Produktvorstellung: Calyx M - digitaler Audioplayer der Referenzklasse

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Huo
Inventar
#1 erstellt: 13. Feb 2015, 01:49
Hinweis: Das Gerät wurde mir zeitlich beschränkt zum Testen geliehen.
Das Gerät wurde softwareseitig auf die Firmware v1.01 geupdatet.
Homepage: http://calyxm.com
Vertrieb: http://www.audionext.de


Calyx M

Spezifikationen
Das offizielle Datenblatt gibt es hier: http://calyxm.com/#specs
Die Bedienungsanleitung auf Deutsch kann man von hier downloaden: http://www.audionext...ung-Calyx-M-.pdf


Faktisch ähnelt der Calyx M den vielen anderen Abspielgeräten, die in letzter Zeit zunehmend auf den Markt finden. Er unterstützt so ziemlich jedes Format von OGG bis DSD und das bis zu Bitraten, die es kaum käuflich zu erwerben gibt (32Bit, 384kHz). Außerdem funktioniert das Gerät als externer DAC am Computer und an Android-Geräten. (Eine iPhone-DAC-Unterstützung soll noch folgen.) Von der Konkurrenz soll ihn hauptsächlich die von Dr. Seungmog Yi patentierte DAC-Technologie unterscheiden. Auch der integrierte Kopfhörerverstärker, der angeblich eine extrem niedrige Ausgangsimpedanz zwischen 0 und 0,5 Ohm hat, soll seinesgleichen suchen.
Weniger gut gefällt mir, dass die Übertragung nur USB 2.0 unterstützt. Die 64GB internen Speicher zu bespielen dauert somit leider ziemlich lange. Zur externen Speicherweiterung stehen SD- und microSD-Slots zur Verfügung.
Bei der Software fehlt mir die Unterstützung von CUE-Dateien (extern und eingebettet) und sicherlich werden einige Nicht-Puristen auch einen Equalizer vermissen. Die ca. 4-5 Stunden Akkulaufzeit sollten auch erwähnt werden. (Das Gerät schaltet sich bei spätestens 4% komplett aus.) Reicht dies zwar locker für ein bis zwei Abende entspannten Musikgenusses, werden sich Vielreisende wahrscheinlich doch eher nach einer etwas besseren Leistung umsehen. Die Abschirmung gegenüber elektromagnetischen Wellen ist ungenügend und verursacht starke Störgeräusche wie die Geräte von FiiO beispielsweise auch - ein Handy sollte man also nur mit genügend Abstand oder gutem Empfang (nicht im Edge-Funknetzwerk) betreiben.

Calyx M

Verpackung und haptischer Eindruck
Die Verpackung ist minimalistisch gehalten und kommt komplett in schwarz daher. Auf der Vorderseite ist ein M in glatter Oberfläche schwarz auf schwarz gedruckt. Die Box ist stabil und der Calyx ist bereits in einer Schutztasche eingewickelt, über dessen Mitlieferung ich mich sehr freue. Ansonsten gibt es als Zubehör nur zwei USB-Lade- und Transferkabel in unterschiedlicher Länge. Ein Stromladegerät ist nicht enthalten.
Auch die Bedienungsanleitung hat als gedruckte Version in meinem Lieferumfang gefehlt.

Calyx M

Auffällig ist der Calyx M vor allem wegen seiner eigenen Farbwahl auf ein Gemisch von Kaffe und Bronze. Diese Farbe wirkt auf dem eloxiertem Aluminiumgehäuse sehr edel und ansprechend. Das Display kann mit aktuellen Smartphones bei Weitem nicht mithalten, sind einzelne Pixel gut zu erkennen und die Farben übertrieben satt wie man es von früheren Galaxy-Displays kennt. Die Touchbedienung ist etwas träge. (Merkwürdigerweise kann ich das Gerät mittels iPhone-Ladekabel bedienen; Eine leichte Berührung reicht und funktioniert fast genauso gut wie der eigene Finger.)

