Standardpotential von Metallen _ für´s Gehäuse wichtig?

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Sal
Inventar
#1 erstellt: 29. Dez 2011, 14:57
Hallo,
ich lasse mir gerade ein Gehäuse bauen, dass auf einem (Stahl)-Blechchassis aufsitzt, wie man es 90%der geräte kennt. Vorderfronten und Kleinteile sind aus Alu, Bodenplatte und Deckel sind aber möglicherweise aus Messing, mit aussparungen für Lüftungs-Lochgitter aus Metall. Messing nehme ich, weil sich solche Metalle grundsätztlich besser Lackieren lassen als Alu.

Aber irgendwas klingelt da noch aus dem Chemieunterricht:
Das Metalle, je edler sie werden, ein steigendes Spannungpotential haben.
So warnen die Eloxalbetriebe, ein Aluminiumblech vor dem Eloxieren auf einem anderen Metall lange zeit zu lagern - Stichwort Kontakterosion.
In meinem Gehäusemix Alu - Eisen - Messing müsste also ein minimaler Strom fliessen.
(Wobei alles dazu noch Legierungen sind, ich kann also noch keine genauen Aussgen treffen, und die im Netz üblichen Tabellen beziehen sich auf die Elemente)

Unter High_Fidelen Gesichtspunkten (bitte kein Vodoo):
Sollte ich darauf achten, möglichst wenig an unterschidlichen Metallen zu verbauen?
Oder sind die Ströme derart minimal, dass sie komplett zu vernachlässigen sind?
Danke, Grüße, sal
bAD_kARMA
Stammgast
#2 erstellt: 31. Dez 2011, 11:04
Also, es heißt Kontaktkorrosion und nicht Erosion. Und ja, du wirst zwangsläufig zwischen verschiedenen Metallen Korrosionserscheinungen bei direktem Kontakt haben. Schneller geht es natürlich, wenn dazu noch Elektrolyte kommen (z.B. durch Feuchtigkeit beim Staubwischen mit einem feuchten Lappen).

Wenn Du darauf achtest, die Metalle voneinander zu isolieren und damit direkten Kontakt vermeidest (z.B. durch Gummilagen, Unterlegscheiben aus Kunststoff mit mind. 3mm Wandstärke) und zusätzlich das Material mit einer Klarlackschicht (oder anderem Lack) überziehst, solltest du keine Probleme bekommen. Wichtig ist: Nicht eine Maßnahme hilft, sondern nur die Kombination.

Und das ist kein Voodoo, ich habe arbeitstäglich mit der Kombination verschiedener Metalle und einer langzeittauglichen Verbindung derselben zu tun.

Gruß
Sven
Sal
Inventar
#3 erstellt: 31. Dez 2011, 18:02
Hi Bad Karma,
<danke für dine Antwort!
Erosion war natürlich ein Tippfehler.
Die Kontaktkorrosion interessiert mich weniger, denn ich denke, es wurde Dekaden dauern, bis eine Kontaktstelle an einem Blech durchgefressen ist.
Mich interessiert ob die geringen Ströme die fliessen eine Auswirkung auf den 0V Bezugspunk der Gerätemasse haben.
Was Passiert bei der Erdung, fliesen sie dann komplett ab?
Gibt es online Tabellen oder Kalkulatoren, wo man die Ströme je nach Legierung errechnen kann?

Guten Rutsch,
Sal
bAD_kARMA
Stammgast
#4 erstellt: 01. Jan 2012, 00:31
Solange du die Masse immer am gleichen Gehäuseteil erdest, sollte es kein Problem geben. Nur bei Erdung an verschiedenen Gehäuseteilen. Gilt übrigens auch bei Gehäusen aus einem Werkstoff...Masseübergänge können funktionieren, müssen aber nicht.

Frohes Neues Jahr
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