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Sony TV 2013 - Triluminos, NFC One-Touch Mirroring, TV SideView und mehr

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hagge
Inventar
#1 erstellt: 17. Apr 2013, 23:29
Das Sony-Event in Berlin am 13.4.2013.

Vergangenes Wochenende war ich einer von neun glücklichen Hifi-Forums-Teilnehmern, die zu einem exklusiven Besuch bei Sony im Sony Hauptquartier in Berlin eingeladen waren. Eine Bedingung für die Teilnahme war, dass wir anschließend ein Review über den W905A und/oder die anderen gezeigten Geräte verfassen sollen -- wohlgemerkt objektiv und ungeschönt. Das ist natürlich der Grund dafür, dass in diesen Tagen der eine oder andere Bericht über dieses Event hier im Sony-Bereich des Forums auftaucht. Gewisse Ähnlichkeiten und Überschneidungen sind dabei sicher nicht ganz zu vermeiden.

Ich habe mir nun bewusst noch nicht die anderen Berichte, die es schon gibt, angeschaut und mich auch bewusst nicht in einen der dortigen Threads eingeklinkt, damit ich meine Meinung und meinen Bericht ganz unbeeinflusst schreiben kann. Sollte diese Parallelität lauter ähnlicher Threads nicht gewünscht sein, bitte ich die Moderation des Forums, die Threads entsprechend zu kombinieren.

Zuerst werde ich ein bisschen auf das Event als Gesamtes eingehen, dann ein paar interessante allgemeine Features der 2013er TV-Modelle beschreiben und am Ende dann zum Highlight kommen, nämlich der Triluminos-Technik, wie sie der W905A bietet.

Schriftzug Sony-Center

Sony-Gebäude

Teil 1 - Der Ablauf

Wir trafen alle gegen 11 Uhr im Sony-Center am Potsdamer Platz in Berlin ein und wurden in "die heiligen Hallen" der Sony-Zentrale geführt.

Uns acht "normalen" Forumsmitgliedern und einem Moderator des Hifi-Forums, der an der Organisation des Events beteiligt war, standen fünf Sony-Vertriebsleute, eine Mitarbeiterin der von Sony beauftragten PR- und Marketingfirma Häberlein & Mauerer und zwei Spezialisten der Online-Zeitschrift cine4home gegenüber. Respekt! Etwa eine Stunde lang wurde uns in einem lockeren Folienvortrag die Firma Sony mit ihren Sparten, die aktuelle TV-Produktpalette und die künftige Zielrichtung der TV-Unterhaltungssparte vorgestellt.

Hier haben wir beispielsweise erfahren, dass die OLED-Technik noch eine ganze Weile nicht endkundentauglich sein wird, auch nicht bei anderen Herstellern. Und dass die Crystal-LED-Technik durchaus auch weiter entwickelt wird, aber eigentlich nur für sehr große Geräte ab gewissen Diagonalen in Frage kommt, vermutlich sehr teuer wird und eher als Ergänzung zu OLED gesehen werden kann, nicht als Alternative. Bis diese Techniken dann wirklich massentauglich sind, wird bei Sony die neue Triluminos-Technik eingesetzt, die einen ähnlichen Farbraum wie OLED bietet.

Neben der guten Bildqualität steht auch guter Sound im Mittelpunkt. Das heißt die neuen TVs haben alle deutlich bessere Lautsprechersysteme als die bisherigen Geräte. Und das dritte große Ziel von Sony ist die Vernetzung, speziell die Kopplung von Tablet und Smartphone mit dem TV. Dies geschieht durch neue Apps wie TV-SideView oder durch das sogenannte One-Touch Mirroring, das über die Nahfunktechnik NFC getriggert wird, und wo das Bild des Tablets bzw. Smartphones 1:1 auf dem Bildschirm erscheint, inklusive aller Animationen.

Diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten bekamen wir dann nach einem kleinen aber feinen Mittagessen an einem W905A live vorgeführt. Dabei konnten wir auch schon einen Blick auf das neue, noch nicht veröffentlichte Xperia Z Tablet werfen und sogar selbst ein bisschen darauf rumtippen. Danach übernahmen die beiden Herren von cine4home das Wort und führten uns, nach einer kleinen Einführung in die Welt der Farbnormen, anhand diverser Bilder und Filmsequenzen die Triluminos-Technik auf einem W905A vor. Zum Vergleich gab es einen Samsung F8090 und später nahmen wir auch noch einen HX855 mit hinzu, also einen herkömmlichen Sony ohne Triluminos-Display. Bei diesen Vergleichen hatten wir auch die Möglichkeit, selbst mitgebrachtes Material einzuspielen und an den Bildeinstellungen zu drehen.

Als letzten Abschnitt des Tages gingen wir dann rüber in den Sony-Store, wo einer von nur vier derzeit in Deutschland ausgestellten 84-Zoll-Fernsehern mit 4K-Auflösung steht. Dort sahen wir dann natives 4K-Material, das natürlich über jeden Zweifel erhaben war. Aber auch hochgerechnetes 2K-Material von BluRay und sogar SD-Material von DVD sah verflixt gut auf dieser riesigen Diagonale aus, was der neuen X-Reality-Pro-4K zu verdanken ist. Und 3D auf diesem Bildschirm -- einfach nur ein Traum. Kein Flimmern, keine Veränderungen bei Kopfneigungen, kein Übersprechen (Ghosting) und alle Pop-outs von "Sammys Abenteuer" blieben bis zur vordersten Spitze scharf. So muss 3D aussehen! Ich habe noch nie auf einem TV so ein gutes 3D gesehen.

Untermalt wurde der 4K-Genuss von einer hochwertigen neuen Sony Surround-Anlage, die uns gegen Ende dann mit zwei Musikstücken von Phil Collins und Sting noch einmal intensiver vorgeführt wurde. Ebenfalls sehr beachtlich, wenn auch nicht ganz billig. Etwa 14000 EUR muss man für die zwei Hauptboxen, zwei Surrounds, den Center und den Subwoofer hinlegen. Zusammen mit den 25000 EUR für den 84-Zoll-TV sprengt das dann doch ein klein wenig das übliche Budget des durchschnittlichen Zuschauers. Aber man wird ja noch träumen dürfen...


Teil 2: Die Fernseher allgemein

Alle 2013er-Modelle haben eine komplett neue Menüstruktur. Die X-Crossbar in ihrer bisherigen Ausprägung ist zwar weg, aber irgendwie doch noch nicht so ganz. Jetzt gibt es eine vertikale Anordnung von Menüpunkten. Wird eine Zeile angewählt, erscheint eine horizontale Zeile mit Icons, die dann die eigentliche Funktion abrufen. So ganz ist man also noch nicht von der Kreuzanordnung weg, nur geht es jetzt zuerst vertikal und dann horizontal, früher war es anders herum. Ist man beispielweise in der Auswahl der Signaleingänge, bekommt man eine horizontale Reihe von Icons mit den verschiedenen HDMI-Eingängen, dem Medienplayer, dem USB-Eingang, den A/V-Eingängen, usw., die man dann durch Bewegung nach links und rechts auswählt und per OK aktiviert. Sind an einem Eingang Geräte verkabelt, ändert sich das Icon entsprechend, z.B. von einem HDMI-Stecker zu einem BluRay-Player oder zu einer Settop-Box. Insgesamt kommen deutlich mehr Grafiken im Menü zum Einsatz. Und nun sind die Menüs auch in voller Full-HD-Pracht zu sehen, bei den bisherigen Geräten war es nur eine hochskalierte Grafik mit geringerer Auflösung.

Das ganze Menü ist hübsch animiert mit 3D-Rotationen und deutlich flotter als bei den bisherigen Sony-Geräten, trotz der höheren Auflösung. Dies ist den neuen Doppelkernprozessoren zu verdanken, die hier im Inneren ihre Arbeit verrichten. Das heißt aber auch, dass diese Menüstruktur nicht bei den bisherigen Geräten per Software-Update nachrüstbar ist, da deren CPUs erstens zu langsam sind und zweitens nicht die notwendige OpenGL-Hardware besitzen, die für die 3D-Effekte notwendig ist.

Die Bildparameter selbst sind den bisherigen Modellen (seit der X-Reality-Engine) recht ähnlich geblieben. Das ist sehr schön, ermöglicht es doch, Einstellungen bis zu einem gewissen Grad von den Vorgängermodellen zu übernehmen. Und wir müssen uns nicht auf einen völlig neuen Satz Parameter einstellen, alles bleibt im Grunde beim alten.

Der EPG in den neuen TVs nutzt neben den eigentlichen EPG-Daten auch Internet-Daten von TVTV. Dadurch wird einerseits mehr Programm- und Hintergrundinformation verfügbar (teilweise sogar bebildert) und, was viele User freuen wird, der EPG muss nicht erst mühselig geladen werden, indem man die ganzen Programme durchzappt, sondern er ist schon bei der ersten Aktivierung nach dem Einschalten des TVs gefüllt. Ob das nur dann so ist, wenn eine Internetverbindung besteht und die externen iPG-Daten geladen werden können, oder ob auch die regulären EPG-Daten z.B. nachts gesammelt werden, wurde hierbei nicht so ganz klar.

Beim PVR, also der Aufnahmefunktion der Fernseher auf Festplatte, ist nun fest ein Vor- und Nachlauf von 5 Minuten eingestellt, der leider nicht konfigurierbar ist. Dennoch sollte es damit deutlich seltener passieren, dass man Anfang oder Ende einer Sendung verpasst. Einen zweiten Tuner gibt es aber nach wie vor nicht, so dass während einer PVR-Aufnahme leider auch weiterhin das Programm blockiert bleibt.

Interessant ist auch, dass der X-Reality-PRO nun auch schon in der kleinen W65-Serie eingesetzt wird. Somit hat nur die preiswerte R-Serie keinen PRO-Chip verbaut. Die W8- und W9-Reihe wird es außer in schwarz auch in silber geben.