Calyx M

Sehr willkommen sind die drei Bedientasten an der Seite. Allerdings finde ich die Reihenfolge verkehrt herum. An oberster Stelle hätte ich die Vorwärts- anstelle der Rückwärtstaste erwartet. Daran kann man sich jedoch gewöhnen. Dies ist eventuell auf koreanische Ideologie zurückzuführen, aber vielleicht lehne ich mich damit zu weit aus dem Fenster. Schade finde ich, dass die Sprungtasten nicht zum Spulen verwendet werden können. Die Funktion ist auf „skip track“ beschränkt, auch wenn man die Taste länger gedrückt hält.
Das Hauptaugenmerk gilt jedoch dem Lautstärkeregler. Vermissen doch viele Geräte heutzutage einen analogen Regler, wird dieser beim Calyx M durch einen Magneten imitiert. Klingt verrückt, funktioniert aber super und macht auch ordentlich Spaß! Dabei bewegt sich dieser nicht zu schwer und nicht zu leicht. Auch in der Tasche habe ich noch keine Probleme bei der blinden Bedienung gehabt.

Calyx M

Schließlich wäre da noch der Anschaltknopf. Bei der Größe des Calyx ist dieser wirklich schwer auf der Oberseite zu erreichen, wenn man nur eine Hand verwendet. Bei meiner Hand geht das zwar gut wenn ich den Player nur noch mit dem kleinen Finger stütze, aber wer will denn riskieren ein so schönes Gerät aus der Hand rutschen zu lassen? In der Praxis greife ich also immer mit zwei Händen zu wenn ich den Bildschirm entsperren möchte. Wischgesten o.ä. werden am Sperrbildschirm erst unterstützt wenn das Display an ist.

Inbetriebnahme
Sowohl für Windows, als auch für OS X, müssen Treiber (bzw. Zusatzsoftware) heruntergeladen und installiert werden. Da ich Mac-User bin reicht die App „Dateiübertragung für Android“. Wegen der langsamen Übertragungsgeschwindigkeit habe ich mich jedoch nach den ersten Versuchen für eine externe 64GB Speicherkarte entschieden.

Um das Gerät anzuschalten muss man den Power-Button für 4 Sekunden gedrückt halten. Bis dass man ins Hauptmenü gelangt vergehen über ganze 34 Sekunden. Die Bildschirmentsperrung geht hingegen sehr flott, wie man es von einem Smartphone gewöhnt ist - sofern Musik spielt. Ansonsten zieht sich das Gerät in einen Standby-Modus zurück. Dann wirkt der Calyx leider wieder etwas träge und der Bildschirm leuchtet nach 2 Sekunden kurz mit falschen Farben auf und lässt sich erst nach 3 Sekunden entsperren. Dies hat schon oft zu Verwirrung geführt weil die Praxis zeigt dass man heutzutage nicht geduldig genug ist. Bis dass das Display nach 3 Sekunden auf weitere Eingaben wartet, hat man schon oft ungeduldig abermals den Knopf betätigt und somit die Entsperrung abgebrochen. Zusätzlich reagiert der Knopf bei längerem Standby erst nach der zweiten Betätigung. Zugegeben, der Besitzer sollte dies relativ schnell lernen, doch viele spontane „lass mich mal hören“-Situationen sorgen für unangenehme Pausen oder Verwirrung. „Ist das Gerät überhaupt an? Ich glaube das Display ist kaputt; Es hat nur kurz geleuchtet und die Anzeige war entsättigt!"
Aber wer möchte denn schon dass jeder daran herumfummelt?

Calyx M

Der Apple-Standard
Wegen des übersichtlichen Funktionsumfang, der alle Aufmerksamkeit rein auf die Musikwiedergabe zieht, ist die Bedienung leicht verständlich und relativ funktional. Als intuitiv würde ich sie jedoch trotzdem nicht bezeichnen. Es scheint mir als ob viel Wert auf ein eigenes Design gelegt wurde. Stellenweise fühlt es sich auch Gezwungen an.

Das Hauptmenü ist sehr übersichtlich. Speicherplatz, Pegel (als Ohm-Anpassung geführt) und Gapless ergänzen sich zu den üblichen Einstellungen wie Sprache, Softwareaktualisierung und Co. Meiner Meinung nach wurde genau das Mindestmaß abgedeckt und mehr braucht man auch nicht.
Klar, Hintergrundbilder, einen (parametrischen) Equalizer, Liedtexte, WLAN-Synchronisation oder gar Streaming würde einigen gefallen, das muss aber nicht sein - und dieser Meinung war auch Calyx.

