Bi-Amping Frage

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Kepler
Stammgast
#1 erstellt: 16. Mrz 2003, 12:50
Hallo,
ich lese schon länger in diesem Forum mit. Die größtenteils interessanten Diskussionen haben mich bewogen mich zu registrieren und aktiv am Forum zu beteiligen. nun zu meiner Frage. Ich betreibe an meinem Yamaha AX-1 zusätzlich zwei Marantz MA 500 Mono-Endstufen. Ich habe die Vor- Endstufen Verbindung aufgetrennt und die Marantz Endstufen eingeschliffen. Die interne Endstufe steuert den Hochtonbereich
meiner Kappa 8.2i an, die Marantz den Bassbereich. Im grossen und Ganzen bin ich mit dieser Lösung zufrieden. Trotzdem wünsche ich mir bei einigen Aufnahmen einen kräftigeren Bass. Und dies obwohl mein Hörraum sehr klein(4 * 2,85m = 11,4m²)ist. Die Kappa's stehen entsprechend nah an Seiten- bzw Rückwand. Der Raum ist akustisch sehr ungünstig.
Drei Fenster, drei Türen, gefliester Boden, schräge Holzdecke - also akustisch eher hart.
Meine eigentliche Frage ist haltet ihr die Bi-Amping Lösung
für sinnvoll, trotz der wahrscheinlichen elektrischen Probleme?
Gruß, Kep
Speedy
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Mrz 2003, 10:03
Welche elektrischen Probleme meinst Du ?

Gruß
Speedy
Kepler
Stammgast
#3 erstellt: 17. Mrz 2003, 11:07
naja, ich denke, dass z.B. die Eingangsempfindlichkeit der Marantz Endstufe sich von der Empfindlichkeit der internen Endstufen unterscheidet. Dies könnte zu Lautstärkeunterschieden führen. Wahrscheinlich unterscheiden sich die Endstufen auch in weiteren Parametern. Da ich aber auf diesem Gebiet kein Experte bin interessiert mich eure Meinung zu dieser Problematik.
Gruß, Kep
Edede
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 17. Mrz 2003, 11:16
Wirds denn besser wenn Du die beiden Endstufen untereinander tauscht?
Kepler
Stammgast
#5 erstellt: 17. Mrz 2003, 11:33
Ich habe gestern einen diesbezüglichen "Test" gemacht.
Ich habe ein relativ bassintensives Stück gestartet und die Lautstärke soweit erhöht, dass meine Terassentür
(massive Tür, keine typische Terassentür) leicht zu vibrieren begann. Dann habe ich die Hochtonfraktion über die Marantz und die Tieftöner über die internen Endstufen angesteuert. Das Ergebnis war allerdings identisch - kein signifikanter Unterschied. Habe danach die Marantz wieder an den Bassbereich angeschlossen. Dies erscheint mir zumindest theoretisch sinvoller, da die Kappa's im Tieftonbereich impedanzkritischer sind, als im Hochtonbereich und ich die Marantz Endstufen(THX zertifiziert) für stabiler halte.
hallo
Stammgast
#6 erstellt: 17. Mrz 2003, 12:55
Hallo,

meist werden Tief/Mittelton ueber ein Kabel gefuehrt und der Hochton ueber das andere. Damit kannst du deinen Bass ueber Bi-Amping nicht beeinflussen, da das Verhaeltniss tief zu mittel bleibt. Insgesamt ist deine Schaltung auesserst bedenklich, da du nicht sicher bist, ob die beiden Amps die gleiche Empfindlichkeit haben. Ich wuerde in dem Fall dringend von Bi-Amping abraten (sh. Faden Bi-Wiring Ja oder nein).

Gruss Hallo
Kepler
Stammgast
#7 erstellt: 17. Mrz 2003, 13:18
Ist das allgemeiner Konsens? Oder gibt es Gründe die momentane Konstellation beizubehalten? Falls nicht, haltet ihr es für sinnvoller die eingebauten oder die externen Endstufen zu verwenden. Ich weiss, anhören und dann entscheiden. Ich glaube aber kaum, daß der Unterschied hörbar ist.
Icarus
Stammgast
#8 erstellt: 17. Mrz 2003, 13:39
Hallo Kepler,

>>Ist das allgemeiner Konsens?