Der W905A nutzt weiterhin aktives 3D. Hierbei kommen allerdings Shutterbrillen mit Bluetooth zum Einsatz. Damit sind die Brillen nicht mehr kompatibel zu den bisherigen Shutterbrillen. Der Grund dafür ist das sog. SimulView. Bei SimulView können zwei verschiedene Bilder gleichzeitig auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein Zuschauer sieht mit seiner Brille nur das eine Bild, der andere nur das andere Bild. So können beispielsweise zwei Spieler eines Autorennspiels beide ihre individuelle Sicht haben, obwohl sich die beiden Autos auf einem ganz anderen Abschnitt der Rennstrecke befinden. Das wäre mit einer Infrarotbrille nicht möglich, da man hier die beiden Brillen nicht getrennt ansprechen kann. Mit Bluetooth ist dies aber möglich. So kann einer Brille gezielt mitgeteilt werden, ob sie Sicht 1, Sicht 2 oder 3D anzeigen soll.

Beim W805A kommt passives 3D zum Einsatz. Auch hier ist SimulView möglich, wobei es nun verschiedene Brillen gibt: eine für Sicht 1, bei der beide Augen mit der einen Polarisation versehen sind, eine für Sicht 2, bei der beide Augen mit der anderen Polarisation versehen sind, und ein drittes Modell für 3D, wo die beiden Augen mit verschiedenen Polarisationen versehen sind.

Leider reichte die Zeit nicht, auch noch die TVs in 3D zu begutachten. Wie sich hier also die passive 3D-Technik und die neue aktive 3D-Technik im Vergleich zur bisherigen aktiven 3D-Technik schlägt, kann ich darum nicht beurteilen.


[Beitrag von hagge am 18. Apr 2013, 02:13 bearbeitet]
hagge
Inventar
#2 erstellt: 17. Apr 2013, 23:44
Teil 3: Das neue System "NFC One-Touch Mirroring"

Hier hat Sony eine ganz clevere Idee, wie ich finde. Was passiert normalerweise, wenn ein TV ein paar Jährchen auf dem Buckel hat? Seine Funktionen altern mit, das heißt neue Anwendungen sind darauf nicht mehr verfügbar, es bleibt bei dem Funktionsumfang, den das Gerät zum Zeitpunkt seines Kaufes hatte. Jetzt ist es aber doch so, dass immer mehr Leute ein Smartphone oder ein Pad (Tablet-Computer) haben. Und mehr noch, diese Geräte werden deutlich öfter gewechselt und bleiben somit deutlich eher auf dem neuesten Stand der Technik als der Fernseher. Warum also nicht das Smartphone oder Tablet mit dem TV verheiraten?

Dazu besteht mit den 2013er-Modellen die Möglichkeit, den Inhalt des Displays von Tablet oder Smartphone auf den Bildschirm des TVs zu duplizieren. Und das geht so. Den neuen Fernsehern liegt neben der herkömmlichen Infrarot-Fernbedienung eine zweite Fernbedienung bei, die über Bluetooth mit dem TV kommuniziert. Diese ist mit einem NFC-Chip ausgestattet. Wenn man nun ein entsprechend ausgestattetes Android-Smartphone Rücken an Rücken mit dieser Fernbedienung legt, erkennen sich die Geräte und man kann den Inhalt des Smartphones zum TV senden. Bisher klappte das durchaus schon über DLNA mit Mediendateien, aber das Neue ist, dass man wirklich 1:1 den Bildschirm klonen kann. Das heißt man sieht genau das auf dem TV, was auch auf dem Smartphone zu sehen ist, nur eben in groß. Das kann der Homeschirm mit den Widgets und App-Icons sein, aber genausogut ein abgespieltes Video oder ein Spiel.

Mirroring hochkant Mirroring quer Mirroring des Homescreens Mirroring beim Abspielen eines Videos

Dreht man das Smartphone quer, erscheint auch das Bild auf dem Fernseher quer. Das klappte bei der Vorführung schon recht gut, wenn es auch hier und da noch etwas stockte. Es wurde uns aber versprochen, dass dies nur der sehr frühen Softwareversion geschuldet sei, die auf diesen Vorserienmodellen aufgespielt war. Bis zur Serie soll das alles perfekt laufen. Wie das zum Beispiel beim Abspielen eines Videos funktioniert, habe ich mit meiner Kamera ausschnittsweise mitgefilmt. Das Video kann hier angeschaut werden (99MB, Full-HD). Wohlgemerkt: hier wird die ganze Zeit nur der Screen gespiegelt. Anders als bei DLNA holt sich hier nicht der TV die Videodaten beim Smartphone ab und decodiert das Video selbst, sondern das Smartphone decodiert das Video und das fertig decodierte Bild wird zum TV gesendet, der es dann ohne weitere Aufbereitung anzeigt. Zumindest habe ich das so verstanden.

Unter der Haube wird dabei das neue MHL-Protokoll verwendet (Mobile Highres Link), das die Bilddaten über Wifi-Direct zum Fernseher überträgt. Das heißt die Nahfunktechnik NFC wird nur dazu verwendet, das passende endgültige Übertragungsprotokoll auszuhandeln. Dieses übernimmt dann die eigentliche Übertragung, so dass man das Smartphone wieder von der Fernbedienung wegnehmen kann. Bisher ist dies nur mit aktuellen Sony Xperia-Smartphones und -Tablets möglich, sobald aber auch andere Smartphones und Tablets den MHL-Standard unterstützen, wird es auch auf diesen Geräten möglich sein, dieses Mirroring zu Sony-TVs durchzuführen. Dies ist beispielsweise bei allen Geräten mit mindestens Android 4.2 der Fall! Dort nennt sich diese Technik dann "Mirrorcast" und ist direkt von Android aus ohne eine extra App verfügbar. Auf der TV-Seite funktioniert das Mirroring übrigens auch schon mit dem kleinsten Sony-Modell, dem R4.

Auf ähnlichem Weg lässt sich nebenbei bemerkt auch der Kontakt von einem Smartphone zu einer Sony-Soundbar herstellen. Einfach auf dem Smartphone ein Lied abspielen, dann das Smartphone auf die Soundbar legen und schon übernimmt diese das Lied und spielt es ab, ohne dass weitere Tasten zu drücken wären. In diesem Fall aktiviert der kurze NFC-Kontakt eine Bluetooth-Übertragung. Ab jetzt regelt die Lautstärkeregelung des Smartphones stattdessen die Lautstärke der Soundbar. Auch das sah verblüffend einfach aus und klappte bei der Vorführung sehr gut.

NFC One-Touch Mirroring ist also eine clevere Idee, den TV indirekt über die Smartphones und Tablets aktuell zu halten. Gibt es etwas Neues auf dem Smartphone, kann es auch gleichzeitig der TV. Was bisher jedoch noch fehlt ist die umgekehrte Richtung. Das heißt der TV kann seinen Inhalt noch nicht zum Smartphone schicken. Es ist also nicht möglich, den gerade laufenden Film an das Smartphone weiter zu reichen, damit aus dem Zimmer zu gehen und dabei den Film auf dem Smartphone weiter zu schauen. Das steht noch auf der Todo-Liste von Sony.


Teil 4: TV-SideView-App

Bisher gab es ja die Media-Remote App von Sony. Damit war es möglich, den TV fernzusteuern, also ein Smartphone oder Tablet wie eine weitere Fernbedienung zu nutzen. Außerdem konnten Online-Medieninhalte abgerufen und zum TV geschickt werden.

Für diese App gibt es nun einen Nachfolger mit dem Namen "TV-SideView". Diese App geht viel weiter als Media-Remote. So kann man beispielsweise die EPG-Daten vom TV abrufen (inklusive der Internet-Informationen), man kann TV-Aufnahmen programmieren, die Senderliste abrufen und (irgendwann in der Zukunft) auch komfortabel auf dem Touchscreen sortieren. Man kann schauen, was gerade im TV läuft, was es für Medieninhalte auf den verfügbaren DLNA-Servern gibt und noch einige Dinge mehr, die man sonst auf dem TV aufrufen kann. Das geht hin bis zur Sprachsteuerung. Der vorführende Sony-Mitarbeiter sprach "Tatort" ins Mikrofon seines Tablets und daraufhin zeigte die App an, wann die nächste Folge von Tatort im TV läuft. Natürlich konnte man für diesen Treffer dann auch gleich einen Timer für die Aufnahme erstellen.

Was aber das interessanteste dabei ist: das alles passiert völlig im Hintergrund des Fernsehers. Das heißt obwohl man die ganze Zeit mit dem TV kommuniziert und auf dem Tablet Ansichten bekommt, die den Menüs des Fernsehers sehr ähneln, kann die ganze Zeit über das reguläre Programm auf dem TV angeschaut werden. Während man also im Hintergrund den TV programmiert und Medien sichtet, kann der Rest der Familie ganz normal weiter fernsehen. Auf dem Tablet sieht man somit in der tat eine zweite Seite des TVs, eben die SideView. Erst wenn man den Befehl gibt: "So, diese Sendung will ich jetzt sehen," wird das aktuelle Programm umgeschaltet. Das alles geht so weit, dass man mit der SideView-App sogar den TV aus dem Standby aufwecken kann.

Auch übliche DLNA-Features sind in der App verfügbar. Das heißt man kann Fotos, Videos und Musik zum TV streamen und dabei von der App aus die Wiedergabe kontrollieren. Auch das ist weit mehr, als was mit der Media-Remote-App möglich war.

Einige der Funktionen dieser App sind übrigens durchaus auch schon mit älteren Sony-Geräten aus den Jahren 2011 und 2012 nutzbar. Insofern lohnt auch hier der Umstieg von Media-Remote auf TV-SideView.


[Beitrag von hagge am 18. Apr 2013, 10:47 bearbeitet]
hagge
Inventar
#3 erstellt: 18. Apr 2013, 00:00
Teil 5: Die Triluminos-Technik

Kommen wir nun zum eigentlichen Highlight, dem Triluminos-Display des W905A. Diese Technik ist in Kooperation mit der Firma QD-Vision entstanden. Damit man versteht, was hierbei passiert, und wie der Sony-Fernseher davon profitiert, muss man tatsächlich etwas ausholen und ein bisschen in den Bereich der Farbräume und Farbnormen hineinschauen.

