiwegerich mit seitlichem Kanal.
ukw
Inventar
#27 erstellt: 02. Feb 2007, 17:36
Ist mein Fehler. Ich meine die LT 7 mit dem Doppelgehäuse hat die 4 Wege. Die hatte ich mal - dann später umgebaut.
Meinen Beitrag oben editiere ich.



[Beitrag von ukw am 02. Feb 2007, 17:43 bearbeitet]
Maliq
Inventar
#28 erstellt: 02. Feb 2007, 17:44
Teufel war doch früher auch ne Bausatzfirma. Vielleicht sollte man sich nicht so an den

Bezeichnungen stören, denn die Ausführungen waren dem Erbauer ja selbst überlassen.

Denn ich kenne die 4-Wege-Version nur mit seitlichem Kanal und die 3-Wege-Version mit

rückwärtigem. Wie auch immer, die 4-Wege klingen deutlich besser.




ukw schrieb:



Ja genau so! Schöner Lautsprecher - der Octopus! Mmh, lecker und oben schaut sogar

noch die Steinwolle raus! Bei jedem Bassbeat dann

greetz


[Beitrag von Maliq am 02. Feb 2007, 17:55 bearbeitet]
Maliq
Inventar
#29 erstellt: 02. Feb 2007, 18:05
So,

wollte heute ja eigentlich noch ein bißchen bauen. Als nächstes muss die Dämmung

verlegt werden. Dazu hab ich noch ne Frage:

Ich habe noch zwei Stücken Tyrotex-Noppenschaumstoff. Den wollte ich an die

rückwärtige Wand hinter den Tieftöner kleben. Davor vielleicht noch eine Bahn Sonofil.

Ist das okay so? Oder reicht nur Sonofil?
Toni100000
Stammgast
#30 erstellt: 04. Feb 2007, 00:02
Noppenschaumstoff ist nicht so ideal. Steinwolle wäre besser. Wenn du den Ausgang deiner Line abdeckst, zB mit einem LS-Bespannstoff, kannst du Steinwolle nehmen. Sie hat ein hohes spezifisches Gewicht und ist in dem angestrebten Frequenzband gut einsetzbar.
ukw
Inventar
#31 erstellt: 04. Feb 2007, 03:31
Wo soll den gedämpft werden und was soll gedämpft werden?
am "Druck" Knoten" oder am "Schnelle" Knoten?

Wo muss das Dämmateriial sitzen?
Maliq
Inventar
#32 erstellt: 04. Feb 2007, 15:23

Toni100000 schrieb:
Noppenschaumstoff ist nicht so ideal. Steinwolle wäre besser. Wenn du den Ausgang deiner Line abdeckst, zB mit einem LS-Bespannstoff, kannst du Steinwolle nehmen. Sie hat ein hohes spezifisches Gewicht und ist in dem angestrebten Frequenzband gut einsetzbar.



Ja, Steinwolle hat die besten akustischen Eigenschaften. Will ich aber nicht benutzen.

Die Partikel sind so klein, dass die feinen Lungenhärchen sie nicht filtern können,

da hilft leider auch kein Bespannstoff. Ich hatte vielleicht über Schwerschaum nachgedacht.



ukw schrieb:
Wo soll den gedämpft werden und was soll gedämpft werden?
am "Druck" Knoten" oder am "Schnelle" Knoten?

Wo muss das Dämmateriial sitzen?



Die gesamte Line wird locker mit Polyesterwatte gefüllt, die Wand hinter dem Basstreiber

bekommt zusätzlich eine Bahn Tyrotex. Gedämmt werden soll dadurch vor allem

die mittleren Frequenzen. Noppenschaumstoff hat in diesem Frequenzbereich ja besondere Qualitäten.

Ich habe mich größtenteils an die Artikel vom Udo und F. Hausdorf gehalten.

Mal sehen was es bringt.

Btw. was sind denn der Druckknoten und der Schnelleknoten?

Schnelleknoten ist der Punkt, wo die Schallschnelle am größten ist? Also am Ende der Line?