Ich würde sagen - ja. Hallo hat schon ganz recht - solange Eingangsempfindlichkeit und Verstärkungsfaktor beider Endstufen nicht identisch sind, ist eine Bi-Amping-Lösung nicht brauchbar. Selbst wenn diese Parameter stimmen, bringt Bi-Amping in Verbindung mit einer passiven Frequenzweiche keine wirklichen Vorteile - abgesehen von der höheren Stromlieferfähigkeit/Laststabilität der Verstärker-Kombination.

Gruß,
Icarus
burki
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 17. Mrz 2003, 13:41
Hi,

ich kann mich irgendwie noch dunkel daran erinnern, dass beim A1 (dem Vorgaenger vom AX-1) davor gewarnt wird, sowohl die internen, als auch externe Endstufen (fuer den gleichen Kanal) zu verwenden (Du hast das Ganze doch mit einem Y-Kabel verbunden, da beim AX-1 die internen Endstufen "abgeschaltet" werden, wenn externe benutzt werden ?).
Hab selbst noch den AX-1 und kann durchaus verstehen, dass die internen Endstufen (betreibe auch eine externe 5-Kanalendstufe) fuer die Kappas nicht ganz ausreichend sein koennen.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die Monobloecke (die sind doch einigermassen stromstabil) allein (ohne Biamping) den Verstaerker genug entlassten und zudem all die Probleme mit z.B. der Daempfung und der Pegelanpassung dann umgangen werden (Biamping lohnt sich IMHO nur dann wirklich, wenn auch eine aktive Frequenzweiche (natuerlich entsprechend an die Box) verwendet wird).

Gruss
Burkhardt
Kepler
Stammgast
#10 erstellt: 17. Mrz 2003, 14:47
Ja genauso ist es, ich verwende ein Y-Kabel. Allerdings habe ich nirgends einen Hinweis gesehen, daß man dies vermeiden sollte. Hatte vorher den A-1, auch da kann ich mich nicht an einen entsprechenden Hinweis erinnern. Irgendwie widerstrebt es mir die eingeabuten Endstufen brach liegen zu lassen. So schlecht sind sie ja auch nicht.
Danke für eure Antworten, Kep
burki
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Mrz 2003, 15:15
Hi Kepler,

das Problem ist doch bei den Kappas nicht der zu niedrige Wirkungsgrad, sondern der Impedanzverlauf --> Du brauchst einfach einen stromstabilen Amp (und das ist halt IMHO der AX-1 nur bis zu einem gewissen Grad).
Dass 2 Endstufen dann nicht benutzt werden, ist doch nicht besonders tragisch (bei AV-Verstaerkern bekommt man sie ja teilweise fast gratis dazu ) und vorallem wird durch Nichtbenutzung der internen Endstufen (auch wenn die anderen Boxen nur kleine Cantoener sind) der Verstaerker generell entlastet.
Ich hab nach einem Boxenumstieg meinem AX-1 sehr schnell eine NAD S-250 spendiert, die laut Datenblatt keineswegs mehr Leistung bietet (hab aber nicht gemessen !), als der AX-1. Der Yamaha wurde zu einem reinen Vorverstaerker "degradiert" (aber inzwischen durch eine AV-Vorstufe abgeloest) und IMHO hat sich das durchaus gelohnt.

Wenn die Denon-Monos nicht ausreichend sind, dann taete ich halt andere Kaliber (z.B. Parasound) auffahren ...

Gruss
Burkhardt
Kepler
Stammgast
#12 erstellt: 17. Mrz 2003, 16:02
Hi Burki,
ja es stimmt bei den Kappas ist der Impedanzverlauf im Tieftonbereich kritisch. Deshalb mein Versuch den AX-1 per zusätzlicher Endstufe zu entlasten. Die restlichen Lautsprecher sind unproblematisch, werden aber auch eher selten eingesetzt. Ich experimentiere mehr mit dem Stereoklang. Mir ist es unverständlich, dass ich bei vielen CD's mit dem Bass nicht zufrieden bin. Zwar kann mit dem Subwoofer nachgeholfen werden, dies ist aber auch unbefriedigend, da dauernd der Pegel am Sub nachgeregelt werden muss. Erstaunlich ist wieviel Bass der Sub im Gegensatz zu den Kappas erzeugt, obwohl die Kappa Tieftöner grösser und zu zweit sind, und obwohl der Pegel am Sub im Schnitt nur zu 25 Prozent aufgedreht ist. Normalerweise höre ich Musik aber ohne Subwoofer Unterstützung.
Gruss, Kep
burki
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 17. Mrz 2003, 16:32
Hi Kepler,

