KHV-1 versus KHV-111

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ugoria
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 12. Jan 2005, 18:38
Heute kam der neue KHV-1, der im Gegensatz zur Ansicht (Geko-Hifi) doch über einen durchgeschleiften Eingang verfügt! Hier nun ein erster kurzer Testbericht, der rein subjektiv ist und vielleicht kann der eine oder andere ja auch etwas mit ihm anfangen.


Äußere Merkmale
Neben dem Unterschied, dass der KHV-1 stehend und der KHV-111 liegend betrieben wird, gibt es noch weitere äußere Unterschiede, die ich kurz wie folgt beschreiben möchte.

Der KHV verfügt auf der Frontseite über zwei Kopfhörerbuchsen im Gegensatz zum KHV-111 mit nur einer. So kann ich jetzt wunderbar zwei Kopfhörertypen miteinander vergleichen ohne ständig umstöpseln zu müssen.
Auf der Rückseite ergibt sich ein (scheinbares) weiteres nützliches Detail: Der KHV-1 hat einen durchgeschleiften Eingang, der leider zwei entscheidende Nachteile hat. Dieser funktioniert nur wenn der KHV-1 angeschaltet ist und ist in seinem Pegel abhängig von der Lautstärke, die man auf der Frontseite eingestellt hat. Macht in meiner Kette keinen Sinn, einen rein geschleiften Eingang hätte mir hier besser gefallen.
Der KHV-1 wird mit einem zentralen Regler in der Lautstärke gesteuert, während der KHV-111 separate Regler für jeden Kanal hat.


Der Klangtest
Den Klangtest habe ich mit der sehr konzertanten Einspielung „Joni Mitchel: Travelogue“ in der Japanpressung vorgenommen. Angeschlossen wurde mein HD-600 mit Oehlbach-Kabel.
Sowohl der KHV-111 als auch der KHV-1 wurden eine Stunde vor dem Test in Betrieb genommen. Genug Zeit also, um eine optimale Betriebstemperatur zu erzielen.

Die Unterschiede beider KHVs sind nach 1 1/2 Stunden wechselseitigen Hörens minimal und drücken sich wie folgt aus: Der KHV-1 ist in den Höhen vernehmbar präziser, auch was den Gesang betrifft. Wenn beispielsweise auf der CD "New-Conception of Jazz Sharing" im Stück "Hymn" die Stimme einsetzt, vernimmt man hörbar deutlicher den Zungenschlag am Gaumen, der hier bewusst vom Sänger als Stilmittel eingesetzt wurde als beim KHV-111.
Becken auf der "Travelogue" kommen sehr schnell, ohne nerviges zischeln, und auch hier ist der KHV-1 einen Tick besser und deutlicher im Nachhall.
Wie bei allen Vincent-KHVs in Kombination mit dem HD-600 beeindruckt der trockene, saubere und stets präzise Bass. Da geben sich beide KHVs gegeneinander nichts.
Wie gesagt, die Unterschiede sind eher marginal und der KHV-1 muss sich auch erst noch richtig einspielen, zeigt aber jetzt schon, dass es ein richtig guter KHV ist.


Die Daten der beiden im Überblick:
Nennleistung: KHV-111 = 5 W / KHV-1 = 400mW (300Ohm) 1,75 W (32 Ohm)
Übertragungsbereich: KHV-111 = 10Hz-40kHz / KHV-1 = 20Hz-20kHz
Klirrfaktor: KHV-111 = < 0,1% / KHV-1 = < 0,1%
Geräuschspannung: KHV-111 = >90dB / KHV-1 = >90dB
Eingangsempfindlichkeit: KHV-111 = 250 mV / KHV-1 = 600mV

Wie man unschwer erkennen kann, unterscheiden sich beide in einzelnen Bereichen bei einigen Werten. Für mich als 43jährigen macht der geringere Übertragungsbereich des KHV-1 gar nichts aus, da ich diesen sowieso nicht bemerke.