Druckknoten, wo der Druck am größten ist? Also am Anfang der Line?

bis bald
othu
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 04. Feb 2007, 16:36

Maliq schrieb:

Ja, Steinwolle hat die besten akustischen Eigenschaften. Will ich aber nicht benutzen.

Die Partikel sind so klein, dass die feinen Lungenhärchen sie nicht filtern können,


dazu eine anfrage von Poison_Nuke bezüglich seines DBA bei Rockwool:


habe gerade mal bei Rockwool angerufen, und die haben mir bestätigt, das SonoRock (damit arbeite ich) und auch SonFill in jeder Hinsicht gesundheitlich absolut unbedenklich sind.
Diese Produkte wurden speziell für den Innenausbau entwickelt und wurden auch geprüft (gibt dazu auch ein Prüfzeugnis).

Es wurde ebenfalls gesagt, dass Sonorock bei dauerndem Luftkontakt zum Raum und bewegter Luft nicht schädlich sei auf Dauer.

Formaldehyd wurde ebenfalls nicht verwendet.
ukw
Inventar
#34 erstellt: 04. Feb 2007, 23:38

Maliq schrieb:


ukw schrieb:
Wo soll den gedämpft werden und was soll gedämpft werden?
am "Druck" Knoten" oder am "Schnelle" Knoten?

Wo muss das Dämmateriial sitzen?


...

Btw. was sind denn der Druckknoten und der Schnelleknoten?

Schnelleknoten ist der Punkt, wo die Schallschnelle am größten ist? Also am Ende der Line?

Druckknoten, wo der Druck am größten ist? Also am Anfang der Line?


Lies Hier: YmSALPoC3QJ:ap.physik.uni-konstanz.de/Anleitungen/Freiheitsgrade.ps+Schall+Druckknoten+Schnelleknoten&hl=de&ct=clnk&cd=7&gl=de&client=firefox-a" target="_blank" class="" rel="nofollow">http://209.85.135.10...=de&client=firefox-a

Lies Hier: (Seite 15 ) http://ktown.kde.org/~wildfox/ktown/ProtokollAkustik.pdf

Schnellzusammenfassung: Die Position(en) der Duck- und Schnelleknoten in einem einseitig offenen Rohr mit bestimmter Länge ist frequenzabhängig.

d.h bei fester Rohrlänge L liegen Resonanzen bei: fn=n*v/2L

ungewünschte Resos richtig dämpfen => Wirkungsgrad gewinnen => bessrer TL Sound.
Maliq
Inventar
#35 erstellt: 05. Feb 2007, 15:20

othu schrieb:

dazu eine anfrage von Poison_Nuke bezüglich seines DBA bei Rockwool:


habe gerade mal bei Rockwool angerufen, und die haben mir bestätigt, das SonoRock (damit arbeite ich) und auch SonFill in jeder Hinsicht gesundheitlich absolut unbedenklich sind.
Diese Produkte wurden speziell für den Innenausbau entwickelt und wurden auch geprüft (gibt dazu auch ein Prüfzeugnis).

Es wurde ebenfalls gesagt, dass Sonorock bei dauerndem Luftkontakt zum Raum und bewegter Luft nicht schädlich sei auf Dauer.

Formaldehyd wurde ebenfalls nicht verwendet.



Hmm, hier noch ein Artikel aus dem Umweltlexikon:


Mineralwolle


Beim Einsatz von M., künstlichen Mineralfaser wie siehe Mineralwolle.Steinwolle und siehe Mineralwolle

Glaswolle, werden gesundheitsgefährdende Wirkungen vermutet. Ein Beweis konnte bislang zwar nur mit Tierversuchen erbracht werden, aus Vorsorgegründen muß man jedoch auch mit einem Risiko für den Menschen rechnen. Aufgrund der Tierexperimente an Ratten scheinen Steinfasern ungünstigere Wirkungen als Glaswollefasern zu verursachen.

Eine Gesundheitsgefährdung wird bei siehe Mineralwolle.Mineralfasern vermutet, die kürzer als 5 µm und dünner als 2 µm sind sowie ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser größer als 5:1 aufweisen. In der MAK-Wert-Liste wird M. nach Abschnitt III Gruppe A2 (Im Tierversuch nachgewiesenermaßen krebserzeugend) eingestuft.