Wie zuvor erwähnt, ist die Bedienung via Touch leider etwas träge. Im Menü scrollen, Playlisten erstellen, Lieder löschen, usw. dauert einfach einiges länger als man es vom Smartphone gewöhnt ist. Dazu kommt, dass nach jedem Neustart die externen Medien neu geladen werden. Ein Cache wird hierfür nicht verwendet. Alben-Cover bauen sich sehr langsam auf und insgesamt fühlt sich alles im Vergleich zu einem iPhone betagt und weniger intuitiv.
Aber vielleicht ist das auch Absicht und man versucht die ganze Hin-und-her-Hoppserei zwischen Titeln und Multi-Tasking bewusst zu unterdrücken, an die man sich heute gewöhnt hat und mit der man leider oft vergisst was man eigentlich machen wollte. Und da erinnert der Calyx M: "Du willst erstklassig Musik hören; Ich kann alles das du brauchst und meine Absicht ist nur deine Ohren zu verwöhnen!"

Calyx M

Sound
Ich habe es schon im Abschnitt zuvor angesprochen, der Klang, die die etwas unhandliche Kiste erzeugt, ist nach heutigem Standard Oberklasse.
Selbst bei maximaler Lautstärke mit den sensibelsten Ohrhörern konnte ich kein Rauschen vernehmen. Dabei fühlt sich der Lautstärkeregler stufenlos an und der maximale Pegel reicht um große Kopfhörer wie einen LCD-2 zu betreiben. (Davon konnte man sich auf der CanJam Europe selber überzeugen.)
Der Sound fühlt sich sehr musikalisch an. Körper werden schön dargestellt und haben eine angenehme Wärme. Der Bass ist fest und hat einen guten Punch. Höhen empfand ich als weniger auffällig im positiven Sinne. Das Lautstärkegefühl ist als Resultat einfach anders im Vergleich zu vielen anderen Abspielgeräten. Laut wird nicht so schnell „laut“. Selbst bei hohen Pegeln ist das Klangbild sehr angenehm, wo bei mir subjektiv bei gleicher Lautstärke andere mobile Quellen störend werden.
Der Verstärkerausgang ist leicht warm und intim und sorgt für einen sehr romantischen Musikgenuss.
An dieser Stelle empfehle ich den Abschnitt mit Vergleichen zu lesen.

Getestet habe ich den Calyx M an: Sennheiser HD600, Philips Fidelio L1, Musical Fidelity HF200, HiFiMAN RE400, StageDiver SD-2, rhines Stage 3 und 5 (und noch ein paar andere Kopfhörer, aber nicht im Vergleich zu anderen Quellen).

Im Vergleich zu:
- FiiO X3 (v3.22):

Der FiiO hat einen auffallend flacheren Klang. Die Musik spielt weniger nah am Kopf und somit auch etwas weniger dreidimensional. Der Bass vom FiiO ist zarter im Vergleich zum Calyx und somit weniger mitreißend. Schlechtes kann man über den Sound vom X3 nicht wirklich sagen, aber auch bei höherer Lautstärke fehlt es dem FiiO im Direktvergleich, meiner Meinung nach, an Dynamik. Oft habe ich das Gefühl dass es gar keinen Unterschied macht, ob ich mit der Lautstärke unter 10 bleibe oder über 30 hochdrehe. Der Klang bleibt zwar immer präzise, aber auch etwas nüchtern.
Der Calyx M spielt hingegen etwas mehr im Kopf, kann aber Körper meinem Empfinden nach plastischer darstellen. Besonders auffällig wird dies beim Schlagzeug.

- iPhone 6 Plus (v8.1.3):
Der Calyx hat mich immer öfter an das jüngste iPhone erinnert. Mit dem 6er hat Apple eine leicht andere Klangsignatur hervorgebracht. Während vor allem das iPhone 4 noch eher nüchtern spielte, ist die neuste Generation etwas verfärbt indem Höhen leicht weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen und alles etwas näher am Kopf spielt. Mir persönlich gefällt das iPhone 6 (Plus) besser als das iPhone 4 und dem iPod Classic. (Review kommt noch.)
Der Calyx ist von der Präsentation sehr nah, weist hier aber Unterschiede in der Separation, Tiefenstaffelung und vor allem Pegel auf. In ruhiger Umgebung klar geschlagen, wenn da unterwegs in der Bahn nicht die Probleme mit Störgeräuschen wären...