Der herkömmliche Aufbau eines LCD-Displays mit LED-Backlight besteht aus dem eigentlichen Backlight mit weißen LEDs, dann dem LCD-Panel, das die Helligkeit des Backlights je nach Pixelhelligkeit mehr oder weniger abdunkelt, und einem Farbfilter, das den einzelnen Subpixeln die Farbe Rot, Grün oder Blau zuweist. Hierbei ist anzumerken, dass weiße LEDs eigentlich blaue LEDs sind, die zusätzlich mit einem gelben Phosphor versehen sind. Aus Gelb und Blau wird dann weiß. Allerdings unterliegt dieser gelbe Phosphor wie jeder andere Phosphor auch einer gewissen Alterung. Dies führt im Verlauf der Zeit zu einer geringeren Lichtausbeute. Und da üblichweise mehrere LEDs eingesetzt werden, die vermutlich nicht ganz gleichmäßig altern, kann es sein, dass mit dem Älterwerden des Geräts auch die Ausleuchtung immer ungleichmäßiger wird.

Die Triluminos-Technik nutzt von vorneherein nur blaue LEDs. Da diese somit keinen Phosphor enthalten, altern diese LEDs auch weniger stark. Damit sollte über eine deutlich längere Zeit eine gleichmäßige Ausleuchtung gewährleistet sein.

Anstatt der Farbfilterfolie ist hier ein spezielles Harz mit Quantenpunkten direkt auf das LCD aufgetragen. Wird nun diese Schicht durch das blaue Licht angeregt, leuchtet sie entweder grün oder rot. Technisch ist das wohl recht schwer zu erklären, da es wirklich um Quantenphysik geht, aber es funktioniert. Und was noch viel besser ist: dieses Rot und dieses Grün ist jeweils deutlich reiner als es das Rot und das Grün eines Farbfilters in Verbindung mit einer weißen LED je sein könnte. Dadurch ergibt sich ein erweiterter Farbraum, natürlich besonders deutlich bei Rot und Grün. Bei Blau wird vermutlich direkt das blaue Licht der Backlight-LEDs genutzt. Dort ist der Gewinn nicht ganz so groß. Die im Farbraum aufgespannte Fläche ist dadurch etwa 30% größer als bei herkömmlicher Technik.

Doch nicht nur das. Der Farbfilter bei der herkömmlichen Bauweise ist auch stark für die Winkelabhängigkeit verantwortlich. Ohne einen solchen Farbfilter bleiben die Farben also deutlich blickwinkelstabiler.

So weit so gut. Das heißt ein Sony-TV mit Triluminos-Technik kann mehr Farben darstellen. Aber woher nehmen? Schließlich sind doch alle Zuspieler auf den bisherigen Farbraum ausgelegt.

Die Antwort ist nicht trivial. Dazu muss man sich die existierenden Farbnormen anschauen. Drei davon sind hierbei momentan relevant. Die DCI-Farbnorm, mit der im (digitalen) Kino gearbeitet wird (DCI=Digital Cinema Initiatives), die Norm ITU-R BT.601 oder auch kurz REC601, mit der DVDs und SD-Fernsehübertragungen codiert sind und die Norm ITU-R BT.709 oder kurz REC709, mit der BluRays und HD-Filme im TV codiert sind. Dabei umfasst REC601 den geringsten Farbbereich. Das kommt daher, weil die Phosphore der früheren Röhrenbildschirme nur einen beschränkten Farbraum hatten, der eben mit dieser Norm abgedeckt wird. Für HD-Filme wurde der Farbraum mit REC709 etwas erweitert, eben so, wie es die seinerzeit gängigen Fernseher (Plasma, LCD mit Farbfolien) eben konnten. Auch PC-Monitore nutzen einen vergleichbaren Farbraum (sRGB). Aber den weitaus größten Farbraum deckt DCI ab. Oder anders gesagt, ein Film im Kino hat viel mehr Farben als ein Film vom TV-Sender, von DVD oder von BluRay auf dem TV zu Hause. Denn die Filme müssen für DVD und BluRay tatsächlich auf einen anderen Farbraum abgebildet werden, eben REC601 oder REC709, damit sie von *allen* Fernsehern mit der bestmöglichen Farbtreue wiedergegeben werden können.

Umgekehrt bedeutet das, dass auch die jetzigen aktuellen Fernseher alle auf die REC709-Norm ausgelegt werden. Das heißt die Farbfilter (bei LCDs) und Phosphore (bei Plasmas) dieser neuen Geräte werden so getrimmt, dass sie genau den REC709-Farbraum abdecken können -- nicht mehr und nicht weniger. Schaut man sich nun beispielsweise die Farbe Rot (R=255, G=0, B=0) auf so einem REC709-konformen Gerät an, dann ist das schon ordentlich rot. Zumindest solange man keinen echten Vergleich hat. Hält man aber in Realität etwas wirklich Rotes vor das Bild im Fernseher, erscheint der Farbton auf dem Bildschirm auf einmal gar nicht mehr perfekt rot, sondern eher leicht orange. Und da kann man dann auch an den Roteinstellungen ändern und drehen was man will, man bekommt den "echten" Rotton nicht hin, es bleibt immer bei diesem Rot mit Orange-Einschlag. Denn genau diesen Farbton verlangt die REC709-Norm für ein sattes Rot.

Das heißt da, wo im Kino noch wirklich ein echtes Rot vorhanden ist, ist auf praktisch keinem Fernseher der Welt ein vergleichbares Rot zu sehen. Gleiches gilt für Grün und Blau. Bis jetzt. Denn genau da setzt nun Triluminos an. Durch den erweiterten Farbraum kann ein Triluminos-Fernseher hier im Prinzip wirklich weit näher an die originalen Farben des Kinofilms kommen. Aber: um diese Farben nutzen zu können, muss der Sony-Fernseher die Norm REC709 verlassen und die Farben sozusagen eigenmächtig strecken. Das gab es im Prinzip früher mit den Wide-Gamut-CCFL-Bildschirmen schon mal, aber damals sah das gar nicht so toll aus, weil alle Farben gleichmäßig gestreckt wurden. Der Sony macht das nun aber deutlich cleverer und verändert den Farbraum nur inhaltsabhängig und selektiv.

Wirklich perfekt wird die Wiedergabe erst mit Geräten, die auch einen erweiterten Farbraum reproduzieren können. Das könnten beispielsweise Spielekonsolen sein oder spezielle Abspieler für Fotos. Auf jeden Fall wird die Sache so richtig spannend, wenn 4K-BluRays und der nächste HDMI 2.0-Standard auf den Markt kommen. Denn dort wird von Anfang an ein Modus mit deutlich größerem Farbraum definiert sein. Filme, die diesen Farbraum nutzen, können also perfekt mit einem Triluminos-Fernseher angezeigt werden.

Bis dahin hat man die Wahl. Schaltet man Triluminos beim Sony ab, verhält er sich genau wie jeder andere Fernseher gemäß der REC709-Norm. Aber man kann eben auch die Triluminos Farbraumerweiterung in mehreren Stufen zuschalten. Hierfür wird übrigens der Farbbrillanz-Regler genutzt. Wo bei den herkömmlichen TVs bei der Aktivierung dieser Option einfach nur alles quietschbunt und übersättigt wird, schaltet ein Triluminos-Gerät sanft aber wirkungsvoll in den erweiterten Farbraum.


[Beitrag von hagge am 18. Apr 2013, 02:27 bearbeitet]
hagge
Inventar
#4 erstellt: 18. Apr 2013, 00:39
Teil 6: Triluminos in der Praxis: der Sony W905A

Wie sieht das alles nun in Aktion aus? Im Vorführraum von Sony stand auf der einen Seite ein einzelner W905A. Eigentlich sollten dort erst mal nur die Kommunikationsmöglichkeiten vorgeführt werden, aber zur Einstimmung wurden zwei kurze Sony-Demofilme gezeigt. Und kurz gesagt uns klappte mehr oder weniger allen die Kinnlade runter. Wow, das sind ja gigantische Farben!

Farbtopf-Demo Rotton-Demo

Einer der Demofilme zeigte diverse Farbtöpfe, deren Farben in Superzeitlupe in die Luft geschossen werden, der andere zeigte ganz viele rote Früchte und andere rot-getönte Objekte. Ein paar Sequenzen dieser Videos habe ich wieder mit meiner Kamera mitgefilmt. Man kann sie sich hier (75MB, Full-HD) und hier (64MB, Full-HD) anschauen. Aber natürlich ist der Effekt nur so beeindruckend, wenn man das alles auf einem Triluminos-TV anschaut. Denn einerseits kann meine Kamera keinen erweiterten Farbraum und auch der Bildschirm, auf dem ihr euch ggf. diese Aufnahmen gerade anschaut, kann ebenfalls keinen erweiterten Farbraum wiedergeben. So erscheinen die Rottöne im Video eher erdrückend und überstrahlen das ganze Video und das Grün kommt eher fahl daher. Das war in Wirklichkeit aber ganz anders. Alles sah dort sehr natürlich aus und wir waren von der Realitätstreue völlig überzeugt. Alle! Und so mussten schon zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Fragen zu Triluminos beantwortet werden als geplant und erst nach einer gewissen Zeit konnte uns der Sony-Mitarbeiter dazu überreden, nun doch mal die Kommunikationsmöglichkeiten anzuschauen, die ich schon weiter oben beschrieben habe.

Der eigentliche Vergleichstest kam nämlich erst noch etwas später. Auf der anderen Seite des Vorführraums standen ein W905A und ein Samsung F8090 nebeneinander, beide in 55 Zoll. Und nun wurde auch klar, was es mit den beiden Herren von cine4home auf sich hat. Die waren nämlich beauftragt, den W905 und den Samsung möglichst optimal auf REC709 einzumessen. Sony wollte das wohl nicht selbst machen, um jedem Anschein von Manipulation von vorne herein aus dem Weg zu gehen.

So wurden uns nun diverse Filmsequenzen und Testbilder zugespielt, bei denen der Sony zunächst auch nur im normalen Filmmodus lief, also ohne erweiterten Farbraum. Schaute man die beiden Fernseher jeweils genau von vorne an, war der Unterschied wirklich sehr gering. Beide Geräte erzeugten ordentliche Bilder. Was aber sofort auffiel: der Sony hatte einen deutlich besseren Blickwinkel. Stand man vor dem Sony, erschien das Samsung-Bild schon leicht flau. Stand man hingegen vor dem Samsung, war das Sony-Bild immer noch gleich kräftig. Immer wieder dachte man, dass der Sony halt *zu* kräftig aufspielt, ging man dann aber wieder gerade vor den Samsung, zeigte der auf einmal die gleichen satten Farben. Dort war das Schwarz auch schön schwarz, aber eben nur, wenn man ziemlich genau rechtwinklig davor stand.