Der mengenmäßige Anteil kritischer Fasern liegt bei siehe Mineralwolle.Steinwolle bei durchschnittlich 8 Prozent. Meist sind künstliche siehe Mineralwolle.Mineralfasern zwar relativ dick und spalten sich nicht wie Asbestfasern der Länge nach weiter auf, durch mechanische Einflüsse muß man jedoch mit der Freisetzung eines gewissen Anteils an feinen, lungengängigen Fasern rechnen. Die als B. sind die zusammenfügende Komponente in mehrkomponentigen Produkten (Beton, Gips, Zement).Bindemittel (bis zu 20 Prozent) verwendeten Kunstharze enthalten fast alle Die "Allround-Chemikalie" F. ist ein wasserlösliches, sehr reaktionsfreudiges, säuerlich-stechend riechendes Gas. Es gehört zur Gruppe der Aldehyde und kommt meist in 35 %iger wäßriger Lösung als Formalin in den Handel.Formaldehyd. Nur lose, nicht gebundene M. enthält keine Bindemittel.




Also ich bin da eher vorsichtig. Auch wenn Rockwool etwas anderes sagt.

Die wollen ihr Zeug ja auch loswerden. Vielleicht ist es schädlich,

vielleicht nicht oder nur zu einem gewissen Teil (Fasergrösse).

Eigentlich, will ich mir um solche Sachen keine Gedanken machen, sondern lieber

Musik geniessen und nicht unbewusst bei jedem Bassbeat den Pullover über die Nase ziehen .

Und, da ich schon die Polyesterwatte habe, spricht nichts dagegen, sie auch zu benutzen.



ukw schrieb:

Maliq schrieb:


ukw schrieb:
Wo soll den gedämpft werden und was soll gedämpft werden?
am "Druck" Knoten" oder am "Schnelle" Knoten?

Wo muss das Dämmateriial sitzen?


...

Btw. was sind denn der Druckknoten und der Schnelleknoten?

Schnelleknoten ist der Punkt, wo die Schallschnelle am größten ist? Also am Ende der Line?

Druckknoten, wo der Druck am größten ist? Also am Anfang der Line?


Lies Hier: http://209.85.135.10...=de&client=firefox-a

Lies Hier: (Seite 15 ) http://ktown.kde.org/~wildfox/ktown/ProtokollAkustik.pdf

Schnellzusammenfassung: Die Position(en) der Duck- und Schnelleknoten in einem einseitig offenen Rohr mit bestimmter Länge ist frequenzabhängig.

d.h bei fester Rohrlänge L liegen Resonanzen bei: fn=n*v/2L

ungewünschte Resos richtig dämpfen => Wirkungsgrad gewinnen => bessrer TL Sound. 8)



Danke, da gibt's wieder was zu lernen!


Maliq
Inventar
#36 erstellt: 09. Feb 2007, 13:58
So,


langsam kommt der Gehäusebau zum Abschluss.

Gestern habe ich das letzte Seitenteil verklebt, vorher

noch ein Bild von der Dämmung gemacht.





Ich glaube aber, dass sich der Kleber nicht vollständig verteilt hat.

Wie kann man jetzt noch von außen Undichtigkeiten ausbügeln und das Gehäuse richtig

dicht bekommen?


MfG

Malik


[Beitrag von Maliq am 09. Feb 2007, 14:03 bearbeitet]
ukw
Inventar
#37 erstellt: 09. Feb 2007, 22:49
Schaaaadeeeeee
RooMQuake
Stammgast
#38 erstellt: 09. Feb 2007, 23:02
Hallo,

vielleicht ne V-Nut an der Stoßkante entlang fräsen und mit Kleber auffüllen ... ist natürlich für's Finish problematisch.
Bin schon mal gespannt wie die klingen

greetz
Maliq
Inventar
#39 erstellt: 10. Feb 2007, 15:43

ukw schrieb:
Schaaaadeeeeee :.