- Meier Audio Corda Jazz:
Mit dem Vergleich gibt es zwei große Probleme. 1. hat der Jazz keine DAC-Funktion und 2. ist er nicht tragbar. Der Vergleich erweist sich entsprechend als schwierig und sollte eigentlich auch unfair sein.
Dennoch schafft es der - zugegebenermaßen wesentlich teurere - M Player auch im Vergleich eine sehr respektable Figur abzugeben.
Zwar kann ich am Calyx sogar schon mit dem HD600 bei manchen Klassikaufnahmen die Lautstärkeobergrenze erreichen, dabei lässt der Koreaner jedoch keine klanglichen Patzer erkennen. Der Jazz schafft wesentlich höhere Pegel, verzerrt aber im im letzten Viertel. (Das sind Lautstärken die der Calyx nicht erreicht). Der Jazz spielt etwas weniger intim, rendert Körper aber ebenso schön und ist auch wegen der optionalen Crossfeed-Funktion mein knapper Gewinner.

Persönliche Stellungnahme
Ein Fazit sollte sich jeder selber ziehen. Eine objektive Bewertung ist nicht möglich und ich habe versucht sowohl positive als auch negative Eigenschaften aufzuzeigen. Die Gewichtung wird für jeden anders ausfallen.
Mir persönlich gefällt der selbstbewusste, aber doch bescheiden unauffällige Auftritt vom M. Ein ergonomisch leicht unhandlicher Brocken, der sich aber doch in geschmackvoller Optik nicht in den Vordergrund stellt.
Nach ein paar Startschwierigkeiten und der Gewöhnung an die Bedienung habe ich viel Sympathie hegen können. Wem es nur darum geht Musik zu genießen, dann ist der Calyx M einfach top! Und zählt überhaupt etwas anderes?

Calyx M

Die einzige Funktion des Audioplayers auf Androidbasis - mal abgesehen von der Wiedergabe von Musik auf extrem hohen Niveau - ist übrigens die Darstellung von Uhrzeit und Datum. Die Anzeige der Uhrzeit hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Schnell hat man sich für ein paar Stunden in der Musik verloren.


[Beitrag von Huo am 13. Feb 2015, 01:54 bearbeitet]
Tijntje
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 13. Feb 2015, 10:12
Ein wirklich tolles Review.
Schöner Schreibstil und auch schön, das du doch ziemlich objektiv das Gerät beschrieben hast.

Ich finde das Design sehr gelungen und die Klangqualitäten scheinen ja Oberklasse zu sein.
Allerdings finde ich, dass bei einem solchen Preis die von die aufgezeigten Minuspunkte nicht sein müssen.
Ein aktueller Prozessor für das Android und schon hätte man eine anständige Bediengeschwindigkeit.
Ich finde nichts ärgerlicher, wenn man heutzutage auf ein Gerät warten muss.
Auch die EMV hätte man besser lösen sollen, vor allem wenn man den DAC auch für Mobilgeräte bewirbt.
sumerland
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 13. Feb 2015, 11:51
Hatte in der Zwischenzeit 2 Calyx M in meinen Händen, die leider schlecht verarbeitet waren. Der Bildschirm war an der rechten Länggseite unvollständig verklebt und kam öfters mit einem schönen Schmatzgeräusch hoch. Das waren Geräte aus der Augustcharge - hoffentlich bekomme ich demnächst ein neueres Modell.

Abseits davon ein paar Kommentare zu Huo's Review.

Die Geschwindigkeit beim Scrollen ist gegenüber einem Smartphone sicherlich träger. Allerdings empfinde ich sie im Vergleich zu anderen Playern immer noch gut bis sehr gut. Klar, ein DX90 scrollt fixer, der zeigt aber auch keine Albumcover in der Scrollliste an und der Bildschirminhalt ist aufgrund der winzigen Größe weitaus kleiner. Scrollen finde ich beim Calyx M durchaus OK.

Der Schirm ist meiner Meinung nach ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Ich meine gelesen zu haben, dass er von Samsung kommt. Dass deren AMOLED Displays quietschbunt und kontraststark sind, ist bekannt. Dank Gorilla-Glas ist der M sicherlich auch relativ kratzunempfindlich (wobei ich persönlich so ein Gerät eher wie ein rohes Ei behandle). Schade finde ich, dass die Displayhelligkeit nicht reduziert werden kann.

Das UI ist an sich gut gelöst. Ich habe festgestellt, dass ich mit dem M viel lieber durch die Sammlung stöbere, als mit dem AK120, bei dem alles noch eine Spur langsamer und kleiner (Display!) ist.

Es gibt noch ein paar andere Macken, die ich hier bereits beschrieben habe.