Hier war also schon mal ein erster ausgiebiger Test angesagt. Wir liefen hin und her, schauten in spitzen und flachen Winkeln auf jeden der beiden Bildschirme, aber nur der W905A blieb bei dunklen Bildstellen auch wirklich dunkel. Um wirklich sicher zu gehen, dass es hier mit rechten Dingen zugeht, forderten wir, den auf der anderen Seite neben dem W905A stehenden HX855 auch noch zu aktivieren. Dieser war zwar nicht wie die beiden anderen Geräte eingemessen, aber es war deutlich zu sehen, dass er dem Samsung deutlich näher kam als dem W905A. Sprich auch dort wurden die dunklen Bereiche deutlich heller, je mehr man im spitzen Winkel darauf schaute.

Der W905A war hier der absolute Gewinner, was den Blickwinkel angeht. Gab es bei uns im Vorfeld hierzu noch Bedenken, so konnten diese getrost als unbegründet beiseite gelegt werden. Ich denke das sieht man auch auf dem Video mit den Farbtöpfen. Hier ist an einigen Stellen der gute Schwarzwert zu erkennen, obwohl ich ja mit der Aufnahme schon deutlich seitlich vom Gerät stand und damit alles andere als optimal. Erst wenn man wirklich sehr sehr flach von der Seite auf den Bildschirm schaute, wurden schwarze Bereiche leicht grau. Die Quantum-Dots, die die Farbfilterfolie ersetzen, verrichten also in dieser Beziehung schon mal die Arbeit zur vollsten Zufriedenheit.

Und dann kam der erweiterte Farbraum von Triluminos. Wie gesagt kann man diesen in drei Stufen über den Farbbrillanz-Regler zuschalten mit niedrig, mittel und hoch. Der Sony wendet diesen erweiterten Farbraum aber sehr dezent und selektiv an. Eine Mauer bleibt in etwa gleich, ein Gesicht auch, aber ein Meeresstrand bekommt auf einmal ein richtig leuchtend blaues Wasser, eine Wiese wird auf einmal richtig schön grün, und das rote Auto aus dem Computeranimationsfilm "Cars" war nun endlich wirklich rot und nicht mehr orange. Zum Beweis hatte der cine4home-Mitarbeiter ein Spielzeugmodell dieses Autos dabei und hielt es vor den Bildschirm. Beim Sony passte die Farbe, beim Samsung war es hingegen leicht orange. Schaltete man Triluminos ab, indem man den Farbbrillanz-Regler auf "aus" stellte, verhielt sich der Sony genauso wie der Samsung und das Auto war ebenfalls leicht orange. Eben REC709.

Ich selbst bin eigentlich die ganze Zeit mit sehr viel Skepsis an diese Darstellung rangegangen. Die ganze Zeit fragte ich mich, ob diese Farben wirklich realistisch sind. Denn es ging schon recht bunt zu. Aber letztendlich konnte man dem Sony nie nachweisen, dass es unnatürlich aussah. Es war einfach nur ungewohnt, weil neu, aber nicht falsch.

Dann konnten wir noch selbst mitgebrachte Testbilder und Videosequenzen von USB zuspielen. Ich testete mit einem grundsätzlich schwarzen Bild mit einzelnen weißen Punkten, wie gut das Local Dimming funktioniert. Sauber. Keine Flashlights. Von vorne gesehen auch keinerlei Clouding. Man sah aber, dass hier das Backlight doch voll lief, denn der Schwarzwert war nicht so toll wie bei den Cinemascope-Balken der Filmdemos. Ein Gegenvergleich mit einem schwarzen Bild bei ausgeschalteter "Dynamischer LED-Steuerung", sprich bei ausgeschaltetem Local Dimming, zeigte in etwa den gleichen minimal reduzierten Schwarzwert. Schaute man beim Punktebild dann auch ganz flach von oben auf den Bildschirm, waren leichte, aber wirklich nur ganz leichte Ungleichmäßigkeiten zu erkennen. Diese können aber in der Tat auch dem Local Dimming geschuldet sein, das bei diesem Bild ja möglicherweise doch mit unterschiedlicher Stärke in den verschiedenen Bereichen aktiv war. Das war aber wirklich nur aus dem ungünstigsten Blickwinkel zu sehen. Schaute man auch nur halbwegs von vorne, war alles in Ordnung.

Dann spielte ich noch ein selbst aufgenommenes Video von einer Strandszene ein, das auch Schwenks über den Himmel enthielt. Das ist ein Video, bei dem mein HX925 daheim deutlich DSE zeigt. Hier beim W905A konnte ich ganz leicht ein paar minimal dunklere Stellen sehen. Wobei nicht ganz geklärt werden konnte, ob das nun wirklich DSE war oder nur ein stehendes Rauschmuster der Videoaufnahme. Insofern zeigte der W905A durchweg eine saubere Vorstellung, was die Ausleuchtung anging. Allerdings hätte mich etwas anderes bei einem Vorführgerät direkt bei Sony auch sehr gewundert. Ob die Ausleuchtung dann in der Serie auch dauerhaft auf diesem hohen Level bleibt, muss die Zukunft zeigen. Wenn aber diese ganzen Negativeffekte (Clouding, Flashlights, DSE) tatsächlich durch ungenaues Zusammenspiel von LCD-Panel, Lichtleiter-Diffusorfolie und Farbfilter entstehen, wäre hier auf jeden Fall einer der Faktoren weg, nämlich der Farbfilter. Dazu kommen die blauen Backlight-LEDs ohne Phosphor. Insofern könnte man tatsächlich auch in der Serie auf ein besseres Verhalten bei der Ausleuchtung hoffen.

Im weiteren Verlauf der Vorführung wurde dann noch die Reality Creation gezeigt. Da ich diese auch schon in meinem HX925 drin habe, war das für mich nun nicht so neu, aber einige der anwesenden Hifi-Forums-Mitglieder waren doch erstaunt, was damit noch an Details aus dem Videomaterial herausgekitzelt werden kann. Der W905A kann hier anscheinend noch Hauttöne gesondert behandeln, was eine kleine Neuerung bei der Reality Creation zu sein scheint.

Alles in allem hat mir der W905A sehr sehr gut gefallen. Der Schwarzwert war satt, der Blickwinkelbereich in alle Richtungen (links/rechts/oben/unten) extrem groß, besser als bei allen bisherigen Sonys. Und die Farben stellten alles in den Schatten, was ich bisher auf LCD gesehen habe. Wer lieber normgerecht mit REC709 schauen will, dem ist dies weiterhin möglich, aber ich denke ich würde den größeren Farbraum doch intensiv nutzen. Das wird wahrscheinlich ein Thema sein, an dem sich die Gemüter ähnlich scheiden wie bei der Zwischenbildberechnung. Die Puristen und Einmessfetischisten werden darauf verzichten, weil es nicht mehr "der Norm" entspricht, die anderen werden es einfach nutzen und sich an den schönen, treffenderen Farben erfreuen.

Am Anfang des Jahres sagte ich noch, wenn ich mir dieses Jahr einen neuen Sony kaufen und mich zwischen W8 und W9 entscheiden müsste, wäre ich mir nicht sicher, ob ich lieber den W805A mit Passiv-3D oder den W905A mit Triluminos-Technik nehmen würde. Nach dieser Vorstellung in Berlin ist die Antwort nun klar: ich würde auf jeden Fall das Gerät mit Triluminos nehmen. Das ist einfach so dermaßen gut, das hätte ich nie und nimmer so drastisch erwartet. Da kann das Passiv-3D gar nicht so viel besser sein, dass es Triluminos wettmachen kann.

Wenn man sich jetzt ausmalt, wie ein X9000 das dann noch mit 4K-Auflösung und tatsächlich mit passivem 3D hinbekommt, wow! Damit könnte Sony dann ohne Wenn und Aber ein echtes Meisterstück landen. Zwar nicht ganz billig, aber mit angemessenem Preis.


Fazit

Wir alle haben an diesem Samstag sehr viel gesehen, gehört und getestet. Wir haben viel gefragt und bekamen sehr offene Antworten. Und dennoch war der Tag viel zu schnell vorüber und nicht alle meiner etwa 50 Stichwörter und Fragen, die ich mir im Vorfeld notiert hatte, konnten thematisiert werden. Schließlich wollten die Sony-Leute auch mal irgendwann nach Hause. Es war immerhin Samstag und diese Veranstaltung war aus deren Sicht alles Überstunden. Aber es war wirklich ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde und ich danke auf diesem Wege nochmals allen, die dies möglich gemacht haben.

Fest steht, dass Triluminos ein richtig guter Schritt in die richtige Richtung ist. Und die neuen Fernseher machen auch richtig Spaß, erst recht wenn man sie mit einem Smartphone oder Tablet kombiniert. Da können die 2013er-Modelle deutlich mehr als ihre Vorgänger. Der W905A wird Anfang bis Mitte Mai erscheinen, die X-Serie etwas später im Jahr, möglicherweise erst zur IFA. Sollte bis dahin der neue HDMI-Standard für 4K noch nicht verfügbar sein, ist das nicht so schlimm, denn die X-Serie wird austauschbare HDMI-Module haben, so dass man den neuen Standard dann rechtzeitig nachrüsten kann.

Auch wurde mehrmals angedeutet, dass dies erst das Produktspektrum des ersten Halbjahres ist. Zu einer präziseren Auskunft konnte man die Herren von Sony aber nicht bewegen. Man darf also gespannt sein, ob im zweiten Halbjahr zur IFA noch eine Überraschung auf uns wartet.


Gruß,

Hagge


[Beitrag von hagge am 18. Apr 2013, 10:47 bearbeitet]
Honda_Steffen
Inventar
#5 erstellt: 18. Apr 2013, 06:41
boaaahhhhh - wollte mir das kurz vor der Arbeit durchlesen.......aber aufgrund der Menge muss es warten bis zur Mittagspause

Von mir vorab auch ein herzliches für die Arbeit
Onbekend
Inventar
#6 erstellt: 18. Apr 2013, 06:58
Ich kann nur sagen: WOW! Sagenhaft, Hagge!

Vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht... und danke, dass du so minutiös berichtest... und dass du auch so genau auf den technischen Hintergrund eingehst. Es ist wirklich ein wahrer Genuss, deinen Bericht zu lesen.

