1,5mm Querschnitt bei ca. 15 Meter?

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hifi-mensch
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Mai 2018, 20:16
Ja ich weiß, hier gibts bereits viele Beiträge dazu, aber die Antworten hängen immer von den Lautsprechern ab, geholfen hats mir also eher weniger. Habt also etwas Verständnis

Also, ich habe zwei kleine Rücklautsprecher bestellt (Tannoy Eclipse One) und Lautsprecherkabel (1,5mm^2, CCA). Das Problem: Ich muss die Kabel einmal komplett außen rum verlegen, pro Lautsprecher also knapp 15 Meter. Reichen da 1,5mm^2 überhaupt? Oder ist da der Verlust bereits zu hoch? Im Hifi Laden meinte einer, dass die kleinen Boxen nicht mehr brauchen, hier im Forum wird mir ständig diese "Faustformel" angezeigt, bei der Länge bräuchte ich ja 6mm.

Mein AVR ist ein Marantz NR1506


Danke im voraus!


[Beitrag von hifi-mensch am 02. Mai 2018, 20:16 bearbeitet]
Shugie
Stammgast
#2 erstellt: 02. Mai 2018, 20:17
Guten Tag!

6 mm braucht kein Mensch, nicht mal bei 15 Meter.

Gruß aus den Bergen!
hifi-mensch
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Mai 2018, 20:21
Sind also 1,5mm^2 ausreichend?
Highente
Inventar
#4 erstellt: 02. Mai 2018, 20:28
Ich würde OFC Kupfer nehmen und kein CCA, das ist ja "nur" Kupfer ummanteltes Aluminium. Zudem wäre 2,5mm meine Wahl.
WhiteRabbit1981
Inventar
#5 erstellt: 02. Mai 2018, 22:50
Mal angenommen, durch den niedrigeren Kabelquerschnitt verlierst du so tatsächlich so viel Leistung, dass es in dezibel messbar wird - sagen wir zum spaß mal, das 1,5mm² sei zu dünn und du verlierst dadurch meinetwegen 25W oder 3dB Leistung an den Rears. Wenns so wäre, dann machst du die beim Einmessen einfach 3db lauter, fertig. Solange du deinen Lautstärkeregler nicht permanent am Anschlag rechts bewegst (und wer tut das schon) hast du dafür genug Headroom. Alles was du verlierst ist Maximalpegel.

Für die Erleuchtung: schließe deine Frontlautsprecher mal, nur zum Spass, mit völlig underdimensionierten 0,22mm² an (das kannst du zum Beispiel aus einem alten Netzwerkkabel rupfen). Eventuell musst du jetzt einen click lauter drehen als vorher, aber: klingt es anders?
Klipsch-RF7II
Inventar
#6 erstellt: 02. Mai 2018, 23:06
@hifi mensch

Du sagst aussenrum verlegen...in der Wand oder in der Fussleiste oder in einem Kabelkanal? Hab damals auch 15 m zu den Fronts verlegen müssen und dachte mir "viel hilft viel" und nahm 4mm OFC. Das alles dann in die Fussleiste (Parador Clipp System). Da kam dann aber noch der Center hinzu und dann wurde es langsam eng. Ein Subwoofer Kabel passte dann schon nicht mehr rein. Der kriegt die Signale jetzt über Funk.

Ich denke 2.5mm wären genauso gut gewesen.

Preislich sind die Unterschiede auch gering. Bei Kabeln mit sehr hohem Querschnitt in OFC, also z.Beispiel 4 oder 6mm würde ich von "preiswertem Voodoo" reden.


[Beitrag von Klipsch-RF7II am 02. Mai 2018, 23:24 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#7 erstellt: 03. Mai 2018, 13:25

hifi-mensch (Beitrag #1) schrieb:
Ja ich weiß, hier gibts bereits viele Beiträge dazu, aber die Antworten hängen immer von den Lautsprechern ab, geholfen hats mir also eher weniger. Habt also etwas Verständnis :)

Ja, das hängt auch vom Lautsprecher ab.


