Messewerte lesen und verstehen?

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hollar
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Feb 2012, 09:26
Tag zusammen,

ich möchte tiefer in die Materie der Kopfhörer einsteigen und solche Messwerte lesen und verstehen können.
graphCompare.php
Kann mir jemand erklären, was die einzelnen Werte bedeuten und wie man die Messkurven werten kann?

Vielen lieben Dank!

PS: Evtl gibt es hierzu auch gute Literatur?


[Beitrag von hollar am 08. Feb 2012, 09:26 bearbeitet]
Oz36
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 08. Feb 2012, 10:36
Aaalso, bin zwar kein profi, aber da ich mal physik hatte und in wenig eingelesen bin, versuhe ich mal eine interpretation.
Auf der y-achse befindet sich die amplitude(=lautstärke). Auf der x-achse(die waagerechte) befindet sich die frequenz. Also die töne. Je näher du dem absoluten nullpunkt bist, sprich 0hz desto länger sind die schallwellen. Das sind dann die tiefen töne(bass). Bei den hohen frequenzen sind die schallwellen gestauchter, haben einen geringeren abstand. Je höher die frequenz (z.b. 8kHz) desto höher der ton.
Auf dem diagramm Ist ja ersichtlich, dass der bass bei 1hz shon bei +15 db anfängt. Heißt der bass ist stark angehoben. Somit hast du viel bass wenn du musik hörst. Wenn auf der aufnahme nur ein leises "brum" zu hören ist, hörst du ein lautes "BRUUUUUUUUM". In diesem beispiel reicht der bass auch bis in den grundton hinein. Heißt der bass überlagert die unteren mitten. Es wird dann schwer die mitten klar und deutlich zu hören.
Die höhen gehen ja bis um die -15dB. das heißt sie sind zurückgesetzt. Alle hohen tönen werden leise bis schleht zu hören sein. Instrumente die in dem bereich liegen hören sich schlecht an.
Und je ungleihmäßiger der verlaif dieses diagramms ist, desto katastrophaler wird die wiedergabe. Da der ton hin und her springt in der lautstärke.
Nimm dir mal nen equalizer und schraub an einer frequenz hoch. Dann weißt du was ih meine. Hebst du die mitten an, werden stimmen lauter.
Beispiel: wenn du bei 1kHz bei 0 db bist und bei 1,1kHz bei 15dB wirds plötzlich laut, auh wenn der sänger oder das instrument in dem bereich leiser wird.


So viel von meiner seite. falls etwas korrigiert werden muss bin ich dankbar:)

MfG
HuoYuanjia
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 08. Feb 2012, 15:26
"Und je ungleihmäßiger der verlaif dieses diagramms ist, desto katastrophaler wird die wiedergabe."

Du meinst wohl desto leiser. Wenn man jetzt ein Violinsolo hört, wird es wohl kaum auffallen.
Steffen_Bühler
Inventar
#4 erstellt: 08. Feb 2012, 15:44

HuoYuanjia schrieb:
Wenn man jetzt ein Violinsolo hört, wird es wohl kaum auffallen.


Ich fürchte, schon. Ich sehe da zum Beispiel +10 dB Unterschied zwischen 800 Hz und 1600 Hz. Wenn die Geige also ein zweigestrichenes g spielt, kommt die zweite Harmonische deutlich zu stark. Bei anderen Tönen stimmt's dann wieder, und es gibt auch welche, wo's gerade umgekehrt ist. Das Solo wird also mal "weichere", mal "schärfere" Klänge haben, obwohl der Solist immer genauso anstreicht.

Und von der Phase haben wir noch gar nicht geredet..

Viele Grüße
Steffen

EDIT: Jaja, die erste Harmonische ist der Grundton...


[Beitrag von Steffen_Bühler am 08. Feb 2012, 16:41 bearbeitet]
Aurix
Stammgast
#5 erstellt: 08. Feb 2012, 15:58
m00hk00h
Inventar
#6 erstellt: 08. Feb 2012, 16:23

Oz36 schrieb:
So viel von meiner seite. falls etwas korrigiert werden muss bin ich dankbar:)


Sei mir nicht böse, aber bei der Qualität korrigiert man normalerweise nicht mehr, man schreibt neu.

@hollar:
Wenn du keine Ahnung hast, welche Frequenzbereich welche Wirkung auf den Klang hat, wird es dir auch kaum etwas bringen, verstehen zu wollen, was der Graph aussagt.
Dazu kommt, dass ein Graph allein noch gar keine Aussage ermöglicht. Erst der Vergleich mit anderen Hörer, die man möglichst bereits kennen sollte, lässt sich eine qualitative Aussage darüber treffen, wie der fragliche Hörer so in etwa klingen wird.
Alle Hörer müssen mit dem gleichen Messaufbau vermessen worden sein und idealer Weise die gleichen Achsenskalierung aufweisen, sonst Vergleiche unmöglich.

Mein Tipp: Kopfhörer vor dem Kauf anhören, statt auf Diagramme zu starren.

m00h
xnor
Stammgast
#7 erstellt: 08. Feb 2012, 16:53
m00hk00h, anstatt andere zu kritisieren solltest du vielleicht selbst mal mit deinem Wissen auspacken.


[Beitrag von xnor am 08. Feb 2012, 16:55 bearbeitet]
kempi
Inventar
#8 erstellt: 08. Feb 2012, 16:59

xnor schrieb:
m00hk00h, anstatt andere zu kritisieren solltest du vielleicht selbst mal mit deinem Wissen auspacken.