Mir ist im Laufe der Zeit durchaus aufgefallen, wie kritisch aber doch objektiv (so weit wie möglich) versuchst, deine Beiträge zu halten... und dass auch du von dieser Technik überzeugt wirst, finde ich, spricht sehr für die neue Technik.

Klasse finde ich, wie du auf die unterschiedlichen Farbnormen eingehst und das Thema "Natürlichkeit" diskutierst... es bestätigt, was ich die ganze Zeit vermutet/gedacht habe: Rec.709 kann doch per Definition nicht der "Wahrheit" / "Wirklichkeit" entsprechen... und nur weil Triluminos den Farbraum erweitert, ist es nicht per Definition unnatürlich... intelligent genutzt kann es wahrlich ein besseres Abbild der Realität sein. (Wohlgemerkt, per Definition auch nur eine bessere Annäherung an die Realität und kein perfektes Abbild, denn der 30% erweiterter Farbraum ist ja am Ende des Tages auch limitiert). Somit kann Triluminos ein echter Mehrwert darstellen und nicht nur ein Werbefeature sein.

Deine Beschreibung erklärt auch sehr schön, warum die Samsung-Geräte im direkten Vergleich zum W905 so "verfälscht" wirken... sehr schön...

Fragen:

- Wird der W905 auch mit "HDMI 2.0" aufrüstbar sein? Somit käme der W905 in den Genuss eines mögichen neuen Farbstandards ohne eine "Hochrechnung" der Farbräume.

Vielen Dank!

Onbekend.
Onbekend
Inventar
#7 erstellt: 18. Apr 2013, 07:01

Honda_Steffen (Beitrag #5) schrieb:
boaaahhhhh - wollte mir das kurz vor der Arbeit durchlesen.......aber aufgrund der Menge muss es warten bis zur Mittagspause


Ich komme schon zu spät zu meiner Arbeit!
Xale
Stammgast
#8 erstellt: 18. Apr 2013, 08:11
Ein überragender Bericht Hagge. Vielen Dank das Du Dir soviel Mühe gemacht hast.

Die Aussage, dass Mitte des Jahres ggf. schon wieder etwas neues vorgestellt werden soll irritiert mich dann aber doch :).
hagge
Inventar
#9 erstellt: 18. Apr 2013, 08:18
Da jetzt bitte nicht zu viel reininterpretieren. Vielleicht ist damit dann doch nur das offizielle Erscheinen der X-Serie gemeint. Oder es kommt nochmal was dazwischen, vielleicht ein Triluminos mit Full-LED-Technik. Das Topmodell kam ja in letzter Zeit immer erst zur IFA: Das ist aber nun komplett von mir ins Blaue spekuliert, es gibt keinerlei Beleg dafür.

Hagge
Morphem2010
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 18. Apr 2013, 08:31
Sehr cooool Hagge! Schöner Bericht.
Da ich eh einen X9005 in 55" holen wollte, der sozusagen alles inkl. hat, umso mehr steigt die Vorfreude.
Hammer!
schups
Stammgast
#11 erstellt: 18. Apr 2013, 08:46
Moin Hagge,
ich kann mich den anderen Usern nur anschließen und finde auch, dass Du mit sehr viel Liebe zum Detail mal wieder einen überragenden Bericht geschrieben hast, der die neuen Features sehr gut erklärt. Ich bin gespannt, was da noch an Feedback & Fragen in diesem und den beiden anderen Review Threads von IIIIIChrisIIIII und mir auf uns zu kommt. Auf eine spannende und faire Diskussion!

Schönen Gruß, Schups ;-)
Honda_Steffen
Inventar
#12 erstellt: 18. Apr 2013, 09:26
Da ich die mittagspause "vorgezogen" habe und mich durch den Text gelesen hab............ich muss schon sagen.....bin extremst erregt was ich da so lese.


Die Richtung wird doch bei mir zum X65 gehen anstatt zum Samsung 75 Zoll.

Sabber
Grammy919
Inventar
#13 erstellt: 18. Apr 2013, 12:36
Genau so ein Bericht habe ich erwartet hagge Sehr schön

Vorallen sehr ausführlich ( hab von dir auch nicht anders erwartet ) und spiegelt auch genau meine erfahrung wieder. Auch das man den Unterschied auf den Fotos nicht sieht bzw. bei weitem nicht in den Umfang wie Live kann ich jetzt anschließend nur bestätigen !
Das man die farben aber durch die einstellung Farbbrillanz einstellen kann bzw. damit die Triluminos Technik beinflussen kann wusste ich noch garnicht und macht mir doch sehr große hoffnung das für mich teilweise Sehr bunte bild doch natürlicher hinzubekommen.
Aber wie schon sagstes, man muss sich an die farbgewalt echt gewöhnen weil sowas hat man bis dato noch nie gesehen.
Achja unsere Gruppe fiel auch die Kinnlade runter als die ersten "vergleichsvideos" liefen und der Samsung einfach nur schlecht aussah

Aber ich gehe sehr stark davon aus das sony kein Full-LED Gerät mehr baut, einfach aus dem Grund das der HX925 und HX955 einfach nicht so häufig verkauft wurde als erwartet
Begründet wurde diese aussage das die Kunden in laden den unterschied nicht raussehen und deswegen nicht bereit sind so viel mehr geld zu bezahlen.
Die gleiche "angst" habe ich beim W905 leider auch, wenn ich überlege was das Gerät kostet und was das Gerät verglichen mit den Samsung leider nicht kann, dazu noch der Dickere Rahmen und fast die doppelte Bautiefe werden sich viele kunden für den Samsung entscheiden, der auch noch das hellere bild macht was in laden meißt besser ankommt als ein kontrastreicheres bild mit echteren/ besseren Farben....

Meine frage ist, hast du bei Weißinhalten eventuel ein blaustich in bild wahrgenommen? Bei den Prototyp den ich sah gab es bei komplett weiß einen leichten blaustich in bild den ich schon fast als störend entfand.


[Beitrag von Grammy919 am 18. Apr 2013, 13:49 bearbeitet]
hagge
Inventar
#14 erstellt: 18. Apr 2013, 13:14

Grammy919 (Beitrag #13) schrieb:
Meine frage ist, hast du bei Weißinhalten eventuel ein blaustich in bild wahrgenommen? Bei den Prototyp den ich sah gab es bei komplett weiß einen leichten blaustich in bild den ich schon fast als störend entfand.

Gute Frage. Nein, ein Blaustich ist mir nicht aufgefallen. Was aber vielleicht daran liegen könnte, dass unsere Exemplare ja eingemessen waren. Was gleichzeitig auch bedeuten würde, dass man den Blaustich durch Einstellungen wegbekommt.


Die gleiche "angst" habe ich beim W905 leider auch, wenn ich überlege was das Gerät kostet und was das Gerät verglichen mit den Samsung leider nicht kann

Helf mir mal auf die Sprünge, was kann es denn im Vergleich zu Samsung nicht?

Gruß,

Hagge
Xale
Stammgast
#15 erstellt: 18. Apr 2013, 13:22
Der Samsung hat eine Gestensteuerung, Sprachsteuerung (ohne App) und einen Twin-Tuner.
Das sind für mich allerdings alles Dinge die ich nicht wirklich brauche.
Oder meintest Du etwas anderes Grammy?
Grammy919
Inventar
#16 erstellt: 18. Apr 2013, 13:27
Ok sehr gut das der Blaustich wegzubekommen ist bzw. beim Serienmodell nicht mehr zu sehen ist.
Auch ist mir bei den W905 den ich sah bei weißen bzw. hellen hintergrund leichte dunkle Streifen aufgefallen, die ähnlich wie Flashlights aussahen nur eben andersrum, also kleine dunkle striche die von unten ins bild hineingescheint haben...
Schwierig zu beschreiben was ich meine, aber da bei dir nichts darüber in der Review genannt wurde denke ich das es auch nur beim Prototypen zu sehen war

Sehr gute nachrichten

Sonst was der Samsung F8090 mehr kann gegenüber dem Sony W905
- Doppel Triple Tuner ( sony hat nur ein Triple Tuner )
- Quad Core Cpu ( hier ist der Samsung bei Internet geschichten eindeutig schneller)
- Anschließbare Tastatur ( geht bei Sony immernoch nicht....)
- eingebaute Kamera ( kann man bei Sony nur nachrüsten für"viel" geld)
- Sprach / gestensteuerung

Obwohl ich von den Oben genannten sachen nicht eine Brauche ist das für den einen oder anderen Kunden schon eindeutig ein Kaufgrund, alleine wie viele Leute einen Fernseher haben wollen mit Doppel Tuner damit sie ohne zusatzgerät eine zweite Sendung aufnehmen können und dabei was anderes schauen ist schon was, dazu noch eine sehr gute internet funktion die durch Tastatur sehr gut zu bedienen ist...
Da kann sony nicht ganz mithalten. Und ein so schlechtes bild und Ton macht der Samsung auch nicht.
Xale
Stammgast
#17 erstellt: 18. Apr 2013, 13:40
Die Frage ist beim Twin-Tuner aber doch auch, ob man immer nur freie Sendungen aufzeichnen will. Sonst braucht man nämlich auch wieder zwei CI-Slots und zwei Karten - zumindest wenn alles legal laufen soll
schups
Stammgast
#18 erstellt: 18. Apr 2013, 13:54
Die Gestensteuerung ist doch noch ein Krampf, nach dem was ich gehört habe ist die noch gar nicht ausgereift!
hagge
Inventar
#19 erstellt: 18. Apr 2013, 13:57

Grammy919 (Beitrag #16) schrieb:
Sonst was der Samsung F8090 mehr kann gegenüber dem Sony W905
- Doppel Triple Tuner ( sony hat nur ein Triple Tuner )
- Quad Core Cpu ( hier ist der Samsung bei Internet geschichten eindeutig schneller)
- Anschließbare Tastatur ( geht bei Sony immernoch nicht....)
- eingebaute Kamera ( kann man bei Sony nur nachrüsten für"viel" geld)
- Sprach / gestensteuerung

Achso, dann ist ja gut. Ich dachte schon, es geht um was wichtiges... Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass auch nur einer dieser Punkte ein entscheidendes Kriterium für oder gegen den Kauf eines dieser Fernseher ist.

