RMS-Limiter (Monacor DSM-260)

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Patrick3001
Inventar
#1 erstellt: 04. Feb 2016, 03:53
Hi,

Ich habe mir den o. g. Controller geholt.
Jetzt würde mich interessieren, ob man den Compressor als RMS-Limiter nutzen kann. Wenn ja, wie?

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corell95
Stammgast
#2 erstellt: 04. Feb 2016, 06:04
Treshold ist der Pegel, ab dem der Kompressor einsetzt.
Ratio ist das Verhältnis von Pegelüberschreitung des Tresholds am Input zum Output Gain (4:1 heißt also, wenn 12db mehr Pegel als der eingestellte Treshold am Eingang anliegt, wird es am Output "nur" 3db (=12/4) lauter.)
Attack ist die Zeit, die der Treshold am Stück überschritten werden muss, damit der Kompressor einsetzt.
Release ist die Zeit, die der Kompressor weiterarbeitet, auch wenn der Treshold wieder unterschritten wurde.

Was soll nun ein RMS Limiter tun? Er soll den Pegel im Verhältnis unendlich :1 reduzieren, wenn der Treshold überschritten wurde (Definiton eines Limiters, selbst wenn +50db an Eingang anliegen, soll es am Output nicht lauter werden)
Es sollen aber noch die Peaks durchgelassen werden, zum Beispiel genau eine Schwingung. Leider ist die Schwingungsdauer aber Frequenzabhängig, soll also auch noch bei 50Hz eine gesamte Schwingung "durchgelassen" werden, so müsste die Attack Zeit 20ms betragen (1s/50). Bei einem Hochtöner, der ab 1000Hz läuft, würde ich dann Attack schon deutlich niedriger wählen, (1s/1000 wären ja schon nurnoch 1ms).
Je höher du Attack wählst, desto mehr Dynamikumfang wird zugelassen, aber je kürzer du es wählst, desto sicherer wird das System geschützt...Bei einer Attack von 0ms wärst du dann bei einem Peaklimiter angekommen.
Die Releasezeit ist ziemlich Musik-abhängig zu wählen, je größer der Dynamikumfang desto geringer. Bei Techno will ich beispielweise eher nicht, dass der Kompressor dauernd nur für super kurze Zeit ausgeht, nur um dann beim nächsten Kick wieder zu greifen. Hier kann man grob mit BPM, Beats per Minute, rechnen, bei 120BPM würde ich Release also größer also 0,5s wählen, dann arbeitet der Limiter weiter, solange nicht wirklich der Kick leiser wird (und nicht nur das Signal zwischen 2 Kicks).

Genau das gleiche wie ein RMS Limiter ist es meiner Meinung nach trotzdem nicht. Dieser würde nicht mit Attack und Release Zeiten erreichen, das noch Peaks "durchkommen", sondern (vermutlich?) das Signal bzw dessen Energie über einen gewissen kurzen Zeitraum integrieren?! und damit einen durchschnitts (RMS) Pegel errechnen und diesen anpassen.
Patrick3001
Inventar
#3 erstellt: 04. Feb 2016, 12:50
Danke für die vielen Infos. Ich möchte eig mein kleines System damit etwas schützen. Wäre es damit möglich?
Patrick3001
Inventar
#4 erstellt: 04. Feb 2016, 18:08
Was wäre dann die beste Lösung bzw Einstellung?
*xD*
Moderator
#5 erstellt: 05. Feb 2016, 13:52
Hi


corell95 (Beitrag #2) schrieb:

Genau das gleiche wie ein RMS Limiter ist es meiner Meinung nach trotzdem nicht. Dieser würde nicht mit Attack und Release Zeiten erreichen, das noch Peaks "durchkommen", sondern (vermutlich?) das Signal bzw dessen Energie über einen gewissen kurzen Zeitraum integrieren?! und damit einen durchschnitts (RMS) Pegel errechnen und diesen anpassen.


Ja, ein richtiger RMS-Limiter würde quasi einen fortlaufenden Durchschnittswert (das mathematische Integral) ermitteln. Dabei darf die elektrische Belastbarkeit nicht überschritten werden. "Intelligente" Controller können so die aktuelle Temperatur der Schwingspule errechnen und somit den Threshold stetig so anpassen, dass ein kritischer Wert nicht überschritten wird.

Mit einem Kompressor würde ich das so machen, dass du den Kompressor auf sagen wir mal 12,5% der Maximalleistung einstellst (Threshold -> -9dbfs bezogen auf Max-Leistung am LS) mit einem Ratio von 2:1-2,5:1. Den Peaklimiter würde ich auf -3dbfs einstellen.
Attack kurz, Release um die 300-500ms.

Mit der Einstellung gewinnst du ab Einsetzen des Limiters 12-15db zusätzlichen Headroom ab Einsetzen des Limiters - spätestens bei 50% kommt dann die "Brickwall". D.h. im Worst Case werden den LS 50% der Maximalleistung zugeführt.
Das ist theoretisch noch nicht zerstörungssicher, in der Praxis aber ohne Vorsatz unmöglich.

Im Dry-Hire macht sowas durchaus Sinn, da die Klangqualität im Grenzlastbereich ohnehin schon in den Keller geht - wenn man da stetig drin ist steht sowieso zu wenig Material da.
Wenn man z.B. mit der eigenen Anlage und Liveband unterwegs ist, kann man sich auch komplett auf die Peaklimiter der Endstufen verlassen - kurze Dynamikspitzen können LS auch ohne Probleme in doppelter Höhe der RMS-Belastbarkeit verkraften.
Patrick3001
Inventar
#6 erstellt: 05. Feb 2016, 14:39
Tops sind die PSE A-12 mit 350 Watt an 8 Ohm.
Amp ist noch ne TA 2400 mit 650 Watt an 8 Ohm und 1200 Watt an 4 Ohm. 0,775 V Empfindlichkeit

Bässe sind Limmer 218 mit 1200 Watt an 8 Ohm.
Amp is ne Yorkville AP 6040 mit 1250 Watt an 8 Ohm, 2000 Watt an 4 Ohm., 4 V Empfindlichkeit.

Bezugspunkt vom Controller sollte 20 dbu sein.
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