hab mir schon gedacht (aufgrund Deines Profils), dass Du primaer auf Stereo stehst (ich hab mit dem AX-1 kein Stereo gehoert, da eigenes Stereosystem vorhanden), doch auch dann wird der Klang (bei den Kappas) von externen Endstufen profitieren.
Ich taete Dir eben raten zunaechst nur die Monos zu nehmen und dannn evtl. mal beim Haendler Deines geringsten Misstrauens eine "richtige" Endstufe (kann da auch z.B. die NAD 218 THX empfehlen) auszuprobieren.
Ich kenne halt etwas die Kappa 9i (die hatte mein Gemuesehaendler und dieser hat sie dann nach viel Frust verkauft), die ebenso einfach richtig "Saft" brauchen, bzw. nur von wirklich ausgewaehlter Elektronik optimal "befeuert" werden koennen --> deshalb halte ich die alten Kappas auch fuer eine gewisse Fehlkonstruktion (man sie z.B. bei ebay fuer etwa 800 EUR/Paar kaufen und braucht dann Endstufen, die im Normalfall wesentlich teuerer sind).

Dass der aktive Sub mehr bringt, liegt uebrigens eben am Vorteil des Aktivkonzeptes ...

Gruss
Burkhardt
Kepler
Stammgast
#14 erstellt: 18. Mrz 2003, 11:53
Hi Burki,
die Kappa 9i ist mit Sicherheit noch problematischer als die 8.2i.
Ich werde wohl am Wochenende entsprechend Deinem Vorschlag verschiedene Test machen, nur Marantz, nur interne Endstufen und die momentane Konfiguration. Ich glaube aber kaum, dass ich hörbare Unterschiede finden werde. Dazu kommen natürlich die psychoakustischen Gesichtspunkte, vor allem, da ich keine direkten AB Vergleiche machen kann sondern immer wieder umstecken muss. Leider hat der Yamaha keinen Monoschalter, sonst könnte ich per Balanceregler zwischen den unterschiedlich angesteuerten Boxen hin- und herschalten.

Gruss, Kep

PS Bevor ich mir eine andere Endstufe zulege tendiere ich eher zu neuen Boxen.
burki
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 18. Mrz 2003, 14:15
Hi Kepler,

ich hab zum Vergleich der Endstufen (meine S-250 hat auch Pegelregler) den Amp-Switch von QED (im Profibereich gibt's da natuerlich noch geschicktere Loesungen) benutzt, da ich diesen eh in meinem System einsetze.
Vielleicht leiht Dir ja ein Haendler einen entsprechenden Umschalter.
Dass mit neuen Boxen ist sicher nicht die schlechtestet Idee ...

Viel Glueck,
Burkhardt
Kepler
Stammgast
#16 erstellt: 19. Mrz 2003, 10:49
Hi Burki,

ich habe in den letzten Tagen wieder etwas intensiver gehört. Bin mit dem Klang nicht wirklich zufrieden. Am Wochenende werde, ich wie gesagt, noch mal ein wenig experimentieren.
Ich tendiere aber dazu mir neue Lautsprecher zuzulegen. Ich liebäugle schon länger mit Canton RC-A oder Canton Karat. Wobei ich die RC-A favorisiere, vor allem wegen des aktiven Bassbereichs und der Möglichkeit die Boxen an die Raumakustik anzupassen.
An den Karat Modellen stört mich hauptsächlich der seitliche Tieftöner. Ich weiss nicht, ob dies ein Problem bei geringem seitlichem Wandabstand(ca 15 cm) ist.
Bei der RC-A habe ich die Befürchtung, daß sie trotz der Regelmöglichkeit zu groß für meinen Raum ist.
Leider kenne ich keinen Händler, der Canton führt und Boxen zum Hörtest ausleiht. Canton wird hier, soweit mir bekannt, nur von Ketten wie Media Martkt und Co vertrieben. Mein Stammhändler führt sie leider nicht.

Gruß,
Kep
Icarus
Stammgast
#17 erstellt: 19. Mrz 2003, 12:09
Hi Kepler,

höre Dir die Canton RC-A auf jeden Fall mal an! Mein Tip: stelle den Höhenregler für einen ersten Eindruck auf "-1.5 dB". Diese Einstellung ist messtechnisch wesentlich linearer als die Einstellung "0 dB" (zu lauter Hochtöner, dadurch ein sehr aggressiver Klang).