Wie jetzt :?, sollte man sowas auf jeden Fall vermeiden?

Ich dachte vielleicht mit Spachtelmasse oder Holzleim die Ritzen füllen und

Überstände wegschleifen.


ukw
Inventar
#40 erstellt: 10. Feb 2007, 15:56

Maliq schrieb:

ukw schrieb:
Schaaaadeeeeee :.


Wie jetzt :?, sollte man sowas auf jeden Fall vermeiden?
Ich dachte vielleicht mit Spachtelmasse oder Holzleim die Ritzen füllen und Überstände wegschleifen.

:.


Das Schaaaadeeeeee bezog sich auf die Dämpfung (Watte)
Maliq
Inventar
#41 erstellt: 10. Feb 2007, 21:30

ukw schrieb:


Das Schaaaadeeeeee bezog sich auf die Dämpfung (Watte)



Ist denn die Dämpfung mit Polywatte so viel schlechter als mit Steinwolle?

ukw
Inventar
#42 erstellt: 11. Feb 2007, 01:27
Ich hab Schafwolle genommen ...
die schöne langfaserige von den Deichtretern

Es geht darum die Fließgeschwindigkeit im Bereich der Schnelleknoten zu senken. Die befinden sich in der Mitte und nicht an der harten TL Kanalwand
Im Bereich der unerwünschten Resos kannst Du nat. die Wände perforieren mit Noppen oder Basotect zusätzlich usw.

Was meinst Du warum ich die Postings #31 und #34 verfasst habe
warum habe ich die Links gepostet? Druck und Schnelleknoten? Bla Bla
Damit Du deren Inhalt ignorierst oder was?

Aber hinterher, wenn alles fertig ist und Du knall*furz*stolz vor Deinem fertigen Werk stehst und ich Dir sage, es ist eine Fehlkonstruktion - jaaa dann wehrst Du Dich mit Händen und Füßen und irgendwann kommt dann das Argument: "Ja , warum hast Du das nicht vorher gesagt?"

Hab ich doch - aber wolltest Du nicht hören/denken
Maliq
Inventar
#43 erstellt: 11. Feb 2007, 15:02

ukw schrieb:


Was meinst Du warum ich die Postings #31 und #34 verfasst habe
warum habe ich die Links gepostet? Druck und Schnelleknoten? Bla Bla
Damit Du deren Inhalt ignorierst oder was?

Aber hinterher, wenn alles fertig ist und Du knall*furz*stolz vor Deinem fertigen Werk stehst und ich Dir sage, es ist eine Fehlkonstruktion - jaaa dann wehrst Du Dich mit Händen und Füßen und irgendwann kommt dann das Argument: "Ja , warum hast Du das nicht vorher gesagt?"

Hab ich doch - aber wolltest Du nicht hören/denken ;)



Whow, easy! Ich hab's gehört und auch darüber nachgedacht. Problem ist, die Watte

war nun mal vorhanden, warum soll ich sie also nicht benutzen?

Wenn's nur ein richtig oder falsch gäbe, hätte ich mich schon dran gehalten.

In anderen Artikeln z.B. von Udo W. oder F. Hausdorf wird diese Art der Bedämpfung

empfohlen. Es gibt also kein richtig oder falsch, nur anders.

Von Schafwolle war bis jetzt noch gar nicht die Rede, außerdem habe ich keine Lust

auf tierische Produkte (in den LS), oder auf viele kleine neue Mitbewohner.

Deine Links habe ich keineswegs ignoriert, ich kann sie bei diesem Projekt einfach noch

nicht berücksichtigen, weil alles schon geplant bzw. angeschafft war.

Von "Fehlkonstruktion" will ich gar nichts wissen - der LS ist noch nicht fertig, hat

noch nie einen Ton von sich gegeben, da ist es wenig "konstruktiv" davon zu sprechen.

Warten wir ab - auf Messungen und Hörproben.


Cheers
Maliq
Inventar
#44 erstellt: 20. Feb 2007, 19:02
So,


die Gehäuse sind endlich fertig, bis auf die Rundungen. Alle Löcher sind vorgebohrt,

die Chassis passen usw.