Die Tastatur wird ja bei Sony durch ein Smartphone oder Tablet realisiert, ob ein Quadcore für einen Fernseher notwendig ist, sei mal noch dahin gestellt, Auf Sprach- und Gestensteuerung kann ich verzichten, oder etwas deutlicher gesagt, das halt ich für reinen Blödsinn. Anstatt des zweiten Tuners kann man sich für 40 EUR einen kleinen externen Receiver hinstellen, bleibt nur noch die Kamera. Und da muss man mal sehen, ob nur die teure Sony-Kamera funktioniert...

Gruß,

Hagge
Xale
Stammgast
#20 erstellt: 18. Apr 2013, 13:59
Was mich interessieren würde ist wie der TV bei 3D aussieht. Ist mir zwar nicht das wichtigste aber ab und an nutze ich das ganz gerne. Der Samsung hat in diesem Bereich auf jeden Fall gut vorgelegt.
Grammy919
Inventar
#21 erstellt: 18. Apr 2013, 14:14
Hehe hagge ich sage ja für mich sind das auch keine wichtigen Funktionen, aber für eine menge leute da draußen !


Xale (Beitrag #20) schrieb:
Was mich interessieren würde ist wie der TV bei 3D aussieht. Ist mir zwar nicht das wichtigste aber ab und an nutze ich das ganz gerne. Der Samsung hat in diesem Bereich auf jeden Fall gut vorgelegt.



Ja das ist noch ein Punkt der mir große sorgen macht, mittlerweile nutze ich 3D auch sehr gerne und bin durch mein VT50 da schon ein wenig verwöhnt...
Wäre schade wenn in 3D bereich der W905 eine null nummer wird

Vorallen auf den Fotos ist ja zu sehen das sie 3D brillen bereit gelegt haben, dann aber "reinzufällig" wie überall anders keine zeit für gefunden wurde 3D zu probieren....
Xale
Stammgast
#22 erstellt: 18. Apr 2013, 14:25
Ja, das irritiert mich irgendwie auch :).Hoffen wir einfach mal das beste. Ansonsten gibt es ja noch die 30 Tage Rückgaberecht :).
Retro-Wagner
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 18. Apr 2013, 17:18

Grammy919 (Beitrag #16) schrieb:


Sonst was der Samsung F8090 mehr kann gegenüber dem Sony W905
[...]
- Quad Core Cpu ( hier ist der Samsung bei Internet geschichten eindeutig schneller)



Könnte der stärkere Prozessor einen geringeren Input-Lag beim Samsung bedeuten? Oder greift diese CPU ohnehin nur für den ganzen Zusatzquatsch und hat auf die Bildberechnung keine Auswirkung?
hagge
Inventar
#24 erstellt: 18. Apr 2013, 17:46
Die CPU ist nur für das Menü und die Steuerung des grundsätzlichen Ablaufs zuständig. Für die eigentliche Bildaufbereitung ist die CPU jedoch nicht relevant, das macht der X-Reality-Prozessor.

Gruß,

Hartmut
OlleF
Stammgast
#25 erstellt: 18. Apr 2013, 18:11
un mein Feierabend begann mit lesen, lesen, lesen.. An dieser Stelle vielen Dank an alle Berichterstatter vom Sony-Event

Schade nur, dass so wenig vom W800 gezeigt wurde beim Event. Allerdings auch verständlich, wenn so ein top Gerät vorgestellt werden kann.
Bis dato wollte ich eigtl. nicht mehr als 2000€ ausgeben für den neuen 55". Allerdings bringen mich die durch die Bank weg positiven Berichte von Euch allen etwas ins grübeln das Budget zu erhöhen. Schaue mir einfach mal beide Geräte beim Händler an, wenn sie endlich eingetroffen sind. Mal sehen... wenn sich am Preis ein bischen was machen lässt oder eine Garantieverlängerung inklusive ist. hm hm hm ^^

Vor lauter Triluminos mal noch ne Frage zur Bewegungsdarstellung:
Konntet ihr Sport (Fussball / Eishockey oä) auf dem TV sehen?
Rohliboy
Inventar
#26 erstellt: 18. Apr 2013, 18:40
Meinen höchsten Respekt Hagge.:hail Sehr schön geschrieben, es liesst sich wirklich sehr objektiv und unvoreingenommen. Wenn das im alltäglichen Gebrauch auch so hin haut, können sich die anderen Hersteller schon mal Gedanken machen. Mal sehen was die Zukunft sagt.
Danke für die Mühe.

PS: Schreibst du eigentlich beruflich?
Grammy919
Inventar
#27 erstellt: 18. Apr 2013, 19:22
@Retro-Wagner
Angeblich soll beim Samsung das einer der Gründe sein für die bessere Bewegungsdarstellung als wie bei der ES serie. Ob das aber wirklich stimmt... k.a.

@OlleF

Die bewegungsdarstellung ist beim Sony noch etwas sauberer und Ruhiger als beim Samsung, konnte das selber Testen anhand 2 Demos speziel für Bewegungen.

Der Grund warum der W805 so untergeht ist eben das er eben nur ein "normalen" TV ist wie es ihn schon gab, ok für Sony schon was besonderes aufgrund 42 und 47 Zoll Panel und Passiver 3D Technik aber in Grunde ist er eben ein sehr guter Standart Fernseher.
Übrigens wirft Sony dem W805 als gegenspieler für Samsungs 6er Serie ins rennen.
Fudoh
Inventar
#28 erstellt: 18. Apr 2013, 19:49
Wie wurde denn die Farbtopfdemo zugespielt ? Letztendlich war das doch auch nur "normales" nach rec.709 kodiertes Material, auf das der Sony dann seinen "Color Boost" anwenden konnte, oder ?

Konnte einer der Anwesenden einen Vergleich zum X4500 kommentieren ?? Sony hatte beim X4500 ja noch echte RGB Backlights installiert und was der X4500 mit aktivierter Live Color Funktion auf den Screen zaubert ist ja immer noch absolut unglaublich und seither von jedem anderen Plasma und LCD absolut unerreicht. X905, 925 und 955 kommen mit ihren weissen LEDs da selbst mit voll aufgedrehter Live Color Funktion nichtmal in die Nähe. Ich hab den W9 nicht live gesehen, aber was Du subjektiv beschreibst ist unter Umständen nichts anderes, was der X4500 schon vor 5 Jahren konnte und den Nachfolgern einfach verloren gegangen ist. Durch das Triluminous System konnte Sony vielleicht den Abstand zum X4500 einfach nur verringen oder gar schliessen.

Vielleicht haben wir ja das Glück und ein X4500 User macht das Upgrade zum W9.

Grüße
Tobias


[Beitrag von Fudoh am 18. Apr 2013, 19:54 bearbeitet]
Honda_Steffen
Inventar
#29 erstellt: 18. Apr 2013, 20:23
Wie heisst die Funktion live Color im menue vom x4500 ?

Auch wenn ich mich jetzt blamiere.......ich hab de Kiste zu Hause.........aber diese Funktion nie gesehen bzw. Genutzt


[Beitrag von Honda_Steffen am 18. Apr 2013, 20:45 bearbeitet]
Master468
Inventar
#30 erstellt: 18. Apr 2013, 21:03

Durch das Triluminous System konnte Sony vielleicht den Abstand zum X4500 einfach nur verringen oder gar schliessen.

Der Farbumfang wäre mit einer RGB-LED blu noch weiter vergrößert. Im direkten Vergleich mit den Alternativen stehen Kosten und Nutzen da aber in keinem besonders guten Verhältnis, zumal der fassbare Zugewinn für den Benutzer ohnehin in der "intelligenten" Rücktransformation besteht.


Umgekehrt bedeutet das, dass auch die jetzigen aktuellen Fernseher alle auf die REC709-Norm ausgelegt werden. Das heißt die Farbfilter (bei LCDs) und Phosphore (bei Plasmas) dieser neuen Geräte werden so getrimmt, dass sie genau den REC709-Farbraum abdecken können

Optimierungen der Panelfilter wären sehr aufwändig gehen immer zu Lasten der Lichtausbeute. Der erhöhte Farbumfang ergibt sich hier aus dem Spektrum der Hintergrundbeleuchtung. Mit optimierter W-LED blu liegt man in Bezug auf den Farbumfang (mit Standardpanelfiltern) bereits ein gutes Stück über sRGB (Beispiel), während viele non WCG-CCFL-Lösungen in leichten Unterabdeckungen resultierten (Beispiel). In der Praxis spielt das für den Benutzer eine eher unteordnete Rolle, da der Hersteller gerade im TV-Bereich für eine vernünftige Werksabstimmung mit geeigneter Farbraumtransformation sorgen sollte.

LCDs mit WCG-CCFL- und den neuen GB-r-LED-Hintergrundbeleuchtungen sowie den in Zukunft sicher ebenfalls häufiger (d.h. nicht nur bei Sony und im TV-Bereich) anzutreffenden Quantum-Dot-Implementierungen erreichen einen jeweils vergleichbaren Farbumfang (Beispiel für WCG-CCFL IPS und GB-r-LED IPS; letztes Bilderpaar).

Gruß

Denis


[Beitrag von Master468 am 18. Apr 2013, 21:43 bearbeitet]
Fudoh
Inventar
#31 erstellt: 18. Apr 2013, 21:22

Wie heisst die Funktion live Color im menue vom x4500

Farbbrillanz. Stell den Farbraum auf "erweitert" (Option direkt drüber), Farbbrillanz nach oben und werf mal eine Pixar Blu-Ray ein. UNERREICHT!

(EDIT: mir ist erst mit der Antwort hier aufgefallen, dass Sony die Funktion beim W9 ja sogar identisch nennt wie bei den bisherigen Implementierungen. Beim Lesen von hagge's Impressionen hat's nicht wirklich geklickt - erst beim Blick ins deutsche Handbuch - Farbbrillanz = Live Color.)

Grüße
Tobias


[Beitrag von Fudoh am 19. Apr 2013, 02:07 bearbeitet]
tribal-sunrise
Inventar
#32 erstellt: 19. Apr 2013, 05:30

hagge (Beitrag #19) schrieb:
bleibt nur noch die Kamera. Und da muss man mal sehen, ob nur die teure Sony-Kamera funktioniert...


Und selbst dann stellt sich die Frage wer es wirklich braucht - ich kenne einige mit Samsungs und integrierten Cams aber keiner nutzt sie aktiv - die Gesten benutzt nach 2-3 Tagen keiner mehr und für Skype und Co setzen sich eigentlich alle dann doch vor den Rechner oder nehmen ein Tablet zur Hand. Ich hatte bei meinem HX950 die Cam nicht mal angeschlossen obwohl sie ja dabei lag weil ich einfach keinerlei Verwendungszweck dafür gesehen habe. Die restlichen Funktionen sehe ich ebenso eher als Gimmick anstatt als nutzbringende Erweiterungen.