Also, ich habe zwei kleine Rücklautsprecher bestellt (Tannoy Eclipse One) und Lautsprecherkabel (1,5mm^2, CCA). Das Problem: Ich muss die Kabel einmal komplett außen rum verlegen, pro Lautsprecher also knapp 15 Meter. Reichen da 1,5mm^2 überhaupt?

1,5 mm² geht bei Rear-Lautsprecher noch, CCA würde ich aber nicht empfehlen. Vollkupfer sollte es schon sein. Besser wären 2,5 mm² Vollkupfer.



WhiteRabbit1981 (Beitrag #5) schrieb:
Mal angenommen, durch den niedrigeren Kabelquerschnitt verlierst du so tatsächlich so viel Leistung, dass es in dezibel messbar wird - sagen wir zum spaß mal, das 1,5mm² sei zu dünn und du verlierst dadurch meinetwegen 25W oder 3dB Leistung an den Rears. Wenns so wäre, dann machst du die beim Einmessen einfach 3db lauter, fertig.

Das Problem ist nicht die grundsätzliche Pegelabsenkung sondern, dass diese Pegelabsenkung je nach Frequenz unterschiedlich ausfällt. Das ist vergleichbar als ob man bei einem Equalizer einen Regler um 3 dB verschiebt und sowas hört man.

Nun machen die die 1,5 mm² Vollkupfer aber keine 3 dB aus sondern maximal 0,9 dB und das ist schon schwerer hörbar. Bei den 2,5 mm² sind es nur 0,6 dB. 1,5 mm² CCA hat mit 1,4 dB den größten Einfluss.


Gruß

Uwe
hifi-mensch
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 03. Mai 2018, 20:47
Danke für die Antworten! Hab mich jetzt für OFC 2,5mm entschieden, preislich etwas teurer, aber besser, denk ich. Damit sollte ich wohl erstmal zurecht kommen
Uwe_Mettmann
Inventar
#9 erstellt: 03. Mai 2018, 22:23
Gute Entscheidung.


Gruß

Uwe
burkm
Inventar
#10 erstellt: 03. Mai 2018, 22:49
"OFC" ist zwar als Marketingargument gängig und wird immer mit Aufpreis berechnet, man übersieht dabei aber, dass heutzutage OFC sowieso fast immer "Standard" Kupferqualität ist. "CCA" als Billig-Ausführung in beschichtetem Aluminium sollte man aber generell meiden.


[Beitrag von burkm am 03. Mai 2018, 22:49 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#11 erstellt: 11. Mai 2018, 08:38

hifi-mensch (Beitrag #8) schrieb:
....preislich etwas teurer.....


15 Meter 18,49 .€ ist teuer?!?

https://www.amazon.d...tsprecherkabel&psc=1
Shugie
Stammgast
#12 erstellt: 11. Mai 2018, 13:22
Geht in Ordnung in Preis und Qualität!

Gruß aus den Bergen!
*hannesjo*
Inventar
#13 erstellt: 11. Mai 2018, 16:17
..... und lassen sich gut verlegen.!

Auf Augenhöhe mit " Oehlbach "!


[Beitrag von *hannesjo* am 11. Mai 2018, 16:22 bearbeitet]
Ex0r
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 11. Mai 2018, 19:11
Aus elektrotechnischer Sicht sollten hier jedem im Forum 0.75mm² locker mit Luft nach oben reichen. In jeder normalen Unterverteilung wird 1,5mm² zur Steckdose gelegt und da drüber maximal 16A gefahren (maximaler Dauerstrom).
Ich weiß jetzt nich wie hoch so ein gängiger Verstärker pegelt aber ich denke mal locker auf 48V. Nehmen wir also mal die 48V*16A=768W maximal Belastung pro Kanal.