Für mich persönlich finde ich aktuell nichts besseres als den M. Die aktuellen A&Ks sind mir zu teuer, DX90 und X5 habe ich durch, Cowon P1 ist vom Akku sicher ähnlich wie der M, dafür muss man immer eine Klappe vor dem USB Anschluss abfummeln. Cayin N6 mit Minischirm in Riesengehäuse und Rad/Tasten-Bedienung ist auch keine Freude. Hoffentlich rutscht bald ein M mit sauber verklebtem Display aus Korea China rüber.

Grüße
Torsten
*inear*
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 13. Feb 2015, 14:56
Vielen Dank, für diese Review!
Den Calyx-M hatte ich zum ersten Mal auf der CanJam 2014 in den Händen und wollte ihn nicht wieder hergeben.
Wir als Hersteller bekommen sehr oft neue, unglaubliche Produkte von Vertrieben angepriesen, die oft weit hinter den Erwartungen zurückbleiben.

In diesem Falle war es anders.

Ich bekam den Player mit dem Satz.. "Brauchst du".. Nicht mehr und nicht weniger.

Das Design ist wirklich sehr beeindruckend und so macht es doppelt Spaß, wenn Klangqualität sowie die Bedienung auf gleichem Niveau liegen.

Wir haben uns umgehend einen Calyx-M zugelegt, der bei jeder Beratung zusammen mit anderen Playern zum Zuge kommt.

Ich möchte mich mit Lobpreisungen etwas zurückhalten, da wir als Hersteller möglichst neutral sein sollten.
In diesem Falle fällt es mir relativ schwer.
sumerland
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 13. Feb 2015, 15:31

*inear* (Beitrag #4) schrieb:

Ich möchte mich mit Lobpreisungen etwas zurückhalten, da wir als Hersteller möglichst neutral sein sollten.
In diesem Falle fällt es mir relativ schwer.


Also der SD-4 knackst ganz schön beim Starten der Wiedergabe auf dem M
AG1M
Inventar
#6 erstellt: 13. Feb 2015, 18:40
Danke für das Review

Hätte das gute Stück mind. 8-10 Stunden Akkulauzeit und ein etwas überarbeites (schnelleres) GUI wäre es sehr Interessant.

Mit einer 128 GB microSD + 256 GB SD Karte + die 64 GB internen Speicher hat man 448 GB Speicher auf einem sehr guten Hi-Res Player.

@Huo waren die ~5 Stunden selbst mit StageDiver SD-2 bzw. rhines Stage 5 das Maxium? Odee konntest du nicht so lange mit einem Hörer testen?
BartSimpson1976
Inventar
#7 erstellt: 14. Feb 2015, 02:42
Akkulaufzeit ist kein Problem.

Wie hier erwaehnt gibt es doch den passenden Zusatzakku!
AG1M
Inventar
#8 erstellt: 14. Feb 2015, 08:28
Das wäre für dieses hübsche (kompakte) Gerät der "Todesstoß", dann kann ich auch meinen Stack aus gemoddeten Smartphone (mit 6000mAH Akku) und USB DAC/KHV, das ist auch nicht viel kompakter als diese Lösung und klingt auch SuperB und hat ein extrem schnelles flüssiges GUI.

Wenn man man sich mMn schon einen DAP zulegt, sollte alles aus einem Guss und die Leistung/Anforderungen entsprechen. Deshalb schade darum.
spawnsen
Inventar
#9 erstellt: 14. Feb 2015, 16:23
Danke Huo für das Review. Sehr schön geschrieben, objektiv und angenehm zu lesen.

Ich hatte das Gerät vergangene Woche in der Hand. Für scheiterte es gleich aus praktischen Gründen, da ich es irgendwie nicht fertig brachte, es einhändig zu bedienen ohne mich irgendwie "verrenken" zu müssen. Daher leider nichts für mich, wenngleich der Preis wahrscheinlich ohnehin noch ein zentrales Gegenargument wäre.
merkst
Neuling
#10 erstellt: 22. Mrz 2015, 16:01
Hallo Zusammen,

ich habe den Test sehr aufmerksam zum Calyx M gelesen. Für mich stellte sich bis Dato die Frage, warum heutzutage bei dem technischen Fortschritt und geringer Preise für Bauteile plötzlich so ein Run gerade auf die hochpreisigen Player erfolgt. Aber speziell der Vergleich FiiO X3 und Calyx M hat mich überzeugt, das könnte ich so unterstreichen.