[Beitrag von tribal-sunrise am 19. Apr 2013, 05:31 bearbeitet]
Honda_Steffen
Inventar
#33 erstellt: 19. Apr 2013, 06:48

Fudoh (Beitrag #31) schrieb:

Wie heisst die Funktion live Color im menue vom x4500

Farbbrillanz. Stell den Farbraum auf "erweitert" (Option direkt drüber), Farbbrillanz nach oben und werf mal eine Pixar Blu-Ray ein. UNERREICHT!

(EDIT: mir ist erst mit der Antwort hier aufgefallen, dass Sony die Funktion beim W9 ja sogar identisch nennt wie bei den bisherigen Implementierungen. Beim Lesen von hagge's Impressionen hat's nicht wirklich geklickt - erst beim Blick ins deutsche Handbuch - Farbbrillanz = Live Color.)

Grüße
Tobias



Aha - danke......dann hab ich seit Jahren ne Kiste - die als Neuheit für 2013 verkauft wird
Joachim_drechsler
Inventar
#34 erstellt: 19. Apr 2013, 06:59
Glückwunsch zum neuen Flachmann, Honda Steffen.
Geestensteruerung z.B. brauchst Du ja nicht unbedingt. Ist eigentlich nur was für Komiker.
Bei denen bringt's natürlich gewaltig was!
Honda_Steffen
Inventar
#35 erstellt: 19. Apr 2013, 07:28
Gestenzeugs brauch ich wirklich nicht.

Ich würde euch den 55x4500 für 4000,00 Euro verkaufen - er hat ja zudem noch full LED.....bei interesse bei mir melden
hagge
Inventar
#36 erstellt: 19. Apr 2013, 07:57

Fudoh (Beitrag #28) schrieb:
Wie wurde denn die Farbtopfdemo zugespielt ? Letztendlich war das doch auch nur "normales" nach rec.709 kodiertes Material, auf das der Sony dann seinen "Color Boost" anwenden konnte, oder ?

Genau, das war ne normale Mediendatei, vermutlich AVCHD, über USB zugespielt, ohne irgendwelchen erweiterten Farbraum.


Konnte einer der Anwesenden einen Vergleich zum X4500 kommentieren ?? Sony hatte beim X4500 ja noch echte RGB Backlights installiert und was der X4500 mit aktivierter Live Color Funktion auf den Screen zaubert ist ja immer noch absolut unglaublich und seither von jedem anderen Plasma und LCD absolut unerreicht. X905, 925 und 955 kommen mit ihren weissen LEDs da selbst mit voll aufgedrehter Live Color Funktion nichtmal in die Nähe.

Das meinte ich ja in einem Nebensatz, dass es ähnliche Dinge durchaus schon gab, z.B. mit Wide-Color-Gamut-CCFL. Die RGB-LED-Technik vom X3500 und X4500 könnte man da auch aufzählen. Nur damals wurde das Farbspektrum eher gleichmäßig aufgestreckt und darum gab es zwar schöne gesättigte Farben, aber auch bei den weniger gesättigten Farben wurde alles viel kräftiger und das war dann eher unnatürlich. Jetzt geht der W905 da viel dezenter ran und nur Farben, die wirklich Richtung hoher Sättigung gehen, die bekommen sozusagen einen kleinen Nachbrenner verpasst.


Ich hab den W9 nicht live gesehen, aber was Du subjektiv beschreibst ist unter Umständen nichts anderes, was der X4500 schon vor 5 Jahren konnte und den Nachfolgern einfach verloren gegangen ist. Durch das Triluminous System konnte Sony vielleicht den Abstand zum X4500 einfach nur verringen oder gar schliessen.

Ähm, falls Du es vergessen hast: mit welchem Schlagwort wurde denn damals diese RGB-LED-Bildtechnik bei X3500 und X4500 beworben? Richtig, mit Triluminos!!! Wer's nicht glaubt: auf der Seite vom KDL-70X3500 mal runter scrollen und die Logos anschauen. Wann war das? 2008?

Gruß,

Hagge
IIIIIChrisIIIII
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 19. Apr 2013, 08:18
Hallo Hagge!

Wow, und Respekt zur Länge deines Berichts! Und ich dachte, ich hätte schon viel geschrieben :D.
Ich bin nur etwas verwundert, dass du tatsächlich den Namen des Herstellers des verglichenen Konkurrenzprodukts nennst, nachdem Sony mehrfach daraum gebeten hat, diesen nicht zu erwähnen. Immer wieder hieß es, dass wir unseren Bericht auf die Sony Produkte beschränken sollen. (Alles andere wäre von Sony auch unprofessionell gewesen.)


hagge (Beitrag #4) schrieb:
Teil 6: Triluminos in der Praxis: der Sony W905A
... Eine Mauer bleibt in etwa gleich, ein Gesicht auch, aber ein Meeresstrand bekommt auf einmal ein richtig leuchtend blaues Wasser, eine Wiese wird auf einmal richtig schön grün, und das rote Auto aus dem Computeranimationsfilm "Cars" war nun endlich wirklich rot und nicht mehr orange. Zum Beweis hatte der cine4home-Mitarbeiter ein Spielzeugmodell dieses Autos dabei und hielt es vor den Bildschirm. Beim Sony passte die Farbe, beim Samsung war es hingegen leicht orange. Schaltete man Triluminos ab, indem man den Farbbrillanz-Regler auf "aus" stellte, verhielt sich der Sony genauso wie der Samsung und das Auto war ebenfalls leicht orange. Eben REC709.


Merkwürdig, da haben wir leicht unterschiedliche Auffassungen. Ich hatte das Auto tatsächlich in die Hand genommen, mich direkt vor dem Fernseher gestellt und aus nächster Nähe die Farben verglichen. Der Samsung war in der Tat eher orange und weit von dem Rot des Spielzeugautos entfernt. Der W905 sah super knackig aus - tolles rot, aber eben nicht das Rot vom Spielzeugauto. Der HX855 der daneben stand und sogar nicht mal kalibriert wurde, zeigte das Rot am ehesten so an, wie das tatsächliche Spielzeugauto.
Übrigens verstehe ich den extrem schlechten "Rot" Ton des Samsungs nicht. Als ich Abends wieder zu Hause war, habe ich meinen 60ES6300 angeschaltet und mir auf YouTube einen Full HD Trailer von Cars angeschaut. Das Auto war knackig rot. Klar hab ich kein Vergleichsgerät daneben gehabt, aber es ist definitiv rot und nicht orange.

Vielleicht die Erklärung:
Beim Samsung hat die Software einen Bug: Es gibt im Menü einen Einstellungspunkt zu den Farben, wenn man den "durchläuft", stimmt die komplette Farbdarstellung nicht mehr. Gleiches Spiel passiert auch, wenn man einen anderen Ausgang wählt, der diese Farbeinstellung verwendet. Es ist auch nicht möglich das Problem zu beheben, in dem man die Farbeinstellung zurücksetzt. Die einzige Möglichkeit ist den Fernseher neu zu starten. Unter Anderem macht sich das Problem durch schlechte Rot Töne bemerkbar. Traurig, dass Samsung da so einen Schnitzer in der Software hat (kann ich zumindest bei meinem Bestätigen). Aber möglicherweise würde das erklären, wieso die Rot-Darstellung des Samsungs während des Sony - Evetns so schlecht war. Die cine4home Leute warn ja bemüht ihre Glaubwürdigkeit durch das Aufzeigen von Einstellungen des Samsungs zu untermauern. Möglicherweise sind sie genau über diesen Menüpunkt gelaufen und ab da waren die Farben nicht mehr korrekt. (wie geschrieben, reine Spekulation) Schade, dass mir das jetzt erst einfällt.
hagge
Inventar
#38 erstellt: 19. Apr 2013, 08:53

IIIIIChrisIIIII (Beitrag #37) schrieb:
Ich bin nur etwas verwundert, dass du tatsächlich den Namen des Herstellers des verglichenen Konkurrenzprodukts nennst, nachdem Sony mehrfach daraum gebeten hat, diesen nicht zu erwähnen. Immer wieder hieß es, dass wir unseren Bericht auf die Sony Produkte beschränken sollen.

Es ging darum, dass wir uns bei der Beschreibung auf den Sony konzentrieren sollen und nicht das Konkurrenzprodukt schlecht reden sollen. Dass wir den Namen nicht nennen sollen, habe ich nicht daraus abgeleitet. Und der Rest ergibt sich meiner Meinung nach aus der Art der Formulierung. Ich habe nicht geschrieben: "Der Samsung war deutlich schlechter", sondern "Der Sony war deutlich besser". Ein kleiner, aber wie ich finde feiner Unterschied. Das erste würde implizieren, dass der Samsung hier möglicherweise besonders schlecht ist, auch schlechter als andere Geräte. Das zweite sagt hingegen nur, dass der Sony hier besonders gut ist, sagt aber eigentlich nichts Positives oder Negatives über den Samsung aus. Und das will ich ja letztendlich erreichen und sagen.


Übrigens verstehe ich den extrem schlechten "Rot" Ton des Samsungs nicht. Als ich Abends wieder zu Hause war, habe ich meinen 60ES6300 angeschaltet und mir auf YouTube einen Full HD Trailer von Cars angeschaut. Das Auto war knackig rot. Klar hab ich kein Vergleichsgerät daneben gehabt, aber es ist definitiv rot und nicht orange.

Genau das ist aber das Dilemma. Wenn man nur ein Gerät hat, dann erscheint einem Rot immer Rot, weil ja auch alle anderen Farbtöne in diese Richtung erscheinen. Solange der erweiterte Farbraum des W905 aus war, sah auch da alles rot aus, genauso gut wie beim Samsung. Erst als der erweiterte Farbraum beim Sony aktiviert wurde und auf einmal auch noch "röteres" Rot zu sehen war, erst dann im Vergleich wurde überhaupt deutlich, dass das Rot vom Samsung doch eher orange ist. Da hat sich das Rot vom Samsung ja nicht verändert, es war vorher und hinterher gleich. Aber erst hinterher kam es einem leicht orange vor.