Gruß,
Icarus
Kepler
Stammgast
#18 erstellt: 19. Mrz 2003, 12:58
Hi Icarus,

die ungünstige Akustik meines Hörraumes habe ich ja bereits in meiner ursprünglichen Frage beschrieben. Ist die RC-A für diesen Raum geeignet? Oder ist der Raum u.a. viel zu klein? Ich höre übrigens gerne auch laut und habe mit meiner jetzigen Konfiguration einfach Bassprobleme.

Gruß,
Kep
Icarus
Stammgast
#19 erstellt: 19. Mrz 2003, 13:10
Hallo Kepler,

die RC-A hat einen sehr hoch laufenden Mitteltöner (bis ca. 3 kHz) und eine, verglichen mit den schmalen Designlautsprechern, relativ breite Schallwand. Ich habe spasseshalber mal das Abstrahlverhalten 30° und 60° ausserhalb der Achse gemessen - das ist weitaus ausgeglichener als die Übergangsfrequenz zum Hochtöner vermuten läßt: Zumindest in dem Winkelbereich ist kein starker Sprung im Übergangsbereich zwischen Mittel- und Hochtöner zu erkennen.

Unbestreitbarer Vorteil der RC-A ist der aktive Bass! Das ermöglicht Dir einerseits eine verlustfreie Pegelanpassung, andererseits ist die Ankopplung der Chassis an den Verstärker sehr viel besser als bei allen passiven LS (da ändert auch eine 0-Ohm-Trafokernspule nichts). Der einzige Wehrmutstropfen ist die BR-Konstruktion - ein geschlossenes Gehäuse mit geregeltem Bass wäre sehr viel besser. Aber zu dem Preis (1600 Euro/Paar)?
Auch die Lautstärke des Hochtöners ist regelbar (in dem Fall wird der Serienwiderstand vor dem Hochtöner per Relais auf der passiven Weiche variiert). Das ermöglicht Dir eine leichte Anpassung an den Raum, obgleich ich so eine Lösung nicht als "gut" beurteile. Nicht der LS sollte angepasst werden, sondern der Raum (ausser im Bassbereich)!

Lasse Dich bitte nicht von dem unter "HighEndern" schlechten Ruf von Canton verunsichern! Die Dinger sind wirklich nicht schlecht!

Gruß,
Icarus

PS: Ich höre gerade (noch) in einem 20m^2-Raum (allerdings durch Dielenboden, 3.2m hohe Decke, altes weiches Mauerwerk sehr absorptionsfreudig ), da gibt es keine Probleme. Allerdings prinzipbedingt auch keinen richtigen Tiefbass.


[Beitrag von Icarus am 19. Mrz 2003, 13:39 bearbeitet]
Kepler
Stammgast
#20 erstellt: 19. Mrz 2003, 14:17
Icarus,

von Canton lass ich mich so schnell nicht abbringen, war mit Canton bisher sehr zufrieden. Das Preis- Leistungsverhältnis ist immer sehr gut gewesen.
Die Vorgänger meiner Infinitys sind Canton Lautsprecher gewesen. Die Kappas habe ich damals günstig gekauft ohne sie zu Hause an meiner damaligen Elektronik gehört zu haben. Zunächst war ich begeistert, habe dann nochmal meine alten Canton angeschlossen und war geschockt. Die Canton klangen rundum wärmer und angenehmer und der Bass war viel kräftiger. Womit ich nicht sagen will, daß die Kappas schlecht sind, aber sie brauchen wirklich erstklassige und entsprechend teure Verstärker. Auch meine jetzige Verstärkerkombination ist anscheinend nicht hochwertig genug. Auch in dieser Beziehung, d.h. die Anforderung an die Endstufen, verspreche ich mir eine Verbesserung duch die RC-A.

Wo bist Du denn auf einen Paarpreis von 1600 Euro gestossen? Der günstigste Händler in meiner Nähe verlangt 1800 Euro.