Allerdings muss man auch ein Bisschen über den Tellerrand und auch etwas weg vom Klang gehen. Was da an Hardware geboten wird, unterschreitet selbst ein fünf Jahre altes Smartphone und bei allem Verständnis für den Klang drängt sich mir unweigerlich die Frage auf, was das Gerät denn so teuer macht. Wieso sind Edel-Player zugleich Resteverwerter und kommen nicht mit aktuellen SoC's? Also hat doch da jemand auch auf den Preis geguckt, was Angesichts des aufgerufenen Verkaufspreises sicherlich alles andere als nötig gewesen wäre. Mich erinnert das irgendwie an die Nokia 8800-Serie, in der man alte Technik mit edelsten Materialien eingepackt und verrückterweise sogar noch Abnehmer dafür gefunden hat. Ist doch besser, als entsorgen.

Ich finde weiter, was bei Stand-Alone-Playern gar nicht geht, ist Touchscreen-Bedienung. Ich bin hochgradig sehbehindert und jeder Player, und klänge er noch so gut, ist bei mir deshalb schon disqualifiziert. Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass bei Geräten dieser Preisklasse nicht anstelle eines UI auf Android-Basis eine dedizierte Firmware mit klar gegliederten Tasten erfolgen kann. Die darf gerne CE- oder Linux-basiert sein, aber sollte doch mehr die Haptik eines klassischen Musikspielers entsprechen. Wenn man sich schon von iPhone-Hype und Co. absetzen will, dann doch durch ein konsequent logisches Bedienkonzept. Apple hat es beim iPod Classic doch gut vorgemacht. Allerdings wäre eine Tastatur natürlich sinnvoll, wenn man nach Interpreten sucht. Das wäre zumindest ein Argument für Touch.

Ich habe den "alten" FiiO X3 auch mit einigen Wandlern getestet, Colorfly C4 Pro, Denon DA-300 und anderen. Natürlich hört man Klangdifferenzen und ich möchte überhaupt nicht abstreiten, dass diese teuren Geräte auch messtechnisch und objektiv besser klingen. Aber zum Einen sprechen doch die hohen Preisdifferenzen im Vergleich zur geringen Klangverbesserung dagegen und man wird schließlich nicht jünger. Ich frage mich immer, wie viele überhaupt ein solch absolutes Gehör haben, dass sie selbst im Blindtest exakt diese Unterschiede ausmachen können. Und ich kenne das, als ich Mitte 20 war: Ein Gerät ist teurer, dann muss es besser klingen und wenn ich mich selbst dazu zwingen muss.

Für mich hat sich als Querschnitt der FiiO X3 als Liebling entpuppt. Er mag weniger warm klingen, wobei Wärme auch ein Zeichen von Unschärfe ist, weshalb er meiner Ansicht nach wärmer klingt, aber er reicht absolut aus. Und zuhause höre ich mit dem Colorfly und dem HD 800, das klingt Zweifels ohne besser aber nicht, wenn man die Preisdifferenz mit einbezieht. Dann klingt es besser, aber nicht wertvoller.


Stephan

PS: Und wenn ich das Klanggeschwurbel der Hifi-Magazine lese, wird mir nur noch schlecht. Dann hole ich mir lieber einen Walkman mit Cassette und lebe mit den Abstrichen und habe meine Ruhe. Das ging früher schließlich auch und keiner hat sich beschwert. Ich denke, Musik kann man auch richtig kaputt reden bzw. schreiben.
John22
Inventar
#11 erstellt: 22. Mrz 2015, 18:55

merkst (Beitrag #10) schrieb:
Und wenn ich das Klanggeschwurbel der Hifi-Magazine lese, wird mir nur noch schlecht.


Das "Geldgeschwurbel" hier im Forum bei Playern, KH und KHV ist aber kaum geringer. Bei jedem teueren Teil geht es dann los, das es einem zu teuer ist oder man es sich nicht leisten will. Das die Einzelteile doch auch nicht teuer sind und es sich nur um Cent-Beträge handelt. Ich für meinen Teil höre mir die Teile dann mal an (hatte Anfang Februar die Möglichkeit das Gerät dieses Threads mit einem In-Ear Stage um meinem eigenen Westone zu hören) und dann war es für mich vorbei.

Wenn alles so einfach wäre wo bleiben dann die Hersteller die so ein Gerät zum Preis eines X3 herstellen.
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