Das heißt zu Hause kannst Du das Rot im Prinzip gar nicht bewerten, wenn Du keinen Vergleich daneben hast. Es wird Dir immer ordentlich rot vorkommen. Würde man da aber nun wieder einen W905 daneben stellen, wäre derselbe Effekt wieder frisch da: das Rot deines TVs würde Dir auf einmal auch wieder leicht orange erscheinen.

Das menschliche Auge kann keine absoluten Farben wahrnehmen. Es wird immer durch Relationen geprägt. Solange es kein anderes Rot gibt, ist es völlig in Ordnung. Das gleiche gilt für die Ohren.

Faire Tests sind darum immer nur sogenannten Blindtests, wo ich also nicht weiß, was für ein Produkt ich gerade sehe oder höre. Man wird unweigerlich von allem beeinflusst, auch wenn man noch so sehr der Meinung ist, gegen solche Einflüsse immun zu sein und sich eine wirklich objektive Meinung bilden zu können. Das funktioniert einfach nicht. Bei Lautsprecher-Kabeln ist das immer extrem offensichtlich. Solange die Leute wissen, welches Kabel sie hören, können sie eindeutig sagen, dass sie das eine besser finden als das andere. Sobald es aber an einen Blindtest geht, gab es noch keinen einzigen Test, wo jemand mit einer statistischen Siginifikanz ein "hochwertiges" Kabel von einer 08/15-Strippe unterscheiden konnte.


Beim Samsung hat die Software einen Bug: Es gibt im Menü einen Einstellungspunkt zu den Farben, wenn man den "durchläuft", stimmt die komplette Farbdarstellung nicht mehr.

Aber die Farben waren doch nachgewiesenermaßen völlig in Ordnung. Die cine4home-Leute haben dem Samsung doch ein recht ordentliches Farbspektrum nach REC709 bescheinigt. Da war nichts falsch! Und wenn man Triluminos beim W905 ausschaltete, er also auch mit REC709 lief, sah das Rot doch genauso orange aus. Nein nein, das war schon in Ordnung so.

Nochmal: das Rot im Samsung war völlig in Ordnung und würde ohne Vergleich bei jedem User als komplett sauberes Rot durchgehen. Nur der erweiterte Farbraum des Sony ermöglicht ihm ein noch satteres Rot. Das liegt nun mal in der Natur des erweiterten Farbraums. Und da dagegen sieht das "normale" Rot von REC709 dann leicht Richtung Orange aus. Das heißt aber nicht, dass dieses Rot irgendwie schlecht ist.

Gruß,

Hagge
micky999
Hat sich gelöscht
#39 erstellt: 19. Apr 2013, 09:14
Also der Samsung war bei Rot auf den Punkt REC 709. Er hat auch bei den Luminizenzen REC 709 sehr gut getroffen. Ab Werk war er sogar etwas genauer als der W9 von Sony, wobei sich das in 1-2 % Punkten unterschied.

Gruß
Michael Schulz
Cine4Home
Gesperrt
#40 erstellt: 19. Apr 2013, 09:30
Hallo zusammen!

Ich seid ja schon fleißg am diskutieren, freut mich dass die Veranstaltung Euch so gefallen hat.

An dieser Stelle ein paar technische Ergänzungen:


- Der Vergleichsfernseher war 100%ig richtig kalibriert. Auch Rot entsprach genau der Videonorm:

SasmungCIE1

SamsungCIE2

Für dieses Ergebnis musste man gar nicht viel machen, denn die Werksabstimmung war nahezu perfekt. Ähnliches gilt für den Sony.


- Es gab keinen "Farbdarstellungsbug".

- Mit abgeschaltetem Triluminos haben beide TVs eine fast identische Farbdarstellung gehabt (bei direkter Aufsicht, Winkel verschieben die Farbtöne, beim Samsung sogar erheblich).

- Ohne Triluminos-Vergleich wirkt das Rec709 roter, mangels Referenz.

- Wer wirklich Kalibriererfahrung hat, kennt die Rotschwächen des Rec709/sRGB Farbraumes. Das ist doch alles nix neues, gerade deswegen ist man ja um erweiterte Farbräume bemüht.

- Bei Grün sieht es änlich aus. Sobald man einen Vergleich hat, sieht man wie blass das "Apfelgrün" die Videonorm ist.


Gruß,
Ekki


[Beitrag von Cine4Home am 19. Apr 2013, 09:37 bearbeitet]
hagge
Inventar
#41 erstellt: 19. Apr 2013, 10:00
Falls sich jetzt hier jemand wundert: Cine4Home (Ecki) und micky999 (Michael) sind nun genau die beiden Leute von cine4home, die die beiden Fernseher eingemessen haben. Wenn also irgendjemand weiß, was die Geräte können und wie sie justiert waren, dann diese beiden!

Gruß,

Hagge


[Beitrag von hagge am 19. Apr 2013, 10:01 bearbeitet]
Xale
Stammgast
#42 erstellt: 19. Apr 2013, 10:19
Haben sich die beiden Kalibrierer auch mal die 3D-Fähigkeiten des W905 angeschaut ;)?
micky999
Hat sich gelöscht
#43 erstellt: 19. Apr 2013, 10:29
Nein, haben wir nicht, da ja Triluminous im Vordergrund stand. 3D ist dann im Mai bei uns im Test zu lesen.

Allerdings bewerten wir 3D nicht mehr so hoch, da das Interresse daran doch sehr abgeflaut ist.

Gruß
Michael Schulz
Honda_Steffen
Inventar
#44 erstellt: 19. Apr 2013, 11:19
Kannst du auch was sagen bezüglich der Möglichkeit die X Modelle auf HDMI 2 aufzurüsten.

Angeblich soll das ja funktionieren - aber wie?
Xale
Stammgast
#45 erstellt: 19. Apr 2013, 11:36

micky999 (Beitrag #43) schrieb:
Nein, haben wir nicht, da ja Triluminous im Vordergrund stand. 3D ist dann im Mai bei uns im Test zu lesen.

Allerdings bewerten wir 3D nicht mehr so hoch, da das Interresse daran doch sehr abgeflaut ist.

Gruß
Michael Schulz


Ok - das kann ich nachvollziehen. Man kauft es aber ja einfach dazu und da interessiert mich die allgemeine Qualität dann schon.
Wann wird euer Test im Mai erscheinen?
micky999
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 19. Apr 2013, 12:15
@Hondasteffen: Upgrade geschieht durch Hardware tausch. Wie genau, wird man sehen.

@Xale: Nach der HighEnd in München.

Gruß
Michael
Honda_Steffen
Inventar
#47 erstellt: 19. Apr 2013, 12:24
ohjeeee - die würden an meinem Fernseher rumschrauben.........aber dann nur Vorort bei mir zu Hause.
Joachim_drechsler
Inventar
#48 erstellt: 19. Apr 2013, 12:34
So HondaSteffen! Nun weisst Du ja, dass Du den besten Fernseher von uns allen hast.
Sogar bis zu den Oleds. Behälst Du den nun so lange? Oder schenkst Du mir Deinen?
Honda_Steffen
Inventar
#49 erstellt: 19. Apr 2013, 12:50
ja - der 55X4500 steht im Schlafzimmer - und wird höchstens 1 x pro Monat angemacht........was für ne Verschwendung

Und nix verschenken - er wird an den meistbietenden versteigert - Mindestgebot € 4.000,00
Mit Full - LED.....wo gibts denn sowas noch

Und ich hab den Menüpunkt für gigantische Farben nie aktiviert
Fudoh
Inventar
#50 erstellt: 19. Apr 2013, 13:16

Ähm, falls Du es vergessen hast: mit welchem Schlagwort wurde denn damals diese RGB-LED-Bildtechnik bei X3500 und X4500 beworben? Richtig, mit Triluminos!!! Wer's nicht glaubt: auf der Seite vom KDL-70X3500 mal runter scrollen und die Logos anschauen. Wann war das? 2008?

haha, super. Danke für die Erinnerung !! Da sieht man mal, wie schnell sowas in Vergessenheit gerät und wie hart sich Sony tut, mit was neuem aufzutrumpfen. Ich nehme aber an, dass das beim Event niemandem so präsent war, dass er darauf hingewiesen hatte (?).

Grüße
Tobias
-Didée-
Inventar
#51 erstellt: 19. Apr 2013, 13:18
Dürfte ich nochmal den Punkt "verbesserte Blickwinkelstabilität" aufbringen? Vorneweg, nur um klar zu sein: wenn die Winkelstabilität beim Panel des W905 wirklich so deutlich verbessert wurde, dann steht das Gerät später dieses Jahr bei mir zu Hause im WoZi, und dann ist's mir schnurz-piep-egal, ob die das mit einem Flux-Kompensator oder mit Feen-Staub gemacht haben.

Aber: die gegebene Erklärung, dass die Verbesserung auf das Fehlen der Farbfilter zurückgeht, die will mir überhaupt nicht einleuchten. Das dominante Problem bei VA-Panels ist ja die Aufhellung der dunklen Bereiche bei schrägem Betrachtungswinkel, aka. "Gamma-Shift". Heißt: in seitlicher Abstrahlrichtung tritt mehr Licht aus dem Panel aus als eigentlich sollte. Und wie dieses "mehr Licht" auf die Farbfilter zurückzuführen sein sollte, das muss mir bitte mal jemand erklären! Nach meinem Verständnis ist dieses "mehr Licht" ausschließlich auf die Kristalle zurückzuführen, bzw. auf deren räumliche Struktur und Anordnung. Das Problem "mehr Licht von/zu der Seite" ergibt sich nämlich direkt aus der räumlichen Struktur der Kristalle, insbesondere bei VA. Und die Farbfilter sind ja im Strahlweg nachgelagert, da geht nur das Licht durch, dass die Kristalle zuvor eben durchgelassen haben. Wie, um Himmels Willen, sollten die Farbfilter da für eine "Aufhellung", also für "mehr Licht", verantwortlich sein?

Wie gesagt: wenn das Panel in dieser Problematik verbessert wurde, soll mir alles recht sein. Aber die Erklärung mit den [nicht vorhandenen] Farbfilter-Schichten, die halte ich für ziemlich Banane. (Die spielen, wenn, dann höchstens eine Rolle bei extrem seitlicher Betrachtung, wo dann u.U. irgendwelche Reflexions-Effekte dazukommen)
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