Balance-Probleme mit Philips Fidelio X2

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Selbi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Dez 2016, 04:15
Nach sehr intensiver Beratung von diesem wundervollen Forum, habe ich mich vor nicht einmal zwei Monaten dazu entschieden, mir die Philips Fidelio X2 zu kaufen. Und ich liebe sie. Der Klang ist einfach phänomenal und ich würde den Bass am Liebsten heiraten.

Allerdings hat sich baldig herausgestellt, dass die Kopfhörer unbalanciert sind. Der linke Kanal ist subtil lauter als der rechte Kanal. Das wusste ich zunächst nicht und habe einen anderen Thread erstellt. In diesem habe ich geschlussfolgert, dass meine Kopfhörer unbalanciert sind und nicht mein DAC.

Also habe ich mir ein neues Paar von Amazon bestellt. Dieses Mal wirklich neu, denn meine bisherigen waren gebraucht gekauft worden. Ich dachte, dass es damit zusammenhing.

Und siehe da? ... Wieder eine Unausgeglichenheit. Nur, dass es dieses Mal der andere Kanal war. Warum spielt das Leben so mit mir?

Ich wollte sichergehen, dass ich nicht halluziniere. Also habe ich beide Kopfhörer Seite an Seite ausprobiert, am gleichen Audiointerface mit dem gleichen Kabel. Keine Zweifel offen, sie haben jeweils den anderen Kanal lauter; beim gebrauchten der linke, beim neuen der rechte. Ich habe auch die Hörer umgedreht (L-R getauscht), wobei das Bevorzugung mitgewandert ist. Ich habe auch die Polster ausgetauscht, was aber keinen Einfluss hatte.

Aber eine Sache habe ich dann doch bei beiden Kopfhörern bemerkt. Es ist deutlich zu spüren, auch wenn die Hörer nicht angeschlossen sind, dass die lautere Seite der beiden Kopfhörer sich "weniger luftig" anfühlt. Als würde jemand seine Hand vor dem Metallgrill halten. Hinzu kommt auch, dass man sich auf der jeweils leiseren Seite einen Ticken besser selbst reden hört.

Drei Optionen habe ich nun:
  1. Damit leben. Ungern, weil es echt für lange Sitzungen keinen Spaß macht, wenn ständig eine Seite mehr dröht als die andere. Balanceregler hilft da minimal, da es das Problem dieser "Luftigkeit" nicht ändert.
  2. Drittes Paar bestellen. Ungern, weil der Aufwand jetzt schon meine Vorstellungen gesprengt hat und ich will nicht nochmal ins Klo greifen mit Balance-Problemen.
  3. Komplett Kopfhörer kaufen, die Erfahrungsgemäß so gut wie nie konstruktionsbedingte Akustikprobleme haben, aber dennoch ein ähnliches Klangbild und nicht mehr als 200€ kosten.

Mit der letzten Option identifiziere ich mich noch am Ehesten an, aber die Philips Fidelio X2 sind bis jetzt eigentlich die Kopfhörer für mich. Ich liebe den Sound so wie er ist, ich will doch nur, dass die verdammten Dinger balanciert sind...

Was soll ich eurer Meinung nach tun, damit dieser Fluch endlich ein Ende hat?


[Beitrag von Selbi am 23. Dez 2016, 04:26 bearbeitet]
frale
Inventar
#2 erstellt: 23. Dez 2016, 09:18
Dei beiden Kopfhörer in der Mitte durchsägen und die lauten Seiten wieder zusammenfügen. Fertig ist der perfekte Kopfhörer und dieses schwere Schicksal besiegt.
Selbi
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 23. Dez 2016, 16:04
Ich platz gleich vor lachen.
frale
Inventar
#4 erstellt: 23. Dez 2016, 16:50
Das wäre auch praktisch, dann könnte man die Ohren neu sortieren.
Ghoster52
Stammgast
#5 erstellt: 23. Dez 2016, 16:58
Option 3
Die Treiber untereinander tauschen
Dann hast Du einen leisen und lauten Hörer !
Selbi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 23. Dez 2016, 20:23
Ich bin so kurz davor, die Kopfhörer einfach noch zweimal bei Amazon zu bestellen, in der Hoffnung, dass eines der beiden endlich perfekt ist. Nur glaube ich nicht, dass Amazon davon begeistert sein wird...

Edit: Sowohl mit den Kundenservices von Philips als auch Amazon geschnackt. Beiden ist das Problem bekannt und beide waren sehr kulant. Amazon hat gesagt, es sei kein Problem, die Kopfhörer zwei weitere Male neu zu kaufen und alle anderen zurückzuschicken. Philips empfiehlt erst einmal auf Amazon zu warten, aber wenn das Problem dann immer noch bestünde, würden sie höchstpersönlich eingreifen.

