Pegel für Vorverstärker

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Cpt_Chaos1978
Stammgast
#1 erstellt: 09. Jan 2008, 22:02
Hi,
wie schon in einem anderen Thread angeschnitten, bastle ich an einem Hybrid-I-Pod-Verstärker für die bessere Hälfte und gleichzeitig wollte ich den Vor-/Line-Verstärker zweimal bauen um ihn als Vorverstärker für meine Röhrenendstufe einzusetzen.
Nun habe ich mir folgenden Entwurf ausgeguckt:
http://www.jogis-roe...s-VV/linev/linev.htm
Nun frage ich mich ob der produzierte Pegel nicht bei Benutzung von Cd als Quelle evtl. zu hoch sein könnte.
Die Endstufe benötigt 1Veff zur Vollaussteuerung. Das 100KOhm Poti in deren Eingang werde ich wohl belassen und zur Pegelanpassung nutzen.
Die werde ich da ich keine großartigen Meßgeräte besitze wohl per Gehör vornehmen müssen.
Evtl. kann mir aber jemand sagen ob es den ungefähr so hinkommen könnte...
DVD-Player liefert, laut Multimeter und Test-Cd mit 50hz Ton einen maximal Pegel von 1,4V wenn er ganz ausgesteuert ist.
Statt dem 100kOhm Poti im Original-Plan wollte ich ein 22kOhm nehmen.
Die Verstärkung des Line ist mit 10db angegeben (leider habe ich keine Ahnung wie ich daraus auf die Spannungsverstärkung komme).
Wenn ich das Poti an der Endstufe halb aufdrehe komme ich dann ungefähr so hin das ich bei 2/3 offenem Poti am Line von CD voll durchsteuere (also 1Veff am Gitter der Treiberröhre der Endstufe ankommen)?
So hätte ich dann etwas Reserve für den Phono- und Computer, die ja vermutlich nur so 300 bis 500mV im besten Fall in die Line Stufe liefern.
Oder einfacher gefragt, wie weit zieht ein halb offenes 100KOhm Poti mir hypothetische 3Veff die aus dem Line rauskommen runter, auf 1Veff oder 1,5Veff? So dass ich nicht alzu brutal übersteuere wenn ich am Line voll aufdrehe, aber halt Platte und Mp3 nicht zu leise werden?
Kann mir einer der Spezis da weiterhelfen?

Gruß
Cpt_Chaos1978


[Beitrag von Cpt_Chaos1978 am 09. Jan 2008, 22:08 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 10. Jan 2008, 14:58
dB ist ein logarithmisches Verhältnismass. Die Angabe 20dB bedeutet eine Pegeldifferenz von Faktor 10.
Wenn also bei der Röhrenvorstufe eine Verstärkung von 10dB angegeben ist ( die dB berechnen sich aus 20 mal Log U1 : U2 ), so ist die Spannungsverstärkung 3,1622776 (Wurzel aus 10) Für diese ganze Geschichte gibt es Tabellen und im Wissen einen Beitrag über das ganze dB-Zeugs.

Jetzt mal ein paar Fragen: Du möchtest mit diesem Vorverstärker irgendwelche Endstufen antreiben. Die Frage ist, wie lange die Kabel zwischen Endstufe und Vorstufe werden und wie die Eingangsimpedanz der Endstufe aussieht. Auf die Problematik wurde im Beitrag des Vorverstärkers bei Jogi eingegangen. Bei entsprechend niedriger Eingangsimpedanz der Endstufe sinkt nämlich die Verstärkung entsprechend deutlich ab.
Und das nächste Problem sind die Quellgeräte. Ein CDP hat üblicherweise rund 2V Ausgangspegel, ein I.Pod aber nur etwa 0,1V oder noch weniger.
Wenn wir die Differenz zwischen 0,1V und 2V in dB umrechnen, ist das ein Faktor von 20, entsprechend 26dB.
Die Vorstufe hat aber nur 10dB Verstärkung (oder 3,16). Also bringen wir mit dem I-Pod nur 0,316V auf die Endstufe, wenn wir alle Regler voll aufdrehen. Und wenn die Endstufe nach Deinen Angaben 1V braucht, sind wir um 10dB zu leise.
Das Richtige wäre also eine Vorstufe mit angepassten Verstärkungen. Wir müssten für den I-Pod mindestens 20dB verstärken, für den DVD müssten wir um 3dB dämpfen.
Das ist mit dieser Röhrenschaltung nun nicht vernünftig zu lösen. Entweder wird diese Röhrengeschichte um einiges umfangreicher oder man verzichtet darauf zu Gunsten einer OPV-Lösung, also mit Transistoren oder IC.

Das ist einfach mal die Generalfrage. Und Du musst nun entscheiden, ob Du Röhre mit entsprechendem Aufwand willst oder etwas vernünftiges auf IC-Basis...
Cpt_Chaos1978
Stammgast
#3 erstellt: 10. Jan 2008, 16:38
Hi Richi,
das mit dem Pegelunterschied zwischen Pod und CD ist eigentlich kein Problem. Die "Endstufe" vom Ipod Kombi, hat eine Eingangsempfindlichkeit von 300mV an 22KOhm, soll auf gar keinen Fall ins Clipping getrieben werden, weil sie dann echt übel klingt und das Kabel ist 10cm lang.
Meine Endstufe hat wie gesagt 1Veff, und 100KOhm, entspricht also ziemlich dem was dem Erfinder meiner Schaltung für die Endstufe vorschwebt. Ist halt nur die Frage wie weit mein 100KOhm Poti an der Endstufe mir die Spannung in welcher Stellung ca. runterzieht.

Gruß
Cpt_Chaos1978
richi44
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 11. Jan 2008, 08:37
Das Poti an der Endstufe kann soweit runter geregelt werden, dass gar nichts mehr kommt.
Ob jetzt ein lineares Pot eingebaut wurde oder ein logarithmisches, weiss ich natürlich nicht.
Bei einem linearen ist die Teilung linear, also 10% Drehwinkel (vom Vollpegel richtung links) senkt die Ausgangsspannung des Verstärkers um 10%.
Bei einem log ist das anders. Da steigt der Pegel (vom Linksanschlag aus gesehen) langsam an und wird immer steiler. Da kann man so über den Daumen von 10dB pro 30 Grad Drehwinkel ausgehen.

Dass mich der Pegelunterschied stört, ist einfach die Überlegung, dass Du beim I-Pod bei voll aufgedrehtem Regler kaum die Maximalleistung der Endstufe bekommst, bei CD aber die Lautstärke um mindestens 90 Grad Drehwinkel zurückdrehen musst.
Cpt_Chaos1978
Stammgast
#5 erstellt: 11. Jan 2008, 10:59
Hi,
das Poti ist log.
Der Verstärker für den Ipod würde nur mit dem I-Pod benutzt werden. Werden ja zwei Vorverstärker, einer für mich und einer für die Freundin. Wenn sie doch mehr als einen Eingang für den Pod an ihrem haben will, dann kann ich an den entsprechenden Eingang ja einen Spannungsteiler bauen.

Gut mir der Angabe kann ich ja mal was rumrechnen!
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