Was soll das? Schlechte Laune? Brass auf den Mod?
j!more
Inventar
#9 erstellt: 08. Feb 2012, 17:10

Aurix schrieb:
http://www.headphone...one-measurements.php


*2. Da wird in der Tat alles erklärt. Und notfalls hilft ja Google-Translate weiter.
Oz36
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 08. Feb 2012, 17:11
Mooh schrieb :
Sei mir nicht böse, aber bei der Qualität korrigiert man normalerweise nicht mehr, man schreibt neu


Autsch, das ing unter die gürtellinie.
Meine aussagen waren auch noch rein physikalisch betrachtet. Welches instrument in welchem frequenzbereich liegt kann ich nicht sagen. Dafür fehlt mir das know-how. Ich könnte höchstens raten.
Aber das war auch nur gaaaaaaaanz oberflächlich.

MfG
xnor
Stammgast
#11 erstellt: 08. Feb 2012, 17:26

kempi schrieb:
Was soll das? Schlechte Laune? Brass auf den Mod?

Nein, nur fällt mir auf dass das des öfteren passiert und gerne von "Halbwissen" gesprochen wird, dann jedoch keine Richtigstellung kommt.
Aurix
Stammgast
#12 erstellt: 08. Feb 2012, 17:29
Oz36: ein gut gemeinter Erklärungsversuch, gerade für totale noooobs, aber er enthält tatsächlich viele Fehler. Nicht persönlich nehmen

Ob google translate da gut weiterhilft, bin ich skeptisch o.0
Eventuell bei Verständnisproblemen hier nochmal konkret fragen!

edit: xnor: Die Forennutzer, und gerade die Mods, können ja nicht jedes mal Grundlagen neu erklären. Dazu gibt es FAQs, Einsteigerthreads, gute Seiten im Netz, etc...


[Beitrag von Aurix am 08. Feb 2012, 17:32 bearbeitet]
Oz36
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 08. Feb 2012, 17:42
Aurix schrieb :

Oz36: ein gut gemeinter Erklärungsversuch, gerade für totale noooobs, aber er enthält tatsächlich viele Fehler. Nicht persönlich nehmen

Tue ich niht:) ich habe es versucht. :)allein das zählt:P ich lerne es noch.

MfG
m00hk00h
Inventar
#14 erstellt: 08. Feb 2012, 17:47

Oz36 schrieb:
Autsch, das ing unter die gürtellinie.


Sorry, war nicht böse gemeint. Wollte nur mal sticheln.


j!more schrieb:

Aurix schrieb:
http://www.headphone...one-measurements.php


*2. Da wird in der Tat alles erklärt. Und notfalls hilft ja Google-Translate weiter.


Nun ja, "alles" wird da mit Abstand nicht erklärt, aber genug für einen einfachen Einstieg und um zu verstehen, was da eigentlich wie und warum gemacht wird.


xnor schrieb:

kempi schrieb:
Was soll das? Schlechte Laune? Brass auf den Mod?

Nein, nur fällt mir auf dass das des öfteren passiert und gerne von "Halbwissen" gesprochen wird, dann jedoch keine Richtigstellung kommt.


Das liegt daran, dass man über das Thema ohne Probleme eine 10 Seitige Abhandlung tippen könnte.

Und mittlerweile kommt es mir so vor, als hätte ich das auch schon oft genug gemacht in den vergangenen 6 Jahren. Zugegeben, die Posts sind schwer zu finden, da sie sich in irgendwelchen Themen befinden, die über 3 Ecken auf das Thema gekommen sind.
Aber groß Lust das alles immer und immer wieder zu tippen habe ich nun mal nicht.


Aurix schrieb:
Eventuell bei Verständnisproblemen hier nochmal konkret fragen!


Konkret nachfragen ist IMHO eh viel besser, als "erklär mal".

m00h
audiophilanthrop
Inventar
#15 erstellt: 08. Feb 2012, 19:13
Generelles Hörtraining:
Harman How to Listen

Auch eine Reihe schlichter Sinus-Testtöne kann bei der Zuordnung von Tonhöhe zu Frequenz helfen.

Die übliche doppeltlogarithmische Skalierung entspricht näherungsweise der Wahrnehmung des Gehörs (siehe Lautheit und Tonhöhe in der Psychoakustik), was sie recht praktisch macht.

Aber wie gesagt, erst einmal muß man den grundsätzlichen Umgang mit Frequenzgängen lernen.

Bei Kopfhörern kommen noch zusätzliche Unsicherheiten durch die Entzerrung (die schwerlich individuell sein kann) sowie stehende Wellen im Meßaufbau hinzu (letztere versucht man über eine Variation der Positionierung herauszumitteln). Vergleichbarkeit ist wie gesagt auch so ein Thema.

Ja, das gäbe gut 'ne kleine Abhandlung her.
Argon50
Inventar
#16 erstellt: 08. Feb 2012, 19:54
Hallo.


Oz36 schrieb:

Meine aussagen waren auch noch rein physikalisch betrachtet. Welches instrument in welchem frequenzbereich liegt kann ich nicht sagen. Dafür fehlt mir das know-how. Ich könnte höchstens raten.


Auch nicht der Weisheit letzter Schluß aber für den Anfang ganz interessant: Interactive Frequency Chart (mit der Maus mal darüberwandern)


Grüße,
Argon

Katanga
Stammgast
#17 erstellt: 08. Feb 2012, 22:59
... und wenn wir schon beim verlinken sind:

Hier gibt es noch einige Informationen darüber, was sich in welchem Frequenzbereich abspielt.

- K
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