Achja, vielleicht wird das ja doch noch was. Aber trotzdem ein mulmiges Gefühl, erst einmal mit 750€ zu bürgen...


[Beitrag von Selbi am 23. Dez 2016, 21:50 bearbeitet]
frale
Inventar
#7 erstellt: 24. Dez 2016, 10:35
Etwas viel Aufwand und Geldeinsatz für einen 200€- Kopfhörer, oder?
Treiber wechseln oder einfach einen anderen Hörer nehmen wäre vmtl. einfacher und besser gewesen.
Der Philips wird halt auf ganz billig in Asien zusammengeklöppelt, da ist Qualitätskontrolle nicht so gegeben (vmtl. wie beim Blinker: geht, geht nicht).
derpeter210
Stammgast
#8 erstellt: 24. Dez 2016, 11:13
Neu kaufen, ohne Frage.
Selbi
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Dez 2016, 04:49

frale (Beitrag #7) schrieb:
Etwas viel Aufwand und Geldeinsatz für einen 200€- Kopfhörer, oder?


Naja, nicht aus meiner Perspektive. Ich bin 21 Jahre alt und jobbe gut bezahlt neben dem Studium, was die Möglichkeiten für neue Kopfhörer geschaffen hat (vorher hatte ich für viiiele Jahre die Sennheiser HD 518). Aber es macht mich noch lange nicht reich. Für mich sind 200€ immer noch wahnsinnig viel, deswegen möchte ich lieber, dass die Dinger ordentlich funktionieren und zur Not den erhöhten Aufwand reinstecken.

Das doofe ist halt, dass mein erstes Paar von den X2 gebraucht gekauft wurde. Das Geld dafür ist per se erstmal weg, es sei denn, ich bekomme einen guten Deal bei eBay heraus. Aber das ist halt saudoof, weil die Gewissheit da fehlt.
frale
Inventar
#10 erstellt: 25. Dez 2016, 09:51
Darum ging es nicht. Insegsamt 750 Euro hinlegen, um einen guten KH, eventuell, zu haben, ist das Problem. Auch wenn es durch Retouren wieder etwas zurückerhält, schön, aber Amazon z.B. schmeisst einen ohne Vorwarnung raus bei zu vielen Retouren. Da hilft auch der Kundenservice nicht weiter.
Ich hätte eher nach einem guten oder gar besseren KH geguckt (z.B. Hifiman 400s, AKG 712pro o.ä.), der diese Probleme nicht hat.
Und bitte den Defekt (naja) beim alten Philips bei Ebay nicht verschweigen, gell .Vermutlich macht es mehr Sinn, den alten als Ersatzteillager liegen zu lassen.
moon1883
Stammgast
#11 erstellt: 25. Dez 2016, 11:34
Wenn amazon schon sagt, es sei kein Problem, dann sehe ich da keins - zumal es sich offenbar um ein bekanntes Problem handelt. Ich verstehe den TE: wenn ich ein Produkt kaufe, dann erwarte ich es in einwandfreienm Zustand. Ganz egal, ob das 'ne Currywurscht für 2 Euro, 'ne Speicherkarte für 20 Euro, ein Kopfhörer für 200 oder 2000 Euro ist.

Da der TE bereits eine unglückliche Liason mit dem Bass seines Modells eingegangen ist, wird die Trennung der beiden zugunsten eines Rivalen vermutlich in naher Zukunft schwierig...

Amazon ist zum Beispiel zu dämlich, CDs ordentlich zu verpacken, sodaß auch die Hüllen den Transport überstehen. Ich habe schon welche drei mal kommen lassen (und die kaputten - noch in Folie - zurückgeschickt): Das üben wir dann so lange, bis es einmal klappt. Mir reicht es nicht, wenn der Tonträger vermutlich einwandfrei ist, bei einer neuen CD erwarte ich auch eine Hülle ohne Risse und Sprünge. Seitdem bestelle ich vorzugsweise gebrauchte Marketplace-CDs: Diese Verkäufer wissen, wozu Luftpolsterumschläge gut sind. Komisch.

Philips wird dann vielleicht irgendwann gleichmäßig laute Kopfhörer bauen. Naja... vielleicht auch nicht...
Selbi
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 26. Dez 2016, 00:04

frale (Beitrag #10) schrieb:
Darum ging es nicht. Insegsamt 750 Euro hinlegen, um einen guten KH, eventuell, zu haben, ist das Problem. Auch wenn es durch Retouren wieder etwas zurückerhält, schön, aber Amazon z.B. schmeisst einen ohne Vorwarnung raus bei zu vielen Retouren. Da hilft auch der Kundenservice nicht weiter.