Jetzt geht's an die Weichenentwicklung. Oh mann, das wird nochmal nen ziemlicher Akt.

Habe gestern mal einen provisorischen Tiefpass

gebaut und angeschlossen (10 mH, 68 µF). Klang das sch****!

Verarbeitungstechnisch bin ich nicht ganz zufrieden. Besonders die Ausschnitte

für die Hochtöner sind ziemlich unsauber geworden.

Ich hab das Gefühl, dass ein HT ein ganz klein wenig schief drin sitzt.

Und ja es stimmt, die Neigung beträgt zwar nur einen Milimeter, aber man sieht's.

Ich habe nicht genau gefräst. Für sowas bräuchte man einen speziellen Fräskopf, wie der in meiner Fotomontage:





Ein umgekehrter Bündigfräser, mit dem könnte ich einfach an einem Winkel entlang fräsen,

ohne den Anschlag zu benutzen. Den lasse ich billig in Fernost produzieren und dann

werde ich reich!!!!

Bis bald


Malik
othu
Hat sich gelöscht
#45 erstellt: 20. Feb 2007, 19:48
äääh, das heißt bündigfräser mit anlaufring oben und das hat schon lange jemand vor dir erfunden und das kann man auch so kaufen... ohne dabei arm zu werden

grüße
otto
ukw
Inventar
#46 erstellt: 20. Feb 2007, 19:51
@ O² : Richtig
Maliq
Inventar
#47 erstellt: 20. Feb 2007, 20:00
Verdammt,


warum hab ich die besten Ideen immer nach deren Erfindern .

grr...
hohesZiel
Stammgast
#48 erstellt: 20. Feb 2007, 21:27
Hallo,

Bevor Du nachher alles wieder aufrupfen musst, mein Tip:

Besorge Dir Schafwolle, das bißchen Polyesterwatte kannste komplett vergessen. Ist schade um die verlorene Lebenszeit!

Was meinst Du wohl, weshalb in allen klassischen Quarterwave-LS SCHAFwolle drin ist???

Es muss ja keine Mohaire-Wolle sein....

Obwohl.... für den ambitionierten Millionär....

Gruß
hohesZiel

PS: weiterführender und vertiefender Thread:

http://www.hifi-foru...um_id=104&thread=820

leider ist der VorgängerThread (" was bisher geschah " ) im Nirvana verschwunden.... ich wollte ursprünglich ebenfalls eine TML bauen...


[Beitrag von hohesZiel am 20. Feb 2007, 21:30 bearbeitet]
Granuba
Inventar
#49 erstellt: 21. Feb 2007, 00:48

Maliq schrieb:

ukw schrieb:


Das Schaaaadeeeeee bezog sich auf die Dämpfung (Watte)



Ist denn die Dämpfung mit Polywatte so viel schlechter als mit Steinwolle?

:prost


Punktueller verteilen! Messen! Hören! Man verschenkt viel Potential bei einer TML ohne korrekte Bedämpfung.

Harry
Maliq
Inventar
#50 erstellt: 21. Feb 2007, 14:22

Murray schrieb:

Maliq schrieb:

ukw schrieb:


Das Schaaaadeeeeee bezog sich auf die Dämpfung (Watte)



Ist denn die Dämpfung mit Polywatte so viel schlechter als mit Steinwolle?

:prost


Punktueller verteilen! Messen! Hören! Man verschenkt viel Potential bei einer TML ohne korrekte Bedämpfung.

Harry



Ja, das werde ich erstmal tun. Wenn sich keine guten Ergebnisse erzielen lassen,

werde ich wohl zu anderen Materialien greifen.

greetings

Little Malik
trip-pcs
Inventar
#51 erstellt: 21. Feb 2007, 14:39
Hi,

meine (identischen) Hochtöner sind mit Udo W.s Schablone eingefräst, kann ich nur empfehlen. Blitzsauber und nur noch 0.5mm Spalt. Wo kommst Du her wenn ich fragen darf? Sonst würd ich Dir das Ding ma ausleihen

Ciao Phil
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