AKG K 1000 anschließen - wie?

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Mick
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 05. Jan 2004, 23:42
Habe neulich einen gebrauchten Kopfhörer AKG K 100O gekauft. Das Problem ist der 3(!)polige XLR-Stecker, der nicht an meinem Verstärker passt.
Nach Auskunft eines Fachhändlers gibt es nur 4-polige XLR-Kupplungen, die man aber für einen Adapter für den Kopfhörer nicht verwenden könne. Für den Anschluss hat er mir empfohlen, den Stecker abzuschneiden (!!) und die Kabel an den Lautsprecherausgang am Verstärker anzuschließen .

Stimmt das oder gibt es eine Alternative??
vismars
Stammgast
#2 erstellt: 05. Jan 2004, 23:50
Also das mit dem Abschneiden ist ne Möglichkeit,
es sollte reichen die Masse mit einem der beiden Masse-
Anschlüsse des Verstärkers zu verbinden.
Die Signalleitungen dann dementsprechend.
Wenn ich mich nicht täusche gabs früher mal
einen Verstärker von AKG bei dem man die individuelle
Hörkurve einstellen konnte, sie wurde dafür eigens
von AKG gemessen. Dieser Verstärker hatte den
richtigen Anschluss, woanders wirst dus wohl kaum
an einem Gerät finden.
Die Stecker solltest du beim Elektronikfachhandel
Conrad etc. bekommen, du kannst dann einen Adapter
bauen, hat natürlich den Nachteil von mehr
Übergangswiederständen, sollte aber keinen
hörbaren Unterschied machen.

Jemand anderes weiss das aber mit sicherheit noch
genauer

mfg
Miles
Inventar
#3 erstellt: 06. Jan 2004, 00:29
Der AKG K1000 ist ein "Kopflautsprecher", der wesentlich mehr Leistung benötigt als gängige Kopfhörerausgänge liefern können. Er muss daher an die Lautsprecherausgänge eines Verstärkers angeschlossen werden oder einem speziellen AKG-Verstärker mit XLR-Anschlüssen.

Der von Vismars erwähnte Prozessor (BAP1000) ist nicht notwendig sondern optional (sehr teuer).

Um an Lautsprecherausgänge angeschlossen zu werden gibt es einen Adapter, der auf die XLR-Stecker gesteckt wird. Den musst du dir besorgen oder anfertigen (lassen).


Mitgeliefertes Zubehör:
Adapter XLR 4-polig auf offene Kabelenden zum
direkten Anschluss an Lautsprecherklemmen


Lade dir das Handbuch hier runter, dort wird das erklärt:

AKG K1000

Der AKG-Verstärker wird nicht mehr produziert, es gibt ihn aber noch bei Hifi Edition (nach AKG suchen, 600 Euro).

SAC hat auch einen Verstärker produziert, der aber ebenfalls nicht mehr lieferbar ist.

Im Head-Fi Forum werden Verstärkeralternativen besprochen.


[Beitrag von Miles am 06. Jan 2004, 00:54 bearbeitet]
cr
Inventar
#4 erstellt: 06. Jan 2004, 01:06
Ich habe den AKG 1000 seit 1994. Beim Originalteil war ein Monster-Kabel zum Anklinken dabei (schwer und unpraktisch), dessen andere Enden frei waren, um an die Lautsprecherklemmen des Verstärkers angemacht zu werden.
Es gab ursprünglich noch den einmesssbaren BAP mit integriertem Verstärker und einen eigenen, aber auch ziemlich teuren Class-A-Verstärker, der die erforderliche Leistung liefert (1 Watt/Kanal).

Ich würde den Stecker abschneiden.
Mick
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 06. Jan 2004, 09:50
Super! Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!!!
Jürgen_M
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 06. Jan 2004, 22:11
Kurz und knackig formuliert Miles und CR - mit Hilfestellung, find ich gut.

Hat Euch der K 1000 "gefallen"? Oder gefällt Euch immer noch?
Nein ich will nicht lästern oder stänkern, ist nur eine Frage - ich hatte ihn einige Tage zuhause und wäre an Eurer Meinung interssiert (Ohne Hintergedanken).
Miles
Inventar
#7 erstellt: 06. Jan 2004, 22:21
Ich habe selbst keinen K1000, würde ihn aber gerne ausprobieren.

Die Infos hatte ich noch da ich mich mal für den AKG interessiert habe, als ich mehr auf Kopfhörer angewiesen war.
cr
Inventar
#8 erstellt: 07. Jan 2004, 10:34
Mir gefällt er schon (mit nicht aufgeklappten Systemen), aber da ich beim Musikhören gerne liege, verwende ich ihn selten und stattdessen den K280 (gibts nicht mehr) und den K500.
AH.
Inventar
#9 erstellt: 07. Jan 2004, 15:11
@ JügenM:

Der unverzerrte Pegel im Tieftonbereich ist begrenzt,
zudem verhält sich das Gerät als akustischer Hochpaß
~2. Ordnung mit einer Eckfrequenz von 50Hz (nachgemessen).
Da ich selten Musik mit hohem Content im Tieftonbereich höre,
habe ich mein Exemplar auf eine neue Eckfrequenz von
30Hz/2. Ordnung entzerrt.