Man sollte jetzt meinen ich habe meine LS mit Telefondraht verkabelt. Nö - auch 2.5mm² Und warum? Weil das Kabel mechanisch stabiler und belastbarer ist. Jeder der mal 0,75mm² verarbeiten musste (z.B. bei einem "Freund" ) und das Kabel in billige und schlecht zu erreichende Anschlussterminals frickeln durfte, weiß was ich meine. Ein paar Versuche und zack - Kupfersalat.
burkm
Inventar
#15 erstellt: 11. Mai 2018, 20:07
Es kommt hier nicht auf die maximal mögliche Stromlast an, sondern auf die im Rahmen des Sinnvollen möglichst geringe Impedanz (Längswiderstand R, Kapazität C und Induktivität L) aus LS+Kabel im Verhältnis zum Ausgangswiderstand der Endstufe, an damit der Höhenabfall bei ~ 20 kHz möglichst verschwindend gering ausfällt und der Dämpfungsfaktor als Verhältnis von Ausgangsimpedanz Endstufe zur LS Impedanz durch das LS-Kabel nur gering verschlechtert wird, auch wenn bei einem passiven LS die Frequenzweiche als zusätzliches Glied noch zwischen Endstufe und Chassis hängt.
Bei Röhrenverstärkern mit Ausgangsübertragern sieht das "etwas" anders aus...

Deswegen sind gängige Werte bezogen auf eine LS Impedanz von 4 - 8 Ohm bei größeren Lauflängen 2.5 mm², bei großen Lauflängen sogar 4 mm² und bei relativ kurzen Wegen mindestens 1.5 mm².
0.75 mm² findet man eigentlich fast nur bei leistungsschwachen "Tröten" bzw. "Kleinanlagen" oder als Behelfskabel...
WhiteRabbit1981
Inventar
#16 erstellt: 11. Mai 2018, 20:36
burkm, hörst du bei realistischen 3m Kabellänge und Zimmerlautstärke den Unterschied zwischen 4mm² und 0,75mm² im Blindtest? Oder den Unterschied zwischen 4mm² und 0,22mm² aus einem LAN-Kabel oder ähnlichem Klingeldraht auf 10m Kabellänge? Ich behaupte, nein.

Gute Gründe für dickere Kabel hat Ex0r genannt. Ich werfe noch die Optik in den Raum: Wenn man ein Kabel mal nicht verstecken kann, dann macht ein mächtiges 4mm² in Gewebeschlauch zumindest optisch was her.
burkm
Inventar
#17 erstellt: 11. Mai 2018, 20:44
Es gibt zu dem Thema Tabellen im Netz, wo man sich unter Darlegung der Gründe ausführliche informieren kann.
Wegen Cent-Beträgen (?) als Differenz pro Meter LS-Kabel je nach Querschnitt werde ich da sicherlich keine weiteren Gedanken darauf verschwenden


[Beitrag von burkm am 11. Mai 2018, 20:45 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#18 erstellt: 12. Mai 2018, 01:12
@Ex0r
Bevor du Beiträge schreibst, solltest du dir das bisher Geschriebene durchlesen, denn da wurde doch erklärt, wieso 0,75 mm² bei langen Lautsprecherkabeln nicht ausreicht.



WhiteRabbit1981 (Beitrag #16) schrieb:
burkm, hörst du bei realistischen 3m Kabellänge und Zimmerlautstärke den Unterschied zwischen 4mm² und 0,75mm² im Blindtest?

Hier geht es nicht um 3 m Lautsprecherkabel. Was bringt also dein Vergleich?


WhiteRabbit1981 (Beitrag #16) schrieb:
Oder den Unterschied zwischen 4mm² und 0,22mm² aus einem LAN-Kabel oder ähnlichem Klingeldraht auf 10m Kabellänge? Ich behaupte, nein.

Meinst du das 10 m lange 0,22 mm² Kabel als Lautsprecherkabel? Wenn ja, dann gilt mein Hinweis an Ex0r ebenso für dich, noch schlimmer, die Erklärung, warum der Querschnitt nicht zu gering sein darf, war sogar noch an dich gerichtet.

Werden Beiträge bzw. Antworten nicht mehr gelesen? Wenn doch, und du etwas nicht verstanden hast, warum fragst du nicht nach?


Gruß

Uwe
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