Gruß,
Kep
Makai
Stammgast
#21 erstellt: 19. Mrz 2003, 14:31
Hallo Burki,
> ...deshalb halte ich die alten Kappas auch fuer eine gewisse Fehlkonstruktion...<

Das waren sie keineswegs.Nur,aufgrund der geringen Gehäusetiefe,was für die Bässe nicht ausreichend war,musste eine spezielle Frequenzweiche für dieses Bass-Problem entwickelt werden.Was sich eben nachteilig auf die Impedanz niederschlug.
Die Nachfolger haben damit kein Problem mehr.

mfg
Icarus
Stammgast
#22 erstellt: 19. Mrz 2003, 16:01
Hallo Kepler,

>>Womit ich nicht sagen will, daß die Kappas schlecht sind, aber sie brauchen wirklich erstklassige und entsprechend teure Verstärker.

Vielleicht sind die Kappas einfach nicht neutral abgestimmt? Ich kann das nicht beurteilen, da ich diese LS nicht kenne.
Dass aber ein LS mit überzogenem Präsenz- oder Hochtonbereich extrem teure (gesoundete?) Elektronik braucht, um gut zu klingen, kann jedenfalls nicht Sinn der Sache sein...

>>Wo bist Du denn auf einen Paarpreis von 1600 Euro gestossen? Der günstigste Händler in meiner Nähe verlangt 1800 Euro.

Meine LS sind Ausstellungstücke gewesen. Bei Internet-Händlern bekommt man die RC-A recht günstig (wenn sie denn lieferbar sind), allerdings habe ich keine Erfahrungen mit solchen Anbietern.

Gruß,
Icarus
labiNNaH
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 21. Mrz 2003, 15:39
hiho,
so wie ich das verstanden habe steuert er den hochtmitteltonbereich mit der internen endstufe des yamahas und den basbereich mit den marantz.

probier eine marantz pro lautsprecher und lass die yamaha endstufe weg.

p.s.: ich hoffe ich habe das richtig verstanden was er am anfang schrieb.
burki
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 21. Mrz 2003, 16:10
Hi,

"Das waren sie keineswegs.Nur,aufgrund der geringen Gehäusetiefe,was für die Bässe nicht ausreichend war,musste eine spezielle Frequenzweiche für dieses Bass-Problem entwickelt werden.Was sich eben nachteilig auf die Impedanz niederschlug.
Die Nachfolger haben damit kein Problem mehr."

doch, wenn ein Lautsprecher nicht mit einer "normalen" Endstufe betrieben werden kann, ist er fuer mich eine Fehlkonstruktion.
Manch einer kauft sich z.B. ueber ebay die 9i fuer 800 EUR und wundert sich, dass trotz dicker Monobloecke (z.T. zu einem vielfachen Preis der Boxen) das Ganze nicht wirklich ohne Probleme ablaeuft.
Wenn Du mit Nachfolger die aktuellen Kappas meinst, dann gibt es IMHO durchaus andere Gruende (IMHO haben diese nur noch den Namen mit ihren Vorgaengern gemeinsam) ...

Gruss
Burkhardt


[Beitrag von burki am 21. Mrz 2003, 16:12 bearbeitet]
Kepler
Stammgast
#25 erstellt: 21. Mrz 2003, 22:18
Hi,

so, habe gerade, wie vorgenommen, ein wenig experimentiert.
Wenn die Kappas nur mit den Marantz betrieben werden ergibt sich ein geringfügig wärmeres, für meine Raumverhältnisse angenehmeres Klangbild. Entsprechend nur über die internen Endstufen, ein schlankeres etwas sterileres Klangbild.
Im Bi-Amping Betrieb, wie zu erwarten, ein Mittelding zwischen den beiden anderen Ergebnissen.
Ich habe zusätzlich die Boxen einzeln unterschiedlich angesteuert und per Balanceregler hin- und hergeschaltet. Dabei hat sich die Klangtendenz der einzelnen Konfigurationen bestätigt. Ungefähr in der Grössenordnung der Verstärkerklangunterschiede bewegte sich der Einfluß der Lautsprecherplatzierung. Eine der Boxen hat deutlich weniger Abstand zur Seitenwand, was sich in einem etwas kräftigeren Bass äussert.
Insgesamt sind die Unterschiede(auch bezüglich des Lautstärkepegels) aber so gering, daß ich bei meiner jetzigen Bi-Amping Lösung bleiben werde, wenn nicht.....

Also, ich werde mir morgen die RC-A ausleihen. Bin mal gespannt. Die intensiven Hörsitzungen haben mich eigentlich wieder für die Kappas begeistert. Trotzdem bleiben gewisse Zweifel.
ich war übrigens Donnerstag bei meinem Stammhändler und habe mir dort einige Standlautsprecher in der Preisklasse um 2000
Euro anghört. Von den Boxen konnte mich allerdings keine in irgendeiner Weise begeistern.
Es wird sich also zwischen den Kappas und den Cantons entscheiden.