Von den elektroakustischen Eigenschaften ist das Gerät in Ordnung,
die Freifeld-Entzerrung (nachgemessen) führt zu einem hellen
Klangcharakter bei der Wiedergabe von Mischungen für Lautsprecher,
der viele Hörer vermutlich nicht anspricht.
Kunstkopfaufnahmen werden einwandfrei wiedergegeben.

Allgemein: Für die Wiedergabe von Kunstkopfaufnahmen ist
Freifeldentzerrung Voraussetzung, für die Wiedergabe von
Mischungen für Lautsprecher auf Kopfhörern ist eine Lautsprechersimulation
Voraussetzung, welche das Übersprechen zwischen den Kanälen
(bei Lautsprecherwiedergabe hört das rechte Ohr auch den
linken Lautsprecher und umgekehrt) und den aufgrund der
HRTF geänderten Amplitudenfrequenzgang auf dem Trommelfell
bei einem Schall-Einfallswinkel von 30° (Kopfhörer: 90°) berücksichtigt.

Wer das testen will, kann ja einen Lautsprecher im Abstand
von ca. 1m in einer typischen Stereo-Aufstellung (30°), den
anderen exakt seitlich zum Kopf (90°) aufstellen und
auf die (dramatischen) Klangfarbenunterschiede hören.

Die Lautsprechersimulation via BAP1000 funktioniert gut
(weitaus besser, als eine einfache Diffusfeld-Entzerrung),
leider ist der Rauschabstand des Gerätes nicht besonders
hoch, was damals aber nicht besser machbar war.
Moderne Headracking-Systeme für Kopfhörer sind leistungsfähiger,
indem sie Kopfbewegungen des Hörers aufnehmen und
in Echtzeit die zugehörige Übertragungsfunktion samt
Übersprechen berechnen, so daß die Simulationsebene bei
Kopfbewegungen nicht mehr "mitwandert", was ansonsten ein
Problem der Kopfhörerwiedergabe darstellt.
Solche Systeme sind aber anscheinend nicht vermarktbar und fristen
ihre Existenz daher nur im Labor.


Gruß

Andreas
MarGan
Stammgast
#10 erstellt: 11. Jan 2004, 13:13

@ JügenM:
Allgemein: Für die Wiedergabe von Kunstkopfaufnahmen ist Freifeldentzerrung Voraussetzung,


Gilt das nicht nur für die Kunstkopfaufnahmen, welche in den Siebzigern angefertigt worden sind? Aufnahmen ab den Achtzigern wurden doch auch für die Wiedergabe über Lautsprecher optimiert und sind somit besser für diffusfeldentzerrte Kopfhörer geeignet.

MarGan
Sunlion
Stammgast
#11 erstellt: 11. Apr 2009, 09:00
Ich habe ihn vor 15 Jahren ausgiebig getestet und fand ihn nicht so überzeugend, schon gar nicht für den damaligen Preis. Der Klang ist recht baßarm und die räumliche Tiefenwirkung durch das Aufklappen eher unspektakulär. AKG hatte noch einen Soundprozessor im Angebot, mit dem verschiedene räumliche Klangeindrücke simuliert werden sollten, selbst das führte nicht zu nennenswerten Verbesserungen. Ich hatte mich dann für den K500 entschieden, der mit weniger technischem Aufwand einen recht ähnlichen Klangeindruck erzeugt. Den nehme ich für Klassik, Jazz und mein E-Piano. Für Pop und Rock nehme ich den K280 Parabolic, der mit seinen zwei Lautsprechern und Baßreflexkanal pro Seite noch immer meine Nummer 1 ist und bisher von keinem anderen Höhrer getoppt wurde.


[Beitrag von Sunlion am 11. Apr 2009, 09:01 bearbeitet]
ATHome
Stammgast
#12 erstellt: 11. Apr 2009, 12:48
Also ich hatte letztens mal das Vergnügen den K280 Parabolic zu testen und ich fand ihn ziemlich mupfig, ich würde den auf gar keinen Fall für Rock und Pop empfehlen können.

Eher ein Sammlerstück für die Vitrine auf Grund der ungewöhnlichen Technik als ein ernstzunehmender Hifi Hörer.
m00hk00h
Inventar
#13 erstellt: 11. Apr 2009, 13:07
Und vor allem: wieso überhaupt Leichen schänden für sowas?

m00h
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