Ich habe mit dem Amazon Kundenservice über ebendieses Problem gesprochen und meine Angst, die von diesen ganzen Berichten, dass Amazon dich sofort sperrt, kommt. Die sind laut seiner Aussage "völlig überzogen, weil sie ja sonst keiner lesen würde". Weiterhin meinte er, dass sie erst dann Leute ins Visier nehmen, wenn diese im Pensum von 99 aus 100 Bestellungen zurückschicken.

Ob das jetzt stimmt oder nicht sei mal dahin gestellt. Aber was hätte Amazon davon, dass sie damit lügen? Glaubst du ernsthaft, da sitzt jemand, der grinsend seinen Finger über den Ban-Button hält, bis ich zu viele Sachen zurückgesendet habe?


Ich hätte eher nach einem guten oder gar besseren KH geguckt (z.B. Hifiman 400s, AKG 712pro o.ä.), der diese Probleme nicht hat.

Mit dieser Aussage ist so viel falsch, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Nochmal zur Info: 21 Jahre, hat endlich mal ein bisschen Taschengeld, kauft sich das erste Mal Kopfhörer mit einem dreistelligen Betrag. Dass ich da nicht gleich in die Sterne schieße ist doch hoffentlich klar. Und klar, man kennt natürlich auch alle möglichen Defekte von Kopfhörern, bevor man sie kauft. Aber ich leider nicht und weiß auch erst Montag meine Lottozahlen.


Und bitte den Defekt (naja) beim alten Philips bei Ebay nicht verschweigen, gell :prost.

Dritter Absatz, erster Post.

Also habe ich mir ein neues Paar von Amazon bestellt. Dieses Mal wirklich neu, denn meine bisherigen waren gebraucht gekauft worden. Ich dachte, dass es damit zusammenhing.



Vermutlich macht es mehr Sinn, den alten als Ersatzteillager liegen zu lassen.

Natürlich! Natürlich tue ich 200€ einfach in eine Schublade meines 12qm Studentenzimmers, damit sie gemütlich nichts tun, nachdem ich sie nur zwei Monate hatte. Macht ja wirklich mehr Sinn.



moon1883 (Beitrag #11) schrieb:
Wenn amazon schon sagt, es sei kein Problem, dann sehe ich da keins - zumal es sich offenbar um ein bekanntes Problem handelt. Ich verstehe den TE: wenn ich ein Produkt kaufe, dann erwarte ich es in einwandfreienm Zustand. Ganz egal, ob das 'ne Currywurscht für 2 Euro, 'ne Speicherkarte für 20 Euro, ein Kopfhörer für 200 oder 2000 Euro ist.

Schönes Beispiel.

Meine alten Sennheiser HD 518 hatten nie irgendwelche Probleme und funktionieren immer noch einwandfrei. Aber es sind halt vergleichsweise schlechtere Kopfhörer. Zwar waren die beiden X2 von der Klangqualität deutlich besser, aber wenn sie unausgeglichen sind, geht dir das irgendwann mehr auf den Sack als die schlechtere Soundqualität deiner alten Kopfhörer. Ich habe mich auch dabei ertappt, wie ich dann doch zu den Sennheisern gegriffen habe, obwohl meine X2 direkt daneben lagen.

Da ist dann irgendwas mit den 200€ schief gelaufen.


Da der TE bereits eine unglückliche Liason mit dem Bass seines Modells eingegangen ist, wird die Trennung der beiden zugunsten eines Rivalen vermutlich in naher Zukunft schwierig... ;)

Mitunter das größte Problem. Würden die X2 schlecht klingen, wäre ich bereits in Gedanken, andere KH zu suchen. Tun sie aber nicht. Und nun haben wir das Problem...
frale
Inventar
#13 erstellt: 26. Dez 2016, 10:26
Amazon sperrt nach Algorithmen, fertig. Und die Damen und Herrren von der Hotline sind eben von einer Hotline
Ein AKG712pro kostet 220 Euro. Da ist die Frage, welche Aussage falsch ist. Und solche Probleme sind bei dem nicht bekannt.
Einen gebrauchten KH weiterzuverkaufen war nicht gemeint, sondern die Kanalungleichheiten zu verschweigen. Einen defekten Philips bei Ebay zu verkaufen bringt vllt. 50 Euro, und nicht die 200 Euro wieder. Ergo liegen dann keine 200 Euro in der Schublade. Aber man kann den Defekt natürlich auch verschweigen (weil man ja gefühlt auch beschissen worden ist als darbender Student), dann bringt er vllt. 110 Euro, aber evtl. und zurecht auch eine polierte Kauleiste
Und wenn man schon zwei "defekte" zu Hause liegen hat, wie groß mag die Wahrscheinlichkeit sein (wenn auch Philips und Amazon scheinbar diese Probleme kennen), dass man bei zwei weiteren einen guten erwischt? Da sind wir wieder beim Lottospielen.
Aber ehrlich: mir auch alles total egal.


[Beitrag von frale am 26. Dez 2016, 10:37 bearbeitet]
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