Gruß,
Kep
labiNNaH
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 21. Mrz 2003, 22:48
also so wie ich das hier mitbekommen habe willst du dir einen neuen lautsprecher zulegen?! abber du hast doch eine kappa, was bitte willst du dann mit einer rc-a die einen totalen überfluss an tiefen bringt und in den OBEREN bassbereich und mitten einen knick nach unten macht um dich dann wieder mit zuviel höhen zuballert (höhrt sich nur so an, weil der mittelton fehlt). schreib mir mal bitte was genau für ein klangbild du hast, denn so wie sich das anhoert ist das nur ein einstellungs problem.

ich hatte letztes wochenende zufälligerweise (weil er sagte die sind der hammer und die sind besser als die kappas) von einem freund die rc-a bei mir wir haben sie mit meinen kappas verglichen und WIR sind zu folgendem schluss gekommen, dass die kappas einfach wärmer und knackiger klingen einen staubtrockenen bass hat, und eine stimmwiedergabe an die die canton in längen nicht ran kommt.

wir können uns gerne mal unterhalten, aber bitte hau die kappas nich weg, ich weiss das sie probleme machen, ich musste anfags ganz schön basteln damit es funzte.
Kepler
Stammgast
#27 erstellt: 21. Mrz 2003, 23:04
Es ist ja nicht so, daß ich mit den Kappas völlig unzufrieden bin. Mir ist, wie schon beschrieben, der Bass etwas zu dünn und der Klang insgesamt etwas zu kalt. Den Hochtonpegel habe ich bereits zurückgenommen. Ich wüsste nicht, was ich sonst noch einstellen sollte.
Im Bassbereich kommt noch hinzu, daß ich in den meisten Fällen entweder Bass vermisse oder der Bass zum Dröhnen neigt, abhängig von der jeweiligen CD.
Das ist mit Sicherheit auch ein Problem meines Raumes. Da kann ich aber nichts dran ändern und der Raum ist so klein, daß ich auch keinen Spielraum bezüglich der Platzierung der Boxen habe.

Gruß,
Kep
Kepler
Stammgast
#28 erstellt: 22. Mrz 2003, 13:47
Hallo,

habe die nagelneuen Canton RC-A angeschlossen und bin entsetzt.
Aber um es kurz zu machen an einem der Lautsprecher funtioniert der Bassbereich nicht. Auch das Umstecken der Box an den anderen Kanal hat nicht geholfen. Offensichtlich ist die Endstufe defekt. Wird also nichts mit dem Testen dieses Wochenende.

Gruß,
Kep
Icarus
Stammgast
#29 erstellt: 22. Mrz 2003, 13:51
Hi Kepler,

>>habe die nagelneuen Canton RC-A angeschlossen und bin entsetzt.

So ging es mir zurerst Denk daran, den Hochtonpegel auf "-1.5dB" zu stellen!

>>Aber um es kurz zu machen an einem der Lautsprecher funtioniert der Bassbereich nicht.

Dann ist ein fairer Vergleich natürlich unmöglich. Kleiner Tip: Vielleicht ist eine Sicherung durchgebrannt. Die Sicherungen sind 3,5A/T - Typen und sitzen unten in einer kleinen Lade am Kaltgeräteanschluss. BEIDE Sicherungen werden benötigt und müssen intakt sein.

Gruß,
Icarus


[Beitrag von Icarus am 22. Mrz 2003, 13:51 bearbeitet]
Kepler
Stammgast
#30 erstellt: 23. Mrz 2003, 11:14
Hi Icarus,

den Hochtonpegel hatte bereits ich nach dem ersten kurzen Höreindruck so weit wie möglich zurückgeregelt. Zu dem Zeitpunkt war mir dass Bassproblem noch gar nicht aufgefallen.
Die Idee mit der Sicherung hatte ich auch schon. Nur hab ich sie nicht gefunden und in der Anleitung stand auch nichts.
Werde sie gleich mal überprüfen.

Gruß, Kep
Kepler
Stammgast
#31 erstellt: 23. Mrz 2003, 11:28
Die Sicherungen waren es leider nicht. War auch unwahrscheinlich, weil die Power Lampe brennt und bei anliegendem Signal auf grün wechselt. Der Trafo brummt übrigens
auch. Also wohl kein Problem der Stromversorgung.