Fazit
Optisch ist der KHV-1 ein Genuss. Vollmetall, sehr solide in der Verarbeitung und einfach nur schön.
Auch Details, wie durchgeschleifter Eingang, zweite Kopfhörerbuchse machen den KHV-1 insgesamt wertiger und breiter in der Anwendung.
Die marginalen Klangunterschiede, obwohl der KHV-1 noch nicht eingespielt ist, sprechen auch für ihn, so dass ich dem KHV-1 den Vorzug gebe und den KHV-111 abgeben werde.

Andi


Erste Ansicht: KHV-1 auf dem KHV-111
cosmopragma
Inventar
#2 erstellt: 13. Jan 2005, 16:05
Der neue sieht auf jeden Fall klar besser aus.

Die Daten der beiden im Überblick:
Nennleistung: KHV-111 = 5 W / KHV-1 = 400mW (300Ohm) 1,75 W (32 Ohm)
Übertragungsbereich: KHV-111 = 10Hz-40kHz / KHV-1 = 20Hz-20kHz
Klirrfaktor: KHV-111 = < 0,1% / KHV-1 = < 0,1%
Geräuschspannung: KHV-111 = >90dB / KHV-1 = >90dB
Eingangsempfindlichkeit: KHV-111 = 250 mV / KHV-1 = 600mV
Werte, Schmerte.Für Halter non Elephanten oder Fledermäusen mögen die relevant sein, für uns nicht.
Ich hab gerade meinen ehemaligen KHV-111 an das Mitglied tonatona verkauft, und ich frage mich ernsthaft, wie die die 5W gemessen haben.Da muss irgendwo das Komma verrutscht sein.
ugoria
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 13. Jan 2005, 16:15
@cosmopragma

Die 5Watt habe ich auch nicht kapiert.

Der neue sieht in der Tat gut aus, klingt auch noch gut an meinem HD-600 und passt durch das runde Bullauge perfekt zum Rest der Kette. Die Optik macht es halt auch bei mir.

Viele Grüße
Andi, der hofft, dass Du einen guten Preis für Deinen KHV-111 bekommen hast. Ich behalte meinen doch. Wahrscheinlich nur aus sentimentalen Gründen.
MeistaEDA
Stammgast
#4 erstellt: 14. Jan 2005, 11:28
Wie teuer is der denn, wenn man fragen darf??
ugoria
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 14. Jan 2005, 11:40
Hi,

tja, ich habs wesentlich unter dem offiziellen Verkaufspreis bekommen, und da ich mit dem Händler befreundet bin, habe ich auch noch keine MwSt. bezahlt. Quasi von privat an privat

Viele Grüße
Andi
-resu-
Inventar
#6 erstellt: 14. Jan 2005, 11:50
Ich glaube so um die 450€, oder?

Mir pers. gefällt der silberne glaube noch nen Tick besser - aber das is ja Geschmackssache.
Habe mich selbst für den KHV1 interessiert - hab aber dann doch zum Amity gegriffen (Preis).

Hier Front-Ansicht:
http://gekohifi.de/vincent/images/g_khv1_sb.jpg

Und von hinten:
http://gekohifi.de/vincent/images/g_khv1_bk.jpg

Wie schaut´s eigentlich im Vergleich zu einem Transistor aus?
Die Röhrengeräte klingen wohl bei älteren/schlechteren Aufnahmen etwas besser, dafür aber nicht so belastbar (bei vgl. Gerät) und etwas "eigener" Klang (den die meissten lieben) - hab ich das so richtig verstanden?

Gruss
Frank
ugoria
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 14. Jan 2005, 11:55
Hi,

nö, um die 350 Euros waren es.

Ich höre ausschließlich Jazz und da liebe ich diesen Klang einfach über alles, besonders auch deshalb, weil der KHV-1 und natürlich auch der KHV-111 so gut mit dem Sennheiser harmonieren.

Da meine gesamte Kette in schwarz gehalten ist, musste der KHV-1 eben auch in schwarz kommen.

Liebe Grüße
Andi
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