Gruß, Kep
Icarus
Stammgast
#32 erstellt: 23. Mrz 2003, 11:34
Hallo Kepler,

dann weiß ich auch nicht weiter... Die Verarbeitung der Cantons ist wohl nicht die beste (bei mir sind die internen Stromanschlüsse nach zwei Ausbauten des Aktivmoduls am Stecker abgebrochen). Schade!

Ciao,
Icarus


[Beitrag von Icarus am 23. Mrz 2003, 13:01 bearbeitet]
labiNNaH
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 23. Mrz 2003, 12:44
hiho Kep,

wenn du den hoch und mittelton der rc-a´s gehoert hast muss es eigentlich schon reichen, denn der ist im gegensatz zu den kappas einfach nicht so richtig prickelnt.

aber weiter zur einstellungs sache es reichen manchmal schon zentimeter des verrückens der box um das brummen zu neutralisieren (in eine nicht so kritische frequenz zu schieben).

wie koppelst du deinen ls vom boden ab??

gruss
labi
Kepler
Stammgast
#34 erstellt: 24. Mrz 2003, 10:20
Hi Labi,

meine Kappas stehen auf den mitgelieferten Spikes(inklusive Plastikkappen). Der Fussboden ist übrigens gefliesst.

Gruß, Kep
Kepler
Stammgast
#35 erstellt: 25. Mrz 2003, 10:57
Hallo,

habe gestern die defekte RC-A umgetauscht und danach eine ausführliche Hörsession gestartet. Leider, oder auch nicht leider, muß ich sagen, daß ich genau das bestätigen kann, was Labi weiter oben zu den beiden Boxen geschrieben hat.
Die Kappas klingen deutlich wärmer und musikalischer, v.a. Stimmen klingen wesentlich voller und kräftiger.
Und dies bei jeder Art von Musik, die ich höre(Jazz, Rock, Klassik).
Mein Raum spielt mit Sicherheit eine grosse Rolle, aber selbst mit komplett zurückgeregeltem Hochtonbereich(-3db) und erhöhtem Basspegel klingt die Canton einfach nicht. In stärker bedämpften Räumen mag es anders aussehen.
Werde heute abend weiter testen. Um ganz sicher zu gehen werde ich auch die Lautsprecherkabel und die Anschlüsse der Boxen am Verstärker tauschen. Ich habe mal irgendwo gelesen, daß die Anschlüsse für Paar A oft besser wären als für Paar B. Kann ich mir zwar absolut nicht vorstellen, werde es aber trotzdem ausprobieren.
Leider ist der Wirkungsgrad der Boxen recht unterschiedlich, sodaß nach dem Umschalten die Lautstärke kräftig nachgeregelt werden muß(die Cantons sind deutlich lauter).
Hat vieleicht noch jemand einen Tipp?

Gruß,
Kep
Icarus
Stammgast
#36 erstellt: 25. Mrz 2003, 11:02
Hallo Kepler,

da sehe ich mich mit meinem ersten Eindruck ja schon fast bestätigt...
Hier habe ich ein wenig zu meinem Werdegang mit der RC-A geschrieben:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-32-250.html

Ciao,
Icarus
labiNNaH
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 25. Mrz 2003, 12:03
hi kep,
zur entkopplong nimm die plastik kappen ab und kauf dir mal die passenden unterlegplätchen (in jedem hifi-fachgeschäft). es gibt noch viel mehr um die box präziser und luftiger zu machen.
lass es uns mal probieren, oder??
Kepler
Stammgast
#38 erstellt: 27. Mrz 2003, 15:46
Hallo,

ich habe in den letzten Tagen fast nur noch über die Cantons gehört - und zwar mit hoher Lautstärke. Ziel der Übung war es die Lautsprecher einzuspielen. Die klanglichen Unterschiede sind zwar nach wie vor vorhanden, sind aber kleiner geworden.

@Labi Wie alt waren denn die Cantons, die Du gegen die Kappas gehört hast?

Der Paarpreis für die Cantons beträgt übrigens 1500 Euro, ist vielleicht für einige hier interessant.

Gruß, Kep
labiNNaH
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 27. Mrz 2003, 16:10
k.a waren schon lange austellungsstücke (ca 0.5 - 1 jahr).
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